$EKT (+0,97 %) wechelt bei mir endlich in den grünen Bereich. Ich überlege nun, die Position aufzulösen, an der ich über 2 Jahre hängen musste und die Summe einfach in den $TDIV (-0,49 %) umzuschichten. Was ist eure Meinung, gibts hier jemanden, der $EKT (+0,97 %) in den kommenden 2-3 Jahren eine Entwicklung zutraut, die den $TDIV (-0,49 %) schlägt, sowohl was Wachstum als auch Dividende anbelangt?

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39Wichtigste Nachrichten der vergangenen Woche
Wie jede Woche vor dem Start in die neue Woche, die wichtigsten Nachrichten der vergangenen Woche.
Dienstag:
Bayer überrascht ausgerechnet mit der Agrarsparte. Hier hat man nach wie vor mit Rechtsstreitigkeiten zu kämpfen. Im ersten Quartal konnte sich daher der Gewinn von $BAYN (-2,08 %) Bayer auf 2,76 Milliarden Euro verdoppeln. Auch weil das Pharmageschäft besser lief als von Analysten erwartet.
$G24 (+1,73 %) Scout24 erhöht die Wachstumsprognose und vertreibt damit KI-Sorgen. Die EBITDA-Marge soll bis 2028 auf 64 % ansteigen. Der Umsatz soll bis dahin zweistellig zulegen.
Mittwoch:
$EOAN (-1,37 %) Eon legt gute Zahlen im ersten Quartal vor. Der Konzernüberschusd kletterte deutlich um 7 % auf 1,3 Milliarden Euro. Eon hat zudem 1,4 Milliarden Euro investiert. Eon ist größter Anbieter von Energienetzen in Europa.
$EKT (+0,97 %) Energiekontor startet planmäßig ins Jahr. Der konzerneigene Bestand hat sich auf rund 450 Megawatt erhöht. Projekte mit einer Kapazität von 650 Megawatt befinden sich im Bau und der Bau verläuft planmäßig.
https://www.ecoreporter.de/artikel/energiekontor-liegt-im-plan-aktie-gewinnt-57/
Wegen eines Rekordauftrags aus der Ukraine erhöht $F3C (+3,87 %) SFC Energy die Prognose. Der Umsatz soll auf 163 bis 175 Millionen Euro ansteigen. Der Großauftrag aus der Ukraine bringt hier alleine 42,7 Millionen Euro, es werden hochmobile Brennstoffzellen verkauft.
Donnerstag:
Cisco erhöht die Prognose deutlich, die Aktie kann deutlich zulegen. Für das Gesamtjahr rechnet Cisco jetzt mit 62,8 - 63 Milliarden USD Umsatz. Im letzten Quartal stieg der Gewinn um knapp ein Drittel auf 3,4 Milliarden USD.
Freitag:
Kevin Warsh übernimmt ab diesem Freitag den Vorsitz der Fed. Viele sind gespannt wie Notenbankpolitik unter dem neuen Vorsitzenden aussehen wird. Zumindest Trump wünscht sich Zinssenkungen. Warsh war in der Vergangenheit eher für seine Position bekannt die Bilanz der Fed abzubauen.
https://www.zeit.de/2026/22/kevin-warsh-federal-reserve-notenbank-donald-trump/seite-3
Energiekontor erzielt solides Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2025 und stärkt Basis für weiteres Wachstum
Pressemitteilung von $EKT (+0,97 %) vom 31.03.2026. Licht am Ende des Tunnels? Zumindest für heute mal wieder ein deutliches Plus, nachdem der Kurs auch gestern schon zugelegt hatte.
- Konzern-EBT am oberen Rand der angepassten Prognose
- Umsatz und Ergebnis gegenüber Vorjahr gesteigert
- Dividendenvorschlag auf 1,00 Euro je Aktie verdoppelt
- Marktumfeld anspruchsvoll – zunehmende Visibilität im Jahresverlauf erwartet
- Deutliches Ergebnispotenzial für die kommenden Geschäftsjahre
Bremen, 31. März 2026 – Die im General Standard gelistete Energiekontor AG („Energiekontor“), einer der führenden deutschen Projektentwickler und Betreiber von Wind- und Solarparks mit Sitz in Bremen, hat die im Oktober 2025 angepasste Prognose für das Geschäftsjahr 2025 am oberen Rand der Bandbreite erfüllt und geht aus heutiger Sicht von einer weiteren Verbesserung des Konzernergebnisses im Geschäftsjahr 2026 aus. Darüber hinaus bestätigt Energiekontor sein mehrjähriges Wachstumsziel unter Berücksichtigung der veränderten Rahmenbedingungen.
Angepasste Prognose für 2025 am oberen Rand erfüllt – Dividendenvorschlag verdoppelt
In einem zunehmend komplexen und anspruchsvollen Marktumfeld erwirtschaftete Energiekontor im Geschäftsjahr 2025 gestiegene Konzernumsatzerlöse in Höhe von 167,9 Mio. Euro (2024: 126,5 Mio. Euro). Die Gesamtleistung belief sich auf 339,1 Mio. Euro (2024: 195,9 Mio. Euro). Insbesondere die erhöhte ergebniswirksame Projektierungstätigkeit führte zu einem gestiegenen operativen Konzernergebnis (EBIT) von 65,4 Mio. Euro (2024: 49,8 Mio. Euro), was einer EBIT-Marge von 38,9 Prozent entspricht (2024: 39,4 Prozent). Bereinigt um höhere Zinsaufwendungen erwirtschaftete Energiekontor ein Konzernergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 40,5 Mio. Euro (2024: 36,2 Mio. Euro) und eine EBT-Marge von 24,1 Prozent (2024: 28,6 Prozent).
Das im Vergleich zum Vorjahr gesteigerte Konzern-EBT erfüllt damit die im Oktober 2025 angepasste Ergebnisprognose für das Konzern-EBT im Geschäftsjahr 2025 am oberen Rand der Bandbreite, die ein Konzernergebnis vor Steuern von ca. 30 bis 40 Mio. Euro vorsah. Zuvor war Energiekontor von einer höheren Bandbreite von ca. 70 bis 90 Mio. Euro ausgegangen. Hauptgrund für die reduzierte Gewinnerwartung war die zeitliche Verschiebung wesentlicher Vollzugsbedingungen für anstehende Transaktionen, die somit im Geschäftsjahr 2025 nicht mehr erfüllt werden konnten. Dies betraf insbesondere behördliche verursachte Projektverzögerungen und daraus entstandene Fristverlängerungen sowie die Verschiebung der Bekanntgabe und Aktualisierung von Netzanschlusszusagen im Zuge der noch laufenden Netzreform (Grid Reform) in Großbritannien.
Die Konzernsteuern wiesen im Geschäftsjahr 2025 einen positiven Betrag in Höhe von 0,4 Mio. Euro aus (2024: -13,6 Mio. Euro), was ein Konzernjahresergebnis in Höhe von 41,0 Mio. Euro zur Folge hatte (2024: 22,6 Mio. Euro), das aus diesem Grund leicht oberhalb des Konzern-EBT ausfiel. Der positive Steuereffekt resultierte im Wesentlichen aus günstigen Steuerbedingungen für ein im Ausland veräußertes Projekt und der Auflösung latenter Steuern. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug 2,94 Euro (2024: 1,62 Euro).
