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Engpass Space Infrastructure: 3. Space Data 🛰️

Satelliten allein erzeugen noch keinen strategischen Vorteil. Entscheidend wird, wer aus orbitaler Infrastruktur dauerhaft nutzbare Daten-, Kommunikations- und Informationssysteme aufbauen kann.


Der Fokus verschiebt sich damit langsam vom physischen Zugang zum Orbit hin zur Nutzung der dort entstehenden Datenströme.


Denn parallel zur steigenden Zahl von Satelliten nehmen auch die Anforderungen an Kommunikation, Navigation, Aufklärung und Echtzeitdaten deutlich zu. Der Orbit entwickelt sich schrittweise zu einer zusätzlichen
Informations- und Netzwerkebene der globalen Infrastruktur.


Space Data umfasst dabei deutlich mehr als klassische Satellitenbilder. Kritisch werden unter anderem:


Earth Observation – Echtzeitdaten über Infrastruktur, Klima und Bewegungsmuster

Direct-to-Device Communication – direkte Satellitenverbindung mit Smartphones

resiliente Kommunikationsnetze – unabhängige Infrastruktur bei Krisen und Konflikten

Tracking- und Navigationsdaten – präzise Positions- und Bewegungsinformationen

maritime und militärische Überwachung – Sichtbarkeit kritischer Infrastruktur und Seewege

orbitale Datenplattformen – Verarbeitung und Bereitstellung großer Datenströme

niedrige Latenz – schnelle Übertragung zeitkritischer Informationen

Frequenz- und Spektrumnutzung – begrenzte Kommunikationskapazitäten im Orbit


Vor allem bei geopolitischen Spannungen oder Störungen terrestrischer Infrastruktur dürfte die Bedeutung unabhängiger Kommunikations- und Aufklärungssysteme weiter steigen.


$PL (+5,51 %) (Planet Labs) adressiert den Bereich Earth Observation und globale Bilddaten-Infrastruktur. $ASTS (+8,79 %) (AST SpaceMobile) arbeitet an Direct-to-Device-Kommunikation über Satelliten – übrigens dann ganz bequem über handelsübliche Smartphones. $OHB (-6,24 %) (OHB) bewegt sich zunehmend entlang europäischer Satelliten- und Infrastrukturprogramme. Unternehmen wie $BKSY (Black Sky) oder $SPIR (+10,33 %) (Spire Global) bieten frühe datengetriebene Space-Services an.


Viele dieser Bereiche befinden sich allerdings noch in einer frühen Phase. Zahlreiche Unternehmen sind klein, hochspezialisiert oder bislang kaum investierbar. Gleichzeitig entsteht rund um Daten, Kommunikation und orbitale Informationssysteme langsam ein eigenständiges Infrastruktur-Ökosystem.


Der eigentliche Wert im Space-Bereich dürfte deshalb künftig oft nicht mehr allein im Satelliten selbst liegen, sondern in den Daten-, Kommunikations- und Kontrollsystemen dahinter.


Im letzten Teil der Serie geht es dann um Lunar Infrastructure und die Frage, welche neuen Engpässe entstehen könnten, sobald sich Raumfahrt dauerhaft über den Erdorbit hinaus ausdehnt.

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