Nvidia hat am 1. Juli ein neues Partnerschaftsmodell für Neoclouds (spezialisierte GPU-Cloud-Anbieter) vorgestellt: Nvidia agiert als finanzieller Backstop (Absicherung) und verpflichtet sich, ungenutzte GPU-Kapazität zu einem festen Preis zurückzumieten. Im Gegenzug erhält Nvidia neben dem Hardware-Umsatz eine Beteiligung am Cloud-Umsatz der Partner.
- Erste Partner: Firmus (170.000 GPUs in Indonesien) und Sharon AI (40.000 GB300-GPUs)
- Vorläufer: ähnliche Deals mit $CRWV (-2,45 %) (6,3 Mrd. $, 2025) und Lambda (1,5 Mrd. $)
$NBIS (+0 %)$USCTF (-1,54 %)$CIFR (-7,11 %)$WULF (-4,27 %)$APLD (-5,09 %)$KEEL (-1,38 %)$CORZ (-3,48 %)$HIVE (-2,64 %)$BTDR (+8,72 %)$CLSK (-4,47 %)$MARA (+1,68 %)$HUT (-8,1 %)$RIOT (-5,4 %)
$IREN (-1,37 %) wurde bislang nicht als Teilnehmer genannt – hat aber seit Mai eine strategische Partnerschaft mit Nvidia über bis zu 5 GW AI-Infrastruktur, einen 3,4-Mrd.-$-Cloud-Vertrag und Nvidia hält das Recht, für bis zu 2,1 Mrd. IREN-Aktien zu kaufen.
Der Einstieg in dieses Modell wirkt sehr naheliegend, da IREN extrem hohe Investitionskosten (>100 Mrd. $) benötigen wird, die gesamte Pipeline auszubauen.
Dies wäre aus meiner Sicht kurz- bis mittelfristig sehr positiv.
Das größte Risiko bei $IREN (-1,37 %) und anderen Neocloud-Anbietern ist nicht die Nachfrage, sondern die Finanzierung der milliardenschweren Ausbaupläne. Ein Backstop von Nvidia würde genau dieses Risiko entschärfen: Banken vergeben Kredite deutlich leichter, wenn der weltgrößte Chipkonzern die Auslastung absichert – das würde erhebliche Sicherheit und günstigere, quasi risikoärmere Finanzierung bringen. Die Umsatzbeteiligung würde jedoch direkt auf die Gewinnmarge wirken. Langfristig würden Unternehmen damit einen Teil ihres Gesamtpotenzials an Nvidia abgeben – man tausche also langfristige Profitabilität gegen mittelfristige Sicherheit.