Kann mir einer erklären, weshalb der Ölpreis gerade so konträr zum Marktsentiment läuft? $IOIL00 (-1,59 %) steigt und steigt.
ich verstehe das irgendwie nicht.
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29Kann mir einer erklären, weshalb der Ölpreis gerade so konträr zum Marktsentiment läuft? $IOIL00 (-1,59 %) steigt und steigt.
ich verstehe das irgendwie nicht.

KI-getriebener Flash Crash
Ein KI Flash-Crash entsteht, wenn moderne Handelsalgorithmen in Sekundenschnelle massive Verkaufswellen auslösen.
meist sind diese Systeme so programmiert, dass sie auf Kursänderungen oder Daten Signale reagieren, etwa Stop Loss Limits oder kurzzeitige Kursstürze.
Erreicht eine Aktie einen kritischen Preis, feuern darauf programmierte Algorithmen automatisch Verkäufe ab.
Diese Order treiben den Kurs weiter hinunter, wodurch weitere Algorithmen mit ähnlichen Mechanismen auch verkaufen („Sell Side Momentum“).
Durch diesen sogenannten Kaskaden Effekt kann der Preis innerhalb von Minuten extrem einbrechen.
(Beispiel: Kaskaden Effekt der Kritischen Infrastruktur bei Starkniederschlag)
Die Handelsgeschwindigkeit der KI Modelle ist heute so hoch, dass kleinste Auslöser (bsp. Fehlsignale) blitzschnell in einem Sturm aus Trades enden.
Experten warnen, dass viele KI Modelle auf ähnlichen Daten basieren und daher ein „Schwarmdenken“ entstehen kann:
Wenn mehrere Systeme gleichzeitig die selben Signale falsch interpretieren, kann aus einem kleinen Kursrutsch sehr schnell ein riesiger Ausverkauf werden.
(Beispiel: Der Flash Crash vom 6. Mai 2010 begann damit, dass ein großes Verkaufsprogramm für S&P-500-Futures ausgelöst wurde.)
(https://www.advisorperspectives.com)
Zwar erholten sich die Märkte bis Handelsschluss wieder, doch das Beispiel zeigt, wie Dominoeffekte durch automatisierte Orders entstehen können.
Zusätzlich kann KI selbst mitreden:
Moderne Systeme lesen Nachrichten und soziale Medien in Echtzeit aus und reagieren eigenständig.
So können Bots auch völlig neue Informationen einbeziehen (Tweets oder Nachrichten) und daraus Kauf oder Verkaufssignale generieren.
Fälschlicherweise generierte oder falsch interpretierte Nachrichten können daher sofort zu Verkäufen führen.
1.
Mögliche Trigger
Datenfehler oder Manipulation:
Fehlerhafte Marktdaten (Preise, Volumen) oder Cyber Angriffe auf Daten können falsche Signale auslösen.
Algorithmen, die blind auf Daten reagieren, könnten fälschlicherweise Verkäufe oder Käufe auslösen.
Der Begriff:
„Simulation Deception“
(https://www.tencentcloud.com/techpedia/118834)
beschreibt künstliche Muster im Markt, die durch manipulierte Daten entstehen.
So könnte ein Angreifer mit gefälschten Kauf/ Verkaufsaufträgen (Spoofing) künstlich Liquidität vorspielen woraufhin KI Systeme panisch in die Gegenrichtung handeln.
Fake News und Deepfakes:
Künstliche Intelligenz erlaubt inzwischen täuschend echte Falschmeldungen (Deepfake Video, gefälschte Tweets etc.).
(Beispiel: am 16. Juli 2025 schrieb das Kongressmitglied Anna Paulina Luna aus Florida auf X (Twitter), sie habe von Präsident Trump gehört, dass Fed Chef Powell sofort entlassen werde.)
(https://www.advisorperspectives.com)
(https://www.advisorperspectives.com)
KI durchsuchte alle Social Media Beiträge gezielt nach handelbaren Nachrichten. Es wurde fündig und eine heftige Reaktion an den Anleihen und Aktienmärkten folgte, wie oben dargestellt.
In früheren Fällen wäre die Wirkung möglicherweise abgeschwächt gewesen, da der Präsident schneller hätte reagieren und die Aussagen zurückweisen können, noch bevor viele Marktteilnehmer das Gerücht überhaupt wahrgenommen hätten.
Selbst wenig bekannte Posts können durch KI Aufmerksamkeit binnen Minuten zu starken Marktbewegungen führen.
Weltwirtschaftsforum Analysen warnen explizit:
Maschinengenerierte Fake News können wie ein Flash Crash-Auslöser wirken.
Immer mehr Bots können solche Falschinformationen gezielt verbreiten, um Handelsalgorithmen zu täuschen.
KI Fehlinterpretation:
Selbst wenn die Daten korrekt sind, können KI Modelle sie falsch deuten.
Handelsalgorithmen, die komplexe Daten (News, technische Indikatoren) verarbeiten, laufen Gefahr, irrelevanten Lärm als Signal zu deuten.
Lawfare nennt als Beispiel, dass KI gestützte Systeme schon 2010 und 2016 den Markt „falsch gelesen“ haben und unbegründete Verkaufswellen starteten.
"A few algorithms in use simply misread
the market. The unwarranted sell-off initiated by those mistaken models then caused other programs to respond in kind. The $1 trillion lost in that half hour period was eventually made up thanks to human intervention. "
In Zukunft sind solche Fehlinterpretationen umso kritischer, da KI Modelle riesige Datenmengen aus sozialen Medien und Nachrichten auswerten.
