heute bei 225 und 215 € etwas aufgestockt. Sehe das Unternehmen als langfristiges Invest Bei der aktuellen Entwicklung geopolitisch. Kriegt ihr auch kalte Füße oder kauft ihr nach?
Diskussion über OHB
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17Rheinmetall plant Starlink-Alternative
Hallo meine Lieben,
OHB hatte ich euch ja schon vorgestellt, leider habe ich selber nicht investiert. Hat jemand von euch nach meiner Vorstellung investiert?
Der Rüstungskonzern Rheinmetall befindet sich Insidern zufolge mit dem Raumfahrt- und Technologiekonzern OHB in Verhandlungen für einen Starlink-Konkurrenten.
26.01.2026 um 09:39
Der Rüstungskonzern Rheinmetall und der Bremer Raumfahrt- und Technologiekonzern OHB erörtern einem Insider zufolge Pläne für den gemeinsamen Bau eines mit Starlink vergleichbaren Satellitensystems für die Bundeswehr. Es gebe Gespräche der beiden Konzerne über das Projekt, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Montag und bestätigte damit Berichte der „Financial Times“ und des „Handelsblatts“.
Die Gespräche seien in einem frühen Stadium, hieß es in der „FT“. Gemeinsam wollten sich Rheinmetall und OHB aber um die Einrichtung eines mit Elon Musks Starlink vergleichbaren Kommunikationssystems für die Bundeswehr bewerben. Der Auftragswert könnte bei rund zehn Milliarden Euro liegen. Rheinmetall kommentierte die Angaben nicht. Von OHB war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
Der Düsseldorfer Konzern sieht das Satellitengeschäft als Zukunftsmarkt an. Acht bis zehn Milliarden Euro Umsatz sollen künftig aus dem Geschäft mit der Digitalisierung kommen, das auch Satelliten umfasst, hatte der Konzern angekündigt. Die Düsseldorfer arbeiten in dem Bereich bereits mit dem finnischen Satellitenhersteller Iceye zusammen. (Reuters)
Aufrüstung im Weltall: Rheinmetall will mit OHB deutsches Starlink bauen - DER SPIEGEL
Internetabschaltung im Iran betrifft auch Starlink-Verbindungen – DiePresse.com
OHB – von einer kleinen Werkstatt zum Weltraumkonzern
Die unwahrscheinliche Geschichte eines Familienunternehmens, das einst hydraulische Wagenheber reparierte und heute Satelliten fertigt. Mittendrin: Christa Fuchs und ihre Familie.
Thomas Jahn
14.01.2026 -
Bremen. Anfang der Achtzigerjahre war Christa Fuchs ein „Empty Nester“, wie man heute sagen würde. Ihre beiden Kinder waren ausgezogen, der Ehemann war vollauf beschäftigt mit seinem Job als Ingenieur. Also suchte sich die damals 42-Jährige eine Beschäftigung, um dem leeren Einfamilienhaus zu entfliehen.
Eine so weit gewöhnliche Geschichte, die aber mehr als ungewöhnlich weiterging. Fuchs übernahm 1981 eine kleine Firma, die für die Bundeswehr hydraulische Wagenheber reparierte und Standheizungen in Militärfahrzeuge einbaute. Das Unternehmertum lag in der Familie: Ihr Vater hatte eine Schlosserei in Pinneberg. Das Kaufmännische hatte sie vor der Ehe im Stahlhandel bei Klöckner in Hamburg gelernt.
Aber der Kauf von OHB war ein „Himmelfahrtskommando“, wie Christa Fuchs einmal einer Lokalzeitung sagte. In der Tat: Ohne Führungserfahrung und Branchenwissen übernahm sie die „Otto Hydraulik Bremen“. Ihre Tage waren auf einmal mehr als ausgefüllt: Gespräche mit Kunden, Anweisungen an die damals fünf Mitarbeiter, Abarbeiten der Aufträge – mithilfe eines erfahrenen Meisters und viel Hilfe von allen Seiten schaffte es Fuchs, alle Probleme zu lösen.
