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🌎📈 Mercosur-Abkommen: Mega-Freihandel – Chancen für die Börse & Mögliche Profiteure

Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen haben die EU und der südamerikanische Wirtschaftsverbund Mercosur (Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay) ein historisches Freihandelsabkommen geschlossen. Damit entsteht eine der größten Freihandelszonen der Welt – mit über 700 Mio. Menschen und einem kombinierten Wirtschaftsraum von rund 22 Bio. USD.


Dieses Abkommen könnte globale Wirtschafts- und Börseneffekte auslösen – für Unternehmen, Branchen und Anleger*innen.

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🛃🚢 Was passiert mit dem Mercosur-Abkommen?


  • Zölle auf bis zu 91 % der EU-Exporte und 92 % der Mercosur-Exporte sollen schrittweise entfallen.
  • Ziel ist ein größerer Binnenmarkt, bessere Marktzugänge, vereinfachte Regeln und stabilere Handelsbedingungen zwischen Europa und Südamerika.
  • Bisher gelten hohe Zölle auf Autos (ca. 35 %), Maschinen (14-20 %) und chemische Produkte (bis 18 %).

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📊 Mögliche Auswirkungen auf die Börse


📈 1. Exportstarke Industrien profitieren durch höhere Nachfrage


Europa kann seine Produkte in Südamerika einfacher verkaufen:


  • 👩‍🏭 Autos & Autoteile
  • 🏭 Maschinenbau
  • 🧪 Chemie & Pharma
  • 🪄 Elektronik & Hightech


Durch entfallende Zölle und weniger Handelsbarrieren steigen die Margen und Wettbewerbsfähigkeit dieser Industrien.


Mögliche beispielhafte Frofiteure:



➡️ Erwartete Kursimpulse durch höhere Exporterlöse und gedeckelte Produktionskosten.

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🍖 2. Agrar- & Lebensmittelbranche im Fokus


Auch das Agrargeschäft wird auf beiden Seiten stärker vernetzt:


  • Tarife auf Wein, Öl, Käse, Milchprodukte und Genussmittel werden reduziert oder schrittweise geschaffen.
  • EU-Produzenten erhalten einen stärkeren Marktzugang in Südamerika; umgekehrt können südamerikanische Agrarexporte (z. B. Rindfleisch, Zucker) besser in die EU gelangen.


Mögliche Profiteure:



⚠️ Kritiker*innen weisen allerdings darauf hin, dass auch Preisdruck auf lokale Bauern* entsteht und Umweltrisiken steigen können, etwa durch billigere Importe.

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🚗 3. Rohstoffe & Energie: Mittel- bis langfristige Effekte


Mercosur-Länder exportieren große Mengen an Rohstoffen:


  • Soja, Zucker, Kaffee, Ethanol, Getreide
  • Brasilien ist zudem ein bedeutender Erdöl- und Mineralienlieferant


Ziel der Vereinbarung ist u. a. ein stabilerer Rohstoffhandel mit weniger Zöllen, was Rohstoffpreise beeinflusst und Aktien von Rohstoff- und Energieunternehmen bewegen kann.


Mögliche Profiteure:


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🏦 4. Finanz- & Dienstleistungssektor


Das Abkommen erleichtert auch:


  • Marktzugang für Finanzdienstleistungen
  • Öffnung von Telekom- und Transportmärkten
  • Öffnung des öffentlichen Beschaffungswesens für EU-Anbieter


➡️ Dies könnte Banken, Versicherer und Logistikunternehmen stärken, die grenzüberschreitend operieren.


Mögliche Profiteure:


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🔄 Kurzfristige Marktrisiken


Nicht alles ist automatisch positiv:


  • 🇪🇺 Agrarproteste in Europa zeigen Widerstand gegen billige Importe.
  • Politische Unsicherheiten sind weiterhin vorhanden – viele Parlamente müssen ratifizieren.
  • Branchen mit niedriger Wettbewerbsfähigkeit könnten unter Preisdruck geraten.

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📌 Fazit


Das Mercosur-Abkommen könnte ein Thema mit weitreichender Wirkung sein:


✅ Exportstarke Industrie bekommt neue Absatzmärkte

✅ Agrar- und Genussmittelbranche gewinnt Umsatzchancen

✅ Finanz- und Dienstleistungssektor profitiert von Markterweiterung

✅ Rohstoff-Exportländer Südamerikas könnten stärker integriert werden


⚠️ Gleichzeitig bestehen Risiken für lokale Produzenten und Preisverwerfungen, die regional Einfluss auf Aktienkurse haben können.

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Frage an euch: Was ist eure Meinung zum Abkommen? Und in welchen Sektoren bzw. bei welchen börsennotierten Unternehmen seht ihr hier die größten Gewinner auf lange Sicht?


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Quellen:


🌎🤝 Mercosur-Freihandelsabkommen zwischen EU & Mercosur unterzeichnet – größte Freihandelszone weltweit


💶📈 Wirtschaftliche Chancen für EU-Exporteure und Importeure durch Zollerleichterungen


⚙️🚗 Branchenanalysen mit Zollabbau-Effekten für Maschinen, Autos, Chemie etc.


🌾🥩 Agrar- und Rohstoff-Impakte durch neue Marktchancen und Quotenregelungen

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7 Kommentare

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Ich sehe vor allen Dingen auch bei kleineren Werten grosse Auswirkungen mittelfristig, da sich da ein paar grössere Aufträge, die man vorher wegen 25% Zöllen z.B. im Maschinenbau nicht bekommen könnte, eine grosse Auswirkung auf die Ergebnisse haben. Hatte in dem Zusammenhang gestern ein Interview mit dem Vorstand der $JST gesehen. Allerdings wird das kurzfristig an der Börse keine Auswirkungen bei den Profiteuren haben.
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Hier sehe ich große Chancen für beide Seiten. Diese neue Art der Zusammenarbeit kann viele Profiteure hervorrufen.
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@HoldTheMike Spannendes Abkommen. Bleibt noch abzuwarten ob das Abkommen dann tatsächlich auch so in Kraft tritt.

Für mich ist der erleichterte Zugang zu zusätzlichen Rohstoffquellen für Europa auf jeden Fall ein klarer strategischer Vorteil – gerade mit Blick auf Lieferketten und geopolitische Abhängigkeiten.

Gleichzeitig finde ich es positiv, mal wieder von mehr Handelsöffnung zu lesen. In Zeiten, in denen sonst eher über den Abbau der Globalisierung und der Abschottung gesprochen wird, ist das zumindest ein interessantes Gegensignal.
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Nach 25 Jahren Verhandlungen. Unglaublich😒
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@Laeuft Das ist gerundet. Die ersten Vorbereitungen starteten 1999 😅
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Der Untergang für die Bauern klasse👍
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@buchen_jul Für die hiesigen Bauern und die Eigenversorgung ist es in der Tat kein guter Deal.
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