Gerne schauen wir uns das an 🙂 Für eine sinnvolle Einschätzung bräuchten wir vorher noch ein paar Infos von dir:
- **Restliches Portfolio:** Welche ETFs und Einzelaktien hältst du ungefähr mit welcher Gewichtung? Prozentangaben reichen völlig.
- **Strategie und Anlagehorizont:** Geht es dir hauptsächlich um laufende Einnahmen, langfristigen Vermögensaufbau oder eine Mischung? Wann möchtest du das Geld nutzen?
- **Ausschüttungen:** Verbrauchst du sie bereits oder werden sie wieder angelegt? Ist dir eine bestimmte Ausschüttungshöhe wichtig?
- **Rolle im Depot:** Soll dieser ETF dein Fundament bilden oder eine kleinere Ergänzung sein?
- **Risikotoleranz:** Welche zwischenzeitlichen Verluste könntest du finanziell und nervlich aushalten?
- **Grund für den Wechsel:** Was gefällt dir am WINC besser beziehungsweise fehlt dir beim JEGP?
- **Umfang und Steuern:** Möchtest du nur den künftigen Sparplan umstellen oder auch vorhandene Anteile verkaufen? In welchem Land bist du steuerpflichtig?
Damit können wir beurteilen, welcher der beiden besser zu deinem Ziel und deinem bestehenden Portfolio passt. Die Ausschüttungsquote allein wäre mir als Entscheidungsgrundlage zu dünn. 😉
- **Restliches Portfolio:** Welche ETFs und Einzelaktien hältst du ungefähr mit welcher Gewichtung? Prozentangaben reichen völlig.
- **Strategie und Anlagehorizont:** Geht es dir hauptsächlich um laufende Einnahmen, langfristigen Vermögensaufbau oder eine Mischung? Wann möchtest du das Geld nutzen?
- **Ausschüttungen:** Verbrauchst du sie bereits oder werden sie wieder angelegt? Ist dir eine bestimmte Ausschüttungshöhe wichtig?
- **Rolle im Depot:** Soll dieser ETF dein Fundament bilden oder eine kleinere Ergänzung sein?
- **Risikotoleranz:** Welche zwischenzeitlichen Verluste könntest du finanziell und nervlich aushalten?
- **Grund für den Wechsel:** Was gefällt dir am WINC besser beziehungsweise fehlt dir beim JEGP?
- **Umfang und Steuern:** Möchtest du nur den künftigen Sparplan umstellen oder auch vorhandene Anteile verkaufen? In welchem Land bist du steuerpflichtig?
Damit können wir beurteilen, welcher der beiden besser zu deinem Ziel und deinem bestehenden Portfolio passt. Die Ausschüttungsquote allein wäre mir als Entscheidungsgrundlage zu dünn. 😉
•
77
•Danke für das Nachfragen. Ich bespare seit rund 2 Jahren einige ETF mit Fokus Dividenden und einer recht hohen monatliche Sparquote, da ich in ca. 8 Jahren in den (vorzeitigen) Ruhestand gehen will. Die Dividenden lege ich derzeit alle wieder an, bis ich sie in rund 8 Jahren dann nicht mehr reinvestieren sondern verbrauchen möchte. Das angesparte Kapital selbst möchte ich nicht aufzehren sondern später für meine Kinder verfügbar haben. Ich möchte den Sparplan umstellen, bisher angesparte Guthaben werden nicht verkauft. Da ich ansonsten diverse Aktien Einzeltitel besitze (teilweise seit über 20 Jahren) bin ich stresserprobt was Kurse betrifft.
•
11
•@Novius
Danke für die Ergänzung, damit lässt sich schon deutlich mehr anfangen. 🙂 Du möchtest also noch acht Jahre Vermögen aufbauen, anschließend laufende Einnahmen beziehen und möglichst viel Kapital für deine Kinder erhalten. Dazu können grundsätzlich beide ETFs passen. **Einen zwingenden Grund, den Sparplan vollständig auf WINC umzustellen, sehe ich aus deinen Angaben allerdings noch nicht.**
Der wesentliche Unterschied liegt für mich in der Umsetzung:
Beim $JEGP setzt JPMorgan auf ein bewusst defensiver zusammengestelltes Aktienportfolio, das weniger empfindlich auf Marktbewegungen reagieren soll. Zusätzliche Einnahmen entstehen durch den Verkauf von Kaufoptionen auf Aktienindizes.
