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Absicherung gut gelaufener Titel

Mich beschäftigt seit meinem $SAP (-0,94 %) - Distaster immer wieder die Frage, wie man mit gut gelaufenen soliden Aktien umgeht und wie man die Gewinne sichern kann, wenn man eigentlich an das Unternehmen glaubt und deshalb nicht verkauft und eine Buy and Hold-Strategie verfolgt.


Ich war mit SAP bei +120% und habe dann bei 280 nicht verkauft, weil es ja so gut lief. Nach dem Rücksetzer auf 240 € dachte ich, jetzt verkaufe ich auch nicht mehr, das geht schon wieder hoch. Und jetzt sind wir bei 140 Euro :-(


Wie macht Ihr das bei gut gelaufenen Titeln, an die Ihr eigentlich glaubt udn die Ihr behalten wollt? Ich habe z.B. $ALV (+1 %) + 90% und möchte die nicht verkaufen, weil es eien solide Aktie ist. Aber wer weiß, vielleicht gibt es irgendwas unvorhergesehenes und dann ist der Gewinn weg. Z.B. bei $NOVO B (+3,6 %) haben ja wahrscheinlich auch viele den Ausstieg verpasst und sind jetzt bei 25% des Höchstkurses.


Habt Ihr dafür eine Idee? Ich kann zeitlich nicht jeden Tag jede Meldung über jede Aktie checken und auswerten bzw. ich würde dann sicher die falsche Entscheidung treffen. Einfach über S/L kann dann natürlich auch den Verkauf bei einem kurzfristigen Rückgang bedeuten, der vielleicht sogar intraday wieder aufgeholt wird. Und natürlich die Frage, wo setzt man den S/L?


Ich danke Euch sehr für Eure Hilfe!

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31 Kommentare

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Genau deswegen bespare ich nur noch ETFs weil man entweder zu früh oder zu spät aussteigt…
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@JP512 Das ist schön für Dich, geht aber am Thema vorbei 😋
@BeachPlease bitte lerne zu lesen und zu verstehen. Da er dafür keine Lösung hat, hat er sich entschieden ETFs zu besparen
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@Pacco93 Lerne zu lesen...pff 🤣
Hilft dem OP halt nicht weiter, der wissen möchte wie er eine Position, die er halten möchte, weil er vom Unternehmen überzeugt ist, absichern kann. Einfach lassen und ETFs zu besparen ist nicht wirklich ein Lösungsvorschlag, sondern eine komplett andere Strategie.
Das sollte doch nun wirklich nicht so schwer zu verstehen sein, oder wo klemmt's da gerade?
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@BeachPlease kann jeder machen wie er möchte aber so ist definitiv entspannter und laut den Statistiken underperformen die meisten den Markt genau deswegen👍
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@JP512 Ok, vielleicht eine Analogie: OP möchte Vollzeit arbeiten und fragt sich wie er das mit Haushalt und Kindern unter einen Hut bringen kann. Da schlägst Du vor, doch einfach Teilzeit zu arbeiten, das sei definitiv entspannter. Hä? 🤣
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@BeachPlease vllt wollte er die Person zum nachdenken anregen, damit diese verschiedene Blickwinkel auf die Situation hat? Nur weil du engstirnig bist, müssen es andere nicht auch sein 😕
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@BeachPlease und an diesem Äpfel-Birnenvergleich erkennt man direkt Personen, die keine zweiten Meinung akzeptieren können
@JP512 gibt dir keine Mühe, das verstehen manche Leute nicht.Die sind so unzufrieden mit ihrem Leben dass sie nicht über ihren kleinen Tellerrand hinaus schauen können 😂
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@Pacco93 ach alles gut. Aber ich denke auch genau aus diesem Grund schreiben sehr wenig Leute etwas unter die Beiträge… Endet oft in einer Diskussion😅
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Gängige Praxis sind wohl Trailing Stop Loss der automatisch mitzieht immer x% unter dem höchstkurs.

Vor kurzfristigen news bedingten abstürzen kannst du dich sonst kaum schützen.

Würdr vor einem Kauf festlegen was ein stop ist. Ansonsten immer bei den quartalszeilen einmal neu den investment case evaluieren. Position Sizing ist ebenfalls bereits ein Schutz sodass der Effekt einzelner Aktien nicht so groß wird.

Ansonsten genau wie du dir einen stop% setzt auch festlegen bei welcher Überbewertung du Teilverkäufe in welcher Höhe machen willst

Generell sind Emotionen mMn das Haupt-Thema. Regeln müssen VOR dem Invest gesetzt werden, nicht mittendrin. Wenn man wie bei deinem SAP 120% sieht, setzt das Gier frei. Wenn man dann auf 240 fällt, setzt das Verlustaversion ein. Beides macht die Entscheidung schlechter. Wer keine vordefinierten Regeln hat, entscheidet emotional – immer.

