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Sind die größten KI-Verlierer die nächsten Börsengewinner?

Hallo meine Lieben,

ich bleibe bei meinen Software Aktien weiter innvestiert. Wie sieht es bei euch aus?


$SAP (+1,56 %)
$NEM (-1,68 %)
$ADBE (+1,12 %)
$INTU (+0,14 %)
$ADSK (-0,15 %)
$ROP (+0,68 %)
$CPRT (-1,63 %)
$SNPS (+4,1 %)
$MSFT (+3,6 %)


Viele Anleger haben Software-Aktien bereits abgeschrieben. Doch was, wenn Künstliche Intelligenz deren Geschäftsmodelle nicht zerstört, sondern wertvoller macht?


Die Tage von Software-Unternehmen wie Adobe, SAP oder Nemetschek seien gezählt, ihre Geschäftsmodelle würden überflüssig – diese Erzählung prägte zuletzt die Börsen. Die Folge: Milliarden an Börsenwert gingen verloren. Adobe büßte innerhalb eines Jahres 43 Prozent ein, SAP 48 Prozent und Nemetschek sogar 56 Prozent.


Doch zuletzt häufen sich Signale, die dieses Bild in Frage stellen. Denis Machuel, Chef des weltweit größten Personaldienstleisters Adecco, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Künstliche Intelligenz (KI) löse keine Job-Apokalypse aus und führe nicht zu einem massiven Stellenabbau. Auch Nvidia-Chef Jensen Huang hält die Annahme für unbegründet, dass sogenannte KI-Agenten klassische Software überflüssig machen.


Damit stellt sich vor allem für Anlegerinnen und Anleger, die bei Software-Aktien zuletzt hohe Kursverluste verkraften mussten, folgende Frage: Stehen die vermeintlichen Verlierer des KI-Booms vor einem Comeback?


Nach den Chip-Gewinnern könnten jetzt Software-Konzerne folgen

Stefanie Dyballa, Portfoliomanagerin bei der KSW Vermögensverwaltung, sieht gute Chancen, dass nach den Chipherstellern nun Software-Unternehmen aufholen. KI mache Software nicht überflüssig, sondern steigere ihren Nutzen. "KI-Agenten benötigen Anwendungen, Daten sowie Prozesse und machen leistungsfähige Software wichtiger denn je. Davon profitieren die etablierten Anbieter", sagt Dyballa.


Bislang bevorzugten Anleger vorwiegend Unternehmen, die die technische Infrastruktur für KI liefern – etwa Nvidia, Micron, Taiwan Semiconductor, Marvell, Seagate, Western Digital oder Dell. Diese Firmen gelten als die "Schaufelhersteller" des KI-Booms, weil sie Chips, Speicher oder Hardware bereitstellen, auf denen KI-Anwendungen laufen.


Mit Kursgewinnen von teilweise mehr als 500 Prozent innerhalb eines Jahres gehörten sie zu den größten Gewinnern. SAP zählt dagegen seit Jahresbeginn mit einem Minus von rund 35 Prozent zu den schwächsten Dax-Werten. Doch nach Einschätzung von Dyballa mehren sich die Anzeichen, dass sich das Blatt wenden könnte.


Warum KI ohne Software nicht funktioniert

Der Kursverfall vieler Software- und Datenanalyseunternehmen wie Adobe, Intuit, Thomson Reuters, Autodesk, Roper, Copart oder Synopsys geht vor allem auf die Sorge zurück, dass die KI künftig Aufgaben übernimmt, für die Unternehmen bisher Software-Abonnements benötigten. Weniger Abonnements würden geringere Umsätze und Gewinne bedeuten. Die Folge wäre der Abbau von Tausenden Arbeitsplätzen.


Jensen Huang widerspricht dieser Einschätzung. Er betont, die Märkte unterschätzten die Auswirkungen von KI auf die Softwarebranche. KI werde Software nicht ersetzen, sondern aufwerten und ihre Nutzung sogar intensivieren. Unternehmen würden künftig nicht weniger, sondern mehr Software benötigen – allerdings müsse sie so entwickelt sein, dass KI-Agenten sie nutzen können.


