Angesichts eskalierender Spannungen im Nahen Osten stieg der Ölpreis um 10 % und $GOLD legte um 3,5 % zu, wodurch seine klassische Rolle als sicherer Hafen bestätigt wurde – doch Bitcoin trotzt den Erwartungen, bleibt stabil und zieht sogar Zuflüsse an. Anleger scheinen die Korrektur sowohl als Einstiegschance als auch als Absicherung zu nutzen, was auf eine potenziell wachsende Rolle von Kryptowährungen in Zeiten geopolitischer Unsicherheit und volatiler Märkte hinweist.
Geopolitik treibt Öl und Gold nach oben
Geopolitik dominierte erneut die Märkte am Wochenende, nachdem Präsident #trump den Samstag nutzte, um die Spannungen weiter zu eskalieren. Der Abzug von britischem Botschaftspersonal aus dem Iran hatte bereits auf steigende Risiken hingewiesen, sodass die Märkte nicht völlig unvorbereitet waren. Die entscheidende Frage ist nicht nur, ob der #iran eingedämmt werden kann, sondern auch, wie schnell mögliche Störungen sich ausbreiten könnten. Der Iran kontrolliert die Straße von Hormus, eine der weltweit wichtigsten Energie-Routen. Rückzüge von Versicherern und sichtbare Staus bei Tankern deuten darauf hin, dass die Situation bereits operativ relevant ist und nicht nur rhetorisch. Drohnenaktivitäten und Signale von Unterstützung durch die Hisbollah und die Huthi-Miliz erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass der Konflikt sich ausweitet. Der 10-prozentige Anstieg des Ölpreises spiegelt diese Fragilität wider, während Gold mit einem Plus von 3,5 % seine klassische Rolle als sicherer Hafen erfüllt.
Bitcoin trotzt Unsicherheit – Zuflüsse kehren zurück
Noch bemerkenswerter ist die Reaktion von Bitcoin. Historisch reagierte Bitcoin, als einziges liquide Asset, das auch am Wochenende gehandelt wird, in Phasen erzwungener Risikoabbau meist negativ. Diesmal blieb die Kryptowährung jedoch stabil und legte trotz zunehmender Unsicherheit sogar zu. Das Ausbleiben signifikanter Liquidationen trotz steigender Renditen und geopolitischer Spannungen deutet darauf hin, dass die Positionierungen im Vergleich zu früheren Episoden ausgeglichener sind. In den vergangenen fünf Monaten haben große Marktteilnehmer rund 30 Milliarden US-Dollar umgesetzt, und technische sowie fundamentale Tiefpunkte wurden bereits erreicht. Letzte Woche kehrten die Zuflüsse zurück: 1 Milliarde US-Dollar flossen ein, nachdem zuvor über fünf Wochen 4 Milliarden US-Dollar abgeflossen waren, und allein am Montag wurden weitere 500 Millionen US-Dollar hinzugefügt. Dies deutet darauf hin, dass Anleger die Korrektur sowohl als Einstiegschance als auch als Absicherung in der aktuellen geopolitischen Lage sehen.
Die Grafik zeigt die Intraday-Kursentwicklung von $BTC (-0,41 %) seit Beginn des Konflikts um 6:15 Uhr GMT am 28. Februar bis zum aktuellen Zeitpunkt sowie die relative Kursentwicklung des Stoxx 600. Sie verdeutlicht die deutliche Outperformance von Bitcoin seit Ausbruch des Konflikts. Die flachen Abschnitte im Aktienindex spiegeln Zeiträume wider, in denen die Börsen geschlossen waren, und verdeutlichen damit die Liquiditätsbeschränkungen von Aktien im Vergleich zum durchgehend handelbaren Bitcoin.
Makroökonomie verschärft Finanzbedingungen
Das makroökonomische Umfeld erschwert die Lage zusätzlich. Der Erzeugerpreisindex stieg um 0,5 % im Monatsvergleich und lag damit über den erwarteten 0,3 %, während die Kernrate 0,8 % erreichte, hauptsächlich getrieben durch handelsbezogene Dienstleistungen. Angesichts des nun starken Anstiegs der Energiepreise werden Zinssenkungserwartungen voraussichtlich weiter verschoben, was die Finanzbedingungen im Vergleich zu vor wenigen Wochen verschärft. Verzögert die energiegetriebene Inflation die geldpolitische Lockerung, könnten traditionelle Risikoassets unter Druck geraten. Wenn sich jedoch die geopolitischen Spannungen verschärfen und das Vertrauen in globale Finanz- und Handelsstrukturen – insbesondere entlang kritischer Routen wie der Straße von Hormus – weiter erodiert, könnten knappe und nicht-staatliche Assets wie Bitcoin mittelfristig profitieren.
Über den CoinShares-Bitcoin-ETP $BITC (-4,02 %) könnt auch ihr in Bitcoin investieren.