Paniksignale/ Kaskaden:
In einem angeschlagenen Markt können automatisierte Risikoabschaltungen (Stopp Sales nach festem Verlustlimit) ein Wettrennen auslösen.
Erreicht etwa eine Kennzahl ($VIX, Index-Level) einen kritischen Wert, schalten viele Systeme gleichzeitig auf Sicherheit – was als künstlicher Panikimpuls den Niederschlag einer Sorte gleichartiger Vermögenswerte bewirken kann.
2.
Betroffene Anlageklassen
Ein KI Flash Crash wirkt sich über verschiedene Anlageklassen aus:
Aktien:
Dies ist oft der erste Anstoß eines Crashs.
Weltweit gelistete Aktien (Indizes wie S&P 500, DAX, Nikkei) sehen in Sekundenschnelle massive Kursverluste.
Ein Shutdown einer großen Position etwa kann andere Algorithmen zum panikartigen Verkauf veranlassen.
Historisch hat der Aktienmarkt solche Ausverkaufs Wellen mehrfach erlebt.
2010 Dow $DJIA
2014 US bonds
Ein KI gestützter Flash Crash würde diesen Mechanismus noch beschleunigen. Nach einem starken Einbruch folgt meist eine teilweise Erholung innerhalb weniger Tage oder Wochen.
Anleihen:
Auch Rentenmärkte können "flashen".
Im berühmten Treasury Flash Crash 2014 stürzte in zwölf Minuten die Rendite der US 10-Year U.S. Treasury Yield um 1,6 % mit anschließender Erholung – ausgelöst durch algorithmische Verkaufsorders auf Rekordniveau.
(https://www.researchgate.net)
(Theoretisch können KI hier gegen agieren:
In einer Aktienpanik flüchten Investoren oft in Bonds (Kurs steigt, Rendite fällt).
Aber KI gesteuerte Bondfonds könnten gleichzeitig, automatisch bestimmte Schwellenwerte erreichen und zum Verkauf von Anleihen oder Anleihen Futures auslösen.
Dadurch könnten sich kurzfristig starke Zinsausschläge einstellen, auch wenn die Fundamentaldaten dies nicht rechtfertigen.)
Rohstoffe:
Bei großer Unsicherheit kippen oft auch Rohstoffpreise.
Typischerweise fallen Öl ($IOIL00 (-1,59 %) ), Gas ($NGS ) und Industriemetallpreise ($COPA (-2,23 %) , $ALUM (-1,33 %) , $ZINC (-0,08 %) ) in einer Crash Phase wegen erwarteter schwächerer Nachfrage.
KI Programme am Rohstoffmarkt (z. B. im Öl oder Goldfutures Handel) könnten diesen Absturz verstärken oder sogar einen „mini Flash Crash“ in einzelnen Rohstoffen auslösen.
(Beispiel: der Silber Futures Einbruch im Juli 2017:
Preissturz um über 11 % während Asienschluss, als dünner Handel durch Algorithmenverschiebungen schuldgemacht wurde.)
KI in Rohstoffmärkten kann also sowohl Verkaufsspitzen auslösen als auch durch Nachkaufprogramme eine schnelle Gegenbewegung einleiten.
Kryptowährungen:
Diese gelten als besonders volatil.
KI Trading Bots gibt es überall, so sind Kryptowährungen also im Freien Fall, wenn viele Bots gleichzeitig „Fear“ Signale erkennen.
(Beispiel: Im Mai 2021 stürzte $BTC (-8,19 %)
innerhalb von Stunden um etwa 30 % ab unter anderem, weil viele Algorithmen nach Signalen zu Chinas Bitcoin Verbot massenhaft verkauften.)
$ETH (-7,81 %) erlebte 2017 einen Flash Crash auf einer Plattform, weil eine riesige Verkaufsorder viele automatisierte Trades auslöste.
Krypto Märkte laufen 24/7, sind unregulierter und somit anfälliger für algorithmische Kettenreaktionen.
3.
Risiko Matrix nach Region
Die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadensausmaß eines Crashs unterscheiden sich regional:
USA:
Europa:
Asien:
Krypto:
Die Matrix-Übersicht könnte also zeigen:
Ein plötzlicher Flash Crash würde Sekunden bis Minuten dauern.
Kurse stürzen ab, viele Stop Loss Orders werden ausgelöst.
Börsen schalten automatische Handelspausen ein, um Algorithmus Spiralen zu stoppen.
Anleger verlieren in kürzester Zeit Milliarden, viele Märkte sind zeitweise illiquide.
Das Vertrauen bricht ein, viele Investoren panisch und uninformiert.
In den folgenden Tagen bis Wochen sollten sich die Märkte wieder stabilisieren, da Antizyklische KI und manuelle Orders eingreifen.
Mittelfristig könnten Wirtschaftsdaten beeinträchtigt werden, falls ein Crash sich auf Finanzierungsbedingungen auswirkt.
Medien und Öffentlichkeit werden über Monate hinweg das Vertrauen in digitale Märkte hinterfragen.
Anleger berichten über Konsequenzen wie erhöhter Nachfrage nach sicheren Anlagen (Gold, Staatsanleihen).
Regulierung und Marktmechanismen würden sich anpassen.
Wir könnten einen Regulierungs Boost erwarten:
Schon in der Vergangenheit führte der 2010er Flash Crash zu neuen Handelsunterbrechungen und Überlegungen zu Handelssystem Anforderungen.
Ein KI Crash würde wahrscheinlich disziplinierende Wirkung haben:
Anbieter müssen robustere KI Modelle entwickeln, und Notfall Pläne (Kill Switches) könnten Pflicht werden.