Dyballa verweist in diesem Zusammenhang auf den Übergang zu sogenannten agentischen KI-Systemen. Diese arbeiten nicht isoliert, sondern greifen auf Unternehmenssoftware, Datenbanken und bestehende Arbeitsabläufe zu. Software werde dadurch nicht ersetzt, sondern zum Betriebssystem der KI-Agenten.


Warum Daten zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden

Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung am Beispiel des deutschen Software-Herstellers Nemetschek. Das Unternehmen vertreibt Software für hoch spezialisierte Anwendungen in den Bereichen Architektur, Statik, Physik, Bauabwicklung und Gebäudemanagement. Viele Investoren befürchten, dass KI künftig Baupläne und 3D-Modelle per Knopfdruck erstellen wird und Spezialsoftware dadurch überflüssig macht.


Analysten der Deutschen Bank und von JPMorgan halten diese Einschätzung jedoch für zu pessimistisch. Sie nennen drei zentrale Gründe.


- Erstens verfügt Nemetschek mit Plattformen wie Allplan oder Bluebeam über jahrzehntelang aufgebaute, proprietäre CAD- und BIM-Daten. Eine KI ist nur so gut wie ihre Trainingsdaten. Offene KI-Modelle können diese sensiblen Branchendaten nicht einfach ersetzen.

- Zweitens integriert das Unternehmen KI bereits in seine eigenen Produkte, etwa über die Bluebeam-Max-Funktionen oder die Übernahme des KI-Planungstools mbue. Statt verdrängt zu werden, nutzt Nemetschek KI, um die eigenen Angebote attraktiver zu machen.

- Drittens spielen Haftung und Präzision eine entscheidende Rolle. Im Bauwesen dürfen KI-Systeme keine Fehler machen. Falsche Statik- oder Konstruktionsdaten können Millionen kosten und Menschenleben gefährden. Die Software von Nemetschek bleibt deshalb die Kontrollinstanz für KI-generierte Entwürfe.


Anleger entdecken Software-Aktien neu

An der Börse zeigen sich bereits erste Reaktionen. Nach den jüngsten Aussagen von Nvidia-Chef Huang legten zahlreiche Software-Aktien deutlich zu. "Investoren erkennen, dass KI nicht nur die Nachfrage nach Rechenleistung steigert, sondern neue Softwaregenerationen hervorbringt", sagt Dyballa.


Unternehmen wie Adobe, SAP und Nemetschek profitierten zuletzt von dieser Neubewertung. Hinzu kommt ein weiterer Vorteil: KI-Werkzeuge erhöhen die Produktivität von Softwareentwicklern. Nach Einschätzung der Expertin sinken dadurch die Entwicklungskosten, Innovationen kommen schneller auf den Markt und die Gewinnmargen könnten steigen – eine Kombination, die an der Börse häufig positiv bewertet wird.


Trotz neuer Chancen bleiben die Risiken hoch

Dennoch bleibt Vorsicht angebracht. KI-native Start-ups erhöhen den Wettbewerbsdruck, und etablierte Anbieter müssen ihre Produkte konsequent an die neue Agentenwelt anpassen. "Wer diesen Wandel verpasst, verliert Marktanteile", warnt Dyballa.


Für Anlegerinnen und Anleger bleibt deshalb eine sorgfältige Auswahl entscheidend. Vor allem in Märkten mit hohen Eintrittsbarrieren sowie dort, wo sensible Kundendaten verarbeitet werden, dürften etablierte Anbieter wie SAP, Microsoft, aber auch Nemetschek ihre starke Position vorerst behaupten.


Hinzu kommen Anforderungen an Compliance, Haftung und Sicherheit, die den Einsatz autonomer KI-Systeme begrenzen. Sollten Denis Machuel und Jensen Huang recht behalten, dürfte die nächste Phase der KI-Revolution deshalb nicht allein in Rechenzentren stattfinden, sondern vor allem in der Software, mit der Unternehmen jeden Tag arbeiten.


https://www.t-online.de/finanzen/boersen-news/id_101356350/sap-adobe-nemetschek-stehen-software-aktien-vor-dem-comeback-.html

