Ich habe singenden Gedanken bekommen. Mal angenommen die ganze zollgeschichte findet ein Ende und die US Aktien und der restliche Markt erholen sich, gibt es nicht denn erst recht einen Grund in Europa zu investieren da alles was passiert ja auch Einfluss darauf nimmt das Firmen in der EU vielleicht in Zukunft auch lieber in Europa investieren? Sehe ich das richtig oder falsch? Was sind eure Gedanken

Vanguard FTSE Developed Europe ETF D
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Diskussion über VEUR
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14Weltportfolio: VWRL vs 6 ETF Depot
Ziel: Ein global diversifiziertes Depot per Sparplan
Option 1:
Alles in den $VWRL (-3,44 %)
Option 2:
50% $VUSA (-3,14 %)
15% $EIMI (-0,01 %)
15% $VEUR (-1,59 %)
10% $WSML (-4,39 %)
Was meint ihr?
Option 1 wäre der simplere Ansatz. Kein Rebalancing. Außerplanmäßige Zu- oder Verkäufe mit einem ETF einfacher und gebührenfreundlicher.
Option 2 ermöglicht mehr Kontrolle hinsichtlich Gewichtung, sodass ich den US Anteil gegenüber dem $VWRL (-3,44 %) von 62% auf 45-50% reduzieren könnte. Weiterhin wäre es in Option 2 möglich je nach Marktzyklus auch mal den S&P 500 gegen Nasdaq oder Amumbo zu tauschen um mehr Performance rauszuholen ohne das Risiko einer US Übergewichtung.
Crash-Warnsignale & die beste Strategie: Was sagt uns die Vergangenheit?
„Soll ich jetzt verkaufen? Oder lieber abwarten und weiter investieren?“
Schon seit über 100 Jahren gibt es immer wieder Marktphasen, in denen sich Investoren genau diese Fragen stellen. Und tatsächlich: Es gibt einige Crash-Indikatoren, die in der Vergangenheit vor großen Einbrüchen gewarnt haben. Doch wie zuverlässig sind diese Signale? Und noch wichtiger: Welche Strategie hat sich historisch am besten bewährt?
Sollte man alles auf einmal investieren (Lump Sum), den Einstieg über Dollar-Cost-Averaging (DCA) strecken oder versuchen, mit Market Timing das Schlimmste zu umgehen? Wir werfen einen Blick auf die Daten der letzten Jahrzehnte und klären, welche Strategie langfristig wirklich die Nase vorn hatte.
Dieser Artikel richtet sich vor allem an Investment-Neulinge, aber vielleicht ist auch für alte Hasen noch etwas Interessantes dabei! 🚀
Wichtig: Dies ist natürlich keine Anlageberatung.
📍Historische Marktindikatoren vor Einbrüchen
📶 1. Buffett-Indikator (Marktkapitalisierung zu BIP):
Dieser von Warren Buffett populär gemachte Indikator vergleicht den Gesamtwert des Aktienmarktes mit der Wirtschaftsleistung.
Werte über 100% gelten als Überbewertungssignal; tatsächlich lag der Indikator vor mehreren großen Einbrüchen auf hohen Niveaus. Eine Analyse von 21 Marktabschwüngen seit 1950 ergab, dass der Buffett-Indikator vor rund 50% der großen Abschwünge (Def. >10% Rückgang) Warnsignale lieferte. Bei den stärksten Übertreibungen (über ~120% Marktkap./BIP) trat ein Abschwung im Schnitt 24 Monate später ein.
Ein hoher Buffett-Indikator deutet auf ein überbewertetes Marktumfeld hin, jedoch kann der Markt lange überbewertet bleiben, bevor er korrigiert.
🚨 Aktuell: Laut Daten von Advisor Perspectives lag der Buffett-Indikator im Januar 2025 bei 205,1 %, was auf eine erhebliche Überbewertung des Marktes hindeutet.
📶 2. Shiller-KGV (CAPE-Ratio):
Das zyklisch adjustierte KGV nach Robert Shiller misst das Kurs/Gewinn-Verhältnis auf Basis 10-jähriger, inflationsbereinigter Gewinne.
