Der Februar ist vorbei. Während es noch mal Schnee und gute Minusgrade gab war ich wieder winterbaden und habe meinen Urlaub und Wochenenden für Kurztrips nach Dresden, Potsdam und Berlin genutzt. Deutschland Ticket sei Dank. Die Geldanlage wusste der Weile von selbst, was sie zu tun hat. Zeit für einen Rückblick.
Für den abgelaufenen Monat Februar 2025 stelle ich folgende Punkte vor:
➡️ AKTIEN
➡️ ETFS
➡️ AUSSCHÜTTUNGEN
➡️ CASHBACK
➡️ NACHKÄUFE
➡️ P2P-KREDITE
➡️ KRYPTO
➡️ UND SONST?
➡️ AUSBLICK
➡️ Aktien
An sich lief es für meine Aktien richtig gut, doch von der anderen Seite des großen Teichs gab es ordentlich Gegenwind, die Zölle kommen. Und das hat mein Depot natürlich mit bewegt. Mein Riese $AVGO (-3,09 %) lag nun nur noch mit +200% im Plus, Tendenz ordentlich fallend. Das lässt mich aber noch kalt, denn die Technologieaktien sind natürlich kräftig überbewertet. Es muss also mal dazu kommen, dass mal jemand die Luft raus lässt. Ich habe mich gefreut, da mein Sparplan zu einem günstigeren Preis ausgeführt wurde.
$NFLX (-5,37 %) geht leicht zurück, die $SAP (-0,89 %) bleibt stabil mit der Performance und dem Volumen zum Vormonat. Mit dem Platz 2 nach Volumen ist mit $WMT (-1,46 %) auch nicht zu viel passiert. Was also die Aktien am vorderen Teil der Kette angeht, ist der Februar nicht wirklich bewegend gewesen. Gleiches gilt für die unteren Bereiche.
Während im letzten Monat nach Volumen sich die Banken- und Finanzwirtschaft nach vorn bewegt hat, fällt mir jetzt die $RSG (-1,77 %) und $SYK (-1,3 %) auf, die im Depot sich weiter zur Spitze hochkämpfen. Spannend, da ich diese Aktien stets als gutes Mittelfeld gesehen habe, aber nicht Kandidaten für die Top Positionen.
➡️ ETFs
Die ETFs machen wie immer ihr Ding. Was will man hierzu sagen, außer das Typische? Verlasst euch nicht auf die staatliche Rente, baut euch eure eigene ETF-Rente auf. Wer nicht investiert ist einfach – ich kann es nicht netter ausdrücken – dumm und verloren. Und ich finde, dass es nun aus jeder politischen Richtung, als auch aus verschiedenen anderen Perspektiven und Medien, oft genug die Warnung gab, dass die Rente nicht reichen wird. Deswegen sagt mir mein Innerstes, dass eigentlich der, der sich nicht um sein Alter kümmert, selbst an seiner Misere schuld sein wird und ich halte es sogar für ungerecht, wenn andere, die vielleicht wenig Einkommen haben und sich einschränken, um Vermögen aufbauen zu können, geschröpft werden müssen, um den Untätigen zu sichern. Das sagt mir jedenfalls meine innere Stimme. Sicherlich eine kontroverse Meinung, schreib mir deine gerne in die Kommentare.
➡️ Ausschüttungen
Ich durfte im Januar 19 Ausschüttungen an 9 Auszahlungstagen vereinnahmen. Für diesen weiteren Einkommensstrom bin ich dankbar. Jeder sollte sich so sein Zusatzeinkommen aufbauen.
➡️ Cashback
Im Januar gab zwei Erstattungen von der Krankenkasse, die ich als „Cashback“ behandle. Einerseits ein Zuschuss für die Prophylaxe und andererseits eine Auszahlung aus dem Bonusprogramm. Da ich beides nicht als Einnahmen plane, gab es also Extrageld zu verteilen. Dazu mehr unter den Nachkäufen.
➡️ Nachkäufe
Aus dem Zuschuss für die Prophylaxe habe ich einen Einmalsparplan in den $SPYW (-0,16 %) bedient. Die Auszahlung aus dem Bonusprogramm habe ich zunächst bei Seite gelegt.
➡️ P2P-Kredite
Bei meiner letzten P2P-Plattform Mintos gab es weder Zins- noch Tilgungszahlung. Ich will hier nach wie vor alles abziehen. Ich würde sogar eine komplette Abschreibung in Kauf nehmen, um aus der Plattform herauszukommen. Ohnehin ist der verbleibende Betrag auf der Plattform nicht mehr von Bedeutung.
➡️ Krypto
Kryptoinvestoren erlebten im Februar Buchverluste. $BTC (-1,09 %) fiel von über USD 103.000 auf unter USD 80.000, ebenso fielen $ETH (-0,54 %) und andere Kryptowährungen.
Ich bleibe geduldig. Wir sind weit von meinen Ausstiegskursen entfernt, und im März ist keine Besserung zu erwarten. Es bleibt abzuwarten und möglicherweise nachzulegen.
➡️ Und sonst?
Ich sehe aktuell eine große Gefahr für den Wohlstand, auf den der deutsche Sozialstaat aufgebaut ist. Wokismus, Cancel Culture und vor allem das Verlassen auf dem Staat ist ein riesiges Problem, ebenso der sich immer weiter aufblähende Staat. Wir Deutschen haben viel zu wenig Bewusstsein für die Eigenverantwortung und das falsche Mindset.
