$BRNT (-2,51 %) und $CRUD (-1,24 %) 🤔. Haben wir die Spitze schon erreicht oder noch lange nicht? Bitte um eure Einschätzung......
Diskussion über CRUD
Beiträge
4Commodity-Rotation-Ansatz – ein technischer Versuch, Rohstofftrends greifbar zu machen
Lesedauer: ca. 10 Minuten
Viele Aktien sind zuletzt sehr gut gelaufen. Doch wo es lange nur nach oben ging, kommen irgendwann auch Rücksetzer. Der Markt reagiert aktuell sensibel – schon kleinere Nachrichten führen zu deutlichen Bewegungen. Ein Beispiel sind die jüngsten Sorgen über die Kreditqualität kleinerer US-Regionalbanken, die gestern und heute spürbare Kursverluste ausgelöst haben.
Auch deshalb stellt sich die Frage, ob Rohstoffe künftig wieder eine größere Rolle spielen könnten – nicht als Ersatz, sondern als Teil einer breiteren Diversifikation. Gerade in Phasen, in denen Aktienmärkte nervös reagieren, können Rohstoffe ein taktisches Gegengewicht bilden. Aus dieser Überlegung heraus entstand die Idee, sie systematisch zu handeln – nicht über Gefühl, sondern über Regeln.
Die Inspiration kam durch einen Erdgas-Trade, den @Epi vorgestellt hatte. Er war weniger wegen des Ergebnisses spannend als wegen der dahinterliegenden Dynamik. Wie lässt sich so etwas regelbasiert abbilden? Wann entsteht Momentum, wann ist ein Trend tragfähig – und wann endet er?
So entstand der Commodity-Rotation-Ansatz – ein Versuch, die Bewegungen der Rohstoffmärkte mit technischer Disziplin zu begreifen. Der Ansatz setzt konsequent auf Momentum: Er will nicht den Boden erraten, sondern die Stärke begleiten. Ich habe ihn bislang nicht praktisch ausprobiert. Doch die Struktur steht, und sie zeigt, wie sich ein taktischer, signalbasierter Rohstoffansatz konstruieren lässt.
Rohstoffe verlaufen selten gleichmäßig. Sie bewegen sich in Wellen, getrieben von Nachfrage, Lagerbeständen, Politik und Währung. Diese Bewegungen sind kaum vorhersehbar – aber sie sind messbar. Der Ansatz betrachtet den Markt deshalb als ein rotierendes Spielfeld: Energie, Metalle, Agrar – Kapital wandert beständig zwischen diesen Segmenten. Ziel ist es nicht, vorherzusehen, woher der nächste Impuls kommt, sondern dort zu investieren, wo der Trend bereits sichtbar ist. Immer nur der stärkste Rohstoff zählt – der Rest bleibt außen vor.
Das Universum umfasst neun liquide, über WisdomTree handelbare Basis-ETFs. Jeder steht für einen eigenen Zyklus, gemeinsam bilden sie das gesamte Spektrum des globalen Rohstoffmarkts:
- $PHGP (+1,29 %) (Gold) – Stabilitätsanker in Phasen hoher Unsicherheit, typischer Gegenpol zu Risikoanlagen.
- $PHAG (+3,29 %) (Silber) – volatiler als Gold, mit industrieller Komponente, stark in Bullenphasen.
- $CRUD (-1,24 %) (WTI-Öl) – zentraler Energieträger, sensibel für OPEC-Politik und Konjunktur.
- $NGAS (-1,77 %) (Erdgas) – stark schwankend, wetter- und lagergetrieben, mit hohem Momentum in Engpassphasen.
- $COPA (+1,17 %) (Kupfer) – Frühindikator der Weltkonjunktur, profitiert von Elektrifizierung und Infrastruktur.
- $PHPT (+0,55 %) (Platin) – Edelmetall mit industrieller Bedeutung, etwa in der Automobil- und Wasserstoffwirtschaft.
- $WEAT (+1,55 %) (Weizen) – zyklisch und wetterabhängig, repräsentiert den Agrarsektor.
- $CORN (-0,06 %) (Mais) – Basisrohstoff für Ernährung und Energieproduktion, oft parallel zu Öl- und Agrartrends.
- $COFF (+0,22 %) (Kaffee) – saisonaler Markt mit starken Preisschwankungen, beeinflusst durch Klima und Währungen.
