$VZ (+2,48 %)
$DPZ (+1,76 %)
$CDNS (+1,51 %)
$BARC (+1,9 %)
$SPOT (+0,46 %)
$BP. (+1,2 %)
$SPGI (-0,65 %)
$KO (-0,65 %)
$UPS (+2,27 %)
$AIR (+1,06 %)
$SBUX (+0,49 %)
$ENPH (+5,55 %)
$NXPI (+2,07 %)
$STX (+2,93 %)
$BE (-2,85 %)
$V (-1,76 %)
$MDLZ (+1,11 %)
$HOOD (+2,48 %)
$MBG (+1,25 %)
$UBSG (+2,4 %)
$DBK (+0,73 %)
$LMND (+1,02 %)
$SOFI (+2,92 %)
$TER (+11,97 %)
$ADS (-0,54 %)
$ABBV (+3,32 %)
$G24 (-0,98 %)
$WM (+1,28 %)
$APH (-0,92 %)
$CMG (-3,51 %)
$GOOG (+3,94 %)
$META (-2,13 %)
$MSFT (-1,09 %)
$AMZN (+3,75 %)
$005930
$BAS (+1,61 %)
$SU (-0,06 %)
$INGA (+4,48 %)
$ULVR (+3,16 %)
$IDR (-0,32 %)
$DHL (+8,23 %)
$CAT (+9,3 %)
$MA (-4,93 %)
$PUM (+5,65 %)
$MRK (+1,03 %)
$CNHI (+4,05 %)
$LLY (+8,82 %)
$FSLR (+5,4 %)
$WDC (-2,02 %)
$RBLX (-23,03 %)
$RDDT (+10,53 %)
$SNDK
$AAPL (-0,38 %)
$TWLO (+20,83 %)
$EL (+2,05 %)
$CL (+0,78 %)
$XOM (-0,65 %)
$CVX (+0,32 %)

Unilever PLC
Price
Diskussion über ULVR
Beiträge
230Quartalszahlen 27.04-01.05.26
Portfolio-Vorstellung
Hey, ich bin die Caterina, 29 Jahre alt und habe vor ziemlich genau 6 Jahren eine größere Summe geerbt bzw. vorweg bekommen. Ich habe mich damals entschieden sie anzulegen und habe seither kaum etwas verändert. Allerdings liegt noch etwas Geld herum und durch die Arbeit ist auch das ein oder andere dazugekommen, sodass sich gerade wieder etwas Cash aufgebaut hat, was nun wieder in den Markt soll.
Ich selbst komme quasi aus der Finanzbranche - mittlerweile nicht mehr direkt, aber ich habe immer noch mit ihr zu tun.
Offen gestanden dürfte ich bei dem Portfolio mehr Glück als Verstand gehabt haben. Nichtsdestotrotz, ihr werdet es sehen.. Wirecard... Muss ich mehr sagen? :D
Tatsächlich steht das liebe $NOVO B (+4,52 %) bei mir noch im Plus, aber es war wohl ein Fehler, da nicht einfach mal zu verkaufen (was übrigens auch Grund für meine nachstehenden Fragen ist).
$DIS (+2,32 %) habe ich ebenfalls eher ungünstig gekauft. $ULVR (+3,16 %) ist auch nicht immer so ganz überzeugend...
Ansonsten ist derzeit $ADP (-1,91 %) mein Sorgenkind.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass mein Depot nicht perfekt ausgewogen ist. Emerging Markets fehlen. Tech dominiert. Japan habe ich leider ein wenig verschlafen und warte da auf passende Gelegenheiten...
Kurz um:
-> Weg mit Novo?
-> Hier und da mal Gewinne mitnehmen, weil ich kein zweites Novo erleben will? (Insbesondere $DELL (+1,34 %) ist hier so ein Kandidat, denn die habe ich zur Zoll-Krise eigentlich nur als Trade gekauft)
-> Wie seht ihr Unilever und ADP?
-> Disney... jemals die Chance wieder aufs Plus?
Im Grundsatz verfolge ich mit dem Depot eine Mischung aus Wachstum / Dividendenwachstum und zum Teil eben auch konservative Dividende / Defensive Aktien. Bisher dürfte die Mischung ganz ausgewogen gelungen sein und funktionieren...