Langfristig könnte sich das Vertrauen nur langsam erholen:
Institutionelle Investoren würden KI Systemen nur noch bedingtes Vertrauen schenken, und viele Privatanleger könnten sich zeitweilig zurückhalten oder alternative Strategien bevorzugen.
4.
Konkrete Akteure und Technologien
BlackRock Aladdin:
Das KI System Aladdin von BlackRock steuert heute mehr als 30.000 Portfolios und rebalanced permanent enorme Kapitalmengen.
Wird Aladdin für ETFs oder Fonds routinemäßig zu stark verkaufend programmiert, kann das Milliarden Order auslösen.
Nvidia & KI-Chips:
$NVDA (-0,49 %) liefert die Hardware für viele KI Modelle und ist selbst ein Marktstar.
Hohe Erwartungen an KI befeuern Nvidias Börsenkurs seit Jahren.
Algorithmen sind stark auf solche Aktien fixiert.
Fällt beispielsweise Nvidias Kurs abrupt, triggern viele Strategien Verkaufsprogramme.
Solch ein Dominoeffekt
$NVDA (-0,49 %) -> $SEMI (-0,88 %) -> $CSNDX (-1,52 %)
könnte einen Crash befeuern.
In der Praxis wurde gezeigt, dass Nvidia sehr volatil auf makroökonomische wie geopolitische Nachrichten reagiert die nächste KI Turbulenz könnte somit den gesamten Tech Sektor nach unten reißen.
KI Bots auf Binance (Crypto):
In Krypto Börsen wie Binance handeln viele Nutzer mit automatischen Bots.
Ein Großteil des Krypto Handelsvolumens stammt von KI gestützten Systemen.
Diese Bots können zeitgleich Verkaufs oder Kaufwellen erzeugen.
KI-gesteuertes ETF-Rebalancing:
Große Index ETFs und passive Fonds (BlackRock iShares, Vanguard etc.) nutzen automatisierte Systeme, um Indexänderungen umzusetzen.
Steigen oder fallen Indizes schnell, starten viele ETFs gleichzeitig Umschichtungen.
Bei negativer KI Signallage könnten alle KI basierten Fonds gleichzeitig verkaufen.
Dies schafft massive Verkaufsorder in kurzer Zeit.
Weil es sich um Milliardenvolumina handelt, kann allein das Rebalancing einen Crash weiter antreiben.
Sonstige Akteure:
Auch Nachrichtenagenturen, Indexbetreiber (bsp. $MSCI (-1,97 %) ), Hedgefonds mit KI Strategien und Social Trading Plattformen tragen bei.
Jeder plötzliche Ausfall (bsp. Stromausfall bei NYSE) oder Hackerangriff auf Börsensysteme könnte die KI Systeme am Aktienmarkt zusätzlich irritieren.
„Wenn Algorithmen aufeinanderprallen und Märkte in Sekundenbruchteilen erzittern, zeigt sich die neue Macht der KI: Geschwindigkeit ohne Gnade, Präzision ohne Emotion. Ein Funke reicht – und der Dominoeffekt rast durch Indizes, Derivate und Krypto-Sphären. Der KI-getriebene Flash Crash ist kein ferner Schatten mehr, sondern das Echo einer Zukunft, in der die Maschinen den Takt der Finanzwelt schlagen.“
Schreibt mir gern euer Feedback zu diesem Beitrag in die Kommentare und ob euch so etwas interessiert.
Mein plan war es heute morgen eigentlich nur, einen kleinen Post über dieses Thema zu schreiben, aber es wurde jetzt doch ein bisschen länger. So schnell sitzt man den ganzen Tag dran und schreibt.
@Kundenservice bitte die maximale Bildermenge für einen Post erhöhen, hab leider nicht alles an Bilder reinbekommen was ich rausgesucht hatte.
Quellen:
+ 6
Andurand Capital Management befidnet sich in einen der schwersten Verlustphasen seiner Geschichte. Seit Jahresbeginn hat der Fund strake Verluste verzeichnet und liegt nun bei einem Drawdown von rund 60%. Die Volatilität an den Rohstoffmärkten, insbesondere bei $IOIL00 (-1,59 %) , hat zu massiven Fehlpositionierungen geführt. Andurand hatte zwar angekündigt, auch in Märkte wie Kakao und Kupfer zu investieren, aber die Hauptverluste sind Ölpositionen. Speziell bei Kupfer gab es zusätzliche Herausforderungen. Andurand Capital kritisierte bspw. die schlechte Liquidität und den hohen Abschlag der $COP.UN Anteile gegenüber dem physischen Kupferpreis, was die Performance weiter belastete. Der Abschlag lag im Schnitt bei etwa 18%.
