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Depotumbau? 😊

Guten Abend getquin-Community,


anfangs erstmal etwas zu mir:

Ich bin 25 Jahre alt und investiere seit 2,5 Jahren. Ich bin momentan in einer Ausbildung zum technischen Produktdesigner weil mir mein alter Beruf einfach nicht mehr gefallen hat. Im Bezug auf dessen ist meine Sparrate pro Monat bei „nur“ ca. 400€. In 1,5 Jahren bin ich allerdings ausgelernt und meine Sparrate wird sich erhöhen.


nun zu meinem Problem:

Ich habe ein - meiner Meinung nach - (sehr) anfälliges Depot, wo etwas Zockerei dabei ist. Vielleicht liegt das daran, dass ich denke, dass ich mit wenig Sparrate pro Monat viel herausholen will. Bis jetzt ist allerdings noch nichts so wirklich schiefgelaufen. Jedenfalls bin ich mit den ausgewählten Firmen auf lange Sicht zufrieden. Trotz alle dem lässt mich der Gedanke nicht los, einfach stur in 2 ETF‘s und weiterhin in Bitcoin zu investieren. Das würde mein inneres Ich weniger stressen und ich kann meinen Sparplan einfach laufen lassen.


Wie würdet ihr die Sache angehen? Weiterhin auf das aktuelle Depot setzen und bei Dips nachkaufen? Wie ist überhaupt eure Meinung zu meinem aktuellen Depot? Denkt ihr ich fahre mit 2x ETF ($IWDA (+0,97 %) & $EIMI) (+2,04 %) und 1x $BTC (+0,92 %) besser?


Im Anhang mein aktuelles Depot.


Ich freue mich auf jeden Kommentar und bin dankbar, wenn ihr mir bei meiner Entscheidung helfen könnt!😊🐍☝🏼

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26 Kommentare

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Auf lange Sicht ist es sehr schwer den MSCI World zu schlagen. Viele haben es versucht, wenig ist es gelungen.

Langweilig ist manchmal besser, auf lange Sicht fährst du wahrscheinlich mit einem 70/30 oder 100% all World besser.

Da du aber schon angefangen hast könntest du dir überlegene deine Microsoft, MC Donald und Allianz Aktien zu verkaufen und in einen oder mehrere ETFs zu stecken. Also quasi der Core. Als Satelliten kannst du dann spekulative Aktien wie Xiaomi, Iren und Novo Nordisk beimischen. Habe auch alle drei im Depot. Bitcoin genauso.

Aber wie gesagt, langweilig ist meistens besser.

Du kannst auch einen all World besparen und den Nasdaq100 beimischen, es gibt mehrere Möglichkeiten.

Wichtig dabei ist es sich eine Strategie zu überlegen: wann Steige ich aus, wann kaufe ich nach, wie lange ist mein Anlage Horizont usw...
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@SchmonInvest ja, dem kann ich nur zustimmen. Alternative zum nasdaq wäre ggf. auch der World Momentum, wenn du dein US Exposure reduzieren willst. Aber grundsätzlich spricht nichts gegen einen All World / World + kleinem, je nach Risikobereitschaft, Renditebooster. Weniger ist mehr. 😉
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@SchmonInvest das Problem beim versuchen den MSCI world zu schlagen, ist nicht der Versuch an sich sondern das WIE es die meisten versuchen! Es könnten deutlich mehr Investoren den msci world schlagen, aber die meisten gehen mit dem falschen Ansatz ran
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@SchmonInvest 70/30 or all world which one you prefer and why? thanks
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@Krush82 im Nachhinein ist man immer schlauer. Wie ist dein Ansatz?
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@SchmonInvest Danke dir für den ausführlichen Kommentar!!
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@SchmonInvest mein Ansatz , ist der fokussierte Momentum Ansatz
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@Krush82 Was hältst du von Momentum ETF's?
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@SchmonInvest nicht besonders viel, weswegen ich meine eigene Strategie entwickelt habe
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@Krush82 und was hältst du von Krypto?
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@SchmonInvest als Beimischung völlig ok - seh da aber in naher Zukunft nicht mehr die Outperformance vergangener Tage
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Das eine ist die Frage, zu welchem Risiko du den Weltmarkt schlagen würdest? Die nächste Frage: Zuverlässig über einen langen Zeitraum (> 15 Jahre)?

Möglichkeiten gibt es viele, allerdings bezweifel ich sehr, dass du innerhalb des Aktienuniversums bei gleichem Risiko den Weltmarkt schlagen kannst. Die Korrelation innerhalb der Aktien ist so groß ...

Die andere Frage: Musst du ihn denn unbedingt schlagen? Die meisten werden vermögend, nicht weil sie unfassbare Renditen geschafft haben, sondern diszipliniert über einen langen Zeitraum dabei waren. Der größte Hebel bei deinem Vermögenspool bist du selbst! Dein Humankapital steigern, ergo nach der Ausbildung weiterbilden, mehr Gehalt, ... Das sind deine Hebel. Ob du die Aktie A nimmst und die zu 0,8 zum Weltmarkt korreliert. Das wird es nicht herausreißen, eher dein Risiko erhöhen (Einzelwertrisiko). Wenn du wirklich einen Top Pick hast, war es eher Glück als Können.