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27 Kommentare

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Es ist die größte Chance meiner Meinung nach jetzt. Ich kaufe msft und csu
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@Amine hast du bei Microsoft nicht Angst vor den so hohen CapEx Ausgaben
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@capital_captain_2693 nein gar nicht! Ohne CapEx gibt's kein Wachstum.
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@Amine ich bin selber auch in Microsoft investiert, ich bin mir eben nur unsicher, ob sich solche Summen auszahlen, wo noch gar nicht klar ist, wie genau man KI monetarisieren kann
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@capital_captain_2693 Alle diese Unternehmen bauen ihre Cloud-Sparte aus und benötigen dafür Kapital. Durch den Einsatz von KI erzielen sie deutlich mehr Wachstum mit weniger Personal. Dank der riesigen bestehenden Kundenbasis von Microsoft lässt sich die neue KI-Technologie perfekt vertreiben: Das Vertrauen ist bereits da, weshalb Kunden Microsoft bevorzugen werden. Neben der attraktiven Bewertung sprechen für mich noch viele weitere Gründe für einen Kauf.
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@Amine CSU Safety-Margin is wayyy to Small even since they lost -50%
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@Amine bullshit, You can have Growth without investing in something, for example: Adjust Prices high
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@market_maestro_vnyyc no problem 😁 i will take the bet
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@market_maestro_vnyyc that's only way to grow. Good companies find many ways to grow. No need to be aggressive here.
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Software mit Qualität immer noch breit in meinem Depot vertreten.👌🏻
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@capital_captain_2693 $AOF, $WKL, $NOW und noch ein paar mehr, eher unbekanntere Werte. Für die vollständige Aufzählung: siehe mein hier öffentliches Depot.😉
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Schauen wir mal.... für mich das Unwort des Börsenjahres ist KI-Disruption, dicht gefolgt von KI-Blase und Zöllen. 🤷‍♀️😁
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Softwareaktien sind momentan mit Abstand am stärksten in meinem Depot vertreten. Meiner Meinung nach bietet der Softwaresektor aktuell eine der größten Chancen der kommenden Jahre. Viele Unternehmen verfügen weiterhin über extrem hohe Margen, wiederkehrende Umsätze und enorme Skalierbarkeit. KI- und Halbleiterwerte fehlen aktuell zwar noch in meinem Depot, allerdings nicht aus mangelnder Überzeugung, sondern weil sich für mich bislang einfach noch keine attraktive Einstiegschance ergeben hat.👀🫡
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@capital_captain_2693 momentan hab ich $INTU $NOW $CSU und eig noch $SNPS aber hab vor einigen Wochen verkauft um bei $NOW aufzustocken, aber könnte auf dem jetzigen Kursniveau wieder in zurück ins Depot wandern. Muss noch abwägen.
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Ich bleibe bei $MSFT und $ADP investiert und stocke ggf. weiter auf
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Für mich wird nach wie vor Microsoft mit Copilot usw. als größter KI Gewinner raus gehen
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Sehe ich genauso, ein Thema das mich in der letzten Zeit auch beschäftigt hat, was hältst du von Atoss Software?
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Bin auch selbst von der Chance in der Software branche überzeugt, allerdings eher bei niechigeren werten wie $DUOL
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Sehe ich genauso. Habe mich in den letzten Wochen mit $SAP $NOW $WKL und $ACN eingedeckt und habe hier gerade bewusst ein Übergewicht im Depot.
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Ich habe tatsächlich ohne mir explizit darüber Gedanken zu machen beide „Szenarien“ im Depot. $ADBE, $4704, $PEGA und $KXS sind die klassischen Softwarevertreter, $NOKIA, $6370 und $4901 profitieren dann eher vom KI-Hype. Beobachte schon länger, dass sich beide Gruppierungen relativ gegenläufig bewegen, was aber völlig ok für mich ist. Die Softwareaktien haben definitiv stärker gelitten, machen aber gerade ein kleines Comeback während die KI-Aktien nach teils starker Performance etwas auf dem Rückzug sind. Stört mich aber keineswegs, ich plane aktuell in allen dieser Aktien investiert zu bleiben und schaue einfach, was passiert.
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YES DEEP VALUE! ADBE & ACN WILL DOUBLE
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