Hallo zusammen, ich brauche Hilfe von den Chartexperten unter Euch!
Wie seht ihr die charttechnische Entwicklung von $EVD (+0,3 %) ?
Wo sind Supports bzw. Widerstände?
Großes Danke im Voraus!
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30Hallo zusammen, ich brauche Hilfe von den Chartexperten unter Euch!
Wie seht ihr die charttechnische Entwicklung von $EVD (+0,3 %) ?
Wo sind Supports bzw. Widerstände?
Großes Danke im Voraus!

Was für ein wilder Ritt war das denn bitte schön ?!? Da wird selbst dem armen Känguru schon schlecht...
🦘📈🦘📉🦘📈🦘📉🦘📈 🦘
...und glaube persönlich nicht wirklich daran das die aktuelle Situation schon das Ende von "Pinky and the Brain" darstellt...
..."Pinky" muss noch den Wetten seiner ganzen Boddys gerecht werden, steht im Bezug auf die Mid-Terms innenpolitisch extrem mit dem Rücken zur Wand und "the Brain" hat noch lange kein Interesse am Ende, immerhin möchte er ja noch mindestens den Südlibanon dauerhaft besetzen (Land einverleiben) und eskaliert deswegen auch munter weiter...
...mein daraus resultierendes Fazit, "Pinky" wird über Ostern oder kurz danach eine begrenzte Bodenoffensive starten um es innenpolitisch strategisch gut verkaufen zu wollen bzw. überhaupt etwas erfolgreiches verkünden zu können, wobei deren Ausgang noch völlig offen ist, wärend dessen "the Brain" schon an Plänen schmiedet wie er auch nach einem eventuellen Ausstieg der USA seine Ziele weiter verfolgen kann - Ende offen - unabhängig davon das auch nach einem Ende die Energiefrage immer noch nicht gelöst sein wird 🤷🏻♂️
Aber kommen wir mal wieder zum März zurück...
...auch wenn der Monat schwierig war, endete er mit einem kleinem Plus unterm Strich bzw. sogar kurz unter dem letzten ATH...
...zeigt mir im Umkehrschluss das meine konsequente Strategie und ruhige Finger auch solche Marktphasen bisher relativ gut überstehen können 💪🏻
Auf's Jahr hin gesehen ist das erste Quartal für die Gegebenheiten auch relativ erfolgreich absolviert und wenn ich darüber nachdedenke, das dass Gesamtportfolio gerade mal ~1,5-2% unterm meinem auserkorenen Septembermeilenstein liegt, beruhigt mich das ganze schon ungemein oder besser gesagt...läuft gerade besser als prognostiziert 🫠
Langfristig gesehen liegt damit natürlich auch noch alles auf Zielkurs und so sind nicht nur die Nächte weiterhin ruhig und gemütlich, sondern weiß auch das trotz allem die Dividenden weiter laufen, wobei wir damit schon wieder beim nächsten Thema wären...
》Dividenden《
Diesen Monat gab es 116,68€ Nettodividenden was eine Steigerung von 164,41% YOY bedeutet 💪🏻
YoC (TTM) liegt das ganze bei ~6% und somit etwas unter dem angestrebten Bereich, wobei die guten Monate ja auch erst noch kommen...
》Abgänge《
$PDI (+0,07 %) (35x)
$VICI (-0,41 %) (35x)
》Zugänge《
$ALV (+0,14 %) (5x)
$EVD (+0,3 %) (25x)
$FWRG (+0,67 %) (73x)
》TOP 3《
$3750 (-1,23 %) +28,67% (+89,65%)
$VAR (-1,84 %) +23,61% (+55,54%)
$HAUTO (+1,33 %) +11,31% (+79,18%)
》FLOP 3《
$HSBA (-0,23 %) -8,25% (+45,21%)
$ASWM (+2,26 %) -6,51% (-8,38%)
$MUX (-3,28 %) -5,70% (+27,30%)
Desweiteren sind diesen Monat noch alle Verträge zur Weiterführung meiner Ausbildung unter Dach und Fach gebracht worden, welches zusätzlich nochmal erfreulich war bzw. mit einer kleinen Gehaltserhöhung einhergeht 😊
Das war es dann auch erstmal wieder von mir und wünsche uns allen einen erfolgreichen April

+ 1
...nachdem ich vorhin schon ein erstes mal zugeschlagen hatte, wurde die Position bei 50,90€ nochmal um 10 Stück aufgestockt und bei 49,40€ gab es auch nochmal 5 Stück oben drauf.
