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Air Liquide
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33Quartalszahlen 16.02-20.02.26

Strategiewechsel von Tech-Growth zu "Monopol"-Dividenden: Denkfehler oder sinnvoller Plan für die Entnahmephase?
Hallo zusammen,
ich mache mir aktuell viele Gedanken über meine langfristige Strategie und würde gerne eure Meinung dazu hören, ob ich hier einem Denkfehler unterliege oder ob der Plan Hand und Fuß hat.
1. Mein Ist-Zustand
Aktuell bin ich sehr "klassisch" bis Tech-lastig investiert.
• ETFs:
• Scalable MSCI AC World $SCWX (-0,22 %) : 6.300 € (aktuell 200 € Sparrate)
• Xtrackers MSCI World IT $XDWT (-0,52 %) : 8.000 € (aktuell 400 € Sparrate)
• Einzelaktien:
• Allianz $ALV (+0,34 %) : 2.900 €
• Nvidia $NVDA (+0,22 %) : 3.900 €
• TSMC $2330 : 1.700 €
Mir ist bewusst, dass ich durch den IT-ETF plus Nvidia/TSMC ein extremes Tech-Klumpenrisiko habe.
2. Meine Überlegung / Das "Warum"
Ich überlege, meine Strategie von "Thesaurierend/Growth" auf "Ausschüttend/Dividendenwachstum" umzustellen.
Mein Hauptgedanke betrifft die spätere Entnahmephase (in ca. 25 Jahren):
Wenn ich rein thesaurierend spare, muss ich im Alter Anteile verkaufen, um an Geld zu kommen. Wenn dann gerade ein Bärenmarkt herrscht, verzehre ich meine Substanz viel schneller (Sequence of Return Risk).
Bei einer Dividenden-Strategie – so meine Theorie – fasse ich die Substanz nicht an, sondern lebe vom Cashflow. Zudem stelle ich es mir psychologisch einfacher vor, in Krisen investiert zu bleiben, wenn trotzdem regelmäßig Dividenden auf dem Konto eingehen….und natürlich werden Dividenden reinvestiert während der Ansparphase.
3. Die neue Strategie: "Wide Moat" / Monopole
Ich möchte gezielt in Unternehmen investieren, die faktisch ein Monopol oder Oligopol besitzen. Der Gedanke: Wo es keine Konkurrenz gibt (und geben kann), ist die Preismacht hoch und die Dividende sicher(er).
Ich denke da an Branchen, die "unausweichlich" sind:
• Eisenbahn: Canadian National Railway ($CNR (+0,35 %)). Niemand baut neue Schienen quer durch Nordamerika. Es ist physisch und rechtlich fast unmöglich, eine konkurrierende Eisenbahnstrecke quer durch Kanada und die USA zu bauen.
• Müll: Waste Management ($WM (-0,05 %) ) – Deponien genehmigt zu bekommen ist fast unmöglich.
• Infrastruktur/Gase: Air Liquide - nicht nur US? Air Liquide bauen Gasanlagen (Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff) oft direkt auf das Gelände ihrer Kunden (Stahlwerke, Chemieparks). Ein Wechsel des Anbieters ist für den Kunden extrem teuer und logistisch ein Albtraum ($AI (-0,78 %) ) oder American Tower ($AMT (-0,21 %) ) Sie besitzen das physische Gerüst der Kommunikationstürme. Wenn 5G oder 6G ausgebaut wird, brauchen AT&T oder Verizon Platz auf diesen Türmen. Die Mietverträge sind langlaufend und inflationsgekoppelt.
• Finanz-Infrastruktur: Visa/Mastercard ($V (-0,46 %) / $MA) (-0,99 %). Sehr niedrige Dividende aber eben ein Mono/Duopol?
4. Der Plan
Meine Sparrate soll vorerst 600 € betragen, später auch 700€, …800€).
Ich überlege, die alten Sparpläne (AC World & IT) zu stoppen und das neue Geld wie folgt aufzuteilen:
• Core: Ein Qualitäts-Dividenden-ETF (z. B. Fidelity Global Quality Income ($FGEQ (-0,16 %) ) für die Basis.
• Satellite: 2-3 der oben genannten "Monopol-Aktien" direkt besparen.
Meine Fragen an euch:
1. Denkfehler bei der Entnahme?
Ist die Annahme, dass ich mit einem Dividendenportfolio im Crash besser dastehe als mit einem Verkauf von ETF-Anteilen, valide? Oder ist das "linke Tasche, rechte Tasche"?
2. Umgang mit Altlasten:
Was mache ich mit dem großen Tech-Block (IT ETF + Nvidia)? Liegenlassen als "Wachstums-Booster" oder umschichten, um das Klumpenrisiko sofort zu senken (Steuern beachten)?
3. Aktien-Auswahl:
Passen Werte wie Canadian National Railway oder Waste Management zu meiner Logik? Gibt es andere "Monopolisten", die ich übersehe?
4. Reicht die Sparrate?
Macht eine Aufteilung von 600 € in ETF + Einzelaktien Sinn, oder verzettele ich mich da bei den Gebühren/Stückelungen?
Gibt es generell Verbesserungsvorschläge?
PS: Freibetrag liegt bei 2000€ da verheiratet.
Ich freue mich auf euren Input und kritische Meinungen!
Danke euch.
Energie 4.0 - Das Fundament einer neuen Industrie Teil 1.
Guten Morgen, liebe getquin Community.
In den letzten Wochen habe ich mich intensiv mit der Batterie- und Energiespeicherindustrie beschäftigt, mit ihrer kompletten Wertschöpfungskette, den Schaufelherstellern und den Hidden Champions dahinter. Heute möchte ich dieses Wissen mit euch teilen @Tenbagger2024 und zeigen, wie sich aus einzelnen Technologien ein zusammenhängendes Energiesystem entwickelt. Ich freue mich, eure Perspektiven dazu zu hören.
Warren Buffett hat nicht ohne Grund über $BRK.B (-0,07 %) Berkshire Hathaway die Chemiesparte von Occidental Petroleum übernommen. Er erkennt früh, wo echte Wertschöpfung entsteht und welche Rolle chemische Prozesse bei der Entwicklung moderner Energie- und Speichersysteme spielen. Genau dort entscheidet sich, wie effizient Batterien und Brennstoffzellen künftig produziert, betrieben und recycelt werden und wer an dieser Transformation langfristig verdient.
Ich selbst bin in diesem Bereich noch nicht so breit aufgestellt, wie ich es gerne wäre. In einige Segmente bin ich bereits investiert, aber die gesamte Wertschöpfungskette bietet noch enormes Potenzial und genau das wollte ich mit dieser Analyse unter anderen auch besser verstehen.
Ich habe bewusst auf persönliche Favoriten verzichtet, @Multibagger um die Analyse neutral zu halten. Wenn euch bestimmte Unternehmen, Themen oder Fragen besonders interessieren, schreibt sie gerne hier in die Kommentare. Ich bin offen für Feedback, Ergänzungen und Diskussionen, und falls in einem Bereich wichtige Player fehlen, ergänze ich sie gerne nachträglich. Der Beitrag ist etwas umfangreicher geworden, weil ich das Thema vollständig und nachvollziehbar darstellen wollte. Wer sich vor allem für die Unternehmen, die Wertschöpfungskette und die Schaufelhersteller interessiert, kann direkt zu Punkt 13 bis 16 springen.
Vielleicht folgt als Teil 2 die Brennstoffzelle, falls das von euch gewünscht ist? Wünsche allen viel Erfolg beim Investieren und natürlich einen schönen Sonntag.
Struktur des Beitrags
1.Begrüßung und Hook
2.Thema und Ziel: Wertschöpfungskonzept 3.Batterieindustrie als Modell
4.Grundprinzip der Batterie
5.Anwendungen
6.Zyklus der Batterie
7.Zukunftstrends
8.Rohstoffbasis und Entwicklung
9.Wertschöpfungskette Stufen 1–9
10.Wertschöpfungsvektoren in der Batteriebranche
Wertschöpfung als Kreislauf und Gesamtmodell
11.Makroebene und Mikroebene und wie beides zusammengehört
12.Bedeutung von Batterieindustrie 4.0
13.Wertschöpfungskette mit Unternehmenszuordnung zu 1–8
14.Schaufelhersteller je Stufe plus übergeordnete Finanziers und strategische Verteiler
15.Verknüpfungspunkte: Hybrid-Energiesysteme für Rechenzentren, Industrie, Transport
16.Energie für humanoide Roboter, die nächste Evolutionsstufe der Anwendung
17.Takeaway mit versteckter Frage im Fließtext
18.Quellen
2️⃣.Thema und Ziel des Beitrags
Die Batterieindustrie ist längst mehr als nur Zellfertigung oder E-Mobilität. Sie steht im Zentrum eines globalen Strukturwandels, der Energie, Technologie und Kapital neu verteilt. Ziel dieses Beitrags ist es, die Batterie als komplettes Wertschöpfungssystem zu verstehen, von der Rohstoffgewinnung über Materialtechnologien, Produktion und Anwendung bis hin zu Recycling und Rückführung.
Ich zeige, wie entlang dieser Kette echte Wertschöpfung entsteht, welche Branchen davon direkt profitieren und warum die Batterieindustrie zu einem zentralen Bindeglied zukünftiger Energiesysteme wird. Gleichzeitig geht es darum, das Ganze als strategisches Modell zu sehen, als Verbindung von Technologie, Ökonomie und Nachhaltigkeit, die weit über den Mobilitätssektor hinausreicht.
3️⃣.Grundprinzip der Batterie
Im Kern ist eine Batterie ein chemischer Energiespeicher, der elektrische Energie in Form chemischer Verbindungen speichert und bei Bedarf wieder abgibt. Sie besteht aus drei Hauptkomponenten: einer Anode, einer Kathode und einem Elektrolyten. Zwischen diesen Polen wandern positiv geladene Ionen während des Ladens und Entladens hin und her. Dabei entsteht elektrischer Strom, der genutzt werden kann, um Fahrzeuge anzutreiben, Maschinen zu versorgen oder Energie in Netzen zu stabilisieren.
Das Grundprinzip ist reversibel. Das bedeutet, Energie kann nicht nur entnommen, sondern auch wieder eingespeist werden. Diese einfache, aber hochwirksame Reaktion macht Batterien zu einem der zentralen Bausteine moderner Energiesysteme. Durch Fortschritte in Chemie, Materialtechnologie und Fertigung steigt die Leistungsfähigkeit stetig, während Gewicht, Ladezeit und Kosten kontinuierlich sinken.
4️⃣.Anwendungen
Batterien sind heute weit mehr als nur die Energiequelle für Elektroautos. Sie sind das Rückgrat moderner Energiesysteme und ein Schlüssel zur Stabilisierung erneuerbarer Stromnetze. Ihr Einsatz reicht von der Elektromobilität über stationäre Energiespeicher bis hin zu industriellen und digitalen Anwendungen.
In der Mobilität ermöglichen Batterien den Übergang vom Verbrenner zur elektrischen Antriebstechnologie und bilden das Fundament der neuen Fahrzeugplattformen. In der Energiebranche dienen sie als Pufferspeicher für Solar- und Windstrom, gleichen Netzschwankungen aus und sichern die Versorgung in Spitzenzeiten. In der Industrie sorgen sie für Versorgungssicherheit, Effizienz und Notstromlösungen, während sie in Rechenzentren zunehmend als emissionsfreie Backup-Systeme eingesetzt werden.
Darüber hinaus entstehen neue Einsatzfelder im Luft- und Schiffsverkehr, in Haushalts- und Gebäudesystemen und in Microgrids, die abgelegene Regionen oder Industrieparks unabhängig vom zentralen Netz mit Energie versorgen. Batterien sind damit ein universeller Energieträger, der Sektoren miteinander verbindet und die Grundlage für flexible, dezentrale Energiearchitekturen schafft.
5️⃣.Zyklus der Batterie
Eine Batterie durchläuft einen klar definierten Lebenszyklus, der weit über ihre reine Nutzung hinausgeht. Er beginnt mit der Gewinnung und Verarbeitung der Rohstoffe, führt über die Zell- und Systemfertigung zur aktiven Einsatzphase und endet mit Rückgewinnung und Wiederverwertung der Materialien.
In der Produktionsphase werden aus Rohstoffen wie Lithium, Nickel, Mangan, Kobalt, Graphit und Kupfer die aktiven Materialien und Zellen hergestellt. Diese Zellen werden anschließend zu Modulen und kompletten Batteriepaketen zusammengefügt. In der Nutzungsphase liefern die Batterien über Jahre hinweg Energie in Fahrzeugen, Speichern oder industriellen Anlagen.
Nach Ende der Lebensdauer beginnt der zweite Zyklus. Zellen, die noch leistungsfähig genug sind, werden in sogenannten Second-Life-Anwendungen weiterverwendet, etwa in stationären Energiespeichern. Schließlich folgt der Recyclingprozess, bei dem wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Nickel und Kobalt zurückgewonnen und wieder in den Produktionskreislauf eingespeist werden.
Dieser geschlossene Materialkreislauf ist der entscheidende Schritt hin zu einer nachhaltigen Batterieökonomie. Er reduziert die Abhängigkeit von Primärrohstoffen, senkt die Umweltbelastung und macht die gesamte Wertschöpfungskette langfristig widerstandsfähiger.
6️⃣.Zukunftstrends
Die Batterieindustrie steht vor einer Phase massiver technologischer und struktureller Veränderungen. Der Fortschritt verschiebt sich von reiner Kapazitätserhöhung hin zu Effizienz, Nachhaltigkeit und Materialunabhängigkeit.
Ein zentraler Trend ist die Entwicklung hin zu Feststoffbatterien, die durch feste Elektrolyte sicherer, kompakter und leistungsfähiger sind als heutige Lithium-Ionen-Systeme. Parallel dazu gewinnen Silizium-Anoden an Bedeutung, die höhere Energiedichten ermöglichen und Ladezeiten verkürzen. Natrium-Ionen-Batterien eröffnen neue Möglichkeiten für kostengünstige Speicherlösungen, insbesondere dort, wo Gewicht und Energiedichte weniger entscheidend sind.
Auch die Digitalisierung der Batterie schreitet voran. Intelligente Batteriemanagementsysteme analysieren in Echtzeit den Zustand, die Temperatur und den Ladezustand jeder Zelle. Damit wird nicht nur die Sicherheit verbessert, sondern auch die Lebensdauer verlängert und der Betrieb optimiert.
Auf der wirtschaftlichen Ebene entwickelt sich die Branche in Richtung vertikaler Integration: Hersteller sichern sich Rohstoffe, Energieversorger bauen eigene Speicherfabriken auf und Technologiekonzerne investieren direkt in Fertigungskapazitäten. Gleichzeitig wächst der politische Druck auf Kreislaufwirtschaft, Recycling und CO₂-Neutralität.
Die Zukunft der Batterie liegt damit in der Kombination aus neuen Materialien, smarter Steuerung und geschlossenen Kreisläufen. Wer diese drei Ebenen miteinander verbindet, wird in den nächsten Jahren die Dynamik des Energiemarkts entscheidend prägen.