Damit sind Energie, Industrie, Edelmetalle und Agrar vollständig abgedeckt – ohne Überlappungen, aber mit ausreichender Breite, um Rotation sichtbar zu machen.
Der Ansatz folgt einem festen Ablauf, der wöchentlich überprüft wird. Ein Rohstoff wird nur dann berücksichtigt, wenn seine Sechs-Monats-Performance positiv ist. Erst oberhalb von einem Prozent gilt er als aktivierbar. Danach folgt die Trendprüfung: Der Kurs muss über dem GD50 liegen, und der kurzfristige Durchschnitt (GD20) muss den GD50 übersteigen. Erst dann gilt der Trend als bestätigt. Der RSI dient als Kontrollgröße. Werte zwischen 50 und 70 signalisieren Stabilität, über 75 Überhitzung, unter 40 Schwäche. Steigt der RSI zu stark oder fällt er deutlich, reagiert der Ansatz automatisch: Überhitzte Bewegungen werden reduziert, gebrochene Trends verkauft.
Die Trendstärke entscheidet über den Hebel. Liegt die Sechs-Monats-Performance über 10 %, darf ein dreifach gehebelter ETF genutzt werden. Zwischen 5 % und 10 % bleibt es bei der 2×-Variante. Darunter wird der Basis-ETF gehandelt – das Risiko wächst mit der Stärke des Trends, nicht mit dem Bauchgefühl.
Auch die Verlustbegrenzung ist klar geregelt. Bei der 1×-Variante erfolgt der Ausstieg bei einem Verlust von mehr als 5 %, bei 2× ab 10 %, bei 3× ab 15 %. So bleibt das maximale Risiko pro Position konstant. Die Gewinnsicherung erfolgt in zwei Stufen. Steigt der RSI über 75 oder fällt der Kurs unter den GD50, wird die Hälfte der Position verkauft, während der Rest weiterläuft, solange der langfristige Trend (GD50 > GD200) intakt bleibt. Fällt der Kurs unter den GD200, wird vollständig verkauft.
Alle Signale werden wöchentlich neu bewertet. Wenn ein anderer Rohstoff im Ranking stärker abschneidet, erfolgt ebenfalls der Ausstieg – die Position wird rotiert. Der Ansatz hält nie mehr als eine Position gleichzeitig.
Zur besseren Übersicht lässt sich das Regelwerk auch komprimiert zusammenfassen:
- Momentum: Nur aktive Rohstoffe mit positiver Sechs-Monats-Performance (> 1 %).
- Trendstruktur: Kurs > GD50 und GD20 > GD50 als Voraussetzung für Long-Signale.
- RSI-Filter: Einstieg nur bei 50 < RSI < 70; über 75 Teilverkauf, unter 40 Verkauf.
- Hebelsteuerung: Performance > 10 % → 3× ETF; 5–10 % → 2× ETF; < 5 % → Basis.
- Stop-Loss: – 5 % (1×), – 10 % (2×), – 15 % (3×).
- Take-Profit 1: RSI > 75 oder Kurs < GD50 → 50 % Verkauf, Rest halten bei GD50 > GD200.
- Take-Profit 2: Kurs < GD200 → vollständiger Verkauf.
- Rotation: Wöchentliche Neubewertung – bei stärkerem Rohstoff oder Verstoß gegen eine der Regeln → Ausstieg und Wechsel.
Diese Zusammenfassung zeigt, dass der Ansatz nicht auf Intuition setzt, sondern auf klare, wiederholbare Entscheidungslogik. Es geht nicht um die perfekte Prognose, sondern um konsequentes Reagieren – das ist der Kern jeder Momentum-Strategie.
Wie das praktisch funktioniert, lässt sich leicht verdeutlichen. Steigt $CRUD (-1,24 %) auf eine Sechs-Monats-Performance von +12 %, GD20 > GD50, RSI = 63, erfolgt der Einstieg über den 3× ETF. Steigt der RSI später über 75, wird die Hälfte verkauft. Fällt der Kurs unter GD200, folgt der vollständige Ausstieg. Oder: Wenn im wöchentlichen Ranking ein anderer Rohstoff, etwa $COPA (+1,17 %) (Kupfer), stärkere Signale liefert, wird ebenfalls gewechselt. So bleibt der Ansatz beweglich, aber konsequent regelbasiert.
