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🏠 Immobilie vs. Dividenden-ETF: Tausche Klumpenrisiko gegen Cashflow?

Hallo liebe Community,

ich stehe aktuell vor einer wegweisenden Entscheidung in meiner Investment-Strategie und würde mich über euer konstruktives Feedback freuen.

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Ich hatte das große Glück, eine Eigentumswohnung in einem Mehrparteienhaus zu erben. Eigentlich ein Segen, aber bei genauerer Betrachtung bereiten mir zwei Punkte Kopfzerbrechen:


Mangelnde Kontrolle: In der Eigentümerversammlung kann ich bei großen Investitionen (z.B. neues Heizsystem) leicht überstimmt werden.

Finanzielles Risiko: Hohe laufende Kosten für die Hausverwaltung und potenzielle Sonderumlagen könnten mein Budget sprengen – Rücklagen, die ich aktuell nicht ad hoc leisten könnte.

Mein Plan: Die Wohnung verkaufen und das Kapital umschichten, um einen sofortigen, passiven Cashflow zu generieren, der meine laufenden Lebenshaltungskosten stützt.


Mein Fokus: Der Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield UCITS ETF (Dist)$VHYL (+1,06 %)

Ich finde den Ansatz attraktiv, da er weltweit gestreut ist und eine solide Ausschüttungsrendite bietet. Aber ist das die beste Wahl für 2026 und viel wichtiger die Zukunft?


  • Wie steht ihr zum Vanguard High Dividend im Vergleich zu einem klassischen Distributing All-World oder spezialisierteren Dividenden-Aristokraten?
  • Habt ihr alternative ETF-Vorschläge (z.B. von iShares oder Fidelity), die vielleicht eine bessere Balance zwischen Wachstum und Rendite bieten?
  • Gibt es hier jemanden, der den Schritt "Immobilie zu ETF" schon gewagt hat?


Ich freue mich auf eure Meinungen und Erfahrungen! Auf ein erfolgreiches restliches Jahr 2026 – hoffentlich sehen wir bald alle wieder mehr Grün in den Depots! 📈🚀

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#finanziellefreiheit
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16 Kommentare

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Deutlich besser ist, wie schon erwähnt, der $TDIV. Wir gehen dieses Jahr auch den Schritt Mehrfamilienhaus gegen Dividenden ETF's tauschen.
Müssen dann zwar im geerbten Haus Miete zahlen haben dafür aber keinen Stress mehr und eine höhere Rendite.
Außerdem müssen wir weniger Steuern zahlen.
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Habe den $VWRL , den $TDIV und den $VHYL im Depot, ist allerdings für meine Rentenzeit bespart, welche hoffentlich in einigen Jahren ansteht 😊
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Ich bin pensioniert und habe $VWRL , $VHYL und $TDIV im Portfolio. Die drei bilden quasi den Kern meiner Anlagen und ich kann auch gegenwärtig gut schlafen.
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Würde ich selbst drin wohnen, würde ich sie behalten.
Solange sich meine Lebenssituation ändert.
Die Nebenkosten solltest du natürlich erwirtschaften können.

Wäre sie vermietet, würde ich wenn ich keine Erfahrung hätte mit Vermietung, auch behalten?

Warum?
Erfahrung ist alles. Davor sollte man keine Angst haben.

Fallen Kosten an, nimm einen Kredit auf! Und zahl ihn von der Miete ab.

Kosten kannst du zu 100% absetzen und schmälern dein Einkommen aus nicht selbstständiger Arbeit.
Also keine Angst vor Kosten die dich erdrücken!

Willst du es natürlich zu 100% nicht, verkaufen.

Überhetze nichts, meist sieht man die Dinge 6 Monate später etwas emotionsloser.
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Ich hab das schon gemacht - Wohnung verkauft und in ETFs umgeschichtet. Ich hab mich für $TDIV und $WINC entschieden. Der Ertrag aus den beiden ETFs ist höher als die Miete aus der verkauften Wohnung. Somit hat sich mein Ziel - höherer Ertrag bei weniger Verwaltungsaufwand - erfüllt.

