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Ende meines Depots - was passiert nun?

Wie ich gestern schon angekündigt habe, bin ich mit meiner aktuellen Depotstrategie momentan überhaupt nicht zufrieden. Ich habe deshalb entschieden, dass sich etwas ändern muss. Momentan habe ich mit meinem Depot vor allem strukturellen Gegenwind - sowohl was meine bevorzugten Sektoren, als auch meine bevorzugten Faktoren angeht. Was mich aber viel mehr stört, ist dass die Aktien die ich hauptsächlich zur Diversifikation in verschiedene Branchen und Märkte halte überhaupt nicht funktionieren.


Ich habe daher entschlossen, dass sich etwas ändern muss. Ich werde in meinem Depot vor allem Positionen abbauen bzw. schließen bei denen ich nicht zu 100% von ihrem Erfolg überzeugt bin. Dadurch reduziert sich selbstverständlich auch die Anzahl an Investitionszielen im Depot erheblich. Es geht also nicht um eine Umstrukturierung des Portfolios sondern tatsächlich auch um eine Verkleinerung des Investitionsvolumens bzw. ein Divesting. Es ist nicht gesagt, dass ich bei jedem Verkauf auch direkt ein neues Investmentziel innerhalb des Depots finden werde.


Was bisher geschah:



Ich hab selbstverständlich bei keinem der Verkäufe das Hoch getroffen, aber das war ja eh klar. Die Verkäufe waren teilweise schon 2025 erfolgt.


Was jetzt passieren wird:


Ich habe meine Depotbreite von ca. 40 Titel mittlerweile auf nur noch 34 Titel konzentriert. Dieser Trend wird anhalten. Ich werde weiterhin versuchen Titel aus dem Depot zu werfen, die sich nicht bewährt haben.


Problematisch ist, dass viele Positionen tief im Minus stehen und ich kaum ordentliche Gewinne habe um diese miteinander zu verrechnen. Das verzögert den Verkauf von Positionen erheblich. Viele der Aktien zum Verkauf sind auch momentan fehlbewertet.


Zu den obersten Verkaufszielen gehören:


  • United Health $UNH (-0,07 %) - die wollte ich ehrlich gesagt letzte Woche schon verkaufen, hätten sie schlechte oder auch erwartete Zahlen geliefert. Dass sie dann wirklich super positiv überrascht haben, hat ihnen Zeit bis zum nächsten Quartalsbericht erkauft.
  • PayPal $PYPL (+1,67 %) - hier bin ich seit einiger Zeit schon nicht mehr richtig überzeugt, allerdings ist die Unterbewertung auch kriminell. Verkaufen ja, aber nicht um jeden Preis.
  • Carl Zeiss Meditec $AFX (-1,31 %) - eigentlich muss das auch weg, aber erst wenn ich irgendwas zum verrechnen habe. Die Aktie hat sich jetzt sicher schon zum dritten oder vierten Mal halbiert. Der einzige Trost ist, dass es nicht mehr tiefer als 0 gehen kann.
  • OKTA $OKTA (-0,97 %) - das könnte ein logischer nächster Verkaufskandidat werden. In weniger als einem Monat gibt's wieder Zahlen. Bis zum Breakeven ist es nicht mehr weit. Und die Technologie ist momentan nicht mehr so einzigartig wie sie mal war.
  • Medios AG $ILM1 (-0,3 %) - tote Aktie die ich schon viel zu lange mit mir rumschleppe. Die Bewertung ist trotzdem nicht gerechtfertigt. Irgendwann wird's hier wieder nach oben gehen und dann ist die Weg.
  • Auch im Bereich Gaming werde ich massiv die Axt ansetzen, sobald der Sektor wieder gefragter ist.


Wie ihr seht stehen einige Aktien zum Verkauf, jedoch steht der Verkauf aufgrund der Bewertung teilweise nicht unmittelbar bevor. Ich gehe davon aus, dass es mehre Monate bis zu 2-3 Jahre dauern könnte bis alle Aktien verkauft sind. Die Gesamtzahl der Aktien wird sich im Bereich 20-30 befinden, dass Depotvolumen wird aufgrund der Verkäufe die 100.000€ vermutlich nicht überschreiten.


Und was passiert mit dem Geld?


Ich habe bereits in den letzten Monaten im Hintergrund in einem separaten Depot mit Index-Investments gestartet. Dieser Testballon mit rund 5000€ hat sich bisher als sehr erfolgreich erwiesen. Ich werde daher dazu übergehen Geld was ich kurzfristig nicht für Einzelaktieninvestments benötige vorwiegend in ETFs zu investieren.