$WINC wählt seine Aktien systematisch mithilfe mathematischer Modelle aus. Auch hier werden Kaufoptionen auf Aktienindizes verkauft. Zusätzlich nutzt der Fonds Index-Futures, um einen Teil der durch die Optionsverkäufe eingeschränkten Teilnahme an Kurssteigerungen zurückzugewinnen.
Bei den laufenden Kosten liegen beide mit jährlich 0,35 % gleichauf. Auch beim Ausschüttungsrhythmus gibt es inzwischen keinen Unterschied mehr: Beide zahlen monatlich aus.
Beim JPMorgan steht das defensivere Aktienportfolio stärker im Vordergrund. Bei WINC sollen die zusätzlichen Futures einen Teil der durch die Optionsverkäufe abgegebenen Marktteilnahme zurückholen. Das macht WINC interessant, beweist aber keine grundsätzlich bessere Rendite oder höhere Sicherheit.
**Der entscheidende Punkt bei deinem Ziel ist allerdings: Keine Anteile zu verkaufen bedeutet noch nicht, dass das Kapital erhalten bleibt.**
Beide Fonds schütten neben Dividenden auch Erträge aus Optionsstrategien aus.
Diese Prämien bekommt man dafür, dass man einen Teil möglicher Kursgewinne abgibt. Sie können Verluste abfedern, verhindern sie aber nicht. BlackRock nennt ausdrücklich das Risiko, dass die Derivatestrategie das langfristige Kapitalwachstum reduziert und Kapitalverluste verstärkt. Das bedeutet umgekehrt auch nicht, dass WINC zwangsläufig seine Substanz ausschüttet. Entscheidend bleibt die Gesamtrendite.
Als vereinfachtes Rechenbeispiel: Beginnt ein Depot mit 100.000 €, erwirtschaftet insgesamt 6.000 € und zahlt 9.000 € aus, bleiben 97.000 €. Du hast keinen Anteil verkauft, wirtschaftlich aber trotzdem Kapital verbraucht. Deshalb würde ich eine Ausschüttungsquote niemals automatisch als dauerhaft tragfähigen Verbrauch ansetzen.
Für deine Kinder kommt die Inflation hinzu:
Bei angenommenen 2 % Inflation hätten unveränderte 100.000 € nach 20 Jahren nur noch rund 67.300 € heutige Kaufkraft.
**Willst du den heutigen Geldbetrag erhalten oder dessen Kaufkraft?**
Davon hängt ab, wie viel Wachstum neben den Ausschüttungen notwendig bleibt.
Für die kommenden acht Jahre würde ich deshalb vor allem auf die **Gesamtrendite nach Kosten und persönlichen Steuern bei wiederangelegten Ausschüttungen** schauen.
Eine höhere Auszahlung allein bringt dir während des Aufbaus keinen Vorteil, wenn du sie ohnehin vollständig zurückinvestierst.
Auch würde ich nicht unterstellen, dass der aktuelle Ausschüttungssatz in acht Jahren noch genauso verfügbar ist.
Meine vorläufige Einschätzung wäre daher:
- **JEGP weiter besparen**, wenn du diesen Baustein bewusst wegen seiner defensiveren Aktienauswahl gewählt hast.
- **WINC ergänzen**, wenn du gezielt dessen andere Umsetzung nutzen und auf zwei Managementansätze verteilen möchtest. Das wäre eine nachvollziehbare Entscheidung; eine zusätzliche breite Streuung über Anlageklassen entsteht dadurch allerdings nicht.
- **Den Sparplan nicht allein wegen einer höheren Ausschüttungsquote umstellen.** Daraus lässt sich keine höhere nachhaltige Rente ableiten.
Beide Fonds sind zudem noch jung:
JPMorgan startete im November 2023, WINC im März 2024.
Eine jahrzehntelang bewährte Ruhestandslösung lässt sich aus ihrer bisherigen Fondshistorie noch nicht ableiten.