Zwei Jahrzehnte führte die heute 87-Jährige das Unternehmen, erst allein, später mit ihrem Mann, Hobbypilot und Raumfahrtingenieur Manfred Fuchs. Mitte der Neunziger kam ihr Sohn Marco Fuchs hinzu. Zusammen bauten sie eines der wichtigsten Raumfahrtunternehmen Deutschlands auf.
Ein Hightech-Konzern in Bremen
Was für ein Wandel, was für eine Geschichte. Und mittendrin die frühere Hausfrau und Teilzeitkraft eines Kaffeeladens, die als Firmenchefin ein Unternehmen groß machte – was nicht immer einfach war: „Wenn Sie sich Sorgen machen, wie Sie am Ende des Monats die Gehälter zahlen, dann schläft man nicht mehr gut“, antwortet sie auf die Fragen des Handelsblatts schriftlich. Ein Interview war nicht möglich, ganz offen geht sie mit ihrem Schlaganfall um, der ihr das Sprechen erschwert.
Die schlaflosen Nächte haben sich gelohnt: OHB ist mit 1,3 Milliarden Euro Umsatz keine kleine Werkstatt mehr, sondern ein Hightech-Konzern mit Sitz in Bremen. Mit seinen rund 3300 Beschäftigten baut OHB Hightech-Satelliten, etwa für die Bundeswehr, oder entwickelt für die europäische Raumfahrtagentur Esa eine Asteroidenabwehr – die mithilfe einer Sonde solche astronomischen Kleinkörper bei Bedarf vom Kurs Richtung Erde abbringen soll.
Esa-Chef Josef Aschbacher sagte dem Handelsblatt: „Mit der Esa verbindet OHB eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit.“ Die Kooperation reicht von Galileo-Navigationssatelliten und den Meteosat-Wettersatelliten der dritten Generation über die Erforschung von Exoplaneten bis hin zur Messung von Gravitationswellen oder künftigen europäischen Trägerraketen. „Dieses familiengeführte Engagement mit klarer Zukunftsvision stärkt Europas Raumfahrt und Industrie und wird von der Esa sehr geschätzt.“
Die Zeichen stehen auf Wachstum: Die Bundeswehr will 35 Milliarden Euro bis 2030 in die Weltraumverteidigung investieren, Deutschland stellt für die nächsten drei Jahre mit 5,4 Milliarden Euro so viel Geld für die Esa bereit wie kein anderes Land in Europa.
„Es gab keine komischen Sprüche“
Allerdings hätte es die heutige OHB um ein Haar nie gegeben. Als sich Christa Fuchs 1981 nach einer Beschäftigung umschaute, gab es ein Angebot für ein Wollgeschäft im Einkaufscenter Roland. Damals waren Stricken und Häkeln ein neuer, vielversprechender Trend.
Eher zufällig kam Christa Fuchs auf einer Veranstaltung ins Gespräch mit der Familie Otto, die keinen Nachfolger für ihre Reparaturwerkstatt fand. Der Rest ist Geschichte. Die Entscheidung sei auch menschlich richtig gewesen: „Ich habe mich da immer ziemlich gut behandelt gefühlt“, erinnert sich Fuchs. „Die haben mir auch viel beigebracht, und obwohl ich als junge Frau ohne besonders viel Erfahrung auf einmal die neue Chefin war, gab es keine komischen Sprüche.“
Ehemann Manfred Fuchs arbeitete damals bei Erno Raumfahrttechnik, einem deutschen Luft- und Raumfahrtunternehmen – das heute Teil von Airbus ist. Der Raumfahrtingenieur liebäugelte ebenfalls mit der Selbstständigkeit: Er kam aus einer Unternehmerfamilie mit Brennereien, Sägewerken und einem Weinhandel in Südtirol. Bis heute ist die Brauerei Forst in Meran in Familienbesitz – und noch immer die größte familiengeführte Brauerei Italiens.
Die Zeit des Spaceshuttles
1985, vier Jahre nach dem Kauf von OHB, kündigte Manfred Fuchs bei Erno und wagte ebenfalls den Sprung in die Selbstständigkeit. Er sah Geschäftschancen: Damals gab es einen ersten Raumfahrtboom in Deutschland. Es gab immer mehr europäische Projekte, auch gab es Aufträge aus den USA. So errichtete Europa in Zusammenarbeit mit der Nasa das wiederverwendbare Raumlabor „Spacelab“, das in den Achtziger- und Neunzigerjahren insgesamt 22 Mal mit dem Spaceshuttle zum Einsatz kam. Damals flog Ulf Merbold als erster westdeutscher Astronaut und Nicht-US-Bürger in einem Spaceshuttle mit, um sich um das Spacelab zu kümmern.
