Hab mal einen Teil meines Steuerfreibetrags genutzt und paar meiner ETFs verkauft. Brauch einen Teil des Geldes dieses Jahr eh für 🏡 👷♂️
Diskussion über IWDA
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632Portfoliobewertung/Meinung ist gefragt!
Hallo liebe Community,
ich würde gerne eure Meinung zu meinem Portfolio hören. Kritik, Anregungen oder auch positives Feedback – alles ist willkommen.
Ich plane, mein Portfolio dieses Jahr umzustrukturieren.
Mein Ziel ist es, den Kern weiter auszubauen und dafür einige Einzelpositionen zu verkleinern oder ganz zu schließen. Kleine Restpositionen wie z. B. $HUT (+0,86 %) Hut 8 (über 500 % im Plus, aber nur noch ca. 10 Anteile) möchte ich demnächst komplett verkaufen. Auch bei anderen Einzelwerten überlege ich, sie zu schließen und das Kapital in den Kern umzuschichten.
Würdet ihr sagen verkaufe die Dividendenaktien wie $O (+0,79 %) , $KO (+0,89 %) und $MAIN (+0,21 %) etc. und geh besser in $MELI (-3,4 %) , $ISRG (-1,91 %) , $MA (-3,72 %) oder z.b. $PANW (+1,18 %) die höchstwahrscheinlich stärker performen werden über die nächsten Jahre... ?!
Ich wäre aber auch offen für riskantere Aktien sozusagen high risk - high reward, das probiere ich ja z.b. jetzt auch mit $AML (-1,09 %) mal aus. Am Freitag gekauft... ☺️ (Ein "zock")
Aktuell besteht mein Kern aus $IWDA (+0,12 %) MSCI World, $EIMI (-0,69 %) MSCI EM IMI und dem $TDIV (-0,11 %) VanEck ETF. Beim VanEck bin ich allerdings am Überlegen, ob ich ihn behalten oder stattdessen auf einen $CSNDX (+0,17 %) Nasdaq-100-ETF wechseln soll – mit Blick auf einen Anlagehorizont von ca. 10 Jahren. In diesem Zeitraum ist auch geplant, gemeinsam mit meiner Frau ein Haus zu kaufen. (zumindest ist das das Ziel).
Zusätzlich habe ich noch ein größeres Krypto-Portfolio, das nicht bei GetQuin hinterlegt ist, da es mit Bitvavo leider nicht korrekt dargestellt wird hier auf der Seite. In Krypto steckt aktuell deutlich mehr Kapital als in ETFs und Aktien. Ich bin Anfang 2023 in den Kryptomarkt eingestiegen und hatte Ende 2024 mein Portfolio mehr als verdoppelt: aus rund 75.000 € wurden zeitweise ca. 175.000 €.
Ich habe allerdings nur wenige Gewinne realisiert und den Großteil investiert gelassen. Inzwischen ist das Portfolio wieder stark geschrumpft da 2025 für Krypto echt beschissen war (speziell die altcoins natürlich) und liegt aktuell sogar im Minus.
Ich gehe aber davon aus, dass Bitcoin dieses Jahr wieder stärker performt und ein neues Allzeithoch erreicht. Wenn das passiert, dürften auch die Altcoins entsprechend mitziehen, sodass ich dort hoffentlich wieder ordentliche Gewinne sehe.
Jetzt zu meinen Fragen an euch:
Würdet ihr am ETF-Kern etwas ändern?
$TDIV (-0,11 %) behalten oder lieber auf einen Nasdaq-100-ETF wechseln? Und mehr Rendite (boost) bekommen?
Welche Einzelaktien würdet ihr eher behalten, welche eher verkaufen?
Ich bin 38 Jahre alt und mein Ziel ist es, in den nächsten 5–10 Jahren das Thema Hauskauf anzugehen.
Vielen Dank schon mal und ich bin gespannt auf eure Meinungen!
Grüße Chris
5 Jahre Börse und 100k später
Kleiner Rückblick:
Vor 5 Jahren habe ich angefangen zu investieren (damals noch 23 Jahre jung).
Zu dem Zeitpunkt noch in den letzten Zügen meines dualen Studiums gewesen, kam auf einmal Corona.
Mein eig. Plan mir mein eigenes Auto zu kaufen wurde kurzerhand in ein kreditfinanzierten Kauf geändert.
Die frei gewordenen 17k gingen im April 2020 an die Börse. Einen besseren Zeitpunkt gab es wohl rückblickend nicht.
Erstes Learning:
Der Vater meiner heutigen Verlobten riet mir, in 50% Msci World $IWDA (+0,12 %) und 50% Dax $DBXD (-0,31 %) zu investieren. Dies in Form zweier ETFs.
Ich, ohne Wissen über die Börse, gehe zu meiner Hausbank (Sparkasse) und erzähle der Beraterin, ich würde gerne in die beiden genannten ETFs investieren und dafür ein Depot eröffnen.
Mir wurden zwei Fonds vorgelegt. Deka Champions und DWS Dax oder so.
Auf meine Frage, dass das nicht die ETFs sind, sondern Fonds, hieß es nur, die Benchmark sei ja dieselbe und die nette Verkäuferin würde ja selber auch in die genannten Produkte investieren.
Somit wurden 10k investiert. Die 3% und 4% Ausgabe und Abgabeaufschlag waren damit bezahlt.
Später, nachdem ich mich mit dem Thema Börse befasst habe, wurden diese liquidiert und ich wechselte zu Smart Broker für Einzelaktien und Trade Republic für ETFs.
2tes Learning was steigt kann auch fallen:
Eine meiner ersten Aktien war neben $KO (+0,89 %) und $ALV (-0,17 %) die gute $ETSY (+1,86 %) . EK war 53€ und es wurden ca 1,5k investiert.
Etsy stieg auf 110€ und ich tätigte meinen ersten 50% Teilverkauf überhaupt. Etsy stieg auf 240€ und nichts wurde meinerseits gemacht. Etsy sinkt auf 90€ umd ich stieg wieder mit dem Teilverkauf ein. Etsy ist schlussendlich bei 70€ komplett verkauft worden.
Auf mein erstes Learning bei Einzelaktien folgte das Zweite. FOMO:
Cannabis = Bevcanna Enterprise 1,5k investiert 99% Verlust
Independent mining corp.= 1k investiert mit 60% Verlust verkauft.
Heute bin ich sehr dankbar dafür, dass ich nur 2k Lehrgeld bezahlt habe. Ich glaube ernsthaft, dass es mich in den darauffolgenden Jahren vor größeren Verlusten bewahrt hat.