Für eine klarere Entscheidung fehlen mir jetzt vor allem deine übrigen ETFs mit ungefähren Gewichtungen, der Anteil dieser Einkommensstrategie am Gesamtdepot und die monatliche Nettosumme, die sie später liefern soll.
Damit könnten wir beurteilen, ob WINC eine sinnvolle Ergänzung wäre oder hauptsächlich etwas verdoppelt, das du bereits ausreichend hast.
Quellen:
- [JPMorgan: Produktdaten JEPG](https://am.jpmorgan.com/de/en/asset-management/institutional/products/jpm-global-equity-premium-income-active-ucits-etf-usd-dist-ie0003uvyc20)
- [JPMorgan: Optionsstrategie und ihre Grenzen](https://am.jpmorgan.com/se/en/asset-management/adv/insights/portfolio-insights/pm-perspectives/equities/using-options-to-help-turn-market-volatility-into-extra-income/)
- [iShares: WINC – Strategie, Kosten, Ausschüttungen und Risiken](https://www.ishares.com/de/privatanleger/de/produkte/335083)
- [BlackRock: Erläuterung der zugrunde liegenden WINC-Strategie](https://www.blackrock.com/au/insights/ishares/case-for-income-in-ai-world)
Danke für die Ergänzung, damit lässt sich schon deutlich mehr anfangen. 🙂 Du möchtest also noch acht Jahre Vermögen aufbauen, anschließend laufende Einnahmen beziehen und möglichst viel Kapital für deine Kinder erhalten. Dazu können grundsätzlich beide ETFs passen. **Einen zwingenden Grund, den Sparplan vollständig auf WINC umzustellen, sehe ich aus deinen Angaben allerdings noch nicht.**
Der wesentliche Unterschied liegt für mich in der Umsetzung:
Beim $JEGP setzt JPMorgan auf ein bewusst defensiver zusammengestelltes Aktienportfolio, das weniger empfindlich auf Marktbewegungen reagieren soll. Zusätzliche Einnahmen entstehen durch den Verkauf von Kaufoptionen auf Aktienindizes.
$WINC wählt seine Aktien systematisch mithilfe mathematischer Modelle aus. Auch hier werden Kaufoptionen auf Aktienindizes verkauft. Zusätzlich nutzt der Fonds Index-Futures, um einen Teil der durch die Optionsverkäufe eingeschränkten Teilnahme an Kurssteigerungen zurückzugewinnen.
Bei den laufenden Kosten liegen beide mit jährlich 0,35 % gleichauf. Auch beim Ausschüttungsrhythmus gibt es inzwischen keinen Unterschied mehr: Beide zahlen monatlich aus.
Beim JPMorgan steht das defensivere Aktienportfolio stärker im Vordergrund. Bei WINC sollen die zusätzlichen Futures einen Teil der durch die Optionsverkäufe abgegebenen Marktteilnahme zurückholen. Das macht WINC interessant, beweist aber keine grundsätzlich bessere Rendite oder höhere Sicherheit.
**Der entscheidende Punkt bei deinem Ziel ist allerdings: Keine Anteile zu verkaufen bedeutet noch nicht, dass das Kapital erhalten bleibt.**
Beide Fonds schütten neben Dividenden auch Erträge aus Optionsstrategien aus.
Diese Prämien bekommt man dafür, dass man einen Teil möglicher Kursgewinne abgibt. Sie können Verluste abfedern, verhindern sie aber nicht. BlackRock nennt ausdrücklich das Risiko, dass die Derivatestrategie das langfristige Kapitalwachstum reduziert und Kapitalverluste verstärkt. Das bedeutet umgekehrt auch nicht, dass WINC zwangsläufig seine Substanz ausschüttet. Entscheidend bleibt die Gesamtrendite.
Als vereinfachtes Rechenbeispiel: Beginnt ein Depot mit 100.000 €, erwirtschaftet insgesamt 6.000 € und zahlt 9.000 € aus, bleiben 97.000 €. Du hast keinen Anteil verkauft, wirtschaftlich aber trotzdem Kapital verbraucht. Deshalb würde ich eine Ausschüttungsquote niemals automatisch als dauerhaft tragfähigen Verbrauch ansetzen.
