Ab 2027 soll in Deutschland etwas kommen, das für jeden langfristigen Anleger interessant sein könnte:
Das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot.
Und nein – ich meine damit nicht einfach den nächsten Riester-Vertrag.
Das neue Modell soll erstmals ermöglichen, staatlich gefördert in ein renditeorientiertes Depot ohne klassische Beitragsgarantie zu investieren.
Heißt vereinfacht:
Du investierst langfristig.
Der Staat legt Geld dazu.
Und dein Geld kann am Kapitalmarkt arbeiten.
Was ist aktuell geplant?
Die neue Förderung wurde im Gesetzgebungsverfahren sogar noch verbessert.
Für die ersten 360 € Eigenbeitrag gibt es eine Förderung von 50 %.
Für weitere Beiträge bis insgesamt 1.800 € pro Jahr gibt es 25 %.
Damit sind bis zu:
540 € staatliche Grundzulage pro Jahr
möglich.
Und für Eltern können zusätzlich Kinderzulagen interessant werden.
Das bedeutet bei voller Ausschöpfung:
1.800 € eigenes Geld+
540 € staatliche Förderung
2.340 € pro Jahr
die für deine Altersvorsorge arbeiten können.
Und jetzt wird es spannend.
Was unterscheidet das vom alten Riester?
Das neue Altersvorsorgedepot soll deutlich kapitalmarktorientierter sein.
Es soll unter anderem möglich sein, über Fonds und ETFs langfristig am Aktienmarkt zu investieren.
Dabei gibt es auch ein förderfähiges Depot ohne Garantie.
Natürlich bedeutet das:
Mehr Renditechance = mehr Risiko.
Aber genau das finde ich interessant.
Denn wenn man noch Jahrzehnte bis zur Rente hat, kann ein breit gestreutes Aktienportfolio langfristig wesentlich interessanter sein als ein Produkt, das einen großen Teil seiner Renditechancen für Garantien opfert.
Und jetzt meine eigentliche Frage an euch:
Würdet ihr so ein Depot eröffnen?
Ich persönlich finde den Gedanken spannend:
Mein normales Depot bleibt mein normales Depot.
Und zusätzlich könnte ich einen staatlich geförderten Altersvorsorge-Baustein aufbauen.
Nicht entweder Aktien oder Altersvorsorge.
Sondern:
Aktien + ETFs + staatliche Förderung.
Wenn der Staat schon einen Teil meines Sparplans mitfinanziert, warum sollte man diese Möglichkeit nicht zumindest prüfen?
Natürlich muss man sich vorher die Kosten, Anlagebedingungen, zulässigen Wertpapiere und später auch die Besteuerung der Auszahlung genau anschauen.
Denn „staatlich gefördert“ bedeutet nicht automatisch „gutes Produkt“.
Das Produkt muss am Ende stimmen.
Aber eines steht für mich fest:
Wer langfristig investiert, sollte sich diese Möglichkeit 2027 sehr genau anschauen.
Und vielleicht sollten wir Anleger jetzt schon anfangen, uns damit zu beschäftigen – bevor die ersten Banken und Broker ihre Produkte auf den Markt bringen.
Was meint ihr:
Würdet ihr 1.800 € im Jahr in ein solches Depot einzahlen, wenn dafür bis zu 540 € Förderung dazukommen?
Oder bleibt ihr lieber komplett bei eurem normalen Depot?
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