OHB fertigte für Erno sogenannte Fallkapseln: So brachte das Unternehmen die „Mikroba“ mit einem Höhenballon in den Himmel, um beim Fall für eine kurze Zeit Schwerelosigkeit zu erreichen. Später errichtete die Firma auch einen „Fallturm“. Dahinter steckte eine Idee, die mit dem Bau der Internationalen Raumstation ISS aufkam und die auch heute wieder Konjunktur hat: die „Microgravity“ im All für industrielle Produkte wie Halbleiter oder Medikamente oder für wissenschaftliche Experimente zu nutzen.
Mit dem Fall der Mauer änderte sich allerdings vieles in der Raumfahrt. Der Kalte Krieg war vorbei, viele militärische und auch zivile Projekte wie das Spaceshuttle wurden eingestellt. OHB musste reagieren – und stieg in das Satellitengeschäft ein. 1994 brachte OHB für die Universität Bremen seinen ersten Satelliten, den „Bremsat“, in den Orbit. Das 60 Kilogramm schwere Hightech-Teil ziert heute die Empfangshalle von OHB.
Vom Juristen zum Raumfahrtmanager
Die Zusammenarbeit war richtungsweisend. Projektleiter war ein gewisser Hans Königsmann, den Elon Musk 2002 als vierten Mitarbeiter für SpaceX anwarb. Der deutsche Raumfahrtingenieur prägte fast zwei Jahrzehnte das Raumfahrtprogramm von SpaceX, das heute mit 800 Milliarden Dollar das wertvollste private Unternehmen der Welt ist. 2021 verließ Königsmann SpaceX und wurde ein Jahr später in den Aufsichtsrat von OHB gewählt.
Mitte der Neunziger gab es noch einen weiteren wichtigen Wechsel: Marco Fuchs kam – eher widerwillig – an Bord. Der damals 33-Jährige arbeitete bei der amerikanischen Kanzlei Jones Day in New York, genoss den „Glamour“ der Weltstadt, wie er sich heute erinnert. Damit war aber im Herbst 1994 Schluss, als er nach Frankfurt versetzt wurde. Auch musste er aufgrund der Zeitverschiebung fast rund um die Uhr für die amerikanische Kanzlei arbeiten. „Die erwarten, dass man bis ein Uhr morgens für sie da ist“, sagte er.
Also kündigte Marco Fuchs – und gründete eine Kanzlei in Hamburg. Bei OHB fing er auch an, aber nur in Teilzeit, zwei Drittel seiner Zeit steckte er in die Kanzlei. Aber bald wurde klar: „Als Anwalt arbeitet man immer für andere, man verfolgt immer nur die Träume von anderen.“
Damals war OHB mit 40 Mitarbeitern und rund zehn Millionen Mark Umsatz immer noch ein kleines Unternehmen. Der Jurist war mit Raumfahrt von Kindesbeinen an vertraut. Als Rechtsanwalt konnte er nach eigener Aussage einiges einbringen: „Da lernt man, strukturiert und strategisch zu denken“, erinnerte sich Marco Fuchs, der die Geschicke von OHB bereits seit dem Jahr 2000 als Vorstandschef lenkt. Er hat einige Übernahmen wie 2005 die von MT Aerospace in Augsburg eingefädelt: „Ich habe im Grunde die Entwicklung der Gruppe außerhalb der Raumfahrtsysteme wie Satelliten aufgebaut.“
Die Dynamik eines Familientrios
Wie der Wandel gelang, ist auf eine Menge Arbeit, technologische Begeisterung und ein Führungstrio zurückzuführen, das vor allem in Familienunternehmen zu finden ist. „Mein Vater war der Business Developer, meine Mutter die Finanzchefin, und ich habe im Grunde die Struktur der Firma verändert und ausgebaut“, sagt Marco Fuchs.
