🇺🇸 Der Produzentenpreisindex kam für September mit +1,3 % gegenüber August herein – erwartet waren +0,5 %. Das ist der stärkste Monatsanstieg seit März 2022. Auf Jahressicht sind es +6,3 %, der höchste Wert seit Dezember 2022.
Der Schub kommt überwiegend von der Energie:
- Güter: +2,6 % im Monat, der stärkste Anstieg seit Beginn im Dezember 2009
- Benzin: +20,3 % im Monat
- Dienstleistungen: +0,8 % im Monat
Ganz erklärt ist es damit aber nicht. Auch die Kernrate ohne Nahrung, Energie und Handelsdienstleistungen – also ohne die schwankungsanfälligsten Posten – legte 0,5 % MoM und 5,0 % YoY zu.
Am selben Morgen meldete das Handelsministerium Einzelhandelsumsätze von 745,0 Mrd. $. Das sind +0,8 % gegen den erwarteten +0,3 %, der Augustwert wurde von +1,1 auf +1,3 % revidiert. Diese Zahlen sind nicht preisbereinigt: ohne Autos und Tankstellen blieb ein plus von lediglich 0,2 %.
Was bedeutet das für den Aktienmarkt?
Erzeugerpreise fließen in den PCE-Index ein, dem Inflationsmaßstab der Fed. Nach dieser Meldung ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung am 28. Oktober von ~22 auf etwa ~35 % gestiegen.
https://www.bls.gov/news.release/archives/ppi_10152026.htm