3tes Learning:
Ein Investment in einen reinen ETF $VWRL (-0,01 %) von anfang an, hätte mir bis 2024 knapp 15k mehr Rendite besorgt.
2022 bis 2024 habe ich damit verbracht eine Differenz von knapp 20k, aus Fehlern von 2020 und 2021, zu meinem what if Portfolio (only ETF) zu reduzieren. 2025 habe ich jedoch erstmals, durch meine Portfolio Outperformance den Betrag auf jetzt plus minus null beglichen.
4tes Learning:
In der ganzen Zeit habe ich mich unfassend mit dem Thema Börse beschäftigt. Ob ich es bei einem reinem ETF long gemacht hätte, ich glaube nicht. All die Sachbücher, Konferenzen, Streams, sowie Videos haben mir abseits der Börse auch ein umfassenderes Verständnis für das Weltgeschehen gegeben. Auch zu dem Thema Geld ist bei mir merklich etwas verändert worden. Und nein ich drehe nicht jeden Cent um. Meine Sparquote ist 50% Konsum / Urlaub und 50% Altersvorsorge.
Mein letztes Learning:
Mit 29 Jahren schuldenfrei zu sein und 100k zu besitzen verschafft einem einen Seelenfrieden. Man sollte seine 20er nicht im kompletten Konsum leben, aber auch nicht verschlafen. Meine Weltreisen nach Asien, Mittelamerika, Europa und Afrika, teilweise mit Freunden, teilweise mit Familie, haben mir mehr gebracht als das bloße Geld.
Da ist jeder Mensch aber anders. Ich bin Froh den Mittelweg gegangen zu sein.
Meine anfänglichen Sparquote von 400€ monatlich habe ich aktuell auf 840€ gesteigert. Die 800€ für Urlaub und Konsum sind mir jedoch genau so wichtig.
Gedanken zu meinem jetzigen Portfolio:
Trade Republic:
Zu den ETFs $IWDA (+0,12 %)
$EIMI (-0,69 %) und $XSX6 (-0,33 %) muss ich nichts sagen. Das ist mein Core Investment.
$SGBS (-0,25 %) und $GDXJ (-0,38 %) sind meine Art von Diversifikation durch Gold. Dezember 2024 in den Sparplan gepackt, haben sich beide Positionen fast selbstständig auf die 5% Gewichtung befördert.
Neu ist $VNA (-0,22 %) . Diese habe ich ende 2025 zusammen mit $O (+0,79 %) für meine 10% Gewichtung im Immobilienbereich ausgewählt. Vonovia wird für mich fälschlicherweise zu sehr als Zinswette bewertet. Fundamental stimmt außer bei den Schulden sehr viel. Ich hoffe auf einen schönen Tournaround und selbst wenn nicht knapp 6% Dividenden sind sehr attraktive.
Da meine Einzelaktien sehr stark gelaufen sind ist meine Allokation ins Ungleichgewicht gekommen. Ziel ist 50% ETFs, Gold, Immo, Cash und 50% Einzelaktien.
Zu meinem Einzelaktien sag ich mal nichts um den Beitrag nicht zu sehr in die Länge zu ziehen.
Außer:
$ALV (-0,17 %)
$BATS (+2,04 %)
$SHEL (+2,41 %)
$GOOGL (+1,46 %) sind Langzeittitel
$AAPL (+0,7 %)
$BABA (+0,42 %)
$1211 (+0,63 %)
$EUZ (-0,8 %)
$AXON (+1,94 %) mittelfristig
$OXY (+1,53 %)
$ARM (-2,73 %)
$UNH (-1,54 %) kurzfristige wetten
und leider kriege ich das Tracking nicht 100% korrekt hin. Getquin ist mir im März mal abgeschmiert, weshalb seitdem nur Trade Republic als vorheriger Wert angezeigt wird und Smart Broker als im März / April investiertes Kapital.
Außerdem hatte ich aufgrund der Depotwechsel Sparkasse -> Smart Broker -> Smart Broker plus -> Trade Republic (Etfs ausgesondert) keine Kraft alles seit 2020 einzupflegen
Es wär wünschenswert wenn jeder der sein Portfolio hier präsentiert oder nach Feedback fragst es so kreativ gestalten würde
https://getqu.in/ixm7aV/
Depot Rebalincing
Frohes neues Jahr, Leute! Peter Griffin hier. 🍺
Neues Jahr, neues Glück für mein Portfolio. Meine Strategie für meinen Core ETF Anteil ist: 90% MSCI World und 10% Emerging Markets IMI.
Aber als ich zum Jahresstart reingeschaut habe... verdammt! Mein Emerging-Markets-Anteil war viel zu niedrig und weit weg von den 10%. Das Portfolio hatte Schlagseite!
Also habe ich am 05.01. direkt gehandelt, um alles wieder ins Lot zu bringen:
👉 12x $EIMI (-0,69 %) – hier habe ich ordentlich nachgelegt.
👉 1x $IWDA (+0,12 %) – nur eine kleine Position dazu.
Durch diesen Kauf habe ich mein Rebalancing durchgezogen und bin wieder sauber bei meiner 90/10 Aufteilung.
Jetzt sieht das Ganze wieder "freakin' sweet" aus.
Wie startet ihr ins Jahr 2026?
Auf ein grünes 2026! Hehehe.
Bei der 90/10 Aufteilung wäre doch ein ACWI oder ein AllCounty perfekt für dich. Automatisches Rebalancing und hat eigentlich genau deine Gewichtung schon.
2025 im Rückspiegel – Glaskugel 2026 🔮
Hallo liebe getquin-Community 😊
bevor ich mit meinem Jahresrückblick 2025 starte, wollte ich mich kurz bei euch melden.
Im letzten Monat war ich hier fast gar nicht aktiv. Keine Beiträge, keine Antworten, höchstens mal ein 👍 und ein kurzes Überfliegen der Inhalte. Mehr war einfach nicht drin.
Der Hauptgrund war ganz klar Zeit. Familie geht vor ❤️ und wer Familie hat, weiß, wie schnell die eigenen Ressourcen aufgebraucht sind. Dazu kam ein gesundheitlicher Vorfall in der Familie, wodurch sich meine Prioritäten ganz automatisch verschoben haben. Da war mein Fokus klar woanders: unterstützen, da sein, helfen.
