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Guten Morgen liebe Community!

Heute Morgen geht es mal nicht um neue Trades oder um Aktien, in die ich einsteigen möchte und die interessant sind. Heute möchte ich mit Euch meine Gedanken zu einem Thema austauschen, was eher dem Lernprozess an der Börse dient und warum es vielen so schwer fällt, dass sie das eigentlich logische in der Realität nicht umsetzen. Ich weiss, dass hier natürlich viele sind, die das, was ich schreibe, alles wissen. Aber den Einen oder die Andere interessiert und hilft es dann ja doch.

Was unterscheidet also einen durchschnittlich erfolgreichen Anleger von einem sehr erfolgreichen?

Aus meiner Sicht kann man das mit einem Wort zusammen fassen: DISZIPLIN!!!

Um das zu verstehen, blicke ich mal kurz so gute 25 Jahre zurück, auf die Zeit der Geburt des Neuen Marktes und der Technologieaktien. Damals war meine aktivste Zeit. Gegen das, was ich damals gehandelt habe, ist das heute ein Fliegenschiss. Es gab Tage, da habe ich 40% ( der höchste Tagesverlust) -60% ( der höchste Tagesgewinn) des Depotvolumens verloren oder gewonnen. Wie geht so was? Das frage ich mich heute auch!

Die Ursache lag aber wohl genau darin, dass mir etwas gefehlt hat und das war Disziplin!

Heute handel ich immer nach dem Motto: Gewinne laufen lassen! Verluste begrenzen! Liest man ja auch öfter in meinen Posts.

Damals habe ich vor allen Dingen zu Zeiten des Niederganges des Neuen Marktes, Gewinne schnell mitgenommen, aber die Werte, die 30,40 oder auch 60% ins Minus gelaufen waren, immer weiter nachgekauf, in dem festen Glauben, sie müssten ja mal wieder steigen.

Und damit es vor allen Dingen, den noch nicht so erfahrenen hier, die sich noch von den hier teilweise erzielten Renditen beeindrucken lassen, leichter fällt, verinnerlicht Euch dieses Motto. Es hörst sich banal an, aber die Umsetzung ist nicht so leicht. Das sehe ich daran, dass ich in den Kommentaren zu meinen Trades oft gefragt werde, wie lange willst du halten? Bin 30% im Plus, es juckt mich Gewinne mitzunehmen.

Der Gedankengang ist absolut verständlich. 30% sind viel in relativ kurzer Zeit, dass will ich mir sichern! Wenn man das machen möchte und damit zufrieden ist, kann man das machen, aber man muss dann auf der anderen Seite auch sagen, ich bin 15% im Minus, ich begrenze jetzt meine Verluste und suche mir den nächsten Einstieg. Weil wie will man sonst eine bessere Rendite erzielen, als der Markt. Aber bei vielen setzt dann der Prozess ein, ich kaufe nach und verbillige meinen Einstieg, oder noch schlimmer, wird schon wieder aufwärts gehen, nur Geduld. Verinnerlicht Euch: Ein Wert, der 50% ins Minus geht, muss sich anschliessend verdoppeln, damit Ihr nur auf Plus/Minus 0 kommt. Das ist für mich keine Option. Ich spreche dabei explizit nicht von meinen High Risk Derivate Trades, wo natürlich auch mal Verluste bis zum Totalverlust vorkommen. Das ist aber einkalkuliert.

Daher mein Rat, setzt Euch für Eure Käufe eher ein festes maximales Verlustziel!!! Wenn sich jeder hinterfragt und ehrlich ist, haben die meisten das nicht! Ich werde auch nie danach gefragt. Ein festes Gewinnziel braucht Ihr nicht! Wofür soll das gut sein?

Baut Euch eine Absicherung von Anfang an zumindest mental ein, z.B. 20% minus sind für mich akzeptabel. Läuft Euer Investment dann in die von Euch gedachte Richtung, zieht Ihr diese Grenze nach oben. Überschreitet ein Wert Eure Wunschgewinngrenze von z.B. 30%, könnt Ihr ja die Absicherung bis zu dem Punkt hochziehen. Aus eigenen schmerzhaften Erfahrungen kann ich euch sagen, Disziplin nach unten einzuhalten, ist wichtiger als nach oben, wenn Ihr dauerhaft erfolgreich sein wollt.

