Ich habe ja in meinem Ausblick in meinem Deep Dive darauf hingewiesen, dass ich grosse Chancen im Biotechnologie Bereich sehe. Daher werden am Freitag erste Tranchen in $MIRM (-2,82 %) und in $NKTR (-5,23 %) den Weg in mein Depot finden. Gerne stellen ich Euch $NKTR (-5,23 %) etwas näher vor.
NEKTAR THERAPEUTICS | A419UB Nektar Therapeutics könnte die
Biotech-Branche ordentlich aufmischen. Das Unternehmen setzt
auf einen innovativen Ansatz bei Neurodermitis und greift damit
etablierte Top-Akteure am Markt an.
Die Biotech-Branche hat im Jahr 2025 ein eindrucks-
volles Comeback hingelegt. Nach mageren Jahren nach der Coronakrise fließt wieder Kapital in innovative Wirkstoffentwickler, klinische
Erfolge werden honoriert – und Anleger suchen gezielt nach den nächsten Hoffnungsträgern. Und hier habe ich einen spannenden Titel ausgemacht, der im laufenden und auch in den kommenden Jahren noch für Furore sorgen könnte: das US-Biotech-Unternehmen Nektar
Therapeutics.
Nektar entwickelt neuartige Therapien, die gezielt das Immunsystem
modulieren, um Krankheiten wie Autoimmunerkrankungen, chronische Entzündungen und Krebs zu behandeln. Das am weitesten fortgeschrittene Projekt, Rezpegaldesleukin, zielt unter anderem auf die
Behandlung der Volkskrankheit Neurodermitis (Atopische Dermatitis, AD) ab. Patienten sind einem hohen Leidensdruck unterworfen, bessere Therapieoptionen sind die große Hoffnung. Neurodermitis zählt zu den häu-
figsten chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen. Weltweit sind
Schätzungen zufolge über 200 Millionen Menschen betroffen, darunter viele Kinder und Jugendliche. Starker Juckreiz, entzündete Haut, Schlafstörungen und psychische Belastungen prägen den Alltag der Patienten. Therapeutisch hat sich in den vergangenen Jahren zwar einiges getan – etwa mit Biologika wie Dupixent von Sanofi/Regeneron,
das weltweit zu den umsatzstärksten Medikamenten überhaupt zählt,
oder modernen JAK-Inhibitoren wie Rinvoq von AbbVie. Dennoch:
Nicht jeder Patient spricht ausreichend an, Nebenwirkungen bleiben
ein Thema und der Bedarf an neuen, besser verträglichen Therapieansätzen ist ungebrochen.
U n d g e n a u h i e r setzt Nektar Therap e u t i c s a n . D e r Hoffnungsträger
Rezpegaldesleukin verfolgt einen neuartigen immunologischen Mechanismus.
Ziel ist es, regulatorische T-Zellen gezielt zu aktivieren und so das
fehlgeleitete Immunsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen – ein
Ansatz, der sich klar von bestehenden Therapien unterscheidet.
Die bisherigen klinischen Daten lassen aufhorchen. Daten der Phase-
2-Studie Rezolve-AD zeigten, dass Rezpegaldesleukin ernsthaft mit Dupixent konkurrieren kann – dem beliebten Ekzem-Medikament von
Regeneron und Sanofi, das im vergangenen Jahr 14,2 Milliarden Dollar Umsatz erzielte. In der Studie erreichten 42 Prozent der Patienten
mit der höchsten getesteten Dosis nach 16 Wochen eine Hautabheilung
von 75 Prozent. Jennifer Ruddock, Chief Business Officer von Nektar,
zeigt sich im Gespräch zufrieden: „Wir haben 400 Patienten untersucht und eine Dosis von 24 Mikrogramm alle zwei Wochen ermittelt, die in die Phase 3
übernommen wird. Diese Dosis hat alle primären und sekundären Endpunkte erreicht. Mechanistisch unterscheiden wir uns von bestehenden Wirkstoffen wie Dupixent, Adbry von LEO Pharma und dem IL31-Inhibitor von Galderma. Unsere Juckreizreduktion war sogar stärker
als die von Galderma und das ohne topische Steroide.“ Bemerkenswert
zudem: Teilnehmer, die die Behandlung fortsetzten, erzielten sogar
noch deutlichere Effekte.
