$BTC (-0,41 %) zeigt sich trotz der geopolitischen Eskalation rund um den Iran bemerkenswert stabil. Während Ölpreise und Volatilität deutlich anzogen und Aktienmärkte unter Druck gerieten, ist Bitcoin seit Beginn des Konflikts um rund 7 Prozent gestiegen und hat sich oberhalb von 70.000 US-Dollar stabilisiert.
Das ist insofern bemerkenswert, als Bitcoin bei geopolitischen Schocks am Wochenende historisch häufig als Liquiditätsquelle für Verkäufe diente. Diesmal entwickelte sich der Markt anders.
Ein wichtiger Grund liegt in der Marktstruktur vor der Eskalation. In den vergangenen fünf Monaten kam es schätzungsweise zu Nettoabflüssen großer Marktteilnehmer („Whales“) von rund 30 Milliarden US-Dollar. Dadurch wurden viele spekulative Übertreibungen bereits aus dem Markt gespült. Bewertungs- und Hebelindikatoren hatten sich deutlich normalisiert, noch bevor das geopolitische Risiko wieder zunahm.
Auch die Kapitalflussdaten bestätigen diese Entwicklung. Nach fünf Wochen mit ETF-Abflüssen von insgesamt etwa vier Milliarden US-Dollar verzeichneten Anlageprodukte auf digitale Vermögenswerte allein in den ersten fünf Tagen des März wieder Nettozuflüsse von über einer Milliarde US-Dollar. Investoren ziehen sich also nicht zurück, sondern erhöhen ihre Allokation trotz der Unsicherheit.
Das makroökonomische Umfeld bleibt allerdings schwierig. Schwächere Arbeitsmarktdaten in den USA, steigende Energiepreise und anhaltender Inflationsdruck begrenzen den Spielraum der US-Notenbank für schnelle Zinssenkungen. Für traditionelle Risikoanlagen ist eine Kombination aus schwächerem Wachstum und hartnäckiger Inflation ein schwieriges Umfeld.
Für #bitcoin können genau diese Faktoren jedoch relevanter werden. Steigende Staatsschulden, energiegetriebene Inflation und die zunehmende Politisierung des globalen Finanzsystems unterstreichen Eigenschaften von Bitcoin wie Selbstverwahrung und Unabhängigkeit von staatlichen Emittenten.
Kurzfristig bleibt eine Phase der Konsolidierung wahrscheinlich. Ein nachhaltiger Ausbruch über 72.000 US-Dollar wäre erforderlich, um das technische Bild klar aufzuhellen. Dennoch zeigt die aktuelle Marktphase, dass Bitcoin zunehmend weniger wie eine fragile Risikoanlage und stärker wie ein makroökonomisches Absicherungsinstrument wahrgenommen wird. (Autor: James Butterfill, CoinShares' Head of Research)
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