Mal etwas ganz Verrücktes 😁
Diskussion über BAYN
Beiträge
215Termine KW4
Wie jeden Sonntag, die wichtigsten Nachrichten der vergangenen Woche, sowie die wichtigsten Termine der kommenden Woche.
Auch als Video:
https://youtube.com/shorts/b1dRkfPwEYQ?si=aSHa_345pKDbd-PI
Montag:
Die US-Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell eingeleitet. Grund sie die hohen Kosten des Fed-Umbaus. Beobachter stufen die Verfolgung als politisch motiviert ein, auch Jerome Powell sieht die Unabhängigkeit der Fed eingeschränkt. Der US-Dollar gab deutlich nach.
$VOW (-0,15 %) VW setzt im 4. Quartal etwa 5 % weniger Autos ab. Am Ende waren es wohl noch etwa 2,38 Millionen Autos. Vor allem in China und Nordamerika sind die Verkaufszahlen zurückgekommen (jeweils -17,4 %). In Europa dagegen haben die Verkaufszahlen um knapp 6 % zugelegt. Insgesamt lagen die Verkäufe 2025 mit 8,98 Millionen Fahrzeugen 0,5 % unter dem Vorjahresniveau.
Dienstag:
Die Inflation in den USA liegt mit 2,7 % deutlich über dem 2,0 % Inflationsziel der Fed. Eine weitere Zinssenkung ist damit theoretisch unwahrscheinlich geworden. Allerdings gibt es viel politischen Druck eine weitere Zinssenkung durchzuführen.
Mittwoch:
Die Erzeugerpreise in den USA lagen im November mit 3,0 % über den Erwartungen von 2,8 %. Das sind tendenziell schlechte Nachrichten, da sie die Chancen für eine weitere Zinssenkung senken.
https://www.fxstreet.com/amp/news/us-headline-producer-prices-rose-by-30-in-november-202601141342
Donnerstag:
Wachstum in Deutschland scheint noch möglich. Nach zwei Rezessionsjahren ist Deutschland 2025 um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Trotzdem ist das BIP von Deutschland faktisch auf dem Niveau von 2019. Vor allem wegen den hohen Energiekosten, sowie der geoökonomische Lage. Daher muss Deutschland an anderen Stellen wettbewerbsfähiger werden, denn Geopolitik und Gaspreis lassen sich nur schwer verändern.
Freitag:
Die Inflationsrate von 1,8 % im Dezember wurde jetzt bestätigt. Vor allem Dienstleistungen wie etwa die Personenbeförderung verteuerten sich. Die Energiepreise sind dagegen sogar gefallen.
Die USA steigerten ihre Industrieproduktion im Dezember deutlich stärker als erwartet. Experten hatten für den Dezember mit einem Zuwachs von 0,1 % gerechnet, stattdessen wurden es 0,4 %. Auch diese Zahlen machen eine weitere Zinssenkung in den USA unwahrscheinlicher.
Zum Wochenende nochmal gute Nachrichten bei $BAYN (+0,2 %) Bayer. Der Supreme Court (höchstes US-Gericht) nimmt eine Berufung im Fall Glyphosat an. Damit könnte der jahrelange Rechtsstreit für Bayer endgültig geklärt werden.
Das sind die wichtigsten Termine der kommenden Woche:
Dienstag: 8:00 Erzeugerpreise (DE)
Donnerstag: 14:30 BIP-Zahlen (USA)
Freitag: 4:00 Zinssatzentscheidung (Japan)
Meilenstein!
$BAYN (+0,2 %) 110% + in einem Jahr. Die Geduld und das nachkaufen haben sich gelohnt.
Die Doppel- und Dreifachmoral beim Investieren - Warum Glyphosat für die USA so wichtig ist
Die US-Regierung stützt Bayer im Streit um den Unkrautvernichter Glyphosat. Das liegt auch an einer kaum bekannten Mine: Dort fördert Bayer ein wirtschaftlich und militärisch bedeutendes Mineral.....
Gerade im Handelsblatt einen Artikel über $BAYN (+0,2 %) gelesen, der zum Nachdenken anregen sollte. Wer sich kritisch zu Glyphosat stellt, die USA "verteufelt" für ihr hegemonisches Verhalten, wer die Aktionäre von Bayer in den letzten Jahren belächelt hat... eine interessante Sicht auf das "Große und Ganze".....