Meiner Meinung nach ist $EVD (+0,3 %) zu diesem Coronapreisniveau (2023) gerade massiv unterbewertet und sollte es nochmal nen Stückchen rutschen wird nochmals aufgestockt.
Das Szenario habe ich bei ganz vielen meiner Einzelaktien mittlerweile durch und bisher sind alle demnach auch gut gelaufen, also bin ich hier weiter optimistisch das es auch weiter so geht.
...finde die Marktreaktion gerade vollkommen übertrieben, aber so gibt es die Aktie halt nun zum 2023er Niveau 🫠
Die CTS Eventim AG, ein führendes Entertainment-Unternehmen, hat für das Gesamtjahr 2025 Rekordergebnisse gemeldet und dabei erstmals die Umsatzmarke von 3 Milliarden Euro überschritten.
Trotz dieses Erfolgs sank der Gewinn pro Aktie (EPS) des Unternehmens im Jahresvergleich um 13 %, was hauptsächlich auf Währungseinflüsse und andere externe Faktoren zurückzuführen.
Die wichtigsten Punkte im Überblick
Entwicklung des Unternehmens
Die CTS Eventim AG zeigte im gesamten Jahr 2025 eine starke operative Leistung, erzielte ein signifikantes Umsatzwachstum und hielt eine stabile EBITDA-Marge. Das Unternehmen meldete einen Gesamtumsatz von 3,1 Milliarden Euro, eine Steigerung von 10 % im Vergleich zum Vorjahr, getragen von robusten Ticketverkäufen und einem wachsenden Live-Entertainment-Segment.
Das bereinigte EBITDA erreichte 584 Millionen Euro, was einem Wachstum von 8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Finanzkennzahlen im Überblick
Ausblick und Prognose
Für die Zukunft prognostiziert CTS Eventim ein EPS von 3,7 Euro für 2025 und 4,06 Euro für 2026, bei einem erwarteten Umsatz von 3,5 Milliarden Euro im Jahr 2025 und 3,655 Milliarden Euro im Jahr 2026.
Das Unternehmen plant, weiterhin in Technologie- und Datenkompetenzen zu investieren, um nachhaltiges Wachstum zu unterstützen und die operative Effizienz zu verbessern.
Kommentar des Managements
Die Führungskräfte von CTS Eventim hoben den strategischen Fokus des Unternehmens auf den Ausbau seiner globalen Plattform und die Nutzung von Daten zur Stärkung der Kundenbindung hervor.
Sie betonten die Bedeutung der internationalen Diversifizierung, um die Abhängigkeit von einzelnen Märkten und Events zu verringern.
Risiken und Herausforderungen
Q&A
Während des Earnings Call erkundigten sich Analysten nach den Auswirkungen der Wechselkurse auf die finanzielle Leistung des Unternehmens und nach den strategischen Initiativen, die zur Abmilderung dieser Effekte geplant sind. Die Unternehmensführung bekräftigte ihr Bekenntnis, die operative Effizienz zu steigern und durch Investitionen in Innovation und Technologie neue Umsatzquellen zu erschließen.
CTS Eventim AG - führender Ticketing und Live
Entertainment Konzern und weltweite Nummer zwei, ist im 3. Quartal erneut profitabel gewachsen - und das trotz eines herausfordernden konjunkturellen
Umfelds in Deutschland.
Umsatz und Ergebnis legten im Jahresvergleich zu, obwohl im Vorjahresquartal temporäre Faktoren enthalten waren.
Die Profitabilität entwickelte sich im 3. Quartal positiv:
Die EBITDA-Marge stieg gegenüber dem Vorjahr, selbst ohne Bereinigung um die laufenden Integrationseffekte für die im vergangenen Jahr akquirierten Ticketing und
Live Entertainment Gesellschaften.
Weitere Faktoren waren wachsende
Synergien und ein konsequentes Kostenmanagement im Gesamtkonzern.
