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Deutschlands Wirtschaft taumelt, und die Regierung sieht seit Jahren tatenlos zu. Investoren wohl nicht mehr …

Vorab: Es ist nicht die Schuld der Regierung, dass wir eine Krise nach der anderen ertragen müssen. Corona, Russlandkrieg, Nahost. Die Dinger sind allesamt nicht die Schuld der Regierung.


Aber wie in den Krisen gehandelt wird, ist durchaus etwas, das man ankreiden kann. Und damit meine ich keineswegs die streitbaren Coronamaßnahmen.


Nein, es geht mir um Wirtschaftspolitik. Die Energiewende, die weiter Milliarden verschlingt ohne jeden Nutzen (im Gegenteil!) für die Wirtschaft (und höchst fragwürdigen Nutzen für die Umwelt), der Ausstieg an Kernkraft, an dem seit Jahren nicht gerüttelt wird: trotz Nordstream, trotz Russlandkrieg, trotz Nahost-Konflikt.


Was das mit der deutschen Wirtschaft macht, zeigen Zehntausende Insolvenzen jedes Jahr. Zeigen die Zahlen unserer Automobil- und Chemieindustrie, zwei der wichtigsten Zweige in Deutschland überhaupt.


Und die Regierung: Schaufelt Milliarden in Haushaltslöcher anstatt sie – wie versprochen - zu investieren. Das zumindest sagt unter anderem das Ifo-Institut, dem man ja nun nicht nachsagen kann, dass es rechtsextrem ist (um dieses Argument gleich mal vom Tisch zu wischen).


Eine meiner größten Positionen ist, manchmer weiß es, ist $NTG (+3,41 %) , ein Chemiemittelständler mit wunderbaren und wichtigen Produkten, einem guten Management und generell guten Aussichten. Nur was hilft das, wenn die Rahmenbedingungen von Woche zu Woche schlechter werden hierzulande? Energiepreise weiter durch die Decke schießen?


Ich bin noch nicht soweit, dass ich bei Nabaltec das Handtuch werfe, weil ich an die Firma und deren Zahlen glaube. Aber irgendwann muss ich vielleicht erkennen, dass ich mit so einem Invest nicht nur auf die Firma, sondern die Wirtschaftspolitik in Deutschland soll vertrauen muss.


Ich bin mir nicht sicher, ob ich das noch tue.

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48 Kommentare

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Die Energiewende wurde hart verschlafen, aber alle schreien jetzt rum, dass jetzt wegen der Energiewende die Preise durch die Decke schießen? Selbst heute, wo jeder Blinde erkennt, dass eine Energieabhängigkeit von Gas und Öl einfach nicht zukunftsfähig ist, klatschen alle weiter der unglaublich inkompetenten Wirtschaftsministerin zu. Warum wird die nicht einfach rausgeworfen?
Und die Energiewende ist nicht das einzige, auch Elektromobilität wurde und wird absichtlich weiter verschlafen.
Was dieses Land brauchte ist eigentlich mehr progressive Wirtschaftspolitik. Habeck muss man als Person nicht mögen, fehlerfrei war er sicher auch net ganz, aber er hatte wenigstens immer eine Erklärung für sein Handeln.
Wir müssen mal endlich davon wegkommen, dass hier Verbrenner-, Gas- und Öllobby den Alltag der durchschnittlichen Bürger bestimmen.
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@Keineui Das Märchen der Energiewende wird nicht deshalb wahr, wenn man es noch tausend mal erzählt und lächerlicherweise noch behauptet, man müsse noch viel mehr in die falsche Richtung gehen.

Es gibt absehbar keine Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern für Industrienationen.
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@Keineui Unabhängigkeit von Öl und Gas ist ja sogar etwas, für das ich bin. Aber das erreicht man doch nicht, indem man einfach den Gashahn zudreht und gleichzeitig Atomkraftwerke in die Luft sprengt …

Erneuerbare Energien ausbauen und bestehende Infrastruktur solange wie nötig nutzen – das muss man doch parallel machen. Mit einem Plan über viele Jahre, womöglich Jahrzehnte.
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@FairValue es gibt einfach keine Alternative. Kernkraft kann man diskutieren, ob man da zu schnell und zu früh raus ist. Aber fakt heute ist das unbezahlbar, da wieder rein zu gehen. Was passiert, wenn man von autoritären Regierungen bei der Öl- und Gaslieferung abhängig ist, sollte bekannt sein (und ja, zähle jetzt die USA mal der Einfachheit halber dazu). Also was tun, Kohle verbrennen? Ich bitte dich, da lach ich mich ja schlapp.

