$UCG (-0,8 %)
$MNDY (-1,86 %)
$KER (+0,25 %)
$BARC (-1,64 %)
$OSCR (+1,09 %)
$CVS (+2,2 %)
$SPOT (-9,48 %)
$DDOG (-3,76 %)
$BP. (-2,68 %)
$SPGI (-0,52 %)
$HAS (-2,69 %)
$KO (+1,85 %)
$JMIA (-3,39 %)
$MAR (-0,79 %)
$RACE (+1,41 %)
$UPST (-7,28 %)
$NET (-2,8 %)
$LYFT (-6,43 %)
$981
$NCH2 (-0,11 %)
$DSY (+1,34 %)
$1SXP (-5,54 %)
$HEIA (+3,06 %)
$ENR (-0,4 %)
$DOU (+3,73 %)
$OTLY (-10,53 %)
$TMUS (+4,7 %)
$SHOP (-9,58 %)
$KHC (-1,71 %)
$FSLY (+35,33 %)
$HUBS (+10,49 %)
$CSCO (-5,69 %)
$APP (-17,8 %)
$SIE (+1,37 %)
$RMS (+2,64 %)
$BATS (-0,88 %)
$MBG (-1,98 %)
$TKA (-11,92 %)
$VBK (-8,37 %)
$DB1 (+2,53 %)
$NBIS (-1,99 %)
$ALB (-6,78 %)
$BIRK (-3,01 %)
$ADYEN (-21,3 %)
$ANET (-4,92 %)
$PINS (-3,74 %)
$AMAT (-3,17 %)
$ABNB (-2,38 %)
$TWLO (-2,6 %)
$RIVN (-3,53 %)
$COIN (-8,05 %)
$TOM (+2,58 %)
$OR (-1,87 %)
$MRNA (-2,39 %)
$CCO (-1,48 %)
$DKNG (-3,02 %)
Diskussion über CCO
Beiträge
35Quartalszahlen 09.02-13.02.26

Infrastruktur und Entsorgung: Die Profiteure des nuklearen Aufschwungs
Liebe Community,
dort, wo der Hunger nach Energie durch Kernkraft und die neue Generation der Small Modular Reactors (SMRs) gedeckt wird, entsteht zwangsläufig ein massiver Wachstumsmarkt für nachgelagerte Dienstleistungen.
Das betrifft vor allem die Nuklearentsorgung, den fachgerechten Rückbau alter Anlagen und das Recycling von Brennstoffen und Wasser.
Da es derzeit keinen reinen „Atommüll-ETF“ gibt (zumindest ist er mir nicht bekannt), müssen wir Anleger auf spezialisierte Einzelwerte setzen, die in der Entsorgung von Uran und kontaminierten Komponenten (u.a. Wasser) weltweit führend sind.
1. Die operativen Schwergewichte für Rückbau und Entsorgung
- Veolia ($VIE (+1,45 %)
): Obwohl Veolia primär als globaler Umweltdienstleister wahrgenommen wird, betreiben sie mit Veolia Nuclear Solutions eine hochgradig spezialisierte Sparte. Als Weltmarktführer in der robotergestützten Reinigung und im Rückbau hochradioaktiver Standorte (wie in Fukushima) sind sie unverzichtbar. Sie bieten Technologien zur Verglasung von Abfällen („Vitrifizierung“, Verwandlung von flüssigen oder festem Atommüll in einen massiven Glaskörper) sowie zur Wasseraufbereitung in kontaminierten Gebieten an. Damit schlägt Veolia die Brücke zum klassischen Wasser-Geschäft und deckt im Portfolio zwei entscheidende Bereiche gleichzeitig ab.
- Fortum ($FORTUM (-7,93 %)
): Der finnische Energiekonzern ist ein versteckter Champion der Nuklear-Nachsorge. Neben dem Betrieb von Kraftwerken bietet Fortum spezialisierte Dienstleistungen zur Reinigung radioaktiver Flüssigkeiten (NUKEM-Technologie) und zur Endlagerung an. Sie sind ein wichtiger Akteur für europäische Entsorgungsstandards.
- Jacobs Solutions ($J (-11,25 %)
): Der US-Gigant für Ingenieursdienstleistungen managt bedeutende staatliche Nuklearstandorte wie Sellafield (UK) oder Hanford (USA). Ihr Fokus liegt auf dem Programmmanagement für die langfristige Lagerung von Brennelementen. Besonders spannend ist der SMR-Bezug: Jacobs berät bereits heute zahlreiche Entwickler bei der Planung des gesamten Lebenszyklus inklusive der Entsorgung.