Dabei entwickelte sich laut dem 63-Jährigen ein System gegenseitiger Kontrolle: „Es war meistens so, dass meine Mutter gegen meinen Vater und mich argumentiert hat.“ Christa Fuchs erinnert sich daran nur zu gut: „Die hatten Tag und Nacht Ideen, die alle teuer waren und bei denen man nicht so genau wusste, ob sie überhaupt umsetzbar waren – und wenn ja, ob sie jemand kaufen will.“ Ihr Fazit: „Wenn Sie Ingenieure einfach machen lassen, dann wird das schnell ein Fass ohne Boden.“ Bei jedem Raketenstart fieberte sie mit – und dachte auch an das Geld, das ihr Satellit an Bord gekostet hatte.
Das habe vielleicht auch „mal eine gute Idee gekillt, aber es hat uns wirtschaftlich stabil gehalten“, so Christa Fuchs. „Das gilt für jedes Unternehmen, egal ob man Raumfahrt macht oder Wagenheber: Man muss eine solide Basis haben und gut und klug wirtschaften, sonst verlieren die Kunden das Vertrauen.“
Ein Börsengang und amerikanische Raider
Vor fast einem Vierteljahrhundert kam es zur Zäsur bei OHB. Das Unternehmen brachte 2001 im Rahmen der Euphorie um den Neuen Markt Teile des Unternehmens an die Börse. Bis heute hält die Familie aber mit 65 Prozent die Mehrheit an dem Konzern. Damals beschaffte sich Marco Fuchs Kapital für eine Expansion in neue Geschäftsfelder wie den Digitalbereich oder im Jahr 2005 für die Übernahme von MT Aerospace in Augsburg.
Mit dem Börsengang zog sich Christa Fuchs aus dem operativen Geschäft zurück. Sie wechselte in den Aufsichtsrat, dem sie bis 2018 vorstand. Damals kaufte sich der US-Investor Guy Wyser-Pratte bei OHB ein. Der kritisierte, dass der CEO von seiner Mutter kontrolliert werde. Die Zeit empfand Marco Fuchs als „komisch“, erinnert er sich: „Das war die einzige Phase, in der wir wirklich hart von Aktionären kritisiert wurden.“ Allerdings habe der Amerikaner zum Teil recht mit seiner Kritik gehabt. Wyser-Pratte stieg später mit Gewinn aus.
Bis heute prägen die Börse und Amerika OHB. „Die Börse hat uns gutgetan, weil sie einen diszipliniert“, sagt Marco Fuchs. Man müsse die Firma strukturieren, um beispielsweise den Corporate-Governance-Anforderungen zu genügen. „Viele Firmen, die wachsen, haben oft das Problem, dass sie von den Strukturen irgendwie durcheinanderkommen.“
Kooperation mit KKR
Noch heute ist OHB börsennotiert, allerdings ist nur noch ein Anteil von sechs Prozent gelistet. Mithilfe des US-Private-Equity-Riesen KKR gab die Firma 2023 ein Übernahmeangebot für 44 Euro je Aktie ab. Damit wurde OHB insgesamt mit 768 Millionen Euro bewertet. Seitdem gehören KKR rund 28 Prozent an OHB. Kein schlechtes Geschäft, denn der Raumfahrtboom in Deutschland begeistert die Anleger, die Marktkapitalisierung liegt mittlerweile bei mehr als zwei Milliarden Euro.
Die Familie Fuchs legte ihre Anteile 2022 in eine Familienstiftung. Beim Interview mit Marco Fuchs ist sein Sohn Konstantin dabei, der Luft- und Raumfahrttechnik in München studiert und eine Zeit bei einem Berliner Satelliten-Start-up gearbeitet hat. Derzeit überlegt er, in die Firma einzusteigen. Auch die Schwester von Marco Fuchs, Romana Fuchs Mayrhofer, sitzt im Aufsichtsrat. Die Juristin führt seit 1993 eine eigene Anwaltskanzlei in München.
Die Zukunft ist voller Chancen. Laut Marco Fuchs, heute CEO von OHB, steht das Familienunternehmen vor einem Schub: „Wenn wir jetzt bei dem Boom nicht wachsen, wann sonst?“ Derzeit habe OHB einen Auftragseingang im Wert von drei Milliarden Euro, daher sollte „unser Umsatz in den nächsten Jahren auch auf drei Milliarden Euro steigen“.