Also Solar auf die Felder und Dächer, WEAs überall dort hin wo es geht und dann das ganze mit BESS unterstützend im Netz abfedern und intelligent steuern. Die Lösungen sind alle da und noch dazu käme das ganze deutlich schneller und billiger als jetzt wieder die Kernkraftdiskussion aufzumachen.

Gern dann noch mit lokaler Energieerzeugung, sei es Biogas-betriebene Brennstoffzellen oder was weiß ich. Aber man schmeißt lieber Unternehmen wie VoltStorage GmbH (und nein, bin da in keinster Weise verbandelt) Knüppel zwischen die Beine, Würgt den Solar- und PV-markt ab und verschenkt diesen Vorsprung an China (Solarworld/QCells, you name it)...

Soll ich noch von der Windbranche anfangen? Lieber damit dass die Hersteller auch auswandern müssen oder damit dass der Aktenberg für die Errichtung einer WEA mittlerweile kilometerlang ist und es 5+ Jahre dauert bis man die Genehmigung bekommt?

Lieber verbuddeln wir unsere Steuergelder in unsinnigen und noch dazu klimaschädlichen Subventionen anstatt auch nur 1 Schritt in die richtige Richtung zu laufen. Ich muss aufhören, rede mich hier in Rage...

Aber wenn ich Märchen der Energiewende höre/lese muss das nun mal raus.
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@Keineui wir haben über 170 GW installierte Leistung bei Solar und Wind und obwohl das ne massive Überkapazität ist, können wir damit noch nicht mal verlässlich unseren Strom produzieren und müssen dort massive Backups bereithalten und regelmäßig nutzen. Die Gründe sind bekannt und die Speicherkapazitäten sind halt faktisch einfach nicht da. Wenn das mal so weit ist, bin ich sofort dabei aber wir sind davon einfach noch meilenweit entfernt.

Und Davon dass derzeit gerade mal 20% der Primärenergie in Deutschland durch die EE geliefert werden kann, will ich gar nicht anfangen. Man kann doch nicht ernsthaft behaupten dass man nur mehr machen müsste, hier und da und bisschen Biogas und dann ginge das schon zeitnah mit dem Ersatz von 8k Petajoule aus den fossilen. Das ist doch irre.

Und jenseits dessen scheint ja nun auch die Wirtschaft diesen Versprechungen zur Energiewende keine Sekunde zu glauben. Sonst müssten in der Konsequenz ja die Investitionen am Standort Deutschland nur so in den Himmel schießen. Das Gegenteil ist der Fall.
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@FairValue ich bin jetzt nicht sooo tief im Thema drin, aber das Speicherproblem soll doch langfristig gesehen dadurch gelöst werden, dass wir die Überkapazität dafür nutzen mit Elektrolyse Wasserstoff zu produzieren und diesen zu speichern.
Dafür soll dann die vorhandene und neue Gas-Infrastruktur genutzt werden.

Klar das sorgt mittelfristig für massive Kosten, aber wenn das einmal steht, ist man komplett Energieunabhänig und die kosten pro kwh sollten auch geringer sein.

Nebenbei muss man allerdings noch Verkehr und Heizung elektrifizieren. Und natürlich auch das Netzt ausbauen.

Aber für unmöglich halte ich das nicht, wir sind ja auch nicht die einzigen die das machen.
China baut seine Erneuerbaren auch massiv aus, und das nicht weil das linksversifte Grüne sind.

Ich denke wir wollen vorankommen?
Weiter Fossile Brennstoff zu verheizen, ist allerdings genau der Stillstand der immer angeprangert wird.
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@Keineui Sehe ich ähnlich. In der Ampel wurden mit Sicherheit viele Fehler begangen, insbesondere die Außendarstellung war katastrophal und die Boulevardmedien haben das auch gekonnt ausgeschlachtet. Wodurch wohl auch einiges schlimmer wirkte als es war. Aktuell macht sich jedoch bemerkbar was einige vor der letzten Wahl befürchtet haben, Wähler verwechseln bei der Union leider oftmals Wirtschaftsnähe mit Wirtschaftskompetenz.
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@Keineui die Russen würden immer noch billig liefern hätte die Ukraine die Pipeline nicht gesprengt
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@TotallyLost Speicherproblem soll(!) gelöst werden. Okay, reden wir wenn es gelöst ist. Das nützt uns in den nächsten 5 Jahren gar nichts.


