Diskussion über IWDA
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639In 3 Monaten feiert meine damalige Entscheidung (wieder) zu investieren seinen 7. Geburtstag...
...und auf der Uhr stehen tagesaktuell etwas aufgerundet knapp 310k als reiner Passiv-Anleger über die langweiligen aber doch bewährten ETF-Konstrukte (von denen ich zwischendurch immer mal wieder abwich ohne böse auf die Nase zu fallen - der IZF kratzt an den 14% 😮💨😄). $VWCE (+0,91 %)
$WSML (+0,43 %)
$XMME (+1,38 %)
$IWDA (+0,99 %)
$BTC (-0,42 %)
Ist das Ergebnis gut? Ist der Zeitraum Erfolg oder eher Durchschnitt? Noch vor 3-4 Jahren hätten mich solche Fragen Abend für Abend beschäftigt. Doch irgendwas hat sich inzwischen geändert in meinem Erleben und Mindset. Ich bin vollends im stupide automatisierten Investieren angekommen und heilfroh darüber. Kein Ereignis an der Börse bringt mich zwischenzeitlich aus der Fassung. Ich bin vielmehr ruhig, zufrieden und stolz, dass ich die Disziplin gewahrt habe. Investieren macht etwas mit einem - definitiv nicht im schlechten Sinne. Und ihr habt seit jeher einen Anteil dran, weshalb ich euch allen für diese stets motivierende und angenehme Community hier danken möchte. Ihr seid toll.
Und irgendwie ist es gleichzeitig lustig, dass wir im echten Leben alle aneinander vorbeilaufen würden, obwohl der Ton hier stets freundschaftlich und freundlich verläuft - zumindest durfte ich hier die Erfahrung machen 😄
Merci à tous - auf weiterhin sprudelnde Rendite.
Und immer dran denken,dass wir alle uns in einer sehr luxuriösen Bubble bewegen.
Wahres Glück erfährt man oft erst dann , wenn man materiellen Wohlstand (auch) dafür nutzt um Gutes für andere zu ermöglichen :)
Liebe Grüße
Euer _EvD_🤓
Die Bubble ist Tatsache im Vergleich zum echten Leben
Die teuersten Investmentfehler entstehen im Kopf
Warum verkaufen so viele Anleger ausgerechnet ihre Gewinner und halten die Verlierer?
Warum überzeugt eine gut erzählte Aktien-Story oft mehr als die nüchterne Zahlenlage?
Und warum fühlt sich ein Minus im Depot schlimmer an, als ein gleich großes Plus sich gut anfühlt?
Die Antworten liefert nicht die Finanztheorie, sondern die Psychologie – genauer: der Nobelpreisträger Daniel Kahneman.
Seine zentrale These: Die teuersten Fehler an der Börse entstehen nicht durch fehlende Informationen, sondern durch die Art, wie unser Gehirn vorhandene Informationen verarbeitet. Am stärksten schlägt das unter Unsicherheit, Zeitdruck und Komplexität durch – also genau unter Börsenbedingungen. Kahneman beschreibt Denken als Zusammenspiel zweier Systeme:
System 1 arbeitet schnell, automatisch und emotional
System 2 langsam, bewusst und prüfend
Weil eine vollständige Analyse aller Daten praktisch nie möglich ist, übernimmt bei Marktentscheidungen meist System 1 – und greift auf Heuristiken zurück, also vereinfachende Denkregeln und genau dort entstehen systematische Fehler:
Verlustaversion (Loss Aversion): Verluste wiegen psychologisch schwerer als gleich hohe Gewinne. Kahneman und Tversky beziffern das Verhältnis auf rund 2,25 zu 1 – ein Verlust von 100 € schmerzt etwa so stark, wie ein Gewinn von 225 € erfreut. In der Praxis führt das zum sogenannten Dispositionseffekt: Gewinner werden zu früh verkauft (um den Gewinn „sicher" zu machen), Verlierer zu lange gehalten (um den Verlust nicht realisieren zu müssen) – die genau falsche Reihenfolge.
