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Bitcoin – Anlage oder Zock? - Eure Meinung

Kurzer Hinweis vorweg: Mein letzter Beitrag hat ja zu einer kontroverse Diskussionen geführt – und genau das finde ich ehrlich gesagt spannend. Lasst uns dabei aber fair und respektvoll bleiben.


Zum Thema Bitcoin: Ich frage mich schon länger, was das Ganze eigentlich ist. Eine ernsthafte Anlage oder am Ende doch einfach ein riesiger Zock? Für mich fühlt sich Bitcoin ziemlich klar wie eine Blase an. Nicht zwingend, weil der Preis hoch ist, sondern weil ich keinen echten Nutzen sehe.


Als Zahlungsmittel ist Bitcoin meiner Meinung nach komplett uninteressant. Kaum jemand bezahlt damit, kaum ein Händler akzeptiert es wirklich. Zu volatil, zu langsam, zu kompliziert. Und das, obwohl der Kurs über Jahre extrem gestiegen ist. Wenn selbst bei solchen Wertsteigerungen keine breite Nutzung entsteht, wann dann?


Was übrig bleibt, ist vor allem die Story: digitales Gold, begrenzte Menge, Inflationsschutz. Klingt gut, keine Frage. Aber am Ende lebt der Preis doch fast nur davon, dass andere bereit sind, noch mehr dafür zu zahlen. Es gibt keine Cashflows, kein Geschäftsmodell, kein Produkt dahinter.


Dazu kommen die ganzen Begleiterscheinungen: hoher Energieverbrauch, Probleme mit Regulierung, Nutzung für kriminelle Zwecke. Gleichzeitig wird Bitcoin als echtes Zahlungsmittel weltweit eher gemieden als gefördert. Für mich passt das alles nicht so richtig zusammen.


Und bevor jetzt jemand sagt „Du hast es nur nicht verstanden“: Doch, ich war selbst dabei. Ich habe auch mitgezockt und dabei Gewinne gemacht. Aber genau das hat mir rückblickend gezeigt, was es für mich war: Ein Zock auf weiter steigende Kurse, kein Investment im klassischen Sinn.


Bitcoin kann theoretisch fast wertlos werden, wenn die Blase platzt. Er kann aber genauso gut weiter steigen, vielleicht sogar auf völlig absurde Bewertungen, wenn der Hype einfach nicht endet. Die Frage ist für mich nur: Ist das dann eine seriöse Anlage – oder reitet man einfach bewusst auf einer Welle mit?


Bin gespannt auf eure Meinungen.


$BTC (+0,97 %)
$MSTR (-2,4 %)

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50 Kommentare

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Bist du abends schon einmal in Monaco spazieren gewesen?
Viele Wohnungen sind unbeleuchtet. Warum?!
Es gibt sehr viele Menschen mit viel zu viel Geld, die ihr Vermögen irgendwo verteilen müssen.
Da kommt irgendwann die Finca auf Mallorca oder die Wohnung in Monaco. Das Ding in Monaco steht aber einfach leer. Aber hat trotzdem eine gewisse Chance auf Wertsteigerung wegen Knappheit. Es braucht aber Instandhaltung, hat hohe Transaktionsnebenkosten etc.
Sehe Bitcoin mal als die digitale Form einer Wohnung in Monaco. Auch mit engen Staatsgrenzen, also einem gewissen Platzmangel bzw. Knappheit.
Bitcoin kann also die kosteneffizienzere Lösung sein Geldüberschüsse zu parken, mit dem Wunsch der Vermehrung.
Nur mal so als Gedankenexperiment.
Ich denke das ist spekulativ. Ich glaube aber BTC wird die 1 Mio. USD knacken.
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@Wealth-Accelerator Ich denke nicht, dass man Bitcoin als Anlage mit einer Immobilie vergleichen kann. Denn erstens kann man eine Immobilie vermieten und somit eine laufende Rendite erzielen. Der Gewinn bei Bitcoin basiert rein darauf, dass später jemand mehr bezahlt.