Ein weiterer Punkt ist das Thema Wertschätzung innerhalb der Community. @Multibagger , @Tenbagger2024 und auch ich haben das vor kurzer Zeit bereits thematisiert. Viele geben hier viel, investieren Zeit und Energie, während echtes Feedback, Anerkennung und Miteinander oft fehlen. Auch von Admin-Seite wünsche ich mir wieder mehr Impulse, Anreize und Belohnungen, damit Engagement sich lohnt. Solange sich hier wenig bewegt, werde ich bewusst etwas zurückhaltender bleiben.
Was viele vielleicht nicht wissen: Dieser Account läuft nicht nur über mich. Mein Mann und ich kümmern uns gemeinsam darum 👨👩👧👦 Er bringt sehr viel Arbeit, Zeit und Wissen ein, möchte aber bewusst anonym bleiben. Gerade bei aufwendigeren Recherchen wie Cybersecurity oder Batterien als Energiequelle steckt viel gemeinsame Arbeit dahinter. In nächster Zeit wird er mich im Hintergrund wieder etwas mehr unterstützen, teilweise auch in meinem Namen.
Mir war wichtig, das offen zu sagen. Die Community hier bedeutet mir nach wie vor viel 🤍 auch wenn ich nicht immer so präsent sein kann, wie ich es mir selbst wünschen würde.
Jahresrückblick 2025 📊
Ich bin im April 2025 gestartet, ganz klassisch mit ETFs. MSCI World, MSCI Emerging Markets IMI, MSCI World Small Cap und Euro Stoxx 50. Ein solider Start, um erst einmal reinzukommen.
Mit den Marktbewegungen und der allgemeinen Unsicherheit kam bei mir aber schnell der Wunsch auf, mehr zu verstehen. Nicht nur passiv besparen, sondern selbst entscheiden. Also habe ich angefangen, mich intensiver mit Unternehmen, Geschäftsmodellen, Kennzahlen und Earnings auseinanderzusetzen und bin Schritt für Schritt ins Stockpicking gewechselt.
Wie so oft kam dann die Lernphase 😅
Zeitweise hatte ich über 100 Positionen im Depot. Viel zu viel. Zu unübersichtlich. Zu wenig Fokus. Die Konsequenz war klar: radikal reduzieren, auch mit Verlusten, um Struktur und Ruhe ins Portfolio zu bringen.
Heute liege ich bei etwas über 50 Positionen, Ziel sind 40. Damit fühle ich mich deutlich ruhiger und klarer im Kopf.
Aktuelle Struktur:
Core 61 %
Satelliten 17 %
Rohstoffe 10 %
Krypto 10 %
High Risk 2 %
Regionen:
USA 46,5 %
Europa 25,6 %
Asien 16,3 %
Kanada und Australien 7 %
Krypto besteht nur noch aus Bitcoin und Ethereum 4,6%
Die getquin Zahlen zeigen eine deutliche Überperformance gegenüber S&P 500 und DAX.
Ganz ehrlich: Diese Darstellung fühlt sich für mich zu optimistisch an. Deshalb zeige ich hier meine eigenen Zahlen, meine echte Entwicklung und meine Learnings.
Top Gewinner 2025 🏆
$IREN (+5,99 %) Iris Energy +113 % (~420 €)
$GOOGL (+1,46 %) Alphabet +63,5 % (~380 €)
$PNG (+4,15 %) Kraken Robotics +78 % (~195 €)
$ASML (-0,64 %) ASML +35 % (~110 €)
Verlierer und Lernentscheidungen 📉
$DRO (-2,02 %) DroneShield mit rund −500 % Rendite. Die Position war sehr klein, der absolute Verlust lag bei etwa 60 € bei einem Einsatz von rund 80–85 €. Prozentual extrem, real gut verkraftbar.
$1211 (+0,63 %) BYD habe ich verkauft, obwohl ich das Unternehmen weiterhin als starken Player im Bereich Elektromobilität sehe. Der Automobilsektor, besonders in China, ist extrem kompetitiv, der Margendruck hoch und ein echter Burggraben kaum vorhanden. Zusätzlich kamen Aktiensplit und viel Unruhe rund um die Aktie hinzu. Meine Prioritäten haben sich verschoben, der Verlust lag bei etwa 50 €.
$AMT (+1 %) American Tower habe ich verkauft, weil das Unternehmen für meinen Ansatz zu komplex ist, wenig Wachstumspotenzial bietet und kaum Rendite liefert. Es passte schlicht nicht mehr zu meiner Strategie.
$1810 (-3,47 %) Xiaomi habe ich nach Einschätzungen mehrerer China Experten verkauft. Ein Experte sagte sehr direkt, dass er sich seit Jahren mit China beschäftigt und mit Xiaomi nie nachhaltig Geld verdient hat. Das war für mich der ausschlaggebende Punkt. Die Position war sehr klein und eine klare Lernentscheidung.
Unterm Strich 💡
Eingesetztes Kapital: ca. 12.000 €
Realisierte Gewinne 2025: ca. 1.560 €
Rendite: rund 13 % über etwa 8–9 Monate.
Ein Teil der Gewinne wurde bewusst realisiert, um den Steuerfreibetrag für mich und meinen Ehemann zu nutzen. Das war eine strategische Entscheidung zum Jahresende. Kleine Gewinne habe ich laufen lassen, größere Positionen gezielt geschlossen, mit dem Plan, qualitativ gute Werte später strukturiert wieder aufzubauen.
Damit liege ich rund 5 Prozentpunkte über dem $IWDA (+0,12 %)
bzw. $VWRL (-0,01 %) . Für mein erstes Börsenjahr bin ich damit mehr als zufrieden 😊
Fazit und Ausblick 2026 🚀
2025 war kein perfektes Jahr, aber ein extrem lehrreiches. Ich habe Fehler gemacht, daraus gelernt und mein Portfolio deutlich strukturierter aufgestellt. Heute weiß ich besser, was ich halte und warum.
Für 2026 möchte ich meinen Fokus weiter schärfen. Weniger Breite, mehr Überzeugung. Mehr Zeit für einzelne Unternehmen, weniger Aktionismus.
Fokus 2026: diese Unternehmen stehen bei mir im Vordergrund 👀
Für 2026 möchte ich meinen Fokus weiter schärfen. Weniger Breite, mehr Überzeugung. Einige Positionen baue ich gezielt aus, andere beobachte ich sehr genau für mögliche Einstiege.