Und achtet bei Euren Erwartungen darauf, dass Eure Erwartung zu dem Risiko passt, was Ihr eingeht.

Oft beantworte ich gerade im Derivatebereich Fragen bis wann ich halten will, mit der Antwort, ich strebe 100% an. Als Antwort kommt dann oft, mir würden die 30% bis jetzt schon reichen. Ganz ehrlich, das kommt doch auf das eingegangene Risiko an. Wähle ich ein Derivat mit Hebel 10, was ein sehr hohes Risiko ist, erwarte ich, dass die Aktie 10% macht, damit ich meine 100% erreiche. Will ich nur 30% haben, nehme ich doch kein Hebel 10 Produkt, nehme ich eins mit Hebel 3 und schlafe ruhiger, weil ich einen Bruchteil des Risikos eingehe und die gleiche Aktienentwicklung benötige.

PS: Ich schlafe auch mit Hebel 20 gut! :-)

Wenn Ihr weitere Fragen habt, stellt sie gerne. Vielleicht verhilft es ja dem Einen oder der Anderen zu einer erfolgreicheren Denkweise.

Ansonsten wünsche ich Euch allen einen erfolgreichen Tag, egal was Ihr vorhabt.


Ausserdem schon mal ein schönes Wochenende! Auch wenn das wahrscheinlich nicht mein letzter Post für heute war!


Euer Chris

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70 Kommentare

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Wichtige Gedanken zum Thema Trading! 🙏

Eine Ergänzung zum zentralen Aspekt der Disziplin: Um die überhaupt einzuhalten, braucht man einen klaren, begründeten PLAN, und zwar schon VOR dem Kauf. Was sonst sollte man diszipliniert einhalten?
Zu einem solchen Plan gehören klare Ausstiegskriterien: SL, Kurzziel, Renditeziel etc.
Diese Kriterien sollten nach begründeten, verständlichen und getesteten Regeln aufgestellt werden. Das hilft am besten, sie auch einzuhalten, wenn der Markt eskaliert.