Extrem hohe CAPE-Werte traten 1929, 2000 und 2007 auf – allesamt Vorläufer schwacher Renditephasen. Studien zeigen, dass hohe CAPE-Werte tendenziell niedrige Durchschnittsrenditen in den folgenden 10 Jahren bedeuten. In einer Auswertung von 21 großen Marktkorrekturen seit 1950 lieferte das CAPE in 10 Fällen Warnsignale, indem es sein langjähriges Mittel deutlich überstieg. Beispielsweise erreichte das Shiller-KGV 1929 (~32) und 1999 (~44) historische Extreme und es folgten ein Crash bzw. eine Dekade mit mageren Renditen.
Ein extremes Shiller-KGV signalisiert Überbewertung und geringe Zukunftsreturns, jedoch ist das Timing unscharf – hohe Werte können Jahre vor einem Crash auftreten.
🚨 Aktuell: Im Februar 2025 erreichte das Shiller-KGV einen Wert von 37,96, was deutlich über dem historischen Durchschnitt liegt. Solch hohe Werte wurden in der Vergangenheit oft vor größeren Marktkorrekturen beobachtet.
📶 3. Zinskurveninversionen:
Eine invertierte Zinskurve (Kurzfristzinsen höher als Langfristzinsen) gilt als verlässlicher Rezessionsindikator.
Jede US-Rezession seit 1955 wurde von einer inversen Zinskurve angekündigt, meist mit 6–18 Monaten Vorlauf. Für Aktienmärkte ist das Signal weniger direkt: Oft steigen Aktien nach der Inversion noch eine Weile weiter. Beispielsweise kehrte die 2J/10J-Rendite 2006 ins Negative, und der S&P 500 erreichte erst Ende 2007 seinen Höchststand. Im Durchschnitt lag der S&P 500 ein Jahr nach einer 2–10-Inversion noch 12% im Plus, bevor er später nachgab. Historisch ging in ca. 6 von 13 Fällen seit 1976 eine 10J-2J-Inversion einem größeren Kursrückgang voraus.
Inverse Zinskurven signalisieren wirtschaftliche Abschwächung – ein Warnzeichen, aber kein exakter Timer für einen Aktiencrash (der oft erst mit Verzögerung einsetzt).
🚨 Aktuell: In den letzten Monaten hat sich die US-Zinskurve signifikant verändert. Laut einem Artikel vom Januar 2025 könnte der Zinssenkungszyklus der Federal Reserve bereits abgeschlossen sein, was das Ende der lang anhaltenden Zinskurveninversion signalisiert. Die Zinskurve liegt nun wieder knapp im positiven Bereich bei +0,06 %.
in der Vergangenheit folgte ein Marktcrash häufig nach dem Ende einer lang anhaltenden Zinskurveninversion, nicht unbedingt während der Inversion selbst. Das bedeutet: Die eigentliche Gefahr für den Aktienmarkt begann oft erst, wenn die Zinskurve wieder positiv wurde.
📶 4. Margin Debt (Wertpapierkredite):
Hohe oder schnell steigende Wertpapierkredite gelten als Zeichen für spekulative Exzesse.
Vor dem Platzen der Dotcom-Blase 2000 schoss die Margin Debt um über 80% in die Höhe; vor der Finanzkrise 2008 stieg sie um über 60%. Bemerkenswert: Margin Debt erreichte jeweils kurz vor den Aktienmarktgipfeln 2000 und 2007 ihren Höchststand. Sobald die Kreditsummen zu fallen begannen, folgte der Markteinbruch mit wenigen Monaten Verzögerung. Ebenso markierte das Tief der Margin Debt 2009 nahezu den Boden des S&P 500. Eine wissenschaftliche Studie untermauert dies: Ein Überschuss an verfügbarer Margin-Kreditlinie (“margin credit”) erwies sich als äußerst starker Prädiktor für künftige Tiefstände und outperformte andere Indikatoren in statistischen Tests.
Rasante Anstiege auf Rekordstände bei Wertpapierkrediten gehen oft mit Marktüberhitzung einher und haben historisch große Korrekturen angekündigt.
🚨 Aktuell: Im Januar 2025 erreichte die Margin Debt in den USA mit 937,25 Mrd. USD einen neuen Höchststand, was einem Anstieg von 4,24 % gegenüber dem Vormonat und 33,52 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass trotz einer Normalisierung der Zinskurve die erhöhte Margin Debt auf einen gesteigerten Risikoappetit der Anleger hinweist.
📶 5. Weitere Indikatoren:
Es gibt noch andere Kennzahlen, die Beobachter als Vorboten sehen.