$INOD (+2,71 %)
InnoData
Bleibt einer meiner klaren Favoriten. Das Unternehmen sitzt an einer entscheidenden Stelle der KI Wertschöpfungskette: Datenaufbereitung, Datenstrukturierung und Qualitätssicherung. Genau dort, wo viele KI Projekte scheitern oder teuer werden. InnoData profitiert nicht vom KI Hype, sondern davon, dass KI ohne saubere Daten schlicht nicht funktioniert.
$FEIM (+0,98 %)
Frequency Electronics
Frequency Electronics ist hochspezialisiert auf extrem präzise Zeit und Frequenzsysteme. Diese Technologie ist kritisch für Satelliten, Raumfahrt, Verteidigung und moderne Kommunikationssysteme. Die Eintrittsbarrieren sind enorm, die Entwicklungszyklen lang und das Know how kaum ersetzbar. Genau das schafft einen starken Burggraben. Wer einmal qualifiziert ist, bleibt meist über Jahre gesetzt.
$HY9H (-5,39 %)
SK Hynix
SK Hynix ist einer der zentralen Profiteure der globalen KI Infrastruktur. Speicher ist aktuell einer der größten Engpässe in Rechenzentren. SK Hynix hat sich hier früh und konsequent positioniert und hält einen sehr großen Anteil an den aktuell gefragtesten Speicherlösungen. Während andere aufholen müssen, sitzt SK Hynix bereits am Tisch. Für mich ein struktureller Gewinner der nächsten Jahre.
$VST (-0,39 %)
Vistra
Ein Energieversorger, der stark von der steigenden Stromnachfrage profitiert. Rechenzentren, KI Anwendungen und Cloud Infrastruktur brauchen enorme Mengen an Energie. Vistra ist genau dort positioniert, wo diese Nachfrage entsteht. Kein klassischer Tech Wert, aber ein elementarer Baustein der KI Entwicklung.
Watchlist: mögliche Kandidaten 🔍
$DSY (-1,75 %)
Dassault Systèmes
Das Thema digitale Zwillinge gewinnt aktuell stark an Bedeutung. Industrie, Automobil, Fertigung und Infrastruktur werden zunehmend digital abgebildet, simuliert und optimiert. Zusätzliche Aufmerksamkeit bekommt dieses Narrativ dadurch, dass $NVDA (+0,68 %)
NVIDIA und $SIE (+1,12 %)
Siemens eine Partnerschaft im Bereich digitaler Zwillinge eingegangen sind. Wenn zwei solche Schwergewichte gezielt auf dieses Thema setzen, zeigt das, welche strategische Relevanz digitale Zwillinge künftig haben werden. Unternehmen, deren Kernkompetenz genau in diesem Bereich liegt, profitieren davon besonders. Dassault Systèmes ist hier seit Jahren tief in industrielle Prozesse integriert und für mich einer der klaren Profiteure dieses Trends.
$6506 (-2,96 %)
Yaskawa Electric
Yaskawa ist ein zentraler Player im Bereich Robotik, Automatisierung und Antriebstechnik. Besonders spannend finde ich das Wachstumspotenzial in Industrieautomation und Logistik. Steigende Lohnkosten, Fachkräftemangel und Effizienzdruck treiben genau diese Lösungen voran. Yaskawa profitiert direkt von diesem Trend.
$9880 (-3,21 %)
UBTECH Robotics
Ein chinesisches Unternehmen im Bereich humanoide Robotik. Technologisch sehr weit, mit starkem Fokus auf industrielle und serviceorientierte Anwendungen. Noch klar High Risk, aber eines der spannendsten Unternehmen, wenn humanoide Robotik den Schritt aus dem Labor in die Realität schafft.
$PATH (-7,34 %)
UiPath
Für mich eine mögliche Comeback Story. UiPath entwickelt Software Agenten und Automatisierungslösungen, mit denen Unternehmen Prozesse effizienter gestalten. Die Kundenbasis ist groß, das Produkt ausgereift. Sollte das Thema Agenten und KI Automatisierung wieder stärker in den Fokus rücken, sehe ich hier deutliches Potenzial.
$BC8 (+2,01 %)
Bechtle
Ein deutscher IT Dienstleister mit Substanz. Bechtle profitiert von Digitalisierung, Cloud Umstellungen und zunehmend auch von KI Projekten im Mittelstand. Kein Hype, sondern ein verlässlicher Profiteur langfristiger IT Investitionen.
Zum Abschluss wünsche ich euch allen für das neue Jahr vor allem Gesundheit, Glück in der Liebe und viel Erfolg beim Investieren 🍀📈
Und jetzt bin ich gespannt auf euer Feedback 😊
Hoffe es geht dir wieder besser. Lass wirklich langsam gehen. Und nimm dir Zeit für dich. Ich werde versuchen dich im neuen Jahr auch weniger zu stressen und zu markieren. Deine Strategie für das neue Jahr gefällt mir sehr gut.
Kurzer Einblick in mein Portfolio und wie ich 2026 rangehe
Ich dachte, ich schreibe mal ein paar Gedanken zu meinem Portfolio und warum ich genau diese Positionen halte.
Grundsätzlich:
Ich versuche nicht, den Markt zu timen oder jede Woche umzuschichten. Mir ist wichtiger zu verstehen, was ich halte und warum, damit ich auch in schwächeren Phasen entspannen kann.
$IWDA (+0,12 %) MSCI World
Mein Fundament. Gibt mir Stabilität und nimmt Druck raus, alles über Einzelaktien lösen zu müssen.
$NVDA (+0,68 %)
$AMD (+6,7 %) NVIDIA & AMD
Klarer Fokus auf KI und Rechenleistung. Hohe Bewertung, aber auch echte Nachfrage und massive Cashflows. Schwankt stark, gehört für mich aber bewusst ins Portfolio.
$PATH (-7,34 %) UiPath
Höheres Risiko, aber auch hohe optionality. Automatisierung ist noch lange nicht am Ziel. Kleine Position, die wachsen darf.
$ILMN (+1,55 %) Illumina
Stark abgestraft, viel Unsicherheit, aber technologisch weiterhin extrem relevant. Für mich eine klassische Turnaround-Wette mit Geduld und deshalb höher Gewichtet.
$ALB (+4,14 %) Albemarle
Zyklisch, ungeliebt, genau deshalb interessant. Lithium wird nicht verschwinden, auch wenn der Markt gerade anderes fühlt.
$TTWO (-0,59 %) Take-Two Interactive
GTA 6 ist eingepreist.
Die Frage ist nur wie. Plane die Position eher taktisch als ewig zu halten.
$NOVO B (-0,18 %) Novo Nordisk
Qualität. Starkes Wachstum, riesiger Markt, klare Marktführerschaft.