Ein Gedanke, der auch hilft: "Der Markt ist für alle gleich. Ob du gewinnst oder verlierst, liegt allein in deiner Hand." 💪
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Nachkaufen, wenn’s bergab geht bietet sich gut bei einer passiven Strategie an mit einem Welt-ETF. Wahrscheinlich die beste Wahl für über 90% der Investoren.
Aber gleichzeitig sollte man nicht auf die Idee kommen sein Geld rumliegen zu lassen für den nächsten Crash.
Danke @Multibagger fürs Teilen. Für viele mag das selbstverständlich wirken. Doch die wenigsten dokumentieren Wissen und Erfahrung und ich glaube am Ende bringt es dir etwas es zu schreiben (gut dir ausnahmsweise vielleicht nicht, du hast einfach brutale Erfahrung 😅), mir bringt es etwas das noch einmal zu lesen und jeder Anfänger kann super davon profitieren und lernen.
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@Wealth-Accelerator Mich würde noch interessieren wie man so eine Disziplin handhaben würde wenn man über Tranchen in einen Titel rein geht? In meinem Kopf ist noch ein Knoten wie ich erkenne ob es gut wäre die weiteren Tranchen zu platzieren oder wieder alles zu verkaufen.
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@Snoopy
Da bin ich der falsche Ansprechpartner.
Ich traue mir weder gutes Timing zu, noch ein Händchen für Einzelaktien. Zumindest Stand heute 😂😂
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@Snoopy das kommt sehr darauf an, warum Du die erste Tranche gesetzt hast? Um einen Fuss in die Türe zu stellen? Um auf ein positives Ereignis zu spekulieren. z.B. Zulassung eines Medikamentes, Übernahme, etc. Bei letzteren kann man natürlich immer, wenn das Ereignis nicht eintritt die Reissleine ziehen.
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@Multibagger Eigentlich immer um einen ersten Fuß in die Tür zu bekommen. Gutes Beispiel wäre $ONDS gewesen. Als sie bei 5€ standen, hatte ich überlegt einer erste Tranche zu setzen, habe diese letztendlich aber nicht gesetzt, da ich auf weitere Kursrücksetzer hoffte. Wäre ich mit einer ersten Tranche rein gegangen, wäre ich zumindest mit einem kleinen Teil meiner Investition dabei. Tranchen sind für mich also auch psychologisch, den Zug nicht komplett sondern nur teilweise verpasst zu haben, sollte der Kurs davon eilen.
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@Snoopy da ist es dann ja relativ einfach. So lange sich an Deiner fundamentalen Einschätzung zum Unternehmen nichts ändert und Du langfristig überzeugt bist, kannst Du jederzeit weitere Tranchen platzieren oder an charttechnischen Marken orientiert. Unterstützungszonen, liegen momentan bei $ONDS zwischen 11,50 und 12$. Durchbrechen neuer ATH auf Schlusskursbasis, spricht immer für sehr viel Momentum.
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@Multibagger Was denkst du wie hoch es aktuell noch geht? Ich denke es kommt bald einer Korrektur? Habe gerade gelesen das auch zwei extrem wichtige Events anstehen, die für Volatilität sorgen könnten oder?
Am 14. Januarist die Präsentation auf der Needham Growth Conference. Und am 16. Januar ist der große OAS Investor Day. Hier wird das Management Details zum Business-Plan und zur Profitabilität (EBITDA-Breakeven-Ziel 2. Halbjahr 2026) liefern.
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@schlimmschlimm sie werden die Profitabilität auf das 3. Quartal präzisieren.
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Ein sehr starker Post, Chris, dessen Inhalt ich mir bereits heute in de frühen Morgenstunden zu Herzen nahm. Ich bin seit Ende 2023 im Börsengame, zunächst vollkommen entspannt mit ETFs. Seit knapp einem Jahr besitze ich ein diversifiziertes Aktienportfolio mit einem stabilen Kern. Inspiriert durch diese Community - allen voran durch Dich - habe ich mein Portfolio mittlerweile um zahlreiche "Potential-Aktien" erweitert. Dabei ist der Rohstoff-Sektor überproportional vertreten, aber auch $ONDS, $OMDA oder $IREN gehören dazu. Unterwegs gab es viele Learnings und ich glaube mit die (für mich) beiden wichtigsten sprichst Du hier an: Verluste begrenzen und Gewinne absichern. Zu Beginn habe ich einge Aktien auch stark ins Minus laufen mit der von Dir beschriebenen Hoffnung "wird schon wieder". Das passiert mir heute nicht mehr, entsprechende Stops sind gesetzt. Auf der anderen Seite möchte ich in Zukunft auch bereits erzielte Renditen absichern. Bei $LYC hatte ich Mitte Oktober in der Spitze leider keine Gewinne mitgenommen oder abgesichert - das mache ich in Zukunft anders.

Ein Learning von mir: Stops nicht zu eng setzen, gerade wenn man - wie ich - sich vom lieben Chris inspirieren lässt und auf volatile Titel setzt. Ja, die Verluste werden dadurch eng begrenzt, allerdings ist ein enger Stop natürlich auch schnell erreicht...

Danke für Deine Inspiration, Chris. Ich verfolge jeden deiner Posts sehr aufmerksam, auch wenn nicht jeder Deiner Trades was für mich ist - weil zu risikoreich für mich. Und trotzdem ist das wertvoll für mich! Du hast gestern glaube ich ein Derivat auf Silber gepostet - war mir zu risky, ich habe mich dann für einen 3fach gehebelten ETC auf Silber entschieden und bin damit sehr happy.

Viele Wege führen nach Rom. Danke für das Teilen deines Weges :-)
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@Lorlen sehr gerne, und was den Silber Trade angeht, lagst du auf jeden Fall richtig, weil meiner ist ja ausgestoppt worden.
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@Multibagger In diesem Fall mag das so sein, dass die konservativere Methode die erfolgreichere war. Auf lange Sicht wirst du aller Voraussicht nach deutlich erfolgreicher sein, was ich Dir von Herzen gönne.

Dieses Beispiel mit dem Silber-Trade bildet auch ein Learning von mir gut ab: Verluste gehören zum Game, egal ob wie bei Dir eine High-End-To-The-Moon-All-In-Risk-Strategie gefahren wird, der FTSE-World bespart wird oder das Geld unter dem Kopfkissen verinflationiert. Man kann niemals durchgehend gewinnen und muss auch psychisch damit klar kommen, dass da mal rote Prozentzahlen stehen, die auch zweistellig sein können.

Musste ich mich erst dran gewöhnen. Jetzt wo ich gesehen habe, dass auf Alphabett 200er-Hebel mit 0,5% Abstand zum KO gehandelt werden, bin ich schon gelassener.