Das nächste: Wie viel Zeit willst du investieren? Deine investierte Zeit müsstest du mit deinem Stundensatz multiplizieren und von der Überrendite einer Aktie (im Vergleich zum Weltmarkt) abziehen, sozusagen als Kosten aufgrund Arbeitsaufwand: Recherche, Auswahl, Verfolgen ... Andernfalls ist es ein Hobby und wird dich eher Geld kosten. Studien zeigen, dass 2/3 aller Anleger bei der Wahl von Einzelaktien den Markt systematisch underperformen - Studie ist zu Aktien aus dem S&P500 und im Vergleich zum S&P500. Die Fakten sprechen gegen dich.
Um den Markt zu schlagen, bedarf es Strategien welche nicht auf "Buy&Hold" von irgendwelchen Einzelwerten basiert und Aufmerksamkeit verlangen. Das ist dann mit Arbeit verbunden.

Gleich wird Epi um's Eck kommen, und in allen Punkten widersprechen 😂
Er verfolgt eine ganz andere Strategie (Momentum-Strategie?) mit verschiedenen Assets die er anhand von Kennzahlen zueinander gewichtet und je nach Marktsituation anhand von Kennwerten ggfs. täglich prüft und auch ggfs. nach kurzer Zeit umschichtet.

Die Frage, die du dir also stellen willst: Bin ich übermütig und denke ich gehöre zu den 1/3, die dauerhaft den Markt schlagen? Wie viel Zeit möchte ich investieren? Welches Risiko ist es mir wert?
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@MoneyISnotREAL Danke dir für deinen Kommentar!!
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@MedusaFi Gerne! Das bedeutet keinesfalls, dass du dich damit nicht beschäftigen sollst oder ausprobieren. Einfach nur ein paar Gedanken eines fremden Menschen aus dem Internet. ✌️

Hier auf getquin gibt es viele sehr lesenswerte und wissenswerte Beiträge einiger Mitglieder!
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@MoneyISnotREAL ich bin zwar nicht epi, aber muss natürlich trotzdem widersprechen 😅 die Umsetzung der Strategie betrlgt ca 15 Minuten pro Monat. Es muss nicht täglich geprüft bzw gehandelt werden
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Die Positionen sind an sich nicht verkehrt. Ich würde trotzdem aber empfehlen für die 400€ jetzt einfach eine Sparrate auf ETFs und Bitcoin aufzusetzen. Wenn die Sparrate in Zukunft steigen sollte, kann das zusätzliche Geld ja zum Teil auch wieder in die bisherigen Positionen z.B. fließen.
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Ich finde natürlich gemäss meines User Namens langweilig= totlangweilig. Daher käme eine Anlage in nur 2 ETF für mich auf keinen Fall in Frage. Ich habe aber auch keine Angst vor grosser Volatilität. Ich gehe hohes Risiko und traue mir zu auch langfristig den MSCI World zu schlagen.
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Ich würde die Positionen laufen lassen und ab sofort die Sparrate voll in einen $SPYI laufen lassen.
Dann hast du aus beiden Welten etwas und der ETF wird größer und größer.
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@Wealth-Accelerator hört sich auch gut an
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@MedusaFi ich mag 1 ETF Lösungen, da denkt man nicht viel nach und buttert rein.
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@Wealth-Accelerator hat seinen Charle. Dann muss man sich nicht mehr damit auseinandersetzen, wie man investiert, sondern nur noch wie viel.
Ist für mich die beste Lösung für jeden, der besseres zu tun hat, als Finanzmarkttheorie zu schmökern oder regelmäßig rebalancing zu betreiben. Und das sind eigentlich die meisten von uns. Manche wollen das nur nicht wahrhaben. Eigentlich sollte man sich danach aus diesem Forum abmelden, um sich vom Rauschen nicht irritieren zu lassen 😂
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@SchlaubiSchlumpf oder es macht einem Spaß anderen Menschen an den eigenen Erfahrungen teilhaben zu lassen, um sie eine kürzere Periode auf Abwegen laufen zu lassen 😅
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Das schöne ist, mit dem Alter, darf man noch Fehler machen. Heißt aber natürlich nicht, dass man sie machen muss. Wenn du Bock hast was zu riskieren mit dem hohen Potenzial für Fehler, dann mach weiter. Größere upside, größere Downside. Der Erwartungswert wird ähnlich sein, tendenziell schlechter, wie bei einem marktbreiten Index. Die Wahrscheinlichkeit bei -50% zu landen könnte bei deinem Depot größer sein, als im ACWI.

Das Problem ist, dass das Risiko von Einzelwerten kein strukturiert Prämierter Risikofaktor ist. Das heißt Einzelwerte unterliegen keinen strukturellen Renditevorteil, fügen aber strukturelle Risiken hinzu. Was sie dir aber bringen, sind strukturell zufällige Abweichungen nach oben und unten vom Gesamtmarkt. Wenn du diese möchtest und die zusätzlichen Risiken in Kauf nimmst, nimm Einzelwerte.
Wenn du so viele Risiken wie möglich eliminieren möchtest, aber an der Market-Premium (hier fehlt mir der deutsche Begriff) teilnehmen möchtest, ist eine breite Streuung über ETFs vermutlich the way to go.
Einzelwerte haben aus meiner Sicht immer ein bisschen gambling Faktor. Auch wenn mir vermutlich einige widersprechen.
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