7️⃣.Rohstoffbasis und Entwicklung
Die Batterieindustrie beginnt an der Quelle der Rohstoffe. Lithium, Nickel, Mangan, Kobalt, Kupfer und Graphit bilden aktuell die Basis fast aller Hochleistungszellen. Diese Metalle bestimmen die Energiedichte, Stabilität und Lebensdauer jeder Batterie. Gleichzeitig sind sie der sensibelste Teil der Wertschöpfung, da ihre Förderung, Verarbeitung und Versorgung über Kosten, Nachhaltigkeit und geopolitische Abhängigkeiten entscheiden.
In den letzten Jahren hat sich ein deutlicher Wandel vollzogen. Unternehmen und Staaten investieren in neue Abbaugebiete, Recyclinganlagen und Materialalternativen, um Versorgungssicherheit zu schaffen. Besonders Lithium und Nickel bleiben Schlüsselmaterialien, während Kobalt zunehmend ersetzt wird. Graphit erlebt eine Transformation hin zu synthetischen und recycelten Formen, die unabhängiger von China machen sollen.
Die Entwicklung geht klar in Richtung Materialeffizienz und Kreislaufwirtschaft. Anstatt immer neue Minen zu erschließen, entstehen geschlossene Kreisläufe, in denen Rohstoffe mehrfach verwendet werden. Gleichzeitig rücken alternative Zellchemien in den Vordergrund, die auf reichlich verfügbare Elemente wie Natrium, Eisen oder Silizium setzen.
Diese Verschiebung reduziert Kosten, senkt ökologische Belastungen und erhöht die Unabhängigkeit ganzer Volkswirtschaften. Die Rohstoffbasis der Batterieindustrie wandelt sich damit von einer linearen Lieferkette zu einem globalen, zirkulären Materialnetzwerk, das Technologie, Recycling und Nachhaltigkeit vereint.
8️⃣.Wertschöpfungskette
Die Batterieindustrie folgt einer klaren industriellen Logik, die sich von der Gewinnung der Rohstoffe bis zur Rückführung der Materialien erstreckt. Jede Stufe in dieser Kette schafft eigenen Wert und ist zugleich Voraussetzung für die nächste.
1. Rohstoffgewinnung – Abbau und Förderung von Lithium, Nickel, Mangan, Kobalt, Kupfer und Graphit in Minen und Salzseen. Diese Stufe bestimmt die Kostenstruktur und die ökologische Bilanz der gesamten Batterie.
2. Raffinierung und Aufbereitung – Verarbeitung der Rohstoffe zu Batteriechemikalien, wie Lithiumhydroxid oder Nickelsulfat, die in der Zellproduktion eingesetzt werden.
3. Materialtechnologie und Komponentenfertigung – Herstellung von Kathoden-, Anoden- und Elektrolytmaterialien sowie Separatoren, leitfähigen Folien und Bindern.
4. Zellproduktion – Zusammenführung der Materialien zu elektrochemischen Zellen durch Beschichtung, Stapelung und Versiegelung. Dieser Schritt definiert Kapazität, Sicherheit und Qualität.
5. Modul- und Packfertigung – Zellen werden zu Modulen und kompletten Batteriepaketen verbunden, inklusive Batteriemanagementsystem und Kühlung.
6. Systemintegration – Einbau der Batteriepacks in Fahrzeuge, Energiespeicher oder industrielle Anlagen. Hier treffen Batterie, Software und Leistungselektronik aufeinander.
7. Nutzung und Betrieb – Einsatzphase der Batterie über mehrere Jahre hinweg. Digitale Überwachung und Predictive Maintenance verlängern die Lebensdauer und Effizienz.
8. Rückgewinnung und Recycling – Am Ende des Lebenszyklus werden Materialien wie Lithium, Nickel, Kobalt und Graphit wiederaufbereitet und in den Produktionskreislauf zurückgeführt.
Diese acht Stufen bilden zusammen den vollständigen industriellen Kreislauf der Batterieindustrie. Wert entsteht an jeder Stelle, aber am größten ist er dort, wo Technologie, Energieeffizienz und Wiederverwertung ineinandergreifen. Das ist der Punkt, an dem aus einer Lieferkette ein echtes Wertschöpfungssystem wird.
9️⃣.Wertschöpfungsvektoren in der Batteriebranche
Die Batterieindustrie wird nicht nur durch Produktionsprozesse bestimmt, sondern durch mehrere übergeordnete Kräfte, die sich wie Vektoren quer durch alle Stufen der Wertschöpfung ziehen. Diese Vektoren entscheiden, welche Unternehmen sich an der Spitze halten und wo sich langfristig Wert konzentriert.
1. Technologie-Vektor
Fortschritte in Zellchemie, Materialwissenschaft, Fertigung und Softwareintegration. Wer hier skaliert, senkt Kosten und steigert Energiedichte, Sicherheit und Lebensdauer.
2. Digitalisierungs-Vektor
Datenmanagement, Zustandsanalyse, Cloud-basierte Batterieüberwachung und Predictive Maintenance. Diese Ebene verbindet physische Systeme mit KI und macht Betrieb und Recycling planbarer.
3. Nachhaltigkeits-Vektor
Kreislaufwirtschaft, CO₂-neutrale Produktion, ESG-Standards und Rückführung von Materialien. Unternehmen, die hier führend sind, sichern langfristig Zulassungen und Kapital.
4. Finanz- und Investitions-Vektor
Kapitalströme aus staatlichen Förderungen, privaten Fonds und Infrastrukturprogrammen, die Fertigungskapazitäten und Forschung finanzieren.
5. Infrastruktur-Vektor
Aufbau von Gigafactories, Recyclingzentren, Ladeinfrastruktur und Energiespeicherparks. Diese Basis ist entscheidend für Skalierung und Versorgungssicherheit.
6. Geopolitischer Vektor
Standortentscheidungen, Handelsabkommen, Rohstoffabhängigkeiten und Sicherheitsinteressen prägen, wer Zugang zu strategischen Materialien und Märkten hat.
Diese Vektoren wirken gleichzeitig und verstärken sich gegenseitig. Die eigentliche Dynamik der Batteriebranche entsteht dort, wo Technologie, Nachhaltigkeit und Kapital intelligent miteinander verknüpft werden. Das ist die Achse, auf der Innovation, Rendite und Resilienz zusammenlaufen.
🔟.Wertschöpfung als Kreislauf
Die Batterieindustrie entwickelt sich zunehmend von einer linearen Lieferkette zu einem geschlossenen Kreislaufsystem. Energie, Materialien und Daten fließen dabei permanent zwischen Produktion, Nutzung und Wiederverwertung. Ziel ist es, Ressourcen zu erhalten, Verluste zu minimieren und Wert über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu steigern.
Der Kreislauf beginnt mit der Rohstoffgewinnung und führt über Materialentwicklung, Zellfertigung und Integration bis hin zur Nutzung in Fahrzeugen, Speichersystemen und industriellen Anlagen. Nach der Einsatzphase folgt die Rückgewinnung der Materialien, die wieder in neue Batterien einfließen. Ergänzt wird dieser physische Kreislauf durch einen digitalen Datenkreislauf, in dem alle relevanten Informationen über Zustand, Leistung und Alter jeder Zelle gespeichert und analysiert werden.
So entsteht ein System, das sich selbst optimiert. Daten aus dem Betrieb fließen zurück in Forschung, Design und Recycling, wodurch neue Generationen von Batterien effizienter, sicherer und nachhaltiger werden. Diese Verbindung von physischem und digitalem Kreislauf ist der Schlüssel zu echter Wertschöpfung in der Batterieindustrie 4.0.
1️⃣1️⃣.Makroebene und Mikroebene
Die Batterieindustrie funktioniert auf zwei miteinander verknüpften Ebenen, die sich gegenseitig antreiben und stabilisieren. Auf der Makroebene entstehen globale Strukturen, politische Programme und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Auf der Mikroebene wirken die technologischen, chemischen und prozessbezogenen Entwicklungen, die diese großen Bewegungen erst möglich machen.
Die Makroebene umfasst alles, was die Branche als Ganzes bewegt: geopolitische Interessen, Energiepolitik, Förderprogramme, Handel, Infrastruktur und Kapitalströme. Hier werden die Weichen gestellt, wo Gigafactories entstehen, welche Länder Rohstoffzugang sichern und wie Staaten ihre Energieabhängigkeit verringern.
Die Mikroebene beschreibt die technische Realität: Zellchemie, Materialinnovation, Fertigungstechnologie, Softwareintegration und Recyclingverfahren. Auf dieser Ebene entsteht der eigentliche Fortschritt. Jede neue Batteriechemie, jede Verbesserung im Energiemanagement oder jede Reduktion seltener Metalle verändert das große System im Hintergrund.
Beide Ebenen greifen ineinander. Politische Entscheidungen und Kapitalflüsse auf der Makroebene ermöglichen technologische Entwicklungen auf der Mikroebene, während technologische Durchbrüche wiederum neue Märkte, Handelsstrukturen und Investitionszyklen auslösen. Genau an dieser Schnittstelle entsteht das strategische Potenzial der Batterieindustrie, dort, wo Technologie, Politik und Wirtschaft in einem geschlossenen System zusammenwirken.
1️⃣2️⃣.Bedeutung von Batterieindustrie 4.0
Die Batterieindustrie 4.0 steht für die vollständige Digitalisierung und Vernetzung aller Prozesse entlang der Wertschöpfungskette. Sie kombiniert Produktion, Energie, Daten und Nachhaltigkeit zu einem intelligenten Gesamtsystem, das in Echtzeit gesteuert, überwacht und optimiert wird.
Im Zentrum steht die Verbindung von physischen Anlagen mit digitalen Plattformen. Jede Zelle, jede Maschine und jeder Prozess liefert Daten, die über KI und Analytik ausgewertet werden. Damit entsteht ein selbstlernendes System, das Fehler früh erkennt, Qualität sichert und die Lebensdauer der Batterien verlängert.
In der Fertigung werden durch automatisierte Linien, Robotik und Machine Learning Effizienz und Präzision maximiert. Im Betrieb ermöglichen Cloud-Dienste und IoT-Sensorik eine ständige Zustandsüberwachung, die Wartung, Sicherheit und Leistung optimiert. Gleichzeitig werden ökologische Daten erfasst, um CO₂-Bilanzen transparent und nachweisbar zu machen.
Batterieindustrie 4.0 ist damit kein Schlagwort, sondern der Übergang zu einer vollständig integrierten, datengetriebenen Energieindustrie. Sie schafft die Basis für Skalierbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit und verbindet Forschung, Produktion, Nutzung und Recycling in einem geschlossenen digitalen Kreislauf.
Visuelles Gesamtmodell der Batterie-Wertschöpfung
Um die gesamte Struktur greifbarer zu machen, habe ich das System der Batterieindustrie in drei Ebenen unterteilt:
1.Makroebene: globale Wertschöpfung, Energiepolitik, Rohstoff- und Produktionsnetzwerke.
2.Mikroebene: technologische Prozesse, Materialkreisläufe und Innovationsachsen.
3.Gesamtmodell: die Verknüpfung beider Ebenen in einem geschlossenen Kreislaufsystem, das Produktion, Nutzung und Rückgewinnung verbindet.
Diese Grafik verdeutlicht, wie sich aus linearen Lieferketten ein zirkuläres, digital gesteuertes Energiesystem entwickelt, die eigentliche DNA der Batterieindustrie 4.0.
➡️Batterie-Wertschöpfung: Makro–Mikro–Gesamtmodell
[F&E] [Engineering] [Digitalisierung]
↓ ↓ ↓
Rohstoffe → Materialien → Zellen → Systeme → Nutzung → Recycling
↑ ↑ ↑
[Supply Chain] [Second Life] [Service]
1️⃣3️⃣.Wertschöpfungskette mit Unternehmenszuordnung + Hidden Champions
Entlang der Batterie-Wertschöpfungskette entsteht in jeder Stufe spezialisierter Mehrwert. Unternehmen besetzen dabei gezielt einzelne Segmente oder integrieren mehrere Bereiche, um ihre Position zu stärken. Die Kombination aus Materialbeherrschung, Technologiekompetenz und Systemintegration entscheidet, wer im globalen Wettbewerb die Nase vorn hat.
1. Rohstoffgewinnung
Lithium, Nickel, Kobalt, Graphit:
$ALB (-0,13 %) Albemarle (NYSE: ALB) – USA Einer der weltweit größten Lithiumproduzenten mit Abbaustätten in Chile, Australien und den USA. Versorgt die globale Zellproduktion mit Lithiumhydroxid für Kathodenmaterialien
$SQM SQM (NYSE: SQM) – Chile - Spezialisiert auf Lithium- und Kaliprodukte aus den Salzseen der Atacama-Wüste. Zentrale Rolle in der südamerikanischen Batterierohstoffversorgung
$9696 (+2,82 %) Tianqi Lithium (SHE: 002466 / HKG: 9696) – China - Tianqi Lithium ist einer der größten Lithiumproduzenten der Welt, mit Beteiligungen an großen Hartgesteins-Lithiumprojekten in Australien (Greenbushes Mine) und Veredelungskapazitäten in China. Das Unternehmen liefert Lithiumhydroxid und Lithiumcarbonat für Kathodenmaterialien in der Batterieindustrie. Fokus auf upstream Kontrolle und chemische Weiterverarbeitung
$GLEN (+1,69 %) Glencore (LSE: GLEN) – Schweiz - Multirohstoffkonzern mit Fokus auf Nickel, Kobalt und Kupfer. Führend in Recycling und Zweitverwertung von Batterieabfällen
$SSW Sibanye Stillwater (JSE: SSW / NYSE: SBSW) – Südafrika / USA - Sibanye Stillwater ist ein Bergbaukonzern mit Schwerpunkt auf Platingruppenmetallen wie Platin und Palladium (wichtig für Brennstoffzellenkatalysatoren), aber auch Nickel und Kobalt aus Recycling und Bergbau. Strategisch besonders relevant, weil sie sowohl Primärförderung als auch Metallrückgewinnung betreiben. Damit stehen sie an der Schnittstelle zwischen Batterierohstoffen, Brennstoffzellenkatalysatoren und Recyclingströmen
$PLS (+2,61 %) Pilbara Minerals (ASX: PLS) – Australien - Wichtiger Produzent von Spodumen-Konzentrat. Treibt den Ausbau lokaler Lithiumwertschöpfung in Westaustralien voran
$SYR (-5,94 %) Syrah Resources (ASX: SYR) – Australien / Mosambik - Fördert Naturgraphit in Balama, Mosambik, und baut Anodenmaterialien in den USA auf. Strategisch relevant für die westliche Graphitversorgung
Kupfer und weitere Industriemetalle:
$FCX Freeport-McMoRan (NYSE: FCX) – USA - Einer der größten Kupferproduzenten weltweit. Versorgt die Batterie- und Elektronikindustrie mit Kupferkathoden aus Minen in Nord- und Südamerika
$BHP (+0 %) BHP Group (NYSE: BHP) – Australien / UK - Globaler Bergbaukonzern mit Fokus auf Kupfer, Nickel und Eisen. Investiert stark in nachhaltige Förderung und Dekarbonisierung der Rohstoffproduktion
$RIO (-0,4 %) Rio Tinto (NYSE: RIO) – Vereinigtes Königreich / Australien - Multinationaler Rohstoffriese mit wachsendem Engagement im Lithiumsektor. Führend bei nachhaltiger Kupferförderung und Materialveredelung
Hidden Champions
$SLI (-1,69 %) Standard Lithium (NYSE: SLI / TSX-V: SLI) – Kanada / USA - Standard Lithium entwickelt direkte Lithiumextraktion aus Sole (Direct Lithium Extraction, DLE) in den USA. Ziel ist Lithiumgewinnung ohne klassischen Hartgesteinsabbau oder riesige Verdunstungsbecken. Damit positioniert sich das Unternehmen als Technologie-getriebener Lithium-Entwickler für nordamerikanische Versorgungssicherheit. Das ist klar zweite Reihe mit großem Hebel
$VUL (+4,74 %) Vulcan Energy Resources (ASX: VUL) – Australien / Deutschland - Vulcan Energy arbeitet an geothermie-gekoppelter Lithiumgewinnung im Oberrheingraben in Deutschland. Ansatz: CO₂-arme Lithiumproduktion aus Thermalsole plus regionale Versorgung für die europäische Zellindustrie. Das ist geopolitisch extrem wichtig, weil es Lithium aus Europa für Europa ermöglicht, ohne klassische Minenstruktur
$LKE (-1,94 %) Lake Resources (ASX: LKE) – Australien - Entwickelt Lithium-Projekte mit nachhaltiger Direktextraktionstechnologie (DLE). Ziel ist es, Lithium mit minimalem Wasserverbrauch und CO₂-Ausstoß zu gewinnen
$SGML (+1,88 %) Sigma Lithium (NASDAQ: SGML) – Kanada/Brasilien - Produziert hochreines Lithiumkonzentrat in Brasilien mit Fokus auf ESG-konforme Förderung und lokale Wertschöpfung
$ABAT American Battery Technology Company (NASDAQ: ABAT) – USA - Kombiniert Rohstoffförderung und Recycling von Lithium und Nickel. Pionier bei geschlossenen Materialkreisläufen aus inländischen Quellen
2. Raffinierung und Aufbereitung
Diese Unternehmen veredeln Rohstoffe zu Batteriechemikalien und sichern damit den Übergang in die Materialtechnologie.