Alles Erfahrungen, die ich machen musste, um die Emotionen die zwangsläufig entstehen, besser zu regulieren.
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@Lorlen der Alphabet Trade wäre selbst mir zu heiß und das will schon was heißen.😉😂
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@Multibagger Irgendwann mach ich das mal. Vielleicht bevor Earnings sind. Wenn's klappt schick ich Dich und Deine Liebste von dem Gewinn in Urlaub
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@Lorlen ich habe das früher oft gemacht, aber nicht auf Einzelaktien, sondern auf Indizes. Damals gab es noch keine KO Scheine in dem Maße auf jeden Pommesbude
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Danke für diesen tollen Beitrag! Ich denke es geht vielen so und ist den meisten schon passiert oder passiert es immer wieder. Zum Thema nachkaufen um den EK zu drücken habe ich folgende Gedanken. Es kann ja eine gute Maßnahme sein. KANN! Wenn fundamental noch alles in Ordnung ist. Es sollte natürlich jeden klar sein, der so etwas tut, dass der Grund warum der Kurs fällt eben entscheidend ist. Ein guter Bekannter von mir kauft grundsätzlich nicht in solchen Phasen, er sagt immer "Ich kaufe doch keine Schwäche". Fallenden Kurse in einem Ausmaß von 50% sind für ihn meist dann oft Schwäche und müssen daher genau beurteilt werden." Oder er sagt auch gutes Geld schlechtem hinterherwerfen. Wie sinnvolle war es dann den EK zu drücken, wenn man dann immer noch 20% unter Wasser ist und der Wert über Monate oder länger nicht mehr steigt. Weil sich eben grundlegende Voraussetzungen geändert haben. Wenn die Story allerdings stimmt, bekommt man mehr Anteile für weniger Geld.
Ich versuche aus dem was ich bisher gelernt habe folgendes zu unterscheiden:
Marktbedingter Rückgang: Wenn der gesamte Sektor (z.B. Tech) um 30% fällt, das Unternehmen aber wächst, ist das Nachkaufen oft rational.
Unternehmensspezifischer Rückgang: Wenn der Kurs fällt, weil das Geschäftsmodell bröckelt (z.B. durch neue Konkurrenz oder Bilanzprobleme), ist das Nachkaufen brandgefährlich.
Auch noch ein wichtiger Punkt, der total logisch ist aber der auch oft vergessen wird ist: Viele Privatanleger vergessen beim "Verbilligen" die Opportunitätskosten. Selbst wenn die Aktie sich nach zwei Jahren mühsam zurück auf den Einstandspreis kämpft, hat man in dieser Zeit Kapital gebunden, das in einem anderen Wert vielleicht schon 20% oder 30% Rendite erwirtschaftet hätte.
Ich habe mir z.B. folgende grobe Checkliste erstellt, hat jemand dazu Ergänzungen?
Ursachen-Check: Ist der Grund für den Fall extern?
Fällt die Aktie nur, weil der Gesamtmarkt (z. B. der DAX oder S&P 500) oder die gesamte Branche korrigiert?
Wenn nur diese eine Aktie fällt, während der Markt steigt, liegt oft ein internes Problem vor, das ich vielleicht noch nicht sehe.
Investment-Case: Ist die ursprüngliche These noch intakt?
Haben sich die Fundamentaldaten (Umsatzwachstum, Burggraben, Management) seit meinem Erstkauf verschlechtert?
Wenn sich das Geschäftsmodell geändert hat, kaufe niemals nach – egal wie günstig es aussieht.
Gibt es keine bessere Alternative?
Ist das Nachkaufen in diese (verlierende) Position wirklich die beste Verwendung für mein Geld? Oder würde eine neue Aktie mit mehr Momentum mir schneller Rendite bringen?
Bleibt die Gewichtung gesund?
Wird die Position durch das Nachkaufen zu groß in meinem Gesamtdepot?
Eine einzige Position möchte ich nicht mit mehr als 5% meines Gesamtkapitals gewichten, um mich vor einem Totalausfall zu schützen.
Hat sich der Boden bereits gebildet?
Greife ich in ein fallendes Messer?
Oft ist es klüger, erst nachzukaufen, wenn der Kurs eine erste Bodenbildung (Seitwärtsphase) zeigt, statt im freien Fall den Schnitt zu drücken.
Anmerkung! Ist mir leider schon zu oft passiert. ☹ Trotz Regel!
Da sind wir wieder beim Thema! DISZIPLIN!
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Da hast du definitiv recht. Zwar bin ich keine 25, 15 oder 10 Jahre an der Börse, aber auch ich habe erkannt wie wichtig es ist, diszipliniert zu sein was Investments angeht. Sei es in die eine, aber auch in die andere Richtung. Wichtig ist es, unemotional und rational zu handeln. Wenn eine Aktie 30-70% im Minus ist, hat das ein Grund. Zwar sind Zwischenkorrekturen normal, jedoch ist es wichtig sich selbst auch mal einzugestehen, dass man sich einfach falsch entschieden hat und schlicht und ergreifend ein falsches Investment getätigt hat. Aber einfach so da zu sitzen und drauf zu HOFFEN, dass die Aktie wieder steigt ist sinnlos. Aber auch da kommt es auf die Aktie an. Gutes beispiel ist $QNC . Die Aktie war bei mir 80% im Minus. Gut 1 1/2 Monate später 20% im Plus. Warum? Weil es ein PennyStock ist. Reden wir jetzt aber mal nicht von PennyStocks oder Derivate, sondern von Mid- bzw. LargeCap. Aktien, ist ein 80%iger Rückgang nicht ohne Grund. Dann, wie du es schon erwähnt hast, zu denken ,,Ja die wird ja schon wieder hochgehen" ist meiner Meinung nach schwach. Man muss sich an dieser Stelle fragen, was man mit dem übrigend Geld hätte sonst machen können. Andere Investments? Privat für Konsumgüter verwenden? Stattdessen einfach weiter laufen lassen und hoffe, ist zwar manchmal die bessere Entscheidung, aber in den seltensten fällen.
