Kupfer zieht seit heute Nacht stark an. Seid ihr dabei ? Wie seht ihr die Entwicklung ?
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9Commodity-Rotation-Ansatz – ein technischer Versuch, Rohstofftrends greifbar zu machen
Lesedauer: ca. 10 Minuten
Viele Aktien sind zuletzt sehr gut gelaufen. Doch wo es lange nur nach oben ging, kommen irgendwann auch Rücksetzer. Der Markt reagiert aktuell sensibel – schon kleinere Nachrichten führen zu deutlichen Bewegungen. Ein Beispiel sind die jüngsten Sorgen über die Kreditqualität kleinerer US-Regionalbanken, die gestern und heute spürbare Kursverluste ausgelöst haben.
Auch deshalb stellt sich die Frage, ob Rohstoffe künftig wieder eine größere Rolle spielen könnten – nicht als Ersatz, sondern als Teil einer breiteren Diversifikation. Gerade in Phasen, in denen Aktienmärkte nervös reagieren, können Rohstoffe ein taktisches Gegengewicht bilden. Aus dieser Überlegung heraus entstand die Idee, sie systematisch zu handeln – nicht über Gefühl, sondern über Regeln.
Die Inspiration kam durch einen Erdgas-Trade, den @Epi vorgestellt hatte. Er war weniger wegen des Ergebnisses spannend als wegen der dahinterliegenden Dynamik. Wie lässt sich so etwas regelbasiert abbilden? Wann entsteht Momentum, wann ist ein Trend tragfähig – und wann endet er?
So entstand der Commodity-Rotation-Ansatz – ein Versuch, die Bewegungen der Rohstoffmärkte mit technischer Disziplin zu begreifen. Der Ansatz setzt konsequent auf Momentum: Er will nicht den Boden erraten, sondern die Stärke begleiten. Ich habe ihn bislang nicht praktisch ausprobiert. Doch die Struktur steht, und sie zeigt, wie sich ein taktischer, signalbasierter Rohstoffansatz konstruieren lässt.
Rohstoffe verlaufen selten gleichmäßig. Sie bewegen sich in Wellen, getrieben von Nachfrage, Lagerbeständen, Politik und Währung. Diese Bewegungen sind kaum vorhersehbar – aber sie sind messbar. Der Ansatz betrachtet den Markt deshalb als ein rotierendes Spielfeld: Energie, Metalle, Agrar – Kapital wandert beständig zwischen diesen Segmenten. Ziel ist es nicht, vorherzusehen, woher der nächste Impuls kommt, sondern dort zu investieren, wo der Trend bereits sichtbar ist. Immer nur der stärkste Rohstoff zählt – der Rest bleibt außen vor.
Das Universum umfasst neun liquide, über WisdomTree handelbare Basis-ETFs. Jeder steht für einen eigenen Zyklus, gemeinsam bilden sie das gesamte Spektrum des globalen Rohstoffmarkts:
- $PHGP (-0,47 %) (Gold) – Stabilitätsanker in Phasen hoher Unsicherheit, typischer Gegenpol zu Risikoanlagen.
- $PHAG (-3,17 %) (Silber) – volatiler als Gold, mit industrieller Komponente, stark in Bullenphasen.
- $CRUD (+2,15 %) (WTI-Öl) – zentraler Energieträger, sensibel für OPEC-Politik und Konjunktur.
- $NGAS (-2,35 %) (Erdgas) – stark schwankend, wetter- und lagergetrieben, mit hohem Momentum in Engpassphasen.
- $COPA (+0,86 %) (Kupfer) – Frühindikator der Weltkonjunktur, profitiert von Elektrifizierung und Infrastruktur.
- $PHPT (-4,09 %) (Platin) – Edelmetall mit industrieller Bedeutung, etwa in der Automobil- und Wasserstoffwirtschaft.
- $WEAT (+5,97 %) (Weizen) – zyklisch und wetterabhängig, repräsentiert den Agrarsektor.
- $CORN (+1,96 %) (Mais) – Basisrohstoff für Ernährung und Energieproduktion, oft parallel zu Öl- und Agrartrends.
- $COFF (-1,47 %) (Kaffee) – saisonaler Markt mit starken Preisschwankungen, beeinflusst durch Klima und Währungen.
Damit sind Energie, Industrie, Edelmetalle und Agrar vollständig abgedeckt – ohne Überlappungen, aber mit ausreichender Breite, um Rotation sichtbar zu machen.
