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Liebe Quins,


einige von Euch haben gewünscht, dass ich die öfter von mir genannte GTAA-Strategie einmal vorstelle. Dies möchte ich nun versuchen. Da das Thema etwas umfangreicher ist, belasse ich es hier bei einer überblickshaften Erklärung ohne ausführliche Nachweise und Statistiken. Falls ihr aber Interesse daran habt, kann ich zu den verschiedenen Aspekten später weitere Beiträge verfassen.


1.     Was ist GTAA?

2.    Was sind die Anlageklassen?

3.    Was ist die Anlagestrategie?

4.    Was sind die Ergebnisse?

5.    Was sind die Vor- und Nachteile?

6.    Fazit

7.     Links



1.     Was ist GTAA?


GTAA steht für Global Tactical Asset Allocation und wurde u.a. von dem US-Fondsmanager Meb Faber in umfangreichen quantitativen Studien entwickelt (Links). Diese Strategie würde ich folgenermaßen in die allseits bekannten einordnen:


Die einfachste Variante, im Kapitalmarkt zu investieren, ist heutzutage der Kauf von Einzelaktien. Die Chancen sind hoch, die Risiken letztlich auch: Managementfehler, Politik, Disruptionen, Fehlbewertungen (z.B. General Electric). Für all die Risiken kann man u.U. eine ordentliche Prämie erhalten, leider weiß man das meist erst nachher oder muss unheimlich viel Arbeit hineinstecken.


Um die Risiken und den Aufwand zu senken, kann man mehrere Aktien kaufen, die sich gegenseitig ausgleichen oder gleich einen Index-Fonds (z.B. S&P500). Man geht sozusagen eine Dimension höher, von Punkt (= Einzelaktie) auf Linie (= quasi unendlich viele Punkte). Mit Index-Fonds hat man die Risiken jedoch noch nicht völlig ausgeschaltet: Fehlbewertungen, Bärenmärkte, Politikinterventionen sind immer möglich (z.B. Ukraine).


Also kann man sein Investment um eine weitere Dimension (Fläche) erhöhen und das Risiko über verschiedene Indizes und Länder streuen (z.B. 50% USA, 30% EU, 20% EM). Aktien bilden weiter die Basis, spielen aber im Einzelnen keine Rolle mehr. Allerdings gibt es immer wieder Phasen, da steigen oder fallen alle Aktienmärkte (z.B. globale Finanzkrisen 1929, 2009).


Will man auch dieses Risiko der gesamten Assetklasse der Aktien reduzieren, muss man eine weitere Dimension aufsteigen und über verschiedene Assetklassen streuen, wie Anleihen, Rohstoffe, Immobilien, Edelmetalle (z.B. Klassisches 60%Aktien – 40%Anleihen-Portfolio, Ray Dalios Allwetterportfolio oder Meb Fabers Global Asset Allocation). Damit ist der Raum(!) der klassischen (ETF-) Anlageklassen ausgemessen. Mit diesen Portfolios lassen sich das Risiko und die Schwankungen erheblich mindern, weil sich die Anlageklassen gegenseitig ausgleichen. Die Kehrseite ist jedoch, dass sie sich auch gegenseitig die Gewinne ausgleichen, d.h. die erwartbare Rendite sinkt langfristig unter die Rendite der Index-Fonds (2-5%pa Risikoprämie).


Auf dieser Ebene und an diesem Problem setzt GTAA an. Das Ziel ist es, langfristig die hohen Renditen der Aktienmärkte mit dem geringen Risiko und den Schwankungen von globalen Multi-Asset-Portfolios zu erreichen. Dazu erweitert die Strategie die Anlageklassen um eine weitere Dimension: die Zeit. Statt also dauerhaft eine einmal festgelegte Aufteilung von Anlageklassen zu halten, soll das Risiko über die verschiedenen Zeiten gestreut werden. Das heißt, es soll möglichst stets in die Klasse investiert werden, die sich gerade im Steigen befindet (Momentum), z.B. statt dauerhaft 60% Aktien und 40% Anleihen zu halten, werden nun 60% der Zeit vollständig Aktien und 40% der Zeit Anleihen gehalten (ungefähr in diesem Verhältnis teilen sich die jeweiligen Outperformance-Zeiten über die letzten 100 Jahre auf, was auch der tiefere Grund für das klassische, statische 60-40-Portfolio ist). GTAA bezeichnet nun einen Strategie-Ansatz, der versucht, durch eine geschickte Kombination aus verschiedenen Anlageklassen und Market-Timing-Modellen, in den jeweils stärksten Anlageklassen der Welt investiert zu sein. (Um das Chance-Risiko-Profil von GTAA weiter zu verbessern, kann man noch eine Dimension höher gehen. Einen Ansatz habe ich schon, aber um den selbst weiterzuentwickeln, fehlen mir noch die entsprechenden Kenntnisse und Daten.)

Soweit die Grundidee. Wer bis hierher gelesen hat und immer noch interessiert ist, der darf gern weiterlesen, wie man das Ganze konkret umsetzen kann.  