Wenn du jetzt gerade diesen psychologischen Druck bei ALV spürst Verkauf einfach einen Teil ;-)
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@tom_finance Wie viel würdest Du den Trailing S/L unter den aktuellen Kurs setzen, wenn dieser bspw. gerade ATH ist? Immer 10% oder individuell?
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@IronEagle Ich setze die immer individuell, je nach Vola der Aktie.
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Bei einer buy and hold Strategie sollte der Kurs eher zweitrangig sein da du die Aktien ja eh langfristig/ewig halten möchtest. Bei Rücksetzern bietet sich da eher ein Nachkauf dann an solange du immer noch von der buy and hold Position überzeugt bist. Wenn du von vornherein auf Gewinnmaximierung ausgelegt bist würde ich sagen dass die klassische buy and hold Strategie nicht zu dir passt.
Wenn du mit dem Kauf schon ein Ausstiegskurs festlegst (wie es @tom_finance sagte) wirst du mir schon sicherlich auch recht geben dass buy and hold nicht stimmig ist.
Frag dich ob du wirklich b&h verfolgst oder eher bh&c (buy, hold and Check) machst. Da würde ich dir raten krieterien festzulegen wann du aussteigst und das dann in bestimmten Abständen kontrollierst ob dies gegeben ist. Hier wären das stop-Kurse ggf. ein Mittel. Hat u.U. das Problem, dass der Verkauf auslöst und danach wieder der Kurs steigt und du wieder teurer mit weniger Kapital einsteigst da zusätzlich Steuern angefallen sind.
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@Dividenden-Sammler Valide Ergänzung - nur das keine Verwirrung entsteht ich mache nichts davon, weder Trailing Stop noch Ausstiegskurse :D Hatte nur mal aufgezählt was theoretisch so gemacht wird.

Ich finde aber auch dass man als Buy & Hold Investor (Definitionssache) nicht endlos an Unternehmen festhalten sollte. Der Check Part ist essenziell - ein Investment Case sollte schon auch existieren^^
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Kleines 1:1 des spekulativen Invests:
Gewinne laufen lassen. 10 % Stop jedes Jahr hochziehen.
Verluste begrenzen -30 %
Keine Emotionale Gedanken.
Ist dein Geld - das wollen andere auch.
Aber kann dich trösten passiert Jedem, Anfangs öfters später seltener.
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@Smudeo Spekulativ ist bei DAX-Aktien relativ :-) Die Frage ist, wie ziehst Du den Stop jedes Jahr 10% hoch? Am Jahresanfang? Wenn die Aktie dann ins Laufen kommt, ist der S/L sehr niedrig und sichert auch nicht viel ab. Wo hättest Du bspw. bei $SAP den S/L gesetzt (ohne den Chartverluf weiter zu kennen :-) - Im Februar 2025 sah es nach der besten europäischen Aktie aus)?
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@IronEagle 10% EK, Also wenn ich 2020 einen Wert bei 100 kaufe im Jahr mein Stop auf 110 in 2026 auf 160 Eur.
Also 10% jedes Jahr von meinem EK. Somit habe ich einenRendite meines Investments 10% jährlich.
Muss jeder selbst mit sich vereinbaren, ich bin bei 10% zufrieden.
Gewinne absichern - gibt Werte da wurde ich (leider) ausgestoppt aber dann auch weiter gefallen sind.
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Ich sehe $SAP und $NOVO B jetzt als zwei unterschiedliche Konzepte:

$SAP als etabliertes Unternehmen wird auch schon aufgrund der breiten Nutzung in der Wirtschaft langfristig positiv bewertet, auch wenn zurzeit der Softwareabverkauf bezüglich KI negativ einwirkt. Ich habe hier nach meinem
Einstieg um 170 Euro bei 140 nochmals nachgekauft. Einen Stoploss würde ich hier nicht empfehlen.

$NOVO B habe ich selber nicht, mein Beispiel hierzu wäre $IRE . Ich war hier im Oktober 80% im Plus und mittlerweile wieder-20%.
Nachträglich hätte ich hier aufgrund der Volatilität einen Dynamische Stoploss gesetzt sodass nach beispielsweise 10% Verlust automatisch verkauft würde.