Zudem zeichnet sich ein weiterer Pluspunkt ab. Viele Neurodermitis-
Patienten leiden auch unter Asthma. Hierzu erklärt Ruddock: „Etwa 25
Prozent der AD-Patienten leiden an Asthma. Unser Wirkmechanismus ist breit gefächert und erste Analysen der Phase 2 deuten auf einen bedeutenden Nutzen bei AD-Patienten
hin, die auch an Asthma leiden. Keines der derzeit zugelassenen IL-13-
oder Nicht-IL-13-Präparate außer
Dupixent hat bei beiden Erkrankungen Wirksamkeit gezeigt.“ Zusätzlichen Rückenwind liefert die Fast-Track-Klassifizierung der US-Arzneimittelbehörde FDA. Diese wird
nur dann vergeben, wenn ein Medikament entweder einen hohen ungedeckten medizinischen Bedarf
adressiert oder potenziell klare Vorteile gegenüber bestehenden Thera-
pien bietet – ein starkes Signal für
den Ansatz von Nektar.
Mehr als nur Neurodermitis
Rezpegaldesleukin wird parallel
auch bei Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall) sowie bei Typ-1-Diabetes untersucht. Hier gab es vor
kurzem Studienergebnisse, die trotz
gewisser Abstriche klar hoffnungsvoll stimmen. Die Analysten von Oppenheimer erhöhten daraufhin die
Erfolgswahrscheinlichkeit für diese
Indikation auf 50 Prozent, das Kursziel wurde von 98 auf 115 Dollar erhöht. Das Analysehaus H.C. Wainwright sieht sogar Potenzial bis 135
Dollar. Im Bereich Alopecia Areata
veranschlagt Wainwright bis 2035
ein Umsatzpotenzial von 380 Millionen Dollar.
Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen mit NKTR-255 an einem
immunonkologischen Ansatz, der das
Potenzial hat, bestehende Krebstherapien zu ergänzen. Diese Projekte
unterstreichen die breiten Möglichkeiten von Nektar im Bereich der innovativen Immunmodulation und
darüber hinaus. Zahlreiche weitere
spannende Projekte befinden sich
derzeit in der Präklinik.
• Für mich ist die Aktie daher ein Spekulativer
Verdopplungskandidat!
Nektar Therapeutics verfügt über
eine spannenden Technologie. Vier
Projekte befinden sich bereits in fort-geschrittenen Stadien. Sollte Rezpe-
galdesleukin sein Potenzial bestätigen, könnte das Projekt von Nektar
Therapeutics zu einem ernstzunehmenden Herausforderer etablierter
Blockbuster werden. In diesem Falle
wäre das Unternehmen mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von nur
753 Millionen Euro klar unterbewer-
tet. Die Aktie hat im Erfolgsfall klares
Verdopplungspotenzial. Allerdings
kann das Projekt auch scheitern. Daher ist diese Aktie nur für klar spekulativen Anleger. Das sollte man im
Hinterkopf behalten.
Es gab auch Ende November bereits im Aktionär ein ausführliches Interview mit dem CBO. Hier der Link dazu:
https://www.deraktionaer.de/aktien/kurse/nektartherapeutics-US6402683063.html
Also ich finde bei Biotechwerten eher interessant wenn sie Produkte für einen Massenmarkt erforschen. Und Neurodermitis ist aus meiner Sicht eine Volkskrankheit, die sich auch auf Grund von Umwelteinflüssen immer weiter ausbreitet.
Natürlich ist das wie immer keine Anlageberatung. Ihr trefft Eure eigenen Entscheidungen..