Der Ansatz folgt einem festen Ablauf, der wöchentlich überprüft wird. Ein Rohstoff wird nur dann berücksichtigt, wenn seine Sechs-Monats-Performance positiv ist. Erst oberhalb von einem Prozent gilt er als aktivierbar. Danach folgt die Trendprüfung: Der Kurs muss über dem GD50 liegen, und der kurzfristige Durchschnitt (GD20) muss den GD50 übersteigen. Erst dann gilt der Trend als bestätigt. Der RSI dient als Kontrollgröße. Werte zwischen 50 und 70 signalisieren Stabilität, über 75 Überhitzung, unter 40 Schwäche. Steigt der RSI zu stark oder fällt er deutlich, reagiert der Ansatz automatisch: Überhitzte Bewegungen werden reduziert, gebrochene Trends verkauft.
Die Trendstärke entscheidet über den Hebel. Liegt die Sechs-Monats-Performance über 10 %, darf ein dreifach gehebelter ETF genutzt werden. Zwischen 5 % und 10 % bleibt es bei der 2×-Variante. Darunter wird der Basis-ETF gehandelt – das Risiko wächst mit der Stärke des Trends, nicht mit dem Bauchgefühl.
Auch die Verlustbegrenzung ist klar geregelt. Bei der 1×-Variante erfolgt der Ausstieg bei einem Verlust von mehr als 5 %, bei 2× ab 10 %, bei 3× ab 15 %. So bleibt das maximale Risiko pro Position konstant. Die Gewinnsicherung erfolgt in zwei Stufen. Steigt der RSI über 75 oder fällt der Kurs unter den GD50, wird die Hälfte der Position verkauft, während der Rest weiterläuft, solange der langfristige Trend (GD50 > GD200) intakt bleibt. Fällt der Kurs unter den GD200, wird vollständig verkauft.
Alle Signale werden wöchentlich neu bewertet. Wenn ein anderer Rohstoff im Ranking stärker abschneidet, erfolgt ebenfalls der Ausstieg – die Position wird rotiert. Der Ansatz hält nie mehr als eine Position gleichzeitig.
Zur besseren Übersicht lässt sich das Regelwerk auch komprimiert zusammenfassen:
- Momentum: Nur aktive Rohstoffe mit positiver Sechs-Monats-Performance (> 1 %).
- Trendstruktur: Kurs > GD50 und GD20 > GD50 als Voraussetzung für Long-Signale.
- RSI-Filter: Einstieg nur bei 50 < RSI < 70; über 75 Teilverkauf, unter 40 Verkauf.
- Hebelsteuerung: Performance > 10 % → 3× ETF; 5–10 % → 2× ETF; < 5 % → Basis.
- Stop-Loss: – 5 % (1×), – 10 % (2×), – 15 % (3×).
- Take-Profit 1: RSI > 75 oder Kurs < GD50 → 50 % Verkauf, Rest halten bei GD50 > GD200.
- Take-Profit 2: Kurs < GD200 → vollständiger Verkauf.
- Rotation: Wöchentliche Neubewertung – bei stärkerem Rohstoff oder Verstoß gegen eine der Regeln → Ausstieg und Wechsel.
Diese Zusammenfassung zeigt, dass der Ansatz nicht auf Intuition setzt, sondern auf klare, wiederholbare Entscheidungslogik. Es geht nicht um die perfekte Prognose, sondern um konsequentes Reagieren – das ist der Kern jeder Momentum-Strategie.
Wie das praktisch funktioniert, lässt sich leicht verdeutlichen. Steigt $CRUD (+2,15 %) auf eine Sechs-Monats-Performance von +12 %, GD20 > GD50, RSI = 63, erfolgt der Einstieg über den 3× ETF. Steigt der RSI später über 75, wird die Hälfte verkauft. Fällt der Kurs unter GD200, folgt der vollständige Ausstieg. Oder: Wenn im wöchentlichen Ranking ein anderer Rohstoff, etwa $COPA (+0,86 %) (Kupfer), stärkere Signale liefert, wird ebenfalls gewechselt. So bleibt der Ansatz beweglich, aber konsequent regelbasiert.
Der Commodity-Rotation-Ansatz ist kein starres Handelssystem, sondern ein Versuch, Struktur in die Volatilität der Rohstoffmärkte zu bringen. Er definiert, wann ein Einstieg gerechtfertigt ist, wie stark gehebelt werden darf, wann Gewinne zu sichern sind und wann konsequent auszusteigen ist – sei es durch einen Trendbruch oder durch relative Schwäche im Vergleich zum Rest des Universums.
Ich habe diesen Ansatz bisher nicht praktisch umgesetzt. Aber schon die Entwicklung hat gezeigt, wie hilfreich es sein kann, Emotionen durch Regeln zu ersetzen. Ob er sich in der Praxis bewährt, wird sich zeigen.
Was haltet ihr von dem Ansatz?
Fehlen Rohstoffe – oder könnten manche raus?
Wie steht ihr zum Regelwerk – soweit plausibel?
Lasst uns über diese Idee diskutieren.