Deutschland wird eine Raumfahrtnation
Im Fokus steht die Bundeswehr, die eigene Satellitenkonstellationen aufbauen will. OHB ist als deutscher Raumfahrtkonzern der natürliche Partner. „Wir kennen die Bundeswehr ja schon sehr gut und haben mit einigen Satellitenaufträgen Erfahrung gesammelt“, sagt Sabine von der Recke, die sich im OHB-Vorstand um „Kunden in der Politik und in den raumfahrtrelevanten Institutionen“ kümmert. „Aber so große Konstellationen hat in Europa noch nie jemand gemacht. Das wird eine große Umstellung.“ Doch die Vorständin, die seit 2014 bei OHB arbeitet, ist zuversichtlich: „Ehrlicherweise habe ich es bei OHB noch nie erlebt, dass wir gesagt haben, wir können uns zurücklehnen, jetzt passiert mal nichts Neues.“
Auch investiert OHB in New Space in Deutschland. So gehört dem Unternehmen rund die Hälfte des Unternehmens Rocket Factory Augsburg (RFA), das 2018 gegründet wurde. RFA ist neben Isar Aerospace aus München eines der zwei deutschen Start-ups, die 2025 beim Raketenwettbewerb der Esa in die engere Auswahl genommen wurden. Derzeit liefern sich RFA und Isar Aerospace einen Zweikampf: Wer bringt die erste private deutsche Rakete in den Weltraum?
Über die Zukunft des Unternehmens macht sich Christa Fuchs jedenfalls keine Sorgen: „Ich weiß zwar nicht, was in zehn Jahren in der Raumfahrt gefragt sein wird, aber man wird es mit Sicherheit bei OHB bestellen können.“
AKTIE IM FOKUS: MTU versuchen Chartausbruch - UBS schürt Hoffnung
Meine Lieben, nachdem $OHB (+9,98 %) schon die 🚀 gestartet hat. Scheinen heute wohl die Investoren auch begriffen zu haben. Dass MTU ein Zulieferer von OHB ist. Und somit auch etwas von dem Kuchen der Dorothee Bär (Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt) abbekommt.
Pistorius: 35 Milliarden für Weltraum-Aufrüstung – eine Aktie hebt ab
FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei Aktien von MTU zeichnet sich am Dienstag ein Ausspruch aus dem seit dem Juli-Rekord intakten Korrekturtrend ab. Mit 3,4 Prozent Kursplus auf 386,50 Euro steuerten die Papiere des Triebwerkerstellers wieder auf ihren Höchststand bei fast 396 Euro zu.
UBS-Experte Ian Douglas-Pennant machte den Anlegern in seinem Ausblick auf den Quartalsbericht am 23. Oktober Hoffnung, dass MTU dann mit einer Aufstockung der selbst gesteckten Jahresziele überraschen wird. Er ist jedenfalls sehr überzeugt davon, am Markt werde dies aber noch nicht erwartet. Die Anleger seien zu fokussiert auf eine Normalisierung der Ersatzturbinen-Quote und verkannten die generelle Stärke im Sekundärmarkt.
Douglas-Pennant liegt mit seiner Prognose für das operative Ergebnis (Ebit) auf bereinigter Basis des Quartals rund 15 Prozent über dem Konsens./ag/jha/
© 2025 dpa-AFX

35 Milliarden Euro vom Bund für Raumfahrtprojekte
$OHB (+9,98 %)
$AIR (-1,17 %)
$KKR (+2 %) (@Simpson ). $MTX (+2,2 %)
Mit der neuen Bundesregierung ist die Raumfahrt stärker in den Fokus gerückt. Hat die Branche bis vor einigen Monaten mehr oder minder unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor sich hin gewerkelt, so hat sie jetzt mächtige politische Fürsprecher. Walther Pelzer sitzt im Vorstand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und strahlt bei diesem Thema über das ganze Gesicht. Die neue Bundesregierung habe das Thema Raumfahrt "auf ein politisches Level gehoben, wie es bisher nur in Italien, Frankreich, Japan und den USA war".