Ankereffekt (Anchoring): Eine früh gesehene Zahl – der Einstiegskurs, ein altes Allzeithoch, ein fremdes Kursziel – setzt sich als innerer Bezugspunkt fest und prägt spätere Urteile, selbst wenn sie sachlich kaum begründet ist. Der eigene Kaufkurs ist der klassische Anker: Für die Frage, ob ein Unternehmen heute unter- oder überbewertet ist, ist er völlig irrelevant – trotzdem misst fast jeder daran.
WYSIATI („What You See Is All There Is"): Aus den gerade sichtbaren Informationen entsteht ein in sich stimmiges, vollständig wirkendes Urteil – und was nicht sichtbar ist, wird ausgeblendet. Eine plausible Story mit drei Datenpunkten überzeugt oft mehr als eine unbequeme, unvollständige Faktenlage. Das erklärt, warum eine gut erzählte Aktien-Story so verführerisch wirkt.
Selbstüberschätzung (Overconfidence): Entscheider überschätzen die Treffsicherheit ihrer Prognosen und ihre Kontrolle über den Ausgang. Das äußert sich in zu hoher Handelsfrequenz, zu großen Einzelpositionen und dem Gefühl, den Markt „lesen" zu können.
Ergänzend erklärt die Prospect Theory, warum das kein Zufall ist:
Menschen bewerten Ergebnisse nicht in absoluten Beträgen, sondern als Gewinn oder Verlust relativ zu einem Referenzpunkt – und sie gewichten Wahrscheinlichkeiten verzerrt. Sichere Ergebnisse werden übergewichtet, ebenso seltene Extremereignisse (der große Crash, der Ver-Zehnfacher), während die wahrscheinlichen, unspektakulären Verläufe
unterschätzt
werden.
Insgesamt liegt der eigentliche Nachteil des Privatanlegers aus meiner Sicht selten im Informationszugang, aber in diesen vorhersehbaren Reaktionsmustern. Und das ist die unbequeme Pointe: Der stärkste Gegenspieler im Depot ist nicht der Markt, sondern das eigene System 1.
Quellen:
Kahneman, D. (2011): Thinking, Fast and Slow
Kahneman, D. & Tversky, A. (1979): Prospect Theory: An Analysis of Decision under Risk
$IWDA (+0,99 %)
$CSPX (+0,93 %)
$CSPX (+0,93 %)
$EXS1 (+0,92 %)
Der Staat zahlt dir Geld fürs Investieren ab 2027 wird’s spannend 🧐
Ab 2027 soll in Deutschland etwas kommen, das für jeden langfristigen Anleger interessant sein könnte:
Das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot.
Und nein – ich meine damit nicht einfach den nächsten Riester-Vertrag.
Das neue Modell soll erstmals ermöglichen, staatlich gefördert in ein renditeorientiertes Depot ohne klassische Beitragsgarantie zu investieren.
Heißt vereinfacht:
Du investierst langfristig.
Der Staat legt Geld dazu.
Und dein Geld kann am Kapitalmarkt arbeiten.
Was ist aktuell geplant?
Die neue Förderung wurde im Gesetzgebungsverfahren sogar noch verbessert.
Für die ersten 360 € Eigenbeitrag gibt es eine Förderung von 50 %.
Für weitere Beiträge bis insgesamt 1.800 € pro Jahr gibt es 25 %.
Damit sind bis zu:
540 € staatliche Grundzulage pro Jahr
möglich.
Und für Eltern können zusätzlich Kinderzulagen interessant werden.
Das bedeutet bei voller Ausschöpfung:
1.800 € eigenes Geld+
540 € staatliche Förderung
2.340 € pro Jahr
die für deine Altersvorsorge arbeiten können.
Und jetzt wird es spannend.