Beispielsweise war das Tobin’s Q (Marktwert zu Wiederbeschaffungskosten der Unternehmen) vor Einbrüchen wie 2000 extrem hoch – ähnlich dem Buffett-Indikator.
Auch Gewinnrezessionen (rückläufige Unternehmensgewinne) können Warnsignale senden, da anhaltend negative Gewinnentwicklungen häufig in Rezessionen und Bärenmärkten auftreten.
Insgesamt zeigen alle diese Indikatoren eine Überbewertung oder wirtschaftliche Schwäche an, bevor große Einbrüche erfolgen.
❗ Wichtig: Keiner dieser Indikatoren ist perfekt. Viele Fehlalarme und lange Vorlaufzeiten erschweren ihre Nutzung für präzises Market Timing. Beispielsweise stand der Buffett-Indikator seit 2016 dauerhaft über 120%, ohne dass sofort ein Crash folgte; das Shiller-KGV blieb in den 2010er Jahren lange über dem historischen Schnitt, während der Markt dennoch weiter stieg. Indikatoren bieten also eher grobe Warnungen als genaue Crash-Vorhersagen.
📍Backtesting: Langfristige Anlagestrategien im Crash-Umfeld
Angenommen, Anleger erkennen solche Warnsignale – welche Anlagestrategie war historisch in den folgenden 10+ Jahren am erfolgreichsten?
Betrachten wir drei Ansätze für ein Investment in den S&P 500 (inflationsbereinigt, mit Dividenden reinvestiert):
- (A) Sofortige Einmalanlage (Lump Sum) – gesamtes Kapital sofort investieren, ungeachtet hoher Bewertungen oder Risiken.
- (B) Dollar-Cost-Averaging (DCA) über einen Zeitraum (z.B. 12 Monate) – Kapital wird in gleichen Teilbeträgen nach und nach investiert, um den Einstiegszeitpunkt zu streuen.
- (C) Market Timing/aussteigen und später einsteigen – bei Warnsignalen das Risiko reduzieren (z.B. in Cash oder Anleihen gehen) und erst nach einer Korrektur wieder einsteigen.
📈 Backtest-Ergebnisse:
Historische Analysen über viele Perioden zeigen, dass Strategie (A) – die Einmalanlage – meist die höchste langfristige Rendite erbrachte.
Grund ist simpel: Aktienmärkte steigen langfristig überwiegend, sodass Zeit im Markt belohnt wird. Eine Studie von Charles Schwab untersuchte 76 rollierende 20-Jahres-Zeiträume seit 1926 und fand, dass in 66 von 76 Fällen die sofortige Investition besser abschnitt als gestaffeltes Investment. Vanguard und Morgan Stanley kommen zu ähnlichen Ergebnissen: Lumpsum-Investments übertreffen DCA in ~2/3 der Fälle, insbesondere in Aufwärtsphasen. Der Renditevorsprung ist im Durchschnitt zwar moderat (z.B. im Schwab-Beispiel erzielte der Lumpsum-Anleger $135.471 vs. $134.856 beim DCA über 20 Jahre – ein Unterschied von nur $615), aber vorhanden.
✅ Fazit: Wer langfristig (10+ Jahre) investiert, fährt historisch leicht besser, wenn er nicht zögert, sondern so früh wie möglich voll investiert.
➕➖Vorteile und Nachteile von DCA:
Das gestaffelte Kaufen (B) hat vor allem psychologische und risikotechnische Vorteile in Crash-Szenarien. Tritt kurz nach dem ersten Investment ein Crash ein, hat der DCA-Anleger nur einen Teil investiert und kann zu günstigeren Kursen nachkaufen – er senkt den durchschnittlichen Einstiegspreis. Dieses Vorgehen mildert Verluste zu Beginn und kann die emotionale Belastung reduzieren. Im Beispiel würde DCA bei fallenden Kursen den Einstandskurs drücken. Allerdings kommt der Kompromiss: Sollten die Kurse nach dem Start weiter steigen, verpasst DCA mit den noch nicht investierten Mitteln Gewinne – der Durchschnittskosteneffekt führt dann zu höherem Durchschnittspreis und geringerem Endwert im Vergleich zur Einmalanlage. Über lange Zeiträume, in denen es statistisch mehr Aufwärts- als Abwärtsphasen gibt, hat DCA deshalb tendenziell etwas niedrigere Renditen.