Dabei wird ein Bereich immer wichtiger: Sicherheit und Verteidigung im und aus dem All. Denn die Konflikte von heute werden nicht mehr nur auf der Erde ausgetragen. NATO-Generalsekretär Rutte hat vor wenigen Monaten besorgt geäußert, dass Russland Waffen im All stationieren könnte, um damit Satelliten zu bekämpfen. Raumfahrt ist ein entscheidender Teil der kritischen Infrastruktur. Ein Satellitenausfall könnte im modernen Leben fatale Folgen haben, vom Ausfall der Handytelefonie über Flugzeugabstürze bis hin zu nicht funktionierenden Banküberweisungen.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bemerkt bei seiner Rede auf dem Kongress: "Allein während ich hier zu Ihnen spreche, überfliegen uns 39 chinesische und russische Aufklärungssatelliten". Und er nennt zum ersten Mal eine konkrete Zahl, auf die die Branche lange gewartet hat: 35 Milliarden Euro plant die Bundesregierung bis 2030 für Raumfahrtprojekte. Es gehe um "vernetzte Satelliten für die militärische Aufklärung, es geht um die Verfolgung von Flugkörpern". "Wir investieren in Raumflugzeuge, das klingt für viele nach Science Fiction da draußen", sagt Pistorius.
Meine Lieben OHB hat gute Chancen einiges vom Kuchen abzubekommen.
(Mit einem KGV von 29 nicht mehr ganz so günstig, aber verglichen mit Rheinmetall usw. , vielleicht auch noch eher unentdeckt. Und aufgrund des neuen Wachstums, bestimmt noch Potential vorhanden)
Schreibt gerne eure Meinung in den Kommentaren.
Nur wenige Meter weiter findet sich beim "Weltraumkongress" des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) der Stand eines etablierten Traditionsunternehmens. OHB gehört zu den größten Raumfahrtkonzernen Europas, ein mittelständisch geprägter Familienbetrieb mit Hauptsitz in Bremen. 44 Jahre alt wird OHB dieser Tage und baut alles von Satellitensystemen über kleine Raketen bis hin zu Sicherheitstechnik, erzählt Sabine von der Recke. Sie sitzt im Vorstand der OHB-System AG.
Die vielen neuen Start-ups wie The Exploration Company, Isar Aerospace oder Rocket Factory Augsburg bezeichnet sie als "Innovationsgeber", ihre eigene Firma empfindet sie als "Startup der 80er". Was die kleinen Firmen so durchmachen, würde OHB auch kennen, deswegen fördert und unterstützt sie die Neuen.
Am Ende des Tages reiche es aber nicht nur, eine gute Idee zu haben, so von der Recke. "Man muss auch ein Unternehmen führen, das sich wirtschaftlich trägt." Einige der kleineren Firmen würden das bestimmt sehr gut hinkriegen, andere eine Durststrecke haben, und ein paar schaffen es vielleicht nicht, prognostiziert die OHB-Vorständin. Aber ein breit aufgestelltes Netzwerk findet sie wichtig für die Raumfahrtbranche in Deutschland und Europa.
Als wichtige deutsche Unternehmen, die in der Raumfahrt- und Satelliten-Industrie engagiert sind, gelten Airbus und OHB. Bekannte Unternehmen sind auch die MT Aerospace AG, Jena-Optronik und Tesat-Spacecom, die sich auf spezifische Technologien wie Satellitensysteme, Optik und Raketenentwicklung konzentrieren. Das Wachstum im Bereich der Kleinsatelliten und Microlauncher wird durch Unternehmen wie Isar Aerospace und Rocket Factory Augsburg vorangetrieben.
$MTX (+2,2 %) (hier bin ich selber investiert)
MTU Aero Engines entwickelt und fertigt Schlüsselkomponenten für Raketen und Raumfahrzeuge, oft im Rahmen von internationalen Partnerschaften.
MTU Aero Engines arbeitet eng mit anderen Unternehmen wie MT Aerospace, einem Tochterunternehmen der OHB SE, und internationalen Partnern zusammen, um seine Aktivitäten in der Raumfahrt weiterzuentwickeln.
@EpsEra bist du in dem Sektor auch im Thema, oder investiert?