Der Commodity-Rotation-Ansatz ist kein starres Handelssystem, sondern ein Versuch, Struktur in die Volatilität der Rohstoffmärkte zu bringen. Er definiert, wann ein Einstieg gerechtfertigt ist, wie stark gehebelt werden darf, wann Gewinne zu sichern sind und wann konsequent auszusteigen ist – sei es durch einen Trendbruch oder durch relative Schwäche im Vergleich zum Rest des Universums.
Ich habe diesen Ansatz bisher nicht praktisch umgesetzt. Aber schon die Entwicklung hat gezeigt, wie hilfreich es sein kann, Emotionen durch Regeln zu ersetzen. Ob er sich in der Praxis bewährt, wird sich zeigen.
Was haltet ihr von dem Ansatz?
Fehlen Rohstoffe – oder könnten manche raus?
Wie steht ihr zum Regelwerk – soweit plausibel?
Lasst uns über diese Idee diskutieren.
Ölmarkt Report: Analyse der aktuellen Entwicklungen, politischen Einflüsse und Marktprognosen
Der Ölmarkt steht vor einer der komplexesten Herausforderungen seit der Pandemie, durch eine ine Kombination aus geopolitischen Spannungen, langfristigen Produktionsstrategien und einer volatilen Nachfrage, insbesondere aus China und Europa. Die Entscheidungen der OPEC+ und die Unsicherheiten in den USA prägen derzeit die Marktbedingungen und setzen sowohl Produzenten als auch Verbraucher unter Druck.
OPEC+: Strategie der Produktionsverzögerungen
Die OPEC+, ein Zusammenschluss von 23 Öl Ländern, hat ihre freiwilligen Produktionskürzungen seit 2022 kontinuierlich verlängert. Diese Maßnahmen zielten darauf ab, die Ölpreise post Pandemie Einbrüchen zu stabilisieren. Im Juni 2024 war ursprünglich geplant, die Produktion um 2,2 Millionen Barrel pro Tag schrittweise zu erhöhen. In den aktuellsten Entscheidungen, wurde folgendes entschieden:
- Die Produktionssteigerung wurde erneut verschoben und soll nun frühestens im April 2025 beginnen.
- Die OPEC+ hat ursprünglich geplant, ihre aktuellen Produktionskürzungen bis September 2025 vollständig aufzuheben. Nun wurde diese Frist um ein Jahr verlängert, sodass die Rücknahme der Kürzungen erst im September 2026 abgeschlossen sein soll.
- Dies ist die dritte Verzögerung innerhalb von 6 Monaten.
Gründe für die Verzögerung
Nachfrageschwäche:
- China verzeichnet ein langsameres Wirtschaftswachstum, was die Ölnachfrage dämpft. Im dritten Quartal 2024 wuchs die chinesische Wirtschaft um 4,6%, das schwächste Wachstum seit eineinhalb Jahren. Für 2024 wird ein Wirtschaftswachstum von etwa 4,8% erwartet, mit einer weiteren Verlangsamung auf 4,5% im Jahr 20251. Die Weltbank prognostiziert für 2024 ein reales BIP Wachstum von 4,5% und für 2025 von 4,3%. Gründe für das verlangsamte Wachstum sind vor allem schwache Binnennachfrage und Konsumzurückhaltung der Bevölkerung, die Immobilienkrise & Unsicherheit am Arbeitsmarkt.
- Die europäische Nachfrage bleibt aufgrund der Energiewende und wirtschaftlicher Unsicherheiten und auch Geopolitik ebenfalls zurückhaltend.
Alternativangebote:
- Länder wie die USA, Brasilien und Kanada, die nicht Teil der OPEC+ sind, nutzen die Gelegenheit, ihre eigene Ölproduktion zu erhöhen, um von den höheren Preisen zu profitieren, die durch die Förderkürzungen der OPEC+ entstehen.
- Diese Länder können den Markt mit zusätzlichem Öl versorgen, wodurch sie Marktanteile gewinnen könnten.
Risiko eines Angebotsüberschusses:
- Wenn diese Länder ihre Fördermengen weiter steigern, während die globale Nachfrage nach Öl möglicherweise stagniert oder langsamer wächst, könnte es zu einem Überangebot kommen.
· Ein solches Überangebot würde den Ölpreis wieder senken, was die strategischen Kürzungen der OPEC+ untergraben würde.
Interne Spannungen in der OPEC+:
- Staaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate drängen auf höhere Fördermengen, während Saudi-Arabien weiterhin eine restriktive Politik verfolgt, um Preisstabilität zu gewährleisten.