Quelle: Handelsblatt vom 14.12.2025
Überraschend deutlich hat sich die US-Regierung vor wenigen Tagen an die Seite der Bayer AG gestellt. Das Weiße Haus unterstützt vollumfänglich eine Klage der Leverkusener vor dem obersten US-Gericht.
Bayer will am Supreme Court ein Grundsatzurteil erwirken, um die milliardenschwere Last der Klagen wegen des Unkrautvernichters Glyphosat loszuwerden.
Nach dem positiven Votum der US-Regierung stehen die Zeichen dafür nicht schlecht. Für die unerwartet klare Rückendeckung nennt die Regierung von Präsident Donald Trump vor allem juristische Gründe. Doch im Hintergrund geht es um handfeste politische und wirtschaftliche Ziele.
Bayer droht damit, die Glyphosat-Produktion in den USA einzustellen, sollten die Prozesse und Klagen nicht enden. Das könnte die Versorgung der amerikanischen Landwirtschaft gefährden. Für die USA steht dabei aber weit mehr als die Nahrungsmittelversorgung auf dem Spiel, zeigen Recherchen des Handelsblatts.
Was öffentlich kaum bekannt ist: Bayer ist in den USA einer der größten Minenbetreiber zur Förderung von Phosphat. Aus diesem Mineral wird das Pflanzenschutzmittel Glyphosat gewonnen. Mitte Oktober hat der Konzern die Erlaubnis für eine neue Mine im US-Bundesstaat Idaho bekommen, für die Bayer ein riesiges Abbaugebiet erschließen wird.
Wenige Wochen später hat die US-Regierung Phosphat zu einem Mineral erklärt, das „unverzichtbar für die US-Wirtschaft und für die nationale Sicherheit“ ist. Das zuständige US-Innenministerium hat am 6. November eine Liste von 60 solcher strategisch wichtiger Stoffe veröffentlicht.
Man werde dafür sorgen, dass diese Mineralien ausreichend in den USA abgebaut und verarbeitet werden und das Land wieder zu einer „Mineralien-Großmacht“ werde, sagte US-Innenminister Doug Burgum. In amerikanischen Industriekreisen heißt es: „Die Bayer-Mine wird in den USA als kritisch für das Vorhaben gewertet, in der Rohstoffversorgung unabhängig zu bleiben – besonders gegenüber China.“
Phosphat ist als Düngemittel von Bedeutung. Doch im Fall von Bayer geht es vor allem um den daraus hergestellten weißen Phosphor. Dieser Stoff wird für die Herstellung von Medikamenten, Chemikalien, Flammschutzmitteln oder Batteriematerialien gebraucht und ist dabei teils unersetzlich. Der Stoff wird außerdem für Rüstungsgüter wie Blend- oder Rauchgranaten und Bomben verwendet.
Bayer gilt als einer der bedeutendsten Produzenten in den USA. In einer Mine in Soda Springs/Idaho baut der Konzern Phosphat aus der Erdkruste ab und gewinnt daraus in einem nahegelegenen Werk weißen Phosphor. Die Anlage gibt es seit 65 Jahren, sie ist über den Kauf von Monsanto 2018 in den Bayer-Konzern gekommen.
Bayer verwendet weißen Phosphor für die eigene Glyphosat-Herstellung, versorgt aber mit dem Stoff nach eigenen Angaben auch andere Industriefirmen. Der Konzern unterstreicht zugleich, derzeit nicht das amerikanische Militär zu beliefern.
Bayer wirbt für Gesetzesänderungen in den USA
Zu den Motiven für die Rückendeckung durch Trump wollte sich Bayer nicht äußern. Nur so viel: „Wir begrüßen, dass die US-Regierung die große Bedeutung von Phosphat für die amerikanische Wirtschaft durch die Aufnahme in die Liste der kritischen Mineralien anerkennt“, teilte der Konzern auf Anfrage mit.
Bei den politischen Lobby-Vorstößen von Bayer in den USA dürfte dies ohne Frage nützlich sein. Der Gang zum Supreme Court der USA ist für die Leverkusener nur ein Weg, um die Welle von Klägern zu stoppen, die die Verwendung von Glyphosat für ihre Krebserkrankung verantwortlich machen. Bayer weist dies zurück und stützt sich auf Zulassungsbehörden wie die US-Umweltbehörde EPA, die Glyphosat als sicher einstufen.
Bayer verwendet weißen Phosphor für die eigene Glyphosat-Herstellung, versorgt aber mit dem Stoff nach eigenen Angaben auch andere Industriefirmen. Der Konzern unterstreicht zugleich, derzeit nicht das amerikanische Militär zu beliefern.