LG
Caterina
PS.: Das ist mein Aggregated Portfolio. Die Aktien und ETFs liegen getrennt. Beide beim Smartbroker
Rückblick März 2026
Hallo zusammen,
hier kommt nun mein Rückblick für März. Sogar echt früh dieses mal.
📈 Performance:
S&P500: -3,9%
MSCI World: -4,8%
DAX: -10,3%
Dividendendepot: -5,9%
Meine High und Low performer im März waren (Top/Flop 3):
🟢 ($PETR4 (+0,68 %) ) Petroleo Brasileiro +19,38%
🟢 ($ADM (-0,13 %) ) Archer Daniels +10,98%
🟢 ($GAIN (+1,43 %) ) Gladstone Invest +4,08%
🔴 ($CTAS (+1 %) ) Cintas -13,88%
🔴 ($MC (+0,54 %) ) LVMH -14,49%%
🔴 ($ULVR (+3,16 %) ) Unilever -18,70%
Dividenden:
März 2026: 178,82€
März 2025: 182,98€
Veränderung: -2,27%
Diese Veränderung kommt unter anderem daher, dass der USD-Wechselkurs nach wie vor schlechter ist als letztes Jahr. Zusätzlich hatte Imperial Brands aber letztes Jahr auch eine wesentliche höhere Dividende gezahlt (war glaube ich eine Sonderdividende). Ansonten zahlt Unilever erst im April und STAG hat auch quartalsweise Ausschüttung umgestellt, so dass hier im März auch nichts kam.
Verkäufe:
🟥 Keine
Käufe:
🟩 SIXT ($SIX2 (+2,52 %) )
🟩 Ferrari ($RACE (+2,66 %) )
Sparpläne:
($CTAS (+1 %) ) Cintas (50€)
($MC (+0,54 %) ) LVMH (50€)
($MSFT (-1,09 %) ) Microsoft (25€)
Der Verkauf von Lockheed Martin im Februar war rein kurstechnisch betrachtet ziemlich neutral. Lockheed ist weder großartig gestiegen, noch gefallen. Bisher bereue ich den Verkauf also nicht (wobei die Dividende jetzt für März natürlich fehlt).
Was ist sonst so passiert?
Im März ging es ziemlich auf und ab. Performancetechnisch war dies für mich einer der schlechtesten Monate überhaupt. Schlechter lief es für mich nur im September 2022 mit -6,3%.
Der Notgroschen wächst weiter und wie gesagt wird dieser im April fertig aufgebaut sein. Eventuell muss ich da aber nochmal dran. Momentan geistert mir der Gedanke einer Photovoltaikanlage im Kopf rum. Mit einem fast Neubau, Wärmepumpe, Hybrid- und reinem E-Auto liegen die Vorteile auf der Hand. Das Dach ist nach Süden ausgerichtet. So dass ich voll profitieren würde. Stellt sich nur die Frage der Finanzierung. An das Geld rangehen, welches für die Darlehenstilgung in 5 Jahren vorgesehen ist? 100% Finanzierung durch die Bank? Momentan habe ich erst mal ein paar Anfragen zwecks Angebot rausgeschickt.
Im Februar wurden mir ja meine Payback Punkte geklaut. Es wurden 12995 Punkte bei einer Zahlung bei DM genutzt. Tja, ich hatte halt die 2FA nicht aktiviert. Selbst dumm. Im letzten Monatsbericht habe ich darüber berichtet. Tatsächlich ist es nun so, dass mir Anfang März die Payback Punkte von DM wieder gutgeschrieben wurden. Ob das nun also als Betrug aufgeflogen ist oder Payback da doch irgendwas gemacht hat aufgrund meines Anrufs weiß ich nicht. Habe das nur durch Zufall gesehen und natürlich dann direkt alles aufs Konto auszahlen lassen. Lesson learned – zukünftig buche ich öfter um.
🥅 Ziele 2026:
Ich versuche in meinem Dividendendepot dieses Jahr die 85.000€ zu erreichen. Das soll erreicht werden durch Dividenden, Einzahlungen und natürlich Kurssteigerungen. Schauen wir mal, wie es am Ende des Jahres aussieht, das erste Quartal verlief ja eher schwerfällig. Das muss ich dann im Laufe des Jahres wieder aufholen.