Dabei setze ich auf eine überschaubare Anzahl an ETFs, wobei ich hier dennoch versuchen werde Wetten auf Faktoren, Branchen und Länder mit einzubeziehen - einfach weil's mir Spaß macht und ich ggf. auch mal Geld aus einem gut laufenden ETF abziehen und woanders verwenden werde. Momentan befinden sich im Depot folgende 4 Produkte:


  • MSCI World Momentum Factor ETF
  • MSCI USA ETF
  • MSCI World Healthcare ETF
  • ein aktiv gemanagter Fond der sich mit Small Cap und EM beschäftigt


Grundsätzlich wird es so laufen, dass ich versuchen werde das ETF Depot ebenfalls Richtung 100.000€ zu bringen und auch wenn sich an der Produktauswahl noch was ändert wird wohl wahrscheinlich das meiste am Ende im MSCI USA landen, wenn wir ganz ehrlich sind.


Gibt es eine langfristige Vision?


Wenn ich nicht in 5 Jahren wieder merke, dass das alles nicht geklappt hat (ich muss es eben ausprobieren, ich lebe auch zum ersten Mal) dann stelle ich mich vor, dass ich in 10-15 Jahren wahrscheinlich 3 Depots haben werde. Also ich habe die jetzt schon ich benutze sie nur nicht.


Aus dem 100.000€ Einzelaktien Depot soll (dieses Mal ein echtes) Warren Buffet Depot werden, mit wenigen hochkonzentrierten Aktien die ich wirklich gerne auf Lebenszeit halten möchte.


Zusätzlich möchte ich 250.000€ im ETF Depot halten.


Es wird ggf. dann auch noch eine Art Trading-Depot geben, im Umfang von nicht mehr als 20.000€ wo ich mal Aktien kaufen kann wie $ASML (+2,14 %) 2025 und $META (+2,51 %) 2022. Grundsätzlich verfolge ich meine Depotstrategien nämlich sehr konsequent, weshalb ich META aufgrund der Depotkriterien nicht kaufen konnte. In einem separaten Depot, hätte ich hier auch die Möglichkeit die eindeutigen Rücksetzer zu nutzen oder auch mal lustige Community-Aktien aus Getquin wie $IREN (-2,19 %) und $SOFI (+0,13 %) zu kaufen, bei denen ich die Volatilität im Hauptdepot fürchte.


Wenn das alles von den Summen so nicht hinhaut wird das ETF Depot halt nur 200k und das Trading-Depot nur 5k, aber vom Prinzip her könnte es so ungefähr laufen.

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31 Kommentare

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Warum verkaufst Du nicht, auch wenn Du noch keine Gewinne zum verrechnen hast. Es ist doch egal, was zuerst anfällt. Gewinne oder Verluste. Wenn Du das Geld in besser laufende Werte umschichtest, machst Du die Gewinne halt erst jetzt und verrechnest sie dann. Was nützt Dir das Halten, wenn Du die Verluste zwar jetzt nicht verrechnen kannst, aber sie in 2-3 Monaten nochmal 20-30% höher sind. Ich glaube Dein Hauptproblem in der Vergangenheit war doch sowieso schon, dass Du Dich von den Werten von denen Du überzeugt warst, die aber schlecht gelaufen sind, nicht getrennt hast.
Auch bei buy&hold sollte man Verluste begrenzen.
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@Multibagger Hm naja ich weiß nicht ob ich dieses Problem so massiv habe, mich nicht trennen zu können. Ich denke schon, dass ich damit realistisch umgehe und nicht zu viel Hoffnungen habe. Meine Entscheidung Jenoptik zu verkaufen kam zum Beispiel als die Aktie letztes Jahr bei 19€ stand - verkauft habe ich bei 27€ (und jetzt wäre sie sogar bei 33€ aber das spielt eigentlich keine Rolle).