2.    Was sind die Anlageklassen?


Bei der Umsetzung folge ich dem KISS-Prinzip (Keep It Simple, Stupid). GTAA soll möglichst einfach nachvollziehbar, individuell anpassbar und wartungsarm sein. Sobald die Strategie einmal steht, sollen 5 Minuten Aufwand pro Monat reichen. Geld ist fürs Leben da, nicht umgekehrt!


Im ersten Schritt geht es darum, verschiedene Anlageklassen zu finden, die später das individuelle Anlageuniversum umfassen. Diese Auswahl sollte sehr sorgfältig erfolgen und verschiedene Bedingungen erfüllen:

a) Sie sollen insgesamt möglichst alle Anlageklassen und die gesamte Welt abdecken (Marktstreuung!).

b) Die Anlageklassen sollen möglichst unkorreliert zueinander sein (Risikostreuung!).

c) Die Anlageklassen sollen mit möglichst großen, liquiden, günstigen ETFs abgebildet werden (Handelbarkeit!).

d) Die Anlageklasse sollte sich idealerweise historisch in langen, stabilen Trends bewegen (Timebarkeit!).


Je nach individuellem Profil können das mehr oder weniger ETFs sein. Die einfachste Version ist ein „Universum“ aus drei ETFs: Aktien-ETF, Anleihen-ETF, Sachwerte-ETF. Komplexere Versionen würden die Klassen in verschiedene, möglichst gering korrelierte Märkte aufteilen, z.B. Aktien: US, EU, EM, SEA, oder auch: Tech, Energie, Gesundheit, Konsum, Immobilien etc.. Ebenso mit den Anleihen und Sachwerten. Cryptos lassen sich bei Bedarf auch hinzufügen. Meb Faber schlägt für die einfachste Variante 5 Klassen vor (US-Aktien, Rest-Welt-Aktien, US-Anleihen, US-REITs, Rohstoffe), diskutiert aber auch weiter differenzierte Varianten mit bis zu 13 Klassen (Link).

In meinen eigenen Recherchen habe ich aber herausgefunden, dass mehr Assets keineswegs immer zu einer besseren Gesamtrendite führen. Entscheidend sind Trendstärke und Unkorreliertheit.


3.    Was ist die Anlagestrategie?


Wenn das individuelle Anlageuniversum, die Global Asset Allokation festgelegt ist, dann folgt das „taktische“ Element: Timing. Es gibt fundamentale Timing-Strategien (Zinsindikatoren, Intermarketanalysen etc.) und technische (Elliotwellen, Trendlinien etc.), von denen viele aber langfristig nicht sonderlich erfolgreich sind. Eine Ausnahme bildet da m.E. das sog. „Dual Momentum“, entwickelt 2011 von Gary Antonacci.


„Dual Momentum“ berücksichtigt sowohl absolutes Momentum eines Assets gegenüber sich selbst als auch relatives Momentum eines Assets gegenüber anderen. Diese Strategie lässt sich auf alle möglichen Assetklassen anwenden und zeigt langfristig deutliche Chance-Risiko-Vorteile gegenüber einfachem B&H oder Markettiming. Deshalb halte ich es für sinnvoll, diese auch auf die Global Asset Allocation anzuwenden. Das bedeutet: jedes Asset wird daraufhin geprüft, ob es steigt und falls ja, ob es stärker steigt als die anderen Assets des individuellen Anlageuniversums. Falls in beiden Fällen die Antwort positiv ausfällt, wird gekauft, andernfalls verkauft. Die konkreten Parameter lassen sich ganz individuell festlegen und sollten in Backtests stets darauf geprüft werden, ob sie das o.g. Ziel (Aktienrendite bei Anleihenrisiko) erreichen.


Der Einfachheit halber habe ich ein Beispiel mit drei klassischen Anlageklassen und folgenden Regeln gewählt (Link unten):

a)     Das Anlageuniversum besteht aus S&P500, Global Bonds und Gold.

b)    Gekauft bzw. gehalten wird die Anlageklasse, die die höchste Summe aus 3- und 12-Monatsperformance hat (stärkstes relatives Momentum) und die zugleich über dem 200-Tage-Durchschnitt notiert (positives absolutes Momentum). Notiert keine Anlageklasse über dem 200-Tage-Durchschnitt, wird Cash gehalten.

c)     Gehandelt wird einmal zum Monatsende. Kein Stop Loss.


4.    Was sind die Ergebnisse?


Der Vergleichsindex S&P500 stieg seit 1995 auf das knapp 15-fache oder 10,0% p.a. mit einem maximalen Drawdown von 51,0% (Sharpe Ratio: 0,56). Siehe Chart unten.

Das GTAA-Portfolio stieg im selben Zeitraum auf das knapp 24-fache oder 11,9% p.a. mit einem maxDD von 23,4% (Sharpe Ratio: 0,76).


Das GTAA-Portfolio schnitt also um mehr als 50% besser ab als der S&P500 bei weniger als 50% des Risikos!


Die Performance-Kurve ist deutlich flacher, d.h. schwankungsärmer. Das Ganze kann man natürlich noch weiter verbessern mit anderen Assetklassen, anderen Parametern (bei mir bis knapp 20%pa bei 20% maxDD seit 2002 – dürft ihr selber suchen!). Zur Verdeutlichung der Vor- und Nachteile von GTAA reicht aber das einfache Beispiel.


