Der chinesische Auto- und Batteriehersteller BYD $1211 (+3,58 %) meldet Fortschritte bei neuartigen Batterietypen, die in Zukunft für günstigere E-Autos sorgen könnten.
Dabei geht es einerseits um die Natrium-Ionen-Plattform der dritten Generation und andererseits um Sulfid-Festkörperbatterien.
Auch wenn BYD bei uns vor allem als E-Auto-Hersteller bekannt ist, so ist das Unternehmen aus Shenzhen zugleich auch der zweitgrößte Batterieproduzent der Welt hinter CATL $3750 (-0,73 %)
Vergangenes Jahr kam BYD laut Marktforscher SNE Research auf eine Jahresproduktion von 194,8 GWh – das waren 27,7 Prozent mehr als 2024.
Um weiter an der Spitze mitzuspielen, unterhält BYD auch große Forschungseinrichtungen für Batterien und die haben nun wichtige Meilensteine erreicht.
Dabei geht es einerseits um Natrium-Ionen-Batterien, die im E-Auto-Bereich eine klare Kostensenkung mit sich bringen sollen. Schließlich ersetzt das günstige Natrium das inzwischen sehr teuer gewordene Lithium.
Allerdings: Natrium-Ionen-Batterien sind dafür bekannt, eine geringere Energiedichte zu haben – und das ist die Herausforderung, die BYD und andere Anbieter meistern müssen.
Nun heißt es von dem Unternehmen, dass es die Entwicklung seiner Natrium-Ionen-Plattform der dritten Generation vorantreibt. Die Technologie soll bis zu 10.000 Ladezyklen ermöglichen, wobei die Markteinführung von der Nachfrage und den Einsatzplänen der Kunden abhängt, wie „Car News China“ berichtet.
Das wäre damit deutlich mehr als bei gängigen LFP-Batterien, die 2.000 bis 3.000 Ladezyklen schaffen. Nähere Angaben zu weiteren Spezifikation der Natrium-Ionen-Batterie gibt es allerdings nicht – und damit auch nicht zur wichtigen Energiedichte.
Bekannt dagegen ist, das BYD bereits Anfang 2024 mit dem Bau einer ersten Fabrik für Natrium-Ionen-Batterien in Xuzhou begonnen hat, die es zusammen mit Huaihai betreiben will, einem Hersteller elektrischer Zwei- und Dreiräder.
Andererseits arbeitet BYD an einer Sulfid-Festkörperbatterie und hat auch hier offenbar wichtige Verbesserungen erreicht, auch wenn diese nicht näher preisgegeben werden.
Die Sulfid-Festkörperbatterie soll Potenzial für bahnbrechende Fortschritte bei der Batterielebensdauer und der Schnellladefähigkeit mit sich bringen und somit eine wichtige technologische Neuerdung darstellen.
Auf Basis des aktuellen Forschungs- und Entwicklungsstands rechnet BYD damit, dass seine Sulfid-Festkörperbatterien bis 2027 in kleinem Maßstab produziert werden können.
Festkörperbatterien ersetzen den flüssigen Elektrolyten durch einen festen, was Sicherheit, Energiedichte und Lebensdauer verbessern kann.
BYD konzentriert sich dabei auf sulfidbasierte Festkörperelektrolyte, da diese hohe Ionenleitfähigkeit und gute Prozessierbarkeit versprechen. Wie Sun Huajun, CTO des Batteriegeschäfts, Anfang 2025 bei einer Veranstaltung berichtete, hat das Unternehmen 2024 auf seiner Pilotproduktionslinie bereits erste Feststoffzellen mit 20Ah und 60 Ah gefertigt.
BYD ist heute vor allem für seine Blade-Batterien mit LFP-Zellchemie bekannt.
Diese Lithium-Eisenphosphat-Zellen gelten als robuster und günstiger als Zellchemien auf Basis von Nickel und Kobalt, haben aber in der Regel eine geringere Energiedichte.
Man muss also davon ausgehen, dass BYD künftig mehrere Technologiepfade verfolgen wird – und einerseits mit den LFP-Batterien weiter den Massenmarkt bedienen wird, während die Natrium- und Festkörperbatterien zunächst nur in ausgewählten Anwendungen eingesetzt werden dürften.