- Perma-Fix Environmental Services ($PESI (-4,56 %)
): Perma-Fix gilt als einer der wenigen echten „Pure Plays“. Das Unternehmen betreibt eigene Anlagen zur Behandlung nuklearer und gemischter Abfälle. Deren Kernkompetenz liegt darin, das Volumen von Atommüll massiv zu reduzieren, bevor dieser in ein Endlager überführt wird.
2. Der Brennstoffkreislauf: Cameco und Westinghouse
Cameco ($CCO (-1,48 %)
) ist primär als Uranförderer bekannt, hält jedoch gemeinsam mit Brookfield Asset Management die Mehrheit an der Westinghouse Electric Corporation (Elektrotechnik). Damit deckt das Unternehmen den kompletten Kreislauf ab:
- Operatives Geschäft: Cameco produziert Uran-Konzentrat (Yellowcake), während Westinghouse die Reaktortechnik und Wartung liefert.
- Entsorgungs-Expertise: Über Westinghouse deckt Cameco das lukrative „Backend“ ab. Dies umfasst die Dekontamination von Prozesswässern sowie die Konditionierung und Volumenreduktion radioaktiver Abfälle.
- Rückbau-Service: Als technologischer Marktführer bietet das Gespann Lösungen für den Rückbau (D&D) von Altanlagen an, wobei spezialisierte Filtersysteme zur Reinigung kontaminierter Flüssigkeiten zum Einsatz kommen.
- Marktmodell: Der Absatz erfolgt stabil über langfristige Lieferverträge. Die Service-Sparte macht das Unternehmen unabhängiger von Uranpreisschwankungen, da die Wartung und Abfallbehandlung gesetzlich vorgeschriebene Daueraufgaben sind.
Energy Fuels ($UUUU (-3,52 %)
): Dieses Unternehmen besetzt eine strategische Nische. In ihrer White Mesa Mill gewinnen sie Uran aus Reststoffen und Abfällen anderer Industrien zurück. Damit positioniert sich Energy Fuels als Pionier im „Uran-Recycling“, was die Abhängigkeit von Primärförderung reduziert und Abfallströme ökonomisch nutzbar macht.
3. Spezialmaterialien und Wassertechnologie
In der Nuklearindustrie ist Wasser nicht nur Kühlmittel, sondern oft auch Transportmedium für Kontaminationen. Hier kommen die Technologieführer ins Spiel:
- Xylem Inc. ($XYL (+0,4 %)
): Als reiner Wassertechnologie-Konzern liefert Xylem die hochbelastbaren Pump- und Filtrationssysteme, die für die Kühlkreisläufe moderner Reaktoren und die anschließende Abwasserreinigung essenziell sind.
- Danaher Corporation ($DHR (-4,37 %)
): Über die ausgegliederte Umweltsparte Veralto bietet Danaher hochpräzise Analyseinstrumente zur Überwachung der Wasserqualität an – eine kritische Komponente, um Leckagen und Kontaminationen in Echtzeit zu detektieren.
- Umicore ($UMI (-3,07 %)
): Der Materialtechnologie-Konzern verfolgt ein „Closed-Loop“-Modell. Langfristig könnte die Expertise bei der Rückgewinnung von Metallen aus komplexen industriellen Abfällen eine Rolle beim Recycling von Kraftwerkskomponenten spielen.
Die neue Reaktor-Generation: SMR-Spezialisten im Detail
Wenn es um die direkte Energieversorgung für den KI-Sektor geht, stehen zwei Unternehmen im Rampenlicht:
- NuScale Power ($SMR
): Der konservative Vorreiter setzt auf bewährte Leichtwasser-Reaktortechnik (VOYGR™). Da NuScale klassisch auf Wasser setzt, ist der Bedarf an Wassertechnologie (Pumpen, Filter von Anbietern wie Xylem) extrem hoch. Dies macht NuScale zu einem idealen Partner für klassische Infrastruktur-Investoren.
- Oklo Inc. ($OKLO
): Der radikale Innovator (unterstützt von Sam Altman) entwickelt „Schnelle Reaktoren“. Der Clou: Diese können mit recyceltem Atommüll (HALEU) betrieben werden. Oklo verwandelt ein Entsorgungsproblem direkt in eine Energiequelle und adressiert damit das Müllproblem an der Wurzel.
Strategisches Fazit
Wer die Brücke von der Wasserkühlung zur Entsorgung schlagen will, findet in Veolia die stabilste Verbindung.
Jacobs Solutions und Perma-Fix sind die direktesten Optionen für den physischen Rückbau.
Energy Fuels bietet eine spannende Wette auf das Recycling von Uranreststoffen, während Xylem und Danaher die unverzichtbare technologische Basis für das Wassermanagement in einer nuklearen Renaissance liefern.