5.    Was sind die Vor- und Nachteile?


Vorteile:

Emotionslosigkeit: Die Signale werden eindeutig geliefert, es gibt keinen Einfluss von Emotionen auf die Handelsentscheidungen. Die geringen Schwankungen des Portfolios erleichtern eine stressfreie Umsetzung und die Konzentration auf sinnvollere Dinge im Leben.


Unabhängigkeit: Das Portfolio entwickelt sich weitgehend unabhängig von den Aktienmärkten (Marktkorrelation: 0,43). Die gleichmäßigere Wertentwicklung senkt das Rendite-Sequenz-Risiko und ermöglicht eine bessere finanzielle Lebensplanung. Z.B. ist durch das gesenkte Risiko eine viel höhere Entnahmerate bei Kapitelerhalt möglich und damit die finanzielle Freiheit viel eher erreichbar. 


Einfachheit: Die Strategie ist vergleichsweise einfach und zeitsparend umzusetzen. Im Beispiel wurden seit 1995 ganze 96 Handelssignale generiert, d.h. im Durchschnitt ca. ein Signal pro Quartal. Ein Check der Signallage am Ende eines Monats kostet ca. 5min. Die Umsetzung in Form eines Sparplans ist ohne weiteres möglich.


Flexibilität: Die Strategie kann nach den individuellen Vorstellungen angepasst und optimiert werden, z.B. durch eine weitere Differenzierung der Anlageklassen oder den Einbezug von Lieblingsaktien, Themen-ETFs oder alternativen Assets (Bitcoin). Eine Variante hübsche mit der beliebten Core-Satellite-Strategie gibt es auch! Ebenso lässt sich die Anzahl der jeweils gehaltenen Anlagenklassen frei wählen, z.B. statt Top1, auch Top2 oder Top3. GTAA lässt sich auch mit bestehenden Strategien kombinieren, als Asset- und Risiko-Kontroll-Mechanismus. Oder es lässt sich als Diversifikation der bestehenden Strategien (B&H, Dividenden, Core-Satellite…) verwenden.


Nachteile:


Sozialstress-Risiko: Es gibt längere Perioden der Underperformance gegenüber den Aktienmärkten (im Beispiel: zweimal 5 Jahre mit 0%-Performance). Bei der Strategie zu bleiben, während alle anderen Jubelbörse feiern und nicht verstehen, was man das tut, kann psychologisch schwierig sein.


Naivitäts-Risiko: Das Verständnis der Strategie und der individuelle Aufbau brauchen Zeit und (Grund-) Kenntnisse über Assetklassen, Korrelationsanalysen, Statistik etc. Wer nicht versteht, was GTAA kann und nicht kann, sollte lieber darauf verzichten. Ein Negativ-Beispiel sind die Wikifolios, die Fabers GTAA-Ansatz, der für die US-Märkte optimiert ist, einfach blind nachgebaut haben und nach schlechter Performance naiv Modifikationen vornehmen, die im Backtest alles nur schlimmer machen. Kehrseite: die Komplexität des Aufbaus eines GTAA-Portfolios kombiniert mit der Einfachheit seiner Umsetzung macht die Strategie uninteressant für Profis wie für Laien. Eventuell gibt es einmal einen ETF, der GTAA umsetzt, aber das wird noch dauern.


Overfitting-Risiko: Bei den Backtests mit den ausgewählten Anlageklassen besteht das Risiko, dass die individuelle Strategie genau dann aufhört zu funktionieren, wenn sie ihr Optimum erreicht hat. Dieses Risiko lässt sich mit Korrelationsanalysen, Robustheitstests und Marktkenntnissen minimieren, aber ganz ausschaltbar ist es wohl nicht – wie bei jeder systematischen Strategie.


Steuern: In dem obigen Beispiel gibt es pro Quartal ein Signal, d.h. ca. 4 komplette Umschichtungen pro Jahr. Glücklicherweise sind die Handelskosten heutzutage vernachlässigbar und die großen Gewinner bleiben meist länger im Depot (bis zu 27 Monate im Bsp.). Aber die relativ häufigen Verkäufe mit kleineren Gewinnen und anschließender Abgeltungssteuer könnten die Gesamtperformance durchaus belasten. Dieses Problem lässt sich m.E. am ehesten über einen steuer- und handelskostenfreien Mantel lösen (z.B. Wikifolio oder günstige Netto-Police) der allerdings 0,2%-0,4% p.a. kostet. Ob es sich lohnt, muss man wohl individuell durchrechnen.


6.    Fazit


GTAA hat deutliche Vorteile gegenüber einfachen B&H-Strategien (höhere Rendite, weniger Risiko). Ob diese Vorteile die genannten Nachteile aufwiegen, die eher psychologischer und fiskalischer Natur sind, das muss jeder für sich entscheiden. In jedem Fall weitet die Beschäftigung mit dieser Strategie den Blick auf die Finanzmärkte und Anlagestrategien deutlich.