China baut in allen Bereichen massiv aus, auch Atomkraft und Kohle, weil die Weltmacht Nummero Uno werden wollen und verstanden haben, dass sie dafür astronomische Mengen Energie, möglichst diversifiziert und günstig umgewandelt brauchen.

Wir wollen vorankommen? Ja. Dank grüner Transformation rauscht der Standort Deutschland mit Volldampf in den Abgrund. Nochmal. Die Realität zeigt es: wir können absehbar nicht ohne massive Nutzung von fossilen. In 20-30 Jahren möglicherweise, aber absehbar nicht.
Und viele Risk Assesments bei Großkonzernen aber auch im Mittelstand kommen genau zu dieser Einschätzung, weshalb die ihre Standorte immer mehr ins Ausland verlagern und an den hiesigen Standorten zunehmend nu noch Substanzverzehr betreiben.
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@FairValue ... "Okay, reden wir wenn es gelöst ist. Das nützt uns in den nächsten 5 Jahren gar nichts."

Und sollten wir deshalb aufhören es auszubauen?

Nach der Logik können wir alle Projekte einstellen die nach 5 Jahren nicht abgeschlossen sind.

Das sendet übrigens auch kein gutes Zeichen, wenn ein Land alle Furz lang seine Strategie ändert.
Weder an die Wirtschaft noch an Partner.
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@TotallyLost Wir sollten nicht aufhören an der Speichertechnologie zu arbeiten. Hab ich auch nicht gesagt. Nur ohne die bringt uns ein Zubau bei Wind und Solar halt nichts nennenswertes mehr, weder beim Strom noch bei der Primärenergie.

Eine Strategie sollte man unbedingt ändern, wenn sie von Anfang an zum scheitern verurteilt war oder sich als offensichtlich falsch herausstellt. Wie weit muss es noch bergab gehen bis diese Erkenntnis eintritt?
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Glaube grade in den letzten Wochen hat die Situation gezeigt, dass die Energiewende grundsätzlich richtig war.
Der einzige Fehler war alle (!) Atomkraftwerke zu früh abzuschalten.
Jetzt ist es leider zu spät und man kann die AKWs nicht einfach wieder anschalten/neu bauen.
Die anderen Länder dieser Welt die nicht auf erneuerbare gesetzt haben (und nicht genug AKWs haben), werden aktuell mehr leiden als wir..

Tatsächlich finde ich Habeck im Nachhinein deutlich besser als zu Regierungszeiten, vieles richtig gemacht.
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Energiewende verschlafen, Digitalisierung verschlafen, Elektromobilität verschlafen, Investitionen in die Bildung, Infrastruktur verschlafen. Giereige, unkompetente Managern gibt es aber genug. Hausgemachte Probleme? Nicht von gestern, aber Jahrzehntelang...
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@Dukke VW lässt grüßen!

Das mit den Boni für die Manager und dass das Land Niedersachsen das auch noch absegnet... 🥴

Wenn's darum geht ihre eigenen Taschen voll zu machen, sind sie mit Tatendrang dabei.
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Die Regierung ist sicherlich nicht an den derzeitigen Krisen Schuld - die Regierungen der letzten Jahre sind allerdings dafür verantwortlich, dass Deutschland mit besagten Krisen deutlich schlechter umgehen kann, als die meisten anderen westlichen Länder. Und da dringend notwendige Reformen in diesem Land offenbar nicht möglich sind, dürfte das erst der Anfang sein.
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@Quasar und das war halt die letzten Jahrzehnte meistens CDU/SPD mit ein paar Ausnahmen.
Also kann man schon der aktuellen Regierung die Schuld geben, denn sie haben es verschlafen, ihre Taschen voll gemacht und keinerlei Zukunftsplan aufgestellt.

Selbst jetzt - 95% von den Sonderschulden werden zweckentfremdet. Das ist Wählerbetrug und Missbrauch vom Feinsten. Eigentlich sollte sowas strafrechtliche Folgen haben, aber mei. Richter werden von der Politik eingesetzt.

Die Politik ist nicht Schuld an der Geopolitischen Situation, allerdings tut sie dagegen auch nichts. Gasspeicher im Januar an US-Firmen verkauft. Energiewende ... Erneuerbare Energien werden blockiert, Gaskraftewerke und Ölheizungen gefördert.
E-Mobilität muss man nicht mögen, aber unsere deutschen Autobauer haben in Asien genau noch 0 Absatz. Mercedes hat über 50% dort verkauft, VW über 30%.