Der entscheidende strategische Gewinner der aktuellen Nuklear-Renaissance könnte allerdings das Gespann Cameco & Westinghouse ($CCO) (-1,48 %) sein:
Durch die Fusion von Uranförderung und Reaktortechnologie haben sie ein vertikal integriertes Geschäftsmodell geschaffen. Sie profitieren nicht nur vom Verkauf des Brennstoffs, sondern kontrollieren über Westinghouse auch die gesamte nachgelagerte Wertschöpfung – von der Reinigung des Prozesswassers bis zur Endlager-Vorbereitung.
Damit ist Cameco vom reinen Bergbau-Player zum unverzichtbaren Infrastruktur-Partner für die Energie- und KI-Wirtschaft aufgestiegen.
Außerdem dürfte das Ende 2025 vereinbarte 80-Milliarden Dollar-Abkommen mit der US-Regierung die langfristige Marktführerschaft im Westen einzementiert haben (https://de.marketscreener.com/boerse-nachrichten/westinghouse-electric-cameco-und-brookfield-starten-80-milliarden-dollar-offensive-fuer-atomkraft-in-ce7d5ddcd88cf127).
Risikoanalyse
Die Kernkraft-Renaissance ist heute realer als vor zehn Jahren, doch als Anleger müssen wir zwei Seiten der Medaille betrachten:
Chancen durch regulatorische Sicherheit: Entsorgung und Rückbau sind keine „Kann-Leistungen“, sondern gesetzlich vorgeschriebene Daueraufgaben. Die Finanzierung ist durch bestehende Rückstellungen der Konzerne oft bereits heute gesichert, was die Dienstleister (Veolia, Jacobs, Perma-Fix) krisenresistent macht.
Risiken: Politische Risiken bleiben bestehen. Ein Regierungswechsel kann Genehmigungsprozesse für Endlager verzögern. Zudem ist der Sektor hochemotional; ESG-Bewertungen entscheiden oft (noch?!) darüber, wie viel Kapital tatsächlich in die Aktien fließt.
Könnte die Wasser- und Entsorgungstechnik am Ende das sicherere Investment als die eigentlichen SMR-Bauer sein, weil sie bei jedem technologischen Ausgang mitverdient? Wie seht ihr das Chancen-Risiko-Verhältnis?
Viele Grüße und vielen lieben Dank für die positive Resonanz und all die Rückmeldungen zu meinem vorherigen und aller ersten Beitrags ✌🏼
Anderlé
Ich persönlich spiele aktuell noch den Hype Cycle rund um mir die Hersteller, da ich hier kurzfristig eine größere Rendite erwarte. Langfristig spielt die Musik hier aber mindestens genauso stark.
Geht der Abverkauf nächste Woche weiter?!
$MNDY (-1,86 %)
$PGY
$APO (-2,76 %)
$ON (+0,31 %)
$AMKR (-10,18 %)
$MEDP (-2,57 %)
$UPWK (-10,43 %)
$ACGL (+0,9 %)
$ACM (-10,29 %)
$KO (+1,85 %)
$SPOT (-9,48 %)
$CVS (+2,2 %)
$DDOG (-3,76 %)
$FI (-4,28 %)
$SPGI (-0,52 %)
$RACE (+1,41 %)
$AZN (-0,16 %)
$MAR (-0,79 %)
$OSCR (+1,09 %)
$HOOD (-8,09 %)
$ALAB (-8,23 %)
$F (+1,11 %)
$LYFT (-6,43 %)
$UPST (-7,28 %)
$NET (-2,8 %)
$GILD (-2,29 %)
$EW (-3,94 %)
$SHOP (-9,58 %)
$VRT (-2,28 %)
$HUM (+2,49 %)
$KHC (-1,71 %)
$MCD (+2,81 %)
$9ZX1
$TMUS (+4,7 %)
$APP (-17,8 %)
$CSCO (-5,69 %)
$ALB (-6,78 %)
$HUBS (+10,49 %)
$TYL (-6,71 %)
$NBIS (-1,99 %)
$BN (+0,89 %)
$CROX (+21,66 %)
$ZTS (+1,72 %)
$BIRK (-3,01 %)
$COIN (-8,05 %)
$ANET (-4,92 %)
$RIVN (-3,53 %)
$TOST (-7,37 %)
$AMAT (-3,17 %)
$DKNG (-3,02 %)
$WEN (-2,15 %)
$CCO (-1,48 %)
$ENB (+3,41 %)

Teil 6 – Marktphasen erkennen: Aufbau, Beschleunigung, Euphorie, Top
Lesedauer: ca. 6 Minuten
Viele Marktbewegungen wirken nur deshalb irrational, weil sie aus dem Zusammenhang gerissen werden. In der Rückschau folgen sie meist einer klaren Logik. Märkte entwickeln sich nicht linear, sondern in Phasen. Diese Phasen entstehen nicht zufällig, sondern aus dem Zusammenspiel von Erwartungen, Kapitalflüssen und Psychologie. Genau hier setzt das Phasenmodell an, das in den bisherigen Beiträgen bereits implizit mitschwang und nun bewusst herausgearbeitet wird.
