Hallo zusammen,
die Telekom-Aktie testet nach dem Rutsch unter die 25-Euro-Marke neue Mehrmonatstiefs. Abseits des täglichen Chart-Rauschens gibt es derzeit drei fundamentale und technische Treiber, die den Kurs belasten, aber gleichzeitig ein interessantes Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) aufbauen.
1. Ende der Kurspflege beim Aktienrückkauf
Die technische Unterstützung im Chart fällt aktuell weg, da das milliardenschwere Aktienrückkaufprogramm planmäßig per Ende Juni ausläuft. Der verlässliche institutionelle Dauerkäufer am Markt pausiert also vorerst, was den Verkaufsdruck im Orderbuch kurzfristig verstärkt hat.
2. Die T-Mobile US Fusions-Gerüchte
Die anhaltenden Berichte über eine transatlantische Holding-Verschmelzung mit T-Mobile US (um die US-Mehrheit final einzumauern und Angriffe wie von SpaceX/Starlink strukturell zu blockieren) sorgen für Verunsicherung. Ein Deal dieser Größenordnung ist extrem komplex und bindet Kapital. Operativ ändert das nichts an der Tatsache, dass die Telekom die absolute Mehrheit in den USA hält, aber der Markt preist hier gerade die kurzfristige Unsicherheit ein.
3. KI-Infrastruktur wird vom Markt als "klassischer Telko" bewertet
Die Telekom wird fundamental immer noch wie ein reiner Netzbetreiber bepreist (erwartetes KGV aktuell unter 13, Dividendenrendite bei knapp 4 %). Dabei wird die im Februar gestartete Industrual AI Cloud in München (10.000 Nvidia Blackwell-Chips im SAP-Stack) als eigene europäische Cloud-Infrastruktur für Großkonzerne vom Markt bisher komplett ignoriert.
Fazit:
Die fundamentale Bewertung wird bei Kursen um 24,80 € zunehmend attraktiv. Wer die Aktie als defensiven Dividendenwert sieht, findet hier nach der technischen Bereinigung im Juni eine solide Basis für den Positionsaufbau, da die operativen Ziele für 2026 (ca. 19 Mrd. € Free Cashflow) voll intakt sind.
Wie beurteilt ihr das aktuelle Niveau? Charttechnischen Boden abwarten oder erste Tranche einsammeln?
Noch ein passendes Video.