Zudem ist das wichtigere Argument die Nachfrage. Nur weil Bitcoin limitiert ist, ist das keine Garantie, dass der Wert steigen wird. Das ist nur der Fall, wenn auch die Nachfrage steigt. Und hier sehe ich das Problem bei Bitcoin: Diese Nachfrage ist meiner Meinung nach nicht garantiert. Bei einer Immobilie sieht das anders aus, der Wunsch nach einem Eigenheim oder grösserem Wohnraum ist ein Grundbedürfnis und wird bleiben. Bitcoin als langfristige Wertanlage ist meiner Meinung nach daher rein spekulativ.
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@Wealth-Accelerator only minor difference is that your apartment cannot dissapear from the wallet 😂
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@Astrr
Ich rede nicht von Immobilien, die für Cash-Flow gehalten werden.
Ich denke hier über einen Use-Case für sehr vermögende Menschen. Leider gerade keine Zeit ausführlicher zu antworten. Gerne später
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@Wealth-Accelerator your analogy is pretty good. I got it exactly as you meant it to be.
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@Wealth-Accelerator die meisten Wohnungen in Monaco sind nicht dunkel 🤣🤣🤣
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das immer noch so viele kritische Kommentare kommen, teils haltlos, stimmt mich sehr positiv, wie früh man eigentlich noch bei Bitcoin dran ist. Bei Gold höre ich sowas nie :D Ist ja auch begrenzt, aber auf wie viel? Transport schwierig? Steigt der Goldpreis geht das Mining hoch und damit auch die Inflation? Kaum bis gar nicht digital? Und so weiter, ...
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@Alexander_Bitcoin gold ist nicht so begrenzt wie Btc, kann immer neue vorkommen geben oder Chemisch hergestellt werden
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@Investingyoung vielleicht findet Elon Musk ja auch Goldvorkommen auf dem Mars.
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Ich kann mir nicht vorstellen, dass $BTC je in der breiten Masse der Gesellschaft ankommen wird. Das mache ich in erster Linie fest, dass auch in den Generationen 1-2 jünger als ich, also so zwischen 15-40 $BTC kein Thema ist. Und selbst hier in dieser Finanzbubble, sind doch Menschen wie @stefan_21 die sich wirklich super mit dem Thema auskennen, sehr selten. Von daher, ich weiss nicht, was in 50-100 Jahren ist, ob man dann die Flugpraxis und Parkautomaten im Himmel mit $BTC bezahlen kann 😂 , aber für mich ist es nur eine spekulative Anlageklasse.
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@Multibagger Ich denke auch dass wir das wohl nicht mehr miterleben werden, dass BTC im westlichen Raum als vollständig etabliertes Zahlungsmittel gelten wird. Wie du schon sagst, spielt BTC / Crypto in der Generation tik tok so gut wie keine Rolle
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Ich persönlich bin in dieser Generation @Multibagger und muss sagen für mich ist eine 5-10% Beimischung von Bitcoin Bestandteil eines ausgewogenen Portfolios.

Das sehe ich in meinem Umfeld ebenfalls, das jeder diese Beimischung empfiehlt.

Spätestens seit dem die amerikanischen Großbanken und nun auch Sparkassen dieses Asset für Kunden öffnen, kann ich mir eher vorstellen das es schwieriger ist dieses Asset an der breiten Masse vorbei zu handeln 😅
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@Mathias_Rr das mit dem Handeln sehe ich auch so. Aber als Zahlungsmittel beim Bäcker mit dem Wallet 0,0001 Bitcoin zu zahlen, sehe ich nicht.
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@Multibagger auf keinen Fall, das stimmt.

Für mich persönlich ist es ein Asset das der Finanzwelt zu 100% gefehlt hat. Deswegen sehe ich als weiteren Baustein im Portfolio.

Auch die nun fehlende Korrelation zum Goldpreis sehe ich nicht als negativ an.