Wem der Bericht gefallen hat und gerne mehr davon lesen möchte, darf mir gerne folgen,
wen es nicht interessiert, der darf gerne weiterscrollen oder auch die Blockierfunktion nutzen.
Ich würde es machen
Unilever verkauft Food-Sparte an McCormick
$ULVR (+3,16 %) trennt sich nach dem Demerger von $MICC (+12,13 %) nun vom Food-Business.
Die Lebensmittelsparte wird mit McCormick $MKC (-0,49 %) zusammengelegt und bildet ein ~20 Mrd. € Foods-Giganten.
Damit entwickelt sich Unilever zum reinen Home & Personal Care Player, mit 40 Mrd. € Umsatz und ~20% operating margin.
Mit dem geplanten Demerger Mitte 2027 sollen Unilever-Aktionäre anteilig Aktien am kombinierten Food-Unternehmen mit McCormick erhalten. Parallel richtet sich Unilever strategisch klarer auf die wachstumsstärkeren und margenattraktiveren Segmente aus.
Unilever Press Release: https://www.unilever.com/news/press-and-media/press-releases/2026/unilever-announces-the-combination-of-unilever-foods-with-mccormick/
Unilever verhängt globalen Einstellungsstopp wegen Iran-Krieg
Hallo meine Lieben,
neulich wurden hier noch Konsumgütergiganten als gute Absicherung in Kriegszeiten genannt.
Hierzu lag ich dann mit meiner Meinung, dass es keine gute Wahl wäre, vielleicht doch nicht ganz falsch.
Der Konsumgüterkonzern reagiert auf wirtschaftliche Folgen des Iran-Kriegs und stoppt weltweit Neueinstellungen für mindestens drei Monate. Der Schritt ist Teil eines umfassenden Sparprogramms.
Der Konsumgüterkonzern Unilever hat mit sofortiger Wirkung einen weltweiten Einstellungsstopp auf allen Ebenen verhängt. Der Hersteller von Marken wie Dove und Knorr reagiert damit auf die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs, wie aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden internen Schreiben hervorgeht.
Der Stopp soll mindestens drei Monate dauern. „Die makroökonomischen und geopolitischen Realitäten, besonders der Nahost-Konflikt, bringen erhebliche Herausforderungen für die kommenden Monate mit sich“, schrieb Fabian Garcia, Chef der Körperpflegesparte, vergangene Woche an die Mitarbeiter. Der seit einem Monat andauernde Krieg hat den Welthandel gestört und die schwerste Unterbrechung der Öl- und Gasversorgung in der Geschichte verursacht.
Der Einstellungsstopp kommt zu einem bereits laufenden Sparprogramm hinzu. Unilever will seit 2024 innerhalb von drei Jahren rund 800 Millionen Euro einsparen und dabei etwa 7500 Stellen streichen. Der britische Konzern kämpft seit der Corona-Pandemie mit schwachen Verkaufszahlen.
r verhandelt derzeit über den Verkauf seiner Lebensmittelsparte an den kleineren Konkurrenten McCormick. Die Mitarbeiterzahl ist bereits von rund 149.000 im Jahr 2020 auf derzeit 96.000 gesunken. Die Unilever-Aktie legte am Montag in London um 1,1 Prozent zu.
Konsumgüterkonzern: Unilever verhängt globalen Einstellungsstopp wegen Iran-Krieg
Aber natürlich kommen die aktuellen News auch nochmal dazu. Die Börse guckt nicht was in den nächsten 3-5 Jahren los ist sondern was in den nächsten 6 Monaten zu erwarten ist. Eine so umfassende Umstrukturierung wie hier, die locker 2 Jahre oder länger dauern kann mag die Börse aktuell nicht. Für mich ist es eine gute Gelegenheit bei den Kursen nachzugreifen.
Traditionsmarke Knorr steht vor Verkauf in die USA
Der britische Konsumgüterriese Unilever denkt über einen milliardenschweren Verkauf nach. Davon betroffen wäre auch die deutsche Traditionsmarke Knorr.
Die deutsche Traditionsmarke Knorr könnte bald den Besitzer wechseln. Der britische Konsumgüterkonzern Unilever verhandelt über den Verkauf seiner Lebensmittelsparte an den US-Gewürzhersteller McCormick & Company. Ein entsprechendes Kaufangebot des kleineren Rivalen liege vor, teilte Unilever am Freitag mit. Zu der Sparte gehören auch Marken wie Hellmann’s, Colman’s und Marmite.