Die Aktionärinnen und Aktionäre der Energiekontor AG sollen auch in herausfordernden Geschäftsjahren an der Entwicklung des Unternehmens teilhaben. Die Ausschüttungshöhe der Dividende orientiert sich dabei am erzielten Bilanzgewinn. Vorstand und Aufsichtsrat werden der ordentlichen Hauptversammlung am 27. Mai 2026 in Ritterhude daher vorschlagen, rund 35 Prozent des Bilanzgewinns der Energiekontor AG für die Dividendenausschüttung zu verwenden. Die vorgeschlagene Ausschüttung entspricht einer Dividende von 1,00 Euro je Aktie, die sich damit im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt (2024: 0,50 Euro).
Deutliche Ergebnissteigerung im Segment Projektierung und Verkauf
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Segment Projektierung und Verkauf angestiegene externe Umsatzerlöse in Höhe von 94,9 Mio. Euro (2024: 52,4 Mio. Euro). Das Segment-EBT erreichte mit 20,8 Mio. Euro einen nahezu verdreifachten Wert im Vergleich zum Vorjahr (2024: 7,3 Mio. Euro).
Im Geschäftsjahr 2025 veräußerte Energiekontor sieben Windprojekte mit einer Gesamterzeugungsleistung von rund 209 Megawatt (2024: 51 Megawatt), wovon ein britisches Windprojekt und ein deutsches Repowering-Windprojekt zum Segmentergebnis des Geschäftsjahres 2025 beitrugen. Die übrigen fünf schlüsselfertig veräußerten Windprojekte, die sich derzeit im Bau befinden, werden mit ihrer Inbetriebnahme in den Geschäftsjahren 2026 und 2027 ergebniswirksam.
Zum 31. Dezember 2025 befanden sich insgesamt 21 Projekte mit einer Gesamterzeugungsleistung von rund 640 Megawatt im Bau bzw. lag für diese Projekte der Financial Close vor (31. Dezember 2024: 368 Megawatt). Darüber hinaus nahm Energiekontor im Berichtsjahr zwei Solarparks und einen Windpark mit einer Gesamterzeugungsleistung von rund 83 Megawatt in Betrieb (2024: 124 Megawatt). Zum Berichtsstichtag lagen außerdem 34 Baugenehmigungen mit einer Gesamterzeugungsleistung von nahezu 1,2 Gigawatt vor (31. Dezember 2024: 1.129 Megawatt). Bezogen auf die Gesamtnennkapazität entfiel der Großteil auf das britische Projektgeschäft, gefolgt von Deutschland, während der verbleibende Anteil überwiegend auf den französischen Markt entfiel.
Stabile Erträge im Stromerzeugungssegment bei weiterem Ausbau des Eigenbestands
Die externen Umsatzerlöse des Segments Stromerzeugung in konzerneigenen Wind- und Solarparks bewegten sich im Geschäftsjahr 2025 in etwa auf Höhe des Vorjahresniveaus, wobei das Segment externe Umsatzerlöse in Höhe von 68,6 Mio. Euro erwirtschafte (2024: 69,4 Mio. Euro). Das Segmentergebnis (EBT) betrug 17,1 Mio. Euro (2024: 26,0 Mio. Euro). Der geringere Ertrag ist hauptsächlich auf einmalige ergebniswirksame Sondereffekte zurückzuführen, die im Vorjahr enthalten waren und die überwiegend auf Forderungen im Zusammenhang mit der Kompensation von Ertragsausfällen in verschiedenen Windparks im Inland beruhten. Davon abgesehen wies das Segmentergebnis im Geschäftsjahr 2025 eine vergleichsweise solide Entwicklung auf.
Die Gesamterzeugungskapazität des konzerneigenen Bestands an Wind- und Solarparks erhöhte sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2025 auf rund 448 Megawatt (31. Dezember 2024: rund 395 Megawatt). Der Ausbau des Eigenparkportfolios wurde insbesondere durch die Inbetriebnahme neuer Solarprojekte weiter vorangetrieben. Weitere Projekte mit einer Gesamterzeugungsleistung von mehr als 230 Megawatt, die für den Eigenbestand vorgesehen sind, befinden sich derzeit im Bau. Perspektivisch soll das Eigenparkportfolio auf über 680 Megawatt ausgebaut werden, wobei dieser Zielwert mit der Erreichung weiterer Financial Closes kontinuierlich steigen soll.
Die Stromproduktion der Eigenparks belief sich im Berichtsjahr auf rund 617 Gigawattstunden und lag damit trotz eines deutlich unterdurchschnittlichen Windjahres leicht über dem Vorjahresniveau. Zusätzliche Erzeugungsbeiträge neu in Betrieb genommener Solarparks wirkten dabei stabilisierend.
Segment Betriebsentwicklung, Innovation und Sonstiges mit solidem Beitrag
Das Segment Betriebsentwicklung, Innovation und Sonstiges verzeichnete eine Umsatz- und Ergebnisentwicklung leicht unterhalb des Vorjahresniveaus. Die externen Umsatzerlöse reduzierten sich geringfügig auf 4,4 Mio. Euro (2024: 4,6 Mio. Euro). Das Segmentergebnis (EBT) erreichte 2,5 Mio. Euro (2024: 2,8 Mio. Euro).
Projektpipeline wächst weiter – Anteil fortgeschrittener Projekte erneut ausgebaut
Energiekontor konnte das hohe Niveau seiner Projektpipeline im Geschäftsjahr 2025 wiederholt ausbauen. Zum 31. Dezember 2025 belief sich die Projektpipeline auf rund 11,6 Gigawatt (ohne US-Projektrechte) gegenüber 11,2 Gigawatt im Vorjahr. Einschließlich der US-Projektrechte lag sie bei rund 12,2 Gigawatt (31. Dezember 2024: rund 12,1 Gigawatt).
Zugleich erhöhte sich der Anteil der Projekte in fortgeschrittenen Entwicklungsphasen erneut. Deren Gesamterzeugungsleistung betrug rund 3,1 Gigawatt (31. Dezember 2024: rund 2,7 Gigawatt) und bildet die Grundlage für das kurz- und mittelfristige Wachstum bei zugleich hoher Qualität der Projektpipeline. Auch die technologische Diversifizierung wurde weiter vorangetrieben. Inzwischen entfällt rund ein Drittel der Projektpipeline auf Solarprojekte.
Wachstumsstrategie 2023 bis 2028 weiter im Fokus
Das Geschäftsjahr 2025 war von einem sehr dynamischen Marktumfeld geprägt. Insbesondere verlängerte Projektrealisierungszeiten, begrenzte Verfügbarkeiten von Anlagen und Infrastruktur sowie Verzögerungen bei Netzanschlussbestätigungen und Ausschreibungsprozessen – vor allem in Großbritannien – beeinflussten die zeitliche Planbarkeit von Projektverkäufen. Auch in Deutschland bestehen aktuell weiterhin Unsicherheiten im Hinblick auf die künftige Ausgestaltung des EEG-Fördersystems ab 2027 sowie die konkrete Ausgestaltung des angekündigten Netzpakets, deren Auswirkungen noch nicht abschließend bewertbar sind. Es ist davon auszugehen, dass diese Rahmenbedingungen auch im weiteren Jahresverlauf 2026 zunächst bestehen bleiben. Dabei erwartet Energiekontor, dass sich die Planungssicherheit im Jahresverlauf sukzessive erhöht, sobald die regulatorischen Voraussetzungen in den Kernmärkten Deutschland und Großbritannien weiter konkretisiert werden.
Die operative Entwicklung des Geschäfts bleibt in diesem Zusammenhang unverändert robust. Gleichzeitig haben sich die Marktmechanismen in der Projektentwicklung spürbar verändert. Eine steigende Anzahl genehmigter Projekte trifft auf weiterhin hohe Kosten für Anlagen, Infrastruktur und Finanzierung sowie sinkende Zuschlagswerte in den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur, wodurch der wirtschaftliche Druck auf einzelne Projekte zunimmt. Energiekontor begegnet diesen Entwicklungen mit einer konsequenten Projektselektion sowie einer fokussierten Steuerung der Projektpipeline. Dabei profitiert das Unternehmen von seiner schlanken Organisationsstruktur und hohen operativen Effizienz.