Man ist immer der Durschnitt von den Menschen um sich herum. Wer sich also mit dem falschen Umfeld umgibt, der wird niemals bessere Gewohnheiten an den Tag legen können. Deswegen finde ich sollte man sich immer mit Leuten umgeben, die schon da sind, wo man hin will, sei es in Sachen Sport, Karriere, dem Aufbau eines Gewerbes oder beim Thema Finanzen.
So habe ich mich im Februar mit Leuten zum Stammtisch im ländlichen Sachsen-Anhalt getroffen, die sich auch für das Investieren und die Börse interessieren, natürlich auf Einladung eines Youtubers, den ich seit langer Zeit verfolge und der selbst Frugalist ist. Jeder der Teilnehmer hatte einen anderen Hintergrund, andere Vorstellungen, aber das Wissen, dass man selbst etwas machen muss und der Wille im Leben voranzukommen hat uns geeint. Das Treffen war einfach schön, weil ich sonst (vor allem im beruflichen Alltag) nur auf Menschen treffe, die eher nicht an das schwierige Morgen denken. Und ich rede da nicht nur von ganz jungen Leuten, sondern auch von Babyboomern. Ich selbst behaupte, dass auch für diese die Rente nicht mehr sicher sein wird. Was ist, wenn Deutschland finanziell in Schieflage gerät, falls bspw. die Ausgaben des Staates immer weiter steigen und die Einnahmen nicht mehr hinterherkommen? Die Cancel-Culture führt ja durchaus dazu, dass Geringverdiener lieber in die staatliche Stütze gehen, oder arbeitsfähige garnicht aus dem Bürgergeld heraus gehen. Ich habe selbst dafür keine Lösung.
Wir wissen aber alle, dass der Staat sich immer weiter aufbläht. Einerseits kann er das nicht verhindern, wenn er eben immer mehr Menschen versorgen muss (Bspw. ein Zunehmen an bald in die Rente gehenden Babyboomer oder Leute, die ins Bürgergeld gehen [müssen]). Das Aufblähen will der Staat andererseits auch nicht verhindern, da er sich bewusst immer mehr durch Bürokratie und neue behördliche Strukturen vergrößert. Braucht man diese eigentlich?
Und hier kommt nun meine Annahme. Was ist, wenn dieses GAP durch Geld Drucken so nicht gelöst werden kann, da es ein Übermaß annehmen würde und folglich der Sozialstaat nicht mehr funktioniert? Bürgergeld ist ein Anspruch unter bestimmten Voraussetzungen, doch einen Anspruch zu haben heißt eben nicht den Anspruch auch durchgesetzt zu bekommen. Bestes Beispiel sind die Kitaplätze. Sind nicht genug da, dann kann man noch so sehr den Anspruch darauf haben. Was also, wenn Sozialleistungen nicht mehr finanzierbar sind? Dann kann noch so sehr ein Anspruch darauf bestehen. Das hilft niemanden. Ich mal bewusst ein schwarzes Szenario, um den letzten zu erreichen, dass er selbst vorsorgen muss!
Es gibt in Deutschland 45,6 Mio. Erwerbstätige, davon 34,8 Mio. sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, wobei 5,3 Mio. im öffentlichen Dienst sind. Das heißt also vereinfacht rund 29,5 Mio. halten den Laden durch Steuern am Laufen. Und damit folglich den Sozialstaat durch Sozialabgaben am Leben. Denkt bitte auch daran, dass unser Land jährlich 100.000 gut ausgebildete Fachkräfte verlassen. In die hat Deutschland in Form der allgemeinen und ggf. universitäreren Schuldbildung investiert. Und Unternehmer oder Institutionen im Land haben durch Berufsausbildung, Fort- und Weiterbildung und Löhne und Gehälter in diese investiert. Ich kann gerade jedem gut verstehen, der das Land verlässt und anderswo leben will. Anstatt, dass man diese Leute verurteilt, sollte man endlich mal einen Politikwechsel einleiten, damit Deutschland wieder attraktiver wird und eben nicht 100.000 Steuerzahler gehen.
Wie gesagt, ich male bewusst den Teufel an die Wand, dennoch werden von den 29,5 Mio. Steuerzahler nicht ewig genügend übrig sein, um den Laden am Laufen zu halten. Dass viele gut qualifizierte in Rente gehen werden und nicht von so gut qualifizierten ersetzt werden, habe ich in meiner Überlegung garnicht berücksichtigt. Das Risiko, dass der Sozialstaat irgendwann nicht mehr funktioniert, ist für mich jedenfalls groß genug, dass ich damit rechne, dass das, was für heute für normal halten irgendwann nicht mehr sein wird oder werden kann. Ich habe jedenfalls die Warnungen gehört und baue lieber mein eigenes Vermögen und zusätzliche Einkommen auf, die mich auffangen werden.
Also: Baut euch eure eigenen Vermögen und Einkommen auf und haltet euch fern von staatlicher Beeinflussung/Meinungsmache und trügerischen Versprechungen über einen angeblich sicheren Sozialstaat, da ihr am Ende auf euch selbst gestellt sein werdet, wenn es ernst wird.
➡️ Ausblick
Trumps nächste Zölle treten in Kraft, welche Schockwellen durch die Märkte schicken, davon ist auch jetzt, wo ich den Beitrag bereits im März schreibe, mein Portfolio spürbar betroffen. Im März bekomme ich von der Zahnzusatzversicherung eine Erstattung und einen Bonus vom Arbeitgeber. Worin ich sie Investieren werde liest du im Märzrückblick. Bis dahin!
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