Black Swan: Der Tag, an dem KI die Börsen lahmlegt
KI-getriebener Flash Crash
Ein KI Flash-Crash entsteht, wenn moderne Handelsalgorithmen in Sekundenschnelle massive Verkaufswellen auslösen.
meist sind diese Systeme so programmiert, dass sie auf Kursänderungen oder Daten Signale reagieren, etwa Stop Loss Limits oder kurzzeitige Kursstürze.
Erreicht eine Aktie einen kritischen Preis, feuern darauf programmierte Algorithmen automatisch Verkäufe ab.
Diese Order treiben den Kurs weiter hinunter, wodurch weitere Algorithmen mit ähnlichen Mechanismen auch verkaufen („Sell Side Momentum“).
Durch diesen sogenannten Kaskaden Effekt kann der Preis innerhalb von Minuten extrem einbrechen.
(Beispiel: Kaskaden Effekt der Kritischen Infrastruktur bei Starkniederschlag)
Die Handelsgeschwindigkeit der KI Modelle ist heute so hoch, dass kleinste Auslöser (bsp. Fehlsignale) blitzschnell in einem Sturm aus Trades enden.
Experten warnen, dass viele KI Modelle auf ähnlichen Daten basieren und daher ein „Schwarmdenken“ entstehen kann:
Wenn mehrere Systeme gleichzeitig die selben Signale falsch interpretieren, kann aus einem kleinen Kursrutsch sehr schnell ein riesiger Ausverkauf werden.
(Beispiel: Der Flash Crash vom 6. Mai 2010 begann damit, dass ein großes Verkaufsprogramm für S&P-500-Futures ausgelöst wurde.)
(https://www.advisorperspectives.com)
Zwar erholten sich die Märkte bis Handelsschluss wieder, doch das Beispiel zeigt, wie Dominoeffekte durch automatisierte Orders entstehen können.
Zusätzlich kann KI selbst mitreden:
Moderne Systeme lesen Nachrichten und soziale Medien in Echtzeit aus und reagieren eigenständig.
So können Bots auch völlig neue Informationen einbeziehen (Tweets oder Nachrichten) und daraus Kauf oder Verkaufssignale generieren.
Fälschlicherweise generierte oder falsch interpretierte Nachrichten können daher sofort zu Verkäufen führen.
1.
Mögliche Trigger
Datenfehler oder Manipulation:
Fehlerhafte Marktdaten (Preise, Volumen) oder Cyber Angriffe auf Daten können falsche Signale auslösen.
Algorithmen, die blind auf Daten reagieren, könnten fälschlicherweise Verkäufe oder Käufe auslösen.
Der Begriff:
„Simulation Deception“
(https://www.tencentcloud.com/techpedia/118834)
beschreibt künstliche Muster im Markt, die durch manipulierte Daten entstehen.
So könnte ein Angreifer mit gefälschten Kauf/ Verkaufsaufträgen (Spoofing) künstlich Liquidität vorspielen woraufhin KI Systeme panisch in die Gegenrichtung handeln.
Fake News und Deepfakes:
Künstliche Intelligenz erlaubt inzwischen täuschend echte Falschmeldungen (Deepfake Video, gefälschte Tweets etc.).
(Beispiel: am 16. Juli 2025 schrieb das Kongressmitglied Anna Paulina Luna aus Florida auf X (Twitter), sie habe von Präsident Trump gehört, dass Fed Chef Powell sofort entlassen werde.)
(https://www.advisorperspectives.com)
(https://www.advisorperspectives.com)
KI durchsuchte alle Social Media Beiträge gezielt nach handelbaren Nachrichten. Es wurde fündig und eine heftige Reaktion an den Anleihen und Aktienmärkten folgte, wie oben dargestellt.
In früheren Fällen wäre die Wirkung möglicherweise abgeschwächt gewesen, da der Präsident schneller hätte reagieren und die Aussagen zurückweisen können, noch bevor viele Marktteilnehmer das Gerücht überhaupt wahrgenommen hätten.
Selbst wenig bekannte Posts können durch KI Aufmerksamkeit binnen Minuten zu starken Marktbewegungen führen.
Weltwirtschaftsforum Analysen warnen explizit:
Maschinengenerierte Fake News können wie ein Flash Crash-Auslöser wirken.
Immer mehr Bots können solche Falschinformationen gezielt verbreiten, um Handelsalgorithmen zu täuschen.
KI Fehlinterpretation:
Selbst wenn die Daten korrekt sind, können KI Modelle sie falsch deuten.
Handelsalgorithmen, die komplexe Daten (News, technische Indikatoren) verarbeiten, laufen Gefahr, irrelevanten Lärm als Signal zu deuten.
Lawfare nennt als Beispiel, dass KI gestützte Systeme schon 2010 und 2016 den Markt „falsch gelesen“ haben und unbegründete Verkaufswellen starteten.