Vor diesem Hintergrund bleibt die Ergebnisentwicklung maßgeblich vom zeitlichen Verlauf einzelner Projektverkäufe und -realisierungen geprägt. Parallel stärkt der kontinuierliche Ausbau des Eigenparkportfolios die Basis für stabile, wiederkehrende Einnahmen und erhöht die Resilienz des Geschäftsmodells. Zugleich verfügt das Unternehmen trotz der hohen Investitionstätigkeit über eine robuste Liquiditätsposition sowie über eine solide Eigenkapitalausstattung, die die Umsetzung der Projektpipeline und den Ausbau des Eigenbestands finanziell absichert. Damit gewinnt die Ergebnisbasis des Konzerns weiter an Stabilität und Vorhersehbarkeit. Darüber hinaus arbeitet Energiekontor kontinuierlich durch gezielte technologische und innovative Verbesserungsmaßnahmen an der weiteren Stärkung seiner Wettbewerbsposition, unter anderem in den Bereichen Smart Windfarm Controlling, proaktive Wartung, hybride Parkkonzepte, Batteriespeicherlösungen sowie weiteren Maßnahmen zur Verbesserung der Projektwirtschaftlichkeit.
Auf Basis der aktuellen Projektplanungen und unter Berücksichtigung der noch bestehenden Unsicherheiten im Hinblick auf regulatorische und marktseitige Rahmenbedingungen erwartet Energiekontor für das Geschäftsjahr 2026 derzeit ein Konzernergebnis vor Steuern (EBT) in einer Bandbreite von 40 bis 60 Mio. Euro (2025: 40,5 Mio. Euro). Die Prognose reflektiert dabei bewusst die aktuell noch bestehenden zeitlichen Unsicherheiten in der Projektumsetzung. Die wesentlichen Ergebnisbeiträge sollen voraussichtlich aus mehreren Ready-to-build-Verkäufen im britischen Markt, aus der Inbetriebnahme der drei im Geschäftsjahr 2025 veräußerten deutschen schlüsselfertigen Windparks sowie aus dem Eigenparkbestand generiert werden.
Mit zunehmender Planungssicherheit hinsichtlich der regulatorischen und infrastrukturellen Gegebenheiten im Jahresverlauf sowie der daraus resultierenden Bestätigung der bisherigen Projektplanungen sieht Energiekontor deutliches Potenzial für zusätzliche Ergebnisbeiträge in den kommenden Geschäftsjahren. Vor diesem Hintergrund bleibt die Wachstumsstrategie 2023 bis 2028, die die Erreichung eines Konzern-EBT in Höhe von 120 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2028 anstrebt, unverändert auf nachhaltiges und profitables Wachstum ausgerichtet und wird mit zunehmender Klarheit im Jahresverlauf weiter konkretisiert und geschärft, wobei die zwischenzeitlich veränderten Markt- und Rahmenbedingungen aktiv berücksichtigt werden.
„Wir haben im Geschäftsjahr 2025 in einem sehr herausfordernden Umfeld eine solide Ergebnisbasis geschaffen und unsere im Oktober 2025 angepasste Prognose am oberen Rand erfüllt. Auch wenn die aktuell kommunizierte Prognosebandbreite für 2026 angesichts des vorhandenen Projektportfolios auf den ersten Blick zurückhaltend erscheinen mag, spiegelt sie bewusst die noch bestehenden zeitlichen Unsicherheiten bei Projektumsetzungen wider. Mit zunehmender Klarheit hinsichtlich der regulatorischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen erwarten wir jedoch eine deutlich verbesserte Planbarkeit und sehen weiterhin erhebliches Potenzial für zusätzliche Ergebnisbeiträge in den kommenden Jahren“, so Peter Szabo, Vorstandsvorsitzender der Energiekontor AG.
Der Geschäftsbericht 2025 enthält weitere Angaben zur Geschäftsentwicklung, zur Finanzlage, zum Wirtschafts- und Marktumfeld sowie zum Ausblick von Energiekontor. Er steht unter https://www.energiekontor.de/investor-relations/finanzberichte.html zum Download zur Verfügung.
1Für das Berichtsjahr 2025 vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung am 27. Mai 2026.
2Zum Berichtsstichtag (31.12.).
3Nähere Ausführungen zur fiktiven Eigenkapitalquote im Geschäftsbericht 2025 auf Seite 81.
Die Aktie der Energiekontor AG (WKN 531350/ISIN DE0005313506/General Standard) ist im SDAX der Deutschen Börse in Frankfurt notiert und kann an allen deutschen Börsenplätzen gehandelt werden.
Kontakt
Julia Pschribülla
Head of Investor & Public Relations
Tel: +49 (0)421-3304-126


Positionsgrößen unter Unsicherheit – Warum Portfolio-Gewichtung wichtiger ist als der perfekte Einstieg
Lesedauer: ca. 4-5 Minuten
Eine der Fragen, die hier auf Getquin immer wieder auftaucht, lautet: Wann ist der richtige Zeitpunkt zu kaufen? Häufig dreht sich die Diskussion um Bewertungen, historische Multiples oder mögliche Rücksetzer. Diese Perspektive ist verständlich. Gleichzeitig lenkt sie oft von einer Entscheidung ab, die für das Risiko eines Portfolios mindestens genauso wichtig ist: der Positionsgröße.
Viele Verluste entstehen nicht deshalb, weil eine Idee grundsätzlich falsch war. Sie entstehen, weil eine Position zu groß war. Umgekehrt passiert auch das Gegenteil. Eine gute Idee funktioniert, ist aber so klein gewichtet, dass sie für das Portfolio kaum Wirkung entfaltet. Deshalb lohnt es sich, nicht nur darüber nachzudenken, ob ein Unternehmen interessant ist, sondern auch darüber, wie viel Kapital ihm überhaupt zugeordnet werden sollte.
Der Hintergrund ist relativ simpel. Die Zukunft ist unsicher. Unternehmen können sich besser oder schlechter entwickeln, Märkte können wachsen oder stagnieren, Bewertungen können steigen oder fallen. Prognosen versuchen meist, einen einzigen zukünftigen Pfad vorherzusagen. In der Praxis ist es oft sinnvoller, mit Szenarien zu arbeiten, also mit mehreren plausiblen Entwicklungen.
Genau hier beginnt die Logik von Positionsgrößen.
Positionsgrößen ergeben sich im Kern aus zwei Dimensionen. Erstens aus der Qualität eines Unternehmens. Dazu zählen Wettbewerbsvorteile, Kapitalrenditen, Marktposition und die Stabilität der Cashflows. Zweitens aus der Unsicherheit der zukünftigen Entwicklung. Diese kann aus technologischen Veränderungen entstehen, aus zyklischen Märkten, aus regulatorischen Risiken oder schlicht aus der Größe eines Unternehmens.
Je höher die Qualität und je stabiler das Geschäftsmodell, desto größer kann eine Position im Portfolio sein. Je unsicherer die möglichen Zukunftspfade, desto vorsichtiger sollte die Gewichtung ausfallen.
Ein kleines Gedankenexperiment verdeutlicht diese Logik.
Angenommen, ein Unternehmen wird analysiert und drei plausible Szenarien für die nächsten fünf Jahre werden definiert.
