Hallo zusammen,
kaum zu glauben, aber im Januar 2021 hat meine Reise an der Börse begonnen – das heißt, ich feiere gerade mein 5-jähriges Jubiläum! Hinter mir liegt eine extrem lehrreiche Zeit, in der ich (wie so viele) einiges an Lehrgeld bezahlt habe. Ich möchte heute meine Learnings und mein neues Setup für 2026 mit euch teilen.
1. Meine Fehler: Die Jagd nach dem perfekten Timing
In meiner Historie finden sich unzählige Käufe und Verkäufe. Mein größter Fehler? Ich habe versucht, den Markt zu timen. Das Ergebnis war leider klassisch: Oft zum falschen Zeitpunkt eingestiegen und – noch schlimmer – aus Ungeduld oder Panik verkauft, nur um zuzusehen, wie die Aktie kurz darauf abhob. Einzelaktien-Trading war für mich unter dem Strich leider nicht von Erfolg gekrönt.
2. Das neue Portfolio: Fokus & Struktur
Ich habe radikal umgestellt. Weg vom hektischen Hin-und-Her, hin zu einem soliden Fundament.
Mein Kern besteht nun aus Buy-and-Hold ETFs:
- $VWCE (+0,1 %) (Vanguard FTSE All-World)
- $TDIV (+0,16 %) (VanEck Developed Markets Dividend)
- $EIMI (+1,15 %) (iShares Emerging Markets IMI)
Ergänzungen:
Kryptos: Weiterhin eine große Gewichtung in BTC.
Edelmetalle: Knapp 5-7 % in Gold und Silber als Anker.
Berkshire Hathaway: Meine einzige "Einzelaktie", um meinen verbleibenden Aktienverlusttopf von ca. 1.000 € steuerlich sinnvoll abzubauen.
Momentum-Strategie: Mich fasziniert das Modell von @Epi. Die erste Tranche sitzt, weitere 4.000 € liegen bei Smartbroker+ bereit. Da der Februar und September statistisch oft schwächere Monate sind, plane ich, den nächsten Rücksetzer im Februar für den weiteren Einstieg zu nutzen. Eventuell wandert auch ein kleiner Teil in @Krush82 's Wikifolio.
3. Psychologie: Das Problem mit der Verlustaversion
Ein Begriff, der mich in den letzten Jahren sehr geprägt hat, ist die Verlustaversion. In der Psychologie beschreibt das die Tendenz, dass wir Verluste deutlich schmerzhafter wahrnehmen als Gewinne derselben Größe uns freuen.
Genau hier liegt mein Problem: Obwohl ich rational weiß, dass ich langfristig investiere, beeinflussen mich Seitwärtsphasen oder rote Tage mental viel zu stark. Ich schaue zu oft ins Depot – auch wenn ich gar nichts verändere – und lasse mir davon die Laune verderben. Mein Ziel für 2026: Weniger Screen-Time, mehr Vertrauen in den Prozess. Rational ist das kurzfristige Rauschen egal, und daran muss ich arbeiten.
4. Mein Sparplan-Setup
Um die Emotionen rauszunehmen, automatisiere ich alles:
- Wöchentlich: 300€ VWCE | 30€ TDIV | 20€ EIMI | 20€ BTC
- Alle 2 Monate: 100€ Gold | 75€ Silber
Zusätzlich gönne ich mir ein kleines "Zockerdepot" (4.000 €) für High-Risk-Werte. Hier ist das Motto klar: Entweder Totalverlust in 5–10 Jahren oder der nächste Tenbagger. Das hält den Spieltrieb vom Hauptdepot fern.
Wie geht ihr mit der täglichen Volatilität um?
Habt ihr auch Strategien, um die "App-Sucht" in schlechten Marktphasen zu besiegen?
Ich freue mich auf euer Feedback! 📈