Der Kurssprung ist in erster Linie dem geringen Streubesitz von etwa sechs Prozent geschuldet. Der US-Finanzinvestor KKR hatte das Bremer Raumfahrt-Unternehmen im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots im Sommer 2024 übernommen. Die Familie Fuchs, die bisher die Mehrheit an OHB hielt, blieb mit gut 65 Prozent die Mehrheitsaktionärin, während KKR als strategischer Partner rund 28,6 Prozent der Anteile hält.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/technologie/raumfahrt-branche-weltraum-astronauten-100.html

Wie steht's mit dir?
Unter dem Radar?
Vor Jahren war ich auf einer Weltraummesse mit meinem Neffen in Bremen und habe dort auch einen Stand von $OHB (+9,98 %) besucht. Spannend, dachte ich, das musst du mal im Auge behalten. Naja, hab's dann total vergessen und nach Ewigkeiten gestern reingeschaut und Wow, was für eine tolle Entwicklung der Aktie! Das Gefühl einer verpassten Chance schwingt natürlich auch ein bisschen mit 😄.
Jetzt habe ich mir Mal die Daten und Nachrichten zu $OHB (+9,98 %) angeschaut und der Titel scheint aufgrund guter Auftragslage grundsolide mit ordentlicher Wachstumschance.
Zeigt aber auch mal wie verblendet man doch von den US-Titeln ist, dass man die Chancen vor der eigenen Haustür nicht mehr sieht 🙈
Asteroid 2024 YR4: OHB plant Abwehrmission gegen potenziellen Einschlag
MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der deutsche Raumfahrtkonzern OHB hat mit der Planung einer möglichen Abwehrmission gegen den Asteroiden 2024 YR4 begonnen, der im Jahr 2032 mit der Erde kollidieren könnte.
Der Asteroid 2024 YR4, der Ende Dezember entdeckt wurde, steht derzeit im Fokus der internationalen Raumfahrtgemeinschaft. Mit einer Größe zwischen 40 und 90 Metern und einer Einschlagwahrscheinlichkeit von 2,6 Prozent laut NASA und 2,4 Prozent laut ESA, gilt er als einer der gefährlichsten Himmelskörper, die derzeit bekannt sind. Diese Einschätzung hat den deutschen Raumfahrtkonzern OHB dazu veranlasst, eine mögliche Abwehrmission zu prüfen, um einen potenziellen Einschlag im Jahr 2032 zu verhindern.
OHB, das bereits Erfahrungen mit Asteroidenmissionen gesammelt hat, sieht das Jahr 2028 als optimalen Zeitpunkt für den Start einer solchen Mission. Der Konzern hat für die ESA die Sonde Hera entwickelt, die derzeit auf dem Weg zum Asteroidenmond Dimorphos ist. Diese Mission baut auf den Erkenntnissen der NASA-Sonde Dart auf, die erfolgreich die Umlaufbahn eines Asteroiden verändert hat. Ein ähnliches Konzept könnte auch bei 2024 YR4 angewendet werden, um ihn von einem möglichen Kollisionskurs mit der Erde abzulenken.
Die Turiner Skala, die die Gefährlichkeit von Asteroiden klassifiziert, stuft 2024 YR4 in Klasse 3 ein. Dies bedeutet, dass er nicht nur von astronomischem Interesse ist, sondern auch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und offizieller Stellen verdient. In der Vergangenheit hat nur der Asteroid Apophis eine höhere Klassifizierung erreicht, gilt jedoch inzwischen als ungefährlich. Die Möglichkeit, dass 2024 YR4 bei einem Einschlag lokal oder regional große Zerstörungen anrichten könnte, macht die Entwicklung von Abwehrmaßnahmen umso dringlicher.
Internationale Organisationen wie das von der NASA koordinierte Internationale Asteroidenwarnnetzwerk und die Beratungsgruppe zur Planung von Weltraummissionen bei der ESA haben bereits ihre Arbeit aufgenommen. Sie beobachten den Asteroiden kontinuierlich und diskutieren mögliche Gegenmaßnahmen. Konkrete Vorschläge sind jedoch noch nicht ausgearbeitet, da präzisere Daten über Größe und Orbit des Asteroiden abgewartet werden. Das Weltraumteleskop James Webb soll bald genauere Informationen liefern.