Im bullischen Szenario wächst das Unternehmen stark, die Bewertung bleibt stabil und die Aktie verdoppelt sich. Im neutralen Szenario wächst das Unternehmen moderat und die Aktie steigt um etwa 40 Prozent. Im bearischen Szenario enttäuscht das Wachstum und der Kurs fällt um etwa 30 Prozent.
Wenn diesen Szenarien Wahrscheinlichkeiten zugeordnet werden, etwa 30 Prozent für das bullische Szenario, 50 Prozent für das neutrale Szenario und 20 Prozent für das negative Szenario, ergibt sich daraus ein Erwartungswert.
30 Prozent mal plus 100 Prozent
50 Prozent mal plus 40 Prozent
20 Prozent mal minus 30 Prozent
Der gewichtete Erwartungswert liegt damit bei ungefähr plus 44 Prozent über fünf Jahre. Das ist attraktiv. Trotzdem bedeutet ein hoher Erwartungswert nicht automatisch, dass eine Position groß sein sollte. Entscheidend ist auch die Streuung möglicher Ergebnisse. Ein Investment mit großer Unsicherheit gehört typischerweise kleiner gewichtet als ein Unternehmen mit stabileren Cashflows und engeren Szenarien.
In der Praxis entstehen daraus häufig drei Kategorien im Portfolio.
Die erste Kategorie sind Core Positionen. Dabei handelt es sich um Unternehmen mit strukturellen Wettbewerbsvorteilen, hohen Kapitalrenditen und relativ stabilen Geschäftsmodellen. Ein Beispiel dafür ist $GOOGL (+0,01 %) (Alphabet). Das Unternehmen verfügt über dominante Plattformen im Suchmaschinen und Werbemarkt sowie über erhebliche Skalenvorteile. Ein weiteres Beispiel ist $V (+0,14 %) (Visa). Das globale Zahlungsnetzwerk profitiert von starken Netzwerkeffekten, hohen Margen und einem Geschäftsmodell, das relativ unabhängig von kurzfristigen Konjunkturschwankungen funktioniert. Solche Unternehmen können im Portfolio häufig Gewichtungen von etwa fünf bis zehn Prozent erreichen.
Die zweite Kategorie sind Satellite Positionen. Hier handelt es sich meist um kleinere Unternehmen oder Firmen mit stärker schwankenden Ergebnissen, deren Geschäftsmodell dennoch attraktiv erscheint. Beispiele dafür könnten $ERII (+2,84 %) (Energy Recovery) oder $EKT (+0,97 %) (Energiekontor) sein. Beide profitieren von strukturellen Trends wie Wasserinfrastruktur oder erneuerbaren Energien, unterliegen aber gleichzeitig größeren operativen Schwankungen als globale Plattformunternehmen. Typische Gewichtungen liegen hier häufig im Bereich von zwei bis fünf Prozent.
Die dritte Kategorie sind Option Positionen. Dabei handelt es sich um Investments mit sehr hoher Unsicherheit, aber potenziell großer Upside. Rohstoffunternehmen oder sehr kleine Wachstumsfirmen gehören häufig in diese Gruppe. Ein Beispiel wäre $DML (+0,36 %) (Denison Mines) aus dem Uransektor. Solche Positionen werden oft bewusst klein gehalten, etwa zwischen einem halben und zwei Prozent des Portfolios. Der Gedanke dahinter ist einfach. Wenn das Investment scheitert, bleibt der Schaden begrenzt. Wenn das Szenario aufgeht, kann der Beitrag dennoch relevant werden.
Ein konkretes Zahlenbeispiel macht diese Logik greifbarer. Angenommen, ein Portfolio umfasst 100.000 Euro. Eine Core Position mit acht Prozent Gewicht entspricht dann etwa 8.000 Euro. Eine Satellite Position mit drei Prozent Gewicht entspricht rund 3.000 Euro. Eine Option Position mit einem Prozent Gewicht entspricht etwa 1.000 Euro. Selbst wenn eine solche Option Position komplett scheitert, bleibt der Effekt auf das Gesamtportfolio überschaubar.
Ein weiterer Punkt wird häufig unterschätzt. Positionsgrößen sind nicht statisch. Sie verändern sich über die Zeit automatisch. Wenn eine Aktie stark steigt, wächst ihre Gewichtung im Portfolio. Viele der größten Portfolio Gewinner entstehen genau dadurch, dass erfolgreiche Positionen nicht zu früh reduziert werden.
Eine ursprünglich kleine Position kann dadurch im Laufe der Jahre zu einer der größten Positionen im Portfolio werden. Das ist kein Fehler, sondern häufig ein Zeichen dafür, dass sich eine gute Idee tatsächlich entfaltet hat.
Umgekehrt kann es sinnvoll sein, Positionen zu reduzieren, wenn Bewertungen extrem steigen oder wenn die Gewichtung durch Kursgewinne unverhältnismäßig groß geworden ist. Ziel ist dabei nicht, kurzfristige Kursbewegungen zu timen. Ziel ist es, die Stabilität der Portfolio Architektur zu erhalten.
Der häufigste Fehler in diesem Zusammenhang ist Überkonzentration. Sie entsteht selten durch eine bewusst geplante Strategie. Häufig ist sie das Ergebnis von Narrativen. Eine überzeugende Geschichte, eine Phase schneller Kursgewinne oder starke Aufmerksamkeit können dazu führen, dass einzelne Positionen immer weiter ausgebaut werden. Das Portfolio wird dadurch anfälliger für Fehler.
Die zentrale Erkenntnis lautet deshalb relativ einfach.
Ein robustes Portfolio entsteht nicht dadurch, jede Aktie perfekt zu timen. Es entsteht dadurch, Kapital sinnvoll entlang von Qualität, Bewertung und Unsicherheit zu verteilen.
Oder anders formuliert.
Der Einstieg bestimmt den Preis.
Die Positionsgröße bestimmt das Risiko.
Im nächsten Beitrag der Serie geht es deshalb um eine Frage, die direkt daran anschließt. Wie geht man eigentlich mit Gewinnern im Portfolio um? Wann sollte eine Position einfach weiterlaufen dürfen und wann wird eine Gewichtung zu groß? Ein spannendes Beispiel dafür ist $GOOGL (+0,01 %) (Alphabet). Ein Unternehmen, das über viele Jahre hinweg enorme Wertsteigerungen erzielt hat und gleichzeitig immer wieder die Frage aufwirft, wie man mit solchen Gewinnern im Portfolio sinnvoll umgeht. Genau darum wird es im nächsten Teil gehen: Gewinner richtig managen.
Dividendenopi inside ( Teil 2 )
Es geht weiter mit den Einblicken in das Treiben des Dividendenopis. Wer den ersten Teil verpasst hat findet den hier: Dividendenopi inside Teil 1 Dividendenopi Rewind2025
Da es im zweiten Teil weniger um Aktien geht beginne ich zumindest mit dem Rest und der Frage von @Epi nach dem Zockeropi. Ich habe noch im, sagen wir, ausgeblendetem Bereich je eine Position von $EKT (+0,97 %) und $NOVO B (+1,04 %) liegen. Weder Trading- noch Dividendentitel in meinem Sinne, also dümpeln die irgendwo im Nirgendwo. Beide sind zur Zeit im negativen Bereich und haben einen aktuellen Börsenwert von ca.€ 30.000. Was ich damit mache, weiß ich ehrlich gesagt wirklich immer noch nicht. EKT ist in meinen Augen weiterhin ein grundsolider Wert und deutlich unterbewertet. Trotz allem Verständnis für die augenscheinlich unverschuldeten Verzögerungen, die müssen dieses Jahr liefern. Sonst realisiere ich tatsächlich die Verluste, sind aber absolut überschaubar. Und zu Novo, naja, was soll ich dazu noch sagen... In der Hochphase die Warnungen ignoriert und den Absturz voll mitgenommen. Durch die Erholung die letzten Tage moderat mit etwas über 10% im minus. Je nach meiner Tageslaune könnten die aber schnell weg sein.