Das Finanzergebnis im 3. Quartal ist positiv und hat sich damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbessert.
In den ersten 9 Monaten ist das Finanzergebnis
weiterhin durch die Entwicklung der ersten beiden Quartale beeinflusst.
Im 3. Quartal 2025 wuchs der Konzernumsatz um 3,5 Prozent gegenüber dem
Vorjahreszeitraum auf 854,2 Millionen Euro.
Das Adjusted EBITDA stieg überproportional um 13,8 Prozent auf 137,3 Millionen Euro.
Die Adjusted EBITDA-Marge lag bei 16,1 Prozent (Vorjahr: 14,6 Prozent).
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz der ersten drei Quartale
um 6,0 Prozent auf 2,148 Milliarden Euro.
Das Adjusted EBITDA wuchs um 4,7
Prozent auf 337,9 Millionen Euro.
Die Adjusted EBITDA-Marge betrug 15,7 Prozent (Vorjahr: 15,9 Prozent).
Das Segment Ticketing setzte seinen Wachstumskurs fort obwohl das Vorjahresquartal durch nicht wiederkehrende Umsätze, darunter aus den Olympischen Spielen Paris 2024, zusätzlich begünstigt war.
So stieg der Umsatz des 3. Quartals 2025 im Segment Ticketing verglichen mit
dem Vorjahreszeitraum um 2,1 Prozent auf 211,0 Millionen Euro.
Das Adjusted EBITDA wuchs in den Monaten Juli bis September gegenüber dem
Vorjahresquartal um 8,1 Prozent auf 91,0 Millionen Euro.
Die Adjusted EBITDA-Marge betrug 43,1 Prozent (Vorjahr: 40,7 Prozent).
Bezogen auf die Monate Januar bis September 2025 stieg der Umsatz im Segment
Ticketing gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11,0 Prozent auf 626,8 Millionen Euro.
Das Adjusted EBITDA wuchs um 7,1 Prozent auf 257,8 Millionen
Euro.
Die Adjusted EBITDA-Marge lag bei 41,1 Prozent (Vorjahr: 42,6 Prozent).
Im Segment Live Entertainment verbesserte sich die Profitabilität im 3. Quartal deutlich.
Der Umsatz legte gegenüber der Vorjahresperiode um 5,5
Prozent zu, das Adjusted EBITDA um 27,0 Prozent.
Damit wurde der Rückgang
des Adjusted EBITDA aus dem ersten Halbjahr (-26,1 Prozent) im
Neunmonatszeitraum nahezu vollständig ausgeglichen.
Im 3. Quartal 2025 wuchs der Umsatz im Segment Live Entertainment verglichen
mit dem Vorjahreszeitraum auf 663,0 Millionen Euro.
Das Adjusted EBITDA lag
im 3. Quartal bei 46,3 Millionen Euro, wodurch die Adjusted EBITDA-Marge auf
7,0 Prozent stieg (Vorjahr: 5,8 Prozent).
Der Umsatz der ersten neun Monate 2025 stieg im Segment Live Entertainment im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,2 Prozent auf 1,557 Milliarden Euro.
Das Adjusted EBITDA lag mit 80,0 Millionen Euro annähernd auf dem Niveau des
Vergleichszeitraums 2024.
Dank des starken 3. Quartals liegt die Adjusted
EBITDA-Marge in den ersten neun Monaten nun mit 5,1 Prozent nur noch leicht
unter dem Vorjahreswert von 5,5%.
Ausblick:
Auf Basis des robusten Wachstums beider Segmente im 3. Quartal hält der
Vorstand weiterhin an der im Geschäftsbericht 2024 aufgestellten Prognose
für den Gesamtkonzern im Gesamtjahr 2025 fest.
Lesedauer: 11 Minuten
Mein Nutzername verrät Kennern bereits eine gewisse Nähe zur Musik. Musik ist etwas Besonderes für mich – sie begleitet, spiegelt Stimmungen und bleibt oft dort, wo Worte enden. Also schaue ich mir in diesem Beitrag einmal die Musikbranche aus Investorensicht an: Wo entstehen hier eigentlich Werte, wer profitiert vom Streaming-Boom, und welche Unternehmen verdienen an der Rückkehr der großen Live-Erlebnisse?
