Chairman David Bartholomew hat sich nach dem angekündigten Vergütungspaket für die CEOs nun mit einem offenen Brief direkt an die Aktionäre gewandt:
Wie das Board die fehlenden Performance-Ziele begründet:
- Kursziele haben zweimal nicht funktioniert: Bei früheren Aktienpaketen mussten die CEOs bestimmte Kursziele erreichen: Erst wurden die Ziele verfehlt, obwohl IREN besser lief als der Sektor. Grund dafür war schwache Gesamtmarkt (2021) der die Aktie mit nach unten gezogen hatte. Beim Paket von 2025 passierte das Gegenteil: Die Ziele wurden viel zu früh erreicht, womit der Anreiz aus blieb.
- Reihenfolge: Das erste Paket vom Juni 2025 fiel bewusst klein aus (552.197 Aktien ~0,9-1,4% des Unternehmens). Das aktuelle gibt es erst, nachdem die CEOs geliefert haben. Nun ist der Kurs schon stark gestiegen, deshalb wirkt die Summe des aktuellen Paketes in den Schlagzeilen so groß.
- Kurswert: Der Wert der Vergütung hängt weiterhin vom $IREN (-9,38 %) Aktienkurs ab, wobei die CEOs direkt am Wert des Unternehmens mitverdienen - oder auch verlieren.
Was der Brief nicht beantwortet:
Das Board erklärt nur, warum Kursziele nicht funktioniert haben. Offen bleibt, warum man keine operativen Ziele gewählt hat – zum Beispiel eine bestimmte Menge fertig gebauter Rechenzentrums-Leistung (in MW/GW). Solche Ziele hätte das Management selbst in der Hand.
Der Brief ist eine Vorbereitung auf die Hauptversammlung später im Jahr, wo die Aktionäre über die Vergütung abstimmen dürfen (unverbindlich). Der Chairman kündigt zudem direkte Gespräche mit Aktionären an.
Die Begründung ist eine nachvollziehbare Erklärung, ändert aber nichts am Kern: Die CEOs müssen nur im Amt bleiben, mehr nicht.
Quelle: www.iren.com/investors/news