Wollt Ihr mehr über GTAA und seinen Varianten erfahren? Fragt einfach in den Kommentaren. Häufige oder schwierige Fragen kann ich dann in weiteren Beiträgen ausführlich behandeln.


7.    Links

-       Meb Faber zu Global Asset Allocation: https://mebfaber.com/wp-content/uploads/2016/04/GAA-Book-1.pdf

-       Meb Faber zu GTAA: https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=962461

-       Online-Zusammenfassung: https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/boerse/multi-asset-timing-bringt-renditen-in-jeder-marktlage_H1331807279_10980735/

-       Modell-Backtests: https://www.portfoliovisualizer.com/test-market-timing-model

-       Beispiel-Modell: https://www.portfoliovisualizer.com/test-market-timing-model?s=y&coreSatellite=false&timingModel=4&timePeriod=4&startYear=1989&firstMonth=1&endYear=2023&lastMonth=12&calendarAligned=true&includeYTD=false&initialAmount=10000&periodicAdjustment=0&adjustmentAmount=1000&inflationAdjusted=true&adjustmentPercentage=0.0&adjustmentFrequency=2&symbols=SPY+LSGBX+%5EGOLD&singleAbsoluteMomentum=false&volatilityTarget=9.0&downsideVolatility=false&outOfMarketStartMonth=5&outOfMarketEndMonth=10&outOfMarketAssetType=1&outOfMarketAsset=VFISX&movingAverageSignal=1&movingAverageType=1&multipleTimingPeriods=true&periodWeighting=2&windowSize=3&windowSizeInDays=105&movingAverageType2=1&windowSize2=10&windowSizeInDays2=105&excludePreviousMonth=false&normalizeReturns=true&volatilityWindowSize=0&volatilityWindowSizeInDays=0&assetsToHold=1&allocationWeights=1&riskControlType=1&riskWindowSize=10&riskWindowSizeInDays=0&stopLossMode=0&stopLossThreshold=2.0&stopLossAssetType=1&rebalancePeriod=1&separateSignalAsset=false&tradeExecution=0&leverageType=0&leverageRatio=0.0&debtAmount=0&debtInterest=0.0&maintenanceMargin=25.0&leveragedBenchmark=false&comparedAllocation=-1&benchmark=VFINX&timingPeriods%5B0%5D=3&timingUnits%5B0%5D=2&timingWeights%5B0%5D=50&timingPeriods%5B1%5D=12&timingUnits%5B1%5D=2&timingWeights%5B1%5D=50&timingUnits%5B2%5D=2&timingUnits%5B3%5D=2&timingUnits%5B4%5D=2&volatilityPeriodUnit=2&volatilityPeriodWeight=0




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230 Kommentare

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Fährst du die Strategie selbst auch? Klingt ehrlich gesagt ziemlich interessant. Und ich meine, den S&P500 outzuperformen muss man bzw. ein Index auch erst einmal schaffen! 👍🏻
Auf jeden Fall ein großes Dankeschön für das Verfassen deiner Ausführmgen von mir. Werde ich mir morgen wenn ich ausgeschlafen bin direkt nochmal durchlesen ✌🏻
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@SquirrelPilot Freut mich, wenn der Beitrag zum Nachdenken anregt. Dafür war er gedacht.

Ja, ich fahre die Strategie auch selbst. Ich finde sie überzeugend und spannend. Ich setze sie in zwei Versionen um, eine einfache über meinen Rentenvers.- Mantel und eine komplexere über TR. Beide haben z. Z. noch keine großen Anteil am Gesamtportfolio (ca. 20%), aber meine Sparrate geht komplett darein. Der Plan ist, mich auf die Zielgröße von am Ende ca. 50% GTAA hinzusparen und in das System reinzufinden. Je nachdem, wie es läuft, dürfte das noch so 3 Jahre dauern.

Wenn meine Interpretation der Strategie performt wie in den letzten 20 Jahren, muss ich in 12 Jahren nicht mehr arbeiten. Ist doch auch was!
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Du, das klingt nach einem sehr vernünftigen Plan und nach eine wirklich guten Aussicht!
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Nachdem ich gefragt hatte ob du die Strategie vorstellst, komme ich jetzt zu spät zur Arbeit, da ich es unbedingt noch lesen musste 🤓

Top Beitrag 👍🏽 und sehr interessanter Ansatz der verfolgt wird mit den Signalen zum Monatsende
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@DividendenSchwabe Sorry für die Ablenkung. 😁

Das Handeln zum Monatswechsel ist eine mögliche Variante. Es gehen auch wöchentlich, quartalsweise oder bei Signal. Kann und sollte man alles backtesten sowie die Ergebnisse zu verstehen versuchen.

Ich favorisiere Monatswechsel, weil 1. Geld monatlich reinkommt, 2. die RV nur eine Umschichtung im Monat erlaubt, 3. die Performance bei der Monatsvariante robust gut ist, 4. die Monatsvariante insgesamt sehr entspannt ist und ich die noch viele Jahre durchziehen muss.
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Toller Beitrag! Super Verständlich. Ich mag den Ansatz der objektiven Herangehensweise, mir würden aber wahrscheinlich die psychologischen Effekte, wie du sie bei der Underperformance geschrieben hast, wohl das Genick brechen. Dann kann man eben nicht mehr einfach "dem Markt" vertrauen gemäß "Ach mein Welt-ETF wird schon wieder steigen", sondern man muss sich selbst in Frage stellen, und das zu Beginn über mehrere Jahre.

