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Frankreichs Schuldenfalle: Wie Paris den Euro unter Druck setzt und Gold und Bitcoin davon profitieren könnten

Der Maastricht-Vertrag verlangt von den Euro-Staaten ein jährliches Haushaltsdefizit unter 3 Prozent und eine Staatsverschuldung unter 60 Prozent der Wirtschaftsleistung. Auf dem Höhepunkt der Eurokrise 2012 lagen Frankreich und Deutschland mit rund 90 Prozent noch gleichauf. Seitdem hat sich Deutschland mit heute etwa 64 Prozent den Maastricht-Kriterien wieder angenähert, während Frankreichs Schulden auf etwa 117 Prozent gestiegen sind, und das in Zeiten historisch niedriger Zinsen. Deshalb sind steigende Langfristzinsen für Paris so heikel: Wird die Altschuld zu höheren Sätzen refinanziert, schnellt die Zinslast nach oben.


In der Politik wird das Problem unterschätzt: Einige Kandidaten bringen einen Schuldenschnitt ins Spiel, wie in Griechenland vor dem Hilfspaket und dem IWF-Einsatz. Der Renditeabstand zwischen französischen und deutschen Staatsanleihen weitet sich bereits deutlich aus, während frühere Krisenländer wie Spanien nicht im gleichen Ausmaß unter Druck stehen. Für die Eurozone ist das ein Warnsignal, schließlich ist Frankreich eine ihrer größten Volkswirtschaften. Zu erwarten wäre ein Abwertungsdruck auf den Euro und damit zusätzliche Inflation. Davon könnten nicht-staatliche Wertspeicher wie $GOLD und $BTC (+0,59 %) profitieren.


Über das folgende Vehikel könnt ihr in Bitcoin investieren: $BITC (-2,74 %)

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2 Kommentare

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Und wie spielt da deiner Meinung nach die USA mit ihren steigenden Staatsschulden rein? Welche Auswirkungen hat das auf Gold, die Inflation in Europa und den Euro?
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Dies verdeutlicht die zugrunde liegende strukturelle Schwäche der Eurozone. Sie resultiert insbesondere aus dem Fehlen einer gemeinsamen Fiskalpolitik und der verbreiteten Missachtung der Maastricht-Kriterien, die sich bislang weitgehend als unverbindlich erwiesen haben. Dies legt nahe, dass eine weitere Eurokrise nur eine Frage der Zeit sein könnte. Die Entwicklung der CDS-Spreads auf französische Staatsanleihen deutet darauf hin, dass sie eher früher als später eintreten könnte.

Die USA stehen vor einigen ähnlichen Herausforderungen, profitieren jedoch davon, den US-Dollar als Weltreservewährung etabliert zu haben. Dieser Status erodiert zwar schrittweise, was die Nachfrage nach nichtstaatlichen Wertspeichern wie Gold und Bitcoin folgerichtig stützt. Chinas jüngste Goldkäufe sind ein anschauliches Beispiel für diesen Trend.

Sollte der Euro erneut unter Druck geraten – und Japan ausgeklammert, wo die Lage wohl noch schwieriger ist –, wären weder der US-Dollar noch der Yen zwangsläufig eine überzeugende Alternative. Das könnte die Nachfrage nach Gold und Bitcoin als alternative Wertspeicher weiter erhöhen.
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