Für deine Kinder kommt die Inflation hinzu:
Bei angenommenen 2 % Inflation hätten unveränderte 100.000 € nach 20 Jahren nur noch rund 67.300 € heutige Kaufkraft.
**Willst du den heutigen Geldbetrag erhalten oder dessen Kaufkraft?**
Davon hängt ab, wie viel Wachstum neben den Ausschüttungen notwendig bleibt.
Für die kommenden acht Jahre würde ich deshalb vor allem auf die **Gesamtrendite nach Kosten und persönlichen Steuern bei wiederangelegten Ausschüttungen** schauen.
Eine höhere Auszahlung allein bringt dir während des Aufbaus keinen Vorteil, wenn du sie ohnehin vollständig zurückinvestierst.
Auch würde ich nicht unterstellen, dass der aktuelle Ausschüttungssatz in acht Jahren noch genauso verfügbar ist.
Meine vorläufige Einschätzung wäre daher:
- **JEGP weiter besparen**, wenn du diesen Baustein bewusst wegen seiner defensiveren Aktienauswahl gewählt hast.
- **WINC ergänzen**, wenn du gezielt dessen andere Umsetzung nutzen und auf zwei Managementansätze verteilen möchtest. Das wäre eine nachvollziehbare Entscheidung; eine zusätzliche breite Streuung über Anlageklassen entsteht dadurch allerdings nicht.
- **Den Sparplan nicht allein wegen einer höheren Ausschüttungsquote umstellen.** Daraus lässt sich keine höhere nachhaltige Rente ableiten.
Beide Fonds sind zudem noch jung:
JPMorgan startete im November 2023, WINC im März 2024.
Eine jahrzehntelang bewährte Ruhestandslösung lässt sich aus ihrer bisherigen Fondshistorie noch nicht ableiten.
Für eine klarere Entscheidung fehlen mir jetzt vor allem deine übrigen ETFs mit ungefähren Gewichtungen, der Anteil dieser Einkommensstrategie am Gesamtdepot und die monatliche Nettosumme, die sie später liefern soll.
Damit könnten wir beurteilen, ob WINC eine sinnvolle Ergänzung wäre oder hauptsächlich etwas verdoppelt, das du bereits ausreichend hast.
Quellen:
- [JPMorgan: Produktdaten JEPG](https://am.jpmorgan.com/de/en/asset-management/institutional/products/jpm-global-equity-premium-income-active-ucits-etf-usd-dist-ie0003uvyc20)
- [JPMorgan: Optionsstrategie und ihre Grenzen](https://am.jpmorgan.com/se/en/asset-management/adv/insights/portfolio-insights/pm-perspectives/equities/using-options-to-help-turn-market-volatility-into-extra-income/)
- [iShares: WINC – Strategie, Kosten, Ausschüttungen und Risiken](https://www.ishares.com/de/privatanleger/de/produkte/335083)
- [BlackRock: Erläuterung der zugrunde liegenden WINC-Strategie](https://www.blackrock.com/au/insights/ishares/case-for-income-in-ai-world)
•
33
•@Raketentoni vielen Dank für Deine fundierte Erläuterungen und die Bereitschaft zum Deep Dive. Ich bespare aktuell monatlich diese ETFs:
$TDIV
$JEGP
$VHYL
$EUHD
$EXXW
$IEEM
$ZPRG
$FYEQ
$HIDR
Alle obigen ETF (Ausnahme Gold) bespare ich in der Dist. Variante. Ich habe ansonsten noch einige wenige Aktiensparpläne für ausgewählte Einzeltitel, aber die sind in der Betrachtung zu vernachlässigen. Insgesamt fokussieren die ETF Sparpläne - wie schon zuvor erläutert - auf den Aufbau eines Dividende Cash Flow den ich ab 2035 nutzen will. Bis dahin werden die Auszahlungen reinvestiert.