𝖤𝗁𝖾𝗆𝖺𝗅𝗌 𝖻𝖾𝗌𝗍𝖻𝖾𝗓𝖺𝗁𝗅𝗍𝖾𝗋 𝖤𝗇𝖾𝗋𝗀𝗒 𝖳𝗋𝖺𝖽𝖾𝗋 𝖻𝖾𝗂 𝖡𝗎𝗅𝗀𝖾 𝖡𝗋𝖺𝖼𝗄𝖾𝗍𝗌 & 𝖮𝗂𝗅 𝖢𝗈𝗆𝗉𝖺𝗇𝗂𝖾𝗌 𝗎𝗇𝖽 𝖦𝗋ü𝗇𝖽𝖾𝗋 𝖽𝖾𝗌 𝖢𝗈𝗆𝗆𝗈𝖽𝗂𝗍𝗒 𝖧𝖾𝖽𝗀𝖾 𝖥𝗎𝗇𝖽𝗌 𝖠𝗇𝖽𝗎𝗋𝖺𝗇𝖽 𝖢𝖺𝗉𝗂𝗍𝖺𝗅
Eigentlich ist der Fund in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich und sich in 3 Jahren mehr als 7x facht. Das liegt auch daran, dass Andurand auf enge Risk Limits verzichtet, was zu erhöhter Vola führt. Vor der Gründung von Andurand Capital gründete er noch einen anderen Hedge Fund, BlueGold Capital. Dieser war von 2008 bis 2012 aktiv und erwirtschftete eine Rendite von 210%. Andurand Capital wurde 2013 gegründet und es wird eine Rendite von deutlich über 500% geschätzt. Sein Lebenslauf ist sehr beeindruckend. Pierre Andurand
Hedge Funds erhöhen aktuell deutlich ihre Long Positionen auf $IOIL00 (-1,59 %), da der Konflikt zwischen Israel und Iran weiter läuft. Trotz der Risiken ist bislang noch kein gravierender Ausfall bei den Öllieferungen gemeldet worden. Die neusten Angriffe Israels auf iranische Nuklearanlagen sowie Gegenschläge Irans lassen den Markt jedoch noch angespannt. Die USA halten sich bislang mit einer direkten Intervention zurück, was sich eventuell ändern kann.
𝖲𝗍ä𝗋𝗄𝗌𝗍𝖾𝗋 𝖠𝗇𝗌𝗍𝗂𝖾𝗀 𝖺𝗇 𝖫𝗈𝗇𝗀 𝖯𝗈𝗌𝗂𝗍𝗂𝗈𝗇𝖾𝗇 𝗂𝗇 𝖡𝗋𝖾𝗇𝗍 𝗌𝖾𝗂𝗍 𝖮𝗄𝗍𝗈𝖻𝖾𝗋 2023, 𝖺𝗎𝖿𝗀𝗋𝗎𝗇𝖽 𝖽𝖾𝗋 𝖤𝗌𝗄𝖺𝗅𝖺𝗍𝗂𝗈𝗇 𝗓𝗐𝗂𝗌𝖼𝗁𝖾𝗇 𝖨𝗋𝖺𝗇 𝗎𝗇𝖽 𝖨𝗌𝗋𝖺𝖾𝗅.
Warum es danach aussieht, dass die USA sich am Krieg beteiligen werden, möchte ich kurz erläutern.
Zwei B2 Bomber ist heute (21 Juni) von der Whiteman Air Force Base in Missouri gestartet. Bereits nach dem Start wurden die Bomber über Kansas in der Luft betankt, durch KC-135/KC-46 Tankflugzeuge. Man kann davon ausgehen, dass die B2 Bomber mit maximaler Waffenlast gestartet , und daher in der Luft betankt wurden. Wäre kein sofortiger Angriff geplant, hätte man die Munition logistisch auf Stützpunkten wie Guam oder Diego Garcia verlegen können, um unnötiges Gewicht zu vermeiden.
𝖪𝖢-46 𝖻𝖾𝗍𝖺𝗇𝗄 𝖽𝖾𝗇 𝖡2 𝖡𝗈𝗆𝖻𝖾𝗋
Sollten die B2 Bomber ihren Kurs beibehalten, würden sie ihr Ziel im Iran wenige Stunden vor der Öffnung der US-Futures erreichen. Wenn dies so eintreffen würde, dann kann man davor mit einer Pressekonfernz von der Traump Admin. rechnen, um die Futures zu beruhigen.
In den letzten Tagen wurden auch mehrere KC-135 und KC-46 auf strategischen US-Stützpunkten positioniert, bspw. auf Guam, Diego Garcia, im Nahen Osten, in Europa und im Pazifik. Diese Stationierung ist kein Zufall, sondern gezielt so gewählt, dass die Bomber auf jedem Level ihres möglichen Einsatzes betankt werden können.
𝖪𝖢-135 𝗎𝗇𝖽 𝖪𝖢-46
Was vor allem ins Auge fällt ist, dass die Bomber nicht von Diego Garcia, sondern von Whiteman AFB starteten. Warum? Weil die USA bei einem Angriff von Diego Garcia aus laut Pachtvertrag Mauritius informieren müssten, was die Geheimhaltung gefährden würde. Der Start aus den USA umgeht diese Verpflichtung. Dazu kommt noch, dass B2 das einzige Flugzeug ist, das die GBU-57 , also den Bunker Buster, tragen kann.
Der Vertrag bietet Großbritannien und den USA das exklusive Nutzungsrecht und die vollständige operative Kontrolle über die Militärbasis für mindestens 99 Jahre, mit einer Option auf Verlängerung um weitere 40 Jahre. Das Vereinigte Königreich zahlt Mauritius dafür eine jährliche Pacht von 101 Millionen Pfund.
In den letzten 24 Stunden haben sich die Angriffe zwischen Iran und Israel weiter intensiviert. Der Iran hat erneut mehrere Raketen auf Israel abgefeuert, die meisten wurden abgefangen, dennoch kam es zu Einschlägen. Israel wiederum griff erneut Ziele im Iran an, darunter mutmaßlich Abschussrampen für Raketen sowie Einrichtungen im Zentrum des Landes. Die israelische Luftwaffe attackierte zudem iranische Nuklearanlagen und Medienzentren, während der Iran weitere massive Angriffe ankündigte und Verhandlungen während der laufenden israelischen Angriffe ausschloss.
