Moin moin,
in letzter Zeit habe ich vermehrt Inhalte zum Problem des Fiatgeldes gelesen. Wer nochmal darauf stoßen möchte, kann sich gerne den Artikel von Stefan durchlesen. Besonders anfänglich wird die eigentliche Problemarik thematisiert. Hier ist der Link:
Nun aber zum eigentlich Inhalt. Das Problem des Fiat-Geldes ist nicht unbekannt, aber ich hatte immer Probleme konkrete Handlungsempfehlungen zu finden und habe deshalb ChatGPT eine umfassende Analyse (mit Backchecking) durchführen lassen.
Folgende Schwerpunkte hab ich gesetzt:
- Wie wahrscheinlich ist ein Börsencrash infolge eines Vertrauensverlustes in das Fiat-System? (Kurzfristig sowie langfristig)
- Wie würde sich so ein Crash auf verschiedene Anlageklassen auswirken?
- Welche Anlageklassen sollte man berücksichtigen, um durch solche Zeiten gut durchzukommen?
Nun die Antwort basieren auf verschiedensten Quellen + Anordnung von mir:
Wahrscheinlichkeit eines globalen Währungszusammenbruchs
Historische Perspektive:
Seit dem Ende des Goldstandards (Bretton-Woods-System) in den 1970er Jahren basieren alle großen Währungen auf Fiatgeld – also Geld ohne intrinsischen Wert, das nur durch Vertrauen gedeckt ist . Historisch haben Fiatwährungen jedoch kein perfektes Langzeit-Track-Record: Langfristig neigten alle ungedeckten Währungen zur Entwertung oder zum Scheitern. Aus einer österreichischen (wirtschaftstheoretischen) Sicht ist der Zusammenbruch sogar unausweichlich: „Die Geschichte hat gezeigt, dass Fiatgeld zu 100 % scheitert. Es ist nur eine Frage der Zeit“ . Manche Währungen überleben nur Jahre oder Jahrzehnte, selbst vormals stabile Währungen wie Pfund oder US-Dollar haben über die Zeit den Großteil ihres Werts verloren . Dies geschieht, weil Regierungen in der Tendenz immer mehr Geld schöpfen (z.B. zur Finanzierung von Kriegen, Sozialprogrammen oder Bankbailouts) – letztlich wird das Vertrauen in die Kaufkraft ausgehöhlt . Kurz gesagt: Übermäßige Geldmengenausweitung und Verschuldung untergraben langfristig jedes ungedeckte Geldsystem, was oft in hoher Inflation oder Währungsreformen endet .
Aktuelle Warnsignale: In den letzten Jahren haben viele Industrieländer ihre Verschuldung auf Rekordstände getrieben. Die globale Staatsverschuldung liegt um 102 Billionen USD – ein historischer Höchststand, angetrieben durch massive Defizite auch in wirtschaftlich guten Zeiten . Die großen Zentralbanken (Fed, EZB usw.) kauften enorme Mengen an Staatsanleihen und andere Wertpapiere, was die Geldmenge stark erhöhte. Als Folge schoss die Inflation 2021–2023 auf mehrdekadische Höchstwerte (über 8 % in den USA und Europa). Zwar versuchen Federal Reserve und EZB inzwischen gegenzusteuern (durch Zinsanhebungen), doch ein Teil des Vertrauensschadens ist schon entstanden: So diversifizieren sich die globalen Währungsreserven bereits weg vom Fiat-System. Zentralbanken haben 2022 über 1.100 Tonnen Gold gekauft – ein Rekord seit 1967 . In den Jahren 2022, 2023 und 2024 lag der Goldzukauf der Notenbanken jeweils über 1.000 Tonnen, mehr als doppelt so viel wie im Durchschnitt 2010–2021 . Bemerkenswert: Zum ersten Mal seit 40 Jahren halten Zentralbanken nun mehr Gold als US-Staatsanleihen in ihren Reserven . Dieses Verhalten der Notenbanken zeigt ein schwindendes Vertrauen in unbegrenzte Papiergeld-Versprechen – Gold gilt ihnen als wertbeständiger „sicherer Hafen“ ohne Ausfallrisiko . Selbst wenn kein sofortiger Kollaps des US-Dollar oder Euro zu erwarten ist, sprechen Experten von einer schleichenden Erosion des Vertrauens in alle großen Fiatwährungen . Daniel Lacalle etwa schreibt: „Dies bedeutet keinen unmittelbar bevorstehenden Kollaps des US-Dollars oder eine völlige Entdollarisierung, aber einen unumstrittenen Vertrauensverlust in Fiatwährungen insgesamt – vom Euro und Pfund bis hin zu Yen und Dollar“ .