"A few algorithms in use simply misread
the market. The unwarranted sell-off initiated by those mistaken models then caused other programs to respond in kind. The $1 trillion lost in that half hour period was eventually made up thanks to human intervention. "
In Zukunft sind solche Fehlinterpretationen umso kritischer, da KI Modelle riesige Datenmengen aus sozialen Medien und Nachrichten auswerten.
Paniksignale/ Kaskaden:
In einem angeschlagenen Markt können automatisierte Risikoabschaltungen (Stopp Sales nach festem Verlustlimit) ein Wettrennen auslösen.
Erreicht etwa eine Kennzahl ($VIX, Index-Level) einen kritischen Wert, schalten viele Systeme gleichzeitig auf Sicherheit – was als künstlicher Panikimpuls den Niederschlag einer Sorte gleichartiger Vermögenswerte bewirken kann.
2.
Betroffene Anlageklassen
Ein KI Flash Crash wirkt sich über verschiedene Anlageklassen aus:
Aktien:
Dies ist oft der erste Anstoß eines Crashs.
Weltweit gelistete Aktien (Indizes wie S&P 500, DAX, Nikkei) sehen in Sekundenschnelle massive Kursverluste.
Ein Shutdown einer großen Position etwa kann andere Algorithmen zum panikartigen Verkauf veranlassen.
Historisch hat der Aktienmarkt solche Ausverkaufs Wellen mehrfach erlebt.
2010 Dow $DJIA
2014 US bonds
Ein KI gestützter Flash Crash würde diesen Mechanismus noch beschleunigen. Nach einem starken Einbruch folgt meist eine teilweise Erholung innerhalb weniger Tage oder Wochen.
Anleihen:
Auch Rentenmärkte können "flashen".
Im berühmten Treasury Flash Crash 2014 stürzte in zwölf Minuten die Rendite der US 10-Year U.S. Treasury Yield um 1,6 % mit anschließender Erholung – ausgelöst durch algorithmische Verkaufsorders auf Rekordniveau.
(https://www.researchgate.net)
(Theoretisch können KI hier gegen agieren:
In einer Aktienpanik flüchten Investoren oft in Bonds (Kurs steigt, Rendite fällt).
Aber KI gesteuerte Bondfonds könnten gleichzeitig, automatisch bestimmte Schwellenwerte erreichen und zum Verkauf von Anleihen oder Anleihen Futures auslösen.
Dadurch könnten sich kurzfristig starke Zinsausschläge einstellen, auch wenn die Fundamentaldaten dies nicht rechtfertigen.)
Rohstoffe:
Bei großer Unsicherheit kippen oft auch Rohstoffpreise.
Typischerweise fallen Öl ($IOIL00 (+5,43 %) ), Gas ($NGS ) und Industriemetallpreise ($COPA (+0,86 %) , $ALUM (-1,4 %) , $ZINC (+0,71 %) ) in einer Crash Phase wegen erwarteter schwächerer Nachfrage.
KI Programme am Rohstoffmarkt (z. B. im Öl oder Goldfutures Handel) könnten diesen Absturz verstärken oder sogar einen „mini Flash Crash“ in einzelnen Rohstoffen auslösen.
(Beispiel: der Silber Futures Einbruch im Juli 2017:
Preissturz um über 11 % während Asienschluss, als dünner Handel durch Algorithmenverschiebungen schuldgemacht wurde.)
KI in Rohstoffmärkten kann also sowohl Verkaufsspitzen auslösen als auch durch Nachkaufprogramme eine schnelle Gegenbewegung einleiten.
Kryptowährungen:
Diese gelten als besonders volatil.
KI Trading Bots gibt es überall, so sind Kryptowährungen also im Freien Fall, wenn viele Bots gleichzeitig „Fear“ Signale erkennen.
(Beispiel: Im Mai 2021 stürzte $BTC (+0,21 %)
innerhalb von Stunden um etwa 30 % ab unter anderem, weil viele Algorithmen nach Signalen zu Chinas Bitcoin Verbot massenhaft verkauften.)
$ETH (+0,11 %) erlebte 2017 einen Flash Crash auf einer Plattform, weil eine riesige Verkaufsorder viele automatisierte Trades auslöste.
Krypto Märkte laufen 24/7, sind unregulierter und somit anfälliger für algorithmische Kettenreaktionen.
3.
Risiko Matrix nach Region
Die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadensausmaß eines Crashs unterscheiden sich regional:
USA:
- Sehr hohes Handelsvolumen und dominanter Einsatz von KI Algorithmen in New York und Chicago.
- Große Index-Futures können als Initiatoren wirken.
- Wahrscheinlichkeit eines Crashs wird als moderat bis hoch eingeschätzt, da hier viel automatisiert gehandelt wird.
- Schaden wäre extrem hoch, da die US-Märkte global systemrelevant sind.
