Ich hab das hier noch nie gepostet, denn eigentlich ist mein Depot eh immer öffentlich in meinem Profil einsehbar – aber jetzt möchte ich einfach auch mal mein Depot vorstellen.
Achtung: Es handelt sich hier um ein Ausschüttungsportfolio! Ziel sind monatliche Ausschüttungen um das eigene Einkommen aufzubessern. Sekundäres Ziel ist mittel- und langfristiger Wertzuwachs, mindestens jedoch der Ausgleich der Inflation (natürlich gerne deutlich mehr). Das Portfolio versucht zu starke Volatilität zu vermeiden, damit ich bei einem Liquiditätsengpass notfalls (!) auch Positionen liquidieren kann, ohne dass es bei schlechten Marktphasen zu sehr schmerzt.
Hintergrund: Ich bin 51 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder im Alter von 7 und 9 (Kinderdepots hier nicht abgebildet). Ich arbeite seit etwa zwei Jahren nicht mehr aktiv – ich mache nur noch vereinzelt Projekte im Immobilienbereich auf die ich Lust habe. Meine kleine Firma habe ich abgegeben, eine gesetzliche Rente beziehe ich nicht. Unser primäres Familieneinkommen besteht aus Mieteinnahmen und einem überschaubaren Gehalt meiner Frau.
Das Portfolio (wie ich es sehe): Ich habe einen „Core“ aus einem aktiv gemanagten Fonds der Fürstlich Castell‘schen Bank (das ist im Prinzip deren Vermögensverwaltung für die ‚armen Kunden‘) in Kombination mit dem $TDIV (+0 %) (Dividenden und konservatives Wachstum) und dem $WINC (-0,46 %) (geboosterte Dividenden via CC). Darunter kommen Einzelaktien, die entweder hohe IST-Dividende zahlen oder vernünftiges Dividendenwachstum bieten. Mit $WAWI (+2,61 %) und $MPCC (-0,28 %) hab ich ein paar riskantere Schifffahrtsunternehmen im Depot (man will ja auch ein wenig Spaß haben) und als kleine Werte ein paar Exoten – ebenfalls mit Fokus auf Dividende (Positionsgrößen werden hier noch jeweils auf mind. 5tsd ausgebaut, da arbeite ich noch dran).
Warum ein Fonds und kein ETF als größte Position? Nun ja, das ist ein Sonderthema. Es handelt sich hier um meine Hausbank, die ich in erster Linie für meine Immobilienfinanzierungen nutze. Ich habe dort seit 25 Jahren den gleichen Ansprechpartner der nahezu ohne Rücksprache Entscheidungen treffen kann. Das ist Gold wert und deshalb kann diese Position für mich nicht nur anhand der TER bewertet werden.
Wichtiger Hinweis: Ich investiere hauptsächlich in Immobilien, das Depot macht lediglich etwa 14% meiner Gesamtinvestments aus. Der Rest sind vermiete Immobilien. Ich hab also eine extreme Gewichtung von Immobilien, man kann die Gesamtallokation vermutlich als ultrakonservativ bezeichnen. Hier die Rahmendaten aus der Assetklasse: Marktwerte total ca. 6,5 Mio. Euro, noch rückzuführende Darlehen ca. 1,4 Mio Euro, Jahreskaltmieten etwa 275tsd Euro, 56 WE (hauptsächlich in Leipzig) – gerade kommt noch ein wenig dazu.
Ich freue mich auf Feedback – vielleicht gibt es Anregungen, wie Ihr das Depot aus meiner Situation heraus weiter entwickeln würdet.