✅ Fazit: DCA ist eine Risikostreuungs-Strategie für den Einstieg, kann aber langfristig etwas Performance kosten. Sie eignet sich, wenn ein Anleger sich mit sofortigem All-in unwohl fühlt oder Angst vor einem unmittelbar bevorstehenden Crash hat. Langfristig gesehen blieben DCA-Investoren aber meist knapp hinter Vollinvestoren zurück.
⏱️ Market Timing (temporäres Aussteigen):
Strategie (C) versucht, anhand von Indikatoren oder Prognosen den Markt zu timen – also vor dem Crash auszusteigen und später günstiger wieder einzusteigen.
👉 Theoretisch klingt das attraktiv: Hätte man jedes Mal vor großen Einbrüchen verkauft, wären die Renditen enorm. Tatsächlich hätte ein Anleger mit perfektem Timing (jedes Jahr entscheiden: 100% Aktien oder 100% Cash, je nachdem, ob ein Crash kommt) sein Vermögen 1926–2022 auf über 22 Millionen $ gesteigert (bei 10.000 $ Start), verglichen mit ~1 Million $ im Buy-and-Hold.
👉 Aber: Perfektes Timing ist in der Praxis unmöglich – und realistische Timing-Strategien haben historisch unterperformt. Eine Studie simulierte simple CAPE-basierte Timing-Regeln: Sowohl eine aggressive Timing-Strategie (bei hoher Bewertung in Put-Optionen absichern) als auch eine defensive (bei hoher Bewertung in Cash/Anleihen gehen) blieben im Zeitraum 1900–2018 deutlich hinter einer Buy-and-Hold-Strategie zurück.
📈 Konkret lag die Buy-and-Hold Rendite bei ~11,3% p.a., während beide Timing-Modelle weniger erzielten.
✅ Der Grund: Fehlsignale und verpasste Gewinnphasen.
Indikatoren schlagen oft zu früh Alarm oder manchmal auch falsch. Wer etwa 2015/2016 aufgrund hoher CAPE oder Buffett-Quote ausgestiegen wäre, dem entgingen die kräftigen Gewinne bis Ende 2021, bevor 2022 ein Abschwung kam.
Ebenso zeigte die Erfahrung: Einige der besten Börsentage treten mitten in Krisen auf. Rund 78% der stärksten Tage im S&P 500 traten während Bärenmärkten oder ganz zu Beginn der Erholungen auf. Wer also vorübergehend draußen ist, verpasst mit hoher Wahrscheinlichkeit die rasanten Erholungen.
Beispiel: Hätte man in den letzten 30 Jahren die 10 besten Börsentage verpasst, hätte sich die Gesamtrendite halbiert; bei den 30 besten Tagen wären über 80% der Rendite verloren. Das zeigt, wie teuer es ist, auch nur kurze Zeit falsch positioniert zu sein.
🕰️ Erkenntnis für langfristige Anleger:
❗Selbst in extremen Szenarien (hohe Bewertungen, Rezessionsgefahr) war es rückblickend meist besser, investiert zu bleiben, als zu versuchen, den perfekten Aus- und Wiedereinstieg zu timen.
👉 Langfristige Investoren, die z.B. am Höhepunkt vor einem Crash investierten, erzielten nach 10+ Jahren in der Regel dennoch positive reale Renditen – vorausgesetzt, sie blieben investiert und reinvestierten Dividenden.
Beispielsweise dauerte es nach dem 2007er-Hoch trotz Finanzkrise nur gut 5–6 Jahre, bis der S&P 500 (inkl. Dividenden, inflationsbereinigt) das Vorkrisen-Niveau wieder erreichte, und nach 10 Jahren lagen Anleger deutlich im Plus.
👉 Wer hingegen 2006/2007 ahnte, der Markt sei überhitzt, und auszusteigen versuchte, musste entscheiden wann wieder einzusteigen ist – viele verpassten den günstigen Wiedereinstieg 2009 aus Angst. Ähnliches gilt für die Dotcom-Ära: Das Shiller-KGV war ab 1996 über 30 (extrem hoch), doch der Markt stieg noch bis März 2000 weiter. Ein frühzeitiger Ausstieg hätte Jahre des Aufschwungs gekostet. Nur mit Glück hätte man exakt Anfang 2000 verkauft und um 2002/2003 wieder gekauft – ein Kunststück, das den allerwenigsten gelingt.