$UMI (-3,64 %) Umicore (EBR: UMI) – Belgien - Führend in der Raffination und Veredelung von Nickel, Kobalt und Lithium. Entwickelt Kathodenmaterialien und betreibt Recyclingzentren in Europa und Asien.
$BAS (+0,21 %) BASF (ETR: BAS) – Deutschland - Globaler Chemiekonzern mit wachsendem Fokus auf Batteriematerialien, insbesondere Kathodenaktivstoffe und Nickel-Mangan-Chemien
$003670 POSCO Future M (KRX: 003670) – Südkorea - Spezialist für Kathoden- und Anodenmaterialien. Teil des POSCO-Konzerns, liefert an LG Energy Solution und Samsung SDI
$051910 LG Chem (KRX: 051910) – Südkorea - Entwickelt und produziert Batteriematerialien, Polymere und Elektrolyte. Enge Verzahnung mit LG Energy Solution entlang der gesamten Lieferkette
$010130 Korea Zinc (KRX: 010130) – Südkorea - Führender Anbieter in der Raffination seltener Metalle. Liefert Nickel- und Zinkprodukte für Batteriekathoden
Hidden Champions
Ecopro (KRX: 086520) – Südkorea - Hersteller von hochreinen Kathodenmaterialien und Vorprodukten für Nickel- und Kobaltchemien. Schlüsselzulieferer für LG Energy Solution und SK On
Sila Nanotechnologies (privat, USA) - Entwickelt Silizium-Anodenmaterialien zur Steigerung von Energiedichte und Ladegeschwindigkeit. Beliefert Automobilhersteller mit fortschrittlichen Batteriematerialien
Green Lithium – Vereinigtes Königreich (privat) - Errichtet die erste große Lithiumraffinerie Europas. Fokus auf ESG-konforme, energieeffiziente Raffinierung für den europäischen Markt
Mangrove Lithium – Kanada (privat) - Entwickelt modulare Raffinerieanlagen auf Basis elektrochemischer Verfahren zur Umwandlung von Lithiumkonzentrat in batteriefähiges Lithiumhydroxid
$ICL ICL Group (NYSE: ICL) – Israel - Fertigt Spezialchemikalien und Elektrolyte für Batterien und Energiespeicher. Verbindet chemisches Know-how mit nachhaltiger Prozessoptimierung
3. Materialtechnologie und Komponentenfertigung
Sie liefern Kathoden- und Anodenmaterialien, Elektrolyte, Separatoren und Beschichtungssysteme.
$3407 (-0,86 %) Asahi Kasei (TYO: 3407) – Japan - Hersteller von Separatorfolien und Elektrolyten. Weltweit führend in thermischer Stabilität und Sicherheit
$3402 (+0,23 %) Toray Industries (TYO: 3402) – Japan - Entwickelt Hochleistungs-Polymere und Karbonmaterialien für Elektroden, Separatoren und Gehäuse
$SOLB (-0,85 %) Solvay (EBR: SOLB) – Belgien - Chemiekonzern mit Fokus auf Bindemittel, Elektrolytsalze und Beschichtungen für Kathoden- und Anodenfertigung
$MMM 3M (NYSE: MMM) – USA - Lieferant von Additiven, Schutzbeschichtungen und leitfähigen Materialien. Starker Partner in Zell- und Modulfertigung
$018880 Hanon Systems (KRX: 018880) – Südkorea -Spezialisiert auf Thermomanagementlösungen für Batteriepacks und elektrische Antriebe
$PPG PPG Industries (NYSE: PPG) – USA - Einer der weltweit führenden Hersteller von Spezialbeschichtungen und Funktionsmaterialien. Entwickelt leitfähige und schützende Beschichtungen für Batteriezellen, Gehäuse und Verbindungskomponenten. Unterstützt Zellhersteller mit Lösungen zur Verbesserung von Wärmeableitung, Sicherheit und Lebensdauer
Hidden Champions
Nexeon – Vereinigtes Königreich (privat) - Entwickelt Silizium-Anodenmaterialien zur Steigerung der Energiedichte in Lithium-Ionen-Zellen. Fokus auf Leichtbau und Schnellladefähigkeit
Group14 Technologies – USA (privat) - Pionier für Silizium-Kohlenstoff-Komposite. Arbeitet mit Automobilherstellern und Zellproduzenten an der nächsten Generation von Hochenergieanoden
$TLG (-2,23 %) Talga Group (ASX: TLG) – Australien/Schweden - Integriert Graphitabbau und Anodenproduktion. Ziel ist die nachhaltige Herstellung von Kohlenstoffmaterialien für europäische Zellfertigung
4. Zellproduktion
Die technologische Mitte der Wertschöpfung. Hier werden Kapazität, Energiedichte und Kostenstrukturen festgelegt.
$3750 (+2,62 %) CATL (SHE: 3750) – China - Weltweit größter Batteriehersteller mit Marktanteil über 30 Prozent. Führend in LFP- und NMC-Technologien, Partner zahlreicher OEMs
$373220 LG Energy Solution (KRX: 373220) – Südkorea - Globaler Zellproduzent mit Werken in Asien, Europa und den USA. Schwerpunkt auf Hochleistungszellen für E-Mobilität und Energiespeicher
$SMSN Samsung SDI (KRX: 006400) – Südkorea - Fokussiert auf Premiumzellen mit hoher Energiedichte. Enger Zulieferer für BMW, Rivian und andere Premiumhersteller
$6752 (+0,27 %) Panasonic Holdings (TYO: 6752) – Japan - Langjähriger Partner von Tesla. Baut neue Produktionsstandorte in den USA und Japan auf
Northvolt – Schweden (privat) - Europäischer Pionier im nachhaltigen Batteriebau. Fokus auf Kreislaufwirtschaft, grüne Energie und geschlossene Lieferketten
Hidden Champions
$QS QuantumScape (NYSE: QS) – USA - Entwickelt Feststoffbatterien mit keramischen Elektrolyten für höhere Energiedichte und Sicherheit. Partnerschaft mit Volkswagen
$SLDP Solid Power (NASDAQ: SLDP) – USA - Spezialisiert auf Feststoffelektrolyte und Hochleistungszellen für Automobilanwendungen. Kooperationen mit BMW und Ford
24M Technologies (privat, USA) - Entwickelt semi-solide Lithium-Ionen-Zellen mit vereinfachter Produktion. Reduziert Kosten und Materialverbrauch deutlich
$AMPX Amprius Technologies (NYSE: AMPX) – USA - Spezialisiert auf Silizium-Nanodraht-Anoden mit extrem hoher Energiedichte. Anwendungen in Luftfahrt, Drohnen und Robotik
$ENVX (-1,39 %) Enovix (NASDAQ: ENVX) – USA - Entwickelt 3D-Siliziumzellen mit neuartiger Architektur. Fokus auf Sicherheit, Schnellladung und kompakte Formate
ProLogium – Taiwan (privat) - Technologieführer bei Feststoffzellen. Baut erste Großserienfabrik in Europa mit Partnern aus der Automobilindustrie
5. Modul- und Packfertigung
In dieser Phase werden aus einzelnen Zellen vollständige Batteriemodule und -packs gefertigt. Hier treffen Maschinenbau, Robotik und Präzisionstechnologie auf Energiechemie und Qualitätssicherung. Unternehmen wie KUKA (ETR: KU2), $ABBN (-1,12 %) ABB Robotics (VTX: ABBN), Comau (privat, Italien), Teamtechnik (privat, Deutschland) und $LECN (+19,53 %) Leclanché (SWX: LECN) liefern automatisierte Systeme zur Montage, Verschweißung, Prüfung und Kühlung von Batteriemodulen. Zellhersteller wie $300014 EVE Energy (SHE: 300014) oder $3750 (+2,62 %) CATL (SHE: 3750) fertigen parallel ganze Batteriesysteme für Fahrzeug- und Industriesektoren.
Hidden Champions wie $VAR1 Varta (ETR: VAR1), $MVST Microvast (NASDAQ: MVST) und $FORSE (-1,12 %) Forsee Power (EPA: FORSE) entwickeln modulare Hochleistungsbatterien für Nutzfahrzeuge, Bahn, Schifffahrt und stationäre Speicherlösungen.
Diese Unternehmen verbinden innovative Zellchemie mit Thermomanagement, Schnellladefähigkeit und Langlebigkeit.
Gleichzeitig integrieren Automobilhersteller wie $TSLA Tesla (NASDAQ: TSLA), $1211 (+1,89 %) BYD (HKG: 1211), $VOW3 (-0,92 %) Volkswagen (ETR: VOW3), $BMW (-1,46 %) BMW (ETR: BMW), $MBG (-0,79 %) Mercedes-Benz Group (ETR: MBG), $XPEV Xpeng (NYSE: XPEV), $NIO NIO (NYSE: NIO) und $RIVN Rivian (NASDAQ: RIVN) ihre Zellproduktion zunehmend in die eigene Wertschöpfung, um Effizienz, Energiedichte und Kühlung eigenständig zu steuern.
Kurz gesagt: In dieser Stufe entstehen marktreife Batteriesysteme, diese sind präzise zusammengesetzt, thermisch stabilisiert und digital überwachbar. Sie bilden das Herz moderner E-Mobilitäts- und Energiespeicherlösungen und sind die Brücke zwischen Materialwissenschaft und Anwendung.
6. Systemintegration
Hier werden die gefertigten Batteriemodule zu intelligenten Gesamtsystemen verbunden, in Fahrzeugen, Rechenzentren, Netzwerken oder industriellen Anlagen.
Diese Stufe verknüpft Hardware, Software und Steuerung zu einer funktionalen Energielandschaft.
Unternehmen wie $SIE (-0,57 %) Siemens (ETR: SIE), Hitachi Energy (privat, Schweiz/Japan), $ETN (-0,97 %) Eaton (NYSE: ETN), $VRT Vertiv (NYSE: VRT), $WRT1V (-1,34 %) Wärtsilä (HEL: WRT1V), $SU (-0,71 %) Schneider Electric (EPA: SU) und $ABBN (-1,12 %) ABB (VTX: ABBN) entwickeln ganzheitliche Systeme für Energieflusssteuerung, Netzstabilisierung und digitale Integration.
Hidden Champions wie $PCELL (-1,47 %) PowerCell Sweden (STO: PCELL), Volterion (privat, Deutschland), $ADSE (-0,32 %) ADS-TEC Energy (NASDAQ: ADSE), AutoGrid Systems (privat, USA), $EGT (+1,59 %) Eguana Technologies (TSXV: EGT), $EOSE Eos Energy Enterprises (NASDAQ: EOSE) und Nuvation Energy (privat, USA) verbinden Batteriespeicher mit Steuerungselektronik, Wechselrichtern und KI-basierter Managementsoftware. Sie schaffen modulare Energiesysteme, die flexibel skalierbar und netzdienlich eingesetzt werden können.
Kurz gesagt: In dieser Phase entstehen die Schnittstellen zwischen Technologie und Markt. Systeme die Strom nicht nur speichern, sondern intelligent steuern, verteilen und optimieren.
7. Nutzung und Anwendung
Die Batterieindustrie entfaltet hier ihren wirtschaftlichen Kern. In dieser Phase wird Energie nicht nur gespeichert, sondern strategisch eingesetzt in Mobilität, Rechenzentren, Netzen, Industrie und Privathaushalten.
E-Mobilität
Batterien sind das Fundament elektrischer Antriebe. Neben $TSLA Tesla (NASDAQ: TSLA), $1211 (+1,89 %) BYD (HKG: 1211), $VOW3 (-0,92 %) Volkswagen (ETR: VOW3), $BMW (-1,46 %) BMW (ETR: BMW), $MBG (-0,79 %) Mercedes-Benz (ETR: MBG) und $NIO NIO (NYSE: NIO) gehören auch $STLAM (-0,97 %) Stellantis (NYSE: STLA), $LCID Lucid Motors (NASDAQ: LCID) und $RIVN Rivian (NASDAQ: RIVN) zu den zentralen Akteuren. Sie entwickeln eigene Zellchemien, Software und Ladeinfrastruktur.
Hidden Champions wie $VAR1 Varta (ETR: VAR1) und $LECN (+19,53 %) Leclanché (SWX: LECN) liefern modulare Systeme und Hochleistungszellen für spezialisierte Anwendungen.