Zur Einordnung lohnt es sich, dieses Modell einmal explizit zu benennen. Märkte bewegen sich typischerweise durch vier Zustände:
Aufbauphase: Fundamentaldaten verbessern sich, ohne dass Kurse darauf reagieren. Erwartungen sind niedrig, Skepsis dominiert.
Beschleunigungsphase: Zahlen, Erwartungen und Kapitalflüsse beginnen in dieselbe Richtung zu wirken. Kursanstiege werden stabiler und breiter getragen.
Euphoriephase: Bewertungen steigen schneller als die operativen Fortschritte. Narrative gewinnen gegenüber harten Kennzahlen an Gewicht.
Top: Erwartungen sind so hoch, dass selbst gute Nachrichten ihre Wirkung verlieren und Enttäuschungen überproportional durchschlagen.
Diese Abfolge ist kein starres Schema, sondern ein robuster Orientierungsrahmen, um Marktreaktionen besser einzuordnen.
Der zugrunde liegende Mechanismus ist dabei simpel. Märkte reagieren nicht auf absolute Entwicklungen, sondern auf Veränderungen relativ zu dem, was bereits erwartet wird. Sobald sich dieser Erwartungsrahmen verschiebt, verändert sich auch die Kurslogik, selbst wenn die Faktenlage objektiv positiv bleibt. Genau daraus entstehen die Muster, die sich über Jahre und Märkte hinweg immer wieder beobachten lassen.
Am Anfang eines Zyklus stehen häufig erste fundamentale Verbesserungen, die kaum Beachtung finden. Kostenstrukturen stabilisieren sich, Angebotsüberhänge bauen sich ab, Cashflows werden planbarer. Gleichzeitig ist das Sentiment noch stark von der Vergangenheit geprägt. Kapital bleibt vorsichtig, Narrative defensiv, Kurse reagieren kaum oder fallen weiter. Diese Phase verlangt Geduld und Überzeugung, weil sie wenig Bestätigung liefert. Genau deshalb ist sie schwer auszuhalten, obwohl hier die asymmetrischsten Chancen entstehen.
Mit zunehmender Bestätigung beginnt der Markt umzudenken. Fundamentale Fortschritte werden ernst genommen, Kapital fließt zurück, Kursanstiege gewinnen an Stabilität. Rücksetzer verlieren ihren Schrecken, Trends etablieren sich. In dieser Phase entsteht Wert vor allem durch reale Verbesserungen. Bewertungen sind oft noch nicht ambitioniert, obwohl Kurse bereits deutlich gestiegen sind. Für viele Anleger fühlt sich diese Marktphase am rationalsten an, weil Fundamentaldaten und Kursentwicklung im Einklang stehen.
Später verschiebt sich der Fokus. Wenn ein Thema breit akzeptiert ist, rücken Narrative stärker in den Vordergrund. Wachstum wird weitergedacht, Risiken verlieren an Gewicht, Bewertungsmaßstäbe werden gedehnt. Kursgewinne entstehen zunehmend durch höhere Multiples statt durch operative Fortschritte. Diese Phase fühlt sich leicht an, weil Erfolge schnell bestätigt werden. Gleichzeitig steigt das Risiko, da die Erwartungshaltung kaum noch Puffer lässt.
Das eigentliche Top ist selten ein einzelner Moment. Es ist ein Zustand, in dem Erwartungen so hoch sind, dass selbst gute Nachrichten ihre Wirkung verlieren. Kursreaktionen werden erratischer, Volatilität nimmt zu, kleine Enttäuschungen werden hart bestraft. Fundamental kann weiterhin vieles stimmen, doch der Markt verlangt mehr, als realistisch geliefert werden kann. Wer hier ausschließlich auf die Story setzt, verwechselt Rückenwind mit Substanz.
Dieses Phasenmodell ist kein Instrument für punktgenaues Timing. Sein Wert liegt in der Einordnung. Es hilft, die eigene Erwartungshaltung an die aktuelle Marktlogik anzupassen und typische Fehler zu vermeiden, etwa zu spät euphorisch zu werden oder frühe Phasen aus Ungeduld zu meiden.
Wie greifbar dieses Modell ist, zeigt sich besonders deutlich am Uranmarkt.
Nach dem Fukushima-Unfall war Uran über Jahre hinweg ein Markt ohne Publikum. Preise lagen unter Produktionskosten, Minen wurden stillgelegt, Investitionen eingefroren. Gleichzeitig begann sich die Angebotsseite schleichend zu verengen. Projekte wurden verschoben oder aufgegeben, Kapazitäten verschwanden dauerhaft. Fundamentale Verbesserungen waren vorhanden, wurden aber ignoriert. Der Markt war mental noch im alten Bild gefangen.