Unsere Infrastruktur lebt von der Substanz aus den 60er - 80er Jahren. Das fällt nun so langsam auseinander.

Das Ausmaß der Zweckentfremdung des Schuldenpakets wird erst in 5 - 10 Jahren massiv einschlagen. Wirtschaft kaputt, Schulden nicht tilgbar, ... Staatsbankrott. Momentan steigen wir vom Hoch erst ab - um auf es auf Kapitalmarktanalogie zu münzen:
Wir sind vom ATH gerade mal paar % runter, aber der Einbruch kommt erst noch.

Viel zu viele Probleme welche nicht angegangen werden. Es wird nur ein neues Pflaster draufgeklebt und dann wundert man sich, dass danach es rechts und links wieder weiter eitert.
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Ich finde es immer lustig, wie die größten Turbokapitalisten zu waschechten Sozialisten mutieren, sobald es mal richtig kriselt. Fun Fact: Der Staat ist nicht nur für das Wohlergehen der deutschen Wirtschaft da. Er hat - teilweise sogar im Gegensatz dazu - die Aufgabe, die Interessen aller so elegant unter einen Hut zu bekommen, dass darüber weder Hungersnöte noch Bürgerkriege ausbrechen, die Reichen nicht geköpft und die Armen nicht versklavt werden. Wir vergessen manchmal, dass das alleine schon eine ziemlich große Leistung ist, die bei weitem nicht alle Regierungen auf die Reihe bekommen. Und nein: Ich bin keine CDU-Wählerin, weder rechts noch linksgrün. Ich kann nur einfach das Gejammer nicht mehr hören, das mMn das viel größere Problem ist als eine mittelmäßige Regierung.
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@Fanni_Spielgeld Der Staat kommt jetzt schon seinen Kernaufgaben nicht mehr nach. Geld dafür wäre vorhanden, man müsste den Rotstift eben bei Positionen ansetzen...

Ohne Wirtschaft, keine Arbeit, keine Steuern, kein BIP. Das ist die Bankrott-Erklärung für einen Staat.

Er hat natürlich die Aufgabe viele Interessen unter einen Hut zu bringen und er wird es niemals jedem richtig machen. Allerdings läuft die letzten Jahrzehnte so viel schief.
Alleine die Tatsache, dass 95% vom "Sondervermögen" (alias Schulden) zweckentfremdet werden ... Da es nicht für Infrastruktur, Bildung, Reformen für die Wirtschaft, Energie, Digitalisierung, ... eingesetzt wird, was in den nächsten Jahren ein Reinvest in Form von BIP gewesen wäre.
So wird es rausgeworfen. Unsere soziale Schere zwischen "Arm" und "Reich" geht Jahr für Jahr auseinander. Unser Mittelstand mit zig Millionen Beschäftigen geht gerade mit Karacho gegen die Wand. Soziale Ungerechtigkeit ist einer der größten Treiber von Neid, Hass und Extremen (Links und Rechts). Die SPD und CDU diskutieren gerade ja darüber, wie und wo sie weiter die Steuern erhöhen können. Lohnsteigerungen gibt es aktuell keine mehr, denn man kann gerade froh sein, wenn einen der Betrieb nicht rauswirft.
(kleiner Mittelstand mit ca. 100 Mitarbeitern - jetzt noch ca. 1/3... und das nicht, weil die Leute schlecht waren oder falsch gewirtschaftet wurde)

Die Zeche zahlen wir besonders in 5-10 Jahren, wenn der Staat immer weniger Einnahmen hat, immer weiter die Steuern bei den letzten verbleibenden Zahlern erhöht - bis zu dem Punkt an dem der Staat handlungsunfähig wird und er gar keine seiner Kernaufgaben erfüllen kann (darum zahlen wir u.a. Steuern!).
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@MoneyISnotREAL naja, wir selbst kümmern uns ja nun auch nicht besonders liebevoll um den deutschen Mittelstand, sondern schaufeln unser Kapital lieber in US-Konzerne. Und wenn diese Massenentlassungen ankündigen, freuen wir uns über ein paar Prozent mehr Rendite. Das Geld, was wir dadurch „verdienen“, geben wir wahrscheinlich ebenfalls nicht nur für hochpreisige europäische Produkte aus. Wie soll eine Regierung gegen solche Entwicklungen ankommen, wenn jeder immer nur mit dem Finger auf andere zeigt, anstatt bei sich selbst anzufangen?
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@Fanni_Spielgeld Sozialist? Ich glaube, du musst mal zum Arzt.