Bayer wirbt für Gesetzesänderungen in den USA
Zu den Motiven für die Rückendeckung durch Trump wollte sich Bayer nicht äußern. Nur so viel: „Wir begrüßen, dass die US-Regierung die große Bedeutung von Phosphat für die amerikanische Wirtschaft durch die Aufnahme in die Liste der kritischen Mineralien anerkennt“, teilte der Konzern auf Anfrage mit.
Bei den politischen Lobby-Vorstößen von Bayer in den USA dürfte dies ohne Frage nützlich sein. Der Gang zum Supreme Court der USA ist für die Leverkusener nur ein Weg, um die Welle von Klägern zu stoppen, die die Verwendung von Glyphosat für ihre Krebserkrankung verantwortlich machen. Bayer weist dies zurück und stützt sich auf Zulassungsbehörden wie die US-Umweltbehörde EPA, die Glyphosat als sicher einstufen.
Doch sind noch immer 65.000 Klagen anhängig. Seit vergangenem Jahr setzt sich Bayer bei US-Politikern für Gesetzesänderungen ein, mit denen Klagen weniger Aussicht auf Erfolg hätten und die Welle so gestoppt werden könnte. In einzelnen US-Bundesstaaten hatten die Leverkusener damit Erfolg. Auf nationaler Ebene stehen dazu noch Entscheidungen in Washington aus.
Rückendeckung auf höchster Ebene kann Bayer dort gebrauchen. In den vergangenen Monaten zeigte sich: Das Weiße Haus will die Glyphosat-Produktion schon deshalb im Land halten, weil sonst die Abhängigkeit von China in der Landwirtschaft droht.
Bayer ist der einzige große Produzent des Herbizids in den USA. Die dortige Landwirtschaft ist abhängig vom Einsatz des Mittels, um hohe Ernten zu sichern. Andernfalls drohen in den USA noch deutlich höhere Nahrungsmittelpreise.
Sollte Bayer die Vermarktung beenden, müssten die Landwirte das Herbizid aus China einkaufen. Die US-Farmer warnen seit Monaten in groß angelegten Kampagnen vor den Folgen und fordern die Sicherung von Glyphosat in den USA. Bayer initiiert diese Proteste mit.
Bayers großes Phosphatvorkommen in Idaho
Weniger laut geht es beim Thema Phosphat und weißer Phosphor zu. Hier taucht der Name Bayer gar nicht direkt auf: P4 Production LLC heißt die Tochtergesellschaft der Leverkusener, die den Tagebau in Idaho betreibt.
Mitte Oktober gab es für das Bergbaumanagement der Leverkusener Anlass zum Feiern: Das US-Innenministerium erteilte P4 die endgültige Genehmigung eines neuen Tagebaugebiets in der Region.
Dies war für Bayer wichtig, weil sich die Phosphatvorkommen in der bestehenden Mine dem Ende neigen. Nun darf der Konzern auf weiteren rund acht Quadratkilometern Fläche im Caldwell Canyon das Mineral fördern. Die Arbeiten dafür starten im nächsten Jahr.
Auf die Freigabe hatte Bayer mehrere Jahre warten müssen. Umweltschützer hatten 2023 erfolgreich gegen das Projekt geklagt – sie sahen den Lebensraum des in der Region lebenden Beifußhuhns gefährdet. Bayer einigte sich mit ihnen und sicherte zu, rund fünf Millionen Dollar für einen Treuhandfonds zur Wiederherstellung oder Erhaltung des Lebensraums zur Verfügung zu stellen.
Die US-Politik beklatscht die Einigung. Für das Land hat der Phosphat-Abbau in Idaho insgesamt große strategische Bedeutung. Nach Angaben des US-Innenministeriums kommen schon jetzt bis zu 30 Prozent des im Inland produzierten Phosphats aus der Region.
Das Vorkommen, das jetzt von Bayer erschlossen wird, gilt als eines der größten der USA. In Florida gibt es weitere große Fördergebiete, aber nur fünf Firmen bauen das Mineral im Land ab. Weltweit liegen die größten Phosphatvorkommen nach Angaben des US Geological Survey in Marokko, China und Russland – allesamt keine Länder, auf die Amerika angewiesen sein will.