- Handelsstopps mildern am Handelstag, aber ein Crash-Effekt auf weltweite Investorenstimmung wäre gewaltig.
Europa:
- Starke Abhängigkeit von passiven Fonds und ETFs (u.a von $BLK (+0,94 %) iShares).
- Algorithmen sind verbreitet, aber etwas geringer als in den USA.
- Wahrscheinlichkeit eher mittel, Schaden hoch.
- ETF-Crashs zeigen, dass plötzliche Panik auch hier zu Kettenreaktionen in Aktien führen kann.
- Europäische Bankenkrise könnte entstehen, falls Kreditmärkte durch US-Schocks belastet werden.
Asien:
- Regulations- und Handelszeiten unterscheiden sich.
- Flash-Crashs können sich schnell auf Asien auswirken (Nikkei, SSE), insbesondere wenn sie nachts bei dünnem Handel starten.
Mittlere Wahrscheinlichkeit und mittlerer Schaden – weil Asiatische Märkte schneller schließen und zumeist später reagieren.- Crashs in Asien könnten z.B. die Yen- oder Euro-Entwicklung beeinflussen.
Krypto:
- Markt rund um die Uhr offen, wenig Regulierung, große Hebel.
- Wahrscheinlichkeitsmäßig ist ein großer Crash in Crypto sehr hoch, da Preisstürze hier häufiger und von KI-Bots getrieben werden.
- Schaden bleibt oft auf Krypto-Anleger beschränkt, kann aber über verknüpfte Finanzielle Mittel (Bitcoin-ETFs, gehebelte Krypto-Produkte) auch traditionelle Märkte belasten.
Die Matrix-Übersicht könnte also zeigen:
- Kurzfristig (Minuten bis Tage):
Ein plötzlicher Flash Crash würde Sekunden bis Minuten dauern.
Kurse stürzen ab, viele Stop Loss Orders werden ausgelöst.
Börsen schalten automatische Handelspausen ein, um Algorithmus Spiralen zu stoppen.
Anleger verlieren in kürzester Zeit Milliarden, viele Märkte sind zeitweise illiquide.
Das Vertrauen bricht ein, viele Investoren panisch und uninformiert.
- Mittelfristig (Wochen bis Monate):
In den folgenden Tagen bis Wochen sollten sich die Märkte wieder stabilisieren, da Antizyklische KI und manuelle Orders eingreifen.
Mittelfristig könnten Wirtschaftsdaten beeinträchtigt werden, falls ein Crash sich auf Finanzierungsbedingungen auswirkt.
Medien und Öffentlichkeit werden über Monate hinweg das Vertrauen in digitale Märkte hinterfragen.
Anleger berichten über Konsequenzen wie erhöhter Nachfrage nach sicheren Anlagen (Gold, Staatsanleihen).
- Langfristig (Jahre):
Regulierung und Marktmechanismen würden sich anpassen.
Wir könnten einen Regulierungs Boost erwarten:
- Strengere Regeln für KI im Handel
- Transparenzpflichten für Algorithmus Modelle
- Überwachung von Finanz KI durch Aufsichten (SEC, BaFin, ESMA etc.).
Schon in der Vergangenheit führte der 2010er Flash Crash zu neuen Handelsunterbrechungen und Überlegungen zu Handelssystem Anforderungen.
Ein KI Crash würde wahrscheinlich disziplinierende Wirkung haben:
Anbieter müssen robustere KI Modelle entwickeln, und Notfall Pläne (Kill Switches) könnten Pflicht werden.
Langfristig könnte sich das Vertrauen nur langsam erholen:
Institutionelle Investoren würden KI Systemen nur noch bedingtes Vertrauen schenken, und viele Privatanleger könnten sich zeitweilig zurückhalten oder alternative Strategien bevorzugen.
4.
Konkrete Akteure und Technologien
BlackRock Aladdin:
Das KI System Aladdin von BlackRock steuert heute mehr als 30.000 Portfolios und rebalanced permanent enorme Kapitalmengen.
Wird Aladdin für ETFs oder Fonds routinemäßig zu stark verkaufend programmiert, kann das Milliarden Order auslösen.
Nvidia & KI-Chips:
$NVDA (-0,69 %) liefert die Hardware für viele KI Modelle und ist selbst ein Marktstar.
Hohe Erwartungen an KI befeuern Nvidias Börsenkurs seit Jahren.
Algorithmen sind stark auf solche Aktien fixiert.
Fällt beispielsweise Nvidias Kurs abrupt, triggern viele Strategien Verkaufsprogramme.
Solch ein Dominoeffekt
$NVDA (-0,69 %) -> $SEMI (+0,54 %) -> $CSNDX (-0,02 %)
könnte einen Crash befeuern.