- Die VAE haben von Januar bis Oktober 2024 etwa 700.000 Barrel mehr produziert als mit der OPEC+ vereinbart. Die vereinbarte Fördermenge für die VAE lag bei 2,91 Millionen Barrel pro Tag, was jedoch durch eine Ausnahmegenehmigung zu entschuldigen ist, um ihre Fördermenge 2024 um 200.000 Barrel täglich auf 3,2 Millionen Barrel pro Tag zu erhöhen.
- Saudi-Arabien hat seine freiwilligen Produktionskürzungen bis Ende Juni 2024 verlängert. Sie reduzierten die Produktion um 1 Million Barrel pro Tag zusätzlich zu einer früheren Kürzung von 500.000 Barrel pro Tag. Die saudische Produktion wird bis Ende Juni 2024 bei etwa 9 Millionen Barrel pro Tag liegen.
Gründe für die Spannungen:
- Die VAE haben erheblich in Kapazitätsreserven investiert und drängen auf deren Nutzung. Doch Saudi-Arabien zielt darauf ab, die Ölpreise durch Produktionskürzungen zu stützen.
Preisentwicklung und Marktprognosen
Der Brent-Preis liegt derzeit bei $IOIL00 (-2,98 %) , was ein Rückgang von ca. 18% gegenüber dem Höchststand im Juli 2024. Der Preis für US-amerikanisches WTI-Öl $CRUD (-1,24 %) bewegen sich in einem ähnlichen Bereich.
Prognosen
- $C (+2,37 %) hat die Prognose nach oben korrigiert und sieht ein optimistisches Szenario von 60-65 USD pro Barrel für Ende 2024 und Anfang 2025.
- $JPM (-1,04 %) prognostiziert einen durchschnittlichen Brent-Ölpreis von 84 USD pro Barrel für 2024. Für 2025 erwartet JPMorgan einen durchschnittlichen Preis von 75 USD pro Barrel
- $GS (+1,58 %) hat seine Prognose für 2024 auf durchschnittlich 81 USD pro Barrel für Brent-Öl gesenkt.
Langfristige Perspektiven
Die US Energy Information Administration (EIA) prognostiziert einen durchschnittlichen Brent-Preis von 61 USD pro Barrel für 2025 und 73 USD pro Barrel für 2030.
Auswirkungen auf die Produzentenländer
Saudi-Arabien:
- Saudi-Arabien benötigt hohe Ölpreise, um seinen Haushalt auszugleichen. Laut Prognosen liegt der Schwellenwert aktuell bei etwa 96 USD pro Barrel, deutlich über den aktuellen Marktpreisen. Diese Abhängigkeit zeigt sich besonders bei Megaprojekten wie Neom City und der Vision 2030, die auf stabile Einnahmen angewiesen sind. Zusätzlich erfordert die Ausrichtung, wie der Fußball-WM 2034 und der Expo 2030 massive Haushaltsmittel.
- Trotz dieser Voraussetzungen gibt es Anzeichen für eine mögliche Strategieänderung. Saudi-Arabien könnte sein bisheriges Ziel eines Ölpreises von 100 USD pro Barrel aufgeben, um Marktanteile zurückzugewinnen. Dies könnte jedoch niedrigere Ölpreise bedeuten, was die Finanzierung von Projekte erschweren und die Haushaltsstabilität zusätzlich belasten würde.
Russland:
- Öl spielt eine zentrale Rolle bei der Finanzierung des Krieges in der Ukraine. Im Jahr 2024 soll fast ein Drittel des russischen Staatshaushalts für Militärausgaben verwendet werden, was etwa 111 Milliarden Euro entspricht. Der Kreml finanziert diese hohen Ausgaben durch Umschichtungen im Haushalt und setzt stark auf Öleinnahmen, um den Krieg zu finanzieren.
- Westliche Sanktionen haben die russischen Ölexporte zwar beeinträchtigt, doch Russland hat Wege gefunden, diese teilweise zu umgehen, wie ich bereits in einem anderen Report erklärt habe (Link in den Kommentaren). Eine Schattenflotte von Öltankern ermöglicht es, trotz Sanktionen weiterhin Öl zu exportieren. Allerdings sind die Einnahmen nicht mehr so hoch wie vor den Sanktionen, und niedrigere Ölpreise könnten Russlands finanzielle Möglichkeiten für den Krieg weiter einschränken.
