Wer sich mit AI-Aktien beschäftigt, landet fast automatisch bei Nvidia. Das ist nachvollziehbar, GPUs (Graphic Processing Units) sind der Ausgangspunkt. Aber genau dort beginnt für mich gerade die Verschiebung.
Der limitierende Faktor ist nicht mehr primär die Rechenleistung, sondern der Speicher, der diese Leistung überhaupt erst nutzbar macht. Im akuten Bereich gibt es mehrere Engpässe. Einer davon ist HBM (High Bandwith Memory).
Diese Chips sitzen direkt neben der GPU und bestimmen, wie viel Daten gleichzeitig verarbeitet werden können, ohne ausreichend HBM skaliert kein AI-System. Gleichzeitig ist das kein Standardprodukt, die Fertigung ist komplex, die Ausbeute begrenzt, die Integration anspruchsvoll, während die Nachfrage massiv steigt.
Der Engpass liegt damit nicht mehr beim Compute, sondern bei den Herstellern. Für mich sind deshalb aktuell $HY9H (-7,54 %) (SK hynix) und $MU (-3,73 %) (Micron Technology) näher am Engpass als die üblichen AI-Posterboys.
Das ist kein statisches Bild, vor einem Jahr lag der Fokus klar auf GPUs, heute auf HBM, morgen wahrscheinlich auf anderen Teilen der Infrastruktur. Genau diese Bewegung ist der Kern meines Ansatzes: Engpässe wandern.
Als nächstes schaue ich mir Power & Cooling, Advanced Packaging und Energy an. Bereiche, die gerade anfangen, selbst zum limitierenden Faktor zu werden.