Was unterscheidet das vom alten Riester?
Das neue Altersvorsorgedepot soll deutlich kapitalmarktorientierter sein.
Es soll unter anderem möglich sein, über Fonds und ETFs langfristig am Aktienmarkt zu investieren.
Dabei gibt es auch ein förderfähiges Depot ohne Garantie.
Natürlich bedeutet das:
Mehr Renditechance = mehr Risiko.
Aber genau das finde ich interessant.
Denn wenn man noch Jahrzehnte bis zur Rente hat, kann ein breit gestreutes Aktienportfolio langfristig wesentlich interessanter sein als ein Produkt, das einen großen Teil seiner Renditechancen für Garantien opfert.
Und jetzt meine eigentliche Frage an euch:
Würdet ihr so ein Depot eröffnen?
Ich persönlich finde den Gedanken spannend:
Mein normales Depot bleibt mein normales Depot.
Und zusätzlich könnte ich einen staatlich geförderten Altersvorsorge-Baustein aufbauen.
Nicht entweder Aktien oder Altersvorsorge.
Sondern:
Aktien + ETFs + staatliche Förderung.
Wenn der Staat schon einen Teil meines Sparplans mitfinanziert, warum sollte man diese Möglichkeit nicht zumindest prüfen?
Natürlich muss man sich vorher die Kosten, Anlagebedingungen, zulässigen Wertpapiere und später auch die Besteuerung der Auszahlung genau anschauen.
Denn „staatlich gefördert“ bedeutet nicht automatisch „gutes Produkt“.
Das Produkt muss am Ende stimmen.
Aber eines steht für mich fest:
Wer langfristig investiert, sollte sich diese Möglichkeit 2027 sehr genau anschauen.
Und vielleicht sollten wir Anleger jetzt schon anfangen, uns damit zu beschäftigen – bevor die ersten Banken und Broker ihre Produkte auf den Markt bringen.
Was meint ihr:
Würdet ihr 1.800 € im Jahr in ein solches Depot einzahlen, wenn dafür bis zu 540 € Förderung dazukommen?
Oder bleibt ihr lieber komplett bei eurem normalen Depot?
#Altersvorsorge
#Aktien
#ETF
#Investieren
#Rente
#Finanzen
#Vermögensaufbau
Einen Unterschied werden die 540€pa für die meisten hier nicht wirklich machen. Interessanter könnte der Steuerschutzmantel und die maximale Einzahlung sein. Dagegen stehen allerdings die relativ strengen Entnahmeregeln.
Am Ende dürfte das Altersvorsorgedepot kaum etwas an der strategischen Ausrichtung der meisten hier machen. Die potentielle Querfinanzierung durch Besteuerung von Crypto und Gold macht die Sache ggf. sogar teurer für etablierte Privatanleger.
Depot Verschlankung
Ich spiele schon länger mit dem Gedanken meine Einzelaktien komplett zu verkaufen und nur noch meine drei ETFs anzusparen ($IWDA (+0,99 %) , $VHYL (+0,53 %) , $TDIV (+0,45 %) ) um stabiler in der Zukunft aufgestellt sein. Die meisten meiner Positionen finden sich sowieso in mindestens einem der drei ETFs wieder. Heute habe ich den nächsten Schritt gemacht und $MRK (-0,65 %) , $6501 (+4,21 %) und $WUW (-0,07 %) abgegeben um meine Position im $VHYL (+0,53 %) zu erhöhen. Langfristig (> 5 Jahre) sollte sich diese Strategie auszahlen.
Wie steht ihr zu dieser Strategie ?
S&P 500 Information Technology verkauft – Kapital neu allokiert.
Die komplette Position im S&P 500 Information Technology ETF
$IUIT (+1,33 %) wurde verkauft und gezielt in McDonald’s $MCD (-0,05 %) , PepsiCo
$PEP (-0,13 %) sowie den L&G Global Quality Dividends ETF
$LDGL (+1,41 %) umgeschichtet.