$ADBE (-5,27 %) Adobe
Marktführer, wiederkehrende Einnahmen, AI-Integration. Kein Hype-Play, sondern solides Langfrist-Business.
Mein Plan für 2026:
weiter monatlich investieren
nicht alles sofort in Aktien schieben
Rücksetzer nutzen
nichts verkaufen, nur weil es unangenehm wird!
Mir ist klar: Das ist kein perfektes Portfolio.
Aber es ist mein System, und damit schlafe ich ruhig.
Über Gedankengänge oder Fragen würde ich mich auch sehr freuen :)
Mich würde interessieren:
Wie seid ihr 2026 aufgestellt?
Eher defensiver, mehr Risiko oder einfach weitermachen wie bisher?
Schönen Tag euch noch!
Ansonsten, ich mache weiter wie bisher. Gibt keinen Grund was zu ändern.
Das Problem mit FIAT-Geld und mögliche Lösungen
Moin moin,
in letzter Zeit habe ich vermehrt Inhalte zum Problem des Fiatgeldes gelesen. Wer nochmal darauf stoßen möchte, kann sich gerne den Artikel von Stefan durchlesen. Besonders anfänglich wird die eigentliche Problemarik thematisiert. Hier ist der Link:
Nun aber zum eigentlich Inhalt. Das Problem des Fiat-Geldes ist nicht unbekannt, aber ich hatte immer Probleme konkrete Handlungsempfehlungen zu finden und habe deshalb ChatGPT eine umfassende Analyse (mit Backchecking) durchführen lassen.
Folgende Schwerpunkte hab ich gesetzt:
- Wie wahrscheinlich ist ein Börsencrash infolge eines Vertrauensverlustes in das Fiat-System? (Kurzfristig sowie langfristig)
- Wie würde sich so ein Crash auf verschiedene Anlageklassen auswirken?
- Welche Anlageklassen sollte man berücksichtigen, um durch solche Zeiten gut durchzukommen?
Nun die Antwort basieren auf verschiedensten Quellen + Anordnung von mir:
Wahrscheinlichkeit eines globalen Währungszusammenbruchs
Historische Perspektive:
Seit dem Ende des Goldstandards (Bretton-Woods-System) in den 1970er Jahren basieren alle großen Währungen auf Fiatgeld – also Geld ohne intrinsischen Wert, das nur durch Vertrauen gedeckt ist . Historisch haben Fiatwährungen jedoch kein perfektes Langzeit-Track-Record: Langfristig neigten alle ungedeckten Währungen zur Entwertung oder zum Scheitern. Aus einer österreichischen (wirtschaftstheoretischen) Sicht ist der Zusammenbruch sogar unausweichlich: „Die Geschichte hat gezeigt, dass Fiatgeld zu 100 % scheitert. Es ist nur eine Frage der Zeit“ . Manche Währungen überleben nur Jahre oder Jahrzehnte, selbst vormals stabile Währungen wie Pfund oder US-Dollar haben über die Zeit den Großteil ihres Werts verloren . Dies geschieht, weil Regierungen in der Tendenz immer mehr Geld schöpfen (z.B. zur Finanzierung von Kriegen, Sozialprogrammen oder Bankbailouts) – letztlich wird das Vertrauen in die Kaufkraft ausgehöhlt . Kurz gesagt: Übermäßige Geldmengenausweitung und Verschuldung untergraben langfristig jedes ungedeckte Geldsystem, was oft in hoher Inflation oder Währungsreformen endet .
Aktuelle Warnsignale: In den letzten Jahren haben viele Industrieländer ihre Verschuldung auf Rekordstände getrieben. Die globale Staatsverschuldung liegt um 102 Billionen USD – ein historischer Höchststand, angetrieben durch massive Defizite auch in wirtschaftlich guten Zeiten . Die großen Zentralbanken (Fed, EZB usw.) kauften enorme Mengen an Staatsanleihen und andere Wertpapiere, was die Geldmenge stark erhöhte. Als Folge schoss die Inflation 2021–2023 auf mehrdekadische Höchstwerte (über 8 % in den USA und Europa). Zwar versuchen Federal Reserve und EZB inzwischen gegenzusteuern (durch Zinsanhebungen), doch ein Teil des Vertrauensschadens ist schon entstanden: So diversifizieren sich die globalen Währungsreserven bereits weg vom Fiat-System. Zentralbanken haben 2022 über 1.100 Tonnen Gold gekauft – ein Rekord seit 1967 . In den Jahren 2022, 2023 und 2024 lag der Goldzukauf der Notenbanken jeweils über 1.000 Tonnen, mehr als doppelt so viel wie im Durchschnitt 2010–2021 . Bemerkenswert: Zum ersten Mal seit 40 Jahren halten Zentralbanken nun mehr Gold als US-Staatsanleihen in ihren Reserven . Dieses Verhalten der Notenbanken zeigt ein schwindendes Vertrauen in unbegrenzte Papiergeld-Versprechen – Gold gilt ihnen als wertbeständiger „sicherer Hafen“ ohne Ausfallrisiko . Selbst wenn kein sofortiger Kollaps des US-Dollar oder Euro zu erwarten ist, sprechen Experten von einer schleichenden Erosion des Vertrauens in alle großen Fiatwährungen . Daniel Lacalle etwa schreibt: „Dies bedeutet keinen unmittelbar bevorstehenden Kollaps des US-Dollars oder eine völlige Entdollarisierung, aber einen unumstrittenen Vertrauensverlust in Fiatwährungen insgesamt – vom Euro und Pfund bis hin zu Yen und Dollar“ .