Rechenzentren und Cloud-Infrastruktur
Der weltweite Ausbau von KI-, Cloud- und Speicherarchitekturen treibt den Energieverbrauch massiv. Unternehmen wie $GOOGL (+0,4 %) Google (NASDAQ: GOOGL), $MSFT (-0,38 %) Microsoft (NASDAQ: MSFT), $AMZN (-0,77 %) Amazon Web Services (NASDAQ: AMZN) und $ORCL Oracle (NYSE:ORCL) entwickeln eigene Energiestrategien und Softwarelösungen, um ihre globalen Rechenzentren effizienter und CO₂-ärmer zu betreiben. Infrastrukturpartner wie $EQIX Equinix (NASDAQ: EQIX) und $DLR (-0,62 %) Digital Realty (NYSE: DLR) setzen auf Batterie- und Hybridlösungen zur Netzstabilität. Technologieanbieter wie $VRT Vertiv (NYSE: VRT), $SU (-0,71 %) Schneider Electric (EPA: SU) und $WRT1V (-1,34 %) Wärtsilä (HEL: WRT1V) liefern Energiemanagement, Kühlung und Hybridnetze.
Hidden Champions wie AutoGrid Systems – KI-Steuerung virtueller Kraftwerke, $ADSE (-0,32 %) ADS-TEC Energy (NASDAQ: ADSE) – modulare Hochleistungsspeicher für Serverparks.
Energieversorger und Netzbetreiber (NRPG)
Hier entsteht der Übergang zwischen Erzeugung und Speicherung. Versorger wie $FLNC Fluence Energy (NASDAQ: FLNC), $NEE NextEra Energy (NYSE: NEE), $ENEL (+5,31 %) Enel (BIT: ENEL), $TTE (-0,33 %) TotalEnergies (EPA: TTE), $RWE (+0,12 %) RWE (ETR: RWE) und $ORSTED (-1,09 %) Ørsted (CPH: ORSTED) investieren massiv in Batteriespeicher, um Netze zu stabilisieren und Lasten zu steuern. Ergänzt werden sie durch spezialisierte Entwickler wie $AMRC (-0,38 %) Ameresco (NYSE: AMRC) und $AES (-0,89 %) AES Corporation (NYSE: AES), die hybride Speicher- und Kraftwerksprojekte realisieren.
Hidden Champions wie $STEM Stem Inc. (NYSE: STEM) und GridBeyond (privat, Irland) vernetzen diese Systeme softwareseitig und ermöglichen Echtzeit-Energiehandel.
Industrie- und Hausspeicher
Dezentrale Energiesysteme verbinden Industrie, Gewerbe und Privathaushalte zunehmend mit Speicherlösungen. Sonnen (privat, Deutschland) – eine Tochter von $SHEL (-0,2 %) Shell (LON: SHEL) ist führend bei Heimspeichern und Energiegemeinschaften. E3/DC (privat, Deutschland) und $EGT (+1,59 %) Eguana Technologies (TSXV: EGT) liefern modulare Systeme für Eigenstromnutzung und Netzunabhängigkeit. Softwareanbieter wie TWAICE (privat, Deutschland) überwachen Speicherzustand, Effizienz und Lebensdauer über digitale Zwillinge.
Zusammenfassung der Nutzungsebene
Diese Phase verbindet Technologie, Infrastruktur und digitales Management. Ob E-Fahrzeug, Cloud-Rechenzentrum, Industrieanlage oder privater Haushalt, Batterien sind das Bindeglied zwischen Energieerzeugung, Verbrauch und Intelligenz. Hier entscheidet sich, welche Technologien langfristig die Energieverteilung, Effizienz und Autonomie definieren werden.
9.Qualität & Sicherheit / Materialtechnologie
$KEYS (-0,75 %) Keysight Technologies (NYSE: KEYS) – USA - Führend in Messtechnik, Signalverarbeitung und Testsystemen für Batterie- und Halbleiteranwendungen
National Instruments (NASDAQ: NATI) – USA - Entwickelt modulare Test- und Prüfsysteme, heute Teil von Emerson Electric
$FORM FormFactor (NASDAQ: FORM) – USA - Spezialist für Wafer-Probing und Präzisionsmessungen in der Zell- und Halbleiterfertigung
$KULR KULR Technology Group (NYSE: KULR) – USA - Spezialist für Thermomanagement- und Sicherheitssysteme in Lithium-Ionen-Batterien. Die Technologie stammt aus der Raumfahrt (NASA) und wird heute in Energiespeichern, Elektrofahrzeugen und Recyclingprozessen eingesetzt.
9. Rückgewinnung und Recycling
Diese Unternehmen schließen den Kreislauf und sichern die Wiederverwertung strategischer Rohstoffe.
$LICY Li-Cycle (NYSE: LICY) – Kanada - Betreibt Recyclinganlagen für Lithium-Ionen-Batterien. Rückgewinnung von Nickel, Kobalt und Lithium mit hydrometallurgischer Technologie
Redwood Materials – USA (privat) - Gegründet von Teslas Ex-Technikchef JB Straubel. Führend im Aufbau geschlossener Materialkreisläufe in den USA
Primobius – Deutschland (Joint Venture Neometals/SMS Group) - Entwickelt modulare Recyclinganlagen für Batterieproduktion in Europa. Fokus auf industrielle Skalierbarkeit
$UMI (-3,64 %) Umicore (EBR: UMI) – Belgien - Verbindet Materialproduktion und Recycling. Führend im Rücklaufmanagement wertvoller Metalle wie Platin, Nickel und Kobalt
Stena Recycling (privat, Schweden) - Einer der führenden europäischen Akteure im Bereich Recycling und Kreislaufwirtschaft. Verarbeitet Industrieabfälle, Elektronik und Batterien und gewinnt wertvolle Metalle und Materialien für die Wiederverwendung zurück
Heraeus (privat, Deutschland) - Technologiekonzern mit Schwerpunkt auf Edelmetallrecycling und Materialtechnologien. Gewinnt Platin, Gold, Silber und seltene Metalle aus Industrie- und Batterieabfällen zurück und stellt daraus neue Funktionsmaterialien her
Hidden Champions
Tozero – Deutschland (privat) - Innovatives Start-up für hydrometallurgisches Batterierecycling. Ziel ist die vollständige Rückgewinnung von Lithium, Nickel und Graphit
$AMY (+1,41 %) RecycLiCo (TSXV: AMY) – Kanada - Entwickelt chemische Verfahren zur effizienten Rückgewinnung von Batteriematerialien mit hoher Reinheit
ACE Green Recycling – Singapur (privat) - Arbeitet an CO₂-neutralen Recyclingprozessen für Bleibatterien und Lithiumsysteme. Fokus auf Energieeffizienz und Skalierbarkeit
Entlang dieser Kette entsteht ein globales Netz aus Spezialisten, Produzenten und Integratoren. Die größten Wachstumschancen liegen an den Schnittstellen, dort wo chemische Kompetenz, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft aufeinandertreffen.
1️⃣4️⃣.Schaufelhersteller je Stufe plus übergeordnete Finanziers und strategische Verteiler
⚒️ 1. Rohstoffgewinnung – „Schaufeln“ = Exploration, Maschinen, Anlagenbau
Wer profitiert: Maschinenbauer, Chemie- & Anlagenzulieferer, Rohstoff-Finanzierer
$CAT (+0 %) Caterpillar (NYSE: CAT) – USA - Bergbaugeräte, Transportfahrzeuge für Lithium- und Nickelminen
$6301 (-0,65 %) Komatsu (TYO: 6301) – Japan - schwere Bergbaumaschinen, besonders in Südamerika und Australien
$SAND (+1,04 %) Sandvik (STO: SAND) – Schweden - Bohr- und Gesteinsausrüstung (Lithiumminen)
$FLS (+1,03 %) FLSmidth (CPH: FLS) – Aufbereitungsanlagen für Nickel und Kobalt
$EPI A (+0,97 %) Epiroc (STO: EPI-A) – Schweden - Spezialisiert auf Untertagebohrungen, Sprengtechnik und automatisierte Bergbaulösungen
$WEIR (+0,23 %) Weir Group (LSE: WEIR) – Vereinigtes Königreich - Liefert Schleif- und Pumpentechnik für Erzaufbereitung und Materialtransport in Minen
Hidden Champions
$ANG (+3,53 %) Austin Engineering (ASX: ANG) – Australien - Produziert Minenfahrzeugkomponenten und Großausrüstung für den Tagebau
$ORI (-2,33 %) Orica (ASX: ORI) – Australien - Führender Anbieter industrieller Sprengstoffe und Bohrchemikalien für Exploration und Bergbau
$METSO (-0,04 %) Metso Outotec (HEL: METSO) – Finnland - Anlagen zur Erzaufbereitung und Metallrückgewinnung
Finanzierer / Fonds:
$SPWRC8 BlackRock Natural Resources Fund
$LIT Global X Lithium & Battery Tech ETF
Sprott Physical Battery Metals Trust – Finanzierung von Explorationsprojekten
⚗️ 2. Raffinierung & Materialchemie – „Schaufeln“ = Prozessanlagen, Chemieausrüstung
Wer profitiert: Chemieanlagenbauer, Spezialchemie, Verfahrenstechnik
$LIN (-1,36 %) Linde (NYSE: LIN) – UK - Gasaufbereitung, Prozessanlagen (z. B. Elektrolyte, CO₂-neutraler Wasserstoff für Batterien)
$AI (-0,78 %) Air Liquide (EPA: AI) – Frankreich - Industriegase, CO₂-freie Synthesen
$WCH (-0,09 %) Wacker Chemie (ETR: WCH) – Deutschland - Siliziumverbindungen für Anoden
$BAS (+0,21 %) BASF Engineering Services – Deutschland - Prozessdesign & EPC für Kathodenproduktion
$TE (-0,12 %) Technip Energies (EPA: TE) – Frankreich - Engineeringlösungen für chemische Raffinerien
$ANDR (-0,98 %) Andritz AG (VIE: ANDR) – Österreich - Maschinen- und Anlagenbauer für chemische Aufbereitung, Filtration und Metalltrennung
$FLS (+1,03 %) FLSmidth (CPH: FLS) – Dänemark - Liefert Großanlagen für Erzveredelung und Metallrückgewinnung mit Fokus auf Energieeffizienz
$VIE (+0,39 %) Veolia Environnement (EPA: VIE) – Frankreich - Entwickelt industrielle Wasser- und Abfalllösungen für Metallaufbereitung und Recycling
Hidden Champions
$PYR (-0,9 %) PyroGenesis Canada (TSX: PYR) – Kanada - Setzt Plasmatechnologie ein, um Metalle sauber und effizient zu raffinieren. Nachhaltige Alternative zu traditionellen Hochtemperaturverfahren
$MMI Metalo Group (TSXV: MMI) – Kanada - Spezialist für CO₂-arme Metallraffination. Entwickelt energieeffiziente Prozesse zur Umwandlung von Rohmaterial in batteriefähige Metalle
Finanzierer / Strategische Partner:
KfW / EIB / EU Innovation Fund – fördern Material- & Recyclingprojekte
Breakthrough Energy Ventures (Gates-Fonds) – investiert in neue Kathoden- & Anodentechnologien
🧪 3. Materialtechnologie & Komponenten – „Schaufeln“ = Messtechnik, Maschinen, Software
Wer profitiert: Messgeräte, Laborautomation, Software zur Zellforschung
$TMO Thermo Fisher Scientific (NYSE: TMO) – USA - Materialanalytik
$BRKR (-0,37 %) Bruker (NASDAQ: BRKR) – USA - Spektroskopie & Materialcharakterisierung
$HEN3 (+0,76 %) Henkel AG & Co. KGaA (ETR: HEN3) – Deutschland - Globaler Anbieter von Industrieklebstoffen, Dichtungen und thermischen Materialien, zentral in der Batterie- und Elektronikfertigung
$MMM 3M Company (NYSE: MMM) – USA - Liefert Hochleistungs-Isolationsmaterialien, Klebstoffe und Schutzbeschichtungen für Batteriezellen und Module
$DD (-0,85 %) DuPont de Nemours, Inc. (NYSE: DD) – USA - Produziert Polymere, Isolations- und Bindematerialien für Elektrolyte, Separatoren und Zellverpackungen. Fokus auf Sicherheit und Energieeffizienz
$AMAT (-0,79 %) Applied Materials (NASDAQ: AMAT) – USA - Lieferant von Produktions- und Beschichtungsanlagen für Batterie- und Halbleiterfertigung
Hidden Champions
Bühler Group (privat, Schweiz) - Hersteller von Präzisionsanlagen für Pulververarbeitung, Beschichtung und Materialaufbereitung
$AFX (-2,61 %) Carl Zeiss Meditec AG (ETR: AFX) – Deutschland - Führender Hersteller von optischen und bildgebenden Systemen für Forschung, Mikroskopie und Materialanalyse. Relevanz in der Zellforschung und Qualitätskontrolle von Batteriematerialien
Leica Microsystems (privat, Deutschland / Teil der $DHR (-0,93 %) Danaher Corporation, NYSE: DHR – USA) - Entwickelt Mikroskope und Imaging-Systeme für Materialwissenschaft und Zellanalyse. Bedeutend für Forschung und Prozessentwicklung in der Batteriezellproduktion
Ionbond (privat, Schweiz) - Führend in Hartstoffbeschichtungen für Elektroden, Kontaktflächen und Gehäuse. Verlängert die Lebensdauer kritischer Bauteile
$ENTG (-0,16 %) Entegris (NASDAQ: ENTG) – USA - Entwickelt Spezialchemikalien, Filter- und Prozesslösungen für hochreine Batterie- und Halbleiterfertigung
Software & Simulationsanbieter:
$DSY (-1,91 %) Dassault Systèmes (EPA: DSY) – Batterieentwicklungssimulation (CATIA / SIMULIA)
COMSOL AB (privat, Schweden) - Entwickler der Multiphysics-Simulationsplattform. Ermöglicht gekoppelte Simulationen von Elektrochemie, Mechanik und Thermodynamik in Batteriezellen und Energiesystemen
🏭 4. Zell- & Modulproduktion – „Schaufeln“ = Produktionsanlagen, Robotik, Messtechnik
Wer profitiert: Maschinenbauer, Automatisierung, Qualitätskontrolle
$300450 Wuxi Lead Intelligent (SHE: 300450) – China - Entwickelt automatisierte Produktionslinien für Zellherstellung und -Montage
Toshiba (TYO: 6502) – Japan - Hersteller von Zellen und Fertigungssystemen für Energiespeicher und Fahrzeuge
$SIE (-0,57 %) Siemens AG (ETR: SIE) – Deutschland - Liefert digitale Produktions- und Automatisierungssoftware, inklusive „Digital Twin“-Lösungen für Batteriefabriken.
KUKA AG (ETR: KU2) – Deutschland - Robotik- und Automatisierungsexperte für Batteriepackmontage und Fertigungsprozesse
Hidden Champion
Tera Automation (privat, Italien) - Präzisionsmaschinen für Elektrodenhandling und Zellstapelung
InoBat Auto (privat, Slowakei) - Modulare Kleinserienzellproduktion mit Forschungsfokus auf Materialanpassung
Trumpf (privat, Deutschland) - Führend in Laserschweißtechnik und Fertigungssystemen für Zellgehäuse und Batteriemodule
$M5Z (+0 %) Manz AG (ETR: M5Z) – Deutschland - Spezialist für Maschinen- und Anlagenbau in der Zell- und Modulproduktion. Bietet komplette Fertigungslinien für Elektroden und Zellen
$DUE (+0,41 %) Dürr AG (ETR: DUE) – Deutschland - Hersteller von Beschichtungs- und Trocknungsanlagen für Batterieelektroden. Liefert zudem Trockenraumsysteme für Zellfertigung
Bosch Rexroth (privat, Deutschland) - Führend in Fertigungssteuerung, Lineartechnik und Batteriesystemintegration für automatisierte Produktionslinien.