Trump forderte die Bevölkerung Teherans zur Evakuierung auf und drohte mit weiteren Maßnahmen, falls keine Einigung im Atomprogramm erzielt werde. Die Lage bleibt extrem angespannt, mit anhaltenden Luftalarmen und erheblichen zivilen und infrastrukturellen Schäden auf beiden Seiten. Im Seegebiet nahe der Straße von Hormus sind auch die Öltanker Adalynn und Front Eagle kollidiert.
Auf der Front Eagle brach dabei ein Feuer aus, das aber gelöscht werden konnte. Laut der britischen Sicherheitsfirma Ambrey war der Vorfall jedoch nicht sicherheitsrelevant und steht nicht im direkten Zusammenhang mit den militärischen Auseinandersetzungen zwischen Iran und Israel.
𝖣𝗎𝗋𝖼𝗁 𝖽𝗂𝖾 𝖪𝗈𝗇𝗍𝗋𝗈𝗅𝗅𝖾 𝖽𝖾𝗋 𝖲𝗍𝗋𝖺ß𝖾 𝗏𝗈𝗇 𝖧𝗈𝗋𝗆𝗎𝗓 & 𝖽𝖺𝗌 𝖭𝖾𝗍𝗓𝗐𝖾𝗋𝗄 𝗏𝗈𝗇 𝖬𝗂𝗅𝗂𝗓𝖾𝗇 (𝖧𝗎𝗍𝗁𝗂𝗌 𝗂𝗆 𝖩𝖾𝗆𝖾𝗇, 𝖧𝗂𝗌𝖻𝗈𝗅𝗅𝖺𝗁 𝗂𝗆 𝖫𝗂𝖻𝖺𝗇𝗈𝗇) 𝖾𝗇𝗍𝗅𝖺𝗇𝗀 𝖲𝖼𝗁𝗂𝖿𝖿𝖿𝖺𝗁𝗋𝗍𝗌𝖾𝗇𝗀𝗉ä𝗌𝗌𝖾𝗇 𝖡𝖺𝖻 𝖾𝗅-𝖬𝖺𝗇𝖽𝖾𝖻 & 𝖲𝗎𝖾𝗓-𝖱𝗈𝗎𝗍𝖾 𝗄𝖺𝗇𝗇 𝖨𝗋𝖺𝗇 𝖻𝗂𝗌 𝗓𝗎 40% 𝖽𝖾𝗌 𝗀𝗅𝗈𝖻𝖺𝗅𝖾𝗇 Ö𝗅𝗁𝖺𝗇𝖽𝖾𝗅𝗌 𝖻𝖾𝖽𝗋𝗈𝗁𝖾𝗇
$IOIL00 (-1,59 %) legt angesichts der geopolitischer Spannungen deutlich zu. Öl notiert am ca. 74–75 USD pro Barrel, wobei sich eine bullische Dynamik aufbaut. Ein nachhaltiger Ausbruch über die Marke von 80 könnte eine Trend Booster auslösen, mit potenziellen Zielen oberhalb von 85 USD.
𝖤𝗂𝗇 𝖡𝗋𝖾𝗇𝗍-𝖣𝗎𝗋𝖼𝗁𝖻𝗋𝗎𝖼𝗁 ü𝖻𝖾𝗋 80 𝖴𝖲-𝖣𝗈𝗅𝗅𝖺𝗋 𝗐ü𝗋𝖽𝖾 𝖫𝗈𝗇𝗀 𝖯𝗈𝗌𝗂𝗍𝗂𝗈𝗇𝖾𝗇 𝗂𝗆 𝖢𝖳𝖠 𝗍𝗋𝗂𝗀𝗀𝖾𝗋𝗇.
Spannend ist auch die Implied Volatility Rate. Sie zeigt kurzgesagt, die Markterwartung für zukünftige Turbulenzen. Ein hoher IV Wert deutet auf erhöhte erwartete Unsicherheit und stärkere Preisschwankungen hin. Steigt die erwartete Volatilität, werden Optionen teurer. Normalerweise sinkt die implizite Volatilität, wenn Preise steigen, aber aktuell bleibt sie trotz des Brent Anstiegs auf 51%.
𝖨𝗆𝗉𝗅𝗂𝗓𝗂𝗍𝖾 𝖵𝗈𝗅𝖺𝗍𝗂𝗅𝗂𝗍ä𝗍 𝖺𝗆 Ö𝗅𝗆𝖺𝗋𝗄𝗍 𝗂𝗆 𝖩𝗎𝗇𝗂 2025 𝗌𝗈 𝗁𝗈𝖼𝗁 , 𝗐𝗂𝖾 𝖻𝖾𝗂𝗆 𝖴𝗄𝗋𝖺𝗂𝗇𝖾-𝖪𝗋𝗂𝖾𝗀
Nach dem israelischen Angriff auf iranische Atomanlagen am 13. Juni 2025 schossen die Ölpreise in die Höhe. $IOIL00 (-1,59 %) stieg auf 77 US-Dollar pro Barrel, der stärkste Anstieg seit der Corona-Krise 2020. Der Makrt reagierten mit Kursverlusten, und Umschichtungen in $965515 (-2,14 %) , den US-Dollar und Bonds.
Chapter Übersicht:
I: Key Facts
II: Straße von Hormus
III: Öl Infrastruktur
IV: Öl in Verbindung mit CPI Daten
V: Szenarien für diesen Konflikt
Schauen wir uns die Lage nun nüchtern an, reagiert der Öl Preis zu stark?
