SMA Solar sackt ab nach Jefferies-Abstufung
Die Anfang März gestartete Erholung von SMA Solar $S92 (-0,92 %), die durch die geplanten Infrastruktur-Investitionen in Deutschland beflügelt wurde, zeigt nun deutliche Schwächen. Am Montag fiel der Kurs des Solartechnik-Herstellers um 4,86 Prozent auf 16,84 Euro, was den niedrigsten Stand seit Anfang März markiert. Dies ist bereits der dritte Handelstag in Folge mit heftigen Verlusten. Von dem im Mitte März erreichten Jahreshoch hat sich der Kurs mittlerweile um ein Drittel zurückgezogen. Das ursprüngliche Jahresplus von gut 20 Prozent hat sich damit stark reduziert. Jefferies, das Investmenthaus, hat am Montag seine Kaufempfehlung aufgehoben, was den Kurs weiter belastete. Vor zwei Wochen schien die Aktie noch auf einem Hoch seit August zu sein, mit einem Jahresplus von bis zu 82 Prozent. Analyst Constantin Hesse führte die Abstufung auf die verringerte Berechenbarkeit der Auftragsentwicklung bei dem Wechselrichter-Hersteller zurück, insbesondere aufgrund einer zurückhaltenderen Nachfrage seitens der US-Kunden. Hesse möchte zunächst die Situation abwarten, bis sich die Auftragslage stabilisiert. Im Jahr 2024 war SMA Solar bereits der größte Verlierer im Nebenwerteindex SDax, mit einem Minus von fast 80 Prozent. Besonders die Konkurrenz aus China und hohe Lagerbestände hatten dem Unternehmen zu schaffen gemacht. Mitte Juni führte eine drastische Umsatz- und Gewinnwarnung zu einem massiven Rückgang des Aktienkurses. Im November senkten die Nordhessen ihre Ziele erneut und kündigten den Abbau von 1.100 Stellen an, was der Aktie den tiefsten Stand seit 2015 bescherte.
Kursrücksetzer bei HOCHTIEF-Aktie: Gewinne verpuffen nach Rekordhoch
Der Kurs der HOCHTIEF-Aktien $HOT (-1,43 %) gibt in diesen Tagen dem Unternehmensnamen recht. Nach einem Rekordhoch, das Mitte März aufgrund der Hoffnungen auf deutsche Infrastruktur-Milliarden erreicht wurde, folgt nun eine Phase der Ernüchterung, in der der Kurs seit vier Wochen sinkt. Am Montag ging es über XETRA fast um vier Prozent nach unten, nachdem Jefferies die Kaufempfehlung aufgegeben hat. Die Kursgewinne, die nach dem Finanzpaket von Union und SPD erzielt wurden, sind somit beinahe wieder verschwunden. Bereits die Billigung des Finanzpakets durch Bundestag und Bundesrat vor etwa eineinhalb Wochen brachte keinen neuen Schwung mehr für die Aktie, die nach ihrer Rally an Fahrt verloren hat. Graham Hunt von Jefferies schränkte in seiner Analyse die Bedeutung der deutschen Infrastruktur-Milliarden für HOCHTIEF ein. Er stellte fest, dass das Unternehmen etwa die Hälfte seiner Gewinne in den USA erwirtschaftet, während lediglich drei Prozent in Deutschland erzielt werden. In seiner Branchenstudie empfiehlt er Unternehmen mit einem stärkeren Fokus auf Europa, wie Balfour Beatty und Eiffage, da diese bessere Chancen und eine attraktive Free-Cashflow-Rendite bieten. Auch die eingepreiste Fantasie für den Bau von KI-Rechenzentren sieht Hunt als Risiko für die hohe Bewertung von HOCHTIEF.
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