Sogesehen gibt es hier kein Universalrezept und auch die Regel Verluste begrenzen/Gewinne laufen lassen habe ich auch für mich etwas in Frage gestellt. Wenn du langfristig an die Firma glaubst und sie bereits etabliert ist macht es Sinn laufen zu lassen.
Bei Hypeaktien mit hoher Volatilität sollte man sich jedoch bewusst sein, dass es auch stark ins Negative kann wenn der Hype vorbei ist.

Stoploss kannst du bei deinem Broker entweder direkt beim Kauf setzen, so wie Limit Order oder Markt. Oder bei Saxo kann ich die
Position nachträglich bearbeiten, mache ich zurzeit bei meinem Limitorder für Silber den ich jetzt auf 50 sFr gesetzt habe.

Soweit meine Meinung, liebe Grüsse und weiterhin viel Erfolg!
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Deine Watchlist ist wahrscheinlich zu klein :) Ich habe ca. 300 Assets generell unter Beobachtung und momentan ca. 40 Einstiegsszenarien, wobei sich der Aufwand auf ca. eine halbe Stunde täglich beschränkt.
Der Schlüssel ist aus meiner Sicht VOR dem Einstieg den Ausstieg zu planen, d.h. konkret einen Take-Profit zu setzen, z.B. anhand von Fibonacci Extensions oder mittleren Kurszielen. Und dann einfach laufen lassen, nicht mehr rumfummeln.
Und noch was: Es geht immer nur um Wahrscheinlichkeiten und Gewinne mitzunehmen ist nie falsch, wenn man Alternativen sieht. Es hätte mehr Rendite sein können? Drauf gesch... - Dein Cash steckt schon wieder in einem Asset, dessen Uptrend wahrscheinlicher ist.
Wenn Du hodln willst, würde ich das Asset im Zweifel shorten, um die Position zu stabilisieren.
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@BeachPlease you helped me a ton with my asml position couple months ago, same advice. thanks mate
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@emppsb I don't remember, but you're welcome buddy 😄
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Don’t be afraid to take profits. I was in the same situation with $ASML I sold half of my position and let the other half run. Taking profits is always a good decision in my opinion, even when there’s a chance of further upside. At the end of the day, you need to feel comfortable with your position.
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Wenn du Positionen hast, die sehr gut gelaufen sind und Du über einen Ausstieg nachdenkst, Teilverkauf und Einsatz rausnehmen inkl. Steuern. Die verbleibenden Gewinne lässt du einfach laufen. Die können sich zwar reduzieren wenn die Aktie deutlich fällt, wären aber nur weg, wenn der Laden pleite geht. Wäre eine Möglichkeit bei der Allianz. Wenn Du eine gute Alternative bzw. Ergänzung hast, dann kannst du das freie Kapital dort investieren. Aber ärgere dich im Nachgang nicht, wenn die Allianz durch die Decke geht. Das ist fast genauso schlimm wie bei SAP
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Ich verwende die Positionsgröße im Portfolio als Orientierung. Wenn ein Kurs stark gestiegen ist und eine bestimmte Größe überschreitet reduziere ich die Position. Es gab mal einen schönen Artikel von @Liebesspieler zum Thema Positionsgrößen und auch einen zu Gewinnmitnahmen
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Der Punkt mit der Positionsgröße den @Isus01 nennt ist schon ein guter Richtwert.
Ich persönlich nehme irgendwann den Einsatz + Steuern und ggf. je nach Gewinn noch etwas mehr raus und schichte es in meinen Core MSCI World um oder investiere einen Teil in ein neues „spannendes“ Asset.
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Vielen Dank für die Einschätzungen! Ist immer schwierig, über Jahre zu sagen, wann man aussteigen möchte/sollte. Bei Bayer z.B. hatte ich keine Chance mehr gesehen und bin bei 24 Euro mit hohen Verlusten ausgestiegen - jezt sind wir bei 40 Euro. Die Frage ist halt immer, wie lange sollte man Geduld beweisen. Aber ich werde doch ein bißchen mit Teilverkäufen oder Trailing S/L arbeiten. Beim Teilverkauf weiß man natürlich auch nie, ob man den Verkaufserlös dann in eine schlechtere Aktie investiert. Wobei ich Aktien ohnehin weniger kaufen werde und mehr ETFs, bei denen ich das Problem nicht haben sollte (außer bei Themen-ETFs, wie man bei Goldminen-ETFs nach Kriegsbeginn gesehen hat. Da wäre ein Verkauf auch nict verkehrt gewesen, um dann billig nachzukaufen.
Gewinne lass laufen. Oder geh direkt zu $IWDA und vergiß die Börse.
@fund_navigator_elshq Aber wie lange lasse ich die Gewine laufen? Also Einsatz rausnehmen und den Rest lassen? Oder absichern mit Stop/Loss?
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