- Trotz der Sanktionen hat sich die russische Wirtschaft schneller als erwartet angepasst. Durch intensiveren Handel mit Ländern wie China und anderen nicht westlichen Staaten, die Umgehung des G7 Ölpreisdeckels und erhöhte Staatsausgaben für die Militärindustrie konnte Russland Gegenmaßnahmen ergreifen. Dennoch bleibt sie anfällig für Preisschwankungen auf dem globalen Ölmarkt und sieht sich einem akuten Arbeitskräftemangel gegenüber.
- Die Verlängerung oder Verschärfung westlicher Sanktionen könnte Russlands Ölexporte und damit die Einnahmen erheblich weiter beeinträchtigen, was die wirtschaftliche Stabilität des Landes vor neue Herausforderungen stellen würde.
Iran:
- Iran hat seine Ölexporte seit 2021 erheblich gesteigert, mit einem durchschnittlichen Export von 1,56 Millionen Barrel pro Tag in den ersten 3 Monaten des Jahres 2024 (der höchste Wert seit 6 Jahren). Diese Steigerung um 1,2 Millionen Barrel pro Tag seit 2021 ist angesichts des damals niedrigen Exportniveaus plausibel.
- Mit dem Wahlsieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen 2024 steht der Iran jedoch vor einer möglichen neuen Sanktionsrunde. Trump plant eine Rückkehr zur Strategie des "maximalen Drucks", die während seiner früheren Amtszeit die Exporte des Iran drastisch von 2,5 Millionen auf nur 350.000 Barrel pro Tag innerhalb von 2 Jahren reduzierte.
- Die Wiedereinführung solcher Sanktionen könnte den globalen Ölmarkt erheblich beeinflussen. Besonders Chinas Rolle ist hierbei entscheidend, da es in diesem Jahr mehr als 85% der iranischen Ölexporte aufnahm. Gleichzeitig hat der Iran seine Mechanismen zur Umgehung von Sanktionen verbessert, was die Effektivität neuer Maßnahmen mindern könnte. Insgesamt könnten erneute Sanktionen zu einer Destabilisierung des Ölmarktes führen, doch das genaue Ausmaß bleibt schwer vorhersehbar, da der Iran seine Fähigkeit, Handelswege aufrechtzuerhalten, deutlich ausgebaut hat.
Langfristige Herausforderungen und Chancen
Energiewende und Dekarbonisierung
- Europa: Fördert Investitionen in erneuerbare Energien und reduziert den Ölverbrauch.
- China: Investiert massiv in Elektromobilität, was die Ölnachfrage langfristig
Technologische Innovationen
- Länder wie die USA setzen auf Technologien zur Steigerung der Ölgewinnung aus Schieferölvorkommen.
- Dies könnte die Produktionskosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.
Rolle der OPEC+ in der Zukunft
- Die langfristige Koordination innerhalb der OPEC+ wird schwieriger, da nationale Interessen zunehmend divergieren.
- Eine mögliche Spaltung der Allianz ist nicht ausgeschlossen, falls Länder wie die VAE und Russland ihre Eigeninteressen stärker durchsetzen.
Ich habe mich heute Morgen entschlossen unsere Familie gegen den schwankenden Ölpreis für unsere alte Heizung (so lange sie noch läuft) abzusichern.
Ziel ist eine Absicherung gegen den volatilen Ölpreis, da ich gezwungen bin genau dann Öl zu kaufen, wenn die Tanks leer sind. Dass kann in einem Tief sein, oder eben in einem Hoch.
Hierfür habe ich den halben zu erwartenden Preis für eine Volltankung der Tanks in $CRUD (-1,24 %) und damit orientiert am WTI (West Texas Intermediate) angelegt. Der Preis meiner erworbenen Anteile mit [8,3853€] ist verglichen mit den Preisen in 2024 ein recht guter Kurs.
Zusätzlich gehen nun jeden Monat per Sparplan 250€ in $BRNT (-2,51 %) und damit in den Brent (Nordseeölfelder). Hoffe damit die zweite Hälfte der Heizöltanks zu besparen. Durch die monatliche Sparrate erhoffe ich mir einen normalen durchschnittlichen Preis.
Was haltet ihr davon?
Wie macht ihr das mit eurer Heizöllieferung?
Meistdiskutierte Wertpapiere
Top-Creator dieser Woche