Und damit insgesamt bei meiner Strategie keine Langeweile aufkommt und das Spielkind in mir bedacht wird, damit es bei größeren Investitionen keine Dummheiten macht, habe ich mich seit Mitte des zurückliegendes Jahres etwas intensiver kurzfristigen Trades zugewandt. Im Juni mit $DEFI (-3,28 %) und $HIMS (-1,35 %) erste bescheidene Erfolge haben mich ermutigt und „angefixt“ durch u.a. @Multibagger den einen oder anderen Copytrade gemacht. Mein Spielgeld ist strickt begrenzt bei max. 5% meines Gesamtkapitals. So hoch war ich bisher noch nicht investiert, trotz allem haben mir $IREN (-1,65 %) , $CIFR (+2,11 %) und einige andere Trades nette Gewinne nebenbei beschert. Zuletzt habe ich gestern $AII (+0,44 %) mit 40% Plus geschlossen. Größte Position im Tradingdepot ist im Moment erneut $IREN (-1,65 %) mit EK 35€ und leichtem Plus. Der Rest, $CA1 (-1,54 %) , $DEFI (-3,28 %) , $LYC (-0,05 %) , $NB (+2,22 %) und $null steht im Moment nicht so gut und deshalb bin ich aktuell im Minus. Investiert sind dort zur Zeit € 20.000. Die Haltedauer ist für diese Aktien und den Long ist allerdings auch auf 6 Monate max. ausgelegt, somit wird im April wieder nachgeschaut.
So weit so gut.... jetzt kommt das outing und der langweilige Teil meiner Anlagen, die allerdings immer noch den größten Teil des eingesetzten Kapitals ausmachen. Auslaufende Festgelder wurden bereits und werden in den Markt gesteckt. Ich aufgrund meines Alters eher etwas konservativ eingestellt was die Auswahl meines Brokers anbelangt und hätte bei dieser Summe mit einem Neo-Broker Bauchschmerzen. Eine Zeit lang hatte ich meine Anlagen gestreut beim S-Broker, ING und Consors. Tagesgelder bei diversen Instituten die letzten Jahre, dort wo es die besten Neukundenangebote gab. Das hopping betreibe ich weiterhin und zur Zeit stecken gut €370.000 in Tagesgeldern. Beste Verzinsung für 12 Monate noch bis Mitte 26 bei der BBVA, wo ich durch Werbebonus 3,25% realisiere. Die Volkswagenbank, Fordbank, Stellantisbank und Renaultbank bieten immer wieder Bestandskundensonderaktionen mit Zinskonditionen als Inflationsausgleich an. Vorteil aller vorgenannten Banken ist die monatliche Zinsausschüttung für regelmäßige Einnahmen.Tendenz geht im Moment wieder zu höheren Neukundenangeboten knapp um die 3%, so dass ich noch ein wenig umschichten werde die nächsten Tage und Wochen. Längerlaufende Festgelder laufen sukzessive die nächsten 2 Jahre aus, dort habe ich Konditionen von Anfang 24 z.b. bei der Kommunal Kredit für 4,5%, die anderen liegen zwischen 3,4 und 4,1 %. In Summe sind das momentan € 125.000 mit jährlichen Zinsausschüttungen für weiteren Cashflow.
Der dritte große Batzen und somit mein restliches Kapital wird in Anleihen und Zertifikat gesteckt. Dazu gleich mehr. Wo habe ich nun mein Depot? Trommelwirbel... 😇😇Bei der Sparkasse, sic!🤷♀️ Bei einer großen Sparkasse in der großen Stadt um die Ecke im Rahmen einer Private Banking Vereinbarung. Ich habe eine All-in-fee die richtig fette Gebühren jedes Jahr kostet. 1,25% meines durchschnittlichen Portfoliowertes p.a. Und damit eine vierstellige Summe im oberen Bereich. Bevor jetzt alle in Ohnmacht fallen oder glauben, ich habe nicht alle Tassen im Schrank ein paar Erläuterungen zu meiner Entscheidung und Einblicke. Ich kann handeln wo ich möchte, soviel ich möchte und was ich möchte im Rahmen dieser Gebühren. Klar, geht auch für einen gebrauchten Kleinwagen weniger, ist aber wie erwähnt so rein gar nix für mich. Ich bin diesen Weg u.a. auch im Hinblick auf die sonst anfallenden jährlichen Kosten bei der ING und dem S-Broker gegangen. Bei den Handelsvolumina war das auch nicht gerade wenig. Diese Kosten wären für mich Sowieso-Kosten. Der entscheidende Vorteil, nebst fast 24h Rundumbetreuung und persönlichem Portfoliomanager, liegt im Handel mit Zertifikaten. Für Cashflow nehme ich sehr gerne Fix Kupon Express Zertifikate. Die gibt es auf viele Werte. In diesem Jahr war ich / bin ich u.a. auf Siemens, LVMH, BMW, Daimler Truck, Vonovia, Renk. Die hatten / haben alle Zinssätze zwischen 6,5% bis 9,75%. Neuester „Deal“ ein Zertifikat auf $R3NK (+1,23 %) am 29.12 mit 11,7% und ein neues das jetzt im Januar anläuft mit 11,5%. Die Zinsen werden quartalsweise anteilig ausgeschüttet und tragen einen nicht unwesentlichen Teil zu meinen monatlichen Einkünften bei. Diese Zertifikate bekomme ich grundsätzlich vor Emission zur Zeichnung angeboten, es entfällt im Rahmen meiner Vereinbarung der Ausgabeaufschlag und ich bekomme einen größeren Teil der „Innenprovision“ der Sparkasse, nennt sich dann Kundenbonifikation. Ich hänge mal zum besseren Nachvollziehen die Abrechnung meines Renk Zertifikates vom 29.12. an.
Ich habe in diesem Fall bei einem sonst regulären Emissionspreis von € 1.010 für einen € 1.000 Anteil in jedem Fall schon mal einen Teil meiner Gebühren „reingeholt“ ( eingesparter Ausgabeaufschlag nebst niedrigerem Zeichnungspreis ), bei anderen Anbietern und niedrigeren Zinsen macht das auch mal bis zu 2,5% und mehr aus. Diese Expresszertifikate kommen meist in den nächsten 6 bis 9 Monaten zurück wenn die vorzeitigen Auszahlungslevel erreicht sind und ich bekomme die € 1.000 Nennwert zurück, nebst den bis dahin angelaufenen Zinsen. Die Differenz von meinem günstigerem Einkauf zum Nennwert muss ich natürlich leider versteuern als Gewinn. Das Geld wird dann umgehend wieder in entsprechende neu aufgelegte Zertifikate investiert. Somit hat habe ich einen regelmäßigen Umlauf im Jahr mit entsprechendem Volumen, nicht jedes Zertifikat kommt zurück, und in Summe spielt das meine Gebühren wieder ein. Klingt ein wenig nach Milchmädchenrechnung, geht sich aber auf. Gerne können wir die Diskussion dazu vertiefen. Das soll erstmal nur einen Teil meiner Beweggründe darstellen. Diese Zertifikate sind aber einer der Hauptpfeiler für meinen Cashflow und durch Barrieren nach unten von 40 bis 50% relativ ausfallgesichert, man muss sich natürlich mit den Basistiteln beschäftigen.