I: Key Facts
Der Iran produziert derzeit etwa 3,3 bis 4 Millionen Barrel Öl pro Tag und exportiert davon rund 1,5 bis 1,7 Millionen Barrel, wobei der Großteil dieser Exporte nach China geht. Sollte es zu einem Ausfall der iranischen Exporte kommen, etwa durch Angriffe auf Förderanlagen oder Sanktionen, wäre das kurzfristig für den Rohstoffmarkt grundsätzlich verkraftbar. Die tägliche Menge entspricht nur einem kleinen Teil des weltweiten Ölbedarfs von über 100 Millionen Barrel pro Tag. Das heißt, dass der Markt zwar auf einen Ausfall reagiert, aber andere Produzenten wie die USA, Brasilien oder Saudi-Arabien einen Teil der Lücke schließen schließen können. Die eigentliche Marktreaktion ist daher nicht primär durch einen realen Angebotsausfall, sondern durch die Angst vor weiteren Eskalationen getrieben.
Wenn wir uns aus einer Marktpsychologischen Sicht denn Status Quo ansehen, dann ist die Hauptursache für die Preissprünge die Unsicherheit über eine mögliche Ausweitung des Konflikts auf die gesamte Golfregion. Immerhin ist diese Region für etwa ein Fünftel der weltweiten Öltransporte verantwortlich, da dort zentrale Förderländer wie Saudi-Arabien, Irak, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait liegen. Schon die bloße Möglichkeit, dass sich der Konflikt ausweitet und weitere Länder oder Förderanlagen betroffen sein könnten, führt zu Risikoaufschlägen am Futures Markt. Die Händler kaufen also Öl Futures als Hedge gegen mögliche Supply Chain Issues, was die Preise zusätzlich treibt. Die Angst vor einer Blockade der Straße von Hormus , einer der wichtigsten Öltransportrouten der Welt, ist dabei ein besonders starker Preistreiber.
II: Straße von Hormus
𝖣𝗂𝖾 𝖲𝗍𝗋𝖺ß𝖾 𝗏𝗈𝗇 𝖧𝗈𝗋𝗆𝗎𝗌 𝗏𝖾𝗋𝖻𝗂𝗇𝖽𝖾𝗍 𝖽𝖾𝗇 𝖯𝖾𝗋𝗌𝗂𝗌𝖼𝗁𝖾𝗇 𝖦𝗈𝗅𝖿 𝗆𝗂𝗍 𝖽𝖾𝗆 𝖦𝗈𝗅𝖿 𝗏𝗈𝗇 𝖮𝗆𝖺𝗇 𝗎𝗇𝖽 𝖽𝖾𝗆 𝖠𝗋𝖺𝖻𝗂𝗌𝖼𝗁𝖾𝗇 𝖬𝖾𝖾𝗋. 𝖳ä𝗀𝗅𝗂𝖼𝗁 𝗉𝖺𝗌𝗌𝗂𝖾𝗋𝖾𝗇 𝖽𝗈𝗋𝗍 𝗋𝗎𝗇𝖽 20 𝖬𝗂𝗅𝗅𝗂𝗈𝗇𝖾𝗇 𝖡𝖺𝗋𝗋𝖾𝗅 𝖱𝗈𝗁ö𝗅, 𝖾𝗍𝗐𝖺 𝖾𝗂𝗇 𝖥ü𝗇𝖿𝗍𝖾𝗅 𝖽𝖾𝗌 𝗐𝖾𝗅𝗍𝗐𝖾𝗂𝗍𝖾𝗇 𝖡𝖾𝖽𝖺𝗋𝖿𝗌. 𝖲𝗂𝖾 𝗂𝗌𝗍 𝖽𝖺𝗆𝗂𝗍 𝖽𝗂𝖾 𝗐𝗂𝖼𝗁𝗍𝗂𝗀𝗌𝗍𝖾 Ö𝗅𝗍𝗋𝖺𝗇𝗌𝗉𝗈𝗋𝗍𝗋𝗈𝗎𝗍𝖾 𝖽𝖾𝗋 𝖶𝖾𝗅𝗍.
Doch eine Speere der Straße ist zum jetzigen Zeitpunkt gering. Man muss dazu sagen, auch eine Schließung in der Zukunft ist sehr gering, denn sie wurde noch nie geschlossen. Man bedenke, dass damls deutlcih stärkere Konflikte in der Region herrschten. Während des Irak Iran Krieges , der auch Tankerkrieg bezeichnet wird, wurden zahlreiche Öltanker angegriffen, aber die Straße blieb trotz schwerer Gefechte offen. Immer wieder drohte auch der Iran in den vergangenen Jahrzehnten, die Meerenge zu blockieren, insbesondere als Reaktion auf Sanktionen oder militärischen Druck. Die Drohungen wurden jedoch nie umgesetzt. Aus einer Spieltheoretischen Sicht nennt man dies eine leere Drohung.
Gründe für eine nicht Schließung sind verschieden. Erstens haben die USA und Verbündete eine starke Marinepräsenz in der Region, um die Freiheit der Schifffahrt zu sichern. Zweitens ist auch der Iran ist auf die Einnahmen aus dem Ölexport über die Straße von Hormus angewiesen. Eine Blockade würde das eigene Land wirtschaftlich massiv treffen.
III: Öl Infrastruktur
Ein anderer Punkt, der für Preissprünge verantwortlich ist, wäre die Bedrohung der Öl-Infrastruktur im Nahen Osten. Sollte es zu Angriffen auf Förderanlagen, Pipelines oder Ölhäfen kommen, könnten kurzfristig große Mengen Öl vom Markt verschwinden. Allein im Falle gezielter Angriffe auf iranische Anlagen kann zu einem Verlust von 1,7 Millionen Barrel pro Tag an Exporten führen, genug, um den Markt von einem Überschuss in ein Defizit zu kippen und die Preise auf 80 US-Dollar oder mehr zu treiben. Noch gravierender wären natürlich Angriffe oder Blockaden, die die Straße von Hormus betreffen, aber dies ist wie oben erwähnt unwahrscheinlich.
