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Ich werde es NICHT machen.

Begründung: Es ist eine gut gemeinte Idee, aber ich denke es wird wieder nur ein weiteres Bürokratiemonster werden - wenn nicht sofort, dann später, wenn zukünftige Regierungen daran rumdoktoren. Und ja - die werden über die Zeit an den Regeln feilen um Ihre jeweiligen politischen Agendas einzubringen. 'Green ESG', 'Umverteilung', 'SozialeVerantwortung' - vielleicht irgendwann sogar 'Deutsche Unternehmen für Deutsche Depots' - man weiß nie was über einen extrem langen Anlagehorizont an Themen kommen kann.
Auf Versprechen im Jetzt für die Zukunft würde ich mich definitiv nicht verlassen. Davon sind schon so viele gebrochen worden.
Lieber unabhängig investieren, das Geld frei anlegen und jederzeit rausziehen können. Auf keinen Fall möchte ich ein Depot, welches am Ende ein festes Alter vorschreibt, zu dem ich in Rente gehen darf. Vielleicht hat jemand mit 55, 50 oder 45 genug finanzielle Firepower aufgebaut um ein unbeschwertes Leben mit Blick auf einen See in Norwegen oder das Meer in Spanien zu realisieren. Da steht ein Altervorsorgedepot mit fester Eintnahmemöglichkeit ab 68 nur im Weg.
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@NichtRelevant Jo steht dir ja frei. Ich nehme es mit. Nach heutigen Regeln könnte man raus. Und solang nur das sog. „Standardprodukt“ von irgendwelchen ESG-Filtern betroffen ist, kann es mir egal sein. Auch das Renteneintrittsalter könnte mir egal sein, da man bei seiner entnahmstrategie berücksichtigen kann, dass mit 67/68/69/70 eine weitere Geldquelle dazu kommt.

Für intensive Sparer wie viele von uns wird es aber immer ein kleines goodie sein, bei dem die Entscheidung „mitnehmen oder nicht“ kaum was am Ergebnis ändern wird.
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@SchlaubiSchlumpf Natürlich kann man es 'mitnehmen'. Ich denke dennoch, dass die Regeln mit der Zeit verändert werden. Zu viel würde ich nicht reinstecken. 😉
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@NichtRelevant woher nimmst du dein "Wissen" das sich die Regeln mit der Zeit ändern werden?
Meiner Meinung nach mal wieder grundlose Panikmache. Es gibt sowas wie Bestandsschutz und wenn man sich mal anschaut wie oft für bestehende Riester Verträge nachträglich Gesetze geändert wurden... oh wait
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@Eggplant Nun ja. Die Besteuerung der Renten wurde verändert. Die Besteuerung von Gewinnen aus Rentenversicherungen wurde verändert. Die Spekulationsfristen bei Aktiengeschäften wurden mehrfach verändert und dann abgeschafft. Da lassen sich schon gewisse empirisch hinterlegte Tendenzen wahrnehmen. Diejenigen, die sich auf Rechtssicherheit und Planbarkeit verließen, haben da teilweise schön in die Röhre gekuckt.

Hat man auch bei anderen, staatlich regulierten oder kommunal festgelegten Themen. So wurde die Berechnung der Grundsteuer neu gefasst - versprochen war eine aufkommenneutrale Reform für die Bürger ohne Mehrbelastung. War natürlich Quatsch. Beim Mietspiegel werden die Kriterien alle 2-3 Jahre verändert, damit man die Vermieter verarschen kann, die Ihre Wohnungen den neuen Kriterien angepasst haben. Während Corona durften Mieter die Mietzahlungen für bis zu 2 Monate aussetzen, ohne dass der Vermieter seine Annuität an die Bank aussetzen durfte.
Alles Regeln, die im Nachhinein verändert wurden und die derjenige, der langfristig investiert ist plötzlich schlucken muss.

Ich traue staatlichen Programmen und Versprechen nur sehr bedingt, speziell wenn die Versprechen weit in die Zukunft reichen und die Politiker, die diese Versprechen gegeben haben in Rente sein werden, wenn es bei der eigenen Vorsorge in Richtung Leistungsphase geht.
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@NichtRelevant Es geht nicht um vorwärts gerichtete Änderungen, sondern um Rückwärts gerichtete. Natürlich kann, wird und sollte ein Staat Änderungen vornehmen. Und Notstand ist immer ein spezieller Fall und zeitlich befristet.

Bezgl deines Mietbeispiels (und ohne das ich das jetzt bewerte): Die Miete konnte, im Falle eines Notfalls, für 3 Monate gestundet werden. Nicht ausgesetzt, suggeriert der Vermieter sieht sein Geld für diese Zeit nie wieder. Richtig ist, dass die Miete nicht verloren ist, sondern zu einem späteren Zeitpunkt beglichen werden musste. Der (privat) Vermieter durfte gegenüber der Bank ähnliche Regeln durchsetzen.

Grundsteuer, wieso war das Quatsch? Einkommensneutral bedeutet nicht, das es für alle besser wird! Um das Vorweg zu nehmen, ja ich kenne Personen bei denen die Grundsteuer gesunken ist.

Bestandsschutz bedeutet, dass vorhandene Regeln für existierende Verträge/Güter weiter gelten. Es gab Zeiten, da war der Aktienverkauf steuerfrei. Solltest du diese Aktien heute noch halten, dann gelten diese Regeln für diesen Teil deines Bestanden, d.h. du zahlst keine Steuern auf den Veräusserungsgewinn.

Ich frage mich woher diese generelle und, meiner Meinung nach, faktenlose Zweifel am Staat herkommt.