📍Fazit: Indikatoren nutzen, aber langfristig investiert bleiben
❗Historische Indikatoren wie der Buffett-Indikator, das Shiller-KGV, Zinskurven oder Margin Debt können Überbewertung oder bevorstehende Abschwünge signalisieren. Sie sind nützliche Warnlampen, um die Marktlage einzuschätzen – z.B. um Risikomanagement zu betreiben oder Erwartungen für kommende Renditen anzupassen. Verlässlich und allein ausreichend für Markttiming waren sie jedoch nicht: Viele Warnsignale traten auf, ohne dass sofort ein Crash folgte, oder sie waren zu allgemein.
👉 Für langfristige Anleger (10+ Jahre) zeigt der Rückblick, dass ein Versuch, den Markt zu timen, meist keinen Mehrwert brachte.
Im Gegenteil, Buy-and-Hold (d.h. investiert bleiben oder bei Gelegenheit nachkaufen) schlug in den meisten Fällen die Renditen von Timing-Strategien.
Die beste Strategie in Extremsituationen war langfristig oft, investiert zu bleiben, gegebenenfalls in Kombination mit regelmäßigen Nachkäufen (z.B. DCA), anstatt in Panik alles zu verkaufen. Lump-Sum-Investments erzielten historisch etwas höhere Endwerte als vorsichtiges Einstiegsstrecken. Wer bei hohen Bewertungen unsicher ist, kann zwar einen Teil schrittweise investieren – das mindert das Risiko kurzzeitiger Verluste – sollte aber bedenken, dass Zeit im Markt ein wichtiger Erfolgsfaktor ist.
✅ Bottom Line: Langfristiges Investieren schlägt Market Timing.
Selbst in Phasen extremer Überbewertung war es für einen 10+ Jahres-Horizont im Nachhinein besser, investiert zu bleiben oder allenfalls moderat zu rebalancieren, als komplett auszusteigen.
Den Markt vollständig zu timen, ist auf Dauer kaum möglich – die verpassten Aufschwünge richten mehr Schaden an als die vermiedenen Abschwünge nutzen. Langfristig orientierte Investoren fahren daher in aller Regel am besten, wenn sie einen kühlen Kopf bewahren, breit diversifiziert investieren, Dividenden reinvestieren und den Anlagehorizont aussitzen, anstatt hektisch Ein- und Ausstiegszeitpunkte zu jagen.
❓Was ich persönlich mache:
Generell verfolge ich das Ziel, mich schrittweise von immer mehr Einzelaktien zu trennen und die Gewinne in breit gestreute ETFs wie den $VWRL (-3,44 %) und $VEUR (-1,59 %) umzuschichten.
Meine derzeit hohe Cash-Quote von knapp 20 % werde ich jedoch nicht auf einen Schlag investieren. Aus psychologischen Gründen bevorzuge ich Dollar-Cost-Averaging (DCA) – auch wenn ich dadurch möglicherweise etwas Performance einbüße.
❓Wie geht ihr mit der aktuell gefühlt maximalen Unsicherheit am Markt um?
Quellen:
- Buffett-Indikator Januar 2025 – Advisor Perspectives
- Shiller-KGV: Teure Aktienmärkte? – Aktienwelt360
- Wall Street's biggest bear: S&P 500 könnte auf 4.200 fallen – MarketWatch
- Investors Are Amping Up Risk – Barron's
- Zinssenkungszyklus der Fed könnte bereits vorbei sein – Investing.com
- FINRA Margin Debt – YCharts
- Morgan Stanley: US-Aktien überbewertet – The Australian
- How High Can the S&P 500 Go? – Barron's
- US Treasury market utilities set to expand cross-margining – Reuters
- Defaults on leveraged loans soar to highest rate in 4 years – Financial Times
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Wie sind denn so die Meiningen der Community zu diesem ETF? Bin erst seit kurzem mit knapp 1.000€ dort investiert. Meint ihr das Teil steigt wieder oder sollte man eher in einen all world umschichten ? Ich weiß Glaskugel und so aber einige hier scheinen dad Dingens ja zu verkaufen.
Danke euch.
Hey, ich habe noch 2.860 € zum Investieren in ETFs zur Verfügung. Meine Idee ist, 70 % (2.002 €) in den $VUSA (-3,14 %) zu stecken, 20 % (572 €) in den $LU0908500753 (-2,4 %) oder in den $VEUR (-1,59 %) zu investieren, und die restlichen 10 % (286 €) in den $VFEM anzulegen.
