Vor wenigen Tagen wies Bloomberg-Analyst Mike McGlone darauf hin, dass Tethers Stablecoin $USDT (-0,06 %) bei der Marktkapitalisierung nicht mehr weit von Ethereum entfernt ist. Noch liegt der Abstand bei rund 50 Milliarden US-Dollar – doch er schrumpft. Sollte es zu einem weiteren Rückgang am Kryptomarkt kommen, könnte Ether seinen zweiten Platz im Ranking verlieren.
Das wäre jedoch kein „Tod Ethereums“, sondern Ausdruck einer strukturellen Verschiebung. $ETH (+2,5 %) läuft stabil, verfügt über die größte Entwicklerbasis im Ökosystem und bleibt das Zentrum der Smart-Contract-Ökonomie.
Die eigentliche Story sind Stablecoins. Sie sind längst das meistgenutzte Instrument im Kryptomarkt und haben $V (+1,51 %) (Visa) und $MA (+0,71 %) (Mastercard) beim Transaktionsvolumen bereits überholt. Laut Accenture könnten sie bis 2030 Zahlungen im Umfang von über 13 Billionen US-Dollar abwickeln – mit potenziell Milliarden an Gebühren, die dem klassischen Bankensystem entgehen.
Die Frage ist daher weniger, ob USDT Ethereum „flippt“, sondern: Erleben wir gerade die stille Dominanz der digitalen Dollar-Infrastruktur? (Autor: Jérémy Le Bescont, Chefredakteur von CoinShares)