Zudem zeigen so Währungs-Wertverluste wie im Iran, dass Bitcoin ein „rettendes Asset“ für Menschen sein kann die keine Gold/Devisen gestützte Landeswährung haben.
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@Multibagger mit Bitcoin bezahlt man ja auch nicht oder zahlst du dein einkauf mit gold?
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@Investingyoung nein, aber es ist oft zu lesen, dass Bitcoin den Banken die Möglichkeit nimmt, Geld zu drucken und damit überflüssig zu machen. Für mich ist $BTC eine Anlageklasse, wie Gold, Silber, Kupfer etc. Nicht mehr und nicht weniger! Man kann Geld verdienen und verlieren. Also nichts Besonderes!
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@Multibagger wählen auch viele leute die Linken.. gibt viele Idioten. Das hab ich übrigens noch nie gehört was du da gesagt hast zum thema banken und beschäftige mich seit 3 jahren damit
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@Multibagger ja, Bitcoin is wie Gold (nur besser) 🤠🤭
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@Investingyoung alles möglich, da ich nicht investiert bin, ist es mir ehrlich gesagt egal. Wenn $BTC auf eine Mio geht, gönne ich das jedem von Euch, die investiert sind. Wenn er wertlos wird, ist es auch nur ein Zock der nicht funktioniert hat. That´s Life! Die Gefahr eines wertlosen Verfalls sehe ich aber bei $BTC höher als bei Gold, und bei einer Mio sehe ich beide nicht.
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@Multibagger oh doch BTC wird das haben in paar Jahrzehnten. Dafür müsste Bitcoin nichmal so groß sein wie gold jz. Alleine die zeit + Inflation wird dafür sorgen, dass er eine Mio erreicht. Ähnlich wie dann eine google und co eine so hohe mcap haben wie Gold aktuell.
Ist dann nur even nicht so viel kaufkraft wert wie es heute wäre
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Bitcoin ist ein absolutes Basis Invest.
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@KryX_DE weil es kein Drittparteirisiko hat und extrem unterbewertet ist. Ich kann damit über Ländergrenzen gehen ohne dass ich irgend eine dritte Stelle fragen muss. Der Transport ist Mega einfach. Ist eine wachsende neue Asset Klasse. Und so weiter, die Liste ist lang.
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@Alexander_Bitcoin Ich bin definitiv bullisch und ja, ich bin überzeugt davon, dass wir langfristig 7-stellige Bitcoin-Preise sehen werden. Trotzdem finde ich dieses „absolutes Basis-Investment“-Framing zu einfach ...

Das Argument mit dem fehlenden Drittparteirisiko stimmt in der Theorie, in der Praxis aber nur eingeschränkt. Die meisten Menschen nutzen Börsen (Siehe FTX..), Custodians, Wallet-Anbieter oder sind indirekt von Mining-Pools und Infrastruktur abhängig. Selbst bei Self-Custody ist man nicht automatisch sicher. Von Wallets wurde schon sehr oft Geld gestohlen, meistens über kompromittierte Browser-Extensions, Phishing oder schlicht schlechte Sicherheitspraktiken. Das ist kein Fehler von Bitcoin selbst, sondern menschliche Dummheit... Aber genau das gehört eben zur Realität dazu.

Grenzüberschreitend und zensurresistent ist Bitcoin ohne Frage eine massive Stärke. Dass man Wert ohne Erlaubnis über Ländergrenzen bewegen kann, ist etwas völlig Neues. Gleichzeitig ist es für viele Nutzer eben nicht „mega einfach“, wenn man es wirklich sicher machen will. Sicherheit bedeutet Verantwortung und die unterschätzen viele.

Beim Thema Unterbewertung bin ich grundsätzlich bei dir, aber nicht, weil Bitcoin klassische Bewertungskennzahlen hätte. Es gibt keinen Cashflow, keine Dividende. Der Wert entsteht aus monetären Eigenschaften, Knappheit, Netzwerkeffekten und Vertrauen. Das ist ein langfristiger Prozess und kein Selbstläufer.