In dieser Phase verbesserten Produzenten und Entwickler ihre Strukturen. Unternehmen wie $CCO (-1,48 %) (Cameco) senkten Kosten und sicherten langfristige Abnahmeverträge. Entwickler wie $NXE (-3,32 %) (NexGen Energy) positionierten Projekte für ein zukünftiges Angebotsdefizit. Kurse reagierten dennoch kaum. Rücksetzer dominierten, positive Nachrichten verpufften. Genau das ist typisch für frühe Marktphasen, in denen Fakten der Wahrnehmung vorauslaufen.
Mit der energiepolitischen Neubewertung änderte sich das Bild. Steigender Strombedarf, geopolitische Risiken und die Rückkehr der Kernenergie als Grundlast führten dazu, dass der Markt seine Annahmen überdachte. Uranpreise zogen an, Projekte wurden wieder finanzierbar, Kapital kehrte zurück. Kursanstiege in dieser Phase waren vor allem fundamental getragen. Werte wie $DML (-2,78 %) (Denison Mines) oder $PDN (-0,22 %) (Paladin Energy) profitierten nicht von Euphorie, sondern von einer realen Verschiebung von Angebot und Nachfrage.
Nach meiner Einschätzung befindet sich der Uran-Markt aktuell noch in der Beschleunigungsphase, allerdings in einer fortgeschrittenen Ausprägung. Die zentralen strukturellen Treiber sind real und weiterhin wirksam, viele Kursbewegungen lassen sich nach wie vor fundamental erklären. Gleichzeitig sind die wesentlichen Argumente bekannt und zunehmend eingepreist. Rücksetzer werden weiterhin gekauft, jedoch selektiver, und die Spreizung zwischen qualitativ starken Produzenten und rein narrativen Titeln nimmt zu. Dieses Muster spricht gegen eine ausgeprägte Euphorie, zeigt aber klar, dass sich das Chance-Risiko-Verhältnis im Vergleich zu den frühen Phasen verschoben hat.
Das Uran-Beispiel verdeutlicht, warum Marktphasen praktisch relevant sind. Dasselbe Asset kann fundamental überzeugend sein und dennoch je nach Phase ein völlig unterschiedliches Investment darstellen. Wer Marktphasen ignoriert, interpretiert Kursreaktionen oft falsch. Wer sie einordnet, agiert ruhiger und mit realistischeren Erwartungen.
Im nächsten Schritt geht es nicht mehr um einzelne Marktphasen innerhalb eines stabilen Rahmens, sondern um den Moment, in dem dieser Rahmen selbst kippt. Denn nicht nur Märkte, auch Strategien bewegen sich in Zyklen. Phasen, in denen Growth dominiert, wechseln sich mit Perioden ab, in denen Value oder Substanz gefragt sind. Ebenso rotieren Small und Large Caps, Risk-on und Risk-off. Diese Wechsel entstehen selten zufällig, sondern folgen meist Veränderungen bei Zinsen, Liquidität und politischen Eingriffen. Wer sie erkennt, versteht, warum ehemals erfolgreiche Ansätze plötzlich nicht mehr funktionieren – und warum genau an diesen Punkten die größten Fehleinschätzungen entstehen.
Uran ETFs
Hallo meine Lieben,
auch ich habe mittlerweile begriffen das in der Uranenergie viel Zukunftsmusik spielen kann und sich einige Chancen bieten im Bereich von Minireaktoren SMR. Da ich breiter in dem Bereich von Uran investieren will und mich nicht unzähligen Aktien und Bereichen von Uran beschäftigen möchte und zeitlich kann, seid ihr gefragt.
Sehr ihr mehr Potenzial im reinen Uran Mining oder Produzenten Bereich oder würdet ihr großflächig streuen?
Ich habe mir mehrere ETFs rausgesucht die ich auf TR handeln kann (bitte kein Hate für die Plattform😅).
Mein Ziel wird auf Jahressicht sein 10k in dem Bereich zu investieren, was stand heute etwa 7% meines Portfolios ausmacht.