Finanzierung & Infrastruktur
EU IPCEI Battery Initiative (Europa) - Europäisches Förderprogramm mit Milliardenvolumen zur Stärkung der europäischen Batterieproduktion und Forschung.
Capricorn Partners (privat, Belgien) - Venture-Capital-Investor mit Fokus auf Cleantech, Deeptech und Batterieprojekte in Europa. (Hidden Champion)
InnoEnergy (privat, EU / Niederlande) - EU-gestütztes Innovationsnetzwerk zur Finanzierung und Skalierung von Batterie-Start-ups wie Northvolt oder Verkor. (Hidden Champion)
Swedish Growth Fund (privat, Schweden) - Staatlich unterstützter Fonds, der in schwedische Technologieunternehmen und Batteriefertigung (Northvolt, Polarium) investiert. (Hidden Champion)
⚙️ 5. Systemintegration & Energiemanagement – „Schaufeln“ = Power Electronics, Software, Grid Control
Wer profitiert: Hardware- & Softwareanbieter, die das Energiesystem steuern
$ABBN (-1,12 %) ABB Robotics (VTX: ABBN) – Schweiz - Automatisierungssysteme und Roboter für Montage, Prüfung und Qualitätsmanagement
KUKA (ETR: KU2) – Deutschland - Führender Anbieter von Robotik- und Automatisierungslösungen für Batteriepackmontage
$ENR (+0,24 %) Siemens Energy (ETR: ENR) – Deutschland - Netzintegration, Mittelspannungsanbindungen
$ETN (-0,97 %) Eaton (NYSE: ETN) – Irland - Netzsicherung, intelligente Stromverteilung
$SU (-0,71 %) Schneider Electric (EPA: SU) – Frankreich - BMS & Energieplattform EcoStruxure
$FLNC Fluence (NASDAQ: FLNC) –USA - Steuerung von Batteriespeichern (Software + Hardware)
Hidden Champions
Fronius International (privat, Österreich) - Spezialist für Schweißtechnik und Energieversorgungssysteme in der E-Mobilität
Comau (privat, Italien) - Automatisierungsspezialist für Batteriepackmontage, Robotik und Prüfsysteme. Enge Partnerschaften mit Automobilherstellern
Teamtechnik (privat, Deutschland) - Entwickelt automatisierte Testsysteme und Produktionslinien für Batterie- und Energiemodule
Reis Robotics (privat, Deutschland) - Spezialist für Präzisionsrobotik, Schweiß- und Fügeprozesse in der Batteriefertigung
Software / KI:
TWAICE (privat, Deutschland) - Bietet Software-Plattform zur Analyse und Optimierung von Batterielebenszyklen. Fokus auf Zustandsüberwachung, Alterungsmodellierung und Second-Life-Anwendungen
AutoGrid Systems (privat, USA) - KI-basierte Software für Energiemanagement und Netzoptimierung. Vernetzt Batteriespeicher, Solar- und Windparks zu virtuellen Kraftwerken
GridBeyond (privat, Irland) - Entwickelt KI-Plattform zur Echtzeit-Netzsteuerung und Energiehandelsoptimierung für Industrie und Versorger
⚡ 6. Nutzung / Anwendungen – „Schaufeln“ = Ladeinfrastruktur, Strommanagement, Datenzentren
Wer profitiert: Betreiber von Infrastruktur, Cloud, Netzwerken
$CHPT (+0,48 %) ChargePoint Holdings (NYSE: CHPT) – USA - Betreibt eines der größten Netzwerke für Elektrofahrzeug-Ladestationen in Nordamerika und Europa. Fokus auf Software- und Infrastrukturmanagement
$ABBN (-1,12 %) ABB Ltd. (VTX: ABBN) – Schweiz - Globaler Energie- und Technologiekonzern, führend bei Ladeinfrastruktur, Netzmanagement und Industrieautomation
$SIE (-0,57 %) Siemens AG (ETR: SIE) – Deutschland - Technologie- und Industriekonzern, stark im Bereich Energieverteilung, Automatisierung und digitale Netzsysteme
$VRT Vertiv Holdings Co. (NYSE: VRT) – USA - Führender Anbieter von Energie-, Kühl- und Infrastrukturlösungen für Rechenzentren und Telekommunikation
$NVDA (+0,22 %) NVIDIA Corporation (NASDAQ: NVDA) – USA - Entwickelt KI-Chips und Rechenzentrumsarchitekturen, die Energieeffizienz und Leistungsmanagement optimieren
$INTC (-0,82 %) Intel Corporation (NASDAQ: INTC) – USA - Hersteller energieeffizienter Prozessoren und Rechenzentrumsplattformen, zunehmend auf KI-Workloads fokussiert
$AMD (-1,24 %) Advanced Micro Devices (NASDAQ: AMD) – USA - Produziert Hochleistungsprozessoren und GPUs mit Fokus auf Effizienzsteigerung in Data-Center-Anwendungen
Hidden Champions
$WBX (-1,04 %) Wallbox N.V. (NYSE: WBX) – Spanien - Hersteller intelligenter Ladegeräte und Energiemanagementsysteme für Elektrofahrzeuge und Gebäudeintegration
$SMCI Super Micro Computer, Inc. (NASDAQ: SMCI) – USA - Führender Anbieter energieeffizienter Server- und Rechenzentrumsarchitekturen für KI- und Cloud-Infrastruktur
$ALFEN (-1 %) Alfen N.V. (AMS: ALFEN) – Niederlande - Spezialist für Smart Grids, Batteriespeicher. Starker Fokus auf europäische Elektromobilität
Finanzierer / Betreiber:
$EQIX Equinix Inc. (NASDAQ: EQIX) – USA - Weltweit größter Betreiber von Rechenzentren. Investiert zunehmend in eigene Energiespeicher- und Mikronetzlösungen zur Effizienzsteigerung und Stabilisierung der Stromversorgung
$DLR (-0,62 %) Digital Realty Trust Inc. (NYSE: DLR) – USA - Betreibt globale Cloud- und Colocation-Rechenzentren. Fokus auf Integration von Batteriespeichern, erneuerbaren Energien und Energiemanagementsystemen
$BEP.UN Brookfield Renewable Partners L.P. (NYSE: BEP / TSX: BEP.UN) – Kanada - Investiert weltweit in erneuerbare Energien, Speichertechnologien und Wasserstoffinfrastruktur. Wichtiger Finanzierer und Betreiber hybrider Energiesysteme
♻️ 7. Recycling & Second-Life – „Schaufeln“ = Recyclingtechnik, Sortiermaschinen, Chemie
Wer profitiert: Recyclinganlagenbauer, Software & Logistik
$ANDR (-0,98 %) ANDRITZ AG (VIE: ANDR) – Österreich - Hersteller mechanischer und chemischer Aufbereitungsanlagen für Recycling und Batteriemetallrückgewinnung
$NDA (+1,94 %) Aurubis AG (ETR: NDA) – Deutschland - Europas größter Kupferproduzent und Recycler. Einstieg in Batteriemetallrückgewinnung zur Schließung von Rohstoffkreisläufen
$UMI (-3,64 %) Umicore SA (EBR: UMI) – Belgien - Vollintegrierter Material- und Recyclingkonzern mit geschlossenen Metallkreisläufen
$LICY Li-Cycle Holdings Corp. (NYSE: LICY) – Kanada - Betreibt hydrometallurgische Recyclinganlagen für Lithium-Ionen-Batterien
Hidden Champions
Tozero (privat, Deutschland) - Start-up mit innovativer hydrometallurgischer Technologie zur Rückgewinnung von Lithium, Nickel und Graphit
$AMY (+1,41 %) RecycLiCo (TSXV: AMY) – Kanada - Chemische Aufbereitung gebrauchter Batterien. Erzielt hohe Reinheit und geringen Energieverbrauch
ACE Green Recycling (privat, Singapur) - CO₂-neutrale Recyclingprozesse für Lithium- und Bleibatterien. Fokus auf Energieeffizienz und modulare Anlagen
Redwood Materials (privat, USA) - Start-up für Batterierecycling und Sekundärrohstoffproduktion mit Fokus auf geschlossene Lieferketten
SMS Group (privat, Deutschland) - Entwickelt Schmelzanlagen und hydrometallurgische Systeme für Metall- und Batterierecycling
Finanzierer:
EU Circular Economy Fund (EU) – fördert europäische Recycling- und Ressourceneffizienzprojekte
Breakthrough Energy Ventures (USA) – Klimafonds von Bill Gates, investiert in neue Recyclingtechnologien
EIT RawMaterials (EU) – EU-Initiative zur Unterstützung von Rohstoff-Start-ups entlang der Batterie-Value-Chain
💰 8. Übergeordnete Financiers & strategische Schaufelverteiler
Diese Akteure versorgen alle Stufen mit Kapital, Technologie oder Infrastruktur:
$BLK (+0,93 %) BlackRock Inc. (NYSE: BLK) – USA - Weltgrößter Vermögensverwalter, investiert über Themen-ETFs in Batterie-, Rohstoff- und Energietechnologie
Vanguard Group (privat, USA) - Einer der größten globalen Fondsanbieter, mit passiven Investments in Energie- und Techsektoren
State Street Global Advisors (privat, USA) - Verwaltet institutionelle Fonds, u. a. auf CleanTech- und Infrastrukturthemen
SoftBank Vision Fund (privat, Japan) - Beteiligungsfonds mit Investments in Energie-, Batterie- und Robotiktechnologien
Temasek Holdings (privat, Singapur) - Staatlicher Investmentfonds, fokussiert auf nachhaltige Energie- und Infrastrukturprojekte
$GS Goldman Sachs Group Inc. (NYSE: GS) – USA - Bietet über CleanTech- und Sustainable-Finance-Fonds Investitionen in Energiespeicher- und Infrastrukturprojekte
$MS Morgan Stanley (NYSE: MS) – USA - Globaler Finanzkonzern mit dedizierten Fonds für nachhaltige Infrastruktur- und Batterieprojekte
Global X ETFs (USA) - Themenfondsanbieter mit Fokus auf Lithium & Battery Tech, Clean Energy und Critical Materials
$IVZ (-0,38 %) Invesco (NYSE: IVZ) – USA - Kapitalverwalter mit strategischen Beteiligungen in CleanTech- und Infrastruktur-ETFs
$BEP.UN Brookfield Renewable Partners (NYSE: BEP) – Kanada - Investiert in saubere Energie, Batteriespeicher und Hybridkraftwerke weltweit
Hidden Champions
Khosla Ventures (privat, USA) - Risikokapitalgeber mit Fokus auf CleanTech, Speichertechnologien und Materialinnovation
InnoEnergy (privat, EU / Niederlande) - EU-finanziertes Innovationsnetzwerk, das Start-ups entlang der europäischen Batterie-Wertschöpfungskette fördert
1️⃣5️⃣.Verknüpfungspunkte – Hybrid-Energiesysteme für Rechenzentren, Industrie und Transport
Hybrid-Energiesysteme verbinden unterschiedliche Energiequellen wie Batterien, Brennstoffzellen, Photovoltaik, Windkraft und Netzstrom, zu einem intelligent gesteuerten Gesamtsystem. Ziel: maximale Effizienz, Stabilität und Versorgungssicherheit bei minimalen Emissionen.
Diese Systeme sind das Herz der Energieinfrastruktur 4.0. Sie bündeln Speicherung, Steuerung und Nutzung auf einer Plattform. Entscheidend ist nicht mehr, welche Energiequelle, sondern wie sie integriert wird.
1. Rechenzentren – Energieeffizienz durch Speicher und Netzintelligenz
Kernidee: Rechenzentren sind Dauerverbraucher. Hybridsysteme aus Batteriespeicher + Brennstoffzelle + Netzmanagement kompensieren Lastspitzen und versorgen Server bei Netzausfällen ohne Dieselgeneratoren.
Technologische Verbindung:
Lithium- oder Natrium-Ionen-Batterien für kurzfristige Lastspitzen
Wasserstoff-Brennstoffzellen für Not- und Langzeitversorgung
Intelligente Energiemanagement-Software (EMS) zur Lastverteilung
Relevante Unternehmen:
$VRT Vertiv (NYSE: VRT) – USA – Energie- und Kühlinfrastruktur für Rechenzentren
$SU (-0,71 %) Schneider Electric (EPA: SU) – Frankreich – Digitale Stromverteilung, Smart Grids
$ABBN (-1,12 %) ABB (VTX: ABBN) – Schweiz – Energieautomation, modulare Microgrids
$EQIX Equinix (NASDAQ: EQIX) – USA – Betreiber, integriert Batteriespeicher und Brennstoffzellen
$NVDA (+0,22 %) NVIDIA (NASDAQ: NVDA) – USA – KI-basierte Laststeuerung und Optimierung
2. Industrie – Hybrid-Stromsysteme und Lastmanagement
Kernidee: Energieintensive Industrien nutzen kombinierte Systeme aus Speicher, erneuerbaren Quellen und Wasserstoff, um Netzunabhängigkeit und Kosteneffizienz zu erreichen.
Technologische Verbindung:
Batteriespeicher (Li-Ion, Natrium-, Feststoff-) für Produktionsspitzen
Wasserstoff zur Langzeitspeicherung
Wärmerückgewinnung + Netzsteuerung über KI
Relevante Unternehmen:
$SIE (-0,57 %) Siemens (ETR: SIE) – Deutschland – Industrielle Microgrids, Energiesteuerung
$WRT1V (-1,34 %) Wärtsilä (HEL: WRT1V) – Finnland – Hybridkraftwerke für Industrie und Inselnetze
$TTE (-0,33 %) TotalEnergies (EPA: TTE) – Frankreich – Integration von Solar, Batterie und Wasserstoff in Industrieparks
AutoGrid (privat, USA) – KI-Plattform für Energiemanagement (Hidden Champion)
$ALFEN (-1 %) Alfen (AMS: ALFEN) – Niederlande – Smart Grid- und Speichersysteme.(Hidden Champion)
3. Transport – Energieinfrastruktur der neuen Mobilität
Kernidee: Der Verkehrssektor wird zunehmend elektrisch, doch mit unterschiedlichen Energieträgern. Hybrid-Infrastrukturen kombinieren Batterie-, Wasserstoff- und Netzsysteme für Straße, Schiene und Luftfahrt.
