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Hab nochmal 2 Fragen zum Modell bzw. zur Theorie

1. wenn ich anstatt der 3 und 12 Monats Performance die 1,3 und 6 Monats Performance bewerte,würde man bzw du trotzdem noch den 200 SMA hinzuziehen oder einen sagen wir 90 Tage SMA oder ähnliches wählen?

2. funktioniert das Modell bzw. vergleichbar Dual Momenrum Strategien auch wenn man stellvertretend für die einzelnen. Assetklassen / Branchen , Sektoren sofern es möglich ist, Einzelaktien statt ETFs nimmt? Hast du darüber was gelesen bzw wie schätzt du das ein.
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@Krush82 1. Kommt auf die spezifische Assetallokation an, jede hat andere Eigenschaften. Aber generell lässt sich sagen, dass eine Verkürzung der Intervalle (1 3 6 Monate, SMA90, wöchentliches Handeln) die Handelsfrequenz nach oben bringt, aber nicht unbedingt die Performance oder die Sharpe-Ratio. Letztlich beantworten diese Fragen nur Backtests.
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@Krush82 2. Es gibt Versuche, Dual Momentum auf Einzelaktien anzuwenden. Aber die sind meist komplexer mit Zusatzregeln und einer sehr ausgewählten Anzahl Aktien. Overfitting des Modells ist hier eine echte Gefahr.

Generell lässt sich sagen, dass Dual Momentum Modelle besser mit Indizes funktionieren, da diese eine geringere Vola haben und weniger Fehlsignale liefern. Was man will, sind stetig steigende oder fallende Assets. Dann funktioniert Momentum am besten.

Was man vielleicht machen kann, ist bei EinzelaktienInvestments Dual Momentum als Filter einzusetzen. D. h. wenn man in eine Branche, z. B. KI oder Goldminen, einsteigen will, erstellt man eine Liste der fundamental interessantesten 20 Aktien. Dann erstellt man eine Regel, z. B. Kauf der 3 momentumstärksten Aktien über SMA200 zum Monatswechsel. Alternativ nimmt man den zugrundeliegenden Index als Signalasset. Damit dürfte man die stärksten Werte im Boom erwischen und beim Trendwechsel rechtzeitig den Absprung schaffen.
Vielleicht stelle ich mal so eine Strategie mit Uranaktien oder Goldstreamern hier vor. Die Sektoren kenne ich ein wenig.
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@Epi würde mich freuen und finds definitiv interessant. Evtl bastel ich mir mal da was zusammen und teste das einfach mal so nebenbei in einem Musterdepot.
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@Epi was ich auch überleg / darüber nachdenke ob man auch eine Momentum Strategie für sein bestehendes Aktiendepot anwenden kann. Hintergrund ist, wenn ich sowieso mtl Sparpläne für die bestehende Aktien ausführe, warum dann nicht auf Momentum Basis?? Also immer die 1-3 Aktien kaufen, die am besten gelaufen sind auf 1+3+6 Monats Sicht. Was meinst du dazu?
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@Epi wieso müsste ich bei der 1,3,6 M und SMA 99 wöchentlich handeln ?
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@Krush82 Musst du nicht, ist nur der dritte Faktor, den du zeitlich enger stellen kannst.
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@Krush82 Dein Vorschlag, die besten 1-3 Aktien auf 136 Monate zu kaufen, ist ein klassischer Relatives Momentum Ansatz. Die Lücke dieses Systems wäre, dass es auch dann in den Top3 investiert ist, wenn der gesamte Markt oder Sektor fällt. Um diesen Fall zu verhindern, bräuchtest du eine Signallinie, die dir sagt, wann du ganz aussteigst. Kannst du über einen SMA machen oder ein Signalasset, z. B. Sektorindex oder Marktindex.
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@Epi ich weiß dass es nur ein Ansatz des eigentlichen Modells sein würde und mir auch nicht alle Vorteile bringen würde, wie du sagst, im Bärenmarkt oder ähnliches wäre ich trotzdem investiert. Mitt ca 10 Einzelaktien wäre ich sowieso immer voll investiert. Das einzige was mit der Momentum Ansatz bringen würde, dass er mir vorgibt wo ich jeden Monat die feste Summe x im Nachköufe stecken würde.
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@Krush82 Das kannst du ruhig versuchen. Kann aber auch nach hinten losgehen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass in Aufwärtsphasen eines Sektors das Geld zwischen den Sektoraktien hin und her fließt. Was in einem Monat gut läuft, hängt im nächsten hinterher. Ein Momentumansatz wäre da kontraproduktiv.
Es kommt natürlich auf die Einzelaktien und deren Korrelationen an, aber ich vermute, dass du im Durchschnitt mit einfachem Besparen besser fährst als mit deinem vorgeschlagenen Ansatz. Aber Genaues kann man so allgemein eh nicht sagen.
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@Epi hab gestern Abend mal ein bisschen mit den backtest und den einzelnen Assets rumgespielt. Hatte das Gefühl dass zu viel Diversifikation S&p 500, mid Caps, small caps Euro, EM IMI, plus verschiedene Bonds und Commodities definitiv das CAGR nach unten gedrückt haben. Zumindest bei den Zeiträumen die ich gewählt habe. Scheint so als ob weniger mehr ist. Hast du die gleichen Erfahrungen gemacht oder wie kommst du auf deine allokation?