Auf der anderen Seite gilt dies auch für Gewinne. Ist eine Aktie 100% Im Plus oder lass es auch ,,nur" 30% sein, bist du zwar auf dem Papier reicher, aber in der Realität nur dann, wenn du auch verkaufst und den Gewinn mitnimmst. Auch da erwische ich mit oft selbst bei. Jetzt mal ehrlich. Wie oft kauft oder verkauft man denn Aktien zum Perfekten Zeitpunkt, kurz vor dem Turn-Around? So gut wie nie. Also ist es auch mal okay Gewinne mitzunehmen, selbst wenn die Aktie danach noch ihre 10-20% macht. Aber einfach nur aus FOMO nicht zu verkaufen finde ich falsch.
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@der_Don Natürlich soll man auch mal Gewinne mitnehmen. Das mache ich auch. Ich nehme auch lieber 5x200% mit, als jahrelang auf einen Tenbagger zu warten.
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@Multibagger 180 🤪 (sorry)
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Starker Post
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Danke für deine Sichtweise, wie du das handhabst.
Da hast du vollkommen Recht.
Wie du sagst wenn ein Trade mal nicht aufgegangen ist und man im Minus verkauft ist das besser als wenn man ewig drinnen bleibt und so Rendite flöten geht.
Einfach Verluste begrenzen und sich einen neuen, besseren Trade suchen.
Ich persönlich Handel garnicht mit Derivate und habe darin auch nicht viel Erfahrung, habe allerdings schon viel von anderen mitbekommen/mitgelesen.
Wünsche dir ebenfalls schon ein schönes Wochenende. :)
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@MrSchnitzel Mich irritiert total Dein neues Profilbild seit gestern. Viele User hier, mit denen ich mich regelmässig austausche, erkenne ich in der Übersicht immer als erstes am Profilbild. Als dann gestern dieses Bild auftauchte, habe ich gedacht, oh, jemand Neues der Dir schreibt. Dann las ich Mr. Schnitzel und dachte mir, der sah den Tag davor doch noch ganz anders aus. :-)
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@Multibagger Mein Name bleibt, daran sollte man mich immer erkennen.
Das Problem ist, ich brauch Abwechslung bzw will mal was neues ausprobieren und mir gefallen viele Bilder.
Mein altes war mir irgendwie zu standardgemäß.😅😁
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@MrSchnitzel Sehr schönes Bild. Ist das deiner?
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@Nevs1848 Leider nicht, ist aktuell nicht möglich.
Ich möchte mir allerdings in naher Zukunft einen zu uns holen. 😊
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@MrSchnitzel Ich liebe altdeutsche Schäferhunde. Die gefallen optisch und vom Charakter total gut. Tolle Hunde😊
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@Nevs1848 Sehe ich auch so. :)
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@Nevs1848 leider sehr anfällig für Hüftprobleme!
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@Multibagger Das stimmt, aber dieses Problem haben die meisten größeren Hunde.Man sollte halt schauen ein Tier aus einer Arbeitslinie zu bekommen, die haben weniger den abfallenden Rücken. Aber auch da hat man keine Garantie.
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Danke Chris für die sehr klaren und vor allem weisen Worte. Hier spricht ein Trader mit langjähriger Erfahrung, der eben auch andere Zeiten kennt. Viele sind hier erst 2-3 Jahre dabei und kennen nur den Weg nach oben, den wir ja auch zweifellos (man braucht sich nur mal den MSCI World oder den S&P ansehen über 5 -10 Jahre) in den letzten Jahren hatten. Alles hier von Chris formulierte kann man sich ausdrucken und auf den Schreibtisch legen, prägnanter und klarer bekommt Ihr das nicht formuliert.👍
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@value_crafter_1628 danke für das Kompliment
@Multibagger Danke auch für einen wieder mal sehr wertvollen Post. Ich würd mal sagen, mich hast Du damit auf alle Fälle erwischt. Bin zwar seit über 20 Jahren investiert, aber bis vor 2 Jahren quasi nur in gemanagten Fonds. Aber das ist ein anderes Thema. Ich gehe sogar noch ein Stück weiter, um die richtige Entscheidung zur Mitnahme / zum Ausstieg gar nicht zu haben finde ich zB @Epi Wikifolio so "angenehm". Ich hab noch einige Zeit (15 Jahre+) also hätte ich aktuell auch oft nicht den Stress auf jeden Schwank zu reagieren. Aber so paradox es klingt, ein Produkt zu haben welches quasi buy+hold mit (zumindest für mich) high risk ist ohne dass ich aber viel dafür tun muss hat für mich! einen extremen Charme. Werde denke auch bei @Krush82 einsteigen wenn das aktiv ist. Ich könnte mir durchaus vorstellen mit >50% in solchen Wikifolios oder ähnlichem zu sein, 30% "langweiligere" ETFs und paar Qualityaktien und Rest "Spielgeld" für den Zockertrieb ^^ Aber wie ihr, vor allem @Epi hier wieder seht, bin ich noch nocht mal bei Punkt 1 eines guten Anlegers, bei einer (vernünftigen) Strategie. Und das nach 25 Jahren investieren....... *schäm*
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@Migu11 Ich finde, du hast das genau richtig gemacht: du hast deine Schwäche erkannt und ein für dich sinnvolles Mittel gefunden, damit umzugehen.

