$BTC (+2,48 %) Bitcoin steht derzeit weniger wegen kryptospezifischer Faktoren unter Druck, sondern wegen Geopolitik, Zinsen und Liquiditätsrotation. Aus Digital-Asset-Investmentprodukten sind zuletzt 5,8 Milliarden US-Dollar abgeflossen – ein klarer Stimmungsbruch, aber kein struktureller Schaden. Entscheidend ist der Zinsmarkt: Statt ein bis zwei Zinssenkungen preist der Markt inzwischen rund 40 Basispunkte an Zinserhöhungen ein. Gleichzeitig zieht KI Kapital aus anderen Segmenten ab. Für Bitcoin braucht es nun vor allem zwei Dinge: mehr Klarheit im Iran-Konflikt und eine Wende im Zinsausblick. (Autor: James Butterfill, CoinShares´ Head of Research)
Diskussion über BITC
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63Aktien oben, Anleihen nervös – Bitcoin hört auf den Zinsmarkt
Die Aktienmärkte bleiben in Feierlaune, getragen von der KI-getriebenen Rally. Die Anleihemärkte hingegen richten ihren Blick zunehmend auf die geopolitischen Spannungen und die anhaltende Blockade der Straße von Hormus. Je länger die Störung andauert, desto stärker dürften sich inflationäre Effekte aufbauen – über steigende Ölpreise und Engpässe bei wichtigen Rohstoffen wie Helium. Die Markterwartungen verschieben sich deshalb weg von Zinssenkungen hin zu möglichen erneuten Zinserhöhungen. Vor diesem Hintergrund ist die rollierende 30-Tage-Korrelation zwischen dem S&P 500 und der US-Zweijahresrendite auf extrem niedrige Niveaus gefallen. Historisch halten solche Divergenzen selten lange an – und risikobehaftete Assets wie Bitcoin beginnen einzupreisen, dass die Zinsmärkte am Ende recht behalten könnten.
Interessanterweise scheint die jüngste $BTC (+2,48 %) -Rally aber primär von starken ETF-Zuflüssen und den fortgesetzten Käufen der Digital Asset Treasuries getrieben worden zu sein, während die Aktivität am Derivatemarkt vergleichsweise gedämpft blieb. In den vergangenen Tagen haben sich die ETF-Flows ins Negative gedreht, doch die Funding Rates bei Perpetual Futures sind deutlich gestiegen. Das deutet darauf hin, dass die Marktaktivität nach mehreren Monaten gedämpfter Handelsbedingungen wieder anzieht.
Quantencomputer gefährden Bitcoin? Drei Gründe, warum Thelens Crash-Szenario unwahrscheinlich ist
Frank Thelen malt das Schreckbild eines plötzlichen Krypto-Kollaps, ausgelöst durch Quantencomputer. CoinShares' Bitcoin Research Lead Christopher Bendiksen kommt zu einem anderen Schluss – aus drei Gründen:
Erstens: Die überwiegende Mehrheit der $BTC (+2,48 %)-Adressen ist heute so konstruiert, dass der öffentliche Schlüssel nicht sichtbar ist. Selbst wenn Quantencomputer einmal einzelne Schlüssel knacken könnten, bliebe dafür nur ein winziges Zeitfenster von etwa zehn Minuten, in dem eine Transaktion im Netzwerk hängt. Bendiksen hält das selbst über Jahrzehnte für unrealistisch.
Zweitens: Nur ein kleiner, klar abgrenzbarer Teil des Angebots ist tatsächlich gefährdet – vor allem alte Pay-to-Public-Key-Adressen. Das betrifft rund acht Prozent aller Coins, von denen nur ein Bruchteil (etwa zehntausend Bitcoin) kurzfristig marktrelevant wäre. Selbst bei extrem optimistischen Annahmen zum Quanten-Fortschritt könnte ein Angreifer den Rest nur über viele Jahrzehnte abarbeiten.
