
MCD-Bericht: Erstkauf nach Limit-Trigger
Nachdem mein Sonntags-Limit von 220 EUR aufgrund der US-Feiertagsruhe (Labor Day) erst am heutigen Dienstag über die US-Futures gegriffen hat, ist McDonald's (MCD) nun offiziell ein Erstkauf in meinem Portfolio. Hier meine Einordnung dazu, auch als Antwort auf die Beiträge von
@Simpson , @PoorDad@DividendenAristrokat und @Genna der letzten Tage.
Warum jetzt der Einstieg
MCD habe ich historisch immer bewundert, aber nie den Sprung ins Portfolio geschafft – die Rendite über die letzten Jahre war je nach Einstiegszeitpunkt mau bis negativ. Genau das hat sich zuletzt geändert: Die Aktie markierte erst am 27./28. August ein neues 52-Wochen-Tief und rutschte in Frankfurt/Xetra bis auf rund 219–221 EUR ab, nachdem sie noch am 2. März bei 287–291 EUR (bzw. 341,75 USD) ihr 52-Wochen-Hoch gesehen hatte. Damit notiert MCD aktuell rund 17–18% unter dem Jahreshoch – ein Kursbereich, der in der Community ja auch kontrovers zwischen "unter 200 USD" und "ATH über 300 USD" diskutiert wird.
Parallel dazu habe ich mich in den letzten Jahren konsequent von klassischen Konsumgüter-Werten wie
$NESN (+0,07 %)
$KO (-0,1 %)
$BN (-1,37 %) getrennt, weil deren Performance nicht überzeugt hat. Mit MCD diversifiziere ich jetzt wieder gezielt in den Konsumsektor zurück – $PEP (-0,1 %) halte ich als einzigen Rest aus dieser Kategorie ohnehin noch weiter.
Bewertung zum Kaufzeitpunkt
Am heutigen Dienstag notiert MCD vorbörslich bei etwa 255,7 USD (nach einem Vortagesschluss von 259,63 USD), was in Frankfurt einem Kurs um die 220 EUR entspricht – exakt dort, wo mein Limit lag. Zur Einordnung die wichtigsten Kennzahlen:
Kurs aktuell (USD/EUR) | ca. 255,7 USD / ca. 220 EUR |
|52-Wochen-Hoch | 341,75 USD / 287–291 EUR
| 52-Wochen-Tief | ca. 255–260 USD / ca. 219–221 EUR (Ende Aug./Anf. Sept. 2026
KGV (TTM) | ca. 20,8 |
Dividendenrendite (TTM) | ca. 3,0% |
Performance 52 Wochen | ca. -16,5% bis -17,8%
Der Effekt des schwachen Euro der Vorjahre kehrt sich zudem gerade um: Der EUR/USD-Kurs liegt aktuell bei rund 1,16, nachdem der Euro sich im letzten Monat um etwa 0,5–0,7% gegenüber dem Dollar gefestigt hat. Das bedeutet, dass eine USD-Dividende von McDonald's in Euro umgerechnet tendenziell wieder etwas mehr abwirft, sobald sich dieser Trend fortsetzt – ein Argument, das gerade für europäische Dividendenanleger wie mich zusätzlich für den Einstieg spricht.
Feiertagseffekt am Montag
Der geringe Umsatz an deutschen Handelsplätzen am Montag war tatsächlich dem US-Feiertag Labor Day geschuldet – ohne US-Handel bewegte sich der Kurs in Deutschland kaum, weshalb die eigentliche Auslösung meines Limits erst mit Öffnung der US-Futures am Dienstag erfolgte. Das deckt sich mit den Handelsvolumina, die an Feiertagen ohne US-Impulse regelmäßig sehr dünn ausfallen.
Strategie: Nachkaufen bei weiterem Rückgang
Sollte MCD noch weiter fallen, werde ich – ähnlich wie bei meiner
Microsoft-Position –
Danke @Multibagger 300 😴
sukzessive nachkaufen. Der breite Diskussionsrahmen von unter 200 USD bis zurück zum Allzeithoch über 300 USD zeigt, dass die Meinungen zur fairen Bewertung stark auseinandergehen; ich sehe das aktuelle Niveau nahe dem 52-Wochen-Tief als solide Ausgangsbasis für einen ersten Baustein, den ich bei Schwäche gezielt ausbauen kann.