Dennoch bin ich nach wie vor extrem stark Immobilienlastig. Die nicht verkauften Immobilien rentieren aber höher bzw. sind via Fremdkapital gehebelt, so dass sich dort ein anderer Investment-Case darstellt. Die fremdbestimmtheit gibt es dort nicht, da es sich meist um komplette Objekte ohne ETG handelt. Auch das Klumpenrisiko ist nicht gegeben, da sich das Risiko auf mehr als eine Mietpartei verteilt.
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Immo behalten und erstmal Erfahrung sammeln am Kapitalmarkt. Dann alles mal gegen rechnen und nochmal in der Community deine Erkenntnis hinterfragen.
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Hast du schon mal die laufenden Einnahmen/Aufwendungen genau aufgeschrieben? Jegliche Modernisierung der Immobilie kannst du bei Vermietung steuerlich geltend machen...
Wie gut lässt sich die Immobilie vermieten? bzw wo liegt die Immobilie?
Gibt es einen Investitionsstau und wie hoch sind die Rücklagen der WEG (ich entnehme deinem Post das es sich um eine WEG handelt)?
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@erbsinatorJa, genau, es handelt sich um eine WEG. Ich bin gerade am Durchrechnen und dachte mir, ich teile meine Überlegungen mal unter dem Aspekt, dass der eine oder andere eventuell schon vor der gleichen Entscheidung stand. Mir geht es vor allem darum, das allgemeine Stimmungsbild zu betrachten. vielen dank für deinen Input, bezüglich Investitionsstau frage ich nochmal nach. 👍
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Bist du zwingend festgelegt, dass du einen Ausschütter möchtest?
Ein thesaurierender All-World ist meines Erachtens immer die beste Wahl und Anteile zu Geld machen, kann man schließlich immer und das ist steuergünstiger als Ausschüttungen.
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@Wealth-Accelerator bitte um eine Erklärung, was an dem thesaurierenden steuergünstiger sein soll. Wenn du die Anteile verkaufst, zahlst du auch sofort Steuer wie bei Dividenden.

Und mit der Vorabpauschale und damit verbundenen Angleichung an den Ausschütter, hat sich mMn dieser Steuerstundungseffekt zumindest Stand jetzt erledigt.
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@ScorpionfromBW
Moment, bei einem Thesaurierer zahlst du bei einem Verkauf nur die Steuer auf den anteiligen Gewinn. Bei der Ausschüttung auf 100% der Ausschüttung.
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@Wealth-Accelerator ok wenn du meinst. Ich vertrete trotzdem die Meinung, dass mit der VPA die Vorteile des Thesaurierers weggefallen sind. Und ich finde die Dividenden als Motivation nicht verkehrt, am Ende des Tages muss eh alles versteuert werden.

Und um den FSA ausnutzen, sind die Ausschütter auch nicht verkehrt. Denn wenn der Thesaurierer am Jahresende null % Rendite gemacht hat, bringt auch der Verkauf und der sofortige Kauf, wie es manchmal vorgeschlagen wird, auch nichts, um den Freibetrag auszunutzen, da ja gar keine Gewinne angefallen sind. Beim Ausschütter wird immer (zum Teil oder ganz) der FSA ausgenutzt.
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@ScorpionfromBW
Alles gut 😉
Wollte nur darauf hinweisen. Du bist auf dem Fahrersitz 👍🏼
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Ich könnte mir bei uns in der Gegend mit meinem Kapital mindestens zwei, wenn nicht sogar drei 2-Zimmer ETWs kaufen. Ohne Kredit. Allerdings möchte ich das aus einem Grund nicht, nämlich die Flexibilität.

Ja, der Kapitalmarkt schwankt, teilweise erheblich, aber ich möchte nicht, dass falls sich gewisse Lebensumstände ändern sollten, oder ich aus Deutschland auswandern möchte, diesen Klotz am Bein haben, um dann und wahrscheinlich unter Wert verkaufen zu müssen,falls das Geld schnell verfügbar sein muss.

Aber rechne das mal durch, vielleicht sieht deine Rechnung anders aus.
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Gute Entscheidung. Nimm aber lieber den $VWRL oder vergleichbar. Da bekommst du immerhin noch ein wenig Rendite dazu
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Also ich hab beides, aber aufgrund dieser Infos kann ich dir keinen vernünftigen Rat geben.
Zentrale Fragen bei der Immobilie sind zu allererst die Lage, der aktuelle Zustand und der Investitionsaufwand in absehbarer Zeit.
Der ETF ist wahrscheinlich immer der kleinere Aufwand.
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