Das Kernproblem ist, dass ich mit dem Verkaufserlös auch nichts anderes machen könnte außer "Sell Low, Buy High". Ich hab genug auf dem Verrechnungskonto um Aktien die ich jetzt akut kaufen wollen würde zu kaufen. Wenn ich jetzt noch mehr Cash hätte, wüsste ich auch nicht wohin damit. Ich kann halt höchstens Aktien am All-Time-Low verkaufen und dann den S&P 500 am ATH kaufen. So richtig smart wäre das auch nicht, weil den hätte ich vor einem Monat günstiger bekommen.
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@Soprano Jenoptik dem zu spät trennen meine ich nicht Werte wie Jenoptik. Ich Versuche eher das Motto Gewinne laufen lassen, aber absichern, aber Verluste strikt begrenzen. Und da sehe ich eher Dein Problem. Es fällt Dir vielleicht schwer einzusehen, dass die Börse einen Investmentcase von dem Du überzeugt bist nicht so sieht. Und deswegen nimmst Du die Verluste immer weiter in Kauf, weil Du denkst, dass sich an Deiner Einschätzung zu der Aktie nichts geändert hat. Das ist auch nur eine Vermutung. Also bitte nicht böse sein.
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@Multibagger Ehrlicherweise gebe ich ihm ein wenig Recht. Hab dir auch schon gesagt, die Dinge zu verkaufen und du scheinst einfach Probleme zu haben, Werte zu verkaufen, die im Minus sind aber an die gebunden bzw. noch ein Case hast. Fundamental würde ich mich nur fragen, ob du die Werte so halten willst und wenn nicht, der Verlusttopf geht doch glaube ich auch jahresübergreifend. Meine Minus ist nicht gleich schlecht. Mein Sofi war auch lange im Minus bevor ein 400% raus wurde. Die Frage ist einfach nur stimmt alles und manchmal tuts eben nicht. Carl Zeiss als Beispiel hab ich ,schon länger, auch brutal runterverkauft. Der Markt funktioniert, das Unternehmen aber nicht und im anderen Werten ist es besser aufgehoben gewesen. Der Verlusttopf hat mir dann meine gezahlten steuern wiedergegeben und am Ende bin ich dadurch fast breakeven raus. Den Rest der Position ist eher aus Spaß und juckt mich überhaupt nicht. Das gleiche sollte du auch einfach machen. Bei UNH sollte dich ein Quartalsbericht nicht überreden die Aktie weiterzuhalten. Bei PayPal sollte dich die Value nicht halten, außer das war dein case. Usw. Kurz gesagt nutz das Geld halt woanders weiter
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@topicswithhead zudem würde ich meine Einzelwerte verkleinern. Mach ich jetzt auch schon länger. Volle Diversifikation beginnt schon ab knapp 21 Werte und 30 sind am Ende zu Viel. Nicht nur von meiner Kapazität zum beschäftigen auch an sich. Die Werte die hoch gehen haben dann am Ende nie so ein großes Gewicht, da nie brutal viel Geld drin lag. Von daher bin ich jetzt bei 20 bis 25 Werten Plus ETF. Der ETF soll langfristig 50% ausmachen und in den 20 Werten plus max 5 Trading Werte hab ich auch noch viel Spielraum um mein Hobby weiterzumachen.
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@Multibagger Ja so wie du es jetzt sagst ist es schon zutreffend. Aber genau da stellt sich ja die Frage, wieso soll ich denn auch verkaufen wenn meine Überzeugung noch steht? Ich verkaufe doch erst, wenn der Case nicht mehr steht. Und das ist eben oft auch erst, wenn die Zahlen wirklich schlecht sind nicht bereits weil irgendwer sich ein Narrativ ausgedacht hat. Denn oft stimmen diese Narrative auch eben nicht.

Selbe Frage geht an @topicswithhead ich erinnere dich mal daran wie du an Alphabet festgehalten hast (zu recht) weil du überzeugt von den Zahlen und Produkten warst und du hast das Narrativ und das schlechte Momentum auch komplett ignoriert.