Darauf ein @ccf 🚀
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@Fabzy Danke! 😊

Ich gebe dir recht. Die Psychologie ist wahrscheinlich die größte Hürde bei dieser Strategie. Das ist auch meine Sorge, dass ich sie nicht durchhalten werde. Aus Gründen, die ich noch gar nicht kenne.

Nicht umsonst dreht sich ein Großteil der Podcasts von Meb Faber um dieses Thema. Es gibt Studien, die zeigen, dass Anleger vorzugsweise genau dann eine Strategie abbrechen, wenn sie ihr Tief erreicht hat. Er hat auch einen eigenen Etf aufgelegt (TRTY), der dieses Problem adressiert, in dem er 50% GAA B+H und 50% GTAA umsetzt. Objektiv läuft der nicht so toll, aber die Psychologie! 😅
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Vielen Dank für diesen Artikel und ein fettes @ccf !
Hab' gerade keine Zeit, komme aber sicher später drauf zurück.
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@randomdude Danke, bin gespannt. Es bleiben ja noch viele Aspekte unbesprochen (Assetaufteilung, Risikokontrolle, Umsetzung).
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Ja, vielleicht kann ich ein bisschen was beitragen, ist jedoch mehr ein Erfahrungsbericht, bei dem ich auch versuche auf deine Punkte einzugehen. Aber erst mal: Hut ab, exzellent geschriebener Beitrag. Du hast dich wirklich tiefgreifend damit befasst und ein enormes Wissen aufgebaut.

Ich habe vor 1,5 Jahren zum ersten Mal von GTAA gehört und mich seitdem damit beschäftigt. Zunächst habe ich "The Ivy Portfolio" von Meb Faber gelesen (einfach mal googeln, gib's frei als pdf zum Download). Sehr gut und leicht verständlich geschrieben. Ich habe auch das eine oder andere Interview mit ihm (youtube) gerne geschaut. Er ist ein grundsympathischer Typ, mehr Surfer als Banker, der einem nichts verkaufen will, sondern zum selber denken anregt. Danach habe ich verschiedene Backtests gemacht (Vorbereitung in Excel, Umsetzung in Portfolio Performance). Sehr aufwendig, aber enorm lehrreich. Obwohl ich beruflich viel mit Zahlen hantiere, war es noch mal was ganz anderes, gewissermaßen heimisch in der Welt der Kurscharts zu werden. Ab Herbst '22 habe ich dann angefangen, meine Strategie umzusetzen (50 % Dividend Growth ETFs, 50 % GTAA mit 7 ETFs, siehe hier https://getqu.in/GA9WUFZ8LYU7/er5S5CSA5C/) und bin bisher sehr zufrieden. Was waren meine Learnings?
Im Wesentlichen: 1. Erwarte nicht zu viel. und 2. Wisse was du tust. Was meine ich damit?

Faber und die darauf beruhenden Veröffentlichungen (z. B. der verlinkte finanzen100.de-Text) haben mir suggeriert, dass es ein Leichtes ist, Renditen von +12 % zu erzielen. Ja, auch in den Portfolio Visualizer-Backtests kriegt man das hin. Mit eigenen Rechnungen für die letzten Jahre habe ich es aber nicht nachvollziehen können und stresse mich auch nicht mit einer (aus meiner Sicht) unrealistischen Erwartung. Für mich war das Entscheidende in den Backtest zu sehen, wie die Corona- und Ukraine-Drawdowns zuverlässig ausgebügelt wurden und das bei marktgerechten Kurssteigerungen in bullishen Phasen.

Ich habe noch etwa 12 Jahre für den Vermögensaufbau und gehe davon aus, dass ich mein Ziel hauptsächlich durch Einzahlungen und weniger durch den Zinseszinseffekt erreiche. Was ich aber dennoch nicht gebrauchen kann, ist eine Phase wie zwischen 2002 und 2009, in der ich voll in Aktien investiert bin. Von daher habe ich meine GTAA-Variante eher entspannt und abgesichert ausgelegt: Ich bin in 3 Assets investiert (sofern mit positivem Momentum) und beziehe mich auf den Kursanstieg der letzten 3 und 6 Monate. Das war in Portfolio Visualizer nicht unbedingt das Modell mit der besten Rendite, aber ich konnte anhand der Marktentwicklung der letzten Jahre ein gutes Verständnis dafür entwickeln, wie mein Modell sich in welcher Situation verhält. Und ich bin total zufrieden, wenn es nach Steuern um die 6 % Rendite einfährt. Mein Anlageuniversum habe ich nach den letzten Diskussionen hier noch mal etwas zusammengestrichen und habe jetzt 7 Assets: NASDAQ 100, Euroraum Small Caps, Emerging Markets, Aggregierte Bonds, Rohstoffe, Gold, Geldmarkt/Tagesgeld. Risikokontrolle wie z. B. Monitoring anhand der 100 oder 200-Tagelinie und ggf. Verkauf vor dem Monatswechsel bringt nichts nach allem was Faber getestet hat und was ich in Portfolio Visualizer und anhand von Marktbeobachtung nachvollzogen habe. Ich tracke übrigens die Monatsschlusskurse mit Excel (kommen von XETRA) und handele am Monatsersten bei smartbroker.

