
Gold und Silber werden gerne so dargestellt, als wären sie:
- immun gegen Zinsen
- unabhängig von Geldpolitik
- frei von Sentiment
In der Praxis reagieren sie:
- sensibel auf Realzinsen
- brutal auf Dollarstärke
- und genauso emotional wie alles andere
Der Unterschied: Bei Edelmetallen nennt man Volatilität einfach „Geduld“.
„Gold ist wertstabil“
Ja. Auf sehr lange Sicht.
Auch ein Sparbuch war über Jahrzehnte nominell stabil – nur leider real wertlos.
Wer Gold kauft, kauft:
- kein Cashflow
- kein Wachstum
- keine Innovation
Sondern die Hoffnung, dass jemand anderes es später teurer abnimmt.
Das ist kein Vorwurf – das ist schlicht das Modell.
Silber – der ewige kleine Bruder
Silber ist gleichzeitig:
- Wertspeicher
- Industriemetall
- Konjunkturindikator
Also von allem ein bisschen – aber nichts so richtig.
Wenn es steigt, ist es „das neue Gold“.
Wenn es fällt, war es plötzlich „eh zyklisch“.
Sehr bequem.
Und dann gibt es da noch Bitcoin
Kein Metall. Kein Mythos. Keine Lagerkosten.
Keine Öffnungszeiten. Keine zentrale Verwahrung. Keine beliebige Ausweitung.
Ein fest definiertes Angebot.
Ein offenes, überprüfbares System.
Ein Asset, das niemand kontrolliert und jeder prüfen kann.
Aber klar: viel zu riskant.
Interessant, wie oft „Sicherheit“ mit „Vertrautheit“ verwechselt wird.
Fazit
Gold und Silber haben ihre Rolle.
Was sie nicht sind: unfehlbar, alternativlos oder moralisch überlegen.
Wer letzte Woche so getan hat, als gäbe es nur eine Wahrheit,
lernt gerade wieder, dass Märkte keine Dogmen kennen.
Vielleicht liegt der Fehler nicht im Asset –
sondern im Bedürfnis, immer Recht haben zu wollen.
$4GLD (-6,48 %)
$IGLN (-8,52 %)
$GLDA (-7,32 %)
$SGLD (-6,66 %)
$SSLN (-23,2 %)
$PHAG (-23,61 %)
$BTC (-1,45 %)
$MSTR (+5,33 %)
$3350 (+0 %)
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