„Gradually, then suddenly“ – schwer prognostizierbar: Währungscrashs ereignen sich typischerweise unvorhersehbar schnell, nachdem sich Probleme lange angebahnt haben. In Anlehnung an Ernest Hemingway gilt: Solche Zusammenbrüche passieren „erst allmählich und dann plötzlich“ . Oft bauen sich Ungleichgewichte (Überschuldung, Vertrauensverlust) über Jahre auf, bis ein Auslöser (z.B. politische Krise, Zinsschock oder Bankenkrise) das Kartenhaus zum Einsturz bringt. Fazit Wahrscheinlichkeit: Kurzfristig halten viele Analysten einen totalen Kollaps der Weltreservewährung US-Dollar für eher unwahrscheinlich, da der Dollar noch dominierend ist und enorme wirtschaftliche Stärke dahintersteht . Die USA machen z.B. ~58 % der globalen Währungsreserven und den Großteil internationaler Handelsabrechnungen aus . Es bräuchte eine Kette katastrophaler Ereignisse, um diese Stellung völlig zu erschüttern . Tatsächlich betont Investopedia: „Der Zusammenbruch des Dollars bleibt höchst unwahrscheinlich. Von den Voraussetzungen dafür erscheint allenfalls höhere Inflation realistisch. Wichtige Handelspartner (China, Japan) wollen keinen Dollar-Kollaps, da die USA ein zu bedeutender Absatzmarkt sind“ . Auch für den Euro oder Yen gilt, dass ein plötzlicher Totalabsturz nicht dem Basisszenario entspricht – die etablierten Volkswirtschaften verfügen über Instrumente, um vorübergehende Vertrauenskrisen zu dämpfen (z.B. Zinsschritte, Interventionen). Dennoch ist die langfristige Stabilität des Fiat-Geldsystems angesichts exponentieller Verschuldung fragil. Selbst die großen Zentralbanken verhalten sich so, als müssten sie für den Ernstfall vorsorgen (Stichwort Rekord-Goldkäufe). Viele Experten sehen uns heute bereits im Endstadium des Schulden- und Papiergeldzyklus: „Das Geldsystem befindet sich seit Jahren in der Endphase. Eine Währungsreform wird immer wahrscheinlicher“ . Wann genau der Kipppunkt kommt, weiß niemand – er kann sich noch Jahre hinziehen oder durch externe Schocks auch sehr rasch eintreten („schneller als die meisten denken“). Als Anleger sollte man daher vorbereitet, aber nicht panisch sein.
Auswirkungen eines Währungskollapses auf Aktien und klassische Anlagen
Eine Kernfrage lautet: Was passiert mit Aktien, wenn das Geld selbst fragwürdig wird? Schließlich werden Aktien in Geld bewertet – verliert Geld rapide an Wert, scheinen Aktienkurse nominal ins Unendliche zu steigen, doch ihr Realwert ist unsicher. Historische Extrembeispiele helfen hier weiter:
- Weimarer Hyperinflation 1921–1923 (Deutschland):
In dieser Phase verlor die Mark praktisch ihren gesamten Wert. Die Aktienkurse in Papiermark stiegen zwar nominal, konnten aber mit der Inflation nicht Schritt halten. Tatsächlich waren deutsche Aktien am Höhepunkt der Hyperinflation spottbillig: „Während der Hyperinflation waren deutsche Aktien oft extrem günstig. Im November 1922 entsprach die Marktkapitalisierung von Daimler dem Wert von nur 327 seiner Autos“ . Wegen der rasenden Geldentwertung waren die Kurse volatil, aber tendenziell fallend in realer Kaufkraft . Ein historischer Aktienindex fiel von 1913 = 100 auf lediglich 2,7 Punkte im Oktober 1922 – ein realer Wertverlust von ~97 % . Erst nach der Währungsstabilisierung (Rentenmark) erholten sich die Aktienmärkte zusammen mit der Wirtschaft wieder. Gold dagegen explodierte: Ein Goldpreis, der 1919 bei 170 Mark/Unze lag, notierte im November 1923 bei 87 Billionen Mark . Gold stieg 1,8-mal schneller als die Preise – d.h. Goldbesitzer steigerten ihre Kaufkraft fast um den Faktor 2 ! Wer Gold hielt, kam mit seinem Vermögen durch die Hyperinflation, während Bargeldsparer enteignet wurden . Dieses Beispiel zeigt: Aktien sind in einer akuten Währungshyperinflation kein perfekter Schutz – das Vertrauen in Unternehmen kann leiden, die Wirtschaftstätigkeit stockt (Rezession trotz Inflation, sog. Stagflation), und Sachwerte wie Gold, Sachgüter oder Immobilien werden temporär höher geschätzt als Unternehmensanteile.
