Kurze Vorstellung verbunden mit der Bitte um Meinungen. Bei einem Kurs von rund 81,00 EUR ergibt sich eine Marktkapitalisierung von ca. 1,31 Mrd. EUR (52-Wochen-Spanne: 108,40 / 70,50).
Aus fundamentaler Sicht wirken die Relationen interessant: Das ausgewiesene Eigenkapital lag zuletzt bei knapp 2,3 Mrd. EUR. Operativ wurden zuletzt rund 6,2 Mrd. EUR Umsatz und etwa 490 Mio. EUR EBITDA genannt; das Ergebnis je Aktie lag bei ca. 8,80 EUR. Das sieht nach einem stabilen Geschäft aus, während der Börsenwert vergleichsweise niedrig erscheint.
Besonders relevant ist aus meiner Sicht das Thema Immobilienvermögen. Es wird von wesentlichen stillen Reserven im Immobilieneigentum gesprochen; auf Basis eines konservativen Mietmultiplikators von 13 wurden diese stillen Reserven im Konzern mit rund 966 Mio. EUR beziffert. Setzt man einen höheren, aber weiterhin vorsichtigen Multiplikator von 22 an, ergäben sich rechnerisch stille Immobilienreserven von etwa 1,63 Mrd. EUR. Damit würden die stillen Reserven allein bereits über dem aktuellen Börsenwert liegen, während das operative Geschäft in dieser Betrachtung kaum „bezahlt“ wäre.
Vor diesem Hintergrund eine Frage an die Community: Für wie realistisch haltet ihr es, dass CEO Albrecht Hornbach (Vertrag läuft nach den vorliegenden Angaben bis 31. Oktober) noch Schritte einleitet, um diese Werte sichtbar zu machen?
Spekulationen gibt es beispielsweise über einen Squeeze-out zur Vereinfachung der Struktur sowie anschließend Maßnahmen wie Sale-and-lease-back oder eine Ausgliederung des Immobiliensegments.
Wie ist eure Einschätzung: Gibt es hier einen plausiblen Katalysator in absehbarer Zeit – oder bleibt das eher eine langfristige Substanz-Story, bei der der Markt die Werte noch längere Zeit nicht adäquat einpreist?