Musik war schon immer ein Geschäft mit Emotionen – und mit Rendite. Seit Streaming das alte Modell der CD-Verkäufe abgelöst hat, hat sich die Branche zu einem globalen Daten- und Rechtegeschäft gewandelt. Heute verdienen nicht mehr nur Künstler, Labels und Konzertveranstalter, sondern auch Investoren, die auf digitale Plattformen, Rechtekataloge oder Live-Erlebnisse setzen. Die Musikindustrie ist kein Nostalgiethema mehr, sondern ein Sektor mit wiederkehrenden Cashflows, Plattformdynamik und dem Potenzial, in den nächsten Jahren eine der profitabelsten Kulturbranchen zu bleiben.
Die Pandemie war der Stresstest: physische Events fielen weg, Streaming dagegen explodierte. Seitdem wächst der Sektor doppelt – online und auf der Bühne. Laut IFPI ist der globale Musikmarkt zuletzt auf über 28 Milliarden US-Dollar gestiegen, getragen von mehr als 600 Millionen zahlenden Streaming-Abonnenten weltweit. Doch entscheidend ist weniger die Masse als die Monetarisierung. Wer heute investiert, sollte verstehen, wo der Hebel liegt: bei Plattformen, die Daten und Verhalten kontrollieren – oder bei Rechtehaltern, die über Jahrzehnte von denselben Songs profitieren.
Ein erster offensichtlicher Player ist $SPOT (+0,57 %) (Spotify Technology S.A.), die dominierende Streaming-Plattform mit über 600 Millionen monatlich aktiven Nutzern. Das Geschäftsmodell basiert auf Skalierung: Musikrechte werden lizenziert, Werbeumsätze und Aboeinnahmen steigen linear mit der Nutzerbasis. Nach Jahren des Wachstums tritt Spotify jetzt in die Phase der Margenexpansion ein. Preiserhöhungen in Kernmärkten, neue Produktstufen wie „Superfan Clubs“ und die Integration von Podcasts und Hörbüchern verschieben das Modell von Volumen zu Wert.
Kennzahlen: Umsatzwachstum rund 7 % YoY, EBITDA-Marge ~11,6 % → Rule of 40 ≈ 18,6 %. PEG Ratio ca. 2,1×, KGV ~45, Free-Cashflow-Yield rund 1,5 %.
Damit liegt Spotify klar unter dem idealen „Rule of 40“-Schwellenwert – Wachstum und Profitabilität sind solide, aber nicht exzellent. Für Investoren gilt: Die Story ist intakt, das Modell funktioniert, aber die Bewertung setzt nachhaltige operative Hebel voraus.
Auf der anderen Seite stehen die Rechte-Inhaber. $WMG (-0,48 %) (Warner Music Group) ist eines der drei großen Labels weltweit, neben Universal und Sony. Anders als Spotify besitzt Warner das Herz der Branche – die Songs selbst. Einnahmen aus Streaming, Synchronisation, Filmrechten und Live-Events sorgen für planbare Cashflows. Warner ist kein High-Growth-Wert, sondern eine klassische Cashmaschine mit strukturellem Rückenwind.
Kennzahlen: Umsatzwachstum ~6,4 %, operative Marge ~14 % → Rule of 40 ≈ 20,5 %. PEG Ratio ca. 2,0×, KGV ~34, Free-Cashflow-Yield ~2 %.
Damit bleibt Warner leicht unter dem Zielwert, was die reifere Unternehmensphase widerspiegelt: stabil, aber weniger dynamisch. Die Margen sind solide, der Burggraben real – Musikrechte laufen nicht ab. Kritisch bleibt der Umstand, dass Wachstum teuer erkauft wird: Künstlerverträge sind komplex, Kataloge kostspielig, und die Macht der Plattformen drückt die Marge. Dennoch ist WMG eines jener Unternehmen, die mit Zeit arbeiten, nicht gegen sie.