Ich bin der letzte, der auch nur im Ansatz sozialistische Züge hat. Das, was gerade gemacht wird, ist Sozialismus, Planwirtschaft. Der Staat zerstört Ideologie-getrieben die Grundlage unserer Industrie. Ich will nicht, dass der Staat subventioniert oder zahlt, sondern dass er aufhört, die Grundlage unserer Industrie aktiv zu zerstören.
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@Fanni_Spielgeld Nennt sich auch Risikostreuung, denn meine Arbeitskraft hängt am "deutschen Staat", meine gesamte Gesundheitsversorgung, meine Immobilie, mein Grundstück und meine Altersvorsorge (GKV). Alles in € und direkt von der politischen und wirtschaftlichen Lage von Deutschland abhängig.
Aus Gründen der Diversifikation und Risikostreuung ist dann logisch außerhalb von DE mein liquides Vermögen zu investieren.

Weiterhin haben wir in DE eine so grottig schlechte Aktionärskultur, da wie du schreibst jeder Aktionär direkt "Kapitalist" ist, und das Wort hat in DE eine sehr schlechte Betonung. Kapital via Aktionäre ist für Firmen wichtig und das hätten die Firmen in Europa dringend notwendig um investieren zu können, allerdings horten wir es lieber auf Sparbüchern und lassen es von der Inflation auffressen.

Deine Aussage ist eine reine Mutmaßung und du behauptest, weil ich in Aktien investiere, dass ich nur Luxusgüter konsumiere, nicht auf den Mittelstand achte oder lieber wegen ein paar Prozent Rendite alle Risiken eingehe...

-Warum haben wir als Deutschland als einer der wenigen Industrienationen keinen Staatsfond?

-Warum wird Aktionär sein direkt negativ belastet (so wie durch dich)?

-Warum sind viele Firmen in Privatbesitz? ...weil in DE die Börsenkultur wie von dir als "böse" gesehen wird.

- In vielen Bereichen gibt es keine funktionieren Konkurrenzprodukte zu "ausländischen". Im Bereich der IT, Finanzwesen, Smartphones, ... Da hat die EU glorreich den Anschluss verschlafen. Man überlege: Seit ein paar Monaten haben wir die kostenlose Echtzeitüberweisung. 🥴 Wero als Zahlungsdienstleister ist für mich als Endverbraucher eher eine Beta-Version, weniger alltagstauglich - 20 Jahre zu spät.
Welche Kreditkarte nutzt du? Genau, Visa oder Mastercard, Duopol am Markt. Europäische Alternative? Keine.

Ich gehe das Risiko ein und gebe einer Firma Eigenkapital womit sie wieder rum z.B. Kredite beantragen kann oder eben damit direkt Investitionen tätigt. Dafür erhalte ich Rendite in Form von Gewinnbeteiligung, also einer Wertschöpfung.

Und warum zeigst du bei Massenentlassungen auf die US-Konzerne? Wir müssen gar nicht so weit gehen. Unsere VW-Manager bekommen Boni, die Mitarbeiter verzichten auf Boni oder werden entlassen. SAP, BWM, Mercedes, Chemiebranche, allgemeine Industrie ...

Unsere Regierung pfuschst viel zu viel herum. Förderung für Solaranlagen streichen, dafür Ölheizungen fördern und anstatt Batteriespeicher zu bauen, werden Notstrom-Gaskraftwerke gebaut - mit staatlicher Förderung.

Wie die Sonderschulden zweckentfremdet werden, davon reden wir gar nicht mal.

Das wäre so wie wenn du mir 100€ gibst, ich dir dafür 1 Packung Kekse für 5 € kaufen soll.
Ich gehe mit den 100€ einkaufen, kaufe MIR für 5€ Kekse und bringe dir eine Packung Kaugummi mit. Restgeld behalte ich.
Das macht die CDU / SPD gerade mit dem "Sondervermögen" (alleine die Wortgebung ist bewusste Täuschung des Bürgers...)
für mich unverständlich wie man da die Schuld von der Regierung wegschieben kann. Sind ja nunmal die einzigen die den Kurs korrigieren können. Das falsche weiter machen ist mit Sicherheit das schlechteste Zeichen für Industrie und die Welt. Das ist schon schwer geisteskrank.
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Dass das Geld der Sonderschulden zweckenfremdet, ich würde es veruntreut nennen, ist aus meiner Sicht ein riesen Skandal. Aber allein die Reaktion in den Medien, und auch exemplarisch hier bei GQ zeigt doch, dass hier absolut was schief ist. Warum wird für solche Millardentrixereien niemand zur Rechenschaft gezogen. Warum funktionieren unsere Kontrollsysteme der Gewaltenteilung nicht mehr. Wir rutschen immer weiter und unkontolliertet in die Schulden und das sehenden Auges.