„Gradually, then suddenly“ – schwer prognostizierbar: Währungscrashs ereignen sich typischerweise unvorhersehbar schnell, nachdem sich Probleme lange angebahnt haben. In Anlehnung an Ernest Hemingway gilt: Solche Zusammenbrüche passieren „erst allmählich und dann plötzlich“ . Oft bauen sich Ungleichgewichte (Überschuldung, Vertrauensverlust) über Jahre auf, bis ein Auslöser (z.B. politische Krise, Zinsschock oder Bankenkrise) das Kartenhaus zum Einsturz bringt. Fazit Wahrscheinlichkeit: Kurzfristig halten viele Analysten einen totalen Kollaps der Weltreservewährung US-Dollar für eher unwahrscheinlich, da der Dollar noch dominierend ist und enorme wirtschaftliche Stärke dahintersteht . Die USA machen z.B. ~58 % der globalen Währungsreserven und den Großteil internationaler Handelsabrechnungen aus . Es bräuchte eine Kette katastrophaler Ereignisse, um diese Stellung völlig zu erschüttern . Tatsächlich betont Investopedia: „Der Zusammenbruch des Dollars bleibt höchst unwahrscheinlich. Von den Voraussetzungen dafür erscheint allenfalls höhere Inflation realistisch. Wichtige Handelspartner (China, Japan) wollen keinen Dollar-Kollaps, da die USA ein zu bedeutender Absatzmarkt sind“ . Auch für den Euro oder Yen gilt, dass ein plötzlicher Totalabsturz nicht dem Basisszenario entspricht – die etablierten Volkswirtschaften verfügen über Instrumente, um vorübergehende Vertrauenskrisen zu dämpfen (z.B. Zinsschritte, Interventionen). Dennoch ist die langfristige Stabilität des Fiat-Geldsystems angesichts exponentieller Verschuldung fragil. Selbst die großen Zentralbanken verhalten sich so, als müssten sie für den Ernstfall vorsorgen (Stichwort Rekord-Goldkäufe). Viele Experten sehen uns heute bereits im Endstadium des Schulden- und Papiergeldzyklus: „Das Geldsystem befindet sich seit Jahren in der Endphase. Eine Währungsreform wird immer wahrscheinlicher“ . Wann genau der Kipppunkt kommt, weiß niemand – er kann sich noch Jahre hinziehen oder durch externe Schocks auch sehr rasch eintreten („schneller als die meisten denken“). Als Anleger sollte man daher vorbereitet, aber nicht panisch sein.
Auswirkungen eines Währungskollapses auf Aktien und klassische Anlagen
Eine Kernfrage lautet: Was passiert mit Aktien, wenn das Geld selbst fragwürdig wird? Schließlich werden Aktien in Geld bewertet – verliert Geld rapide an Wert, scheinen Aktienkurse nominal ins Unendliche zu steigen, doch ihr Realwert ist unsicher. Historische Extrembeispiele helfen hier weiter:
- Weimarer Hyperinflation 1921–1923 (Deutschland):
In dieser Phase verlor die Mark praktisch ihren gesamten Wert. Die Aktienkurse in Papiermark stiegen zwar nominal, konnten aber mit der Inflation nicht Schritt halten. Tatsächlich waren deutsche Aktien am Höhepunkt der Hyperinflation spottbillig: „Während der Hyperinflation waren deutsche Aktien oft extrem günstig. Im November 1922 entsprach die Marktkapitalisierung von Daimler dem Wert von nur 327 seiner Autos“ . Wegen der rasenden Geldentwertung waren die Kurse volatil, aber tendenziell fallend in realer Kaufkraft . Ein historischer Aktienindex fiel von 1913 = 100 auf lediglich 2,7 Punkte im Oktober 1922 – ein realer Wertverlust von ~97 % . Erst nach der Währungsstabilisierung (Rentenmark) erholten sich die Aktienmärkte zusammen mit der Wirtschaft wieder. Gold dagegen explodierte: Ein Goldpreis, der 1919 bei 170 Mark/Unze lag, notierte im November 1923 bei 87 Billionen Mark . Gold stieg 1,8-mal schneller als die Preise – d.h. Goldbesitzer steigerten ihre Kaufkraft fast um den Faktor 2 ! Wer Gold hielt, kam mit seinem Vermögen durch die Hyperinflation, während Bargeldsparer enteignet wurden . Dieses Beispiel zeigt: Aktien sind in einer akuten Währungshyperinflation kein perfekter Schutz – das Vertrauen in Unternehmen kann leiden, die Wirtschaftstätigkeit stockt (Rezession trotz Inflation, sog. Stagflation), und Sachwerte wie Gold, Sachgüter oder Immobilien werden temporär höher geschätzt als Unternehmensanteile.
- Währungsreform 1948 (Deutschland):
Hier wurde über Nacht die Reichsmark in D-Mark umgestellt. Geldguthaben verloren massiv an Wert – Bankguthaben wurden im Verhältnis 10:1 umgestellt, später per Gesetz sogar 100:6,5 (entspricht ~93,5 % Entwertung der Ersparnisse) . Nominalforderungen aller Art (Sparguthaben, Anleihen, Versicherungspolicen) waren die großen Verlierer; faktisch wurden Sparer und Gläubiger enteignet . Aktien und Sachwerte erwiesen sich hingegen als relativ robust: Aktionäre hatten zwar kurzfristig wenig Freude – in den chaotischen ersten Nachkriegsjahren gab es kaum Dividenden und die Kurse waren niedrig – aber nach der Reform partizipierten Aktien an Deutschlands „Wirtschaftswunder“. Langfristig stiegen Unternehmenswerte stark an, sodass Aktienbesitzer ihre Verluste mehr als wettmachten . Immobilien behielten substanziellen Wert, allerdings wurden sie mit Sonderabgaben belegt (Lastenausgleich: 50 % Zwangshypothek auf Immobilienvermögen über 5.000 DM) . Trotzdem blieb Grundeigentum ein realer Wert – Häuser und Land waren weiterhin gefragt (Wohnraum, Nutzung). Goldbesitzer waren jedoch die größten Gewinner: Gold wurde nach der Reform sehr schnell in die neue Währung umgerechnet und ein Gewinn von 1.438 % realisiert . Zum Vergleich: Sparbuchinhaber verloren ~95,5 % . Edelmetalle boten also den besten Werterhalt in dieser Währungskrise.
Lektionen für Aktien und Anleihen: Aus solchen Fällen lässt sich ableiten: Aktien verkörpern zwar Produktivkapital und Sachwerte (Maschinen, Patente etc.), doch in einer akuten Währungs- und Vertrauenskrise können Aktienkurse vorübergehend stark leiden. Wenn die Bevölkerung ums Überleben kämpft und das Geldchaos herrscht, fehlt „Spekulationskapital“ für Aktien . Unternehmen können zudem unter der Krise operativ leiden (Zusammenbruch von Handel, Zahlungswesen), was ihre Substanz gefährdet. Gute Aktien (robuste Unternehmen, ggf. mit Auslandsgeschäft) behalten dennoch einen Restwert – nach der Neuordnung des Geldes können sie aufblühen. Wer also solide Aktien besitzt und die Krise durchhalten kann, war historisch nach dem Reset oft in einer vorteilhaften Position . Anleihen und Bankguthaben hingegen sind in so einem Szenario äußerst riskant: Sie sind nominale Forderungen in der alten Währung – wenn diese abgewertet oder reformiert wird, sind die Forderungen nahezu wertlos . In Weimar brachte z.B. eine 20-jährige Lebensversicherungspolice am Ende nur den Gegenwert eines Brotes ein . Auch Staatsanleihen oder Sparbücher wurden 1948 brutal entwertet . Gleiches gilt für Bargeld: Wer physisch große Mengen Geld hält, kann bei Hyperinflation alles verlieren – Bargeld tendiert gegen Null, wie das berühmte Bild vom Schubkarren voller wertloser Geldscheine zeigt.