$TDIV
$JEGP
$VHYL
$EUHD
$EXXW
$IEEM
$ZPRG
$FYEQ
$HIDR
Alle obigen ETF (Ausnahme Gold) bespare ich in der Dist. Variante. Ich habe ansonsten noch einige wenige Aktiensparpläne für ausgewählte Einzeltitel, aber die sind in der Betrachtung zu vernachlässigen. Insgesamt fokussieren die ETF Sparpläne - wie schon zuvor erläutert - auf den Aufbau eines Dividende Cash Flow den ich ab 2035 nutzen will. Bis dahin werden die Auszahlungen reinvestiert.
•
11
•@Novius mache ich dir heute nachmittag gerne fertig
•
22
•@Raketentoni Sehr interessante Ausführungen 👍🏻
•
11
•@Raketentoni Danke Dir! Übrigens, die monatliche Sparrate liegt aktuell bei den o.g. ETF insgesamt bei ca. 1500 EUR. Tendenz steigend…
•
11
•@Novius
Danke dir, damit wird die Aufstellung klarer. 🙂 **Ich halte WINC bei dir grundsätzlich für eine mögliche Ergänzung. Dass du deshalb den bisherigen JEGP-Sparplan vollständig ersetzen solltest, ergibt sich für mich aus der Liste aber noch nicht.**
Du hast bereits mehrere Fonds, die auf dividendenstarke Unternehmen setzen: TDIV, VHYL und ZPRG verfolgen unterschiedliche Auswahlregeln, bedienen aber eine ähnliche Grundidee. Beim ZPRG kommen beispielsweise mindestens zehn Jahre gleichbleibende oder steigende Dividenden sowie positive Eigenkapitalrendite und operativer Cashflow als Kriterien hinzu. Das sind unterschiedliche Ansätze, aber keine voneinander unabhängigen Anlagewelten. :chatgpt-content-reference{index="0"}
EUHD und EXXW setzen zusätzliche regionale Schwerpunkte: EUHD auf dividendenstarke, schwankungsärmere Aktien der Eurozone, EXXW auf Dividendenwerte aus Asien/Pazifik. Damit gewichtest du bestimmte Regionen und Auswahlmerkmale gegenüber deinen globalen Fonds zusätzlich. Das kann gewollt sein – die tatsächliche Wirkung hängt allerdings von den Beträgen ab, die darin stecken. :chatgpt-content-reference{index="1"}
**Besonders anschauen würde ich mir deine Schwellenländer-Aufstellung.** IEEM bildet den breiten MSCI Emerging Markets ab. FYEQ investiert ebenfalls in Schwellenländer, wählt aber nach Qualitäts- und Dividendenkriterien aus. Außerdem enthält bereits VHYL Schwellenländeraktien. Das ist nicht automatisch unnötig doppelt, bedeutet aber, dass deine gesamte Schwellenländerquote über mehrere Fonds verteilt entsteht. :chatgpt-content-reference{index="2"}
Ein interessantes Detail: FYEQ hatte laut Factsheet zum 30. September **47,9 % Informationstechnologie**, mit **34 % Taiwan und 21,6 % Südkorea**. Ein Dividendenfonds muss also keineswegs hauptsächlich aus defensiven Konsumwerten und Versorgern bestehen. Bei dir ist bereits ein erheblicher Technologieschwerpunkt innerhalb dieses einzelnen Fonds vorhanden. Wie stark er dein Gesamtdepot prägt, wissen wir ohne Gewichtungen noch nicht. :chatgpt-content-reference{index="3"}
HIDR ist nach der verlinkten ISIN übrigens der **HSBC MSCI Indonesia**, kein Goldprodukt. Falls du zusätzlich Gold besparst, fehlt dieser Baustein noch in der Aufzählung. Den Indonesienfonds würde ich als gezielte Länderbeimischung betrachten: Ende August enthielt er lediglich neun Aktienpositionen und rund **70,3 % Finanzwerte**. Das ist eine deutliche Konzentration innerhalb des Fonds. :chatgpt-content-reference{index="4"}
Was bedeutet das jetzt für **JEGP oder WINC**?