Dabei werden wir tagtäglich beschäftigt damit, was denn der US Präsi für Unsinn treibt. Golfspielen, Schuhe verschenken. Was für ein Kladderadatsch auch immer. Das alles lenkt ab davon, dass bei uns die Hütte brennt auf allen Ebenen.
Und in einer Sache Stimme ich nicht zu. Natürlich ist das die Schuld der Regierung. Sie stehen nunmal in der Verantwortung. Aber übernehmen tun sie die nicht. Nur die Diäten, die nehmen sie gern.

Was ich mich als Investor frage. Das letzte Jahr wurde viel darüber geredet, dass man jetzt in Europa investieren sollte, wegen DT, Dollar und so. Aber ganz ehrlich. Fühlt man sich wohl damit, noch mehr Assets in den Euroraum zu legen? Bei all den Problemen die es hier gibt? Mir wäre das zu riskant. Ich bekomme mein Geld hier in Euro und Meine Immobilie ist auch Euro. Das reicht mir mit Klumpen. Investments werden Global verteilt. Für Europa sehe ich keine rosige Zukunft.
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@marda304 Das die Nachrichten dieses Thema regelrecht totschweigen ist für mich unverständlich 🤔 Nennt es wie ihr wollt, aber für mich wurde dieses Geld veruntreut und das ist ein handfester Skandal! Vielleicht sogar der größte der letzten Jahrzehnte(wenn man sich mal ansieht um welche Summen es da geht)! Ich möchte auch gar nicht wissen, wie viel von diesen Geldern in die privaten Taschen der Politiker geflossen sind, aber das scheint ja in Deutschland niemanden zu interessieren, schließlich sind wir perfekt 😂 Es ist ja viel interessanter anzusehen, was Captain Orange auf der anderen Seite der Welt so treibt! Wenn ich mir die Dummheit von vielen Menschen in Deutschland so anschaue, dann frage ich mich ernsthaft, ob mir überhaupt noch schaffen können das Ruder rumzureißen. Nebenbei schiebt man noch einem korrupten, kriminellen „Präsidenten“
in der Ukraine Milliarden zu, anstatt sich darum zu kümmern die kaputten Beziehungen zu Russland wenigstens ein bisschen zu retten!
Sorry, wenn das jetzt so extrem geschrieben war, aber was in diesem Land abgeht macht mich manchmal wirklich wütend 🤬
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Wenigsten kaufst du hier mit Preisen von 2014… und die sind wirklich undervalued. Sehr gutes Unternehmen!
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Bekomme langsam Appetit auf Nabaltec, kann es dann noch weiter runtergehen? Welche Firmen bieten denn ähnliche Grundstoffe an? Hat Nabaltec keinen " Burggraben"?
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Gemini meint: Nabaltec ist ein weltweit führender Anbieter von funktionalen Füllstoffen auf Basis von Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid sowie Spezialoxiden. Wettbewerber, die ähnliche halogenfreie flammhemmende Produkte und Additive herstellen, sind vor allem große internationale Chemieunternehmen.
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Zu den wesentlichen Wettbewerbern und Unternehmen mit vergleichbarer Produktpalette zählen:
Almatis: Gilt als weltweit führender Hersteller von Premium-Aluminiumoxiden.
Huber Engineered Materials: Ein großer Akteur bei halogenfreien Flammschutzmitteln, insbesondere auf Basis von Aluminiumhydroxid (ATH) und Magnesiumhydroxid (MDH).
Albemarle: Produziert ebenfalls Aluminiumhydroxid-basierte Flammschutzmittel.
Nabaltec-Wettbewerber im Bereich mineralische Flammschutzmittel: Dazu zählen Unternehmen wie Lanxess oder Zhejiang Zhongshan Chemical.
Nabaltec Spezialgebiet
Nabaltec unterscheidet sich durch seine Spezialisierung auf funktionale Füllstoffe wie Apyral (Aluminiumhydroxid) und Napox (Aluminiumoxid), die in der Kabelindustrie, Kunststoffverarbeitung und Elektronik eingesetzt werden, um die Entflammbarkeit zu reduzieren.
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