Drittens: Bitcoin ist anpassungsfähig. Ein Soft Fork könnte quantenresistente Signaturen und neue Adresstypen einführen, in die Nutzer schrittweise migrieren. Für Bendiksen ist Bitcoin also kein Opfer der Quantentechnologie – sondern ein System vor einem langfristigen Ingenieursproblem, das lösbar ist.
BTC halte ich dennoch nicht. Ich bin zu alt für den Scheiß …
Altcoins trotzen Risk-off-Stimmung, während Hoffnungen auf den CLARITY Act Bitcoin-Abflüsse abfedern
Digitale Anlageprodukte verzeichneten Abflüsse in Höhe von 1,07 Milliarden US-Dollar – die erste negative Woche seit sieben Wochen und der drittgrößte wöchentliche Abfluss des Jahres 2026, übertroffen nur von zwei Wochen Ende Januar. Dies dürfte die erneute geopolitisch bedingte Risk-off-Stimmung im Zusammenhang mit den Entwicklungen rund um Iran widerspiegeln; die Abflüsse konzentrierten sich dabei vor allem auf $BTC (+2,48 %).
Die Nachrichtenlage rund um den CLARITY Act scheint die Stimmung am Rand verbessert zu haben: Elf Assets verzeichneten weiterhin nennenswerte Zuflüsse, und der Donnerstag fiel mit Zuflüssen von 174 Millionen US-Dollar positiv aus. Altcoins hielten sich bemerkenswert gut. $XRP (+3,67 %) kam auf Zuflüsse von 67,6 Millionen US-Dollar, $SOL (+3,91 %) auf 55,1 Millionen US-Dollar – bei beiden beschleunigte sich die Dynamik gegenüber den Vorwochen.
Entscheidungspunkt für Bitcoin?
$BTC (+2,48 %) bewegte sich in der vergangenen Woche in einer engen Handelsspanne zwischen 80.000 und 82.500 US-Dollar. Vier wichtige Referenzniveaus liegen nahe am aktuellen Kurs und lassen sich klar in Widerstands- und Unterstützungszonen einteilen.
Oberhalb des aktuellen Kurses wirken zwei Niveaus als Widerstand. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei rund 82.500 US-Dollar. Der durchschnittliche Einstiegskurs der Anleger in US-Spot-$BTC (+2,48 %)-ETFs liegt bei etwa 83.000 US-Dollar und spiegelt die starken Zuflüsse des vergangenen Jahres wider. Zusammen bilden diese Marken eine Zone, in der Anleger, die auf den Break-even warten, eher zu Verkäufen neigen.
Unterhalb des aktuellen Kurses fungieren zwei weitere Niveaus als Unterstützung. Der „True Market Mean“, also der durchschnittliche Kaufpreis der On-Chain-Halter, liegt bei 78.200 US-Dollar. Strategy, der weltweit größte Unternehmenshalter von #bitcoin, weist einen durchschnittlichen Kaufpreis von 75.500 US-Dollar auf. Ein Bruch unter eines dieser Niveaus würde diese Marktteilnehmer in die Verlustzone bringen.
Für die Bullen würde ein klarer Wochenschluss über 83.000 US-Dollar die ETF-Anleger zurück in die Gewinnzone bringen und das Momentum verbessern. Eine deutliche Ablehnung unterhalb von 78.000 US-Dollar könnte hingegen weiteren Verkaufsdruck auslösen. Bis eine Seite ausbricht, bleibt die Handelsspanne bestehen.
CLARITY-Kompromiss sorgt für stärkste Krypto-Zuflüsse seit April
Anlageprodukte für digitale Vermögenswerte notieren Zuflüsse von 857,9 Millionen US-Dollar – die sechste positive Woche in Folge und das höchste Wochenvolumen seit dem 24. April. Dies dürfte die verbesserte Stimmung rund um den CLARITY Act widerspiegeln, nachdem die Senatoren Tillis und Alsobrooks am 1. Mai den finalen Kompromisstext zur Stablecoin-Verzinsung veröffentlichten und sich am 4. Mai gegen den Widerstand der Bankenbranche behaupteten. $BTC (+2,48 %) stieg am Montag über die Marke von 80.000 US-Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit der Korrektur im Februar. Die Beratung im Bankenausschuss des Senats wird in der kommenden Woche erwartet. Das gesamte verwaltete Vermögen steigt auf 160 Milliarden US-Dollar.