Ich hätte auch die Mittel um auf einen Schlag zu investieren, jedoch schlafe ich besser wenn ich’s über die nächsten Monate verteile, oder seht ihr 2026 so viel Potential, dass ihr selbst es direkt investieren würdet?
hier die Auswahl der ETFs:
1. VanEck Uranium and Nuclear Technologies UCITS ETF
➡️ Breit thematisch im Uran-/Kernenergie-Bereich
👉 Mischung aus Uran-Produzenten, Nuklear-Technologie und Energie-/Komponenten-Unternehmen → Mehr Diversifikation über Sub-Sektoren
2. Global X Uranium UCITS ETF
➡️ Rohstoff-/Produzenten-zentriert
👉 Starker Fokus auf Uran-Abbau, -Exploration und unterstützende Komponenten → Konzentrierter auf Rohstoff-/Produzentenbereich
3. HANetf Sprott Uranium Miners UCITS ETF
➡️ Sehr spezialisiert auf Uranminen
👉 Ausschnitt des Sektors mit Schwerpunkt auf Mining- und Explorationsunternehmen → Hohes Konzentrationsrisiko auf einen Sektor
4. WisdomTree Uranium and Nuclear Energy UCITS ETF
➡️ Breit über Kernenergie-Ökosystem
👉 Enthält Bergbau, Energieversorger, Zulieferer und Technologie → Breite Streuung über verschiedene Branchen im Nuklearsektor
$OKLO$CCO (-1,48 %)
$UUUU (-3,52 %)
$3842
$UEC (-5,61 %)
$NXE (-3,32 %)
$BWXT (+1,2 %)
$CEG
$LEU (-9 %)
Basiswissen – Beta richtig lesen: Was euer Portfolio über seine Marktsensitivität verrät
Lesedauer: ca. 5-6 Minuten
Viele meiner letzten Beiträge drehen sich um Kennzahlen, die helfen, Geschäftsmodelle, Risiken und Bewertungen sauber einzuordnen. Beta gehört in diese Reihe – und zugleich nimmt die Kennzahl eine besondere Rolle ein. Sie ist überall verfügbar und schnell nachgeschlagen, wird aber erst im Kontext eines ganzen Depots wirklich aussagekräftig. Denn Beta beschreibt nicht das Unternehmen selbst, sondern das Verhalten einer Aktie im Zusammenspiel mit dem Markt.
Mathematisch misst Beta die Beziehung zwischen Aktienrenditen und Marktrenditen. Grundlage ist die Kovarianz dieser Renditen – und die basiert immer auf historischen Daten. Die Interpretation ist jedoch zwangsläufig zukunftsgerichtet, weil man aus den Mustern der Vergangenheit ableitet, wie sich ein Wert künftig typischerweise zum Markt verhält.
Formal lautet die Kennzahl:
Beta = Kovarianz(Aktienrendite, Marktrendite) / Varianz(Marktrendite)
Praktisch heißt das: Wenn der Markt sich bewegt, wie stark schlägt die Aktie typischerweise mit aus? Werte um 1 bedeuten marktähnliche Bewegungen, höhere Werte zeigen stärkere Schwankungen, niedrigere Werte ein ruhigeres Verhalten.
Dass Beta häufig fehlinterpretiert wird, liegt daran, dass es nicht stabil ist. Es hängt stark vom Zeitraum, der Marktphase und dem gewählten Index ab. Ein Unternehmen kann unverändert solide arbeiten, aber durch Zinsveränderungen oder Risikoumfeld plötzlich ein anderes Beta aufweisen. Beta misst also Verhalten – nicht Qualität.
Um sichtbarer zu machen, wie Beta im Depot wirkt, lohnt der Blick auf mein Portfolio. Es kombiniert robuste Qualitätswerte wie Visa, Alphabet und Honeywell, wachstumsorientierte Technologietitel wie ASML, Nu Holdings und Innodata, defensive Infrastruktur- und Wasserwerte wie Consolidated Water, Energiekontor und Energy Recovery, den globalen ETF auf den MSCI ACWI sowie einen Uran-Block als zyklische Idee mit Cameco, NexGen, Denison Mines, Paladin Energy und Yellow Cake. Bitcoin ergänzt das Ganze als eigenständiger, deutlich volatilerer Baustein.
Diese Mischung zeigt gut, warum Beta für mich im Alltag nützlich ist. Verschiedene Titel können fundamental stark sein und dennoch sehr unterschiedlich zum Schwankungsprofil des Depots beitragen. Manche Positionen glätten, andere verstärken – unabhängig davon, ob die Unternehmen gut geführt oder hochprofitabel sind. Es geht um Marktverhalten, nicht um Bilanzqualität.
Für die Beta-Betrachtung nutze ich konservative, marktübliche 3–5-Jahreswerte großer Anbieter. Die meisten Betas werden auf Basis täglicher oder monatlicher Renditen über genau solche Zeiträume berechnet – lang genug, um statistisch stabil zu sein, und kurz genug, um aktuelle Marktphasen realistisch abzubilden. Wo es keine offiziellen Daten gibt, kommen passende Sektorwerte zum Einsatz.