Vorzugsstatus im Genehmigungsprozess
US-Präsident Trump hat daher mit seiner Executive Order 14241 angeordnet, die Unabhängigkeit des Landes bei seltenen Erden und wichtigen Mineralien herzustellen. „Die Freigabe des Bayer-Projekts unterstützt diese Executive Order und schafft eine stabile Quelle für Phosphat“, sagte Robert Taylor, der eine zum Innenministerium gehörende Landesbehörde in Idaho vertritt.
Die Mine bekam im Genehmigungsprozess der Behörden sogar einen Vorzugsstatus. In beteiligten Industriekreisen heißt es: „Das Bekenntnis zu Glyphosat und seiner Wertschöpfungskette ist in den USA groß.“ ...........

Termine KW50
Wie jeden Sonntag, die wichtigsten Nachrichten der letzten Woche, sowie die wichtigsten Termine der kommenden Woche.
Auch als Video:
https://youtube.com/shorts/GB4Z_GRSo5A?si=i9GRNwhrXp_YYedY
Dienstag:
$BAYN (+0,2 %) Bayer kann vorbörslich deutlich zulegen. Die US-Regierung setzt sich für ein Grundsatzurteil vor dem Supreme-Court im Fall von Glyphosat ein. Damit könnte die Klagewelle beendet werden.
Die Inflationsrate im Euroraum steigt überraschend auf 2,2 % an. Ökonomen hatten mit 2,1 % gerechnet. Ziel der EZB ist eine Inflation von 2 % im Euroraum.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/eurozone-inflation-100.html
$BOSS (+0,6 %) Hugo Boss rechnet 2026 mit sinkenden Umsätzen und wird dafür an der Börse abgestraft. 2026 wird ein Jahr der Refokussierung. 2027 & 2028 soll es dann wieder Wachstum geben.
Mittwoch:
Der ISM-Index für Dienstleister legt in den USA stärker zu als von Ökonomen erwartet und liegt jetzt bei 52,6 Punkten.
Donnerstag:
Kurz vor Weihnachten scheint der Einzelhandel im Euroraum zu schwächeln. Die Oktober-Umsätze verharrten auf dem Niveau von September. Die Stagnation kam allerdings nicht überraschend und wurde von Ökonomen schon erwartet.
Mittwoch: 20:00 Fed-Zinsentscheid (USA)
Donnerstag: 14:30 Erzeugerpreise (USA)
Freitag: 08:00 Inflationsdaten (DE)
Fallen Dir noch weitere Termine ein?
Klage gegen Lebensmittelkonzerne
$KHC (+1,56 %) , $PEP (-1,3 %) , $NESN (+1,31 %) , $KO (-0,47 %)
Verschiedene Medien berichten über eine Klage gegen diverse Lebensmittelriesen wegen stark verarbeiteter Lebensmittel in den USA. Was haltet Ihr davon?
Ich finde es in der Tat alarmierend für diejenigen, die sich durch diese Aktien langfristiges organisches Wachstum und Dividenden erhoffen. Eigentlich galten die genannten Unternehmen - speziell CocaCola - als sichere Bank. Die Klage ist ein Risiko. Vielleicht nicht zu vergleichen mit den GlyphosatKlagen bei $BAYN (+0,2 %) , aber bei US Gerichten können ja immer mal wieder erstaunliche Beträge erstritten werden.
Klage gegen Lebensmittelriesen: Achtung, Dividendenanleger und Buffett-Jünger! Hier droht jetzt Ungemach! - 03.12.2025 https://share.google/AkdCFcfq8JNMzjsPB
Wenn man raucht ist das ungesund.
Wenn man Alkohol trinkt ist das ungesund.
Wenn man fettiges Essen isst ist das ungesund.
Wenn man ski fährt, kann man sich die Beine brechen
Ja. Ist allgemein bekannt. Muss jeder für sich selbst entscheiden und dann eben mit potentiellen Konsequenzen rechnen.
Unglaublich - Verlust wird weniger
$BAYN (+0,2 %) . Ich werde verrückt. Nach über 70% Verlust nach den aktuellen Nachrichten und Spekulationen nur noch -58% im Minus. Das wird noch ne richtige Rakete!!! 😂
Bayer Aktie steigt stark - US-Regierung unterstützt den Pharmakonzern im Glyphosat-Streit
Gerade im Handelsblatt für $BAYN (+0,2 %) reingetickert.
Die Trump-Regierung setzt sich dafür ein, dass der Supreme Court ein Grundsatzurteil fällt. Ein Sieg könnte Bayer von der Klagewelle befreien. Die Aktie legt kräftig zu.