Bitcoin über 80.000 US-Dollar: Ausbruch ja, Euphorie nein
$BTC (+2,48 %) hat die Marke von 80.000 US-Dollar zurückerobert. Das ist charttechnisch wichtig, weil der Markt seit Ende Januar mehrfach an diesem Niveau gescheitert war.
Der Anstieg wirkt jedoch nicht wie eine breite Retail-Euphorie. Getrieben wird die Bewegung vor allem von institutionellen Zuflüssen: Spot-Bitcoin-ETFs sammelten im April rund 2,9 Milliarden US-Dollar ein, im Mai kamen bislang weitere rund zwei Milliarden US-Dollar hinzu.
Der Rückenwind kommt von mehreren Seiten: niedrigere Ölpreise, etwas entspanntere geopolitische Risiken, ein schwächerer Dollar, ETF-Nachfrage und weitere Käufe großer Bitcoin-Adressen. Gleichzeitig bleibt Vorsicht angebracht. Die Inflation ist hartnäckig, die US-Notenbank hat wenig Spielraum für Zinssenkungen, und regulatorische Fortschritte helfen eher Ethereum, Stablecoins und DeFi als Bitcoin selbst.
Fazit: Der mittelfristige Ausblick bleibt konstruktiv. Aber dieser Markt wird weiter stark von Liquidität, ETF-Flows und Makrodaten bestimmt – nicht von einer sauberen neuen Krypto-Euphorie.
Krypto-Anlageprodukte verzeichnen 1,2 Mrd. USD Zuflüsse – institutionelle Nachfrage steigt trotz FOMC-Abwarten
Anlageprodukte für digitale Vermögenswerte registrieren Mittelzuflüsse in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar und damit die vierte positive Woche in Folge. Dies spiegelt vermutlich eine zunehmende institutionelle Nachfrage wider, vor dem Hintergrund, dass $BTC (+2,48 %) auf dem höchsten Niveau seit Anfang Februar gehandelt wird. Der Markt richtet seinen Blick nun auf die FOMC-Entscheidung am 28.–29. April, die vermutlich zu einer gewissen Zurückhaltung beiträgt. Das gesamte verwaltete Vermögen (AuM) steigt auf 155 Milliarden US-Dollar, den höchsten Stand seit dem 1. Februar, liegt jedoch weiterhin deutlich unter dem Höchststand von 263 Milliarden US-Dollar im Oktober 2025.
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Während Gold fällt: Bitcoin zeigt neue Krisenstärke
$BTC (+2,48 %) behauptet sich weiter als überraschend robuster Krisengewinner. Seit der Eskalation im Iran Ende Februar legte die Kryptowährung um rund 23 Prozent zu, während Aktienmärkte nachgaben und $GOLD deutlich schwächer tendierte. Allein in dieser Woche gewann Bitcoin weitere 4,5 Prozent.
Auch institutionelle Investoren bleiben engagiert: Produkte für digitale Vermögenswerte zogen zuletzt rund eine Milliarde US-Dollar an frischem Kapital an. Besonders gefragt sind zudem Blockchain-Aktien, die im laufenden Monat Rekordzuflüsse verzeichnen.
Zusätzlicher Rückenwind könnte aus den USA kommen. Dort richtet sich der Blick auf den sogenannten Clarity Act, der für klare Regeln im Kryptomarkt sorgen soll. Eine Verabschiedung würde vor allem Banken und Großinvestoren den Einstieg erleichtern. (Autor James Butterfill, CoinShares' Head of Research)
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