Zwischen diesen Polen – Plattform vs. Rechte – hat sich ein dritter Markt gebildet: der Handel mit Musikkatalogen. Firmen wie Hipgnosis Songs Fund, Round Hill Music oder Kobalt haben gezeigt, dass Musik-IP ein planbares Anlagegut sein kann. Die Renditen stammen aus Lizenzgebühren und Tantiemen, die selbst in Rezessionen weiterfließen. Private-Equity-Häuser wie $BX (-0,72 %) Blackstone und Apollo sind längst eingestiegen. Der Gedanke dahinter: Songs altern nicht, sie werden wiederentdeckt – auf TikTok, in Serien, in Werbung. Wer einmalige Rechte an einer Handvoll globaler Hits besitzt, hat eine Art musikalische Anleihe mit Inflationsschutz.
Doch die Musikindustrie endet nicht bei Rechten und Streams. Ein weiterer Wachstumsanker liegt in der physischen Erfahrung – den Live-Events. Hier dominiert$EVD (+0,3 %) (CTS Eventim AG & Co. KGaA) aus Deutschland, Europas größter Ticketing- und Konzertkonzern. Eventim vereint zwei hochprofitable Geschäftsmodelle: Plattform und Produktion. Über das Ticketnetzwerk kontrolliert das Unternehmen den Zugang zu Millionen Fans, während es gleichzeitig selbst als Veranstalter von Festivals, Arenashows und Tourneen auftritt. Die vertikale Integration – von der digitalen Buchung bis zur Bühne – schafft Margenvorteile und Preissetzungsmacht.
Kennzahlen: Umsatzwachstum ~6 %, EBITDA-Marge ~19 % → Rule of 40 ≈ 25 %. PEG-Ratio schwer vergleichbar (teilweise negativ, da zyklisches Geschäftsmodell), KGV ~29, Free-Cashflow-Yield ~3 %.
Eventim liegt also ebenfalls unter der Rule-of-40-Marke, überzeugt aber durch Preissetzungsmacht, Netzwerkeffekte und Cashflow-Stärke. Für Anleger bietet der Konzern eine Art Gegengewicht zu den digitalen Modellen – real, skalierbar und relativ unabhängig vom Streaming-Zyklus.
Vergleichend lässt sich festhalten: Alle drei Werte liegen unter der Rule-of-40-Schwelle, nutzen aber unterschiedliche Hebel: Spotify über Daten und Aboökonomie, Warner über Rechtebesitz und Lizenzströme, Eventim über Live-Erlebnisse und Preissetzungsmacht. Wer in die Musikbranche investiert, entscheidet letztlich zwischen Plattform, Katalog oder Publikum.
Eine alternative Route führt über den ETF $MUSQ , der Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bündelt – von Labels über Streaming bis zu Live-Events. Für Anleger, die sich nicht für Einzelaktien entscheiden wollen, ist das eine effiziente Lösung. Der ETF mischt bekannte Namen wie Spotify, Universal, Warner oder Live Nation mit Technologiefirmen im Audio-Umfeld. Das Risiko liegt in der Korrelation: Musik ist ein kleiner, hoch konzentrierter Markt. Wer streuen will, sollte sich bewusst sein, dass diese Firmen global ähnliche Makro-Treiber haben – Werbemarkt, Konsum, Zinsen, Emotion.
Chancen und Risiken liegen eng beieinander. Die Chancen: Die Branche wächst weiter, Streaming-Umsätze steigen, Live-Geschäft boomt, und Musik-IP wird zum strategischen Asset. Die Risiken: Überbewertung, sinkende Margen, Regulierungsdruck und Plattformmacht. Entscheidend wird, wer Kontrolle über Daten und Distribution behält. Wer nur Inhalte liefert, wird austauschbar. Wer den Zugang steuert, diktiert den Preis.
Für Investoren bietet sich daher ein mehrstufiger Ansatz an: Plattformtitel wie Spotify für Wachstum, Rechtehalter wie Warner für Stabilität, Veranstalter wie Eventim für physischen Cashflow, spezialisierte IP-Fonds für passives Einkommen. Viele Aktien handeln mit Bewertungsprämien, die dauerhaftes Wachstum voraussetzen – doch die strukturelle Nachfrage nach Musik bleibt. Streaming wächst mit jeder Generation, Rechte werden nicht obsolet, und Live-Erlebnisse sind nicht digital substituierbar.