Ob es tatsächlich zu einer Einigung kommt, ist allerdings offen. Beide Unternehmen betonten in getrennten Mitteilungen, dass es keine Gewissheit über einen Abschluss der Gespräche gebe. Finanzielle Details nannten sie nicht. Die Sparte stand im vergangenen Jahr für rund ein Viertel des Unilever-Umsatzes und setzte mehr als 12,9 Milliarden Euro um.
Die Gespräche passen zum Kurs von Unilever-Chef Fernando Fernandez, der den Konzern nach der Abspaltung des Eiscreme-Geschäfts stärker auf margenstärkere Bereiche wie Schönheit und Körperpflege ausrichten will. Dort gehören Marken wie Axe, Rexona und Dove zum Portfolio. Das Geschäft mit verarbeiteten Lebensmitteln steht dagegen branchenweit unter Druck.
Reine Aktientransaktion geplant
Die Unternehmen bestätigten die Verhandlungen, nachdem das "Wall Street Journal" am Donnerstagabend darüber berichtet hatte. Dem Bericht zufolge könnte es sich um eine reine Aktientransaktion handeln, die in den kommenden Wochen zustande kommen könnte. Die "Financial Times" hatte bereits im März gemeldet, Unilever habe zuvor erfolglos eine Zusammenlegung seiner Lebensmittelsparte mit dem Saucengeschäft von Kraft Heinz erwogen.
An der Börse legte die Unilever-Aktie zum Handelsstart rund ein Prozent zu. Skeptisch äußerte sich allerdings Tineke Frikkee, Portfoliomanagerin beim Unilever-Investor W1M. McCormick sei deutlich kleiner als Unilevers Lebensmittelsparte, die etwa den dreifachen Gewinn des US-Unternehmens erwirtschafte. Deshalb sei offen, welchen Mehrwert ein gemeinsames Unternehmen überhaupt schaffen könnte.

Unilever Q4 2025 Zahlen sind da – gemischtes Ergebnis & schwieriger Ausblick
$ULVR (+3,16 %) hat heute die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorgelegt – mit einem Ergebnis, das auf den ersten Blick nicht ganz den Erwartungen entspricht.
- Umsatz (erwartet): 13,56 Mrd.
- Unsatz (gemeldet): 12,59 Mrd.
- EPS (erwartet): 1,66
- EPS (gemeldet): 1,48
Trotz der Umsatz-Enttäuschung zeigt $ULVR (+3,16 %) im Quartal starkes Mengen- und Preiswachstum (4,2 % organisch im Q4) sowie Fortschritte im Portfolio-Mix. Die operative Marge verbesserte sich und der Free Cashflow blieb robust bei ca. 5,9 Mrd. € mit 100 % Cash Conversion.
Ausblick für 2026:
Das Management erwartet für 2026 ein Umsatzwachstum am unteren Ende der Zielspanne von 4–6 %, inklusive mindestens 2 % Volumenwachstum, und geht von moderaten Margenverbesserungen aus. Gleichzeitig wurde ein neues Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 1,5 Mrd. € angekündigt, und Unilever bekräftigt seinen Fokus auf attraktive, wachsende Dividenden.
Ich werde für mich die folgenden Punkte weiter beobachten:
- Umsatz-Miss vs. Erwartungen: deutlicher Umsatzrückstand trotz operativer Fortschritte
- Margenentwicklung & Cashflow: solide, trotz schwieriger Währungs- und Marktbedingungen.
- Wirtschaftliches Umfeld: Wechselkurse, Nachfrage in verschiedenen Regionen (z. B. Lateinamerika).
Wie bewertet ihr diese Ergebnisse und den Ausblick? Ist das nur ein temporärer Ausrutscher oder ein Hinweis auf strukturelle Herausforderungen im Konsumgütersektor?
Der Konzern strukturiert sich ja aktuell um und die Abspaltung vom Eisgeschäft wird sich wahrscheinlich erst in den nächsten Jahren zeigen. Für mich bleibt es eine super Aktie, die neben klassischen Wachstumswerten in meinem Depot nicht fehlen sollte.
Unilever vor den Q4 2025 Zahlen – was steht im Fokus?