Weitere Investitionen laufen in Capped Bonuszertifikate mit Barriere. Diese bieten keinen laufenden Cashflow, „belohnen“ aber bei entsprechender Entwicklung mit ordentlichen Renditen und sind insbesondere für seitwärtslaufende oder leicht sinkende Märkte geeignet. Für beide Varianten muss man sagen, dass Dividenden der Bezugstitel außen vor sind und ein starker Aufwärtstrend bei den einzelnen zugrunde liegenden Aktien zu keiner Überperformance führen und im letzten Fall auch begrenzt ( capped ) sind oder bei den Expresszertifikaten zur vorzeitigen Liquidierung führen. Es sind, wenn man sich laufend mit dem Markt beschäftigt, überschaubare Risiken und begrenzte Laufzeiten von maximal 2 Jahren, meist weniger.
Es gibt weitere Varianten dieser Zertifikate, sofern Interesse besteht würde ich diese in einer gesonderten Reihe vorstellen. Keine Performancebooster, aber können bei entsprechender Auswahl zu Stabilität und laufendem Cashflow oder vorher definierten potentiellen Kursgewinnen führen auch wenn die Märkte nicht so laufen wie jeder das gerne hätte.
Das soll es von meiner Seite gewesen sein, ich habe die Hosen runtergelassen und aufgezeigt, wie ich als alter Sack mit entsprechendem Kapitalstock ohne überzogenen Risiken versuche meine monatlichen Erträge zu gestalten und wieso und warum ich so ticke. Vielleicht dient es dem einem oder anderen nicht so risikoaffinen Investor über Alternativen nachzudenken. Ich bedanke mich bei allen, die es bis zum Ende durchgehalten haben und bis demnächst. Euer Dividendenopi


Basiswissen – Beta richtig lesen: Was euer Portfolio über seine Marktsensitivität verrät
Lesedauer: ca. 5-6 Minuten
Viele meiner letzten Beiträge drehen sich um Kennzahlen, die helfen, Geschäftsmodelle, Risiken und Bewertungen sauber einzuordnen. Beta gehört in diese Reihe – und zugleich nimmt die Kennzahl eine besondere Rolle ein. Sie ist überall verfügbar und schnell nachgeschlagen, wird aber erst im Kontext eines ganzen Depots wirklich aussagekräftig. Denn Beta beschreibt nicht das Unternehmen selbst, sondern das Verhalten einer Aktie im Zusammenspiel mit dem Markt.
Mathematisch misst Beta die Beziehung zwischen Aktienrenditen und Marktrenditen. Grundlage ist die Kovarianz dieser Renditen – und die basiert immer auf historischen Daten. Die Interpretation ist jedoch zwangsläufig zukunftsgerichtet, weil man aus den Mustern der Vergangenheit ableitet, wie sich ein Wert künftig typischerweise zum Markt verhält.
Formal lautet die Kennzahl:
Beta = Kovarianz(Aktienrendite, Marktrendite) / Varianz(Marktrendite)
Praktisch heißt das: Wenn der Markt sich bewegt, wie stark schlägt die Aktie typischerweise mit aus? Werte um 1 bedeuten marktähnliche Bewegungen, höhere Werte zeigen stärkere Schwankungen, niedrigere Werte ein ruhigeres Verhalten.
Dass Beta häufig fehlinterpretiert wird, liegt daran, dass es nicht stabil ist. Es hängt stark vom Zeitraum, der Marktphase und dem gewählten Index ab. Ein Unternehmen kann unverändert solide arbeiten, aber durch Zinsveränderungen oder Risikoumfeld plötzlich ein anderes Beta aufweisen. Beta misst also Verhalten – nicht Qualität.
Um sichtbarer zu machen, wie Beta im Depot wirkt, lohnt der Blick auf mein Portfolio. Es kombiniert robuste Qualitätswerte wie Visa, Alphabet und Honeywell, wachstumsorientierte Technologietitel wie ASML, Nu Holdings und Innodata, defensive Infrastruktur- und Wasserwerte wie Consolidated Water, Energiekontor und Energy Recovery, den globalen ETF auf den MSCI ACWI sowie einen Uran-Block als zyklische Idee mit Cameco, NexGen, Denison Mines, Paladin Energy und Yellow Cake. Bitcoin ergänzt das Ganze als eigenständiger, deutlich volatilerer Baustein.
Diese Mischung zeigt gut, warum Beta für mich im Alltag nützlich ist. Verschiedene Titel können fundamental stark sein und dennoch sehr unterschiedlich zum Schwankungsprofil des Depots beitragen. Manche Positionen glätten, andere verstärken – unabhängig davon, ob die Unternehmen gut geführt oder hochprofitabel sind. Es geht um Marktverhalten, nicht um Bilanzqualität.
Für die Beta-Betrachtung nutze ich konservative, marktübliche 3–5-Jahreswerte großer Anbieter. Die meisten Betas werden auf Basis täglicher oder monatlicher Renditen über genau solche Zeiträume berechnet – lang genug, um statistisch stabil zu sein, und kurz genug, um aktuelle Marktphasen realistisch abzubilden. Wo es keine offiziellen Daten gibt, kommen passende Sektorwerte zum Einsatz.
Die verwendeten Betas lauten:
Large Caps
• $ASML (+2,56 %) : 1,25
• $GOOGL (+0,01 %) : 1,05
• $V (+0,14 %) : 0,95
• $HON (+1,85 %) : 1,00
Midcaps / Infrastruktur
• $CWCO (+1,64 %) : 0,80
• $EKT (+0,97 %) : 0,75
• $ERII (+2,84 %) : 1,20
• $SOP (+0,72 %) : 1,10
Small Cap / High Beta
• $INOD (-3,01 %) : 1,80
Uran-Segment (zyklisch)
• $CCO (-0,13 %) : 1,40
• $NXE (+1,46 %) : 1,60
• $DML (+0,36 %) : 1,70
• $PDN (+3,75 %) : 1,50
• $YCA (-0,53 %) 1,30
ETF
• $ISAC (+0,36 %) : 1,00
Krypto
• $BTC (-0,13 %) : 2,50
Für das Portfolio-Beta zählt ausschließlich, wie groß jede Position im Verhältnis zum Depot ist.
So wird das Portfolio-Beta ermittelt:
Man schaut sich an, wie groß jede Position im Depot ist, multipliziert diesen Anteil mit dem Beta der jeweiligen Aktie und addiert alle Beiträge. Jede Position steuert also genau in dem Maß zum Gesamt-Beta bei, wie sie gewichtet ist.
Setzt man die Gewichtungen meines Depots in diesen Zusammenhang, ergibt sich folgendes Ergebnis: Das Portfolio kommt auf ein Beta von rund 1,33. Dieser Wert passt zur Struktur: eine stabile Basis, mehrere wachstumsorientierte Bausteine und ein bewusst eingesetzter Uran-Block sowie Bitcoin als stärkere Hebel.
Ein Beta auf diesem Niveau bedeutet ein grundsätzlich offensiveres Depot.
- In Aufwärtsphasen entwickelt es mehr Dynamik als der Markt.
- In Korrekturen reagiert es schneller und ausgeprägter.
- Die stärksten Treiber sind Bitcoin, Innodata, NexGen, Denison Mines und Paladin Energy.
- Gegengewichte liefern Visa, Consolidated Water, Energiekontor und der MSCI-ACWI-ETF.
Damit zeigt sich: Beta ersetzt keine Fundamentalanalyse, aber es macht sichtbar, wie ein Depot sich bewegt und warum. Es hilft, Erwartungen zu kalibrieren, Schwankungen einzuordnen und die Struktur bewusster zu steuern. Ein Beta von 1,33 ist kein Urteil über die Qualität – es ist eine Bewegungsbeschreibung. Wichtig ist nur, ob diese Dynamik zur eigenen Anlagestrategie passt.