In der Praxis wurde gezeigt, dass Nvidia sehr volatil auf makroökonomische wie geopolitische Nachrichten reagiert die nächste KI Turbulenz könnte somit den gesamten Tech Sektor nach unten reißen.
KI Bots auf Binance (Crypto):
In Krypto Börsen wie Binance handeln viele Nutzer mit automatischen Bots.
Ein Großteil des Krypto Handelsvolumens stammt von KI gestützten Systemen.
Diese Bots können zeitgleich Verkaufs oder Kaufwellen erzeugen.
KI-gesteuertes ETF-Rebalancing:
Große Index ETFs und passive Fonds (BlackRock iShares, Vanguard etc.) nutzen automatisierte Systeme, um Indexänderungen umzusetzen.
Steigen oder fallen Indizes schnell, starten viele ETFs gleichzeitig Umschichtungen.
Bei negativer KI Signallage könnten alle KI basierten Fonds gleichzeitig verkaufen.
Dies schafft massive Verkaufsorder in kurzer Zeit.
Weil es sich um Milliardenvolumina handelt, kann allein das Rebalancing einen Crash weiter antreiben.
Sonstige Akteure:
Auch Nachrichtenagenturen, Indexbetreiber (bsp. $MSCI (+3,04 %) ), Hedgefonds mit KI Strategien und Social Trading Plattformen tragen bei.
Jeder plötzliche Ausfall (bsp. Stromausfall bei NYSE) oder Hackerangriff auf Börsensysteme könnte die KI Systeme am Aktienmarkt zusätzlich irritieren.
„Wenn Algorithmen aufeinanderprallen und Märkte in Sekundenbruchteilen erzittern, zeigt sich die neue Macht der KI: Geschwindigkeit ohne Gnade, Präzision ohne Emotion. Ein Funke reicht – und der Dominoeffekt rast durch Indizes, Derivate und Krypto-Sphären. Der KI-getriebene Flash Crash ist kein ferner Schatten mehr, sondern das Echo einer Zukunft, in der die Maschinen den Takt der Finanzwelt schlagen.“
Schreibt mir gern euer Feedback zu diesem Beitrag in die Kommentare und ob euch so etwas interessiert.
Mein plan war es heute morgen eigentlich nur, einen kleinen Post über dieses Thema zu schreiben, aber es wurde jetzt doch ein bisschen länger. So schnell sitzt man den ganzen Tag dran und schreibt.
@Kundenservice bitte die maximale Bildermenge für einen Post erhöhen, hab leider nicht alles an Bilder reinbekommen was ich rausgesucht hatte.
Quellen:
- https://www.ig.com/en/trading-strategies/flash-crashes-explained-190503#:~:text=speeds%20based%20on%20pre,as%20the%20prices%20go%20down
- https://www.advisorperspectives.com/articles/2025/07/28/ai-transforming-markets#:~:text=I%20started%20this%20article%20by,a%20flash%20crash%20or%20surge
- https://www.lawfaremedia.org/article/selling-spirals--avoiding-an-ai-flash-crash#:~:text=an%20otherwise%20normal%20trading%20day,up%20thanks%20to%20human%20intervention
- https://www.ig.com/en/trading-strategies/flash-crashes-explained-190503#:~:text=2010%20flash%20crash%3A%20Dow%20Jones
- https://www.advisorperspectives.com/articles/2025/07/28/ai-transforming-markets#:~:text=For%20example%2C%20on%20July%2016%2C,last%20week%20was%20lightning%20fast
- https://www.binance.com/en/square/post/22230680857314
- https://www.tencentcloud.com/techpedia/118834
- https://www.weforum.org/stories/2023/04/technology-vulnerabilities-financial-system/#:~:text=However%2C%20IoT%20botnets%2C%20which%20tamper,grid%20and%20influence%20market%20prices
- https://www.lawfaremedia.org/article/selling-spirals--avoiding-an-ai-flash-crash#:~:text=But%20this%20was%20not%20a,speed%20selling%20spirals.”
- https://corporatefinanceinstitute.com/resources/career-map/sell-side/capital-markets/flash-crashes/#:~:text=Using%20algorithms%20to%20trade%20has,plunge%20in%20the%20market%20occurs
- https://www.ig.com/en/trading-strategies/flash-crashes-explained-190503#:~:text=The%20flash%20crash%20of%20the,impact%20these%20events%20can%20have
- https://www.tastyfx.com/news/flash-crashes-explained-190503/#:~:text=The%20DJIA%20suffered%20yet%20another,NYSE
- https://www.occ.gov/news-issuances/speeches/2024/pub-speech-2024-61.pdf#:~:text=flash%20crashes%2C%20which%20have%20been,4
- https://www.zerodaylaw.com/blog/ai-compliance-safeguarding-financial-markets#:~:text=The%20reliance%20on%20AI%20for,reaching%20consequences
- https://www.nasdaq.com
- https://medium.com
- https://corporatefinanceinstitute.com
- https://www.tastyfx.com
- https://www.binance.com/en
- https://www.lawfaremedia.org
- https://www.weforum.org
- https://www.ig.com/de
- https://www.tencentcloud.com
- https://www.occ.gov
- https://www.ssrn.com/index.cfm/en
- https://www.advisorperspectives.com
- https://www.zerodaylaw.com
- https://www.curiousmonky.com
+ 6
Der berühmteste Algo Crash war übrigens am 19.10.1987, als der DowJones binnen Stunden um 22% gefallen ist. Das gab einige Suizide! 🥶
kupfer
$COPA (+0,86 %) was hier passiert, Zollschock ? evtl guter zeitpunkt für $3HCL (-1,7 %) einstieg ?