Übrigens ist doch das was du in der zweiten Nachricht schreibst auch so ziemlich das was ich vorhabe.
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@Multibagger Ich trenne mich auch immer schwer von Werten, die schlecht laufen. Vor allem wenn man hofft, dass das Unternehmen irgendwann einen Turaround hinlegt. Bei mir im Depot ist das $BAYN (Bayer). Ich war teilweise 70% im Minus (jetzt 50%). Irgendwie hoffe ich drauf, dass die endlich die Rechtsteitigkeiten in den USA überwinden und es dann wieder aufwärts geht. Eventuell kauf ich welche nach um meinen Durchschnittskurs zu drücken. 🫣
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@Soprano aber Du willst doch jetzt nicht wirklich $GOOGL mit $JEN vergleichen. Dazwischenkiegen Welten. Bei $GOOGL kann man ja noch als buy and hold Investor sagen, ist ein Top Unternehmen wie $MSFT aber $JEN ist doch dagegen ne Pommesbude.
Ich bin da vielleicht aber auch viel konsequenter. Ich bin ja auch kein buy &Hold Investor. Ich kaufe sehr viele Unternehmen, weil ich den momentanen Investmentcase gut finde. Entwickeln sie sich dann nicht wie erwartet, fliegen sie nach 2-3 Monaten spätestens wieder raus, auch wenn sich aus meiner Sicht nichts am Investmentcase geändert hat. Es sind aber meistens auch Smallcaps oder max. Midcaps.
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@NichtRelevant siehst Du, und das verstehe ich nicht. Eine Aktie die 50% fällt muss 100% steigen, nur damit sie meinen Einstandskurs wieder erreicht. Das ist doch wie ich finde total crazy. Da verkaufe ich doch besser bei 20-30% Minus spätestens und Versuche es mit nem anderen Unternehmen, was vielleicht ein besseres Momentum hat.
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@Multibagger Mir ist nicht zu helfen. 😅
Glücklicherweise kommt das Bayer Szenario nur sehr selten vor.
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@Soprano naja wenn dein Case noch steht sollst du die Aktie natürlich halten abermal stimmt das für die meisten eben nicht. Viel öfter wird der Case sich halt gut gesprochen oder anders. Bei deinen Aktien fällt es mir tatsächlich aber auch schwer den case, ohne jeden gehört zu haben, zu verteidigen. Sowohl UNH, PayPal und auch AFX bin ich sehr negativ gegenüber eingestellt, heißt ja aber nicht dass du falsch liegst. Eher kannst du nah prüfen ob du noch bei deinem Case bist indem du dich fragst warum der Markt die Aktien so abstrafft. Nun mal bin hier eh nur als Internet Kollege unterwegs und wünsche die natürlich nur Ternbaggers 😘
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Alle in Deinen Beitrag genannten Einzelaktien muss man wirklich langsam verkaufen. Die überzeugen mich persönlich für die Zukunft garnicht.

Auch die ETF Wahl ist leider fragwürdig.
Momentum-ETFs nehmen des Öfteren zu spät die Hype-Aktien auf und erleben den ganzen downturn mit wenn der Hype vorbei ist, weil die zu spät rebalancen.
USA ETF ist ok aber du kaufst bewusst Perfektion eingepreiste Kurse, also momentan viel zu teuer um relevante p.a. Rendite in den nächsten 5-10 Jahre zu sehen.
World healthcare…naja leider ist hier viel zu viel Spekulation in diesen Sektor.
Mit dem aktiv-Fond würde ich gerne past-performancen sehen wollen, die ein einfachen Value-EM ETF outperformed $5MVL.

Wurde dir wirklich ein langweiligen $VWRL 70% mit $TDIV 30% vorgeschlagen anzusehen als Portfolio Idee.
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@TechNav nicht so ganz, zumindest beim MSCI World Momentum Index gibt es in der Konstruktion Schwellen die dafür sorgen dass du nicht jeden Bums im Index hast der gerade steigt. Außerdem gibt es Maßnahmen die bei einem Crash ergriffen werden:

1. Das „Conditional Rebalancing“ (Außerordentliche Neugewichtung)
Das ist die wichtigste eingebaute „Notbremse“. Normalerweise wird der Index nur zweimal im Jahr (Mai und November) angepasst. Wenn es aber an den Märkten extrem turbulent wird, greift diese Regel:
Der Auslöser: Wenn die Volatilität (Schwankungsbreite) des Marktes sprunghaft ansteigt und einen historischen Schwellenwert überschreitet (das 95. Perzentil der monatlichen Volatilitätsänderungen), wird ein Ad-hoc-Rebalancing ausgelöst.
Die Wirkung: Der Index wartet nicht bis zum nächsten Halbjahr, sondern wirft Aktien, deren Trend gerade gebrochen ist, sofort raus und nimmt defensivere Titel auf, die sich im neuen Marktumfeld besser halten.