Ich habe auch schon überlegt, stärker in gut gemanagte Wikifolios zu investieren. Aber mein Weg ist das irgendwie nicht. Ich muss verstehen, in was ich wie investiere. Und ich will Kontrolle darüber haben. Das gibt mir Sicherheit und Disziplin auch in schwierigen Zeiten. Und die meisten Wikifolios sind da relativ intransparent. Anders ist vielleicht das Wikifolio von @Krush82. Das verstehe ich, da kann ich mir vorstellen, einen festen Anteil meines Portfolios zu investieren.

Wie du siehst, muss jeder den Weg finden, der am besten zu ihm passt. Und wenn das 3xGTAA Wikifolio zu deinem Weg passt, freue ich natürlich darüber. 👍
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@Epi endlich versteht mich EINER :-)
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@Krush82 Nicht so voreilig, mein Lieber! Ich sagte, ich verstehe deine Strategie. Habe ihre Entwicklung ja mit begleitet. Ich verstehe auch, dass deine Strategie sehr gut getestet ist, aber ohne klare Heuristiken, dass die Parameter auch robust für die Zukunft sind. Und ich verstehe, dass du diese nicht hast. Ich verstehe aber nicht, warum du sie nicht suchst. Also: deine Strategie, ihre Möglichkeiten und Grenzen verstehe ich. Das war es dann aber auch. 😁
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@Epi da bist Du bei Ihm ja schon weiter als bei mir.😂 Ist ja auch einfacher. Er hat ja eine klare strukturelle Herangehensweise, die auf Zahlen basiert
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@Multibagger Korrekt. Deine Strategie verstehe ich nicht wirklich. Aber ich verstehe dein Mindset. Quasi invers zu @Krush82 😅
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@Epi wenn Du das jetzt verbindest, hast Du das beste aus 2 Welten!😂😂😎😎
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@Multibagger Genau: der durchschnittliche Getquin-Anleger. Da verstehe ich die Strategie und das Mindset nicht. Das beste aus beiden Welten. 😅
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Danke mein Lieber, ist wirklich ein schwieriges Thema. Glaube es hängt auch ein wenig davon ab, was für ein Investor ich bin. Und um welches Unternehmen es sich handelt. Als Trader hast du die Erfahrung, und da trifft deine Vorgehensweise wohl zu 100 % zu. Als langfristiger Investor, würde ich es nicht ganz so sehen. Hier habe ich immer die Worte von "Heiko Thieme" im Kopf. Du solltest ihn kennen, die jüngeren unter uns wohl weniger. Aber zählt wohl schon zu den Börsen Gurus. Seine Worte sind "Jeder sollte mit einer Aktie , erst einmal im Minus gewesen sein, um damit erfolgreich zu sein". Es gab hier mal jemand auf dem Portal, der hat Aktien gekauft, und wenn sie ihm nach dem Kauf ins Minus gerutscht ist, hat er sofort verkauft. Seine Portfolio Performance war immer top, aber wenn ich bei ihm unter realisierte Gewinne geschaut habe. Dann wurde mir Angst und Bange. Du siehst das Thema ist etwas umfangreicher. Ein Beispiel: mit $FEIM Frequency bin ich nach dem Kauf über 20% ins Minus gerutscht. Hier habe ich dann den Chart betrachtet.. Und noch einmal die Fundamental Zahlen überprüft. Es war alles stimmig, sonst hätte ich ja nicht gekauft. Die Nachrichtenlage war auch nicht negativ. Also habe ich noch einmal nachgekauft. Und jetzt ein paar Wochen danach bin ich über 50 % im Plus. Gerne können wir uns noch weiter über dieses spannende Thema austauschen. Oder einen gemeinsamen Beitrag darüber schreiben. 😘
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@Tenbagger2024 ich glaube das mit der Disziplin zieht sich durch alle Trading Stile. Der Fokus ist vielleicht etwas anders.
Seit ich im letzten Jahr Einzelaktien zu den ETFs dazu genommen habe merke ich das ganz stark.