Ich habe weiter nachgekauft.
Precious-Metal-Supercycle? Das Imperium der Metalle schlägt zurück
YTD-Rendite:
🥇 Gold: ≈ +39,1 %
🥈 Silber: ≈ +24,7 %
🥉 Kupfer: ≈ +20,6 %
⚗️ Palladium: ≈ +34,5 %
💎 Platin: ≈ +45,4 %
🥇Gold:
📈Charttechnik: Der Aufwärtstrend verläuft in einem sauberen steigenden Wochen-Kanal.
Das Allzeithoch bei 3 500 $/oz (22. Apr.) ist intakt; Rücksetzer bis zur 50-Tage-EMA (~3 300 $) wurden jedes Mal aufgefangen.
Primäre Support-Zone: 3 200 – 3 100 $ – das frühere Ausbruchslevel. RSI > 60 bestätigt bullishes Momentum.
ℹ️Fundamental-Treiber Nr. 1: Zentralbank-Käufe.
2025 peilt der offizielle Sektor erneut ≈ 1 000 t an – das 4. Jahr in Folge massiver Zukäufe, getrieben von De-Dollarisierung und geopolitischer Absicherung.
🥈Silber:
📈Charttechnik:
Trotz +25 % YTD liegt der Kurs noch ~30 % unter dem historischen Spitzenwert von 49 $. Die mehrdekadige Cup-and-Handle-Formation nähert sich der Nackenlinie bei 36 – 37 $; ein signifikanter Wochenschluss darüber könnte ein Ziel oberhalb 75 $ aktivieren. Kurzfristige Supports: 34,8 $ (Breakout-Level Mai) und 32 $.
ℹ️Fundamental-Treiber Nr. 1: Angebotsdefizit.
Der World Silver Survey meldet 2024 ein Minus von 149 Moz; 2025 werden weitere 118 Moz erwartet – größtenteils wegen Solar- und E-Mobilitätsnachfrage, während 70 % der Produktion Nebenprodukt ist.
🥉Kupfer:
📈Charttechnik:
Am 8. Juli erfolgte der „blue-sky breakout“ auf 12 526 $/t (5,68 $/lb). Volumen-Spike und Weekly-RSI > 70 bestätigen Stärke. Das ehemalige Top-Band 10 500 – 10 800 $/t dient nun als Schlüsselsupport; ein Rücktest bis ~11 000 $ wäre technisch gesund, ohne den Aufwärtstrend zu brechen.
ℹ️Fundamental-Treiber Nr. 1: Strukturelle Knappheit.
UNCTAD warnt: Bis 2030 bräuchte es rund 80 neue Minen und 250 Mrd. $ CapEx, um die Nachfrage aus Energiewende, Datenzentren und E-Mobilität zu decken – andernfalls bleibt das Marktdefizit bestehen.
Hier bin ich derzeit positioniert:
🥇Gold:
🥈Silber:
🥉Kupfer:
❓Seht ihr eine Fortsetzung des Bullenmarktes in Metallen und seid ihr entsprechend positioniert?

Neue Kupfer Positionen im Juni
Mit sinkenden (Real-)Zinsen verliert meine Tagesgeld-Reserve an Reiz. 😏
Neben dem wöchentlichen $VWRL (+0,17 %) -Sparplan allokiere ich daher erstmals gezielt Kapital in den Kupfer-Sektor – taktisch, nicht als dauerhafte Core-Position.
🚀 Fundamentale Treiber:
- Elektrifizierung & KI-Boom: E-Autos, Ladeinfrastruktur, Netzausbau, Rechenzentren.
- Nachfrage > Angebot: WoodMac/IEA sehen ab 2025 ein strukturelles Defizit.
- Sinkende Erzgehalte: Head-Grade < 0,5 % ⇒ steigende AISC.
- Recycling reicht nicht: bis 2030 deckt Schrott < 50 % des Zuwachses.
- Geo-Klumpen: 60 % des Konzentrats kommt aus Chile, Peru, DR Kongo.