Am 12. Februar 2026 wird $ULVR (+3,16 %) seine Quartalszahlen präsentieren und viele Anleger fragen sich, ob der Konsumgüter-Riese wieder überzeugen kann.
Umsatz (erwartet): 14,7Mrd. €
EPS (erwartet): 1,46 €
Worauf sollten Anleger besonders achten?
- Umsatz & Preisdynamik: $ULVR (+3,16 %) operiert in einem Umfeld, in dem Preissetzung vs. Volumenwachstum entscheidend ist. Wechselnde Verbraucherpräferenzen, Währungseinflüsse und regionale Nachfrage können die Top-Line belasten, selbst wenn Grundmarken stark bleiben.
- Margen & Kosten: Analysten beobachten, ob $ULVR (+3,16 %) trotz inflationärer Kosten Margen halten oder ausbauen kann – ein zentraler Treiber für das EPS-Ergebnis.
- Spin-Off Effekte & strategische Veränderungen: Die Abspaltung der Ice-Cream-Sparte (Magnum Ice Cream Company) wurde kürzlich abgeschlossen und wird jetzt bei der Bewertung und im Ergebnisaufbau eine Rolle spielen. Einige Analysten sind hier vorsichtig, andere sehen darin Chancen für klarere Fokussegmente.
- Analysten-Stimmung: Es gibt aktuell unterschiedliche Ratings, von „Buy/Overweight“ bis zu vorsichtigeren Einschätzungen – was zeigt, dass die Erwartungen nicht einheitlich sind und der Markt differenziert in seinen Erwartungen agiert.
Ist $ULVR (+3,16 %) für euch ein defensiver Stabilitätsanker im Konsumsegment, auch wenn das Wachstum moderat erscheint? Oder erwartet ihr, dass die Zahlen und der Ausblick eher Anlass zu Vorsicht geben?
Carrefour – unterschätzter Handelsriese?
Dieser Beitrag richtet sich nicht an Trader, oder Leute die nach „Hot-Stocks“ suchen, sondern an die langfristigen Buy&Hold-Aktionäre in diesem Forum.
Ich hab mich in der Vergangenheit immer wieder gefragt, wer von den stetig steigenden Preisen bei Lebensmitteln und den täglichen Konsumgütern am Meisten profitiert. Meiner Meinung ist das in erster Linie der Handel, nicht die Produzenten dieser Produkte. Hersteller von Markenprodukten wie Unilever $ULVR (+3,16 %) , Nestle $NESN (+0,95 %) oder KraftHeinz $KHC (+1,15 %) leiden darunter, dass sie keine eigenen Vertriebswege haben und der Handel durch Eigenmarken eine massive Konkurrenz aufgebaut hat, die die Margen der Markenartikler zusätzlich unter Druck setzen.
Hierzulande ist der Einzelhandel größtenteils in der Hand von Familienunternehmern (Lidl, Aldi, Kaufland, Rossmann, DM, etc.), da kann man also nicht über die Börse investieren. International sieht es aber besser aus, dort gibt es an der Börse gehandelte Unternehmen wie Walmart $WMT (+2,84 %) , Costco $COST (+1,23 %) oder Target $TGT (+0,55 %) die ebenfalls gutes Geld verdienen. Ich würde sagen dass diese Werte auch die sind, die öffentlich am Meisten Aufmerksamkeit bekommen. Gleichzeitig sind diese Unternehmen aber auch sehr stark US-lastig und hatten sich in der Vergangenheit schwer getan auf Märkte außerhalb der USA zu expandieren.
Neulich bin ich aber über ein Video gestolpert, welches die Expansion von Handelsketten weltweit gegenüberstellt und hier fällt mir ein Wert auf, den ich bisher eigentlich kaum auf dem Schirm hatte. Es handelt sich um Carrefour $CA (+2,4 %) . Das genaue Video finde ich nicht mehr, aber es war nahe an dem, welches ich hier verlinke: https://www.youtube.com/watch?v=vhszDvl7Lbg
Mich wundert, warum Carrefour bei Investoren kaum Beachtung findet. Liegt es an der Chartentwicklung? Liegt es an den Zahlen des Unternehmens? Liegt es an dem Firmensitz in Frankreich und der dortigen Quellensteuer auf Dividenden? Oder ist das einfach eine Marke, der man hierzulande selten über den Weg läuft?