Düsseldorf. Die Bayer AG hat einen wichtigen Erfolg im milliardenschweren Rechtsstreit um mögliche Krebsrisiken des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup erzielt. Die US-Regierung unterstützt die Klage des Konzerns vor dem obersten US-Gericht, wie das Weiße Haus am Montag bekannt gab. Ein Urteil des Supreme Court könnte Bayer auf einen Schlag von Klagewelle weitgehend befreien.
Der Generalanwalt der US-Regierung hat das Gericht aufgefordert, den Fall anzunehmen und für rechtliche Klarheit zu sorgen. Die Richter hatten zuvor um seine Einschätzung gebeten und folgen in der Regel seiner Empfehlung. Wird die Klage zugelassen, hat Bayer gute Chancen auf eine für den Konzern positive Entscheidung.
Die Glyphosat-Klagewelle ist seit Jahren eines der zentralen Probleme von Bayer und belastet den Aktienkurs schwer. Anleger sehen eine Lösung in dem Rechtsstreit jetzt offenbar greifbar nahe. Die Bayer-Aktie zog zum Handelsstart am Dienstag um fast 15 Prozent auf bis zu 35 Euro an. Das wäre das höchste Niveau seit Anfang 2024.
Glyphosat-Streit kostete Bayer schon mehr als zehn Milliarden Euro
Der Konzern hat sich das Glyphosat-Problem mit der 2018 vollzogenen Übernahme des US-Agrarchemiekonzerns Monsanto eingefangen. Über 100.000 Klagen sind seither wegen angeblicher Krebsgefahren eingegangen. Vor Gericht hat Bayer Prozesse verloren und gewonnen – eine eindeutige Richtung gab es dabei nicht.
Bisher hat der Rechtsstreit den Konzern mehr als zehn Milliarden Euro allein für Vergleichszahlungen gekostet. Weitere rund sieben Milliarden Euro hat Bayer für die Beilegung zurückgestellt. Derzeit sind noch mehr als 60.000 Klagen anhängig.
In dem Rechtsstreit geht es im Prinzip um eine einfache Frage: Muss Monsanto und damit Bayer auf dem Beipackzettel von Glyphosat vor Krebsrisiken warnen? Der Konzern verneint dies. Denn die US-Umweltbehörde EPA stuft den Unkrautvernichter weiterhin als uneingeschränkt sicher ein und schreibt keine Warnhinweise vor. Die EPA ist als oberste US-Behörde für die Zulassung des Mittels verantwortlich.
Die Kläger hingegen stützen sich auf Verordnungen in US-Bundestaaten, die den Vorgaben der EPA nicht vollumfänglich folgen. Das war die Grundlage schon für ihre ersten spektakulären Siege vor Gerichten, etwa in Kalifornien und Missouri. Bayer wurde dort zu Schadenersatzzahlungen in teils dreistelliger Millionenhöhe verurteilt.
US-Regierung stützt Argumentation des Konzerns
Bayer sieht in den Fällen einen Konflikt zwischen Bundesrecht durch die EPA und dem Recht auf Ebene der Bundesstaaten. Der Supreme Court soll laut Klage von Bayer klarstellen, dass die Glyphosat-Regulierung durch die EPA in allen Staaten bindend ist.
Die US-Regierung stützt nun Bayers zentrale Argumentation, wonach die Zulassung eines Pestizids durch eine Bundesbehörde nicht durch Klagen in einzelnen Bundesstaaten ausgehebelt werden dürfe. Konkret geht es um Bayers Antrag, ein Urteil aus dem Bundesstaat Missouri zu kippen, das einem Kläger eine Entschädigung von 1,25 Millionen Dollar zugesprochen hatte.
Der Vertreter der US-Regierung, Generalanwalt D. John Sauer, erklärte in seinem Schreiben, die EPA habe wiederholt festgestellt, dass Glyphosat für Menschen wahrscheinlich nicht krebserregend sei.
Die Behörde habe daher die Etiketten für Roundup stets ohne eine entsprechende Krebswarnung genehmigt. Wenn Gerichte in den Bundesstaaten jedoch gegenteilige Urteile fällten, würden sie die wissenschaftliche Einschätzung der zuständigen Bundesbehörde untergraben.
Quelle: Handelsblatt 02.12.2025

Meistdiskutierte Wertpapiere
Top-Creator dieser Woche


