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Robotik & Physical AI: Die nächste Goldgräberstimmung? Meine Analyse für dein Depot

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Hey getquin-Community! Wir stehen Anfang 2026 an einem Wendepunkt. Während KI bisher vor allem in Chatbots und Bildgeneratoren stattfand, bricht jetzt die Ära der „Physical AI“ an. Roboter verlassen die Käfige in Autofabriken und lernen, sich autonom in Krankenhäusern, Lagern und sogar unseren Wohnzimmern zu bewegen.


Für uns Investoren ist das ein massiver Wachstumsmarkt, der bis 2035 auf fast 376 Milliarden USD anwachsen soll. Aber wo liegen die echten Chancen und wer verbrennt nur Kapital? Ich habe mir die wichtigsten Player für euch angeschaut.


Der Markt-Check: Wer sind die Giganten?


Wenn wir den Markt nach Marktkapitalisierung sortieren, führt an NVIDIA $NVDA (-0,15 %) kein Weg vorbei. Mit einem Börsenwert von rund 4,56 Billionen USD ist das Unternehmen der unangefochtene Infrastruktur-König. Direkt dahinter folgt Tesla $TSLA (-0,31 %) mit etwa 1,39 Billionen USD – hier investierst du weniger in ein Autounternehmen als vielmehr in die Hoffnung auf den humanoiden Roboter Optimus.

Im Bereich der spezialisierten Robotik thront Intuitive Surgical $ISRG (-2,07 %) mit 212 Milliarden USD als Platzhirsch der Medizintechnik. Die industriellen Schwergewichte wie ABB $ABBN (+0,81 %) (69 Mrd. USD), Rockwell Automation $ROK (+0,72 %) (46 Mrd. USD) und Fanuc $6954 (-0,07 %) (38 Mrd. USD) bilden das Rückgrat der klassischen Automatisierung. Als spannende Wachstumsstories runden Symbotic $SYM (41 Mrd. USD) und Teradyne $TER (+1,94 %) (34 Mrd. USD) das Feld ab.


Bewertung: Teurer Hype oder echtes Wachstum?


Die nackten Zahlen verraten uns viel über die Erwartungen. NVIDIA wirkt mit einem KGV von 60 zwar teuer, aber das PEG-Ratio (Verhältnis von KGV zum Gewinnwachstum) liegt bei sensationell niedrigen 0,51. Das bedeutet: Für das explosive Wachstum, das NVIDIA liefert, ist die Aktie fast schon „günstig“ bewertet.

Ganz anders sieht es bei Tesla aus. Mit einem astronomischen KGV von über 300 kaufst du hier pure Zukunftsmusik – das aktuelle Geschäft deckt diesen Preis bei weitem nicht. Symbotic ist mit einem KGV von 161 und einem PEG von 5,37 ebenfalls extrem ambitioniert bewertet. Solider geht es bei den Klassikern zu: ABB kommt auf ein KGV von 21,5 (PEG 1,85), Rockwell auf 34,8 (PEG 2,67) und Fanuc auf 33,9 (PEG 2,40). Teradyne liegt mit einem KGV von 44,3 und einem PEG von 2,05 in der goldenen Mitte.


Die Player im kritischen Spotlight


NVIDIA: Das Betriebssystem der Robotik

NVIDIA baut keine eigenen Roboter, aber fast jeder andere tut es auf ihrer Basis. Ihr Burggraben ist die Software-Plattform Isaac und das neue Foundation-Modell GR00T N1.6, das Robotern das „Denken“ beibringt. Durch Partnerschaften wie mit Hugging Face binden sie Millionen Entwickler an ihr Ökosystem – ein klassischer Netzwerkeffekt. Management-Legende Jensen Huang hat NVIDIA zur unverzichtbaren Infrastruktur gemacht.


Tesla: Die vertikale Wette

Elon Musk wettet alles auf Optimus. Der Vorteil: Tesla fertigt Batterien, Chips und Aktuatoren selbst und nutzt die KI-Daten ihrer Autos. Das Ziel sind Kosten von unter 20.000 USD pro Roboter. Aber Vorsicht: Viele Vorführungen sind noch ferngesteuert, und die chinesische Konkurrenz wie Unitree liefert bereits echte Hardware aus, während Tesla noch mit der Feinmotorik kämpft.

Intuitive Surgical: Das Monopol im OP

Mit über 10.700 installierten „da Vinci“-Systemen hat Intuitive Surgical einen der stärksten Burggräben der Welt. Die Wechselkosten für Krankenhäuser sind enorm, da Chirurgen jahrelang auf diesen Systemen trainieren. KI sorgt hier für sicherere Operationen durch „Force Feedback“. Dave Rosa führt das Unternehmen mit Fokus auf wiederkehrende Umsätze (75 % des Gesamtumsatzes), was das Modell extrem stabil macht.


Die Industriellen: ABB, Fanuc & Rockwell

ABB hält etwa 13–16,5 % des Marktes und punktet mit Cobots wie YuMi, die direkt mit Menschen zusammenarbeiten. Fanuc ist mit 11–18 % Marktanteil der Inbegriff japanischer Zuverlässigkeit. Beide stehen jedoch unter Preisdruck aus China. Rockwell setzt unter Blake Moret voll auf Software-Abos und US-„Onshoring“.


Symbotic & Teradyne: Die Spezialisten

Symbotic revolutioniert mit KI-Bots die Lager von Riesen wie Walmart. Der Burggraben ist ihr riesiger Auftragsbestand, aber die Kundenkonzentration ist ein Risiko. Teradyne dominiert über die Tochter Universal Robots mehr als 50 % des Cobot-Marktes und ist perfekt positioniert, um die industrielle Produktion flexibler zu machen.


Mein Favorit: Warum NVIDIA (noch immer) die Nummer 1 ist

Wenn ich mich für einen Favoriten entscheiden muss, dann ist es NVIDIA.


Warum?

Asymmetrisches Risiko: Es ist egal, ob Tesla, Boston Dynamics oder Unitree den „besten“ Roboter baut. Fast alle brauchen NVIDIAs Jetson-Chips und die Simulations-Plattform Isaac.


Unschlagbares PEG-Ratio: Ein Wert von 0,51 zeigt, dass das Gewinnwachstum die Bewertung mehr als rechtfertigt.

Technologische Dominanz: Mit Isaac Lab-Arena können Roboter Millionen Szenarien in Wochen lernen, wofür sie in der Realität Jahre bräuchten.


Mein „Safe-Haven“-Tipp: Für alle, die es weniger volatil mögen, ist Intuitive Surgical die erste Wahl. Ein nahezu uneinnehmbarer Burggraben trifft auf ein hochprofitables Geschäftsmodell. Hier bin ich selbst investiert.


Mein Fazit: Der Robotikmarkt 2026 ist kein Maschinenbau mehr, sondern reine Tech-Evolution. NVIDIA liefert die Schaufeln für den Goldrausch, während Symbotic und Intuitive Surgical die lukrativsten Claims abgesteckt haben.

Was ist euer Favorit im Bereich Robotik? Schreibt es mir in die Kommentare!


Disclaimer: Keine Anlageberatung. Investitionen sind mit Risiken verbunden. Informiert euch eigenständig.

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2 Kommentare

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Danke mein Lieber.
Hierzu hat ja @EpsEra schon sehr viel geschrieben.
Ich setzte hier auf keinen reinen Robotic Produzenten. Sondern eher auf Unternehmen wo es ein Teilbereich ist.
Wie in etwa $7012 , $SIE .
Aber auch $PNG und $AVAV zählen für mich zu Robotic
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