Ich habe den Wert auf meine Watchlist gesetzt. Was ist Eure Meinung?
Dividenden ohne Quellensteuer
Ungefähr eine Handvoll Länder kennt gar keine Quellensteuer oder erhebt eine so niedrige, dass sie fast gar nicht auffällt.
„Zu diesen Ländern, in denen für Privatanleger in Deutschland keine Quellensteuer anfällt, zählen Irland, Liechtenstein, Hongkong und Singapur“, sagt Stefanie Dyballa, Portfoliomanagerin bei der KSW Vermögensverwaltung in Nürnberg.
Wobei der irische Einbehalt nur dann niedrig ist, wenn das Unternehmen seinen Sitz im Land hat. Weitere Staaten mit anlegerfreundlichen Regelungen sind die Bermudas, Brasilien, Kanada und Thailand.
Die wichtigste Ökonomie, die deutsche Anteilseigner unbehelligt lässt, ist aber das Vereinigte Königreich. „Großbritannien hat viele attraktive Dividendenzahler, vor allem aus dem Energie- und Finanzsektor zu bieten“, sagt die Vermögensverwalterin und nennt die Namen $SHEL (+1,82 %) Shell, $BP. (+1,2 %) BP und $HSBA (+1,84 %) HSBC.
Auch Hermann Ecker, Prokurist und Portfoliomanager bei Bayerische Vermögen in Bad Reichenhall, fallen sofort zuverlässige Dividendenzahler von der Insel ein, darunter $DGE (+3,09 %) Diageo, $RKT (+1,66 %) Reckitt Benckiser, $RIO (+3,02 %) Rio Tinto, $IMB (+1,84 %) Imperial Brands, $SGE (+0,98 %) Sage Group und $ULVR (+3,16 %) Unilever. Die Auswahl zeigt, wie vielfältig der quellensteuerfreundliche britische Kapitalmarkt ist.
Allerdings lohnt es sich für Anleger, neben den bekannten Namen auch andere Firmen ins Auge zu fassen: Manchmal bieten die noch höhere Dividendenrenditen. WELT hat eine Liste von 19 Aktien zusammengestellt, die in Ländern mit Null- oder Niedrig-Steuer gelistet sind und in den vergangenen zwölf Monaten darüber hinaus eine stabile Wertentwicklung zeigten.
Letztes Kriterium soll Anleger davor schützen, in eine Value-Falle zu geraten, also in eine Firma mit erodierendem Geschäftsmodell zu investieren. Der britische Getränkekonzern Diageo beispielsweise gilt zwar als solider Dividendenzahler, die Börsennotierung ist im zurückliegenden Jahr aber um ein Drittel abgesackt.. Die Diageo-Dividendenrendite von knapp fünf Prozent ist da nur ein schwacher Trost.
Ein Drittel nach oben ging es dagegen beim britischen Versicherungsriesen $AV. (+1,48 %) Aviva. Die Wurzeln der Firma mit Sitz in London reichen zurück bis ins Jahr 1696. In seinen Kernmärkten Großbritannien, Irland und Kanada gehört das Unternehmen zu den führenden Anbietern von Altersvorsorge und Versicherungen. Dank eines Fokus auf Cash-Generierung gilt Aviva als ein solides Basisinvestment, das seinen Anteilseignern aktuell eine Dividendenrendite von circa 5,5 Prozent bringt, die nur durch die deutsche Kapitalertragsteuer plus Soli gemindert wird.
Auf eine ebenfalls lange Tradition kann der 1836 gegründete Finanzdienstleister $LGEN (-0,03 %) Legal & General zurückblicken. Als Schwergewicht in den Bereichen Vermögensverwaltung und Rentenversicherungen weist der Londoner Konzern ein vergleichsweise konjunkturresistentes Geschäftsmodell auf, das von langfristigen demografischen Trends profitiert. Aktionäre erhalten eine laufende Rendite von 8,5 Prozent, womit Legal & General zu den renditestärksten Titeln im britischen Index zählt. Ähnliches lässt sich von der $PHNX (+1,17 %) Phoenix Group sagen, deren Rendite sich auf stolze 7,8 Prozent beläuft.