2. Risikoadjustierter Momentum-Score
Der Index wählt Aktien nicht einfach nur nach der höchsten Rendite aus.
Die Formel: Ein Titel bekommt einen hohen Score, wenn er eine gute Performance bei gleichzeitig verhältnismäßig geringer Volatilität gezeigt hat.
Der Effekt: Aktien, die zwar stark gestiegen sind, dabei aber wie wild schwanken („Zocker-Aktien“), werden schlechter bewertet oder fliegen ganz raus. Das soll verhindern, dass der Index zu anfällig für spekulative Blasen wird.
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@TotallyLost sehr interessant! Ich wusste das mit der Ad-hoc rebalancing nicht.
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@TechNav ich hab das auch erst letzten durch Zufall mitbekommen...
Was erschreckend ist wenn man bedenkt, dass ich seit 5 Jahren darin investiert bin 😅
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@TotallyLost Top Erklärung hätte ich nicht so gut hinbekommen
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Ich habe in der Vergangenheit ja auch viel hin und her gebastelt, weil ich nicht nicht wohl gefühlt habe.
Jeder muss für dich den Weg finden, mit dem er sich wohl fühlt. Richtig oder falsch gibt es dabei nicht. Das einzige was drin kann ist, dass der eine etwas mehr Rendite hat als der andere. 😉
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Eine Ergänzung könnte noch der $IEFM und/oder $XNKY sein?
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8Std.
Dein Wille und deine Fähigkeit zur Selbstkorrektur ist alle Achtung wert.

Allerdings scheint es mir so, als würdest du dasselbe Mindset immer und immer wieder mit neuen Werten reproduzieren. D. h. meine Prognose wäre: In 5 Jahren stehst du ungefähr genau dort, wo du heute stehst - mit anderen Assets im Portfolio, aber denselben Problemen, Fragen, Ansätzen. 🤷
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@Epi In welchem Aspekt unterscheidet sich mein Mindset denn von jedem anderen Investor?
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7Std.
@Soprano Ich fürchte, dein Mindset unterscheidet sich eben nicht oder nur kaum. Daher auch deine unterdurchschnittliche Rendite, die ja symptomatisch für Privatanleger ist.
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@Epi Du weißt, dass das nicht gemeint war. Sondern im Vergleich zu den Profis. Wer mich zum Beispiel nicht outperformt hat sind zB. Cathy Wood und Howard Marks. Haben die auch ein falsches Mindset? Welcher Aspekt an unserem Mindeset ist falsch? Oder kann man auch mit gutem Mindset - aus anderen Gründen - eine sehr schlechte Performance haben?
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1Std.
@Soprano Welcher Aspekt eures Mindsets genau falsch ist, ist schwer zu sagen. Dazu kenne ich es ja nicht gut genug. Dass aber etwas falsch ist, sieht man, wenn man die Marktperformance nicht erreicht.

Meine erste Vermutung wäre mal, dass es eine Art Kontrollillusion ist, von günstigen Bewertungen auf künftige Performance schließen zu können. Das geht halt nicht, auch wenn es Privatanleger immer wieder versuchen.

Eine zweite Vermutung wäre fehlende Geduld. Wenn die Bewertung tatsächlich zu günstig ist, kann es halt auch mal 10 Jahre Underperformance geben, bis sich das normalisiert. Hier könnte Cathy Wood vielleicht länger durchhalten als manch ein Privatanleger.

Aber wie gesagt, das sind Vermutungen. Die finale Antwort, was falsch läuft, kannst nur du geben. Sicher scheint mir nur: etwas am Mindset ist falsch und wenn du das nicht angehst, stehst du in 5 Jahren genau da, wo du jetzt stehst. 🤷
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@Epi Das Hauptproblem ist zumeist das Fehlen an Geduld. In der heutigen Zeit auch oft ein Mangel an Disziplin, nicht nur bei der Geldanlage. Außerdem befürchte ich, daß unter der Bevölkerung ein nicht unerheblicher Anteil von Mitmenschen es leider nicht verstanden hat, dass Zinseszins einem Naturgesetz (eFunktion) folgt. 🫣
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Ich glaube ich würde nicht total schwarz sehen. Du hast ja auch einige gut laufende Positionen im Depot. Bei den Positionen im Minus ist auch nicht unbedingt alles schlecht - ich würde die lediglich alle einmal Schritt für Schritt durchgehen und nochmal analysieren und auf Zukunftsfähigkeit abklopfen.

Ich denke Du hast Recht und tust gut daran die Anzahl der Einzelaktien zu reduzieren. Vielleicht kann man durch die Erlöse aus den Verkäufen den verbliebenen Einzelaktien sukzessive einen langweiligen aber zuverlässigen Core aus einem breit gestreuten ETF zur Seite stellen. Hier bist Du ja schon auf der Suche bzw. hast schon welche.
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@NichtRelevant Genau so ist der Plan
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