Fazit:
Sachwerte (darunter Aktien) schlagen langfristig nominale Geldanlagen, aber kurzfristig ist nichts vor Verlusten gefeit. Aktien können temporär drastisch einbrechen (in realen Werten), bevor eine neue Währung oder Stabilisierung greift. Anleihen, Sparguthaben und Versicherungsansprüche wären in einem echten Währungskollaps am schlechtesten dran – praktisch sicherer Verlust, da sie im alten Geld denominiert sind . Aktien hätten eine gute Aussicht, irgendwann wieder aufzuwerten, aber die Geduld und Liquidität muss man aufbringen, um diese Phase zu überstehen . Grundstücke/Immobilien behalten inneren Wert (Nutzwert, Knappheit), könnten aber staatlich mit Abgaben belegt werden . Edelmetalle erwiesen sich historisch als sofortiger Wertretter – sie steigen parallel zur Geldentwertung oft steil an und können nach der Krise leicht in die neue Währung getauscht werden
Anlageklassen für den Krisenfall – was schützt Wert und ermöglicht Gewinn?
Angesichts des obigen Befundes stellt sich die praktische Frage: Wie investiert man, um in einem möglichen Fiat-Kollaps Vermögen zu sichern oder gar zu mehren? – Hier einige Anlageklassen und ihre Eignung:
- Gold und Silber (Edelmetalle): Diese klassischen Krisenwährungen sind historisch die zuverlässigsten Wertspeicher. In nahezu jeder Währungskrise der letzten Jahrhunderte hielt Gold den Wert mindestens und übertraf oft die Inflationsrate . Zentralbanken selbst vertrauen auf Gold (siehe die riesigen Käufe 2022–24) – ein klares Signal. Gold hat kein Gegenparteirisiko, kann nicht beliebig vermehrt werden und wird weltweit akzeptiert. Silber ähnelt Gold, schwankt aber stärker. Kiyosaki etwa nennt Silber „das Beste und Sicherste“ und prognostiziert stark steigende Preise .
Nachteil: Edelmetalle werfen keine laufenden Erträge ab. In stabilen Zeiten können sie gegenüber Produktivkapital hinterherhinken. Aber in Systemkrisen glänzen sie: So stieg Gold 1948 in Deutschland um über 1400 % wertmäßig und während der Weimar-Inflation schneller als alle Preise . Tipp: Physisches Gold/Silber (Münzen, Barren) ist Bankguthaben vorzuziehen, da es im Extremfall außerhalb des Finanzsystems gehalten werden kann. Jedoch sollte man auch Lagerung/Sicherheit bedenken.
- Aktien (Unternehmensbeteiligungen): Aktien sollten trotz aller Kurzfrist-Risiken nicht abgeschrieben werden. Sie repräsentieren reale Vermögenswerte – Fabriken, Technologien, Marken – die einen Neuanfang überdauern können. Diversifiziert aufgestellt (über verschiedene Branchen und Länder) bieten Aktien potenziell Inflationsschutz, denn Unternehmen können Preise anpassen und Sachwerte besitzen. Besonders defensive oder globale Konzerne könnten besser durch eine Währungskrise kommen. Investopedia empfiehlt als Hedge z.B. Aktien von Unternehmen mit großem internationalen Geschäft oder Rohstoffbezug . Diese haben Einnahmen in harten Fremdwährungen oder von steigenden Rohstoffpreisen. Zu beachten: In der akuten Krise könnten Börsen schließen oder Kapitalverkehrskontrollen eingeführt werden. Man sollte also Aktien eher als Langfrist-Komponente sehen: Wer heute Qualitätsaktien hält, hat nach einer Währungsreform gute Chancen, dass diese Werte im neuen Geld wieder repräsentativ sind (wie nach 1948, als Aktien zum Fundament des neuen Aufschwungs wurden ). Dividendenausfälle und Kurskapriolen muss man jedoch einplanen. Kurzfristige Gewinnchancen bieten evtl. Short-Strategien vor dem Crash (z.B. Leerverkäufe oder Put-Optionen auf Indizes), aber diese sind riskant und timing-empfindlich – eher etwas für Profis. Für den Normalanleger heißt es eher: Solide Aktien halten, nicht zu sehr auf Kredit investieren (Leverage meiden, da Schulden in der Krise gefährlich sein können), und Durststrecken aussitzen können.
- Immobilien und Sachwerte: „Sachwerte“ im Allgemeinen sind zu bevorzugen, da sie einen Eigenwert außerhalb des Geldsystems haben. Immobilien etwa bieten Nutzwert (Wohnen, Landwirtschaft) und sind begrenzt verfügbar. In Währungskrisen neigen Immobilienpreise dazu, real zu steigen oder zumindest den Wert zu bewahren . Allerdings kann der Staat hier eingreifen (Lastenausgleich, Zwangshypotheken – wie 1948 geschehen ). Immobilien sind auch illiquide: Man kann sie im Notfall nicht schnell verkaufen oder teilen, und Transaktionen könnten eingefroren werden. Trotzdem gilt: Ein schuldenfreies Haus oder Landstück behält eine greifbare Substanz, was gerade dann beruhigend ist, wenn Papiergeld zerfällt . Neben Immobilien zählen auch andere Sachwerte wie Kunst, Edelsteine, Antiquitäten, Infrastruktur (z.B. Beteiligungen an Versorgern) etc. – sie alle könnten im Wert steigen, wenn Geld entwertet wird. Aber diese Märkte sind oft spezialisiert und weniger liquide.
- Rohstoffe und Ressourcen: Neben Gold/Silber sollten auch andere Rohstoffe erwähnt werden. Öl, Gas, Industriemetalle, Agrarrohstoffe – all das sind reale Dinge, die immer einen Wert haben werden. Man kann schwer direkt Barrel Öl oder Tonnen Kupfer lagern, aber man kann in Rohstoff-ETFs, Minenaktien oder Commodity-Fonds investieren. In einer Währungsabwertung tendieren Rohstoffpreise (in der entwerteten Währung) stark nach oben. Wer also z.B. Anteile an einem Goldminenunternehmen, an einem Ölproduzenten oder einem Agrarland-Fonds hält, besitzt indirekt einen inflationsresistenten Wert. Auch hier gilt: kurzfristig volatil, langfristig echter Wert.