Technologische Verbindung:
Batterie-Wechselstationen und Schnellladehubs
Wasserstofftankstellen + lokale Elektrolyse
Sektorkopplung zwischen Verkehr, Strom und Wärme
Relevante Unternehmen:
$TSLA Tesla Energy (NASDAQ: TSLA) – USA – Energiespeicher- und Ladeinfrastruktur
$NIO NIO Inc. (NYSE: NIO) – China – Batteriewechsel-Netzwerke
$005380 Hyundai Motor (KRX: 005380) – Südkorea – Kombination aus Batterie- und Brennstoffzellen-Antrieb
$BLDP (-0,53 %) Ballard Power (NASDAQ: BLDP) – Kanada – Brennstoffzellen für Nutzfahrzeuge
$NEL (-2,41 %) Nel ASA (OSL: NEL) – Norwegen – Wasserstoff-Elektrolyse und Betankungssysteme
4. Verbindungsebene – das Energiesystem 4.0
Auf dieser Ebene verschmelzen Batterie, Brennstoffzelle, erneuerbare Quellen und digitale Steuerung zu einem gemeinsamen Daten- und Energiefluss. Der Schlüssel liegt in der Sektorkopplung: Strom, Wärme, Mobilität und Daten teilen sich ein dynamisches Netz.
Technologische Plattformen & Treiber:
$ENR (+0,24 %) Siemens Energy (ETR: ENR) – Hybride Netzarchitekturen, Power-to-X
Hitachi Energy (privat, CH/JP) – Steuerungssysteme und Netzstabilisierung
$ETN (-0,97 %) Eaton (NYSE: ETN) – Energieverteilung, Lastmanagement
$ADSE (-0,32 %) ADS-TEC Energy (NASDAQ: ADSE) – Schnelllade- und Speichersysteme. (Hidden Champion)
Nach der Betrachtung der Wertschöpfungsketten und sektorübergreifenden Anwendungen möchte ich euch jetzt das Ganze in einer vereinfachten Systemgrafik zeigen. Die Grafik visualisiert den Energiefluss eines hybriden Energiesystems: Erneuerbare Quellen speisen Strom in Batteriespeicher und Brennstoffzellen, die wiederum Verbraucher wie Rechenzentren, Industrie und Transport versorgen. Eine KI-Steuerung verbindet alle Ebenen zu einem selbstregulierenden, datengetriebenen Kreislaufsystem, das Fundament der Energieinfrastruktur 4.0.
Struktur:
1.Energiequellen (oben links)
Sonne ☀️ → Photovoltaik
Wind 🌬 → Windturbinen
Netzstrom ⚡ → Einspeisung aus öffentlichem Stromnetz
Wasserstoff (H₂) → erzeugt durch Elektrolyse aus Überschussenergie
2.Umwandlung und Speicherung (zentral im Diagramm)
Batteriesysteme (Lithium-Natrium-, Feststoff) – kurzzeitige Energiespeicherung
Brennstoffzellen / Wasserstofftanks – Langzeitspeicherung und Rückverstromung
Hybridsteuerung / Energiemanagementsystem – KI-basierte Steuerung des Energieflusses
➜ Bidirektionale Pfeile zwischen Batterie ↔ Brennstoffzelle ↔ Netz, symbolisieren Energieaustausch und Lastmanagement
3.Verbraucher (unten rechts)
Rechenzentren – konstante Grundlast, Absicherung durch Speicher und Brennstoffzellen
Industrie – flexible Laststeuerung, Nutzung von Hybridenergie zur Stabilisierung
Transportsektor – E-Mobilität, Schnellladehubs, Wasserstofflogistik
4.Daten- und Steuerungsebene (oberhalb der Mitte)
KI-Plattformen (z. B. AutoGrid, TWAICE, NVIDIA)
Cloud-Integration für Echtzeit-Daten
Steuerung von Energiefluss, CO₂-Emissionen und Kosten
5.Rückkopplung (unterhalb / Basis des Systems)
Recycling → Rohstoffrückgewinnung → Zellproduktion
Kreislaufpfeil führt visuell zurück zu den Energiequellen – Symbol für geschlossene Wertschöpfung
Der Hybrid-Energiefluss macht sichtbar, wie Strom, Wasserstoff, Daten und Rohstoffe sich in einem zirkulären, datengetriebenen Netz gegenseitig verstärken. Das ist die Basis der Energieinfrastruktur 4.0. Diese ist dynamisch, dezentral und sektorenübergreifend verknüpft.
1️⃣6️⃣.Energie für humanoide Roboter, die nächste Evolutionsstufe der Anwendung
Die nächste industrielle Revolution spielt sich nicht mehr nur in Rechenzentren oder Fahrzeugen ab, sondern in der Verschmelzung von Mensch, Maschine und Energie. Humanoide Roboter stehen sinnbildlich für diesen Übergang. Das sind Systeme, die denken, handeln und sich selbst versorgen müssen. Ihre Energiequelle ist das, was sie überhaupt erst funktionsfähig macht.
Hier treffen Batterietechnik, Mikronetzsysteme und intelligente Energieverteilung direkt auf künstliche Intelligenz. Leistungsdichte, Langlebigkeit und Energieeffizienz entscheiden darüber, wie autonom diese Maschinen agieren können. Ob in der Industrie, in der Pflege, in der Logistik oder im Alltag, die Stabilität ihrer Energieversorgung wird zum strategischen Faktor für ganze Wertschöpfungsketten. Batterien der nächsten Generation, Feststoffsysteme und Mini-Brennstoffzellen bilden dabei das Fundament. Unternehmen, die diese Technologien entwickeln oder liefern, schaffen nicht nur Produkte, sondern Infrastruktur für eine neue Form von Intelligenz, welche energetisch unabhängig, vernetzt und skalierbar ist.
16.1 Technische Grundlage: Was ein Humanoid energetisch wirklich braucht
Ein humanoider Roboter ist im Kern ein mobiles Energiesystem. Er muss laufen, greifen, heben, balancieren, kommunizieren, sehen, denken und dabei sicher bleiben. Das alles kostet konstant Energie.
Wesentliche Anforderungen: hohe Energiedichte bei geringem Gewicht, kurzfristige Leistungsspitzen, thermische Stabilität, Rekuperation und lange Betriebsdauer ohne manuelles Nachladen. Aktuell liegt der Energiebedarf humanoider Roboter zwischen 500 Watt und 2 Kilowatt bei Energiespeichern von 1 bis 5 Kilowattstunden. Industrietauglich wird ein System erst, wenn es mehrere Stunden autonom laufen kann und sich selbst nachlädt oder Module tauscht.
16.2 Speicherstatus heute und in fünf Jahren
Heute:
Lithium-Ionen-Systeme (NMC, NCA) dominieren wegen hoher Energiedichte.
LFP-Zellen punkten bei Sicherheit und Lebensdauer.
In fünf Jahren:
Silizium-Anoden steigern Energiedichte und Ladegeschwindigkeit.
Teil- und Vollfeststoffbatterien erhöhen Sicherheit und Stabilität.
Kombinationen aus Batterie und Brennstoffzelle entstehen für Dauerlastanwendungen.
Damit verschiebt sich der Energiemarkt der Robotik in Richtung modularer, austauschbarer Hochleistungszellen mit aktivem Thermomanagement und smarter Steuerung.
16.3 Unternehmenslandkarte
A. Zellen und Hochenergiedichte
$AMPX Amprius (NYSE: AMPX) – USA Silizium-Anoden mit hoher Energiedichte, ideal für Robotik und Drohnen
$ENVX (-1,39 %) Enovix (NASDAQ: ENVX) – USA 3D-Zellarchitektur, kompakt und schnellladefähig
$QS QuantumScape (NYSE: QS) – USA Entwickelt Feststoffzellen mit keramischen Elektrolyten
$SLDP Solid Power (NASDAQ: SLDP) – USA Feststoffelektrolyte für sichere Hochleistungszellen
Sila Nanotechnologies (privat, USA) Silizium-Anodenmaterialien für leichtere Systeme
B. Batteriepack-Architektur und Integration
$TSLA Tesla Energy (NASDAQ: TSLA) – USA Vertikal integrierte Batteriepacks inklusive BMS
$NIO NIO Inc. (NYSE: NIO / HKG: 9866) – China Batteriewechselsysteme für modulare Energieversorgung
$LECN (+19,53 %) Leclanché (SWX: LECN) – Schweiz Modulare Packs für Industrie und Logistik
C. Aktuatoren und Antriebsmechanik
$6324 (+1,63 %) Harmonic Drive Systems (TYO: 6324) – Japan Präzisionsgetriebe für humanoide Gelenke
$6268 (+0 %) Nabtesco (TYO: 6268) – Japan Cycloidal-Getriebe für hohe Lasten und Stabilität
Maxon (privat, Schweiz) Hochleistungs-Motoren mit hoher Effizienz
D. Leistungselektronik und Steuerung
$IFX (+0,39 %) Infineon Technologies (ETR: IFX) – Deutschland Leistungshalbleiter für Motorsteuerung und Energieverteilung
$STM STMicroelectronics (EPA: STM) – Schweiz / Frankreich Sensorik und Energiecontroller
$TXN (-0,89 %) Texas Instruments (NASDAQ: TXN) – USA BMS-Komponenten und Zellüberwachung
E. Laden, Versorgung und Infrastruktur
$ADSE (-0,32 %) ADS-TEC Energy (NASDAQ: ADSE) – Deutschland Hochleistungsspeicher und Schnellladeeinheiten
Wiferion (privat, Deutschland) Induktives Laden für autonome Systeme
$ALFEN (-1 %) Alfen (AMS: ALFEN) – Niederlande Smart Grids und Ladeinfrastruktur für Robotik und Industrie
F. Steuerung, Flottenmanagement und Energieintelligenz
TWAICE (privat, Deutschland) Software für Batteriezustand und Lebensdauerprognose
AutoGrid (privat, USA) KI-basierte Plattform für Energieverteilung und Laststeuerung
$NVDA (+0,22 %) NVIDIA (NASDAQ: NVDA) – USA Rechenplattformen für Echtzeitsteuerung und Energiemanagement
16.4 Wer hat das meiste Potenzial
Kurzfristig: Harmonic Drive Systems, Nabtesco, Maxon – weil jeder humanoide Roboter präzise, effiziente Gelenke braucht.
Mittelfristig: Amprius, Enovix, Sila, QuantumScape, Solid Power – sie steigern Energiedichte und Betriebssicherheit, das zentrale Kriterium der Autonomie.
Systemisch: NVIDIA, AutoGrid, TWAICE – weil die Zukunft nicht nur in der Speicherung, sondern in der intelligenten Steuerung des Energieflusses liegt.
16.5 Praxis-Blueprint – Energie-Stack eines humanoiden Roboters
Energiespeicher: Leichtes Hochenergie-Batteriemodul mit aktivem Thermomanagement, auf NMC- oder Siliziumbasis.
Antrieb: BLDC-Motoren mit Harmonic- oder Cycloidal-Getrieben, Rekuperation integriert. Leistungselektronik: Inverter und DC/DC-Stufen von Infineon oder STMicro, BMS von Texas Instruments.
Ladeinfrastruktur: Schnellwechsel-Packs, induktives Zwischenladen mit ADS-TEC oder Wiferion.
Intelligenz: Zustandsdiagnose über TWAICE, Energiekoordination durch AutoGrid, Rechensteuerung über NVIDIA.
Ein solcher Stack macht humanoide Roboter nicht nur lauffähig, sondern wirtschaftlich einsetzbar. Es geht nicht mehr nur um Robotik, sondern um Energiekompetenz. Wer diesen Stack beherrscht, kontrolliert nicht nur die Maschine, sondern auch den Geschäftsfall dahinter.
1️⃣7️⃣.Takeaway
Die Batterieindustrie hat sich längst von einer Einzellösung zu einem vielschichtigen Ökosystem entwickelt, in dem Materialien, Technologien, Daten und Energieflüsse ineinandergreifen. Hybrid-Energiesysteme, die Batterien, Brennstoffzellen und erneuerbare Quellen kombinieren, sind keine Vision mehr, sondern Realität, sichtbar in Rechenzentren, Industrieparks und Transportsystemen auf der ganzen Welt. Entscheidend ist dabei nicht mehr nur, wie Energie erzeugt oder gespeichert wird, sondern wie sie intelligent gesteuert und in bestehende Netze eingebunden wird. Genau hier entsteht der eigentliche Mehrwert: in der Fähigkeit, Energieflüsse, Datensysteme und Kapitalströme zu synchronisieren. Vielleicht ist das der Punkt, an dem sich künftig entscheidet, wer die wahre Energieautonomie gestaltet, jene die Energie herstellen, oder jene, die sie präzise steuern können?
1️⃣8️⃣.Quellen & verwendete Daten:
Internationale Energieagentur (IEA) – Global EV & Battery Outlook 2024
BloombergNEF – Battery Supply Chain & Energy Storage Report
McKinsey & Company – Battery Value Chain 2030
Fraunhofer ISI – Energiesystemanalyse Deutschland & EU 2024
Unternehmensberichte & Investor Relations:
CATL, Tesla, Northvolt, Siemens Energy, Hitachi Energy
Manz AG, Vulcan Energy, Li-Cycle, Umicore, Albemarle
Marktanalysen: Benchmark Minerals Intelligence, S&P Global, Reuters Energy Desk
Forschungsquellen: IEA Hydrogen Roadmap, EU Strategic Raw Materials Act, Battery Passport Initiative (Global Battery Alliance)
Bildmaterial:
Illustratives Bild — JLStock / Shutterstock.com
Foto: dpa
https://tse1.mm.bing.net/th/id/OIP.Zs6cG53hAFkOB4TXG0psVgHaDR?pid=Api&P=0&h=180
+ 1
Ein dickes Danke dafür👃👃👃
Auch wenn Du auf die Nennung Deiner Favoriten verzichtet hast, möchte ich meine aus dem Smallcaps Bereich kurz nennen.
Ich finde
$AMPX , $SSW , $SLI , $UMICY und $PCELL sehr interessant und für mich das Wichtigste chancenreich, was die Kursentwicklung angeht.
Von den grösseren langfristig dann $6752 und $3750
Aber ich habe mich natürlich in der kurzen Zeit nicht mit allen beschäftigt, sondern das sind eher die, die schon vor Deiner Masterarbeit in meinem Fokus waren. 😉😊
Meinung zu den Positionen
Hallo liebe GetQuin Community.
Mich würden mal eure Gedanken zu den folgenden Positionen interessieren, ich überlege schon eine weile in diese zu Investieren.
Was meint ihr dazu??
Die Friedens-Profiteure
Aufgearbeitet und inspiriert durch einen Focus Money Artikel und weil viele hier fragen.
Ich selber werde nicht investieren, ist für mich zu kurzfristig gedacht. Aber trotzdem sind sehr interessante Unternehmen dabei.