Die verwendeten Betas lauten:
Large Caps
• $ASML (-1,31 %) : 1,25
• $GOOGL (+0,84 %) : 1,05
• $V (-0,69 %) : 0,95
• $HON (-1,07 %) : 1,00
Midcaps / Infrastruktur
• $CWCO (-0,32 %) : 0,80
• $EKT (-3,95 %) : 0,75
• $ERII (-0,23 %) : 1,20
• $SOP (-6,97 %) : 1,10
Small Cap / High Beta
• $INOD (-8,05 %) : 1,80
Uran-Segment (zyklisch)
• $CCO (-1,48 %) : 1,40
• $NXE (-3,32 %) : 1,60
• $DML (-2,78 %) : 1,70
• $PDN (-0,22 %) : 1,50
• $YCA (-0,95 %) 1,30
ETF
• $ISAC (-1 %) : 1,00
Krypto
• $BTC (-2,01 %) : 2,50
Für das Portfolio-Beta zählt ausschließlich, wie groß jede Position im Verhältnis zum Depot ist.
So wird das Portfolio-Beta ermittelt:
Man schaut sich an, wie groß jede Position im Depot ist, multipliziert diesen Anteil mit dem Beta der jeweiligen Aktie und addiert alle Beiträge. Jede Position steuert also genau in dem Maß zum Gesamt-Beta bei, wie sie gewichtet ist.
Setzt man die Gewichtungen meines Depots in diesen Zusammenhang, ergibt sich folgendes Ergebnis: Das Portfolio kommt auf ein Beta von rund 1,33. Dieser Wert passt zur Struktur: eine stabile Basis, mehrere wachstumsorientierte Bausteine und ein bewusst eingesetzter Uran-Block sowie Bitcoin als stärkere Hebel.
Ein Beta auf diesem Niveau bedeutet ein grundsätzlich offensiveres Depot.
- In Aufwärtsphasen entwickelt es mehr Dynamik als der Markt.
- In Korrekturen reagiert es schneller und ausgeprägter.
- Die stärksten Treiber sind Bitcoin, Innodata, NexGen, Denison Mines und Paladin Energy.
- Gegengewichte liefern Visa, Consolidated Water, Energiekontor und der MSCI-ACWI-ETF.
Damit zeigt sich: Beta ersetzt keine Fundamentalanalyse, aber es macht sichtbar, wie ein Depot sich bewegt und warum. Es hilft, Erwartungen zu kalibrieren, Schwankungen einzuordnen und die Struktur bewusster zu steuern. Ein Beta von 1,33 ist kein Urteil über die Qualität – es ist eine Bewegungsbeschreibung. Wichtig ist nur, ob diese Dynamik zur eigenen Anlagestrategie passt.
Zum Schluss zwei Fragen an euch:
Kennt ihr das Beta eures Portfolios?
Und spielt es für euch eine Rolle bei eurer Portfoliostrategie – oder eher nicht?
Allerdings war mein Depot bisher ja auch extrem nervös. 😂
Hase unter Tage
Liebe gq-Community,
in letzter Zeit waren Rohstoffe hier ein immer größer werdendes Thema rund um $RIO (+1,82 %) und Co.
In einer Unterhaltung mit einem Freund berichtete er mir von einem Fonds der aktiv gemanagt sei mir einem TER von über 2% und einer stattlichen Rendite von knapp über 20% im letzten Jahr.
Das klang interessant, aber bei dem hohen TER dachte ich, dass muss doch auch mit einem günstigeren ETF gehen.
Also buddelte der Hase in den Tiefen der Börse und fand diesen ETF $WMIN (-3,59 %) mit einem TER von 0,50% der angenehm breit in den Länder Kanada, Australien, USA, UK, Südafrika und somit auch in unterschiedlichen Währungen diversifiziert ist.
Im ETF finden sich unter anderem Aktien von $RIO (+1,82 %) oder auch $CCO (-1,48 %) .
Da ich in dem Bereich Rohstoffe noch nicht so stark vertreten bin, fand ich diesen ETF interessant und habe ihn mir ins Depot gelegt.
Vielleicht sieht es der eine oder andere auch so wie ich und möchte nicht in zu vielen Einzelaktien sein Glück versuchen und findet in diesem ETF eine Anlage.
Es grüßt euch euer Hase 🐰
Und hier auch noch ein bisschen :)
Wenn ich so weiter mache kann ich mir zeitnah meine langweilige Eisenbahnaktie gar nicht kaufen. Aber der Kurs schlägt immer wieder die falsche Richtung ein 💹
Naja bin immer noch erstaunt, dass die meisten Artikel die man liest $CCO (-1,48 %) mehr oder minder nur als Miner sehen hauptsächlich.
Sorry wegen dem Eigentums Missbrauch @Simpson aber es passt so gut.