Bis hierhin war es durchaus ein beschwerlicher Weg, aber es hat Spaß gemacht und ich gehe davon aus, dass es sich lohnt. Irgendetwas nachzuhandeln, was man nicht versteht und auch nicht nachvollziehen kann, ist jedenfalls nicht zu empfehlen.
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@randomdude Ein dickes Danke für deinen Erfahrungsbericht! Finde ich eine super wichtige Ergänzung zur z.T. recht abstrakten Strategieerklärung.

Mein erster Kontakt mit GTAA war auch ca. 1,5 Jahre her. Aber erst vor ca. 6 Monaten kam die Notwendigkeit auf,meine Finanzen neu zu regeln, da das Familieneinkommen so weit gestiegen war, dass die finanzielle Freiheit realistisch erschien. Das war also die Herausforderung: 12 Jahre sparen und konstant ca.10% pa. und meine Familie ist finanziell frei. Essentiell dabei ist die Konstanz der Rendite. Ich bin ein Fan des Gebertindikators, der seit 1996 - 2020 ca. 15% pa erreichte. Leider hat der Indikator seine Zuverlässigkeit in den letzten Jahren arg eingebüßt. Also erinnerte ich mich an Fabers GTAA und vertiefte mich darin.

Ich stimme dir voll zu, man sollte GTAA als Prozess verstehen. Mit jedem Schritt tun sich neue Fragen und Perspektiven auf, so dass man ständig dazu lernen muss. Im Moment versuche ich, einen Umgang damit zu finden, dass die Top-Momentum-Assets manchmal innerhalb weniger Stunden ihre Positionen hin und her wechseln. Das stellt meine Idee ,kurz vor Monatswende den konkreten Einstieg mit Charttechnik zu optimieren, infrage.

Dass du nicht auf der Jagd nach der höchstperformanten Kombo bist, sondern die für dich richtige heraus gesucht hast, finde ich genau richtig! Ich hatte auch eine gute Kombo mit Gold, aber da bereits ein größerer Teil meiner Anlagen darin bestehen, habe ich in GTAA wg der Gefahr der Übergewichtung darauf verzichtet. Hier muss jeder das für sich passende heraussuchen. Nur wenn man sich mit seiner Asset Kombo wohl fühlt, kann man m.E. den Stress durchstehen,wenn es mal nicht so läuft.

Insgesamt stehe ich in der Umsetzung noch am Anfang. Ich finde die Performance seit meinem Start Anfang Feb okay, aber eine deutliche Überrendite habe ich auch noch nicht erzielt. Aber aufgrund meiner Backtests und der Langzeitstudien von Faber und Co sehe ich die Statistik auf meiner Seite, so dass ich nun gelassen auf die kommenden Börsenjahre schauen kann.

Ich wünsche uns und allen,die GTAA eine Chance geben, viel Erfolg auf dieser spannenden Reise !
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@Epi Vielleicht gibt es getquin in zwölf Jahren ja noch und wir können hier den ultimativen Rückblick machen 😎
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Super geschrieben @ccf
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Schöner Beitrag @ccf
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@Koenigmidas Dankeschön!
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Genialer Beitrag! 🙌
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@Epi ja versteh dich absolut. Aber ne direkte Alternative zum STOXX der die ähnlichen werter abbildet find ich nur nicht genauso wie EM man könne ggf. stattdessen small capitals wählen, aber da wäre ich eher abgeneigt von
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Kennst du den Blog hier? Der hat sich ziemlich detailliert damit auseinandergesetzt: https://investingforaliving.us/
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@derphux Diesen Blog kenne ich noch nicht. Werde ich mir mal anschauen. Danke für den Tipp! 👍
Auch wenn’s schon 2 Jahre alt ist: Vielen Dank für die Arbeit das so super Verständlich zu erklären. Ich versuche mal in das Thema einzutauchen.
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möchtest du erzählen, wie du deine aktuelle GTAA-Strategie aufbaust, also welche ETFs, welches Momentum-Modell usw?

wieso teilst du die Strategie aktuell in TR und Nettopolice auf und wieso einmal einfach und einmal komplex?
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@theflyingsquirrel Meine Aufteilung zu erzählen bringt halt wenig, wenn man nicht versteht, wie es dazu kommt und warum die und nicht all die möglichen Alternativen. Auch ist sie z. T. noch nicht final. Anleihen sind komplizierter. Da scheint es mir besser, ein einfaches Beispiel zu geben und eine Anleitung, wie man selbst optimieren kann. Angel statt Fisch - weißt schon.