Was haltet ihr von meiner Strategie? Ich versuche, breit zu streuen, da ich die ETFs langfristig halten möchte – vor allem, weil ich noch jung bin und noch viel Zeit habe.
Den $VUSA (-3,14 %) bespare ich bereits regelmäßig. Wenn ihr noch andere Vorschläge oder Strategien habt, würde mich das sehr freuen wenn ihr sie mit mir teilt.
Aber lass die Stoxx Europa weg.
Taugt absolut nichts.
So, nach meinem lauwarmen auf-die-Bühne-der-Community-Stolpern vor kurzem jetzt aber richtig:
Hallo allerseits (freundliches Nicken in die Runde),
ich bin zwar schon ein Weilchen überwiegend stiller Leser, möchte mich nun aber - auch wenn ich nicht weiß, was mich da reitet - der hiesigen Usance entsprechend vorstellen:
Ich bin 55 & im Bundesdienst verbeamtet, was mich in die glückliche Lage versetzt (hoffentlich), für einen materiell erträglichen Ruhestand nicht auf Nebeneinkünfte aus Kapitalanlage angewiesen zu sein (in zwölf Jahren würde ich nach derzeitigen Stand gerade eben noch die abschlagsfreie Pensionierung nach 40 Jahren im öffentlichen Dienst erreichen). Investment ist daher im Wesentlichen Konsumalternative, Sicherheitspolster und - später - für die Söhne gedacht (leben bei ihrer Mutter, 17&13 Jahre alt; jeweils mit eigenen Portfolien/WP-Sparplänen). Mein Investmenthorizont ist damit open ended (bzw. biologisch oder durch legitime Groß-Bedürfnisse des Nachwuchses determiniert).
Meine - im hier vorgestellten Portfolio noch wahrnehmbare - Investmentgeschichte beginnt 1996/1997 mit der ersten (und später leider auch zweiten) Platzierung der $DTE (+0,78 %) T-Aktie und dem IPO von $PSM (+1,71 %) ProSieben (hat seinen Einstand mittlerweile über Ausschüttungen aber mehr als wett gemacht, brav). Dazu kam irgendwann großelterlich vererbt die jetzige $EOAN (+5,07 %) e.on-Position und eine Position in $VOW3 (-2,29 %) Volkswagen, die ich nach einem Kurssprung etliche Jahre später auf Anraten meiner damaligen Sparkasse aber veräußert habe (bygones).
Dann lange Zeit nix (Studium/Referendariat, beruflicher Einstieg - da habe ich "Investment auf dem Girokonto" betrieben und es nicht einmal gebacken bekommen, meine Dienstreiseabrechnung fristgerecht abzuwickeln, tststs).
Mit Frau und Kindern kam dann auch das Bedürfnis vorzusorgen (die Kerlchen kosten through-the-cycle einfach einen ordentlichen Batzen), was ich zunächst durch sporadische ad hoc-Investments tat:
In besonderer Hybris traute ich zu Beginn der Subprime-Krise den Investmentbanken zu, alles im Griff zu haben, und habe Aktien von $DBK (-5,24 %) Deutscher Bank (nahe ATH), Bear Stearns und Merrill Lynch erworben (die Relikte sind als Minus bei $BAC (-8,77 %) Bank of America für Bear Stearns und - unsichtbar - einem steuerlichen Verlustvortrag zum Ausgleich für die mittlerweile recht ordentlich dastehende $JPM (-5,57 %) J.P. Morgan-Position für Merrill Lynch immer noch erkennbar), $DBK (-5,24 %) mit Nachkäufen langsam wieder in eine "vielleicht irgendwann dann doch mal wieder auf null"-Zone kriechend.
Ansonsten etliche aktive Fonds ($n/a LU0557858130, $n/a LU1143163779, $n/a IE00BG7PHW03, $n/a (-2,3 %) LU1496713741, $n/a (+0,38 %) DE0008474750, $n/a GB0030932676, $n/a (-1,8 %) LU1864952335 bzw. Vorgänger), von denen sich eigentlich gefühlt nur $n/a (-1,81 %) Pictet Water zeitgewichtet spürbar positiv entwickelt hatte.