Dass Bitcoin eine neue, wachsende Assetklasse ist, sehe ich genauso. Genau deshalb ist das Upside riesig, aber eben auch die Volatilität und das regulatorische Risiko real. Bullisch sein heißt für mich nicht, alles auszublenden, sondern die Risiken zu kennen, sie auszuhalten und trotzdem überzeugt zu bleiben, dass Bitcoin langfristig genau deswegen gewinnt. ✌️🤞
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Ich bin der Meinung dass Bitcoin als langfristige Anlage sehr viel Potential hat.
Ich verstehe deine Argumentationen und zusätzliche Sorge, bin aber der Meinung dass Bitcoin eine Basis für etwas geschaffen hat, die für viele weitaus Intelligentere Leute wie uns vielleicht nur der Anfang etwas großen ist.
Deswegen liegt es an denen daraus zu machen.
P.S. Viele Geschäfte akzeptieren auch keine Goldbarren als Bezahlung 🤣🤣
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@Fl_ow @Fl_ow Wenn ich Bitcoin auf meine Küchenwaage lege, zeigt sie im Gegensatz zu Gold aber nichts an.
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@KryX_DE hat deine Cold Wallet kein Gewicht? :-)
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@KryX_DE wusste garnich das du aktien wiegen kannst
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Ich nutz es als langfristige Anlage. Wo ich letztes Jahr in Thailand war, habe ich z.b. auch Läden/Stände gesehen, wo man mit damit zahlen konnte (wie vertrauenswürdig das ganze ist, kann ich jetzt nicht beurteilen).
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@Ash nach den Earnings werd ich mal mit der ersten Tranche einsteigen
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@Alpalaka Huch? Wo? #stehegeradeaufderleitung
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@Ash ne oder? Jetzt macht deine Dummheit meinen Witz kaputt :/
btc
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@Alpalaka "Wall of Shame" 🥺
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Ich finde Bitcoin langweilig und extrem unsexy. Irgendwie riecht es für mich immer ein bisschen nach kalter Pizza, billigem Teppichboden und Souterrain-Stockflecken. Habe mir (natürlich) trotzdem eine kleinere Position zugelegt. Warum? Keine Ahnung. Macht „man“ heute halt so. Und genau das könnte sowohl den Sinn und Zweck als auch das Risiko erklären.
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Nach der Formulierung:“…….fühlt sich Bitcoin……“ braucht man nicht mehr weiterlesen.
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Du sagst Bitcoin ist zu langsam zu volatil und zu kompliziert.

Dass Bitcoin langsam ist mag stimmen, aber das ist kein nachteil sondern ein Vorteil, da dies die Sicherheit des Netzwerks erhöht. Ist aber kein Problem durch Second layer Lösungen.

Zu kompliziert stimmt nur bedingt. Erstens so kompliziert ist es gar nicht und zweitens ja es ist "zu kompliziert" für die Massen. Aber das Internet war in den 90ern auch zu kompliziert und zu langsam für die Massen. Nur Wissenschaftler und absolute Technik nerds haben es genutzt, aber heute...
Will sagen die Komplexität wird mit immer weiteren Lösungen abnehmen.

Und jetzt der wichtigste Punkt.
Du sagst es ist kein relevantes Zahlungsmittel und nennst eben in diesem Zusammenhang auch die Volatilität. Aber ein relevantes Zahlungsmittel muss sich erst als wertspeicher etablieren. Gold wäre auch keine Währung gewesen über hunderte Jahre wenn es sich nicht zuvor als wertspeicher etabliert hätte, sprich die Menschen sich auf einen gewissen wert geeinigt hätten dem sie den gold zusprechen. Das so eine Phase der Wert Findung irrsinnig Volatil ist, würde mich nicht überraschen sondern ist eigentlich zu erwarten. Und genau in dieser Phase befindet sich Bitcoin. Erst wenn diese Phase abgeschlossen ist kann es sich Breiten wirksam als Zahlungsmittel etablieren. Und da wir erst bei ca 5% Adaption sind (wenn ich nicht irre) dann kann diese Phase noch eine ganze Weile andauern.
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Für mich ist BTC eine echte Alternative. Nicht böse sein, aber anhand Deiner Aussagen macht es den Anschein, dass Du Dich wirklich noch nicht tiefer damit auseinandergesetzt hast (egal wie lange Du damit schon zockst), denn so ähnlich dachte ich auch noch vor 2 Jahren. Die Adaption und der Nutzen ist bereits viel breiter als wir - vor allem in Deutschland - wahrnehmen. Man findet mittlerweile sehr gute neutrale Dokumentationen auf YouTube.
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Empfehle die entweder Blocktrainer auf Youtube oder hier @stefan_21 bin zu faul das jz hier alles zu erläutern, bin damit beschäftigt die leute zu korrigieren die hier mist von sich geben
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Was ist für dich der Nutzen von Gold?
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Unser Geldsystem wird sterben. Wir benötigen Alternativen . Bitcoin wäre eine. Beschäftige dich mal mit den Transaktionsmöglichkeiten. Paypal kannte vor 10 Jahren auch keiner. Heute hängt der Scan Code im Kiosk zum bezahlen.
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