JEGP bringt dir bereits einen anderen Ertragsmechanismus neben klassischen Dividenden: Optionsprämien, kombiniert mit einer defensiveren Aktienauswahl. WINC nutzt ebenfalls Optionsverkäufe, setzt aber auf eine andere systematische Aktienauswahl und zusätzliche Index-Futures zur stärkeren Marktteilnahme. Ein zweiter Anbieter verteilt die Umsetzung auf zwei Managementteams, schafft aber keine neue Anlageklasse. :chatgpt-content-reference{index="5"}
**Mein Vorgehen wäre deshalb: erst die gewünschte Gewichtung dieses Optionsbausteins festlegen, anschließend entscheiden, ob ihn JEGP allein oder beide gemeinsam übernehmen sollen.** Eine Aufteilung neuer Sparraten wäre nachvollziehbar, wenn du beide Ansätze bewusst haben möchtest. Nur wegen einer momentan höheren Ausschüttung würde ich nicht vollständig auf WINC umstellen.
Für dein Ziel ab 2035 würde ich außerdem eine feste monatliche Ausgabe nicht von unveränderlichen ETF-Ausschüttungen abhängig machen. Ich würde mit niedrigeren Ausschüttungen rechnen können und eine Liquiditätsreserve für die geplanten Ausgaben vorsehen. Dass du Kursschwankungen aushältst, hilft sehr; ob die Einnahmen deine Ausgaben decken, ist eine zusätzliche Frage.
Mit 1.500 € monatlich kommen über acht Jahre bereits **144.000 € neue Einzahlungen** zusammen, ohne Rendite und zusätzlich zu deinem bisherigen Vermögen. Deshalb lohnt es sich, die Sparraten gezielt nach gewünschten Depotgewichten zu verteilen.
Was mir für eine konkrete Empfehlung noch fehlt: **die monatlichen Beträge je ETF, die ungefähren aktuellen Depotgewichte einschließlich deiner älteren Einzelaktien, dein gewünschter monatlicher Netto-Cashflow ab 2035 und dein Steuerland.** Kleine Aktiensparpläne bedeuten schließlich nicht automatisch, dass auch die bereits vorhandenen Aktienbestände klein sind. Prozentangaben reichen dafür völlig.
Quellen:
- [VanEck: TDIV-Factsheet](https://www.vaneck.com/lu/en/library/fact-sheets/tdiv-fact-sheet.pdf), [Vanguard: VHYL](https://www.vanguard.co.uk/professional/product/etf/equity/9506/ftse-all-world-high-dividend-yield-ucits-etf-usd-distributing), [State Street: ZPRG](https://www.ssga.com/de/en_gb/institutional/etfs/state-street-spdr-sp-global-dividend-aristocrats-ucits-etf-dist-zprg-gy)
- [Invesco: EUHD](https://www.invesco.com/se/en/financial-products/etfs/invesco-euro-stoxx-high-dividend-low-volatility-ucits-etf-dist.html), [iShares: EXXW](https://www.ishares.com/de/privatanleger/de/produkte/251764), [iShares: IEEM](https://www.ishares.com/de/privatanleger/de/produkte/251857)
- [Fidelity: FYEQ-Factsheet](https://www.fidelityinternational.com/FILPS/Documents/en/current/pro.en.xx.IE00BYSX4739.pdf)
- [HSBC: HIDR-Factsheet](https://www.assetmanagement.hsbc.lu/api/v1/download/document/ie00b46g8275/lu/en/factsheet)
- [JPMorgan: Optionsstrategie](https://am.jpmorgan.com/se/en/asset-management/adv/insights/portfolio-insights/pm-perspectives/equities/using-options-to-help-turn-market-volatility-into-extra-income/), [iShares: WINC](https://www.ishares.com/de/privatanleger/de/produkte/335083)
Danke dir, damit wird die Aufstellung klarer. 🙂 **Ich halte WINC bei dir grundsätzlich für eine mögliche Ergänzung. Dass du deshalb den bisherigen JEGP-Sparplan vollständig ersetzen solltest, ergibt sich für mich aus der Liste aber noch nicht.**