Schreibt gerne in die Kommentare ob so "kopierte Artikel" der Community etwas bringen bzw. rechtlich in Ordnung sind :)
Die Anzeichen für einen Friedensprozess in der Ukraine verfestigen sich. Das löst an der Börse einen Run auf Aktien aus, die vom Wiederaufbau profitieren könnten
Ungeachtet der politischen Interpretation kehrte die Börse dem Krieg schon seit einigen Tagen den Rücken und setzt auf den kommenden Frieden. Die Aktien, die vom Wiederaufbau in der Ukraine profitieren dürften, haben zum Höhenflug angesetzt. Der UBS Ukraine Reconstruction Index, der 25 dieser Aktien umfasst, klettert seit Tagen und steht auf Allzeithoch. „Noch werden die Auswirkungen eines möglichen Waffenstillstands in der Ukraine an den Finanzmärkten unterschätzt“, ist Bernd Meyer, Chefanlagestratege und Leiter Multi Asset bei Berenberg, von einer Fortsetzung der Rally überzeugt. Der Wiederaufbau erfordert enorme Ressourcen. Die Kosten dafür summieren sich nach Schätzungen mit der Weltbank auf insgesamt 500 Milliarden Dollar – das entspricht dem Bruttoinlandsprodukt Österreichs und ist mehr als das Dreifache der jährlichen ukrainischen Wirtschaftsleistung vor dem Krieg. Das Geld dürfte vor allem Bauunternehmen, Zulieferern, Infrastrukturunternehmen und Banken zugutekommen. In erster Linie könnten europäische Unternehmen davon profitieren – vor allem aus den angrenzenden Ländern wie Polen und Ungarn, aber auch Tschechien, Österreich und Deutschland.
Mit Wärtsilä $WRT1V (-1,34 %) einem Anbieter von Technologien für die Schifffahrts- und Energiemärkte, und Konecranes $KCR (+0,12 %) , einem Hersteller von Industriekranen und Antriebstechnik, stehen auch finnische Unternehmen auf der Liste möglicher Friedensprofiteure – ebenso italienische wie der Zement- und Baustoffhersteller Buzzi $BZU (+0,92 %) Die Liste ist lang. Der Bedarf an Baumaterialien, Stahl und Kabeln zum Wiederherstellen der zerstörten Infrastruktur und Energieversorgung ist groß. Noch gibt es keinen Themenfonds oder ein ETF auf die Nutznießer des Wiederaufbaus in der Ukraine. Anleger, die davon profitieren wollen, sind deshalb gut beraten, sich selbst mehrere Titel zu einem Portfolio zusammenzubinden.
Banken: Erste Group Bank $EBS (+0,14 %) Powszechna K. Osz $PKO (+1,95 %) Santander Polska $SPL (+1,63 %) Polska K. Opieki $PEO (+1,06 %) Raiffeisen Bank Int.$RBI (-0,35 %)
Bau: Wienerberger $WIE (+1,05 %) Sniezka Bau $SKA Strabag $STR (+0,05 %)
Dämmung: Kingspan Group $KRX (-2,38 %) Rockwool $ROCK B
Glas: Cie de Saint-Gobain $SGO (-0,82 %)
Kräne: Konecranes $KCR (+0,12 %)
Zement: CRH $CRH (-0,26 %) Buzzi $BZU (+0,92 %) Holcim $HOLN (+0,93 %) Heidelberg Mat. $HEI (-0,15 %)
Baumaschinen: Caterpillar $CAT (+0 %)
Bergbau: Ferrexpo $FXPO (+0,3 %) Metso $METSO (-0,04 %)
Chemie: BASF $BAS (+0,21 %)
Industriegase: Air Liquide $AI (-0,78 %)
Infrastruktur: Schneider Electric $SU (-0,71 %) Rexel $RXL (-0,47 %) Wärtsilä $WRT1V (-1,34 %) Weir Group $WEIR (+0,23 %)
Infrastruktur (E): Siemens Energy $ENR (+0,24 %) Prysmian $PRY (-0,6 %) NKT $NKT (-2,15 %) Nexans $NEX (-0,36 %)
Landwirtschaft: Kernel $KER (+0,05 %)
Logistik(Lager): Kion $KGX (+0,15 %)
Stahl: Arcelor Mittal $MT (+1,38 %) und für rostfreie Stähle Outukompu $OUT1V (+0,39 %)
Sanitärtechnik: Geberit $GEBN (-0,41 %)
Spezialchemie: Evonik $EVK (-1,11 %) Arkema $AKE (-0,66 %) Wacker Chemie $WCH (-0,09 %) Lanxess $LXS (-1,15 %)
Bestandsveränderung
Hallo zusammen,
vielleicht kann mir einer von euch weiterhelfen.
ich habe 2022 6. Anteile von Air Liquide gekauft. Und durch Altiensplits im Jahr 2023 und 2024 war ich bei 6,6 bzw 7,26 Anteilen.
Also ich dann jedoch heute Morgen in meinem Depot geguckt habe, waren dort lediglich noch 6,6 Anteile.
im Depotauszug vom 31.12.2024 sind allerdings noch 7,26 aufgelistet. Habe ich irgendwas verpasst oder ist das einfach ein Fehler meiner App?
Danke schonmal.
Hat sich erledigt, die App hatte anscheinend ein Problem. Alle Aktien wieder da ;)
Warum ich LVMH verkaufe und auf einen ETF setze 🇫🇷 🥐🥖🇫🇷 🥳
Der französische Aktienmarkt bietet eine Vielzahl interessanter Titel, die bei den Anlegern auch sehr beliebt sind.
Beliebt?
Nun ja,
Wer möchte nicht LVMH, Sanofi, Air Liquid, Airbus, Safran, L'Oreal,
Essilor-Luxottica, Hermes, Danone, Pernod-Ricard und vielleicht noch mehr im
Depot haben.
Jedoch gibt es hier einige Hürden und Risiken.
Zum einen müssen wir uns mit der Auswahl der Titel und der Bewertung auseinandersetzen und versuchen möglichst die Titel von denen wir glauben, dass sie im Wert steigen werden, zu einem günstigen Zeitpunkt kaufen.
Zum anderen fällt beim Kauf französischer Aktien die französische Finanztransaktionssteuer (FTT) an, sowie 30% Quellensteuer auf die Dividendenausschüttungen.
Mein Optimierungsvorschlag:
Statt mich mit einer Vielzahl französischer Aktien auseinander zu setzen und am Ende alles falsch zu machen, wähle ich einen ETF.
Das hat unter anderem folgende Vorteile:
1 Das Einzelaktien Risiko wird gestreut.
2 Steuervorteil bei der Quellensteuer, Dank Doppelbesteuerungsabkommen (siehe weiter unten)
3 Automatisches Rebalancing - in regelmäßigen Abständen fliegen die schlechtesten Titel raus und neue vielversprechende kommen in den ETF.
4 Niedrige Handelsgebühren
Größter Nachteil:
1 Höchstwahrscheinlich wird man nur die durchschnittliche Marktrendite erzielen.
Somit habe ich mich für den Xtrackers CAC 40 LU0322250985 entschieden und werde keine französichen Aktien mehr kaufen. Alternative wäre auch der thesaurierende iShares MSCI Frankreich IE00BP3QZJ36 m.M.n. auch eine gute Wahl gewesen.
Beide ETFs bieten einen Steuervorteil, zwar kommt man um die FTT nicht rum. Allerdings hat sowohl Luxemburg als auch Irland ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Frankreich. D.h. dass sich hier die Quellensteuer französischer Dividenden auf 15 % reduziert. Selbstverständlich wirkt sich dieser Steuervorteil nicht nur beim ausschüttenden ETFs aus, sondern auch bei der Thesaurierung.
Die ohnehin geringe TER von 0.2x% empfinde ich für komplett vernachlässigbar, da beide ETFs über Jahre eine positive TD hatten.
In Anbetracht der schwachen Performance des laufenden Jahres könnten wir nun in einer Phase sein, in der es sich auszahlen könnte Anteile ”günstig“ einzusammeln, um dann später von einer höheren persönlichen Dividendenrendite zu profitieren.
Fazit:
Ich verkaufe LVMH und setze auf den Xtrackers CAC 40 ETF mit dem ich mein gesamtes Frankreich Exposure abdecken möchte.
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$MC (+1,79 %)
$AIR (-1,55 %)
$AI (-0,78 %)
$OR (-0,77 %)
$RMS (+0,59 %)
$EL (+0,21 %)
$RI (-3,67 %)
$DX2G (+0,13 %)
$IS3U (+0,11 %)
+ 1
Vom Sand zum Chip: wie entsteht ein moderner Halbleiter?
Lesezeit: ca. 10min
1) EINFÜHRUNG
Seit spätestens 2023 und dem rasanten Aufstieg von Nvidia $NVDA (+0,22 %) sind Halbleiter und insbesondere "KI-Chips" in aller Munde. Seitdem rennen die Anleger fast jedem Unternehmen hinterher, dass etwas mit der Herstellung von Chips zu tun hat, und treiben die Kurse in ungeahnte Höhen. Kaum ein Anleger weiß jedoch wirklich wie komplex die Wertschöpfungskette innerhalb der Herstellung moderner Chips ist.
In diesem Beitrag werde ich euch einen Überblick über den gesamten Herstellungsprozess und der daran beteiligten Unternehmen geben. Auch wenn viele von euch eine vage Vorstellung haben, dass die Herstellung moderner Chips komplex ist, werdet ihr sicherlich überrascht sein wie komplex es wirklich in der Realität ist.
2) GRUNDLEGENDES
Ausgangsbasis für jeden Chip sind sogenannte Wafer [1] - also dünne Scheiben, die meistens aus sogenanntem hochreinen monokristallinen Silizium bestehen. Im Bereich der Leistungshalbleiter, der vor allem Chips für Anwendungen mit höheren Strömen und Spannungen umfasst, wird neuerdings als Basis auch Siliziumkarbit (SiC) oder Galiumnitrid (GaN) als Grundmaterial für die Wafer verwendet.
Im sogenannten Frontend werden dann auf den Wafern mithilfe verschiedener Verfahren die eigentlichen Herzstücke der Chips - die sogenannten Dies - erzeugt und aufgebracht. Die Dies sind rechteckige Strukturen, welche die eigentliche Funktionalität des späteren Chips enthalten. Die fertigen Dies werden dann auf ihre Funktionalität und elektrischen Eigenschaften getestet. Jeder für gut befundene Die wird dann im sogenannten Backend zum fertigen Chip in dem die einzelnen Dies auf dem Wafer vereinzelt werden. Danach erfolgt das sogenannte packaging. Die einzelnen Dies aus dem Frontend werden dann elektrisch kontaktiert und in ein schützendes Gehäuse integriert. Dieses Gehäuse mit dem kontaktiertem Die ist am Ende das, was in der Regel als Chip bezeichnet wird.
Nachdem wir jetzt einen groben Überblick über den Gesamtprozess haben, widmen wir uns detailliert den einzelnen Prozessen zur Herstellung der Dies auf dem Wafer. Dies ist der Bereich in denen die meisten hochkomplexen Maschinen zum Einsatz kommen und der in der Regel am empfindlichsten ist.
3) VOM SAND ZUM WAFER
Bevor es überhaupt Wafer aus hochreinem Silizium gibt und der eigentliche Prozess zur Herstellung der Dies starten kann, muss zunächst der eigentliche Wafer in nahezu perfekter Qualität hergestellt werden. Dazu wird Quarzsand, welcher zum Großteil aus Siliziumdioxid besteht, unter hohen Temperaturen mit Kohlenstoff reduziert. Dabei entsteht sogenanntes Roh-Silizium, welches mit einer Reinheit von etwa 96% aber noch nicht annähernd die Qualität hat, die für die Herstellung von Wafern benötigt wird.
In mehreren chemischen Prozessen, die beispielsweise von Wacker Chemie
$WCH (-0,09 %) oder Siltronic
$WAF (-1,2 %) bedient werden, wird aus dem "unsauberen" Silizium sogenanntes polykristallines Silizium mit einer Reinheit von 99.9999999%. Auf eine Milliarde Siliziumatome befindet sich dann nur noch ein Fremdatom im Silizium. Dieses reine polykristalline Silzium ist aber immer noch nicht geeignet für die Herstellung von Wafern, da die Kristallstruktur im Silzium nicht gleichmäßig genug ist. Um die passende Kristallstruktur zu erzeugen wird das polykristalline Silizium dann wieder geschmolzen und im sogenannten Einkristallziehverfahren [2] ein sogenannter Ingot, der aus monokristallinen Silzium besteht, erzeugt. Ein Vergleich zwischen Rohsilzium und dem Ingot findet ihr auf folgendem Bild [3]:
Dieser Ingot wird dann in dünne Scheiben gesägt, welche dann die letztendlichen Wafer für die Halbleiterproduktion sind. Die bekanntesten Waferproduzenten sind Shin Etsu
$4063, (-0,61 %)
Siltronic oder GlobalWafers
$6488.
4) VOM WAFER ZUM DIE
Die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Wafer können nun verwendet werden, um Dies herzustellen. Der Gesamtprozess zur Herstellung der Dies besteht prinzipiell darin eine große Anzahl an Schichten durch verschiedene chemische-, mechanische und physikalische Prozesse aufzubringen. Der Gesamtprozess wird (abhängig vom Produkt) ca. 80 verschiedene Schichten auf dem Wafer aufbringen, dafür nahezu 1000 unterschiedliche Prozessschritte und 3 Monate
non-stop-Produktion benötigen [4].
Hier bietet sich eine makroskopische Analogie an, die ich ebenfalls [4] entnommen habe. Man kann den Gesamtprozess zur Herstellung der Dies mit dem Backen einer großen mehrlagigen Torte vergleichen. Diese Torte hat 80 Stockwerke und das Rezept zum backen besteht aus 1000 Schritten. Man benötigt für die Herstellung der Torte 3 Monate und sollte auch nur eine Schicht der Torte eine Abweichung von mehr als 1% von dem Rezept haben, bricht die ganze Torte zusammen und muss entsorgt werden.
In den ersten Prozessschritten werden auf dem Wafer Milliarden winzig kleine Transistoren erzeugt, welche dann in den folgenden Schritten alle einzeln elektrisch kontaktiert werden. Die letzten Schritte bestehen darin, die Transistoren untereinander elektrisch anzuschließen, so dass sich eine komplette elektrische Schaltung ergibt [4]:
Jede einzelne Schicht von den etwa 80 Schichten im Die benötigt hochspezialisierte Prozesse, die sich im Groben zusammenfassen lassen als:
- Masken aufbringen: Photolithography, Photoresist coating (Fotolack aufbringen)
- Material aufbringen: Chemical Vapor Deposition (CVD), Physical Vapor Desposition (PVD), Atomic Layer Desposition
- Material entfernen: Plasma Echting, Wet Echting, Chemical Mechanical Planarization (CMP)
- Material modifizieren: Ion Implanting, Annealing
- Material säubern
- Inspizieren der Schichten: Optical, Microscopical, Focused Ion Beam, Defect Inspection
Masken aufbringen
Letztendlich kann man sich unter einer Maske eine vergrößerte Kopie der Struktur einer speziellen Schicht im Die vorstellen. Diese sogenannten Fotomasken werden dann mittels sogenannten Scannern oder Steppern verkleinert auf den Wafer "kopiert". Der bekannteste Hersteller solcher Lithografiesysteme ist ASML
$ASML (-1,25 %). Es ist derzeit der einzige Produzent von Lithografiesystemen, die es ermöglichen Strukturen unter 10 Nanometer auf dem Wafer zu erzeugen. Bei heutigen leistungsstarken und modernen Chips, wie sie in Smartphones, KI-Chips und Prozessoren vorkommen, sind die kleinsten Strukturen etwa 3 Nanometer groß. Weitere Hersteller von Lithografiesystemen für größere Strukturen (10nm und größer) sind Canon Electronics
$7739 oder Nikon $7731 (-0,02 %) .