Ab ca. 2015 habe ich dann sukzessive mit diversen Aktien- und ETF-Sparplänen bei ING angefangen, das heutige Portfolio zu bevölkern ($GOOG (-2,32 %) Alphabet C, $AAPL (-5,39 %) Apple, $KO (+0,64 %) Coca-Cola, $NESN (+2,38 %) Nestlé, $BAYN (+0,46 %) Bayer (autsch!), $SIE (-5,84 %) Siemens, $DIS (-6,84 %) Walt Disney, $PFE (-1,17 %) Pfizer, $PR1J (-4,37 %), $FLXC (-2,74 %), $FLXK (-3,25 %), $EXS1 (-0,83 %), $LCUK (-1,14 %), $C060, $XMUS (-2,62 %), $DBXW (-3,7 %), überwiegend zu 50 Euro/Monat), ergänzt um ein paar nett getimte Einzelkäufe in $AAPL (-5,39 %) , als die noch vor dem 3:1 Aktiensplit bei um die 80 Euro notierte, sowie $MT (-6,12 %) AcelorMittal und $BHP (-3,91 %) (Miniposition, aber mit netter Dividendenrendite seither).
Habe mit zum Ende Corona/Anfang Ukraine aufkeimenden Lieferkettenproblemen und Inflation dann in einem anderen Portfolio angefangen, die eigentlich viel zu teuren $SPAG (-3,53 %) iShares Agribusiness und $EXV6 (-5,46 %) iShares STOXX Europe 600 Basic Resources als schiefgegangenen Hedge zu steigenden Lebenshaltungskosten zu besparen (hatte auf deutlichere sektorale Gier-flation gesetzt).
Da ich zwischenzeitlich den hiesigen Empfehlungen von $VWCE (-2,22 %) bzw. $ACWI (Glashaus!) entsprechend dorthin umgeschichtet hatte, mir der aggregierte Klumpen $AAPL (-5,39 %) und $GOOG (-2,32 %) etwas unheimlich wurde, ich aber die entsprechenden Aktiensparpläne nicht anfassen wollte (dazu gleich mehr), habe ich mein Grundvertrauen in die langfristige Out-Performance des US-Aktienmarkts durch Investments in zwei "equal weight"-Indexfonds umgesetzt, und zwar mit $WEBA (-4,36 %) auf den NASDAQ100 (auch mit Sparplan) und $XDEW (-2,57 %) auf den S&P500 (nur Einmalanlage).
Einiges davon, insbesondere der früheren Investmentgeschichte, ist meiner Getquin-Portfoliohistorie fremd, da ich dieses erst nach einem Portfolioumbau Anfang 2023 eingepflegt habe.
Im Laufe der Jahre hat mein Dienstherr stetig strengere Regelungen für private Finanzgeschäfte eingeführt, was es mir derzeit praktisch unmöglich macht, in Einzelnamen oder Fonds mit bestimmten überwiegenden Branchenanteilen zu investieren. Rechtsstaatlich vorbildlich wurden aber bei den jeweiligen Iterationen der Verschärfung zuvor bereits bestehende Sparpläne bestandsgeschützt, so dass ich die verbleibenden Aktiensparpläne eifersüchtig fortführe (s.o. Klumpen bei $GOOG (-2,32 %) und insbesondere $AAPL (-5,39 %)).
Derzeit bespare ich monatlich wie folgt (Sparrate): Grandfathering: $GOOG (-2,32 %) (100), $AAPL (-5,39 %) (50), $DIS (-6,84 %) (50), $PFE (-1,17 %) (50), $KO (+0,64 %) (50); "regulär": $VWCE (-2,22 %) (derzeit 520 mit jährlich 4%iger Dynamik), $SPAG (-3,53 %) (100), $WEBA (-4,36 %) (100), $EXV6 (-5,46 %) (100), $10AJ (-2,56 %) (100) und - noch vor erstmaliger Ausführung - $SDIP (-3,35 %) (100).
Daneben habe ich bestimmte Markteinschätzungen zum jeweiligen Zeitpunkt durch Einzelkäufe in Länder-ETFs abgebildet (langfristiges Aufholpotenzial der Emerging Markets durch $HMEF (-0,14 %), $FLXC (-2,74 %), $FLXK (-3,25 %) - $FLXI (-0,56 %) war mir mittlerweile zu teuer und die indische Volkswirtschaft zu wenig über dort börsennotierte Unternehmen abgebildet; der schlafende Innovationsriese Japan durch $PR1J (-4,37 %), "Luxus geht immer" auch in Zeiten der Inflation durch $DX2G (-2,2 %); Europa - insbesondere CH und UK - als allgemeines Gegengewicht zu US durch $VEUR (-1,59 %) und die vernünftigen Nordics durch $XNZN (-0,73 %)), so dass nun ein bunter ETF-Strauß vorhanden ist. Damit bin ich aber grundsätzlich nicht unzufrieden, insbesondere soweit diese ausschüttend&sparplanfähig in meinem ING-Portfolio sind, so dass ihre Ausschüttungen (ab 75 Euro) automatisch wieder angelegt werden ($VEUR (-1,59 %) - ist deshalb so groß, damit dies bei jeder der quartalsweisen Ausschüttungen in etwa klappen könnte, $DX2G (-2,2 %), $PR1J (-4,37 %)).