Du hast bereits mehrere Fonds, die auf dividendenstarke Unternehmen setzen: TDIV, VHYL und ZPRG verfolgen unterschiedliche Auswahlregeln, bedienen aber eine ähnliche Grundidee. Beim ZPRG kommen beispielsweise mindestens zehn Jahre gleichbleibende oder steigende Dividenden sowie positive Eigenkapitalrendite und operativer Cashflow als Kriterien hinzu. Das sind unterschiedliche Ansätze, aber keine voneinander unabhängigen Anlagewelten. :chatgpt-content-reference{index="0"}
EUHD und EXXW setzen zusätzliche regionale Schwerpunkte: EUHD auf dividendenstarke, schwankungsärmere Aktien der Eurozone, EXXW auf Dividendenwerte aus Asien/Pazifik. Damit gewichtest du bestimmte Regionen und Auswahlmerkmale gegenüber deinen globalen Fonds zusätzlich. Das kann gewollt sein – die tatsächliche Wirkung hängt allerdings von den Beträgen ab, die darin stecken. :chatgpt-content-reference{index="1"}
**Besonders anschauen würde ich mir deine Schwellenländer-Aufstellung.** IEEM bildet den breiten MSCI Emerging Markets ab. FYEQ investiert ebenfalls in Schwellenländer, wählt aber nach Qualitäts- und Dividendenkriterien aus. Außerdem enthält bereits VHYL Schwellenländeraktien. Das ist nicht automatisch unnötig doppelt, bedeutet aber, dass deine gesamte Schwellenländerquote über mehrere Fonds verteilt entsteht. :chatgpt-content-reference{index="2"}
Ein interessantes Detail: FYEQ hatte laut Factsheet zum 30. September **47,9 % Informationstechnologie**, mit **34 % Taiwan und 21,6 % Südkorea**. Ein Dividendenfonds muss also keineswegs hauptsächlich aus defensiven Konsumwerten und Versorgern bestehen. Bei dir ist bereits ein erheblicher Technologieschwerpunkt innerhalb dieses einzelnen Fonds vorhanden. Wie stark er dein Gesamtdepot prägt, wissen wir ohne Gewichtungen noch nicht. :chatgpt-content-reference{index="3"}
HIDR ist nach der verlinkten ISIN übrigens der **HSBC MSCI Indonesia**, kein Goldprodukt. Falls du zusätzlich Gold besparst, fehlt dieser Baustein noch in der Aufzählung. Den Indonesienfonds würde ich als gezielte Länderbeimischung betrachten: Ende August enthielt er lediglich neun Aktienpositionen und rund **70,3 % Finanzwerte**. Das ist eine deutliche Konzentration innerhalb des Fonds. :chatgpt-content-reference{index="4"}
Was bedeutet das jetzt für **JEGP oder WINC**?
JEGP bringt dir bereits einen anderen Ertragsmechanismus neben klassischen Dividenden: Optionsprämien, kombiniert mit einer defensiveren Aktienauswahl. WINC nutzt ebenfalls Optionsverkäufe, setzt aber auf eine andere systematische Aktienauswahl und zusätzliche Index-Futures zur stärkeren Marktteilnahme. Ein zweiter Anbieter verteilt die Umsetzung auf zwei Managementteams, schafft aber keine neue Anlageklasse. :chatgpt-content-reference{index="5"}
**Mein Vorgehen wäre deshalb: erst die gewünschte Gewichtung dieses Optionsbausteins festlegen, anschließend entscheiden, ob ihn JEGP allein oder beide gemeinsam übernehmen sollen.** Eine Aufteilung neuer Sparraten wäre nachvollziehbar, wenn du beide Ansätze bewusst haben möchtest. Nur wegen einer momentan höheren Ausschüttung würde ich nicht vollständig auf WINC umstellen.
Für dein Ziel ab 2035 würde ich außerdem eine feste monatliche Ausgabe nicht von unveränderlichen ETF-Ausschüttungen abhängig machen. Ich würde mit niedrigeren Ausschüttungen rechnen können und eine Liquiditätsreserve für die geplanten Ausgaben vorsehen. Dass du Kursschwankungen aushältst, hilft sehr; ob die Einnahmen deine Ausgaben decken, ist eine zusätzliche Frage.