Zum Schluss zwei Fragen an euch:
Kennt ihr das Beta eures Portfolios?
Und spielt es für euch eine Rolle bei eurer Portfoliostrategie – oder eher nicht?
Allerdings war mein Depot bisher ja auch extrem nervös. 😂
Meinung zu Energiekontor⚡️
Nach einiger Recherche überlege ich in das Unternehmen Energiekontor einzusteigen.
Klar, sie wurden vor kurzem aufgrund von Reduktion ihrer Jahresziele ziemlich bestraft, jedoch wurde für Jahr 2026 ein starkes Wachstum angegeben. Zudem scheint das Unternehmen im Branchenvergleich auch ziemlich gut aufgestellt zu sein, grade was die ROE angeht.
Was haltet ihr von dem Unternehmen, ist hier jemand investiert? $EKT (+0,97 %)
schönen Abend euch allen 🌝
HQR Hidden Quality Radar – die stille Alternative zum 10B-Modell
Lesezeit: 9–10 Minuten
Das von mir vor einigen Tagen vorgestellte 10B-Modell sucht kleine, wachstumsstarke Unternehmen mit dem Potenzial, sich langfristig zu verzehnfachen. Der Hidden Quality Radar (HQR) verfolgt einen anderen, komplementären Ansatz. Während das 10B-Modell auf frühe, dynamische Skalierungsphasen abzielt, konzentriert sich der HQR auf Unternehmen mit bewährter operativer Stärke, hoher Kapitalrendite und stabiler Bilanz, die vom Markt bislang unterschätzt oder übersehen werden. Ziel ist es, Qualität zu identifizieren, bevor sie im Kurs reflektiert ist – also jene Firmen, die nicht laut auftreten, sondern konstant Wert schaffen. Der HQR steht damit für eine investive Bodenhaftung: weniger Momentum, mehr Substanz.
Das Bewertungsmodell umfasst erneut fünf Dimensionen mit insgesamt 100 Punkten:
1. Profitabilität & Kapitalrendite (0–20 Punkte) – operative Marge, ROIC, Free-Cashflow-Quote
2. Bilanzqualität & Verschuldung (0–15 Punkte) – Eigenkapitalquote, Netto-Cash, Working-Capital-Effizienz
3. Wachstum & Resilienz (0–15 Punkte) – organisches Umsatzwachstum, Rule of 40, Zyklustoleranz
4. Management & Kapitalallokation (0–10 Punkte) – Investitionsdisziplin, Buybacks, Dividendenpolitik
5. Marktbeachtung & Bewertung (0–40 Punkte) – Analystencoverage, Handelsvolumen, institutioneller Besitz, Bewertungsmultiples im Peer-Vergleich
Je höher die operative Qualität und je geringer die Marktaufmerksamkeit, desto stärker das Signal. Das Modell kombiniert also Substanzanalyse mit Wahrnehmungslücke – und zeigt, wo Qualität vorhanden ist, aber vom Markt noch nicht bepreist wird. Analog zum 10B-Modell nutze ich ChatGPT zum Screening und zur ersten Analyse. Auf Basis fundamentaler Kennzahlen, Margenentwicklung und Bilanzstärke werden potenzielle Kandidaten identifiziert, die anschließend manuell tiefer analysiert werden – mit Fokus auf Geschäftsmodell, Kapitalallokation und strukturelle Wettbewerbsvorteile. Der Prozess ist damit datengetrieben, aber bewusst nicht automatisiert: Jede Aktie durchläuft eine qualitative Bewertung, bevor sie in das Modell aufgenommen wird.
Nachfolgend drei aktuelle Beispiele, die den Ansatz des HQR-Modells verdeutlichen.
$EKT (+0,97 %)
Energiekontor – 87 Punkte (im Portfolio)
Profitabilität & Kapitalrendite (19/20): Energiekontor erwirtschaftet eine zweistellige operative Marge und erzielt auf das eingesetzte Kapital Renditen über 15 %. Das integrierte Geschäftsmodell – von der Projektentwicklung bis zum Eigenbestand – sorgt für stabile Cashflows unabhängig von kurzfristigen Strompreisbewegungen. Der Kapitalumschlag ist effizient, die Kapitalrendite konstant hoch.
Bilanzqualität & Verschuldung (14/15): Die Bilanz ist konservativ strukturiert, mit hoher Eigenkapitalquote und überschaubarem Fremdkapitaleinsatz. Selbst bei steigenden Zinsen bleibt die Verschuldung tragfähig, und die Finanzierung neuer Projekte erfolgt in der Regel ohne Verwässerung für Aktionäre.
Wachstum & Resilienz (15/15): Das Unternehmen verfügt über eine solide Projektpipeline in Deutschland, Großbritannien und Portugal. Die Rule of 40 liegt regelmäßig über 40 %, was die Kombination aus Wachstum und Profitabilität unterstreicht. Das Geschäftsmodell ist weitgehend unabhängig von kurzfristigen Marktzyklen und zeigt, dass Stabilität und Expansion kein Widerspruch sein müssen.
Management & Kapitalallokation (9/10): Das Management verfolgt eine langfristige, wertorientierte Strategie mit konsequentem Fokus auf Eigenbestand und stetig steigender Dividende. Kapital wird nur dort eingesetzt, wo nachhaltige Rendite möglich ist – eine Seltenheit im Bereich der erneuerbaren Energien.
Marktbeachtung & Bewertung (30/40): Trotz überzeugender Fundamentaldaten ist die Aktie in internationalen Portfolios kaum vertreten. Die Analystenabdeckung bleibt gering, das Handelsvolumen moderat. Bewertungskennzahlen liegen weiterhin unterhalb vergleichbarer europäischer Entwickler. Energiekontor ist damit ein Paradebeispiel für einen qualitativ hochwertigen, aber unterschätzten Titel.
$RMD (-0,31 %)
ResMed – 82 Punkte (auf der Watchlist)
Profitabilität & Kapitalrendite (18/20): ResMed erzielt seit Jahren operative Margen über 25 % bei hoher Free-Cashflow-Conversion. Das Geschäftsmodell ist kapitalarm, die Skalierung hoch – eine Kombination, die langfristig überdurchschnittliche Kapitalrenditen ermöglicht.
Bilanzqualität & Verschuldung (13/15): Das Unternehmen verfügt über eine solide Bilanzstruktur, mit ausreichend Liquidität und einem moderaten Verschuldungsgrad. Das erlaubt hohe Investitionen in Forschung und Digitalisierung, ohne auf externe Mittel angewiesen zu sein.
Wachstum & Resilienz (14/15): Die Nachfrage im Bereich Schlafapnoe wächst strukturell, gleichzeitig baut ResMed seine Cloud- und Monitoring-Plattform systematisch aus. Das Umsatzwachstum bleibt stabil im hohen einstelligen Bereich, und die Rule of 40 liegt um 45 %. Temporäre Marktängste rund um GLP-1-Medikamente haben die Qualität des Geschäfts nicht verändert.
Management & Kapitalallokation (9/10): Die Führung agiert langfristig, fokussiert und mit klaren Prioritäten. Kapital wird effizient eingesetzt, Akquisitionen erfolgen gezielt und aus einer Position der Stärke heraus.
Marktbeachtung & Bewertung (28/40): Trotz globaler Marktführerschaft ist ResMed in vielen Portfolios unterrepräsentiert. Bewertungsmultiples liegen deutlich unter den großen US-Medtech-Titeln, obwohl Margen- und Cashflow-Qualität vergleichbar sind. Der Markt ignoriert derzeit die strukturelle Stärke – ein typischer HQR-Fall.