Ich denke, solange ich noch den Anlagerestriktionen meines Dienstherrn unterliege, werde ich hieran nur marginal etwas ändern. Für ein "fire and forget"-Portfolio könnte ich mir mittelfristig aber vorstellen, auf ein 70/20/10 Portfolio aus $WEBG (-3,43 %), $HMEF (-0,14 %), $SDIP (-3,35 %) umzusteigen (@ING: bitte $SDIP (-3,35 %) sparplanfähig machen, danke!). Schauen wir mal, was das Ende von PFOF auf der Kostenseite insbesondere für Sparpläne bringt.
Also, das war's; danke für die Geduld und das Durchhaltevermögen. Tipps könnt ihr mir gerne geben, allerdings sind mir, wie geschildert, weitgehend die Hände gebunden (und von den Tulpenzwiebeln Krypto halte ich erst was, wenn die Dinger eine tatsächliche Zahlungsmittelfunktion nicht nur für den Erwerb sinistrer Dienstleistungen im Dark Web erlangen)...
Auf eine erfolgreiche Investment-Gemeinschaft (&thanks for having me)!
Mein Beileid zu den gebundenen Händen bei der BaFin (oder ähnlich). Ist aber oftmals gar nicht so schlecht, hier zu Vernunft gezwungen zu werden 😁
ich glaube bei den ex-Daten (von etfs) stimmt einiges immer noch nicht. Z.b: $VEUR (-1,59 %) den habe ich letzte Woche verkauft aber heute natürlich trotzdem noch die Dividende erhalten. Auf getquin wird mir seit dem Verkauf nichts mehr angezeigt.
Hallo in die Runde,
ich bespare seit einiger Zeit den $VUSA (-3,14 %) und überlege etwas „Europa“ durch den $VEUR (-1,59 %) mit reinzubringen. Ich bin durch Recherche nicht schlauer geworden, ob es bessere Alternativen als den besagten Etf gibt? Daher mal die Frage in das Forum. Zukünftige Gewichtung würde ich im 80/20 Verhältnis sehen. Beides wird dann weiterhin monatlich bespart.
Hallo zusammen,
Zu meiner Person:
Ich bin 19 Jahre alt, mache momentan ein Bundesfreiwilligenjahr und arbeite nebenbei noch in einem Sprungpark. Ab August fängt dann meine Ausbildung als Fachinformatiker an.
Letzten Monat habe ich angefangen zu investieren. Weshalb ich angefangen habe hat verschiedene Gründe. Zum einen finde ich das Thema sehr interessant und auf der anderen Seite würde ich gerne eine Anlagequelle für die Zukunft haben.
Bis dahin würde ich gerne Monatlich einen noch kleinen Betrag investieren. Wir liegen hier so zwischen 60 und 100€. Ich weiß das ist jetzt nicht viel, aber ich hoffe dass ich das nach und nach immer etwas erhöhen kann.
Ich habe mir 3 ETF's ausgewählt.
In diese habe ich angefangen zu investieren. Das ganze tue ich in einem 60/20/20 Verhältnis.
Mir gefallen diese eigentlich sehr gut. Der Amerikanische Markt hat den größten Anteil. Das soll auch so bleiben. Dazu kommt ein kleiner Teil auf dem Europäischen Markt, genau wie ein kleiner Teil aus den Schwellenländer.
Wenn ich ein wenig Geld übrig habe, würde ich dies auch gerne auch in Einzelaktien stecken. Ich persönlich würde Firmen bevorzugen, die in den letzten Jahren eine relativ gut gleichbleibende Dividente zahlen. Ebenso ein gutes Eigenkapital mitbringen. Das sind so meine Gedanken.
Freue mich auf eure Meinungen, Ratschläge, Kritiken :)
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