Mit 1.500 € monatlich kommen über acht Jahre bereits **144.000 € neue Einzahlungen** zusammen, ohne Rendite und zusätzlich zu deinem bisherigen Vermögen. Deshalb lohnt es sich, die Sparraten gezielt nach gewünschten Depotgewichten zu verteilen.
Was mir für eine konkrete Empfehlung noch fehlt: **die monatlichen Beträge je ETF, die ungefähren aktuellen Depotgewichte einschließlich deiner älteren Einzelaktien, dein gewünschter monatlicher Netto-Cashflow ab 2035 und dein Steuerland.** Kleine Aktiensparpläne bedeuten schließlich nicht automatisch, dass auch die bereits vorhandenen Aktienbestände klein sind. Prozentangaben reichen dafür völlig.
Quellen:
- [VanEck: TDIV-Factsheet](https://www.vaneck.com/lu/en/library/fact-sheets/tdiv-fact-sheet.pdf), [Vanguard: VHYL](https://www.vanguard.co.uk/professional/product/etf/equity/9506/ftse-all-world-high-dividend-yield-ucits-etf-usd-distributing), [State Street: ZPRG](https://www.ssga.com/de/en_gb/institutional/etfs/state-street-spdr-sp-global-dividend-aristocrats-ucits-etf-dist-zprg-gy)
- [Invesco: EUHD](https://www.invesco.com/se/en/financial-products/etfs/invesco-euro-stoxx-high-dividend-low-volatility-ucits-etf-dist.html), [iShares: EXXW](https://www.ishares.com/de/privatanleger/de/produkte/251764), [iShares: IEEM](https://www.ishares.com/de/privatanleger/de/produkte/251857)
- [Fidelity: FYEQ-Factsheet](https://www.fidelityinternational.com/FILPS/Documents/en/current/pro.en.xx.IE00BYSX4739.pdf)
- [HSBC: HIDR-Factsheet](https://www.assetmanagement.hsbc.lu/api/v1/download/document/ie00b46g8275/lu/en/factsheet)
- [JPMorgan: Optionsstrategie](https://am.jpmorgan.com/se/en/asset-management/adv/insights/portfolio-insights/pm-perspectives/equities/using-options-to-help-turn-market-volatility-into-extra-income/), [iShares: WINC](https://www.ishares.com/de/privatanleger/de/produkte/335083)
•
22
•Danke Dir nochmals, lieber @Raketentoni ! Das hier von Dir betrachtete Vorhaben ist tatsächlich nur ein (kleinerer) Bestandteil meines Vorsorgevorhabens.
Ich werde aufgrund der von Dir bereitgestellten Informationen nicht (!) in den WINC investieren sondern beim JEGP bleiben. Die Annahmen hinsichtlich meiner Beweggründe zu den einzelnen ETFs erfolgten allesamt zutreffend.
Den breiten MSCI Emerging Markets bespare ich übrigens nicht (mehr) sondern bin Deiner Empfehlung vor einigen Monaten gefolgt und habe auf den EM Quality Income gewechselt.
Ich werde aufgrund der von Dir bereitgestellten Informationen nicht (!) in den WINC investieren sondern beim JEGP bleiben. Die Annahmen hinsichtlich meiner Beweggründe zu den einzelnen ETFs erfolgten allesamt zutreffend.
Den breiten MSCI Emerging Markets bespare ich übrigens nicht (mehr) sondern bin Deiner Empfehlung vor einigen Monaten gefolgt und habe auf den EM Quality Income gewechselt.
•
22
•11Std.
Ich habe den JEGP auch seit 1,5 Jahren (ca 5% Portfolio Größe). Als Ergänzung zu meinen anderen Dividenden orientierten ETFs sowie Einzelaktien (Core Satellit)
Ich lasse ihn einfach als persönliches Experiment laufen.
Derzeit einen Sparplan genau in Höhe der Ausschüttungen laufen.
Mal schauen wie sich der manuell eingestellte DRIP in 10 Jahren entwickelt
Ich lasse ihn einfach als persönliches Experiment laufen.
Derzeit einen Sparplan genau in Höhe der Ausschüttungen laufen.
Mal schauen wie sich der manuell eingestellte DRIP in 10 Jahren entwickelt
••