- Währungsreform 1948 (Deutschland):
Hier wurde über Nacht die Reichsmark in D-Mark umgestellt. Geldguthaben verloren massiv an Wert – Bankguthaben wurden im Verhältnis 10:1 umgestellt, später per Gesetz sogar 100:6,5 (entspricht ~93,5 % Entwertung der Ersparnisse) . Nominalforderungen aller Art (Sparguthaben, Anleihen, Versicherungspolicen) waren die großen Verlierer; faktisch wurden Sparer und Gläubiger enteignet . Aktien und Sachwerte erwiesen sich hingegen als relativ robust: Aktionäre hatten zwar kurzfristig wenig Freude – in den chaotischen ersten Nachkriegsjahren gab es kaum Dividenden und die Kurse waren niedrig – aber nach der Reform partizipierten Aktien an Deutschlands „Wirtschaftswunder“. Langfristig stiegen Unternehmenswerte stark an, sodass Aktienbesitzer ihre Verluste mehr als wettmachten . Immobilien behielten substanziellen Wert, allerdings wurden sie mit Sonderabgaben belegt (Lastenausgleich: 50 % Zwangshypothek auf Immobilienvermögen über 5.000 DM) . Trotzdem blieb Grundeigentum ein realer Wert – Häuser und Land waren weiterhin gefragt (Wohnraum, Nutzung). Goldbesitzer waren jedoch die größten Gewinner: Gold wurde nach der Reform sehr schnell in die neue Währung umgerechnet und ein Gewinn von 1.438 % realisiert . Zum Vergleich: Sparbuchinhaber verloren ~95,5 % . Edelmetalle boten also den besten Werterhalt in dieser Währungskrise.
Lektionen für Aktien und Anleihen: Aus solchen Fällen lässt sich ableiten: Aktien verkörpern zwar Produktivkapital und Sachwerte (Maschinen, Patente etc.), doch in einer akuten Währungs- und Vertrauenskrise können Aktienkurse vorübergehend stark leiden. Wenn die Bevölkerung ums Überleben kämpft und das Geldchaos herrscht, fehlt „Spekulationskapital“ für Aktien . Unternehmen können zudem unter der Krise operativ leiden (Zusammenbruch von Handel, Zahlungswesen), was ihre Substanz gefährdet. Gute Aktien (robuste Unternehmen, ggf. mit Auslandsgeschäft) behalten dennoch einen Restwert – nach der Neuordnung des Geldes können sie aufblühen. Wer also solide Aktien besitzt und die Krise durchhalten kann, war historisch nach dem Reset oft in einer vorteilhaften Position . Anleihen und Bankguthaben hingegen sind in so einem Szenario äußerst riskant: Sie sind nominale Forderungen in der alten Währung – wenn diese abgewertet oder reformiert wird, sind die Forderungen nahezu wertlos . In Weimar brachte z.B. eine 20-jährige Lebensversicherungspolice am Ende nur den Gegenwert eines Brotes ein . Auch Staatsanleihen oder Sparbücher wurden 1948 brutal entwertet . Gleiches gilt für Bargeld: Wer physisch große Mengen Geld hält, kann bei Hyperinflation alles verlieren – Bargeld tendiert gegen Null, wie das berühmte Bild vom Schubkarren voller wertloser Geldscheine zeigt.