Ausdrücklich nicht konjunkturresistent ist der Bergbaukonzern $RIO (+3,02 %) Rio Tinto. Dafür profitiert das Unternehmen vom weltweiten Heißhunger auf Rohstoffe. Rio Tinto ist einer der weltweit größten Produzenten von Eisenerz, Aluminium und Kupfer. Investoren setzen hier auf die unverzichtbare Rolle von Metallen für die globale Energiewende. Die Ausschüttung liegt bei vier Prozent.
Mehr als doppelt so hoch ist die Rendite bei dem brasilianischen Wettbewerber $VALE3 (+2,95 %) Vale. Der 1942 gegründete Bergbaukonzern aus Rio de Janeiro ist der größte Nickel- und Eisenerzproduzent der Welt. Die Höhe der Dividende hängt erfahrungsgemäß am Auf und Ab der Rohstoffpreise. Da diese im Moment nach oben zeigen, haben Aktionäre gute Chancen, dieses Jahr fast zehn Prozent Ausschüttungsrendite auf ihren Kapitaleinsatz zu erzielen. Eine Quellensteuer fällt nicht an.
Spekulativer sind Investments in griechische Finanzinstitute wie $TELL (+0,17 %) National Bank of Greece. Die Bank stand in der Euro-Schuldenkrise vor dem Aus und musste mit Staatshilfen gerettet werden. Inzwischen floriert das Geschäft aber wieder. Dank dieses ökonomischen Comebacks und der bereinigten Bilanz dürften Aktionäre der National Bank of Greece auf eine Dividendenrendite im Bereich von vier bis fünf Prozent hoffen.
Auch in Asien zählen Geldhäuser zu den interessantesten Investments. Aus dem Stadtstaat Singapur, der keine Quellensteuer erhebt und als eines der stabilsten Finanzzentren der Welt gilt, kommt die $D05 (+3,69 %) DBS Group. Das 1968 gegründete Institut gilt als eine der besten Banken der Welt und wurde bereits als das „Fort Knox“ der asiatischen Bankenwelt bezeichnet. Anleger schätzen die vierteljährliche Ausschüttung, die sich auf vier Prozent pro Jahr summiert, und die konservative Bilanzführung der DBS Group.
Ebenfalls rund vier Prozent Rendite bietet die 1932 gegründete $OVCHY Oversea-Chinese Banking Corporation. Sie ist die am längsten etablierte Bank in Singapur und bietet eine Mischung aus Bankgeschäft, Vermögensverwaltung und Versicherungen, was für diversifizierte Erträge spricht. Die Oversea-Chinese Banking Corporation ist allerdings nicht ganz so dynamisch wie die DBS Group.
Der Mischkonzern $J36 (-1,4 %) Jardine Matheson hat seine Wurzeln in Hongkong, die Aktie ist heute allerdings in Bermuda gelistet. Die 1832 gegründete Unternehmung ist eine Legende der asiatischen Wirtschaftsgeschichte mit einem breit gestreuten Portfolio von Immobilien bis Einzelhandel. Wenig bekannt: Ein Bermuda-Listing hat auch der Finanzdienstleister $IVZ (+1,73 %) Invesco, der für den beliebtesten Nasdaq-ETF QQQ steht. Die Aktie der Investmentfirma hat auf Zwölfmonatssicht fast um die Hälfte zugelegt und zusätzlich drei Prozent Dividendenrendite gebracht.
Wer gezielt in Hongkong investieren will, kann sich an den Infrastrukturkonzern $1038 (-0,62 %) CK Infrastructure halten. Die 1996 gegründete Firma gehört zum Imperium des Tycoons Li Ka-shing. Sie investiert global in Energieversorger, Wasserwerke und Transportinfrastruktur, was stabile sichert. Anleger erhalten eine Rendite von rund vier Prozent.
Was die frühere britische Kronkolonie anbelangt, hat Dyballa noch weitere Ideen: „In Hongkong notierte Finanz- und Telekommunikationsaktien wie die $3988 (-1,94 %) Bank of China und die $941 China Mobile bieten oft stabile und attraktive Ausschüttungen.“ Und auch mit Blick auf Singapur weiß sie noch einen Tipp: „Dort bieten auch hierzulande weniger bekannte Immobilienaktien oder REITs stabile Cashflows und hohe Dividendenrenditen“, sagt die Portfoliomanagerin.
Quelle: Text (Auszug) WELT, 24.01.26
Meistdiskutierte Wertpapiere
Top-Creator dieser Woche