𝖪𝗋𝗂𝗍𝗂𝗌𝖼𝗁𝖾 𝖤𝗇𝖾𝗋𝗀𝗂𝖾𝗂𝗇𝖿𝗋𝖺𝗌𝗍𝗋𝗎𝗄𝗍𝗎𝗋 𝗂𝗆 𝖯𝖾𝗋𝗌𝗂𝗌𝖼𝗁𝖾𝗇 𝖦𝗈𝗅𝖿, 𝖽𝖺𝗋𝗎𝗇𝗍𝖾𝗋 Ö𝗅𝗋𝖺𝖿𝖿𝗂𝗇𝖾𝗋𝗂𝖾𝗇 (𝗐𝗂𝖾 𝖠𝖻𝖺𝖽𝖺𝗇 𝗎𝗇𝖽 𝖡𝖺𝗇𝖽𝖺𝗋 𝖠𝖻𝖻𝖺𝗌), 𝖲𝖼𝗁𝗅ü𝗌𝗌𝖾𝗅𝗍𝖾𝗋𝗆𝗂𝗇𝖺𝗅𝗌 (𝖪𝗁𝖺𝗋𝗀 𝖨𝗌𝗅𝖺𝗇𝖽 𝗆𝗂𝗍 28 𝖬𝗂𝗈. 𝖡𝖺𝗋𝗋𝖾𝗅 𝖫𝖺𝗀𝖾𝗋𝗄𝖺𝗉𝖺𝗓𝗂𝗍ä𝗍) 𝗎𝗇𝖽 𝖯𝗂𝗉𝖾𝗅𝗂𝗇𝖾𝗌. 𝖠𝗅𝗅𝖾 𝖠𝗇𝗅𝖺𝗀𝖾𝗇 𝗅𝗂𝖾𝗀𝖾𝗇 𝗇𝖺𝗁𝖾 𝖽𝖾𝗋 𝗌𝗍𝗋𝖺𝗍𝖾𝗀𝗂𝗌𝖼𝗁𝖾𝗇 𝖲𝗍𝗋𝖺ß𝖾 𝗏𝗈𝗇 𝖧𝗈𝗋𝗆𝗎𝗓 – 𝗂𝗁𝗋𝖾𝗋 𝖵𝖾𝗋𝗐𝗎𝗇𝖽𝖻𝖺𝗋𝗄𝖾𝗂𝗍 𝗆𝖺𝖼𝗁𝗍 𝗌𝗂𝖾 𝗓𝗎 𝗉𝗈𝗍𝖾𝗇𝗓𝗂𝖾𝗅𝗅𝖾𝗇 𝖹𝗂𝖾𝗅𝖾𝗇 𝖻𝖾𝗂 𝗆𝗂𝗅𝗂𝗍ä𝗋𝗂𝗌𝖼𝗁𝖾𝗇 𝖤𝗌𝗄𝖺𝗅𝖺𝗍𝗂𝗈𝗇𝖾𝗇.
IV: Öl in Verbindung mit CPI Daten
Ein Anstieg des Ölpreises wirkt sich prinzipiell direkt und indirekt auf die Inflation aus. konomen schätzen, dass ein Anstieg des Ölpreises um 10 Prozent die Verbraucherpreise im Folgejahr um etwa 0,4% erhöht. Das bedeutet also, wenn der Ölpreis von 80 auf 88 US-Dollar pro Barrel steigt, könnte die Inflation in Europa oder den USA im nächsten Jahr um fast 0.5% höher ausfallen, als sie es sonst wäre. Dies würde bspw. auch nicht unbedingt in die Karten spielen, das letze was er braucht sind hohe CPI Daten.
V: Szenarien für diesen Konflikt
A. Regionaler Konflikt (Wahrscheinlichkeit 70-80%*)
Sollte der Konflikt auf Israel und den Iran beschränkt bleiben, erwarte ich eine Stabilisierung auf dem Niveau von 75-80 US-Dollar pro Barrel. Die Förder- und Exportmengen des Iran (rund 1,5–1,7 Mio. Barrel/Tag) könnten von anderen Produzenten zumindest teilweise kompensiert werden, wie beriets davor erwähnt.
B. Ausweitung auf die Golfregion (Wahrscheinlichkeit 15-25%* )
Sollte der Konflikt auf weitere Länder im Persischen Golf übergreifen oder gezielte Angriffe auf Förderanlagen erfolgen, könnten die Preise weiter steigen. Man kann hier von 90-100 US-Dollar pro Barrel ausgehen. Schon eine Teilausweitung des Konflikts könnte zu Produktionsausfällen oder Transportverzögerungen führen. Ein solcher Preisanstieg würde die Inflation weltweit anheizen, die Transportkosten und Produktionskosten erhöhen und das Wirtschaftswachstum eher bremsen. Die Aktienmärkte würden mehr unter Druck geraten, Zentralbanken könnten gezwungen sein, die Zinsen hoch zu halten oder sogar erneut zu erhöhen. Dies würde bspw. Trump nicht in die Karten spielen, er wird also versuchen den Konflikt eher Regional zu halten, falls er es schafft.