🚨 Risiko: In einer Rezession crasht Kupfer meist zuerst.
Das wäre für mich eher Nachkauf-Chance als Exit-Signal.
📍 Position 1:
$COPA (+0,86 %)
– WisdomTree Copper ETC
- Spot-Exposure
- Pure-Play auf den Preis ohne Unternehmensrisiko
📈 Chart:
Cup-&-Handle seit 2006: Deckel bei ~€41 (2011-Top) wird gerade attackiert.
SMA 200 W (weiß) positiv – erster Aufwärtstrend seit 2012.
Volumen-Profil: Größter Cluster €30-33 → jetzt Support. • Oberhalb €41 beginnt „Volume Gap“ mit Raum für Trendbeschleunigung.
📍 Position 2:
$HBM (-4,33 %) – Hudbay Minerals
- Multiple ≈ 5 x – günstig vs. Majors
- Drei Tier-1-Assets plus Copper World (Arizona) könnten die Produktion bis 2027 um 50 % heben
- Relativ ESG-freundlich, stabile Rechtssysteme
📈 Chart:
Wochenschluss > $11,6 wäre ein Mehrjahres-Breakout mit Projektion $14–16.
SMA 200 W steigt: jüngster Volumen-Spike deutet auf institutionelles Accumulating.
Volumen-Profil: Point-of-Control bei ~$6 dient als massiver Boden.
📍 Position 3:
$ATYM (-6,97 %) – Atalaya Mining
- Einzige größere western-EU Kupfermine (Proyecto Riotinto)
- Multiple ≈ 8 x, aber reine Kupferstory.
- E-LIX-Hydrometallurgie könnte Kosten senken & Life-of-Mine verlängern.
- Minimales Geo-Risiko, €-Cashflows matchen EU-Nachfrage
📈 Chart:
(Der gezeigte Chart notiert in britischen Pence und hat die längste Historie. Nutzt Ticker E5S1 für den €-Preis)
Aufsteigendes Dreieck 340 p (Support) × 470 p (Deckel).
Close > 470 p bestätigt Ausbruch mit technischem Ziel 550–580 p.
SMA 200 W stützt seit 2020 jeden Dip.
Meine aktuellen Kupfer-Positionen:
Das wars auch schon 😁
Was haltet ihr aktuell von Kupfer und seid ihr investiert?

Rohstoff-Ausblick 2025 🛢️🪙🥇🥈⛽️
- Öl
- Gas
- EU-Emissionshandel
- Kupfer
- Aluminium
- Gold
- Silber
Link: https://shorturl.at/5VrEF
#gold
#silber
#öl
#oiel
#kupfer
#aluminium
#metall
#edelmetalle
$SHEL (+1,86 %)
$TTE (+2,37 %)
$ABX
$GLDA (-0,32 %)
$GOLD (-7,76 %)
$LNVA
$GOLD
$DE000EWG0LD1 (-0,42 %)
$B7GN
$PAAS (-5,43 %)
$PHAG (-3,17 %)
$SLV (-3,07 %)
$1BRN
$IOIL00 (+5,43 %)
$WTI
$WTI
$CVX (+0,49 %)
$XOM (+2,08 %)
$OXYP34
$ALEX
$OD7A
$ALUM (-1,4 %)
$COPA (+0,86 %)
$OD7C
$SCCO (-4,57 %)
$GLEN (-0,53 %)
$RIO (-2,82 %)
$RIO (+0,76 %)
$RIO (-2,03 %)
Der Preis von Kupfer ($COPA (+0,86 %)) ist in dieser Woche um etwa 5% gefallen, was den größten wöchentlichen Verlust seit 2022 darstellt. Der Rückgang wurde durch die Enttäuschung über das jüngste politische Treffen in China verursacht, bei dem keine zusätzlichen Maßnahmen zur Förderung der Nachfrage nach Metallen angekündigt wurden. China ist ein wichtiger Verbraucher von Metallen, und fehlende Konjunkturmaßnahmen können die Nachfrage erheblich beeinflussen.
Zusätzlich zu Kupfer fallen auch die Preise für andere Metalle wie Eisenerz, Aluminium, Zinn und Nickel. Beispielsweise nähern sich die Eisenerzpreise der Marke von 100 US-Dollar pro Tonne. Diese allgemeine Abwärtsbewegung in den Metallpreisen wird auch durch einen stärkeren US-Dollar verstärkt. Ein stärkerer Dollar macht Metalle, die in Dollar gehandelt werden, für Käufer, die andere Währungen verwenden, teurer.

WisdomTree Copper
Moin, wollte mal eure Meinung einholen über dieses Investment.
Will hier mal 1000 € investieren um auch etwas mehr in Richtung Rohstoffe zu diversifizieren.
Gruß
Manny
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