Über die RV fahre ich die einfache Variante, weil dort die ETF Auswahl nicht so groß ist. In der Rückrechnung macht das nichts. Über TR versuche ich auch die Integration von Bitcoin, aber dazu brauche ich ein stärkeres Risikomanagement. Macht die Sache etwas komplexer.
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@Epi ah okay ja da hast du Recht.

Würde mich auch sehr über weitere Artikel zu dem Thema freuen. Kannst du mal eine Anleitung geben bitte, also hier oder als weiteren Artikel, wie man sich da selbst besser einlesen kann, also dass man, wie du sagst, seine Strategie genau rausfinden und auch die individuellen Feinheiten der Strategie verstehen kann und wie deren Performance zustandekommt?

was hältst du von Cash als Assetklasse und als Integration in die Strategie, da kann man im relativen Momentum ja jetzt sogar 2% p.a. ansetzen. Und was ist mit Cash als Assetklasse im absoluten Momentum mit bzw. ohne SMA200 Integration.

Was hältst du von meinem Gedanken, dass man, wenn mann SMA200 macht, die Linie 2% höher setzen sollte, da man bei SMA200 ja überprüft, ob man jetzt das Asset oder Cash wählt. Wenn das Asset genau auf der SMA200 liegt, ist das Momentum ja 0 und damit schlechter als 2% p.a. Cash ist. Deine Meinung dazu bzw darüber schon mal nachgedacht?
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@theflyingsquirrel Deine Anregung, einmal die konkrete Umsetzung und die entsprechenden Abwägungen zu thematisieren, ist notiert. Danke. 😏

Cash halte ich für eine wichtige, auch z.T. sehr taktische Assetklasse. Ich schicke deshalb einen GeldmarktETF $DBXT einfach ins Rennen mit allen anderen Assets. Wenn der mit 3%pa in die MomentumTOP fällt, wird der halt gekauft. Damit umgeht man,denke ich, auch die komplizierte Variante, SMA +2%. (Das Momentum ist übrigens nicht 0,wenn der Kurs auf dem SMA liegt, sofern der SMA selbst ein Mom ungleich 0 hat. Mom heißt in GTAA einfach die prozentuale Differenz von heute zu vor 1,3,6 oder 12 Monaten)

Meine aktuellen Überlegungen:
Nachdem ich nun US-Treasuries wg. der zu hohen Korrelation zu den EU Bonds rausgeschmissen habe, überlege ich gerade, ob in $ denominierte Kurzläuferanleihen eine sinnvolle Alternative sind. Man bekommt dadurch im Wesentlichen ein $-Exposure. Wie sich fallende $ Kurse auf Kurzläufer auswirken, das zu verstehen, steht in den nächsten Tagen und Wochen an. Sofern es da einen verstärkenden Effekt gibt (Flucht aus Dollar = fallende Kurzläufer), würde ich eine Integration in GTAA ernsthaft erwägen. Hauptsache klare Trends! 😁
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aus welchen Ländern sind denn die Kurzläuferanleihen in Dollar?
ja die geringe Korrelation ist mega wichtig, deshalb überlege ich gerade einen msci world ex emu in mein System reinzunehmen statt msci world etf, da dadurch die korrelation zum emu small cap abnimmt.
Wie versuchst du denn den Dollar-Effekt darauf zu verstehen, also mit welchen Quellen arbeitest du da?
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finde den em bond von ishares jp morgan in dollar auch mega interessant
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Danke für die Anregung mit dem Overnight rate swap, Cash einfach zu vergleichen als Asset mit den anderen Assets würde ja auch gehen, hättest halt dann keine Handelsgebühren zum Kauf/Verkauf des Overnight Swap, aber sind halt nur 2%pa und im Versicherungsmantel kriegst auf Cash ja auch keine Zinsen. :/
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der Overnight müsste ja auch auf SMA überprüft werden noch oder?
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Wie stehst du eigentlich zum Thema Währungen und auch Währungssicherung bei GTAA, also wann macht es Sinn in Euro zu nehmen, wann in Dollar, oder immer am besten in derselben Währung alles?

Wie setzt du denn die 50% B&H Strategie um? Ich würde da am ehesten den Msci acwi imi oder den esg global all cap nehmen bzw. ftse all-world. Also so breit und einfach wie möglich. Bist du da anders aufgestellt oder gleich?