- Kryptowährungen (Bitcoin & Co.): Eine moderne Alternative sind dezentrale Kryptowährungen, allen voran Bitcoin. Diese gelten manchen als „digitales Gold“ – mit begrenzter Menge (BTC maximal 21 Mio.) und unabhängig von Zentralbanken. Krypto hat in jüngsten Krisen (z.B. Türkei, Venezuela) gemischte Ergebnisse gezeigt – teils Werterhalt, teils starke Schwankungen. Kiyosaki jedoch empfiehlt neben Gold und Silber auch ausdrücklich Bitcoin und Ethereum, um sich vor dem großen Crash zu schützen . Der Reiz liegt darin, dass Kryptowährungen außerhalb des Fiat-Systems existieren; sie unterliegen keiner Währungsreform der Regierung. Sollten also Vertrauen und Liquidität ins Krypto-System flüchten, könnten Coins rapide an Wert gewinnen. Allerdings sind sie bislang zu volatil, um als sicherer Hafen zu gelten, und ihr Erfolg hängt davon ab, dass genug Menschen sie im Ernstfall tatsächlich nutzen. Es ist eher eine spekulative Beimischung als ein sicherer Hafen wie Gold. Dennoch: Im Zuge der Fiat-Skepsis setzen auch zunehmend Institutionelle etwas auf Kryptowährungen . In einem „alles ist kaputt“-Szenario könnte Bitcoin in der Tat an Bedeutung gewinnen – oder von Regierungen unterbunden werden. Hier scheiden sich die Geister, daher wäre eine moderate Allokation angeraten.
- Bargeld (Fiat) und Anleihen: Diese sollten im Krisenszenario so gering wie möglich gehalten werden. Cash verliert in der Inflation garantiert an Wert; im Kollapsfall könnte es wertlos werden oder zwangsgetauscht (wie 1948) . Eine kleine Reserve in bar kann nützlich sein, falls Banken kurzfristig schließen – aber das sollte wirklich nur der Notgroschen sein (und ggf. in verschiedenen Währungen aufgeteilt, falls eine davon stabiler bleibt). Staats- und Unternehmensanleihen in der eigenen Währung sind hochgefährdet – sie würden entweder durch Inflation entwertet oder bei Währungsreform zwangsweise umgestellt (mit Gläubigerverlust). Selbst inflationsindexierte Anleihen (TIPS etc.) helfen in einer Hyperinflation nicht, da der Schuldner ausfallen könnte oder die Indexierung hinter der echten Geldentwertung zurückbleibt. Fremdwährungsanleihen könnten besser sein (z.B. Schweizer Franken, falls dieser stabil bleibt), aber in einem globalen Crash ist das kein sicherer Hafen, sondern höchstens Relativspiel. Fazit: Nominalwerte meiden.
Ich sehe die aktuelle Situation nicht all zu dramatisch, aber jeder sollte im Ansatz von diesem Problem wissen.
Wünsche Euch noch einen schönen Tag ✌️
Mein Bauchgefühl ist, dass wenn du den Begriff FIAT verwendest oder BTC als Abkürzung (also wording der Krypto Community) GPT auch eher diese Quellen anzapft und pro Bitcoin argumentieren wird. Und gerade bei GPT muss man bei sowas immer ein wenig aufpassen. GPT bestätigt sehr gerne in eigenen Ansichten. Nutze es aber auch manchmal für Brainstorming.
Mein Pferd für 2026
Hier zum Start des neuen Jahres mein derzeitiges Depot mit dem ich ins Rennen gehe 😅 Habe mir zum Start ein paar Neuanschaffungen geholt $NFLX (+1,56 %)
$META (-1,6 %) und ich wage auch den $NOVO B (-0,18 %) zock 🙈
Monatlich jeweils 200€ in $CSNDX (+0,17 %) und $IWDA (+0,12 %)
Ansonsten kaufe ich Einzelaktien von denen ich überzeugt bin wenn ich ein paar Groschen über habe 😬 Mit Novo und Metaplanet hab ich noch einen kleinen Zock mit dabei😬
Portfolio
Hallo Zusammen,
nach knapp 1 1/2 Jahren stiller Teilhaber auf gq habe ich mich doch mal dazu entschieden mein Portfolio auseinander nehmen zu lassen 😋
Kurz ein paar Worte zu mir und dann zu meinem Portfolio.
Ich bin 31 Jahre alt, wohne mit meiner Freundin und unserem 4 Monate altem Sohn im herzen Bayerns in unserem kleinen Eigenheim.
Meine Freundin und ich sind beide in einem Automobilkonzern als Angestellte tätig. (Sie natuerlich gerade in Elternzeit)
Zu meinem Portfolio.
Angefangen hat meine Investmentkarriere mit physischen Edelmetallen und kurz darauf mit Krypto‘s.
Bei den Kryptos hab ich mich von Freunden mitreissen lassen, ausgekannt habe ich mich damals noch nicht damit (so ein Risiko würde ich heute vermutlich nicht mehr eingehen). Was sich aber glücklicherweise im Nachhinein als positiv herausgestellt hat.
Vor gut drei Jahren ist dann das erste von mittlerweilen drei Depots dazu gekommen mit unterschiedlichen Strategien.
Depot ( vermutlich für die Rente )
$IWDA (+0,12 %) / $MEUD (-0,32 %) / $CSPX (+0,03 %) / $EXS1 (-0,31 %) / $EIMI (-0,69 %) / $WSML (-0,23 %)
2.Dividenden Depot (für Cashflow als Belohnung aufs Gemeinschaftskonto)
$HMWO (-0,08 %) / $ISPA (-0,31 %) / $TDIV (-0,11 %) / $VFEM (-0,61 %)
3.JuniorDepot
$VHYG (-0,07 %) / $VWRL (-0,01 %) als Thesaurierer.
beide ETFs werden bespart, weil hier einen die Großeltern finanzieren und ich das gerne getrennt haben moechte und kein extra Depot eroeffnen wollte.
Alle Depots werden monatlich bespart.
Soviel mal grob zu mir und meinen Portolio.
Ich würde mich sehr über Kritik, Verbesserungsvorschläge o.ä. freuen und wünsche allen schöne Feiertage ✌🏻
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