Meine Wochenein- und Verkäufe
Am Montag habe ich meine Cameco $CCO (-1,48 %) Position mit Gewinn verkauft und bin anschließend, etwas spät, bei Palantir $PLTR (-6,13 %) short gegangen. Gleichzeitig habe ich bei SÜSS MicroTec $SMHN (-4,01 %) zugegriffen, für mich ein klarer No-Brainer. Das Unternehmen ist technologisch top aufgestellt, aber vom Markt völlig unterbewertet. Ich erwarte hier in den nächsten Wochen deutlich höhere Kurse.
Heute habe ich meinen Short von Palantir wieder geschlossen und stattdessen Cameco $CCO (-1,48 %) sowie Rheinmetall $RHM (-0,75 %) nachgekauft. Beide bleiben für mich Kernwerte im aktuellen Umfeld.
Ich bin kein klassischer Buy-and-Hold-Investor, sondern handle aktiv nach Trends und Momentum. Mein Fokus liegt aktuell klar auf den Sektoren Nuklear, KI & Robotics sowie Defence, alles Bereiche mit langfristigem Rückenwind.
Palantir $PLTR (-6,13 %) dürfte kurzfristig noch etwas Luft nach unten haben (möglicher Rücksetzer Richtung 132€, bleibt für mich aber langfristig ein Gewinner im KI-Ökosystem.
Nachtrag:
Beim aktiven Traden, egal ob Swing oder Daytrade, ist es entscheidend, sich ein klares Maximum zu setzen. Gier und Angst haben hier keinen Platz.
Eigene Erfahrung: Ich hatte Thyssenkrupp geshortet vor 3 Wochen, lag zwar richtig und bin leider zu spät raus. Statt 140 % Gewinn wurden es am Ende nur 13 %. Timing und Disziplin schlagen Emotion jedes Mal.
wie waren eure Erfahrungen dieser und den vergangen Wochen?
Cameco missed Q3 Earnings & Revenue decline
$CCO (-1,48 %) Reports Earnings of Q3-2025:
- non-GAAP EPS of C$0.07 (Est. $0.20) ❌
- Revenue of C$615M -14.7% YoY (Est. $533.44M) ❌
Finanzieller Einblick:
- Revenue Growth (3Y): 24.7%
- Operating Margin: 17.81%
- Net Margin: 14.95%
- Gross Margin: 26.54%
- EBITDA Margin: 31.4%
- Dividend: Increase to $0.24 per Share from $0.11
Trotz des scwhächeren Einkommens steht Cameco finanziell weiterhin sehr Gesund da, mit einer Debt/Equity Ratio von 0.15 und einer current ratio von 2.96 ✅
Cameco´s Bewertung ist mit einer P/E Ratio von 111.11 nah an seiner historisch Höchstens Bewertung.
2025 Outlook Update:
- Production: As a result of the changes in our production plans noted above, we now expect our share of production of U3O8 to be up to 20 million pounds for 2025.
- Market purchases: We have reduced our outlook for market purchases to up to 1 million pounds (previous outlook up to 3 million pounds) as a result of our utilization of standby product loan facilities to offset the impact of the expected reduction in our 2025 production on our inventory balance.
- Sales/delivery volumes: We have narrowed our guidance for the sales/deliveries volumes in our uranium segment to 32 to 34 million pounds (previously 31 to 34 million pounds) as we have greater confidence in the timing of potential uranium deliveries as we approach the end of the year.
Additional Highlights:
- Strategic Partnership with US Government: Zusammen mit Brookfield und der US-Regierung ist man eine strategische Partnerschaft eingegangen, die den Ausbau von Westinghouse Reaktoren in den USA vereinfachen soll. Mit dem $80b Deal soll wird die Regierung die Finanzierung, sowie die Genehmigungen und Zulassungen aktiv unterstützen.
- Changes to the executive team, wirksam zum 01.01.2026
- Lisa Aitken wird zum senior vice-president & CMO
- David Doerksen wird bis zur Rente (31.03.26) den Posten als Senior Advisor warnhemen
Der Kurs von $CCO (-1,48 %) geht erstmal weiter nach oben, mein Plan günstiger nachzukaufen hat sich wohl leider erstmal erledigt. Wir stehen nahe dem oberen Ende der 52-Week Range, was ich befürchtet habe, dass unter anderem wegen dem Deal Cameco noch einiges an Luft nach oben hat und deswegen allg. hoch bewertet wird.
Hatte gehofft hier vor Jahresende nochmal zuschlagen zu können, so um die 70 Euro. Mittlerweile glaube ich da nichtmehr dran.
Mit einem RSI von 59.33 scheint das Papier weder über- noch unterverkauft zu sein. Denke hier ist noch Momentum vorhanden und die Aussichten sind gut. Ich werde dann wahrscheinlich noch kurz beobachten und wohl nachlegen bevor wir wieder über $100 kommen.
Meistdiskutierte Wertpapiere
Top-Creator dieser Woche

