Kakao war 2024 einer der stärksten Rohstoffmärkte der Welt. Der Preis stieg zeitweise auf ein Rekordhoch von rund 12.906 USD/Tonne und lag am 18. Mai 2026 wieder bei etwa 3.768 USD/Tonne – also deutlich unter dem Hoch, aber historisch immer noch erhöht.
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Die Investment-Idee ist simpel: Wenn Wetter, Ernten und Lagerbestände wieder schlechter werden, könnte Cocoa erneut stark steigen. Besonders wichtig ist Westafrika: Côte d’Ivoire und Ghana liefern den Großteil des weltweiten Kakaos. Fallen dort Ernten aus, reagiert der Markt schnell.
2024 kam vieles zusammen: schlechte Wetterlage, Krankheiten, schwache Ernten und niedrige Lagerbestände. Die ICCO schätzte für 2023/24 ein globales Defizit von rund 492.000 Tonnen. Für 2024/25 verbesserte sich die Lage wieder auf einen erwarteten Überschuss von 75.000 Tonnen. https://www.icco.org/february-2026-quarterly-bulletin-of-cocoa-statistics/?utm_source=chatgpt.com
Ein wichtiger Risikofaktor ist El Niño. Laut NOAA/CPC lag die Wahrscheinlichkeit für El Niño ab Mitte 2026 sehr hoch, mit rund 82% für Mai–Juli 2026 und 96% für Dezember 2026–Februar 2027.
Die These lautet also: Man investiert nicht direkt in Schokolade, sondern in die Wahrscheinlichkeit eines neuen Angebotsengpasses.
Für Cocoa spricht, dass der Preis stark gefallen ist, während Wetter- und Ernteprobleme weiter möglich bleiben. Dagegen spricht, dass der Markt sich nach 2024 erholt hat: Die Produktion stieg wieder, und hohe Preise haben die Nachfrage gedrückt.
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