Ob die Musikindustrie tatsächlich ein neuer defensiver Wachstumssektor wird, hängt vom nächsten Zyklus ab. Bleiben Zinsen hoch, leiden kapitalintensive Rechtefonds; zieht die Wirtschaft an, profitieren Streaming und Live. Musik bleibt jedoch Konsumgut mit emotionalem Wert – und Emotion verkauft sich, auch in der Bilanz. Anleger, die in den Soundtrack der Welt investieren wollen, müssen sich entscheiden, ob sie lieber auf Daten oder auf Inhalte setzen. Auf Plattformlogik, Rechtebesitz oder Erlebnisse. In der Musikbranche kann alles funktionieren – wenn man den richtigen Takt trifft.
Fragen an die Community:
Wie bewertet ihr das Verhältnis zwischen digitalen und physischen Geschäftsmodellen in der Musikbranche?
Seht ihr Eventim als strukturellen Profiteur der neuen Live-Welle – oder bleibt Streaming das dominierende Investmentthema?
• Q2-Ergebnis: Gewinn -24 % gg VJ auf 44 Mio. €, operatives Ergebnis (bereinigt) -9 % auf 100,2 Mio. € – deutlich unter Analystenerwartungen
• Umsatz: Ticketverkauf +15 % (202 Mio. €), eigene Veranstaltungen -4,5 % (603 Mio. €) → Gesamtumsatz stagniert bei 796 Mio. €
• Gründe für Rückgang: Schwache Konzerterlöse, hohe Integrationskosten für Zukäufe (Sea Tickets, France Billet, U-Live).
• Segmententwicklung: Ticketing-Gewinn steigt leicht, Veranstaltergeschäft -40 %.
• Ausblick: CEO Schulenberg hält trotz schwieriger Wirtschaftslage an moderatem Wachstumsziel für 2025 fest.
CTS Eventim Aktie: Chart vom 26.05.2025, Kurs: 105,60 EUR – Kürzel: EVD | Quelle: TWS
Rasante Rallyephasen und kurzzeitige Einbrüche wechselten sich ab.
Am vergangenen Donnerstag war es wieder so weit. Die Aktie brach nach den Quartalszahlen zeitweise auf 96 Euro ein, erholte sich im Handelsverlauf jedoch und schloss bei 105,60 Euro.
CTS Eventim ist dank der Übernahmen von See Tickets und France Billet sowie einer guten Nachfrage im ersten Quartal deutlich gewachsen. Der Umsatz konnte um 22 % auf 498,6 Mio. Euro gesteigert werden.
Das EBIT konnte um 14,1 % auf 76,2 Mio. Euro gesteigert werden.
Kurskapriolen und Bewertung
Der gemeldete Gewinn war jedoch von 67,5 auf 46,1 Mio. Euro stark rückläufig. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen für langfristige Forderungen in Höhe von 10,63 Mio. Euro und geringeren Erträgen aus at-equity-bilanzierten Unternehmen in Höhe von 15,91 Mio. Euro.
Dabei handelt es sich um Sondereffekte, die wenig mit dem operativen Geschäft zu tun haben.
Aus meiner Sicht besteht wenig Grund zur Sorge. Das einzige echte Problem ist die hohe Bewertung.
Der Gewinn soll in diesem Jahr um 8 % auf 3,56 Euro je Aktie steigen. Eventim kommt demnach auf ein KGVe von 29,7. Langjährig pendelt das KGV um einen Wert von 31 und in den fünf Jahren vor 2020 lag das KGV durchschnittlich bei 32,6. Allzu viel Potenzial ist aktuell also nicht mehr vorhanden, größere Rücksetzer dürften sich jedoch als Gelegenheit herausstellen.
Die Aktie ist übergeordnet klar bullisch. Der Aufwärtstrendkanal bietet Platz bis etwa 115 Euro, ein Ausbruch darüber könnte sich jedoch als schwer erweisen.
Fällt die Aktie hingegen unter 105 Euro, könnte das eine Korrektur in Richtung 100 und 94 Euro auslösen. Spätestens auf diesem Niveau ist mit erhöhtem Kaufinteresse durch antizyklische Käufer zu rechnen.
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