Fazit:
Sachwerte (darunter Aktien) schlagen langfristig nominale Geldanlagen, aber kurzfristig ist nichts vor Verlusten gefeit. Aktien können temporär drastisch einbrechen (in realen Werten), bevor eine neue Währung oder Stabilisierung greift. Anleihen, Sparguthaben und Versicherungsansprüche wären in einem echten Währungskollaps am schlechtesten dran – praktisch sicherer Verlust, da sie im alten Geld denominiert sind . Aktien hätten eine gute Aussicht, irgendwann wieder aufzuwerten, aber die Geduld und Liquidität muss man aufbringen, um diese Phase zu überstehen . Grundstücke/Immobilien behalten inneren Wert (Nutzwert, Knappheit), könnten aber staatlich mit Abgaben belegt werden . Edelmetalle erwiesen sich historisch als sofortiger Wertretter – sie steigen parallel zur Geldentwertung oft steil an und können nach der Krise leicht in die neue Währung getauscht werden
Anlageklassen für den Krisenfall – was schützt Wert und ermöglicht Gewinn?
Angesichts des obigen Befundes stellt sich die praktische Frage: Wie investiert man, um in einem möglichen Fiat-Kollaps Vermögen zu sichern oder gar zu mehren? – Hier einige Anlageklassen und ihre Eignung:
- Gold und Silber (Edelmetalle): Diese klassischen Krisenwährungen sind historisch die zuverlässigsten Wertspeicher. In nahezu jeder Währungskrise der letzten Jahrhunderte hielt Gold den Wert mindestens und übertraf oft die Inflationsrate . Zentralbanken selbst vertrauen auf Gold (siehe die riesigen Käufe 2022–24) – ein klares Signal. Gold hat kein Gegenparteirisiko, kann nicht beliebig vermehrt werden und wird weltweit akzeptiert. Silber ähnelt Gold, schwankt aber stärker. Kiyosaki etwa nennt Silber „das Beste und Sicherste“ und prognostiziert stark steigende Preise .
Nachteil: Edelmetalle werfen keine laufenden Erträge ab. In stabilen Zeiten können sie gegenüber Produktivkapital hinterherhinken. Aber in Systemkrisen glänzen sie: So stieg Gold 1948 in Deutschland um über 1400 % wertmäßig und während der Weimar-Inflation schneller als alle Preise . Tipp: Physisches Gold/Silber (Münzen, Barren) ist Bankguthaben vorzuziehen, da es im Extremfall außerhalb des Finanzsystems gehalten werden kann. Jedoch sollte man auch Lagerung/Sicherheit bedenken.
- Aktien (Unternehmensbeteiligungen): Aktien sollten trotz aller Kurzfrist-Risiken nicht abgeschrieben werden. Sie repräsentieren reale Vermögenswerte – Fabriken, Technologien, Marken – die einen Neuanfang überdauern können. Diversifiziert aufgestellt (über verschiedene Branchen und Länder) bieten Aktien potenziell Inflationsschutz, denn Unternehmen können Preise anpassen und Sachwerte besitzen. Besonders defensive oder globale Konzerne könnten besser durch eine Währungskrise kommen. Investopedia empfiehlt als Hedge z.B. Aktien von Unternehmen mit großem internationalen Geschäft oder Rohstoffbezug . Diese haben Einnahmen in harten Fremdwährungen oder von steigenden Rohstoffpreisen. Zu beachten: In der akuten Krise könnten Börsen schließen oder Kapitalverkehrskontrollen eingeführt werden. Man sollte also Aktien eher als Langfrist-Komponente sehen: Wer heute Qualitätsaktien hält, hat nach einer Währungsreform gute Chancen, dass diese Werte im neuen Geld wieder repräsentativ sind (wie nach 1948, als Aktien zum Fundament des neuen Aufschwungs wurden ). Dividendenausfälle und Kurskapriolen muss man jedoch einplanen. Kurzfristige Gewinnchancen bieten evtl. Short-Strategien vor dem Crash (z.B. Leerverkäufe oder Put-Optionen auf Indizes), aber diese sind riskant und timing-empfindlich – eher etwas für Profis. Für den Normalanleger heißt es eher: Solide Aktien halten, nicht zu sehr auf Kredit investieren (Leverage meiden, da Schulden in der Krise gefährlich sein können), und Durststrecken aussitzen können.