Jeder der jetzt hier reingrätschen will und sagt, nicht alles was der Staat macht ist gut: Ja, da stimme ich zu. Aber so pauschal schlecht wie das immer öfter dargestellt wird, ist es aber auch nicht.

Aktuelles Beispiel warum der Staat es einem nicht recht machen kann: 33 Regeln für die Überarbeitung der Rente.

Jeder weiss die Rente überarbeitet gehört und will das auch. Zudem sollte klar sein das es (unangenehme) Änderungen geben MUSS. Übrigens ist das ein Grund warum das keiner wirklich angehen will.
Ergebnis: Gemotze und versuchte Rosinenpickerei

Auch hier wieder: Ja, ich bin ich negativ betroffen. Trotzdem gehen mir die Vorschläge immernoch nicht weit genug und ich hoffe wenigstens das sie diese Gesamtpaket verabschieden, das wäre ein Schritt für eine Stabilisierung. Es wird keine Lösung geben, die für alle vorteilhaft ist, das ist mathematisch einfach nicht möglich.
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@Eggplant Ich schätze, dass sich jemand die Zeit nimmt ausführliche Antworten zu schreiben. Ich denke jedoch, wir werden hier nicht auf einen Nenner kommen.

Es steht natürlich jedem frei, die neu geschaffenen Renten- und Anlagestrukturen zu nutzen und auf die Vorhersehbarkeit und Verlässlichkeit des Staates zu vertrauen. Und ja - grundsätzlich ist es zu begrüßen, dass die Rente eine Säule bekommen soll, die den Kapital- und Aktienmarkt nutzt und den Bürger dazu animiert vorzusorgen und sich aktiv mit den Möglichkeiten auseinanderzusetzen.

Ich werde es trotzdem eben nicht machen. Weil ich meine Anlagevehikel selbst völlig frei aussuchen möchte. Weil ich die Möglichkeit haben möchte jederzeit frei zu kaufen und zu verkaufen und das Geld dann frei zu verwenden - für die Rente, für andere Investments, für unternehmerisches Handeln oder für beliebige andere Ausgaben. Und das Alles ohne irgendwelche Anträge auszufüllen oder Rechtfertigungen abgeben zu müssen (Ich weiß, der Staat will mich nur vor mich selbst schützen. Ich möchte mein Risikomanagement aber selbst betreiben).

Kurz zu Corona und der Stundung bei den Mieten: Richtig, die Miete war nicht weg, die musste 'nur' später gezahlt werden. Der Grund warum diese Stundung vom Staat als Erleichterung eingeführt wurde war aber ja, dass Mieter ggfls durch die Krise wirtschaftlich ins Straucheln geraten. Man hat also einfach das Ausfallrisiko auf den Investor verschoben, eine staatliche Garantie für die verschobenen Zahlungen der Mieter gab es nicht. Der private Vermieter konnte seine monatlichen Verpflichtungen eben nicht ebenfalls aussetzen. Bei zwei vermieteten Wohnungen x 3 Monate Annuität konnte der dann schön rudern und hat einfach neben den eigenen Problemen durch die CoronaKrise noch die Probleme seiner Mieter mit dazubekommen. Hätte der mit seiner Bank verhandeln und um Zahlungsaufschub bitten können? Klar. Hätte das eine Bank gemacht? Sehr wahrscheinlich nicht. Man hätte nur für die Zukunft jede Kreditwürdigkeit verloren und dann Probleme bei der Prolongation.

Das Thema Regeländerung für die Zukunft ist mir schon klar. Nur bei manchen, langfristigen Entscheidungen hilft es mir auch nicht, wenn die Regelungen 'nur' für die Zukunft geändert werden. Wenn meine Rente auf die Vermietung eines Mehrfamilienhauses ausgerichtet ist und ich das Haus schon habe ist es schlicht ein Problem, wenn nach einem Stichtag X der Vermieter bei gewissen Energieeinstufungen an den Heizkosten der Mieter beteiligt wird, weil dadurch eine auf Jahrzehnte angelegte Investitionsrechnung zerstört wird. Oder wenn 'ab jetzt' Gesetze eingeführt werden, die das plötzliche Anheben der Miete bei Neuvermietung verbietet. Derjenige, der der alten Oma mit kleiner Rente die Miete für 15 Jahre nicht erhöht hat ist plötzlich der Depp, weil Instrumente wie die Mietpreisbremse etc dies plötzlich verhindern.

Vieles was im Bundestag beschlossen wird, ist gut gemeint, aber aus meiner Sicht schlecht gemacht oder nicht bis zu Ende gedacht.
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@NichtRelevant ich will dich nicht paranoid machen, aber ich denke, dass es vollkommen egal ist ob Altersvorsorgedepot oder normales Depot. Am Ende kann die Regierung immer die Spielregeln ändern. Einführung einer Vorabpauschale, überarbeitete Versteuerung von Kapitalerträgen, Steuerfreibeträge…

Es ändern sich ja dauernd Dinge. Staat ist nicht statisch. Irgendwann könnte ne super linke Regierung sein, die der Ansicht sind, Kapitalerträge sind immer böse, wenn sie nicht der Altersvorsorge Dienen und gestaltet normale Depots noch nachteilhafter gegenüber dem Altersvorsorgedepot.

Aber ganz im ernst: ob man das AV-Depot macht oder nicht, macht für die meisten von uns marginale Unterschiede. Daher sollte man vml. einfach machen, was man für richtig hält.
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@SchlaubiSchlumpf Sowieso - jeder darf und soll machen was er möchte.

Aber von wegen paranoid: Ich hab schon angefangen erste Investments in Tschechien anzulegen (Eine Flinte oder Munition hab ich aber nicht). 😅
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@NichtRelevant 😂 kannst dir noch ein kleines Stück Land dort kaufen und Gold verbuddeln
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