Ich bin auch langfristig orientiert. Ich finde erfordert Disziplin seinen Stil zu entwickeln und beizubehalten. Die Zahl der Position und deren Größe in relation zueinander zu managen fällt für mich auch unter Disziplin.
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@Isus01010
Ohja. Gerade auch wenn man immer wieder neue Perlen findet
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Oder über die tollen Perlen liest, du du gefunden hast :D
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@Tenbagger2024 ich hatte doch Daumen hoch gegeben?
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@Multibagger
Hatte auf meinen langen Kommentar vielleicht noch ein Feedback erwartet
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@Tenbagger2024 ich war heute beruflich etwas eingespannt und musste alles zwischendurch immer Mal wieder was schreiben. War aber nicht böse gemeint. Ich bin bei keinem Deiner Beiträge eingeschnappt. Gibt es doch keinen Grund dafür
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@Multibagger Danke dir für den Input - dadurch werde ich mir nochmal bei meinem Investments diese Frage stellen. Ich habe mich in der Beschreibung deines Posts leider selber wiedererkannt. Daran versuche ich zu arbeiten. Zum Verständnis für mich: Schreibst du dir diese Grenzen je Wert auf/ behält sie im Kopf oder setzt Du die Limits hart im Orderbook?
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Bei mir reicht es wenn ich sie im Kopf habe
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Danke für diese Lektion. Ich sollte nun wohl das Learning gleich umsetzen und diesen Verlust begrenzen 😅 https://ibb.co/kV04yHQP
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@Iwamoto war das der Verlust vor der Bekanntgabe oder danach?😂
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Good points. Now, being much wiser than 5-10 years ago, I believe that discipline is the only key factor that makes difference not just in financial markets, but in any type of business. One would say that iscipline is strong tool that signficiantly increases your chance to outperform talent, knowledge and birth given starting points. In the end second grande strategy, if executed well, will in almost all cases outperform top notch strategy that is executed poorly.
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Danke Chris❤️
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Danke für diese wichtige Zusammenfassung! Vieles davon habe ich in den letzten Monaten hier im Forum gelernt, vieles auch auf die harte Tour durch eigene Erfahrung ;) Aber was man selbst erlebt hat, brennt sich auch besser ins Gedächtnis ein. Vielleicht noch ein Punkt, den man hinzufügen kann: verstehen, in was man investiert. Das trägt, zumindest bei mir, enorm dazu bei, die nötige Disziplin beizubehalten und unemotionaler zu handeln.
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@Redfox77 deswegen investiere ich nicht in Kryptos.😉
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Danke dir Chris 🤝
Ich bin zwar noch nicht lange an der Börse tätig, habe aber genau diese Fehler mit Einzeltiteln gemacht.
Teilweise -40% und dann dachte ich mir, kauf ich halt einfach immer wieder “BILLIGER“ nach. Fürs erste war es in meinem Kopf wieder etwas ruhiger, bis ich auf einmal merkte, die Aktie soll bzw. muss sich ja verdoppeln, um etwas Rendite zu erzielen. Ich habe auch ehrlich gesagt immer nur Stumpf ohne Plan in Aktien investiert.
Ohne Renditezil, Kursziel, wann steige ich aus usw.
Habe auch Aktien, ETF Sparpläne gekauft wo ein paar Tage später jemand geschrieben hat, vergiss die Aktie oder den ETF und habe wieder alles verkauft. Naja, daraus habe ich halt für mich schon einiges gelernt.
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Danke für deinen Input! Grade für Anfänger/innen hier in der Community total wichtig.