- Immobilien und Sachwerte: „Sachwerte“ im Allgemeinen sind zu bevorzugen, da sie einen Eigenwert außerhalb des Geldsystems haben. Immobilien etwa bieten Nutzwert (Wohnen, Landwirtschaft) und sind begrenzt verfügbar. In Währungskrisen neigen Immobilienpreise dazu, real zu steigen oder zumindest den Wert zu bewahren . Allerdings kann der Staat hier eingreifen (Lastenausgleich, Zwangshypotheken – wie 1948 geschehen ). Immobilien sind auch illiquide: Man kann sie im Notfall nicht schnell verkaufen oder teilen, und Transaktionen könnten eingefroren werden. Trotzdem gilt: Ein schuldenfreies Haus oder Landstück behält eine greifbare Substanz, was gerade dann beruhigend ist, wenn Papiergeld zerfällt . Neben Immobilien zählen auch andere Sachwerte wie Kunst, Edelsteine, Antiquitäten, Infrastruktur (z.B. Beteiligungen an Versorgern) etc. – sie alle könnten im Wert steigen, wenn Geld entwertet wird. Aber diese Märkte sind oft spezialisiert und weniger liquide.
- Rohstoffe und Ressourcen: Neben Gold/Silber sollten auch andere Rohstoffe erwähnt werden. Öl, Gas, Industriemetalle, Agrarrohstoffe – all das sind reale Dinge, die immer einen Wert haben werden. Man kann schwer direkt Barrel Öl oder Tonnen Kupfer lagern, aber man kann in Rohstoff-ETFs, Minenaktien oder Commodity-Fonds investieren. In einer Währungsabwertung tendieren Rohstoffpreise (in der entwerteten Währung) stark nach oben. Wer also z.B. Anteile an einem Goldminenunternehmen, an einem Ölproduzenten oder einem Agrarland-Fonds hält, besitzt indirekt einen inflationsresistenten Wert. Auch hier gilt: kurzfristig volatil, langfristig echter Wert.
- Kryptowährungen (Bitcoin & Co.): Eine moderne Alternative sind dezentrale Kryptowährungen, allen voran Bitcoin. Diese gelten manchen als „digitales Gold“ – mit begrenzter Menge (BTC maximal 21 Mio.) und unabhängig von Zentralbanken. Krypto hat in jüngsten Krisen (z.B. Türkei, Venezuela) gemischte Ergebnisse gezeigt – teils Werterhalt, teils starke Schwankungen. Kiyosaki jedoch empfiehlt neben Gold und Silber auch ausdrücklich Bitcoin und Ethereum, um sich vor dem großen Crash zu schützen . Der Reiz liegt darin, dass Kryptowährungen außerhalb des Fiat-Systems existieren; sie unterliegen keiner Währungsreform der Regierung. Sollten also Vertrauen und Liquidität ins Krypto-System flüchten, könnten Coins rapide an Wert gewinnen. Allerdings sind sie bislang zu volatil, um als sicherer Hafen zu gelten, und ihr Erfolg hängt davon ab, dass genug Menschen sie im Ernstfall tatsächlich nutzen. Es ist eher eine spekulative Beimischung als ein sicherer Hafen wie Gold. Dennoch: Im Zuge der Fiat-Skepsis setzen auch zunehmend Institutionelle etwas auf Kryptowährungen . In einem „alles ist kaputt“-Szenario könnte Bitcoin in der Tat an Bedeutung gewinnen – oder von Regierungen unterbunden werden. Hier scheiden sich die Geister, daher wäre eine moderate Allokation angeraten.
- Bargeld (Fiat) und Anleihen: Diese sollten im Krisenszenario so gering wie möglich gehalten werden. Cash verliert in der Inflation garantiert an Wert; im Kollapsfall könnte es wertlos werden oder zwangsgetauscht (wie 1948) . Eine kleine Reserve in bar kann nützlich sein, falls Banken kurzfristig schließen – aber das sollte wirklich nur der Notgroschen sein (und ggf. in verschiedenen Währungen aufgeteilt, falls eine davon stabiler bleibt). Staats- und Unternehmensanleihen in der eigenen Währung sind hochgefährdet – sie würden entweder durch Inflation entwertet oder bei Währungsreform zwangsweise umgestellt (mit Gläubigerverlust). Selbst inflationsindexierte Anleihen (TIPS etc.) helfen in einer Hyperinflation nicht, da der Schuldner ausfallen könnte oder die Indexierung hinter der echten Geldentwertung zurückbleibt. Fremdwährungsanleihen könnten besser sein (z.B. Schweizer Franken, falls dieser stabil bleibt), aber in einem globalen Crash ist das kein sicherer Hafen, sondern höchstens Relativspiel. Fazit: Nominalwerte meiden.
Ich sehe die aktuelle Situation nicht all zu dramatisch, aber jeder sollte im Ansatz von diesem Problem wissen.
Wünsche Euch noch einen schönen Tag ✌️