Ein schönes Osterfest und danke für deine Mühe! 😊
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Das heißt du hast Cash direkt über den Overnight Swap implementiert und indirekt über die SMA 200 Hürde. Der Overnight stellt aber bei Top 3 Strategie nie da, dass der 100% bekommt, sondern auch nur 33% wenn er es reinschafft ins Top3. Über die SMA200 Hürde kann Cash dagegen 100% bekommen.
Wie ist das im Rentenmantel? Wenn die Top 3 ganz oder teilweise am SMA200 scheitern, hält die nettopolice dann Cash zu 0%pa oder sollen die dann auch den Overnight kaufen?
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Wow...geiler Beitrag, weiter so
Sehr beeindruckend!!!!
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Ich verstehe das Tool Portfolio Visualizer nicht! Wieso ändert sich der Benchmark, wenn ich an den Parametern der Strategie drehe?
Wenn ich Deinen Beispiel-Link nehme, lande ich mit dem Benchmark (Vangard 500 Index) bei 148 TEur. Ändere ich nur die 2. Time Periode von 12 auf 24 Monate, landet der Benchmark bei "nur" 107TEur ...
Was übersehe ich hier?
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@sNIKE Ich prüfe das mal.
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@sNIKE Habe es mir nun angeschaut.
Der Effekt rührt daher, dass bei einer X-Monate Zeitperiode das Modell erst X Monate nach den ersten verfügbaren Daten anfangen kann zu rechnen. D.h. bei dem 24Mon-Modell fängt es 12 Monate später an als beim 12 Monate Modell. Die entsprechende Performance verpasst es dann natürlich.
Das Ganze ist über der Ausweitung angezeigt als "Model Simulation Results (Jan 1995 - Mar 2023)"
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Kann man denn damit auch schon mit kleinen Beträgen beginnen? Welches Tool nutzt du im die 200 line dir anzusehen?
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Ich wüsste nicht, dass es eine prinzipielle Untergrenze gibt. Die Handelskosten sollten aber die Rendite nicht beeinträchtigen. Pro Position sollten es dann wohl mind. so 500€ sein. Ich glaube, bei Zero ist ab dann kostenfrei.
Die Durchschnitte bilde ich mit Portfolio Performance ab. Cooles Programm.
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@Epi vielen danke. Ich werde mir das ganze mal anschauen. Und dann heißt es also wenn am Ende des Monats der aktuelle Kurs unter der 200 Grenze ist dann wird der Etf wieder verkauft und das Geld geparkt, bis der Kurs am Ende des nächsten Monats über der 200 Linie ist?
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@willemkly So ähnlich. GTAA arbeitet mit einen ganzen Korb an ETFs, das virtuelle Depot sozusagen. Aus diesem wählt man dann den oder die trendstärkaten Werte aus und kauft die, sofern sie über dem SMA200 notieren. Wenn ein Wert darunter fällt, dann wird er wieder verkauft und wandert zurück ins virtuelle Depot und wird gegen einen anderen ausgetauscht.
Cash wird nur gehalten, wenn kein Wert über dem SMA200 notiert.
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Verstehe ja, ab welchem Beitrag macht das aber Sinn? Also damit nicht die transaktionskosten den Gewinn übersteigen?

Ja tue mich nur schwer jetzt ETFs genau zu finden, hast da noch ein Tipp ?
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Ja da stimme ich dir zu. Erstmal will ich mir gerne was aufbauen. Kapital ansparen und dann eben irgendwann schauen.

Also momentan habe ich noch 600€ liquide in meinem Depot. Wollte eh überlegen mind. auf einen weiteren etf erstmal zu springen. Was wären für dich so typische Wachstumsetfs?
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Der WachstumsETF schlechthin ist wohl $ARKK Aber daran sieht man auch, dass Wachstum der Firmen nicht unbedingt Wachstum der Kurse bedeuten muss. 😅
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Interessant für mich ist

(Defensiv)
Eurozentrische Quantität
Bewährte Branchen Portfolio

(Offensiv)
Oskar 80
Morningstar Einfach

Oder findest alle eher doof?
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Was mir ja auch aufgefallen ist, ist das die 40-30-30 Strategie im Vergleich zu dem All World ETF doch nicht so gut performant hat, könnte man dann nicht theoretisch alles in den etf hauen, wenn dieser eh besser performant.

Ein Nachteil wäre sicherlich das man dann keine eigene Gewichtung der Regionen vornehmen könnte
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Kann leider nur so ab 2018 sehen und fanning fortlaufend der all world über der Strategie
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Sag mal, hast du das Model auch mal einem Backtest für unterschiedliche Zeiträume (die letzen 5, 10, 20 Jahre etc) unterzogen oder gibt es im Netz da mehr zu finden ?
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Hab nochmal 2 Fragen zum Modell bzw. zur Theorie

1. wenn ich anstatt der 3 und 12 Monats Performance die 1,3 und 6 Monats Performance bewerte,würde man bzw du trotzdem noch den 200 SMA hinzuziehen oder einen sagen wir 90 Tage SMA oder ähnliches wählen?

2. funktioniert das Modell bzw. vergleichbar Dual Momenrum Strategien auch wenn man stellvertretend für die einzelnen. Assetklassen / Branchen , Sektoren sofern es möglich ist, Einzelaktien statt ETFs nimmt? Hast du darüber was gelesen bzw wie schätzt du das ein.
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Okay: IWF, SPY und QQQ tracken dieselben Aktien, QQQ reicht. VUSTX und TIP ist ebenfalls dasselbe, einer reicht. DBC statt GSG geht länger zurück. So sollte es etwas besser werden. Im nächsten Schritt könnte man die SektorETFs in Augenschein nehmen. Die ergeben im Weltportfolio nur halb Sinn. 😁
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Sehr gut geschrieben und sehr interessantes Thema! @ccf
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Worüber/womit verwaltest du die Signale?
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Gelöschter Nutzer
2J.
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Gelöschter Nutzer
2J.
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