Die Entwicklung von Abwehrstrategien gegen potenziell gefährliche Asteroiden ist ein wichtiger Schritt in der planetaren Verteidigung. Die Erfahrungen aus früheren Missionen wie Hera und Dart zeigen, dass es möglich ist, die Bahn eines Asteroiden gezielt zu verändern. Dies könnte auch bei 2024 YR4 der Fall sein, sofern die Mission rechtzeitig gestartet wird. Die internationale Zusammenarbeit und der Austausch von Daten und Technologien sind dabei von entscheidender Bedeutung, um die Erde vor potenziellen Bedrohungen aus dem All zu schützen.
Das erste Halbjahr ist auch schon wieder um, hier ein kleiner Blick in mein Depot:
Die gesamte Performance sieht für das 1Hj nicht so schlecht aus, wobei die realisierten Gewinne schon einen großen Teil ausmachen. Das Delisting von $OHB (+9,98 %) und damit der Verkauf meiner Position macht sich am meisten bemerkbar. Schöne $OHB (+9,98 %) Gewinne über die Zeit, ich hätte sie gern behalten. Aber wer weiss, irgendwann kommen sie vllt wieder zurück wie z.B. auch $Renk
Dividenden sind netto auf dem Level vom letzten Jahr. Im Mai wurden viele Dividenden gesenkt (z.b. $SIX2 (+4,95 %) ohne Sonderdividende, $KNIN (-1,25 %) Anpassung) bzw. wie bei OHB oder auch $Baywa durch Verkauf natürlich nicht mehr gezahlt. Einige Zahlungen wurden auch einfach in den Juni geschoben. Auf das Jahr gesehen sollten 9-10% Steigerung möglich sein.
Meine in 04/2022 gestarteten Sparpläne laufen weiterhin. Einige Positionen sind voll andere sind über die Zeit noch dazu gekommen. Je 5000tsd $/€/CHF pro Einzelposition ist hier mein Ziel, Ausnahme ETF´s die laufen immer weiter. Die Performance insgesamt hier ist ok, es war auch schon mal deutlich mehr. Die Dividenden von umgerechnet 2700$ in zwei Jahren sind natürlich schon ganz prima und sorgen für zusätzliche Nachkäufe. Fazit: ich werde in Zukunft weniger einzelne Titel besparen, dafür aber mit höheren Beträgen (aktuell 150, dann eher 300-500 je nach Situation) Ich will etwas flexibler bleiben und lieber in guten Momenten gezielt nachkaufen.
Momentan werden fix mtl. 2750CHF in Sparpläne investiert, 400CHF gehen in eine Mitarbeiterbeteiligung beim Arbeitgeber. Das wird so bleiben und dann schauen wir mal wo wir am Ende des Jahres stehen.
Happy Weekend !
So, meine $OHB (+9,98 %) Aktien die ich zum Verkauf gestellt habe wurden heute zum Limit ausgebucht. Es ist irgendwie nicht absehbar wie lange KKR noch für den regulatorischen Kram braucht. Und da die Aktien nicht weiter steigen werden und auch keine Dividende mehr kommt, habe ich sie verkauft. Hätte ich mal direkt machen sollen, habe doch schon etwas Performance anderswo verschenkt ... naja, hätte hätte.
Damit sind knapp 22TSD € freigeworden (500Stk OHB Verkauf zu 43,8€, macht +506% und +2200€ netto Dividenden)
Ein Teil wurde direkt wieder investiert.
5Tsd € $ISPA (+0,06 %)
5Tsd € $VAPX (+0,13 %) (neu im Depot)
5Tsd € $XD5E (+0,82 %)
2Tsd € $WLD (+0,74 %)
Für den Rest gehe ich nochmal durch meine Watchlist bzw- werden ETF´s weiter aufgestockt.
Habe gerade vom OMR Podcast die Folge 651 mit Marco Fuchs (Chef von $OHB (+9,98 %) , Bremen) gehört. Es geht um Raumfahrt allgemein und warum das an der Börse evtl. nicht funktioniert, Elons SpaceX, die KKR Beteiligung und wie es mit OHB begann und weitergeht.
Es lohnt sich mal reinzuhören !
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