C. Blockade der Straße von Hormus (Wahrscheinlichkeit 1-5%*)
Die Blockade der Straße von Hormus gilt als Albtraum Szenario für die Märkte. Dies kann zu einer Verdopplung der Ölpreise innerhalb weniger Stunden, mit Prognosen von 100 bis 130 US-Dollar pro Barrel führen. Über die Straße werden täglich 20–21 Millionen Barrel Rohöl, also ca. 20% des Weltverbrauchs und rund ein Viertel des weltweiten LNG-Handels verschifft. Eine Blockade würde also schlagartig ein Fünftel des globalen Ölangebots vom Markt nehmen. Raffinerien in Asien und Europa wären gezwungen, auf Notreserven zurückzugreifen. Die Aktienmärkte würden stark einbrechen, und auch die Frachtraten für Tanker würden explodieren
*𝖬𝖾𝗂𝗇𝖾 𝖠𝗇𝗀𝖺𝖻𝖾𝗇
Anfang Mai 2025 sorgte ein klarer Richtungswechsel der OPEC+ für Aufsehen: Acht Mitgliedsstaaten, darunter Saudi-Arabien, kündigten eine deutliche Produktionsausweitung um über 400.000 Barrel pro Tag im Juni an. Die Folge? Ein starker Rückgang der Ölpreise – $IOIL00 (-1,59 %) fiel unter 59 $, WTI sogar auf 55,30 $. Auch der Gasölpreis geriet unter Druck.
Vor allem Saudi-Arabien scheint die Geduld mit Ländern wie Kasachstan und Irak zu verlieren, die sich nicht an vereinbarte Produktionskürzungen halten.
Ob die Drohung der deutlich gesteigerten Produktion in den kommenden Monaten die Länder zum einhalten der Abmachungen bringt, bleibt abzuwarten. Interne Spannungen innerhalb der OPEC+ könnten zu weiteren Marktverwerfungen führen – also zu mehr und günstigerem Öl.
Wie sich die Machtspiele innerhalb der OPEC+ auf Angebot, Preise und Investmentchancen auswirken, kann hier genauer nachgelesen werden.
Dieser Artikel ist Teil einer Werbepartnerschaft mit Société Générale

Während europäische Werte und Rohstoffe stark performen, kämpfen US-Aktien und volatile Assets wie Bitcoin mit deutlichen Verlusten. Eine kleine Zusammenfassung des Charts von Boll’s Global Research
Gewinner
Verlierer:
Aktueller Trends:
Dubai hat sich in den letzten Jahren als sicherer Hafen für Geld aus Konfliktregionen etabliert. Diese Entwicklung wird insbesondere durch zwei Faktoren angetrieben:
*Westliche Sanktionen wären unter anderem: Der Ausschluss russischer Banken aus SWIFT, Einfrieren von 300 Mrd. Euro Zentralbank Reserven, Importstopp für russische Kohle, Investitionsbeschränkungen im Energiesektor, Exportverbote für High Tech, Importverbote für Stahl und Luxusgüter, Vermögenssperren und Reiseverbote für “Eliten”, Oligarchen und regierungsnahe Unternehmen, EU-Hafen- und Luftraumsperren und EU-Sendeverbote für russische Staatsmedien.*
Der Dubai Financial Market Index erreichte im Dezember 2024 ein Zehnjahreshoch. Haupt Driver dieser Entwicklung waren Immobilien- & Bankaktien, wie z. B. Emaar Properties. Dieser Anstieg lässt sich bsw. direkt auf die durch geopolitische Krisen getriebenen Kapitalflüsse zurückführen.
Warum Frieden Dubai schwächen könnte
Die Abhängigkeit Dubais von Crisis Capital bedeutet, dass eine geopolitische Entspannung wirtschaftliche Risiken mit sich bringt. Diese lassen sich anhand folgender Punkte erklären:
Dubais Rolle im geopolitischen Wettbewerb
Neben wirtschaftlichen Implikationen hat Dubais Position als Krisenprofiteur auch diplomatische Konsequenzen.
Die VAE haben sich seit 2022 als Vermittler zwischen Russland und der Ukraine positioniert. Sie haben unteranderem 9 Gefangenenaustausche organisiert und diplomatische Beziehungen gestärkt. Der jüngste Austausch fand am 24. August 2024 statt, bei dem jeweils 115 Gefangene freigelassen wurden. Präsident Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan führte Gespräche mit Wladimir Putin über bilaterale Beziehungen und globale Entwicklungen. Gleichzeitig empfing er auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Ein Frieden würde diesen Einfluss mindern.
Während Dubai von anhaltenden Krisen profitiert, setzt Saudi-Arabien zunehmend auf Friedensinitiativen und langfristige Investitionsprogramme. Mit der Vision 2030 verfolgt Saudi-Arabien ein ambitioniertes Reformprogramm zur Reduzierung der Ölabhängigkeit und plant erhebliche Investitionen in den Bergbausektor und in ausländische Bergbauprojekte, mit dem Ziel, seine Position in mineralischen Lieferketten zu stärken. Eine Entspannung würde somit Saudi-Arabiens Position als führende Macht in der Region weiter stärken.
Falls sich die geopolitische Lage stabilisiert, könnten europäische Banken Cash in Flows erwarten, die derzeit nach Dubai fließen. Laut $UBSG (-2,57 %) steuern europäische Banken auf Rekordjahre zu, mit Dividendenauszahlungen und Aktienrückkäufen von über 120 Milliarden Euro in den nächsten zwei Jahren und der EY European Bank Lending Forecast prognostiziert ein signifikantes Wachstum des Kreditvolumens in der Eurozone -3,1% für 2025 und 4,2% für 2026.

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