$KID (+2,04 %)
Kid ASA – 80 Punkte (auf der Watchlist)
Profitabilität & Kapitalrendite (17/20): Kid ASA ist der führende Anbieter von Wohntextilien, Inneneinrichtung und Haushaltswaren in Skandinavien. Das Unternehmen erzielt stabile operative Margen zwischen 13 % und 15 % und weist eine Free-Cashflow-Quote von über 80 % auf. Die Eigenmarkenquote ist hoch, was Preissetzungsmacht und stabile Bruttomargen sichert.
Bilanzqualität & Verschuldung (13/15): Die Bilanz ist solide, der Verschuldungsgrad moderat, die Eigenkapitalquote komfortabel. Durch den hohen Cashflow werden Investitionen und Dividenden vollständig aus laufenden Mitteln finanziert.
Wachstum & Resilienz (13/15): Kid wächst stetig, getrieben durch Filialexpansion, E-Commerce und Marktanteilsgewinne im Premiumsegment. Auch in schwächeren Konsumphasen bleibt das Unternehmen profitabel – ein Beleg für die Preissetzungsmacht und Loyalität seiner Kundschaft. Die Rule of 40 liegt regelmäßig über 40 %.
Management & Kapitalallokation (9/10): Das Management agiert langfristig und diszipliniert, kombiniert Wachstum mit kontinuierlicher Dividendensteigerung. Die Kapitalallokation ist konservativ, gleichzeitig wachstumsorientiert – ein Gleichgewicht, das die Stabilität des Geschäftsmodells stärkt.
Marktbeachtung & Bewertung (28/40): Trotz starker Marktstellung wird Kid außerhalb Skandinaviens kaum wahrgenommen. Die Analystenabdeckung ist begrenzt, institutioneller Besitz niedrig. Das Bewertungsniveau liegt unterhalb internationaler Einzelhandelswerte vergleichbarer Qualität. Kid erfüllt damit alle HQR-Kriterien: hohe operative Stärke, verlässlicher Cashflow, niedrige Sichtbarkeit.
Das 10B-Modell sucht Dynamik, der HQR Substanz. Während das eine auf frühe Wachstumsphasen mit höherem Risiko setzt, konzentriert sich das andere auf beständige Wertschöpfung und Kapitaldisziplin. Beide Modelle ergänzen sich: Das 10B-Modell liefert die Beschleuniger, der HQR die Fundamentträger. Gerade in einem Umfeld, in dem Marktstimmung und Narrative in immer kürzeren Zyklen wechseln, ist es entscheidend, beides zu verstehen – wann Risiko belohnt wird und wann Beständigkeit den Ertrag bringt.
Welche Strategie überzeugt euch langfristig mehr – Wachstum durch Skalierung oder Rendite durch Qualität? Und welche Unternehmen würdet ihr aktuell selbst auf den Radar des HQR setzen?
Tolle Analyse und Vorgehensweise.
Bei Energiekontor haben mir im Jahr 2023 die Multiples schon sehr gut gefallen. Daraufhin habe ich die Aktie ins Depot genommen. Jetzt in Jahr 2025 bin ich mit der Aktie im Minus.
Also gute Multiples sind nicht alles. Es gehört halt noch mehr dazu Performance zu generieren. Wie ein gesundes politisches Umfeld. Und nicht Unsicherheit welcher Weg in der Energiepolitik eingeschlagen wird.
Ohne Momentum dauert es oft sehr lange. Und erfordert viel Geduld.
In dieser Zeit ist es vielleicht effektiver in Momentum Werten investiert zu sein
SachsenEnergie erwirbt Windpark Würselen von Energiekontor
Bremen, 30. September 2025 – Die im General Standard gelistete Energiekontor AG („Energiekontor“; $EKT (+0,97 %) ), einer der führenden deutschen Projektentwickler und Betreiber von Wind-
und Solarparks mit Sitz in Bremen, hat den im Mai 2025 in Betrieb genommenen Windpark
Würselen an den deutschen Energieversorger SachsenEnergie veräußert.
Bei dem veräußerten Onshore-Windpark handelt es sich um den repowerten Windpark Würselen im Landkreis Aachen in Nordrhein-Westfalen mit einer Gesamterzeugungsleistung von 18,0 Megawatt. Der Windpark ist mit einer EEG-Vergütung ausgestattet und konnte bereits im Mai 2025 in Betrieb genommen werden. Erwerber des Windparks Würselen ist die SachsenEnergie NaturKraft GmbH, ein Tochterunternehmen des in Dresden ansässigen Energieversorgers SachsenEnergie AG. Der Park profitiert auch nach der Transaktion von der langjährigen Betriebsführungserfahrung und Optimierungsunterstützung von Energiekontor.
Energiekontor hatte den Windpark vor mehr als 20 Jahren projektiert und errichtet. Am Standort des ehemaligen Aachener Steinkohlereviers ersetzte Energiekontor die drei bisherigen GE-Windkraftanlagen mit einer Erzeugungskapazität von jeweils 1,5 Megawatt durch drei neue, leistungsstärkere Windkraftanlagen des Herstellers Vestas mit einer Nennleistung von jeweils 6,0 Megawatt. Die Nabenhöhe der neuen Anlagen des Typs V150 beträgt rund 125 Meter, der Rotordurchmesser beläuft sich auf ca. 150 Meter. Der durchschnittlich zu erwartende Jahresertrag des repowerten Parks liegt bei mehr als 41 Millionen Kilowattstunden jährlich – ausreichend, um rein rechnerisch mehr als 12.500 Haushalte in Deutschland mit regenerativ erzeugtem Strom zu versorgen und mehr als 31.000 Tonnen CO2 pro Jahr einzusparen.
„Das Repowering von Windparks ist ein wichtiger Hebel zur Erreichung der Ausbauziele in Deutschland. Der Austausch alter Windenergieanlagen durch neue, leistungsstärkere Modelle steigert die Stromproduktion, reduziert die Belastungen für Mensch und Natur und macht die Windparks wieder zukunftsfähig. Mit dieser Transaktion setzen wir mit SachsenEnergie erstmals ein starkes Zeichen für nachhaltige erneuerbare Energien. Gemeinsam streben wir weitere Kooperationen an“, so Peter Szabo, Vorstandsvorsitzender der Energiekontor AG. „Einschließlich dieses Windparks konnten wir im laufenden Geschäftsjahr nun bereits fünf Projekte mit einer Gesamtnennleistung von rund 115 Megawatt veräußern. Weitere befinden sich in fortgeschrittenen Verkaufsprozessen.“
Für den Energieversorger SachsenEnergie ist die Übernahme des Windparks ein wichtiger Baustein beim Ausbau grüner Erzeugungskapazitäten. Das betont auch der Vorstandsvorsitzende Dr. Frank Brinkmann: „Wir freuen uns, mit dem Windpark Würselen unser Windportfolio räumlich zu erweitern und mit einem neuen Partner durch weitere Windregionen zu diversifizieren. Gleichzeitig unterstützt der Windpark unsere Ambitionen im weiteren Aufbau der Erneuerbaren Energieerzeugung.“ Jens-Patric Hirtz, Leiter des Geschäftsfeldes NaturKraft ergänzt: „Wir sind auch weiterhin offen für Kooperationen. Diese helfen uns dabei, unseren geplanten Aufwuchs zu verstetigen und uns zu diversifizieren. Wichtig ist uns aber: Das Wachstum wollen wir durch eigene Projekte stemmen. Deshalb geben wir weiter Vollgas in der Projektentwicklung in Sachsen und darüber hinaus.“
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