Die Gründe für diese Entscheidung:
• Weniger Volatilität: Nach den starken Kursanstiegen im Technologiesektor möchte ich das Depot defensiver aufstellen und die Abhängigkeit von hoch bewerteten Tech-Werten reduzieren.
• Mehr Cashflow: Der Fokus verschiebt sich stärker auf regelmäßige Dividendenerträge statt ausschließlich auf Kurswachstum. Ziel ist ein stetig wachsender monatlicher Cashflow.
• Attraktive Bewertungen: Sowohl McDonald’s als auch PepsiCo notieren aus meiner Sicht aktuell auf interessanten Bewertungsniveaus. Beide Unternehmen verfügen über starke Marken, robuste Geschäftsmodelle und eine jahrzehntelange Historie steigender Dividenden.
• Mehr Diversifikation: Der L&G Global Quality Dividends ETF ergänzt das Depot um weltweit hochwertige Dividendenunternehmen und sorgt für eine breitere Streuung.
• Klumpenrisiko reduziert: Der Technologiesektor hat mittlerweile auch im MSCI World $IWDA (+0,99 %) ein sehr hohes Gewicht. Durch die Umschichtung wird die Abhängigkeit von wenigen großen Tech-Konzernen verringert und das Portfolio ausgewogener aufgestellt.
Für mich ist das kein Schritt gegen Technologie – Tech bleibt über den MSCI World weiterhin ein bedeutender Bestandteil des Depots. Es geht vielmehr darum, das Portfolio breiter aufzustellen, das Klumpenrisiko zu reduzieren und den Fokus stärker auf stabilen Cashflow, Qualität und langfristig planbare Dividendenerträge zu legen.
4 etf Strategie Sinvoll?
Ich fahre momentan mit 4 etfs und bin am überlegen ob es nicht mehr Sinn macht auf 2 zu reduzieren, um dann mtl mehr reinpacken zu können
Momentan:
würde dann die Smal caps rauswerfen sparrate wäre jeweils mtl 100 Euro
Bin auf eure Meinung gespannt :)
So sieht es aus
In unregelmäßigen Abständen teile ich gerne mit euch mein Portfolio um mir Feedback und Tipps von euch zu holen:-)
Habe weiter konsolidiert auf 26 Titel (wenn man die doppelten etf abzieht, die es aus historischenund steuerlichen Gründen gibt und die kleinstpositionen, die ich nicht verkaufen kann).
Ich bespare im Moment $IEMA (+1,2 %)
$TDIV (+0,45 %) und $EQAC (+0,95 %) mit 250/m, $IWDA (+0,99 %) mit 1000/m sowie $MELI (-0,35 %) und $NU (-2,39 %) mit 200/m.
Ich plane in den nächsten Tagen meine $VOW (-0,25 %) Position aufzulösen, weiß aber noch nicht worin das Geld dann kommt.
Tipps, Kritik, etc. Dringend erwünscht :-)
Persönlich kann ich mit Metaplanet, Verve und Welltower eher wenig anfangen. Visa und Coca-Cola sind Klassiker - ich erwarte von denen in Zukunft aber keine Raketenperformance. Den Verkauf der Volkswagen Aktien (generell Automobilindustrie) finde ich richtig.
Wohin soll das Geld aus dem VW-Verkauf? Schwer zu sagen - Dein Deopt hat Techwerte (Micron, AMD, Alphabet) und defensive Positionen (Reality Income, Coca-Cola, Allianz) - somit erkenne ich aus den Einzelpositionen heraus nicht ganz, wo bei Dir die Reise hingehen soll. Willst Du mehr Wachstum, oder mehr Dividende? Mir scheint von beiden etwas. Vielleicht einfach in $TDIV und/oder $IWDA , solange sich nichts anderes aufdrängt. 🙂
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