Ich selbst stelle mir diese Fragen auch ständig.. soll ich jetzt dir Alphabet Position verkaufen weil sie schon so gut gelaufen ist oder halte ich weiter an der $DEFI Position fest obwohl sie aktuell bei -50% steht?

Fragen über Fragen…
Wäre es bei Alphabet sinnvoll mit einer Stop/Loss Absicherung zu arbeiten falls der Kurs mal wieder steil fällt? Oder ist das bei solch soliden Aktien eher unnötig?

Ich bin mir oft sehr unschlüssig
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Chris, ich gebe dir vollkommen Recht
Disziplin ist ein Schlüsselelement um erfolgreich zu sein.
Sollten die Gewinne bei einer Aktie mal durch die Decke gehen, was wir ja alle hoffen, sollte man die Zusammensetzung des Depots nicht aus dem Auge verlieren.
Ich "schöpfe" dann etwas von der Position ab und lass den Rest weiterlaufen.
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Meinst du etwa mich ,ich fühle mich ertappt. Viele dieser Fehler hab ich selbst gemacht.Danke für deine Einschätzung.
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Ich habe angefangen mir pro Aktie, die ich länger halte (Nicht fürs kurzfristige Traden) eine Art „Zinsziel“ gesetzt. Das berechne ich abhängig von der Zeit, die ich die Aktie halte inkl. erhalten Dividenden… und wenn die Performance unter den Ziel-Wert fällt sollte verkauft werden… bei kurzfristigen Trades wird bei max x (meist 20-25 % je nach Volatilität der Aktie) Verlust automatisch verkauft… seitdem ich das mache hat sich meine Performance verbessert…
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Klasse Beitrag! Auch wenn ich noch nicht so viel Erfahrung habe, das geschriebene hilft mir sehr viel. Auch wenn manche Sachen einfach klingen, spricht eine tiefe und langjährige Erfahrung daraus. Ich bin dankbar für solchen Input. Vielen herzlichen Dank. Ps: bei mir max Hebel 3 😉
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Problem bei der Ausführung ist das die falsche Strategie mit Disziplin zu fahren trotzdem ins Verderben führt.

Also ist es eher eine iterative Strategie die aus Fehlern lernt und dann mit Disziplin diese vermeidet.
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arbeitest du auch mit Cash secured puts oder coverede calls optionen um mit prämien geld zu kassieren? oder ist das nicht so dein ding?

Lg und danke für deine beiträge
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Anfängern sollte man grundsätzlich von traden abraten. Und sofort verkaufen wenn der Markt mal ins Minus geht ist der klassische Fehler von Anfängern an der Börse.
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Danke für den echt ausführlichen Bericht und auch Erfahrungsschatz.
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