Die Fotomasken - also die vergrößerten "Kopien" der Strukturen - werden von Unternehmen wie Toppan $7911 (+0 %) , Dai Nippon Printing
$7912 (+0 %) oder Hoya $7741 (-0,23 %) hergestellt. Systeme zur Reinigung der Fotomasken oder zur Auftragung des Fotolacks werden beispielsweise von Suss Microtec
$SMHN (-0,36 %) hergestellt.
Material aufbringen/entfernen/modifizieren/säubern
Wie bereits weiter oben in der Übersicht ersichtlich, gibt es hier eine Vielzahl an Methoden und Verfahren um das Material einer bestimmten Schicht zu modifizieren. Demzufolge gibt es jede Menge unterschiedliches Equipment welches mit einer unglaublichen Spezialisierung einen Prozess sehr gut beherrscht. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten Equipmentherstellern gehört Applied Materials $AMAT (-0,79 %), LAM Research
$LRCX (-0,31 %), Tokyo Electron (TEL)
$8035, (-0,45 %)
Suss Mictrotec, Entegris
$ENTG (-0,16 %) und Axcelis $ACLS (-0,37 %).
Das Material - also beispielsweise hochspezialisierte Chemikalien - wird natürlich ebenfalls zur Herstellung benötigt. Unternehmen wie Linde
$LIN (-1,36 %), Air Liquide
$AI (-0,78 %), Air Products
$APD (-0,21 %) und Nippon Sanso
$4091 (-1,28 %) sind große Hersteller für Prozessgase wie Stickstoff, Wasserstoff oder Argon.
Inspizieren
Wie erwähnt muss jede einzelne Schicht im Herstellungsprozess eines Dies perfekt sein um am Ende einen funktionsfähigen Die zu erhalten. Jede kleine Abweichung oder Fremdpartikel kann die Funktionsfähigkeit des Dies beeinträchtigen. Da die Funktion des Dies erst am fertig prozessiertem Die genau geprüft werden kann, ist es von Vorteil die einzelnen Schichten bereits während der Fertigung auf Defekte und Abweichungen zu untersuchen. Hierfür werden spezielle Maschinen benötigt, die je nach Schicht, Unterschiedliches leisten können müssen. Hersteller solcher Maschinen sind beispielsweise KLA
$KLAC (-0,81 %) oder Onto Innovation
$ONTO (-0,54 %).
Für fast alle im Abschnitt erwähnten Unternehmen gilt: die Unternehmen sind hochspezialisiert und haben bei den Maschinen für gewisse Prozessschritten Quasimonopole. Geeignetes Equipment kostet deshalb meistens mehrere Millionen Dollar. Dazu sind die Anlagen teilweise so komplex, dass sie nur von Servicemitarbeitern der Hersteller selbst gewartet werden können, was bei jeder verkauften Maschine für wiederkehrende Serviceumsätze sorgt. Jede Maschine braucht in der Regel mehrere hochspezialisierte Ingenieure, um eine dauerhaft stabile Funktion zu gewährleisten.
5) VOM DIE ZUM FERTIGEN CHIP
Ist der Wafer fertig prozessiert werden die Dies auf dem Wafer auf ihre Funktionalität überprüft. Dafür gibt es hochspezialisiertes Equipment, sogenannte Prober. Diese Prober testen jeden einzelnen Chip gegebenfalls mehrfach um die im Design implementierte Funktionalität zu überprüfen. Hersteller solcher Prober sind unter anderem Teradyne $TER (-0,91 %), Keysight Technologies
$KEYS (-0,75 %), Onto Innovation oder Tokyo Electron. Diese Prober müssen jedes einzelne Die, dass teilweise nur wenige Quadratmilimeter groß ist ansteuern und die entsprechenden noch viel kleineren Teststrukturen mit winzig kleinen Nadeln kontaktieren. Der Prozess des Testens wird teilweise auch an ganze Unternehmen ausgelagert, die das Testen der Dies als Komplettpaket anbieten. Ein Beispiel für solche Anbieter ist Amkor Technology
$AMKR (-0,85 %).
Der fertig prozessierte und getestete Wafer wird nun zersägt um einzelne Dies zu erhalten. Die für gut befundenen Dies werden dann im Backend in ein schützendes Gehäuse integriert. Die Dies, welche den Test auf Funktionalität nicht bestanden haben, werden entweder aussortiert oder (je nach Fehlerbild) als Variante mit abgespeckter Funktionalität ähnlich zu denen mit voller Funktionalität verarbeitet. Nach einem letzten Funktionstest im Package ist der Chip bereit für den Einsatz.
6) FOUNDRIES, FABLESS & SOFTWARE
Da wir nun einen Überblick über den komplexen Prozess der Herstellung eines Chips haben, möchten wir nun etwas weiter rauszoomen um zu verstehen welche Unternehmen welche Aufgabe in der Halbleiterindustrie übernehmen.
Komisch, dass im Prozess der Herstellung bis jetzt nicht ein einziges Mal der Name Nvidia $NVDA (+0,22 %) oder Apple $AAPL (-0,52 %) gefallen ist? Dabei haben gerade die doch die fortschrittlichsten Chips oder?
Die reine Herstellung der Chips übernehmen bei genannten Unternehmen nämlich andere Unternehmen - sogenannte Foundries. Unternehmen wie Nvidia und selbst AMD $AMD (-1,24 %) sind nämlich fabless, das heißt sie besitzen gar keine eigene Fertigung sondern liefern lediglich das Design der Chips und lassen die Foundries den eigentlichen Chip nach ihrem Design fertigen.
Das Design eines Chips ist wie der Bauplan für die Fertigung - die Foundries übernehmen dann die Rezepterstellung und die eigentliche Fertigung. Für das Design von Chips gibt es spezielle Software. Bekannt für diese Software sind Unternehmen wie Cadance Design
$CDNS (-0,3 %) und Synopsys $SNPS (-0,65 %). Aber auch der Industriegigant Siemens
$SIE (-0,57 %) liefert mittlerweile Software zum Design integrierter Schaltkreise. Synopsys bietet darüber hinaus auch andere Software zur Datenanalyse innerhalb der Fertigung in Foundries.
Apropos Foundries; die bekannteste Foundry ist wahrscheinlich TSMC
$TSM, (-0,96 %) die weltweit Marktführer im Bereich Foundries sind. TSMC designed selbst keine Chips und hat sich ausschließlich auf die Fertigung der fortschrittlichsten Generationen an Chips spezialisiert. Ein weiterer großer Player, der ebenfalls die fortschrittlichsten Strukturgrößen beherrscht, ist Samsung $005930. Im Gegensatz zu TSMC fertigt Samsung aber auch eigene Designs. Weitere große Foundries sind Global Foundries
$GFS, (-0,74 %) welches ursprünglich eine Abspaltung von AMD ist, und das taiwanesische Unternehmen United Micro Electronics
$UMC. (+1,13 %)
Die bekanntesten fabless-Unternehmen - also Unternehmen ohne eigene Chipfertigung - sind Nvidia, Apple, AMD, ARM Holdings
$ARM, (-1,12 %)
Broadcom $AVGO (-0,88 %), MediaTek $2454 und Qualcomm $QCOM. (-1 %) Mittlerweile haben aber auch Alphabet $GOOGL, (+0,4 %)
Microsoft $MSFT, (-0,38 %)
Amazon $AMZN (-0,77 %) und Meta $META (-0,64 %) eigene Chips für gewisse Funktionalitäten designed und lassen diese dann in Foundries fertigen.
Neben den Foundries und fabless-Unternehmen gibt es natürlich auch Hybride Modelle, das heißt Unternehmen, welche sowohl die Fertigung als auch Design übernehmen. Bekanntestes Beispiel hierfür sind natürlich Unternehmen wie Intel
$INTC (-0,82 %) und Samsung. Dazu gibt es noch eine ganze Reihe sogenannter Integrated Device Manufacturer (IDM), welche größtenteils einzig ihre selbst designten Chips herstellen und keine Kundenaufträge zur Fertigung entgegennehmen. Bekannte Unternehmen wie Texas Instruments
$TXN, (-0,89 %)
SK Hynix
$000660,
STMicroelectronics
$STMPA, (-0,88 %)
NXP Semiconductors
$NXPI, (-0,76 %)
Infineon $IFX (+0,39 %) und Renesas $6723 (-1,04 %) zählen zu den IDM's.
SCHLUSSWORT
Ziel dieses Beitrags war es einen Überblick über die Komplexität der Halbleiterindustrie zu geben. Ich erhebe natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da es natürlich noch jede Menge weitere Unternehmen gibt, die sich in dieser Wertschöpfungskette wiederfinden. Da Getquin von einem aktiven Austausch lebt, gebe ich euch noch ein paar Denkanstöße zum diskutieren in den Kommentaren unter dem Beitrag:
- verlinkt gerne noch weitere Unternehmen in den Kommentaren, falls ich ihr denkt ich habe relevante Firmen vergessen
- was war für euch die erstaunlichste neue Information aus dem Beitrag?
- welche Unternehmen aus dem Beitrag habt ihr noch nie gehört?
- wusstet ihr bevor ihr den Beitrag gelesen habt, annähernd wie ein moderner Chip hergestellt wird und welche Schritte dafür notwenig sind?
Generell kann ich jedem interessierten Leser das etwa 20 minütige YouTube-Video unter [4] empfehlen. Es liefert einen hervorragenden animierten Überblick über den Herstellungsprozess moderner Chips.
Stay tuned,
Euer Nico Uhlig (aka RealMichaelScott)
QUELLEN:
[1] Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Wafer
[2] https://www.halbleiter.org/waferherstellung/einkristall/
[3] https://solarmuseum.org/wp-content/uploads/2019/05/solarmuseum_org-07917.jpg
[4] Branch Education auf YouTube: "How are Microchips Made?" https://youtu.be/dX9CGRZwD-w?si=xeV0TYgJ2iwNOKyO
Nachdem ich nun schon über ein Jahr ein meist eher stiller Mitleser war der interessiert beobachtet hat was für Strategien und Ansichten andere verfolgen:
Heute möchte ich meinen 1. Meilenstein mit euch teilen- und höchstwarscheinlich (sag niemals nie) auch mein letzter.
Nachdem die letzten Wochen eher seitwärts liefen, heute mal wieder Grün und den deutlichen Sprung geschafft.
🎉Ein Depotwert von 1.000.000€🎉
Kurz vorab:
Mein Start in die Finanzwelt startete mit einem Depot das mir mit 20 Jahren durch traurige Umstände vererbt wurde. Mit Anlagen habe ich mich nie groß auseinandergesetzt und ich hatte 2-3 Jahre danach auch ganz andere Sorgen und Leiden und hätte das Depot gerne wieder gegen einen geliebten Menschen eingetauscht.
Nun ein wenig zu meiner „Strategie“
Es waren viele „Blue Chips“ Aktien die ich geerbt habe, nach und nach habe ich einige Werte veräußert und mich für andere Werte entschieden.
Meinem Empfinden nach ist bei Getquin das Team „Kurssteigerung“ dem Team „Dividende“ klar überlegen. Ich habe immer versucht einen Gesunden Mix zu finden, und muss gestehen dass mir Dividendentitel helfen, mich mit dem Investieren mehr zu beschäftigen.
In meinen bisher aktiven ~7 Jahren musste ich auch Lehrgeld bezahlen und Erfahrungen machen. Hier kurz ein paar Einblicke für die die es interessiert :
$TTE (-0,33 %) und $AI (-0,78 %) waren meine ersten selbstgetätigten Käufe, wobei ich $AI (-0,78 %) nach und nach Aufgestockt habe und glücklicherweise einen Aktiensplit mitnehmen konnte.
Meine erste Spekulationsaktie $NEL (-2,41 %) hatte zwischenzeitlich 300% Kursgewinne, wurde aber nach enttäuschenden Zahlen mit minus verkauft.
Während einer beruflichen Fortbildung während Corona habe ich $GME (-0,55 %) Aktien gekauft und bei der Achterbahnfahrt teilgenommen bei der ich aus 6.000€ Einsatz und vielem Schwitzen und Mitfiebern 1.500€ Gewinn realisieren konnte.
Ich habe 0,05 $BTC (-1,82 %) gekauft und konnte diese Erfolgreich 2 Jahre halten und 0 auf 0 rausgehen bevor der BTC Kurs durch die Decke ging. Muss man auch erstmal hinbekommen.
Ich habe nach dem Skandal von $WDI gedacht, gut die Zahlen mögen gefälscht sein aber einen Gewissen Wert wird das Unternehmen ja schon haben und habe bei einem Aktienkurs von 1.22€ nochmal 1.500€ verbrannt.
Außerdem konnte ich den Sanktionen gegen Russland nicht ganz glauben und habe kurz vor Bekanntgabe der Sanktionen $GAZP Aktien i.H.v 1.600€ gekauft.
Zum Abschluss der Millionen hat definitiv auch der Kauf von $PLTR (-1,07 %) geholfen wo ich aktuell 450% Kursgewinn verzeichnen kann.
( Danke Jan Böhmermann, dein Video zu diesem „bösen“ Konzern war die beste Werbung )
Inzwischen bin ich zufrieden mit meinem Portfolio. Langfristig warte ich noch bei $WCH (-0,09 %) auf einen halbwegs positiven Ausstieg.
Von $SAP (-1,08 %) bin ich überzeugt da ich auf der Arbeit auch damit arbeite und was den Maßgeschneiderten Lösungen angeht keine Konkurrenz auf mittelfristige Zeit sehe.
Außerdem möchte ich die Position von $ENR (+0,24 %) aufstocken, und generell meine Gewichtung mit den Worlds Fonds erhöhen.
Aktuell habe ich Sparpläne von mntl. 900€ eingerichtet (700€ Worlds ,150€ S&P 500, 50€ EM)
Zusätzlich habe ich ein hier nicht getracktes Depot wo ich seit 10 Jahren mit meiner jährlichen Bonuszahlung meines Arbeitgebers an einem Aktienprogramm für Mitarbeiter teilnehme. Außerdem schaue ich auf Youtube regelmässig Videos von „Finanzbär“ wo ich mich gelegentlich zu Einzelkäufen verleiten lasse (z.B. $HIMS (-0,87 %) und $SHOP (-1,07 %) )
Kann ich sehr empfehlen!
Glücklicherweise kann ich in den nächsten 12 Monaten 3 Gehaltserhöhungen erwarten aufgrund von Tarifverträgen und einem Positionswechsel in der Firma.
Hiermit möchte ich die Sparpläne aufstocken und überlege monatlich 100€ in $BTC (-1,82 %) oder $MSTR (-2,02 %)
zu investieren mal sehen.
mein nächstes Ziel?
Genauso weiter machen aber nicht vergessen dass man JETZT lebt und sich auch mal etwas gönnen. Und wenn es gut läuft mit Anfang 40 das Leben in einem südlicherem Land geniessen und nichtmehr Arbeiten müssen 😁
In diesem Sinne :
Cheers 🥂 danke an jeden von euch
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